Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
Jugendroman
ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum. von Andreas Eschbach
Als Finn von der Schule nach Hause kommt, denkt er erst, er habe sich verlaufen: in der Wohnung seiner Eltern leben auf einmal ganz andere Menschen! Und auch sonst ist sein Heimatort nicht mehr der, der er einmal war. Was steckt dahinter?
Ein neuer Roman von Eschbach? Bin dabei, wie immer. Der Anfang hat mir auch sehr gut gefallen, leider wurde das Ganze dann etwas vorhersehbar und irgendwie auch unglaubhaft.
Wie soll so etwas so schnell geplant werden können?
Zugegeben: ich hatte anfangs auch keinen Schimmer, was hinter allem steckt und habe gespannt auf die Auflösung gewartet, die dann auch in Rückblenden genauer aufgedröselt wird. Leider hat mir Finns Reaktion nicht ganz gefallen: er war mir zu relaxt. Erst als er unerwartete Hilfe bekommt, war ich wieder begeistert in der Handlung drin. Die Story liest sich rasant und schnell, was aber auch die Protagonisten etwas flach erscheinen lässt.
Fazit: ein Jugendroman, der die Zielgruppe sicher trifft, für Erwachsene aber etwas zu flach und kurz ist.
Rezensionen von Lesemama:
Ziemlich emotional
Selbst in dunkelster Nacht von Ali Kassemyar
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Liora versucht immer positiv zu bleiben und immer an das Gute zu glauben, trotz ihrer Vergangen und des Verlustes eines geliebten Menschen.
Kieran ist das Gegenteil der, auf den ersten Blick, lebenslustige Liora. Er ist in sich gekehrt, still und scheint sehr einsam.
Dennoch entsteht ein Freundschaft zwischen den beiden und die ist nicht immer einfach.
Meine Meinung:
Mich sprach der Klappentext an und ich lese manchmal ganz gerne "tragische" Liebesgeschichten. Aber so ganz konnte mich der Auftakt einer Reihe nicht überzeugen. Mir war es stellenweise zu dramatisch.
Die Story wir abwechselnd von Liora und Kieran erzählt, so hat man als LeserIn einen besseren Einblick, vor allem in die Gefühlswelt der beiden. Die Umgebung mit dem Blumenladen ist ganz süß und auch wie die beiden sich langsam annähern gefiel mir. Zwischendurch hatte die Geschichte aber auch durchaus ihre Längen und endet mit einem Cliffhänger, der neugierig auf das nächste Buch macht.
Rezensionen von brauneye29:
Guter Ratgeber
Das Ich im Du von Tanja Roos; Christian Roos
Zum Inhalt:
Eine erfüllte Beziehung ist wohl das, was die meisten sich wünschen, aber oft nicht erreichen, weil man sich mit dem Partner oft in einer Endlosschleife aus Streit, Vorwürfen und Enttäuschung befindet. Wie kann man diese Endlosschleife lösen und daraus etwas machen, an dem wächst und eine für beide gute Beziehung führen kann.
Genau damit beschäftigt sich dieses Sachbuch.
Meine Meinung:
Gerade Beziehungsratgeber können oft so gestaltet sein, dass man sich aufreiben muss, um etwas zu ändern und zudem sind sie oft in einer Sprache geschrieben, dass man manches vielfach lesen muss, um es überhaupt zu verstehen. Dieses Buch ist anders. In einer gut verständlichen Sprache wird auf sehr angenehme Weise der Finger auf bestimmte Punkte gelegt und im Grunde der Partner als Spiegel der eigenen Unzulänglichkeiten gezeigt. Und genau das ist der Punkt. Man muss erkennen, dass man mit sich zufrieden sein muss, entsprechende Verhalten oder Gefühle sich selbst gegenüber ändern muss, um Ergebnisse zu erzielen. Das hat mir gut gefallen.
Fazit:
Guter Ratgeber
Rezensionen von brauneye29:
Anders als erwartet
Flowers & Bones 1: Tag der Seelen Flowers & Bones von Sandra Grauer
Zum Inhalt:
Valentina ist eine Catrina, eine Frau die mit den Toten kommunizieren kann und verlorene Seelen ins Reich der Toten zu führen. Doch offenbaren darf sie das nicht, denn der dunkle Bund jagt unerbittlich Wesen mit unnatürlichen Fähigkeiten. Valentina vertraut sich Lily an, einer Hexe, die aber durchaus ihre eigenen Pläne verfolgt.
Meine Meinung:
Hier habe ich mich eindeutig vom Cover verführen lassen, aber irgendwie hatte ich doch schon etwas anderes erwartet als ich dann bekommen habe, denn um die Funktion als Catrina ging es meinem Gefühl nach doch zu wenig. Unbenommen war das Buch, in meinem Fall Hörbuch trotzdem interessant, aber die Story ging in eine andere Richtung als ich erwartet hatte, denn es ging mir persönlich viel zu sehr um romantische Gefühle. Gelesen war das Hörbuch gut, das hat mich im Wesentlichen beeinflusst, das ich zu Ende gehört habe.
Fazit:
Anders als erwartet
Rezensionen von Kwinsu:
Sprachlos hadern
Diamantnächte von Hilde Rød-Larsen
"Und dann hob ich ab und trieb sanft im Zimmer umher, ganz von allein." (S. 237)
Genauso wie eben angeführtes Zitat treibt die Geschichte der Protagonistin - einmal heißt sie Agnete, einmal Marianne - umher, zwar nicht immer sanft, aber ganz von allein. Wobei, ich bin mir unschlüssig ob es tatsächlich eine Geschichte ist.
Vielmehr sind es Gedanken, die wir in "Diamantnächte" mitverfolgen können. Zwar gibt es eine Rahmengeschichte, diese erscheint aber zweitranging. Dabei hadert die Erzählerin ständig - mit sich, mit dem Gesehen Werden, mit einer angeblichen Inkompetenz mit Menschen umzugehen, mit Beziehungen, mit Träumen und Selbstverletzungen. Den roten Faden bildet dabei eine Beziehung zu einem wesentlich älteren Mann - der Vater einer Freundin - die sie Jahrzehnte aufrecht erhält, auch wenn sie immer nur eine flüchtige Begegnung darstellt. Es ist nicht klar: geht es um Sex, um Nähe, sieht sie der Mann, wie sie ist, weil er glaubt, dass er es kann? Was zieht sie immer und immer wieder zu ihm? Was ist so speziell an dieser Beziehung, dass sie deren Geschichte niederschreiben muss? Was ist es, das Agnete, oder Marianne, antreibt und wo will sie überhaupt hin? Mühelos könnte ich noch zahlreiche Fragen formulieren, eine Antwort bekomme ich in diesem Buch aber nicht.
Interessant ist der Aufbau des Buches: es umfasst drei Abschnitte. Im ersten versucht sie sich einer Geschichte anzunähern, wird aber immer wieder von ihren Gedanken unterbrochen. Sie erkennt, dass sie so nicht zum Ziel kommt (welchem???). Bis hierhin ist aus der Ich-Perspektive erzählt. Im nächsten Kapitel plötzlich wechselt die Erzählweise auf eine Erzählung in der Dritten Person. Nun heißen die Protagonist*innen anders, aus Agnete wird plötzlich Marianne und es wird geschildert, wie sie den Mann - hier heißt er nun Alexander und nicht mehr Christoph - kennenlernt. Er ist der Vater ihrer Freundin Jenny, die hier nun aber Sarah heißt. Nachdem sie und Alexander die ersten Intimitäten ausgetauscht haben, endet scheinbar völlig natürlich die Freundschaft zwischen Agnete und Jenny. Im dritten Abschnitt kehrt die Ich-Erzählform wieder zurück, der Mann wird nun schlicht C benamt. Hier tauchen wir mehr und mehr in die Gegenwart der Protagonistin ein - vermutlich versucht sie zu schildern, warum alles so geworden ist, wie es ist. Angenehm ist im Buch, dass die Unterkapitel nur sehr kurz sind, teilweise nur zwei Zeilen und ein neues beginnt immer in der Mitte der Seite - das Buch kann also schnell hinter sich gebracht werden.
"Diamantnächte" macht mich sprachlos und ich hadere. Sprachlos, weil mir nicht eingeht, was das Buch eigentlich erzählen will. Ich verstehe es schlicht nicht. Nichts scheint von Bedeutung zu sein, aber alles ist pathetisch wichtig. Ich hadere, weil der Erzählstrang, die Geschichte wirklich gut sein könnte, würde sie auserzählt werden, würde sie tiefer gehen, würden wenigstens Ansätze von Erklärungen vorhanden sein. Trotzdem ich daran wirklich kaum etwas verstehe, ich mich zwischendurch ob der fehlenden Tiefe und Nachvollziehbarkeit geärgert habe, habe ich das Buch nichtsdestotrotz irgendwie doch gern gelesen.
Rezensionen von Daggy:
Eine neue Heldin im Wald
Jessi, die Raubhäsin (Klein, aber oho!) von Kai Lüftner
Böse und ein wenig verschlagen schaut Jessi auf dem Cover. Kein sehr sympathisches Tier und das ist Jessi auch nicht.
Zunächst ist Jessi noch klein, mit riesigen Augen und einem rosa Tuch um den Hals, doch bald wird ihr blick böse und sie will wissen, was hinter dem Gitter passiert. Dann kommt ein „Schnitt“ und Jessi inzwischen mit eingekerbten Ohren und nur einem Vorderzahn streift durch den Wald.
„Hunderttausende Geschichten weiß im Wald man zu berichten“ Jessi will kein Beutetier mehr sein und so wird dieser Satz häufig wiederholt. „Dieser Wald, so viel ist klar, ist nicht mehr, was er früher war.“ Jessi wird zum Beschützer der Beutetiere und befreit den Eichelhäher vor dem Fuchs und die Maus von der Eule. Doch als sie das Meerschweinchen vor der Schlange rettet, muss sie sich damit auseinandersetzen, dass das Meerschweinchen bei ihr bleiben möchte. Doch Jessi will alleine kämpfen und jagt das Meerschweinchen fort. Doch dann denkt Jessi drüber nach, dass sie am Anfang allein im Käfig saß.
Für mich ist die Darstellung von Jessi ein wenig zum Fürchten, sicher sollen das die anderen Tiere auch, denn nur so kann sie den Opfern helfen. Es bleibt dann doch die Frage offen, wovon ernähren sich die Tiere dann, wenn Jessi sie immer wieder beim Jagen stört?
Der Text des Buches reimt sich und er ist schon ziemlich lang. Die Bilder sind eindrucksvoll, aber auch etwas zum Fürchten. Sicher müssen nicht alle Abbildungen niedlich sein und nicht alle Hasen putzig, aber eine Raubhäsin ist schon eine eigenartige Entwicklung.
Rezensionen von Tara:
Spannend, humorvoll und nicht vorhersehbar
Elbschatz von Nicole Wollschlaeger
„Elbschatz“ ist der achte Roman der ELB-Krimireihe mit dem Kommissar Philipp Goldberg und seinen beiden Kophusener Kollegen Hauke Thomsen und Peter Brandt von der Autorin Nicole Wollschläger. Das Buch lässt sich unabhängig von den vorherigen Bänden lesen, macht aber mit dem Hintergrundwissen um die Entwicklung der sympathischen Charaktere noch mehr Spaß.
Ein Reisebus aus Düsseldorf auf dem Weg nach Sylt bleibt durch einen Unfall in Kophusen liegen. Die Reisenden warten auf einen Ersatzbus.
Gerrit Lange macht mit seinen beiden Töchtern eine GPS-Schitzeljagd. Dabei entdeckt Gerrit eine Leiche im Cache.
Sowohl bei dem Reisebus als auch bei den Ermittlungen um die Leiche fällt Kommissar Philip Goldberg und den anderen Ermittlern ein weißer Kastenwagen auf.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Reisegruppe und dem Toten ?
Schon nach den ersten Seiten war ich direkt wieder mittendrin und es hat sich angefühlt wie ein Wiedertreffen mit alten Bekannten. Schnell entstanden unzählige Fragezeichen in meinem Kopf, so dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe.
Der Schreibstil von Nicole Wollschläger lässt sich angenehm lesen, ist sehr lebendig und detailliert. Obwohl der Spannungsbogen durchgehend gehalten wird, blitzt immer wieder ein wenig Humor durch, der mir sehr gut gefallen hat. Des Weiteren fand ich die kurzen Informationen über die Vergangenheit der Ermittler gelungen eingeschoben. So erfahren Neueinsteiger das Wichtigste und für mich wurde es wieder präsenter.
Das Kophusener-Ermittlertrio Philip, Hauke und Peter ist ein gut eingespieltes Team. Sie arbeiten Hand in Hand und man merkt wie gut sich die Kollegen ergänzen. Mir hat es Spaß gemacht ihre Ermittlungen zu verfolgen und zu rätseln was passiert sein könnte.
Ich freue mich schon jetzt sehr auf den nächsten ELB-Krimi und die Ermittlunegn in und um Kophusen.
Rezensionen von Daggy:
Apfelschmaus mit Hindernis
Der dicke rote Apfel von
„Es war einmal ein Mäuschen…“ so beginnt dieses kleine Pappbilderbuch, dass schon einen etwas längeren Text hat. Dieses Mäuschen sieht am Apfelbaum einen einzelnen roten Apfel hängen. Sie versucht ihn herunterzuschütteln, „Doch der Apfel blieb, wo er war, dick und rot und wunderbar.“ Ein Satz, der sich immer wiederholt und der schön zu lesen ist.
Zunächst kommt der Hase zur Hilfe, aber auch er kann den Apfel nicht herunterbekommen. Im Querformat können wir den großen Baum besser sehen und die beiden Tiere, die auch übereinander zu klein sind, den Apfel zu erreichen. Auch die Katze, der Hund und der Esel schaffen es nicht an den Apfel zu reichen. Erst ein Mädchen kann helfen.
Das Buch liest sich sehr schön und die zart gezeichneten Bilder passen sehr gut zur Geschichte. Allerdings erinnert mich die Handlung an andere Geschichten, wie „Ein Apfel für alle“ oder „So weit oben“. Leider nennt der Verlag nur die Illustratorin, der Name der Autorin oder des Autors wird im Buch nicht genannt.
Rezensionen von Daggy:
Niedliche Suche
Mein erstes Guckloch-Fühlbuch: Kleine Maus, wo bist du? von Kraushaar Sabine
Schon auf dem Cover sehen wir die kleine Maus, die genüsslich eine Erdbeere nascht. Durch eine ovale Aussparung kann man ihr weiches graues Fell anfassen. Dann lernen wir Lotta und Paul kennen, sie sind auf dem Bauernhof bei den Eseln und hinter einer zusätzlichen Klappe
Sehen wir Lotta ein Pony streicheln, das braune Fell ist kurz und weich.
Aber eine Maus ist nicht zu finden. Das hat uns zunächst erstaunt, aber die Maus taucht erst auf der letzten Seite auf. Vorher finden wir die Schweine mit recht hartem rosa Fell hinter dem Stroh und den Ziegenbock mit langem zotteligem Fell auf der Wiese.
Auf den Bildern kann man noch so einiges entdecken und das Streicheln der Felle macht den Kleinen sicher viel Spaß. Sie lernen die Tiere kennen und das stabile Pappbilderbuch können sie auch mal alleine anschauen.
Rezensionen von Daggy:
Die Vertreibung der grauen Farbe
Die graue Stadt von Torben Kuhlmann
Das Cover zeigt Robin, die aus ihrer Dachgaube auf die graue Stadt schaut. Hochhäuser und qualmende Kamine sind zu sehen, alles grau in grau. Die Farbtuben sind in vielen Grautönen zu sehen, taubengrau, schwarzgrau und Marmor nennen sich einige von ihnen.
Über beide Seiten sehen wir nochmal die Häuser, vorne eine Autobahn und hinten Schlote und Hochhäuser, alles in grau.
Robin hat eine gelbe Regenjacke an und schaut mit ihrer Katze aus dem Dachfenster auf diese Stadt. Sie ist hier her mit ihrem Vater gezogen und als sie sich die Stadt anschaut, stellt sie fest, dass es keine andren Farben dort gibt, beim Farbenhändler nur Grautöne. Voll Erstaunen schaut sie dort in die Auslage. Nur an einer Wand eines grauen Hauses hat jemand einen orangen Fisch im blauen Wasser gemalt. Als Robin in der Schule ein buntes Bild malt, muss sie sich einen alten Schwarzweiß-Film anschauen, der sie belehren soll. Dort lernt sie einen Jungen kennen, der sich auch gegen diese Farbe auflehnt. Bald trifft sie ihn in ihrem Haus, dort macht er mit einigen anderen bunt gekleideten Menschen Musik. Auch die Musik ist in der grauen Stadt nicht gewünscht. Deshalb machen sich Robin und Alani auf das Geheimnis dieser Stadt ohne Farbe zu lüften.
Ein klein wenig erinnert mich die bedrückte Stimmung und die Bevormundung an den Klassiker „1984“. Hier wird die Diktatur durch das Fehlen der Farbe dargestellt. Im Nachwort gibt es noch eine Erklärung zur Brechung des Lichts und zur Farbmischung, die die Farbe grau ergeben kann.
Die Bilder, wenn sie auch meist grau sind, sind bis auf die kleinste Kleinigkeit liebevoll gezeichnet. Ein wundervolles Buch mit einer spannenden Geschichte um den Verlust der Farbe.











