Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
zwei Frauen Leben
Marschlande von Jarka Kubsova
"Marschlande" der Autorin Jarka Kubsova erzählt die Geschichte zweier Frauen, deren Leben gute 500 Jahre trennt.
Da ist Abelke Bleken, die 1580 im Hamburger Marschland ihren Hof alleine bewirtschaftet und sich gegen viele Unliebsame Dinge dieser Zeit behaupten muss. Auf der anderen Seite zieht Britta mit ihrer Familie gut 500 Jahre später auch ins Hamburger Marschland.
Sie hat für ihre Familie ihren Beruf aufgegeben und hadert mit ihrem Schicksal, fühlt sie sich doch in der neuen Heimat fremd. Lange Spaziergänge halten sie aufrecht. Bei diesem Spaziergängen erfährt sie von der Frau, die 500 Jahre vor ihr dort lebte. Sie taucht ins Leben von Abelke ein und sieht immer mehr Gemeinsamkeiten.
Das Buch ist sehr eindrucksvoll geschrieben, doch leider wurde ich mit Britta nicht wirklich warm. Sie strahlte für mich trotz allen Gedanken und Gefühlen immer eine unterschwellige Unzufriedenheit aus, die es mir wirklich schwer machte einen Zugang zu finden. Ganz anders die Geschichte von Abelke, die ihrer Zeit voraus war und dafür einen hohen Preis bezahlte.
Deshalb bleibe ich ziemlich zwiegespalten zurück und vergebe 4 Sterne.
Rezensionen von Nele33:
Finnlands Geschichte
Marschlande von Jarka Kubsova
" Was wir nie verzeihen" des Autors Artuu Tuominen ist der 3. Band der River-Delta-Reihe aus Finnland.
Albert Kangasharju ist 97 Jahre alt und lebt in einem Altersheim, er hat seine strikten Gewohnheiten. Ein davon ist es am Abend noch eine Runde mit dem Rollator durch den angrenzenden Park zu drehen.
Eines abends geschieht das für alle Unfassbare, Albert wird überfallen. Die Jari Paloviita, Henrik Oksman und Linda Toivonen gehen ersteinmal von einem klassischen Überfall aus, doch die Realität lehrt sie schnell, das es nicht an dem ist.
Die Kriminalgeschichte beschäftigt sich mit einem wohl wenig bekannten Thema über Finnlands Beteiligung an der SS. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen und wechselt zwischen 1941 und 2019 hin und her. Die Frage, wielange kann man versuchen Taten zu rächen kommt beim Lesen des Buches zwangsläufig auf.
Persönlich haben mir die ersten beiden Bände besser gefallen, da die Komplexivität doch umfangreicher war. Hier war mir der Ablauf relativ schnell klar und war dadurch auch keine Überraschung mehr. Die Ermittler sind in diesem Band auch eher Beiwerk und blieben ziemlich blass.
Dennoch kann ich eine Leseempfehlung alleine für den geschichtlichen Hintergrund aussprechen.
Rezensionen von liesmal:
Grenzenlose Angst
Stunde um Stunde von Candice Fox
Zwei Jahre ist es her, seit die fünfjährige Tilly Delaney spurlos verschwunden ist. Dass der Fall viel zu schnell ungelöst zu den Akten gelegt wurde, damit kommen Tillys Eltern nicht klar – und sie schmieden einen Plan: Mit außerordentlicher Raffinesse besetzen sie ein forensisches Labor, nehmen Geiseln und fordern: „Findet unsere Tochter oder wir werden Stunde um Stunde alle Beweise für andere ungeklärte Fälle vernichten.
“
Nach dieser Forderung sehe ich das Cover mit anderen Augen, denn ich erkenne jetzt, welche Dramatik sich hinter dem Bild verbirgt.
Detective Charlie Hoskins droht alles zu verlieren, was er in den letzten fünf Jahren erarbeitet hat, als er undercover in einer Motorradgang unterwegs war. Also muss er Tilly finden. Den Anspruch, den Cold Case zu lösen, hat auch Lynette Lamb, die gefeuert wurde, noch bevor sie ihren Dienst als Polizeibeamtin antreten konnte.
In einem rasanten Tempo geht es in relativ kurzen Kapiteln von einem Schauplatz zum nächsten. Dabei die Spannung so hoch zu halten, dass es schier unmöglich scheint, das Buch einmal aus der Hand zu legen, ist ein besonderes Geschick der Autorin Candice Fox. Knisternde Spannung, bedrückende Gefühle, Entsetzen, Angst vor dem, was geschehen könnte …
Gefühlt geht es mir bei fast allen Kapitelenden so, dass ich aus der jeweiligen Situation gerade nicht zu einem anderen Handlungsstrang wechseln möchte, nur um ganz bald festzustellen, dass die Dramatik an jedem Schauplatz außerordentlich hoch ist. Dabei gelingt es der Autorin, dass ich Verständnis und Mitgefühl habe für das Tun und das Hoffen nahezu sämtlicher Beteiligten.
Rezensionen von PFIFF:
Der ehemalige Meisterdieb von Berlin wird Privatdetektiv
Felix Blom. Der Häftling aus Moabit von Alex Beer
Felix Blom war ein absoluter Meisterdieb im Berlin des 19. Jhdts.
Aber jemand hatte ihm eine hinterhältige Falle gestellt, sodaß er für drei Jahre völlig unschuldig in Moabit in Haft kam. Er hat allerdings einen Verdacht, wer ihm so böse mitgespielt hat.
Frisch entlassen plagen ihn Geldsorgen.
Von seinem früheren angenehmen Leben ist nichts mehr übrig. Nur mit Mühe findet er eine Stelle in einem neuen Detektivbüro. Er setzt alles daran, denjenigen zu finden, der ihn ins Gefängnis gebracht hat. Dann erhält er auch noch einen Brief, dass er in 30 Stunden sterben soll. Und auch andere erhalten solche Post. Wer steckt dahinter und was ist der Zweck der Drohungen? Erfüllen sie sich?
Der Beginn einer neuen, vielversprechenden Serie von Alex Beer.
Rezensionen von PFIFF:
Felix Bloms 2. Fall
Felix Blom. Der Schatten von Berlin von Alex Beer
Der ehemalige Meisterdien Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss kämpfen finanziell in ihrer Detektei.
Doch ein neuer Auftrag lässt die beiden aufatmen. Ein Sarg wurde aufgebrochen, aber anscheinend nichts entwendet, es ist mysteriös.
Doch dann wird ein Kleinganove ermordet aufgefunden, merkwürdig entstellt, wie bei einem Ritual.
Beide Spuren führen zu Arthur Lugowski, dem Ziehvater von Felix und Gangsterboss im Berlin des 19. Jhdts.
Kommissar Heinrich Schlesinger ermittelt in diesem Fall, kennt Felix von früher und hat ein Auge auf ihn.
Blom wandelt zwischen Gestz und ungesetzlichen Methoden, um einerseits das Rätsel zu lösen und andrerseits einen Bandenkrieg zu verhindern, der sich anzubahnen scheint.
Rezensionen von PFIFF:
Ein kleiner Waisenjunge kämpft in Neapel um sein Glück
Der Tag vor dem Glück von De Luca Erri
Ein schmächtiger Waisenjunge schafft sich in Neapel einen Platz unter den großen Kindern, indem er einen verlorenen Ball durch eine schmale Öffnung einer Statue herausholt.
Das ist der Beginn einer Glückserie, bei der er Don Gaetano kennenlernt, den Hausmeister des Mietshauses, vor dem die Statue auch noch andere Geheim nisse preisgibt, wie eine Falltür zu einem Versteck in dem ein Jude mit vielen Büchern den 2.
Weltkrieg überlebt hat.
Sehnsüchtige Blicke schickt der Junge hinauf zu einem Fenster des Hauses, hinter dem er manchmal das Gesicht eines Mädchens erblickt.
Don Gaetano wird der Mentor des kleinen Jungen und bringt ihm viele kluge Dinge bei, um in Neapel zu überleben und glücklich zu werden.
Rezensionen von Julchentim:
Spirituelle Retro-Spannung
Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner
Zuerst muss ich dieses wunderschöne Cover erwähnen - ein absolutes Schmuckstück in jedem Bücherregal!
Aber auch der Inhalt, der sich dahinter versteckt, hat es in sich.
Ein Murder-Mystery im Viktorianischen London im Stil von Giganten wie Alfred Hitchcock und Agatha Christie. Deren Bücher habe schon immer geliebt und konnte mich davon regelrecht fesseln lassen.
Ebenso bei dem neuesten Werk von Sarah Penner. Die Geschichte um das Medium Vaudeline D’Allaire und ihre Schülerin Lenna Wickes hat mich fasziniert, gegruselt und auch zum Schmunzeln gebracht.
Aus 2 Perspektiven geschrieben, erfährt man im Laufe des Buches immer mehr Details, mit denen ich am Anfang wirklich nicht gerechnet hätte. Ich konnte diesen Pageturner nicht zur Seite legen und freue mich jetzt schon auf weitere Geschichten aus der Feder von Sarah Penner.
Diese Geschichte steht für Liebe in allen Formen, für Hoffnung und auch ein klein wenig den Glauben an Geister.
Rezensionen von Tobias Kallfell:
Einblick in eine geheime Parallelwelt
Der Spion und der Verräter von Ben Macintyre
Normalerweise sind Agenten-Geschichten nicht so mein bevorzugtes Terrain. Doch bei „Der Spion und der Verräter“ von Ben Macintyre habe ich eine Ausnahme gemacht. Warum? Weil es um eine „echte“ Geheimdienstgeschichte aus der Zeit des Kalten Kriegs geht, die vom Autor in mühevoller Detailarbeit nachgezeichnet worden ist.
Macintyre hat innerhalb von drei Jahren mit Oleg Gordijewski 20 Interviews geführt und dabei 100 Stunden an Aufnahmen gesammelt und ausgewertet. Und auch mit allen MI6-Mitarbeitern, die an dem Fall beteiligt waren, konnte er sprechen. Zusätzliche erhielt er Unterstützung durch ehemalige KGB- und CIA-Beamte. Lediglich ein Zugang zu den Akten des Intelligence Service blieb Macintyre verwehrt (vgl. dazu die Danksagungen, S. 475). Und genau diese Recherchearbeit macht für mich den Reiz dieses Buchs aus. Wir erhalten als Leser:in so die Möglichkeit, am Beispiel der Geschichte des Doppelagenten Oleg Gordijewski einen Einblick in eine geheime Parallelwelt von Geheimdiensten zu werfen und lernen dabei noch etwas über den Verlauf des Kalten Krieges kennen, das im Verborgenen ablief, unbemerkt von der normalen Bevölkerung.
Was ich besonders interessant fand, war die Darstellung des Innenlebens des KGB. So findet man zu Beginn einige Passagen, in denen es um die Rekrutierungspraxis und die Arten der Spionage im Ausland geht. So gibt es z.B. legale und „illegale“ Spione: „Die ersten arbeiteten unter offizieller Tarnung als Angehörige des sowjetischen diplomatischen oder konsularischen Personals (…) im Gegensatz dazu hatte ein ‚illegaler Spion‘ (…) keinen offiziellen Status, reiste normalerweise unter falschem Namen mit falschen Papieren und fügte sich unauffällig und unsichtbar in das jeweilige Land ein“ (S. 23). Auch das Spionage-Instrument der Observation wird am Beispiel von Gordijewski sehr anschaulich und nachvollziehbar deutlich.
Den roten Faden des Werks bildet die Biographie Gordijewskis. Wir verfolgen als Leser:in mit, wie er vom KGB rekrutiert wird, und erfahren, dass es sein Ziel ist, ins Ausland zu gelangen. 1965 gelangte er dann z.B. nach Dänemark, wo er als Konsularbeamter arbeitete. Es wird gut deutlich, dass Oleg die Freiheit in Dänemark genießt und es allmählich zu einer Entfremdung von der Sowjetunion kommt. Insbesondere die Geschehnisse um den Prager Frühling 1968 ließen ihn an seiner Heimat zweifeln und führten letztlich zu einem Bruch mit dem kommunistischen System. Er entschließt sich zu einem nach seinem Empfinden gerechten Verrat, es kommt zur Anwerbung durch den MI6 und Gordijewski entschließt sich, zwei geheime Leben parallel zu führen. 1982 wird er dann als KGB-Mann in London eingesetzt. Und im Verlauf des Buchs wird klar, welche Leistungen Oleg vollbracht hat. Er sammelte wichtige Informationen, die er dem Westen zukommen ließ. Damit konnte er teilweise krisenhafte Konfrontationen zwischen den Großmächten verhindern (vgl. dazu das Projekt ABLE ARCHER, S. 247 ff.).
Der Erzählstil war nach meinem Empfinden überwiegend sachlich und gerade zu Beginn nicht sehr packend. Die Informationsdichte war stellenweise immens. Ich musste mich stellenweise ganz schön durch den Text „durchackern“, wenn ich jeden Fakt gedanklich aufnehmen wollte. Macintrye ist ein unglaublich detailversessener Autor. Das ist fordernd. Darauf sollte man sich im Vorfeld einstellen. Gleichzeitig beweist es die unglaublich exakte Recherche des Autors. Erst gegen Ende des Buchs, als es um die drohende Enttarnung Gordijewskis geht und er vom MI6 aus Moskau gerettet werden muss, wird es mitreißend und spannend. Bei der Schilderung dieser Momente wird die Anspannung gut spürbar, die Oleg durchlebt haben muss. Er muss in einer großen Notsituation gewesen sein, wenn er sogar seine Frau und die beiden Töchter in Russland zurückließ.
Was ich auch gelungen finde: Der Autor widmet sich beiläufig der Frage, warum jemand überhaupt spioniert und die eigene Sicherheit aufs Spiel setzt. Was für ein Typ Mensch muss man sein, um ein solches Risiko einzugehen? Wie ist man gestrickt, wenn man ein Doppelleben führt und sogar seiner Ehefrau nicht verrät, dass man ein Spion ist? Am Beispiel von Gordijewski kommt die Mentalität eines Agenten gut zum Ausdruck, wie ich finde. Oleg begibt sich immer wieder in Gefahr, riskiert sein Leben, bleibt trotz aller Observation und Bedrohung nervenstark. Sein Agieren ist oft heikel. Dennoch fiel es mir schwer, mich in ein solches Leben hineinzudenken und es zu verstehen. Zu fremdartig ist diese Welt. Für mich bleibt es rätselhaft, wie jemand sich dazu entschließen kann, ein solches Dasein zu führen, konfrontiert mit ständigem Misstrauen und selbst unaufrichtig gegenüber anderen. Noch dazu das ständige Risiko, entdeckt zu werden, dem Gefühl der Überwachung fortlaufend ausgesetzt zu sein.
Was ebenfalls deutlich wird: Die Überwachung ist allgegenwärtig, auch innerhalb des KGB selbst. Unvorstellbar, wie das Lebensgefühl in der Sowjetunion ausgesehen haben mag. 280 Mio. Menschen innerhalb schwer bewachter Grenzen mit über 1 Mio. KGB-Offizieren und Informanten als Aufpasser (vgl. S. 125). Und hinzu kommt das Gefühl von Angst und von Paranoia, was sich vor allem an der Reaktion auf das NATO-Manöver (Codename ABLE ARCHER) von 1983 zeigt. Noch heute findet man dieses Gefühl des Misstrauens gegenüber dem Westen ja in der russischen Propaganda wieder, wenn man Reden des russischen Präsidenten hört. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Putin bedient damit heute wieder ein Gefühl, das noch aus der Zeit des Kalten Kriegs stammt und im kollektiven Gedächtnis der Russen gespeichert ist. Gleichzeitig forderte das „Muskelspiel“ der NATO die Sowjetunion auch immer wieder heraus und ängstigte sie. Wie lässt sich dieser Teufelskreis nur durchbrechen?
Ein kleiner zusätzlicher Bonus sind 48 kleinformatige schwarz-weiße Fotos aus dem Leben von Oleg Gordijewski, die an zwei Stellen im Buch gebündelt präsentiert werden. So hat man zu den Namen aus dem Buch auch die dazugehörigen Gesichter. Das fand ich sehr hilfreich. Auch das Nachwort ist gelungen. Darin wird auf die unterschiedliche Wahrnehmung von Gordijewski hingewiesen. Während er in Großbritannien große Wertschätzung erfährt und zahlreiche Ehrungen erhielt, gilt er in Russland vielen noch als Hassfigur, als ein Verräter aus den eigenen Reihen. Sein Leben muss bis heute ständig geschützt werden, weil ein Anschlag auf sein Leben nicht ausgeschlossen ist. Ich gebe diesem Buch 4 Sterne. Warum nicht 5 Sterne? Weil es mir zu Beginn dann doch stellenweise zu kompakt und dicht geschrieben war. Die Lektüre war dann manchmal mehr „Arbeit“ als Vergnügen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Bamberger Beichte von Harry Luck
In ihrem 7. Fall bekommen es die beiden Ermittler Horst Müller und seine Partnerin Paulina Kowalksa mit teuflischen Abgründen im Bamberger Karmelitenkloster sowie Intrigen in der Kommunalpolitik zu tun.
Alles beginnt damit, dass ein Ordensbruder unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Ermittlungen im Dunstkreis der Kirche sind immer heikel, noch dazu, wenn der Tote angeblich verbotene Rituale zur Teufelsaustreibung vorgenommen haben soll.
Und welche Rolle spielt die Kommunalpolitik, die mit dem Karmelitenkloster Geschäfte macht?
Meine Meinung:
"Bamberger Beichte" ist ein intelligenter und mitreißender Krimi, der nicht nur Krimifans, sondern auch Liebhaberinnen von regionalen Geschichten begeistern wird. Dieser Krimi ist bis zur letzten Seite fesselnd. Autor Harry Luck versteht es, durch raffinierte Wendungen seine Leser in die eine oder andere Sackgasse zu lotsen. Doch auch Horst Müller und Paulina Kowalska werden auf den einen oder anderen Umweg geschickt, bis sich das wahre Ausmaß der Tragödie offenbart. Die Auflösung des Falles, in dem es nicht bei dem einen Toten bleiben wird, ist überraschend, aber durchaus stimmig.
Neben den bekannten Charakteren Horst Müller und Paulina Kowalska darf auch die Stadt Bamberg einen prächtigen Hintergrund abgeben. Zahlreiche Nebenfiguren spielen anfangs eine unterordnete und dann eine größere Rolle.
Schmunzeln muss ich über Müller, der wenige Jahre vor der Pension stehend, nicht allzu technikaffin ist und sich lieber auf Block und Stift als auf die Aufnahmefunktion des Mobiltelefons verlässt. Im Gegensatz ist seine junge Kollegin Paulina Kowalska ziemlich firm, was die technischen Helferleins angeht. Herzlich auflachen musste ich dann doch, als es um den Disput Filterkaffee oder Espresso(kapseln) geht.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der seine Leser bis zur letzten Seite zu fesseln weiß, 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Gute Krimi-Unterhaltung
Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung von Pierre Martin
Die Fortsetzung des ersten Bandes in dem Lucien Comte de Chacarasse, nach dem Tod seines Vaters nicht nur Titel und Vermögen, sondern auch das Familienbusiness erbt, hat mir gut gefallen. Die lange Ahnenreihe derer von Chacarasse verdient ihr Brot als Auftragsmörder, die keine Spuren hinterlassen. Nicht, dass Lucien es nötig hätte, denn er ist Eigentümer eines sehr gut gehenden Restaurant.
Leider ist da noch sein Onkel Edmond, der ihn immer mit Mordaufträgen versorgt, an denen er 40% des Honorars als Provision erhält. Lucien will eigentlich nichts mit dem Familienbusiness zu tun haben, aber die undurchsichtige Rolle des Onkels lässt ihm noch (?) keine Wahl. Allerdings erledigt er die Aufträge auf seine Art.
Meine Meinung:
Ich muss immer wieder über Lucien und seine Entourage, zu der sich nun auch ein kleiner weißer Hund namens Coco gesellt, schmunzeln. Die Beschreibung von Land und Leuten, die sich nun auch auf Monaco und das italienische Ventimiglia erstreckt, vermitteln Urlaubsgefühl.
Wie schon letztes Mal darf Isabelle Bonnet, Madame le Commissaire aus der gleichnamige anderen Reihe von Pierre Martin, mit ihrem Lover Rouven Mardrinac vorbeischauen. Schade, dass sie nur einen ganz kurzen Auftritt hat. Aber vielleicht ergibt sich ja noch eine Zusammenarbeit.
Mit der Polizeireporterin Anne taucht ein neuer, vielversprechender Charakter auf, der hoffentlich eine größere Rolle spielen wird.
Der Krimi liest sich leicht und flüssig und punktet mit einem Schuss Humor.
Fazit:
Diesen vergnüglichen Lesestunden gebe ich gerne 5 Sterne.










