Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Jule:
Eine neue Welt
Jade und Obsidian - Die Legende der Zwillingsschwerter von June CL Tan
3,5 von 5
June CL Tan entführt uns mit ihrem Roman "Jade und Obsidian" in die Welt der Chinesischen Mythologie. Wir begleiten Ahn und Altan auf eine lange und gefährliche Suche nach den sagenumwobenen Zwillingsschwertern. Doch die Reise ist gleichzeitig auch eine Suche nach sich selbst.
Beide Protagonisten entwickeln sich im Verlauf des Buches immer weiter und stehen immer mehr für sich selbst und andere ein. Im Zusammenspiel mit den anderen Protagonisten ergibt sich eine spannende Dynamik, die immer wieder für Überraschungen sorgt. Leider wird bei den Beschreibungen der Gefühlswelten oft nur an der Oberfläche gekratzt, sodass man immer ein wenig Distanz zu den Protagonisten bewahrt.
Ebenfalls ging alles im Buch ziemlich schnell voran. Man hätte die Geschichte genauso gut auf zwei Bände aufteilen können, denn dann hätte man den Leser tiefer in die Geschichte einführen und manche Szenen schöner ausführen können. So hatte ich über das ganze Buch hinweg Schwierigkeiten alle Zusammenhäng zu verstehen und habe an manchen Stellen ein bisschen die Freude an diesem Buch verloren.
Nichtsdestotrotz ist June CL Tans Schreibstil sehr angenehm gewesen. Sie hat eine besondere Atmosphäre und ein tolles Setting geschaffen, die mich immer wieder in ihren Bann gezogen haben. Auch der Wechsel der Perspektiven hat mir gefallen, auch wenn er zu Beginn sehr sprunghaft war, haben die Wechsel, besonders zum Ende, für einen klasse Spannungsaufbau gesorgt.
Alles in allem ist "Jade und Obsidian" ein Buch, das viel viel mehr Potenzial hat. So war es für mich leider nicht ganz rund. Es ist trotzdem eine Empfehlung für alle, die in die Chinesische Mythologie einsteigen möchten. Ich werde mich definitiv weiter damit auseinandersetzen.
Rezensionen von Lealein1906:
Griechische Sage in neuem Gewand
Atalanta von Jennifer Saint
Natürlich kenne ich als Fan von griechischen Sagen die Geschichte von Atalanta, oder Atalante, unter diesem Namen kenne ich sie. Diese Sage mochte ich schon immer sehr, deswegen finde ich es toll, dass es jetzt auch einen Roman über ihre Geschichte gibt. Und der ist von Jennifer Saint schön erzählt, von vorne bis hinten voll mit den spannenden Abenteuern.
Die Geschichte ist natürlich sowieso schon packend, wie die kleine Atalante im Wald bei den Nymphen und bei Artemis aufwächst, es dann aber mit der Argo hinaus in die Welt gibt. Ich bewundere die griechische Kriegerin und kann mich sehr mit ihr identifizieren. Ich glaube, auch wer zuvor noch nichts von ihr gehört hat, wird schnell von der Atmosphäre in dem Roman gepackt.
Auch wenn ich an dem Schreibstil von Saint nichts auszusetzen habe, muss ich doch sagen, dass mir die Lektüre nicht ganz so leicht gefallen ist, wie bei anderen Büchern. Also es ist in meinen Augen kein Buch, was man direkt von vorne bis hinten durchliest, aber packend ist es trotzdem.
Ich vergebe gerne vier Sterne für dieses Buch und hoffe, dass noch viele weitere griechische Sagen in Romanen erzählt werden.
Rezensionen von Claudia R:
Macht der Bücher
Die Legende vom letzten Bücherjäger von Diana Menschig
Klappentext / Inhalt:
Eine Hafenstadt, am Hang gelegen, wo die Kaufleute in Villen leben. Zwei Leuchttürme und eine Burg schmücken die Meeresbucht. Hier ist Jelto im Dienst der Fürstin unterwegs – als Bücherjäger: Jelto hat die besondere Gabe, Papier, Leder, sogar Tinte riechen zu können.
Seine Aufgabe ist es, in Häuser einzudringen und Bücher ausfindig zu machen, denn Bücher, das weiß in Brück jedes Kind, sind gefährlich und daher verboten. Die Bücherjäger schwärmen nachts aus und treffen sich am nächsten Morgen, um die gesammelten Bücher zu verbrennen. Sie beschützen die Bewohner Brücks, denkt Jelto, denn so wurde es ihm sein Leben lang erzählt. Eines Abends bekommt er einen geheimnisvollen Auftrag: In einem Kontor im Hafen soll ein ganz besonders magisches Buch versteckt sein. Danach ist in Jeltos Leben nichts mehr wie zuvor. Er weiß nicht, wem er noch trauen kann – bis er die Drachenzüchterin Wyona kennenlernt. Auch Wyona besitzt Bücher, denn die sind, so beginnt Jelto zu verstehen, alles andere als gefährlich …
Cover:
Das Cover zeigt einen gewaltigen Drachen auf einem Leuchtturm. Davor erkennt man eine Stadt und eine Menge Bücher, welche einem großen Feuer erliegen. Brenne Bücher, ein Drache und eine Stadt im Dunkeln verheißen nichts gutes. Die Neugier ist hier auf jeden Fall geweckt und das Cover toll gestaltet.
Meinung:
Eine magische Geschichte über den Wert der Bücher und Wörter. In dem fiktiven Ort Brück sind Bücher und alles was damit zu tun hat verboten, denn Bücher sind gefährlich. So gibt es dort geheime Bücherjäger, die dieses Verbot umsetzen und den verbliebenen Büchern auflauern. Einer von ihnen ist Jelto und dieser gerät in einen Zwiespalt, der nicht nur sein Leben verändern wird.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch noch nicht zu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen und genaueren Angaben zum Buch zurück.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Geschichte hinein. Diese wirkt sehr lebendig und mitreißend und man wird schnell von dieser gefesselt.
Toll fand ich auch die Karte zu Beginn des Buches. Dort kann man gut die Orte und Begebenheiten nachempfinden. Diese ist wirklich sehr hilfreich. Und auch das Personenregister fand ich sehr gut und hilfreich.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Kapitelüberschriften gut gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.
Die Geschichte steckt voller Magie und besonderen Wert und zeigt wie wichtig das geschriebene Wort und Bücher sind und das Gefahr ganz woanders liegt. Eine faszinierende und beeindruckende Geschichte voller Spannung und Wendungen und wundervollen Entwicklungen. Auch die Charaktere sind sehr facettenreich und zugleich sehr gut durchdacht.
Eine Geschichte, die nicht nur Jugendliche fesselt, sondern auch mich voll ihren Bann ziehen konnte und und durch so viele Kleinigkeiten überzeugen konnte.
Die bildhaften und lebendigen Beschreibungen der Taschendrachen und anderen Geschöpfe und auch die Idee, der Gefahr von Büchern wurde hier sehr gut heraus gearbeitet und fantasievoll umgesetzt. Mir hat die Geschichte und auch die Idee dahinter sehr gut gefallen. Sehr philosophisch und atmosphärisch umgesetzt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude dies zu lesen und einmal begonnen kann man kaum mehr aufhören.
Fazit:
Gefahr von Büchern oder Bücher in Gefahr? Eine wundervolle Geschichte, die durch die vielen kleinen Details überzeugt.
Rezensionen von Petra Sch.:
Agatha Christie's Haushälterin ermittelt in ihrem 2. Fall
Der Cocktailmörderclub von Colleen Cambridge
Phyllida Bright, die Haushälterin von Agatha Christie, ermittelt in "Der Cocktailmörderclub" in ihrem 2. Fall. Ich habe den ersten Band zwar noch nicht gelesen, das war aber absolut kein Problem, denn dieser Fall ist in sich geschlossen und Details aus dem 1. Band werden immer wieder mit einigen Worten erwähnt.
Sämtliche handelnden Personen, v.a. die des (tatsächlichen) Detection Clubs, dem vier herausragende Krimiautorinnen und -autoren angehört haben, und des (fiktiven) Listleigher Mordclubs, sind zu Beginn ausführlich in einem hilfreichen Personenverzeichnis angeführt.
Der Beginn der Geschichte war super spannend, da Phyllida zufällig ein Gespräch hört, bei dem es darum geht, jemanden mit Gift loszuwerden. Doch dann wurde es etwas langatmig, weil alle vorkommenden Personen detailliert vorgestellt werden und es gefühlt nichts passiert.
Es sind wirklich sehr viele Charaktere, sodass ich immer wieder mit den Namen in Durcheinander gekommen bin, obwohl ich mir das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches genau durchgelesen habe.
Doch dann, mit dem Mord am Pfarrer durch einen vergifteten (!) Cocktail am Mordbasar (ein Krimifestival, bei dem zugunsten des Kinderheims Geld gesammelt werden soll, und wo die berühmten Autoren des Detection Clubs Bücher signieren und aus den Einreichungen der Krimiautor/innen ein Gewinner gekürt wird), der sich als versuchter und misslungener Mord am Anwalt und Hobbyschriftsteller Alastair Whittlesby herausstellt (oder auch nicht?), beginnt endlich die Spannung. Ab dann rätselt man mit Phyllida gemeinsam mit, denn es gibt ständig neue Hinweise, Verdächtige, Motive und auch Tote; es gibt so viele Verwirrungen und Puzzleteilchen - man wechselt also in seinem Glauben an Täter und Motiv ständig hin und her, und ist dann doch über die komplette Auflösung überrascht.
Der Schreibstil ist einfach wunderbar und gemütlich, man hat das Gefühl, in der damaligen Zeit zu sein. Auch weil viele Details anschaulich beschrieben sind, zB die damalige Mode oder soziale Gepflogenheiten, wie man gesprochen und sich verhalten hat usw.
Auch gibt es viele Querverweise auf die Bücher von Agatha Christie - auch diese Geschichte selbst sowie der Showdown ähnelt ihren Krimis, was mir natürlich besonders gut gefallen hat.
Phyllida selbst ist total sympathisch, tatkräftig, und mit den Bediensteten der anderen Häuser bestens vernetzt.
Den Chauffeur der Christies, Bradford, kann sie nicht leiden (die Geplänkel zwischen den beiden sind einfach herrlich!) - und dessen kleinen Welpen Myrtle schon gar nicht (sie ist nämlich ein Katzenmensch).
Leider gibt es einige Dinge, die unlogisch bzw. unnötig waren, worüber ich mich teilweise schon geärgert habe, was auch den einen Stern Punkteabzug begründet.
Auch gefiel mir nicht, dass wir als Leser nicht ebenso wie Phyllida ALLE Erkenntnisse erfahren haben.
Und dass die Polizei als sehr dümmlich dargestellt wird - hat die Polizei eigentlich IRGENDWAS ermittelt??
Der Showdown ist typisch in Agatha Christie-Manier, indem Phyllida alle Details und Tatsachen aufzählt, und so den Täter entlarvt.
Die Interaktion zwischen Phyllida und Bradford war wundervoll und hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt, wie sich die Beziehung zwischen den beiden weiter entwickelt und ob sie den nächsten Fall auch wieder gemeinsam lösen werden.
Die Geschichte, die wundervolle Schreibweise, das Ermitteln von Phyllida, bei dem man direkt dabei ist und das humorvolle Geplänkel zwischen ihr und Bradford (und seinem Welpen Myrtle ;) waren wundervoll zu lesen!
Fazit:
Wunderbar unterhaltsamer historischer Cosy Crime mit der Haushälterin von Agatha Christie! Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, den Phyllida hoffentlich wieder gemeinsam mit Bradford lösen wird! :D
Rezensionen von Streiflicht:
Zeitlos schön
Das kleine Gespenst: Das kleine Gespenst von Otfried Preußler
Natürlich habe ich dieses Buch bereits vor vielen, vielen Jahren gelesen und geliebt. Wie so viele anderen Bücher auch aus der Feder dieses begnadeten Autors. Immer und immer wieder habe ich gemeinsam mit meinen Geschwistern die Abenteuer des Kleinen Gespensts, des Kleinen Wassermanns, Der Kleinen Hexe und von Räuber Hotzenplotz gelesen.
Nun gibt es anlässlich des 100. Geburtstags von Otfried Preußler diese herrliche Schmuckausgabe mit Wandstickern und ich war begeistert. Und zugleich skeptisch, ob mich das Buch nochmal so in seinen Bann ziehen würde - als Erwachsene, nach so vielen Jahren mit hunderten von anderen Büchern.
Und die Antwort ist ganz leicht! JAAAA! Schon von der ersten Seite an war ich wieder ganz im Sog des Buchs! Oben die zauberhafte Zeichnung des hüschen Gespensts, das aus seiner eisenbeschlagenen Truhe aus Eichenholz späht, unten der Text, der immer wieder magisch ist, egal, wie oft man ihn liest und wie alt man ist. Es war wie eine kleine Reise in die Vergangenheit, in meine Kindheit. Wieder war ich mit dem abenteuerlustigen Kleinen Gespenst unterwegs und habe mit ihm Schabernack getrieben. Gemeinsam haben wir uns über die seltsame schwarze Erscheinung erschreckt, haben viele Abenteuer bestanden und sind am Ende froh gewesen, wieder bei unserem lieben Freund, dem Uhu Schuhu, zu sein.
Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch bald mit meinem Neffen zu lesen. Noch ist er zu klein, aber bis dahin kann ich das Buch ja selbst noch lesen und bestaunen! Und inzwischen überlege ich mir, ob ich mir auch noch die anderen Bücher aus der Jubiläumsreihe zulegen möchte!
Rezensionen von froschman:
Mordversuch mit Hilfe der KI
Kommissar Jennerwein darf nicht sterben von Jörg Maurer
Kommissar Jennerwein wird bedrängt, endlich einen „Erholungsurlaub“ in einem Sporthotel zu machen. Dort angekommen, darf er Waldlaufen, Wassertreten, Bouldern sowie Kräuterwandern. Er begibt sich auch auf Kulturwanderungen, wobei er in der heimischen Kirche einen Beichtstuhl findet, der in Plexiglas gehüllt ist.
Im Sporthotel erfährt er manche Sagen über die Kirche, dass der Teufel auf der Flucht in das Kirchenschiff gelangt ist und sich in einem Beichtstuhl versteckt hatte.
Alle Schwerverbrecher, die Jennerwein in der Vergangenheit hinter Gittern brachte, haben sich zusammengeschlossen und einen Killer beauftragt, der Jennerwein in seinem Urlaubsort ermorden soll. Er entgeht rein zufällig einem ersten Mordanschlag und wird von einem Koreaner, Mitarbeiter einer auf Künstliche Intelligenz spezialisiertem Großkonzern, angesprochen, um in einem Fall eines verschwundenen Managers zu ermitteln. Er nimmt diese Arbeit auf, und kommt in eine Fabrik fast ohne menschliche Mitarbeiter. Auch hier hat er mit Schwierigkeiten zu kämpfen.
Jörg Maurer hat die Charaktere gut herausgearbeitet, ein flüssig und spannend geschriebenes Buch. Allerdings hat mich die Geschichte selbst nicht gerade begeistert. Vor allem der Auftragsmord durch die verurteilten Schwerverbrecher ist total übertrieben ausgeführt. Das Buch hat mich nicht gefesselt und kann von mir nicht wirklich empfohlen werden.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Komplizierter Fall, meisterhaft gelöst
Di Bernardo von Natasha Korsakova
Es geht weiter mit Commissario di Bernardo! Allerdings veröffentlicht die Autorin den dritten Band nun bei einem neuen Verlag - dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Im Gegenteil.
Das Team um di Bernardo hat sich mittlerweile gefunden und versteht sich immer besser. Gut so, denn der neue Fall hat es in sich und da werden alle gebraucht.
Vor der Basilica die San Giovanni in Laterano werden zwei Leichen aufgefunden: eine junge Frau und ein in Rom bekannter Komponist. Die grosse Frage ist nun, wer zuerst starb. Natürlich auch warum und ob die beiden Toten überhaupt etwas miteinander zu tun haben. Das Team gibt alles, um den verzwickten Fall zu lösen und geht erst mal jedem Hinweis nach. Dabei geraten sie manchmal auch in Sackgassen, was den Fall aber auch interessant macht.
Das Cover zeigt es nicht, doch wie die beiden Bände zuvor spielt auch "Die Bernardo" in der Welt der klassischen Musik. Anstatt grosse Konzertsäle besuchen wir zusammen mit den Ermittlern eine Geigenbauwerkstätte. Die Autorin spricht hier als Nebenthema auch die Bauweise von Geigenbogen an. Ich hab mir noch nie Gedanken darüber gemacht aus welchem Material die Bogen gebaut werden und ob dieses Material umweltfreundlich ist oder nicht. Carbon oder Ebenholz (Fernambuk) - was tönt schöner, was ist besser für die Umwelt? Im Nachwort erklärt Natasha Kosakova, selbst Violinistin, was es damit auf sich hat.
Auch dieser Fall überzeugt wieder mit einem tollen Ermittlerteam und einem spannenden Fall, der in vier Tagen abgeschlossen wird. Pro Tag ein Kapitel und pro Kapitel gibt es in der Printausgabe anscheinende je ein QR-Code, der zu den erwähnten Musikstücken auf YouTube führt. Diese Codes fehlen im eBook.
Fazit: Ein komplizierter Fall, meisterhaft und menschlich gelöst von Di Bernardo und seinem Team. Gerne mehr davon!
4 Punkte.
Rezensionen von Sandy3333:
Frankensteins Monster - ein Klassiker der Weltliteratur im neuen Gewand
Biblioteca Obscura: Frankenstein von Mary Shelley
Merry Shelley´s Roman über Frankenstein und seine Wissenschaften wurde ja bereits 1818 veröffentlicht.
Ich möchte diesen Klassiker der Weltliteratur schon seit langer Zeit lesen und war hocherfreut diese wunderschöne Ausgabe welche besondere Illustrationen von Marcin Minor enthält kurz vor Halloween entdeckt zu haben.
Gerade für dieses Jahrzehnt der Veröffentlichung fand ich die Sprache sehr leicht und flüssig zu lesen, was für mich persönlich bei Romanen aus dieser Zeit nicht immer so ist. Dennoch haben viele Ausdrucksweisen ihren Platz gefunden.
Die Geschichte selbst hat mich positiv überrascht, denn unter Frankensteins Monster habe ich mir ein grusliges böses Wesen vorgestellt. Und doch wird sehr viel Zwischenmenschliches, gesellschaftliches sowie Emotionen wie Liebe, Wut und Traurigkeit behandelt.
Kann den Roman und vor allem diese wunderschöne Ausgabe, die der Geschichte nochmal einen speziellen Touch verleiht uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rezensionen von readpassion9:
eiskalter Krimi
Im Herzen so kalt von Sandra Åslund
"Im Herzen so kalt" von Sandra Åslund spielt im schwedischen, eiskalten Winter. Die Atmosphäre ist perfekt eingefangen, die Kälte im Winterwald ist spürbar. Die Stockholmer Ermittler Maya Topelius und Pär Stenqvist werden nach Östersund beordert, wo sie ihren Kollegen bei der Aurklärung eines Mordfalls helfen sollen.
Ein nicht unumstrittener Umweltaktivist wurde ermordet. Er ist mit einer Aktivistenorganisation der hiesigen Waldwirtschaft ein Dorn im Auge. Ist unter ihnen der Mörder zu finden? Oder war es doch nur ein unglücklicher Jagdunfall, wie die hiesigen Kollegen vermuten?
Maya Topelius und Pär Stenqvist geben ihr Bestes, doch die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist ruckelig, denn diese sind von der städtischen Unterstützung erst mal nicht begeistert. Die Ermittlungen laufen an, kommen aber nur ganz langsam in Schwung.
Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, denn die Atmosphäre ist stimmig. Man bekommt einen guten Eindruck von Land und Leuten, die Ermittler sind sympathisch. Ich fand es klasse, dass ein kleines Mädchen eine wichtige Rolle im Fall spielt. Umweltthemen und sexueller Missbrauch sind unter anderem Themen, die die Autorin in ihrer Handlung einbaut.
Fazit: Der Auftakt zur neuen Reihe hat mich überzeugt. Bitte weiter so!











