Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Herrlich!
Asterix - Die weiße Iris von Fabcaro
Im Dorf der Gallier erscheint ein Besucher, Visusversus, eine Art Achtsamkeitsguru, dem es auch tatsächlich bald gelingt, nicht nur die Bewohner, sondern auch die Umgebung zu „beruhigen“. Aber was ist das gallische Dorf ohne seine Streitigkeiten? Asterix, Obelix, Miraculix und Majestix sind eher beunruhigt, zumal eines Tages Gutemine verschwunden ist.
Dieser 40. Asterixband hat einen neuen Texter bekommen, Fabcaro macht sich richtig gut, und kennt sich aus. Alles, was einen guten Asterixband ausmacht, inklusive der Piraten und einiger Anspielungen, ist enthalten – nur von den Galliern erhält man ein ganz neues Bild. Mir hat das wirklich gut gefallen, es ist ungemein witzig, vor allem, dass sogar die Wildschweine und die Römer betroffen sind.
Sehr witzig finde ich auch Gutemines Reise in einem Gefährt, das einem sehr bekannt vorkommt, und doch ganz anders ist. Das Gutemine einmal mehr in den Mittelpunkt rückt, finde ich auch sehr gelungen – und verdient.
Fabcaro und Didier Conrad haben einen sehr gelungenen Jubiläumsband aufgelegt, der wieder das Dorf der Gallier in den Mittelpunkt rückt, und sehr lustig ist. Unbedingt lesenswert!
Rezensionen von Lealein1906:
Wieder Frida
Ich bin Frida von Caroline Bernard
Ich weiß auch nicht, aber Frida Kahlo finde ich einfach toll. Ich habe schon das erste Buch von Caroline Bernard über sie direkt verschlungen und sie als äußerst faszinierend empfunden. Das Buch ist keine Fortsetzung, sondern erzählt einen Teil der Geschichte noch einmal etwas ausführlicher. Und zwar den Teil, wo Frida ihre ersten Ausstellungen in New York und Paris hat.
Ich habe es sehr gemocht, wieder in ihre (fiktive) Gedankenwelt einzutauchen und diese Abenteuer noch ein bisschen ausführlicher mitzuerleben.
Der Schreibstil war wieder schön fließend, man lebt, liebt und leider mit Frida mit. Es gibt außerdem noch ein paar neue Facetten im Vergleich zum ersten Buch zu entdecken.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass ich doch ein paar Unterschiede zwischen dem neuen Buch und der kürzeren Beschreibung im ersten Buch feststellen musste. Das war zwischenzeitlich etwas irritierend, aber okay.
Trotzdem habe ich die Lektüre sehr genossen und kann das Buch nur herzlich weiterempfehlen. Dafür gibt es gerne wieder 5 Sterne.
Rezensionen von Lealein1906:
Geschichte mit viel Moral
Heldenhörnchen und Drachenfreund von Annika Scheffel
Heldenhörnchen und Drachenfreund hat mir ganz gut gefallen, mich aber nicht völlig überzeugt. Deswegen gebe ich dafür 3 Sterne.
Das kleine Eichhörnchen will sich gerne einmal den anderen Tieren gegenüber beweisen. Da trifft es sich gut, dass es dazu auserkoren wird, den Drachen wegzubringen. Der ist eigentlich ganz lieb, aber die andere Tiere haben Angst vor ihm.
Das Eichhörnchen weiß das und tut deswegen heldenhaft und begibt sich mit dem Drachen auf die Reise.
Am Anfang geht es in der Geschichte schon viel um Lügen und Ungerechtigkeit, ich sehe ein, dass das sinnvoll ist, damit man daraus überhaupt lernen kann, aber manchmal war es mir etwas zu viel.
Der Schreibstil war gut zu lesen, allerdings hat mir in der ersten Hälfte komplett der Schwung gefehlt, es passiert in meinen Augen für ein Kinderbuch zu wenig, spannende Geschichten werden nur angedeutet, aber nicht erzählt. Da wäre noch viel Potenzial gewesen. Erst gegen Ende wird es dann spannender und hat mir besser gefallen.
Die Illustrationen, vor allem vom Drachen, haben mir ausgesprochen gut gefallen, auch wenn es vielleicht nicht allzu viele Details gibt.
Ich finde es gut, dass in dem Buch am Ende gezeigt wird, dass alles viel besser ist, wenn man ehrlich ist und sich vertraut und Freundschaften bildet, aber wie gesagt hat mir ein bisschen „Action“ gefehlt.
Rezensionen von Claudia R:
historischer Roman...
Im Takt ihrer Träume von Arabella Meran
Klappentext / Inhalt:
Eine Dirigentin inmitten der glamourösen Opernwelt und der kultivierten Salons, wo schillernde historische Persönlichkeiten der Goldenen Zwanziger ihren Auftritt haben.
Eine starke Frau, die es mit Begabung und Mut in die männerbesetzte Welt der Wiener Oper schafft.
Eine Frau als Dirigent? Undenkbar an der Wiener Oper 1925.
Doch die junge Johanna brennt für die Musik. Für ihren Lebenstraum zwängt sie sich in die Verkleidung eines Mannes. Als »Johann« dirigiert sie die Wiener Philharmoniker und feiert mit den glamourösen Stars der Opernwelt große Erfolge.
Gleichzeitig findet sie in ihrer Mitbewohnerin Dana eine gute Freundin, mit der sie ausgeht und so manchen Nachmittag im Kaffeehaus genießt. Dabei muss sie stets befürchten, in ihrem Doppelleben entlarvt zu werden. Erst recht, als sie sich vom Charme des temperamentvollen Dirigenten Eduardo bezaubern lässt und eine leidenschaftliche Liebesnacht mit ihm verbringt. Als sie kurz darauf merkt, dass sie schwanger ist, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.
Cover:
Das Operngebäude im Hintergrund und die Strukturierungen drumherum versetzen uns hier in die Zeit um 1925 zurück. Eine junge Frau in weiten Männerklamotten ist hier erkennbar und macht so auf sich aufmerksam. Was es damit auf ich hat, erfährt man im Buch.
Meinung:
Johanna würde für ihren Traum als Dirigentin an der Oper alles tun, denn sie brennt für die Musik. Doch um 1925 war dies nicht so leicht, denn eine Dirigentin hatte man hier noch nicht erlebt und war kaum vorstellbar. Doch Johanna nimmt all ihren Mut zusammen und riskiert einiges, doch möchte sie ihren Traum gern umsetzen und so wird aus sie Johann. Doch kann sich diese Verkleidung halten? Und erst recht als auch noch ein Mann ins Spiel kommt, scheint dies aufzufliegen.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Zeit um 1925 hinein und kann sich dies gut vorstellen, da es sehr gut und auch bildlich beschrieben wird. Die damaligen Verhältnisse und Geschlechterrollen werden schnell klar und auch welchen Preis an zahlen muss. So bangt man schnell mit Johann(a) mit und hofft immer, dass alles gut wird, aber es häufen sich immer mehr Probleme an, was es aber dementsprechend auch immer spannender macht.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge. Diese sind auch optisch gut hervorgehoben. Die Überschriften passen, ohne zu viel zu verraten und auch die Orts- und Zeitangaben sind sehr hilfreich für die Zuordnung.
Spannung wird gut aufgebaut und auch die Emotionen werden hier ganz wunderbar herüber gebracht und man fiebert und bangt richtig mit und auch die Spannung nimmt mehr und mehr zu. Ein wundervolle historische Geschichte, die bewegt und berührt und so einige Konfliktpunkte der Zeit aufzeigt.
Fazit:
Eine musikalische Reise an die Wiener Oper und ein emotionaler historischer Roman zugleich.
Rezensionen von Netti:
Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen
Das einzige Kind von Hera Lind
Das tolle Cover und der Titel haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe schon mehrere Romane nach wahren Begebenheiten von Hera Lind gelesen und bin bislang immer sehr begeistert gewesen.
Dieser Roman spielt Im 2. Weltkrieg und beginnt kurz vor Ausbruch des Kriegs in Jugoslawien , wo der kleine Junge Djoko mit seinen Eltern ärmlich und abgeschieden in einer Hütte lebt.
Bald beginnt der Krieg und Djokos Vater kämpft mit den anderen Jugoslawen um sein Land zu verteidigen. Djoko muss mit seiner Familie flüchten und schnell wird er zum Waisen ,der keinen einzigen Verwandten mehr hat.
Das Buch handelt von den Erlebnissen , die der kleine Djoko hat. Was erlebt er alles im Krieg, wie läuft seine Flucht ab und was muss er dabei alles erleben und erleiden.
Der Schreibstil ist wieder mal sehr ausdrucksstark, fesselnd und flüssig. Sofort ist man mitten im Buch und und das Kopfkino geht los. Man kann sich alles sofort genau vorstellen als wäre man dabei.
Den kleinen Djoko schließt man sehr schnell in sein Herz und hofft, bangt und fiebert mit ihm mit. Es ist erschreckend, wieviel ein kleines Kind alles erleben musste und das soviel in so kurzer Zeit passiert. Alle im Buch auftretenden Charaktere sind sehr gut beschrieben und man kann sich diese sofort bildlich vorstellen.
Das Buch ist so spannend geschrieben, das ich es nicht aus der Hand legen konnte. Man muss einfach wissen, wie es weiter geht. Es ist herzergreifend, berührend, mitreißend, erschütternd und ein absolut wichtiges Buch in der heutigen Zeit. Diese Erlebnisse, die jemanden im Krieg widerfahren sind, sollte man nicht vergessen. Es ist echte Zeitgeschichte, die ermahnt, es jemals wieder so weit kommen zu lassen.
Ich kann dieses Buch absolut weiter empfehlen. Ich werde es sicher nochmal lesen.
Rezensionen von Jule:
Eine neue Welt
Jade und Obsidian - Die Legende der Zwillingsschwerter von June CL Tan
3,5 von 5
June CL Tan entführt uns mit ihrem Roman "Jade und Obsidian" in die Welt der Chinesischen Mythologie. Wir begleiten Ahn und Altan auf eine lange und gefährliche Suche nach den sagenumwobenen Zwillingsschwertern. Doch die Reise ist gleichzeitig auch eine Suche nach sich selbst.
Beide Protagonisten entwickeln sich im Verlauf des Buches immer weiter und stehen immer mehr für sich selbst und andere ein. Im Zusammenspiel mit den anderen Protagonisten ergibt sich eine spannende Dynamik, die immer wieder für Überraschungen sorgt. Leider wird bei den Beschreibungen der Gefühlswelten oft nur an der Oberfläche gekratzt, sodass man immer ein wenig Distanz zu den Protagonisten bewahrt.
Ebenfalls ging alles im Buch ziemlich schnell voran. Man hätte die Geschichte genauso gut auf zwei Bände aufteilen können, denn dann hätte man den Leser tiefer in die Geschichte einführen und manche Szenen schöner ausführen können. So hatte ich über das ganze Buch hinweg Schwierigkeiten alle Zusammenhäng zu verstehen und habe an manchen Stellen ein bisschen die Freude an diesem Buch verloren.
Nichtsdestotrotz ist June CL Tans Schreibstil sehr angenehm gewesen. Sie hat eine besondere Atmosphäre und ein tolles Setting geschaffen, die mich immer wieder in ihren Bann gezogen haben. Auch der Wechsel der Perspektiven hat mir gefallen, auch wenn er zu Beginn sehr sprunghaft war, haben die Wechsel, besonders zum Ende, für einen klasse Spannungsaufbau gesorgt.
Alles in allem ist "Jade und Obsidian" ein Buch, das viel viel mehr Potenzial hat. So war es für mich leider nicht ganz rund. Es ist trotzdem eine Empfehlung für alle, die in die Chinesische Mythologie einsteigen möchten. Ich werde mich definitiv weiter damit auseinandersetzen.
Rezensionen von Lealein1906:
Griechische Sage in neuem Gewand
Atalanta von Jennifer Saint
Natürlich kenne ich als Fan von griechischen Sagen die Geschichte von Atalanta, oder Atalante, unter diesem Namen kenne ich sie. Diese Sage mochte ich schon immer sehr, deswegen finde ich es toll, dass es jetzt auch einen Roman über ihre Geschichte gibt. Und der ist von Jennifer Saint schön erzählt, von vorne bis hinten voll mit den spannenden Abenteuern.
Die Geschichte ist natürlich sowieso schon packend, wie die kleine Atalante im Wald bei den Nymphen und bei Artemis aufwächst, es dann aber mit der Argo hinaus in die Welt gibt. Ich bewundere die griechische Kriegerin und kann mich sehr mit ihr identifizieren. Ich glaube, auch wer zuvor noch nichts von ihr gehört hat, wird schnell von der Atmosphäre in dem Roman gepackt.
Auch wenn ich an dem Schreibstil von Saint nichts auszusetzen habe, muss ich doch sagen, dass mir die Lektüre nicht ganz so leicht gefallen ist, wie bei anderen Büchern. Also es ist in meinen Augen kein Buch, was man direkt von vorne bis hinten durchliest, aber packend ist es trotzdem.
Ich vergebe gerne vier Sterne für dieses Buch und hoffe, dass noch viele weitere griechische Sagen in Romanen erzählt werden.
Rezensionen von Claudia R:
Macht der Bücher
Die Legende vom letzten Bücherjäger von Diana Menschig
Klappentext / Inhalt:
Eine Hafenstadt, am Hang gelegen, wo die Kaufleute in Villen leben. Zwei Leuchttürme und eine Burg schmücken die Meeresbucht. Hier ist Jelto im Dienst der Fürstin unterwegs – als Bücherjäger: Jelto hat die besondere Gabe, Papier, Leder, sogar Tinte riechen zu können.
Seine Aufgabe ist es, in Häuser einzudringen und Bücher ausfindig zu machen, denn Bücher, das weiß in Brück jedes Kind, sind gefährlich und daher verboten. Die Bücherjäger schwärmen nachts aus und treffen sich am nächsten Morgen, um die gesammelten Bücher zu verbrennen. Sie beschützen die Bewohner Brücks, denkt Jelto, denn so wurde es ihm sein Leben lang erzählt. Eines Abends bekommt er einen geheimnisvollen Auftrag: In einem Kontor im Hafen soll ein ganz besonders magisches Buch versteckt sein. Danach ist in Jeltos Leben nichts mehr wie zuvor. Er weiß nicht, wem er noch trauen kann – bis er die Drachenzüchterin Wyona kennenlernt. Auch Wyona besitzt Bücher, denn die sind, so beginnt Jelto zu verstehen, alles andere als gefährlich …
Cover:
Das Cover zeigt einen gewaltigen Drachen auf einem Leuchtturm. Davor erkennt man eine Stadt und eine Menge Bücher, welche einem großen Feuer erliegen. Brenne Bücher, ein Drache und eine Stadt im Dunkeln verheißen nichts gutes. Die Neugier ist hier auf jeden Fall geweckt und das Cover toll gestaltet.
Meinung:
Eine magische Geschichte über den Wert der Bücher und Wörter. In dem fiktiven Ort Brück sind Bücher und alles was damit zu tun hat verboten, denn Bücher sind gefährlich. So gibt es dort geheime Bücherjäger, die dieses Verbot umsetzen und den verbliebenen Büchern auflauern. Einer von ihnen ist Jelto und dieser gerät in einen Zwiespalt, der nicht nur sein Leben verändern wird.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch noch nicht zu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen und genaueren Angaben zum Buch zurück.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt schnell in die Geschichte hinein. Diese wirkt sehr lebendig und mitreißend und man wird schnell von dieser gefesselt.
Toll fand ich auch die Karte zu Beginn des Buches. Dort kann man gut die Orte und Begebenheiten nachempfinden. Diese ist wirklich sehr hilfreich. Und auch das Personenregister fand ich sehr gut und hilfreich.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Kapitelüberschriften gut gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.
Die Geschichte steckt voller Magie und besonderen Wert und zeigt wie wichtig das geschriebene Wort und Bücher sind und das Gefahr ganz woanders liegt. Eine faszinierende und beeindruckende Geschichte voller Spannung und Wendungen und wundervollen Entwicklungen. Auch die Charaktere sind sehr facettenreich und zugleich sehr gut durchdacht.
Eine Geschichte, die nicht nur Jugendliche fesselt, sondern auch mich voll ihren Bann ziehen konnte und und durch so viele Kleinigkeiten überzeugen konnte.
Die bildhaften und lebendigen Beschreibungen der Taschendrachen und anderen Geschöpfe und auch die Idee, der Gefahr von Büchern wurde hier sehr gut heraus gearbeitet und fantasievoll umgesetzt. Mir hat die Geschichte und auch die Idee dahinter sehr gut gefallen. Sehr philosophisch und atmosphärisch umgesetzt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude dies zu lesen und einmal begonnen kann man kaum mehr aufhören.
Fazit:
Gefahr von Büchern oder Bücher in Gefahr? Eine wundervolle Geschichte, die durch die vielen kleinen Details überzeugt.
Rezensionen von Petra Sch.:
Agatha Christie's Haushälterin ermittelt in ihrem 2. Fall
Der Cocktailmörderclub von Colleen Cambridge
Phyllida Bright, die Haushälterin von Agatha Christie, ermittelt in "Der Cocktailmörderclub" in ihrem 2. Fall. Ich habe den ersten Band zwar noch nicht gelesen, das war aber absolut kein Problem, denn dieser Fall ist in sich geschlossen und Details aus dem 1. Band werden immer wieder mit einigen Worten erwähnt.
Sämtliche handelnden Personen, v.a. die des (tatsächlichen) Detection Clubs, dem vier herausragende Krimiautorinnen und -autoren angehört haben, und des (fiktiven) Listleigher Mordclubs, sind zu Beginn ausführlich in einem hilfreichen Personenverzeichnis angeführt.
Der Beginn der Geschichte war super spannend, da Phyllida zufällig ein Gespräch hört, bei dem es darum geht, jemanden mit Gift loszuwerden. Doch dann wurde es etwas langatmig, weil alle vorkommenden Personen detailliert vorgestellt werden und es gefühlt nichts passiert.
Es sind wirklich sehr viele Charaktere, sodass ich immer wieder mit den Namen in Durcheinander gekommen bin, obwohl ich mir das Personenverzeichnis zu Beginn des Buches genau durchgelesen habe.
Doch dann, mit dem Mord am Pfarrer durch einen vergifteten (!) Cocktail am Mordbasar (ein Krimifestival, bei dem zugunsten des Kinderheims Geld gesammelt werden soll, und wo die berühmten Autoren des Detection Clubs Bücher signieren und aus den Einreichungen der Krimiautor/innen ein Gewinner gekürt wird), der sich als versuchter und misslungener Mord am Anwalt und Hobbyschriftsteller Alastair Whittlesby herausstellt (oder auch nicht?), beginnt endlich die Spannung. Ab dann rätselt man mit Phyllida gemeinsam mit, denn es gibt ständig neue Hinweise, Verdächtige, Motive und auch Tote; es gibt so viele Verwirrungen und Puzzleteilchen - man wechselt also in seinem Glauben an Täter und Motiv ständig hin und her, und ist dann doch über die komplette Auflösung überrascht.
Der Schreibstil ist einfach wunderbar und gemütlich, man hat das Gefühl, in der damaligen Zeit zu sein. Auch weil viele Details anschaulich beschrieben sind, zB die damalige Mode oder soziale Gepflogenheiten, wie man gesprochen und sich verhalten hat usw.
Auch gibt es viele Querverweise auf die Bücher von Agatha Christie - auch diese Geschichte selbst sowie der Showdown ähnelt ihren Krimis, was mir natürlich besonders gut gefallen hat.
Phyllida selbst ist total sympathisch, tatkräftig, und mit den Bediensteten der anderen Häuser bestens vernetzt.
Den Chauffeur der Christies, Bradford, kann sie nicht leiden (die Geplänkel zwischen den beiden sind einfach herrlich!) - und dessen kleinen Welpen Myrtle schon gar nicht (sie ist nämlich ein Katzenmensch).
Leider gibt es einige Dinge, die unlogisch bzw. unnötig waren, worüber ich mich teilweise schon geärgert habe, was auch den einen Stern Punkteabzug begründet.
Auch gefiel mir nicht, dass wir als Leser nicht ebenso wie Phyllida ALLE Erkenntnisse erfahren haben.
Und dass die Polizei als sehr dümmlich dargestellt wird - hat die Polizei eigentlich IRGENDWAS ermittelt??
Der Showdown ist typisch in Agatha Christie-Manier, indem Phyllida alle Details und Tatsachen aufzählt, und so den Täter entlarvt.
Die Interaktion zwischen Phyllida und Bradford war wundervoll und hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schon gespannt, wie sich die Beziehung zwischen den beiden weiter entwickelt und ob sie den nächsten Fall auch wieder gemeinsam lösen werden.
Die Geschichte, die wundervolle Schreibweise, das Ermitteln von Phyllida, bei dem man direkt dabei ist und das humorvolle Geplänkel zwischen ihr und Bradford (und seinem Welpen Myrtle ;) waren wundervoll zu lesen!
Fazit:
Wunderbar unterhaltsamer historischer Cosy Crime mit der Haushälterin von Agatha Christie! Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, den Phyllida hoffentlich wieder gemeinsam mit Bradford lösen wird! :D
Rezensionen von Streiflicht:
Zeitlos schön
Das kleine Gespenst: Das kleine Gespenst von Otfried Preußler
Natürlich habe ich dieses Buch bereits vor vielen, vielen Jahren gelesen und geliebt. Wie so viele anderen Bücher auch aus der Feder dieses begnadeten Autors. Immer und immer wieder habe ich gemeinsam mit meinen Geschwistern die Abenteuer des Kleinen Gespensts, des Kleinen Wassermanns, Der Kleinen Hexe und von Räuber Hotzenplotz gelesen.
Nun gibt es anlässlich des 100. Geburtstags von Otfried Preußler diese herrliche Schmuckausgabe mit Wandstickern und ich war begeistert. Und zugleich skeptisch, ob mich das Buch nochmal so in seinen Bann ziehen würde - als Erwachsene, nach so vielen Jahren mit hunderten von anderen Büchern.
Und die Antwort ist ganz leicht! JAAAA! Schon von der ersten Seite an war ich wieder ganz im Sog des Buchs! Oben die zauberhafte Zeichnung des hüschen Gespensts, das aus seiner eisenbeschlagenen Truhe aus Eichenholz späht, unten der Text, der immer wieder magisch ist, egal, wie oft man ihn liest und wie alt man ist. Es war wie eine kleine Reise in die Vergangenheit, in meine Kindheit. Wieder war ich mit dem abenteuerlustigen Kleinen Gespenst unterwegs und habe mit ihm Schabernack getrieben. Gemeinsam haben wir uns über die seltsame schwarze Erscheinung erschreckt, haben viele Abenteuer bestanden und sind am Ende froh gewesen, wieder bei unserem lieben Freund, dem Uhu Schuhu, zu sein.
Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch bald mit meinem Neffen zu lesen. Noch ist er zu klein, aber bis dahin kann ich das Buch ja selbst noch lesen und bestaunen! Und inzwischen überlege ich mir, ob ich mir auch noch die anderen Bücher aus der Jubiläumsreihe zulegen möchte!











