Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Berührt
Das späte Leben von Bernhard Schlink
Zum Inhalt:
Martin erfährt von seinem Arzt dass er schwer krank ist und nicht mehr lange leben wird. Wie geht man damit um? Und er überlegt was er noch für seine deutlich jüngere Frau und seinen sechsjährigen Sohn tun kann. Martin möchte alles richtig machen, aber kann man das überhaupt? Denn das Leben stellt manchmal alles auf den Kopf.
Meine Meinung:
Puh, das Buch ist schon auch schwere Kost, hat aber auch leichte Momente. Sehr berührend fand ich den Brief an den Sohn, den er dann später irgendwann lesen soll. Aber auch wie seine Frau Ulla mit dem ganzen umgeht hat mich berührt. Und es zeigt, dass eben nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, aber es immer wieder Lichtblicke gibt. Ich fand das Buch einfach toll, mit tollem Schreibstil.
Fazit:
Berührt
Rezensionen von Kathie:
Zieht euch warm an
Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt von Richard Osman
Der vierte Auftritt der cleveren Hobbyermittler des Donnerstagsmordclubs bringt uns erneut in die charmante Welt von Coopers Chase. In "Ein Teufel stirbt immer zuletzt" steht die festliche Jahreszeit vor der Tür, doch der Wunsch nach einem mordfreien Jahr für die vier Ermittler bleibt unerfüllt.
Diesmal führt der Fall sie in eine gefährliche Welt aus Drogendeals, Fälschungen und Betrügereien.
Besonders liebreizend sind die ungewöhnlichen, leicht verschrobenen Charaktere. Die vier Senioren aus Coopers Chase zeigen erneut ihre Ermittlungsfähigkeiten in einem kniffligen Fall und ihre Individualität verleiht der Geschichte einen einzigartigen Charme. Der trockene englische Humor durchzieht das Buch und sorgt für amüsante Momente.
Die Mischung aus Spannung, ungewöhnlichen Charakteren, Unterhaltung, Humor und ernsten Themen hebt das Buch auf ein gewohnt hohes Niveau. Empfehlenswert für Fans des Donnerstagsmordclubs und für die, die es noch werden wollen.
Rezensionen von April1985 :
Ein altes Herrenhaus, grausame Morde aus der Vergangenheit und viele ungeklärte Fragen
Hope's End von Riley Sager
Mein erstes Buch von Riley Sager und ich bin absolut begeistert. ‚Hope’s End‘ hat mich mit seinem düsterem Setting, einer leicht gruseligen und mysteriösen Atmosphäre, fragwürdigen Charakteren und zahlreichen Plottwists überzeugt.
Die junge Pflegekraft Kit McDeere erhält nach einer längeren, eher unfreiwilligen Auszeit vom Job einen neuen Auftrag.
Sie soll die mittlerweile 71-jährge Leonora Hope, welche nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt, pflegen. Jene Leonora Hope, die vor 50 Jahren ihre Eltern und Schwester grausam ermordet haben soll. Auch wenn ihre Schuld nie eindeutig nachgewiesen konnte, werden noch heute gruselige Kinderlieder über die vermeintliche Mörderin gesungen. Und auch Kit hegt Vorurteile, doch der Job ist ihre einzige Chance sich beruflich zu rehabilitieren. Angekommen in dem mittlerweile in die Jahre gekommenen herrschaftlichen Anwesen Hope’s End, merkt Kit schnell, dass etwas gar nicht stimmt. Als die kränkliche Leonora beschließt Kit die Geschichte ihrer Vergangenheit zu erzählen, befindet sich diese bereits in tötlicher Gefahr.
Riley Sager treibt die Spannung schon am Anfang des Buches auf hohes Niveau und dort bleibt sie auch. Jeder einzelne Charakter scheint Geheimnisse zu hüten. Da wären die unterkühlte und distanzierte Verwalterin Miss Baker und der Koch des Hauses, die schon zur Zeit der Morde auf dem Anwesen beschäftigt waren. Aber auch das junge Dienstmädchen, dass fasziniert von der Bluttat Geister beschwört und der smarte Gärtner scheinen mit etwas belastet zu sein. Wem kann Kit vertrauen und wem nicht? Auch Kit selbst gibt Rätsel auf. Dazu kommt das großartige Setting, welches auf das Anwesen Hope’s End, dem Schauplatz des Massakers aus den 1920er Jahren beschränkt ist. Ich hatte bein Lesen durchgehend ein beklemmendes Gefühl. Die Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll. Die Wände scheinen zu flüstern, Dielen knarren und gespenstische Schatten lauern hinter verschlossenen Vorhängen. Es ist ein unglaublich mitreißendes Schauspiel mit Sogwirkung, das Riley Sager hier abliefert.
Geschrieben ist die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Während die Gegenwart in den 1970er Jahren angesiedelt ist, nimmt uns Leonora mit in die Vergangenheit ins Jahr 1927. Das Jahr, in dem sich die grausame Bluttat auf Hope’s Manor ereignet hat. Nach und nach werden die Ereignisse aus der Vergangenheit enthüllt. Leonora selbst liefert die Fragmente, indem sie ihre dunkle Familiengeschichte auf ihrer Schreibmaschine mit Hilfe von Kit niederschreibt. Dabei nähert sich die Vergangenheit immer mehr der Gegenwart an bis es am Ende zu Enthüllungen kommt, die mich richtig umgehauen haben.
Sie wollen wissen, ob ich der Unmensch bin , für den man mich hält. Die Antwort ist nein. Und ja.
(Zitat aus ‚Hope’s End‘, S. 10)
Fazit
Das düstere Setting, die mysteriöse und beklemmende Atmosphäre und die moralisch grauen Charaktere haben überzeugt. Für mich ist das Buch ein Highlight aus dem Thriller-Genre, das einmal angefangen einen richtigen Sog entwickelt und seine Leser in dunkle Geheimnisse einwebt.
Rezensionen von readpassion9:
grausam, blutig, spannend
Agonie von Lea Adam
Nach "Stigma" ist dies der zweite Fall für Milo und Vincent und genauso blutig, brutal und grausam wie der erste Fall.
Worum geht es? Mira Mönchshagen, eine Influencerin, die sich für das Tierwohl einsetzt und schonungslos über die grausamen Zustände in deutschen Schlachthöfen berichtet, wird bestialisch ermordet.
Wie ein Stück Vieh im Schlachthof, so hängt sie ausgeweidet in ihrem Loft. Während Milo und Vincent noch am Anfang ihrer Ermittlungen stehen, gibt es eine weitere Leiche, ebenfalls ausgeweidet. Jetzt ist klar, dass hier Jemand Rache nimmt und weitere Tote folgen werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Ein gut gewähltes Thema, das die Autorinnen hier thematisieren. Der Fleischkonsum, der für die meisten Konsumenten gedankenlosen Genuss bedeutet und immer billiger sein muss, der auf der anderen Seite unendliche Grausamkeit und Tierleid hervorbringt. Die Skandale um Schlachthäuser sind mit schöner Regelmäßigkeit in den Medien, aber viel zu schnell wieder vergessen. Hier werden geschickt die schockierenden Fakten mit der fiktiven Handlung verknüpft, ein Thema das nicht kalt lässt.
Die Figuren gewinnen an Tiefe, Milos Privatleben nimmt einiges an Raum ein, was für mich aber ok war. Vincent macht eine ziemliche Wandlung durch, das ging mir etwas zu schnell um überzeugend zu sein. Nichtsdestotrotz habe ich mich gefreut, das sympathische Duo wieder bei einem Fall zu begleiten, der es in sich hat. Auch wenn das Motiv schnell klar ist, da es auch Abschnitte aus Sicht des Täters gibt, war die Handlung dennoch fesselnd und spannend. Was auch vor allem an dem genialen Schreibstil und den Protagonisten liegt.
Fazit: Gelungener zweiter Teil, ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Alais:
Ein außergewöhnliches Leseerlebnis
Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka
Hinter dem außergewöhnlichen, farbenfrohen Cover verbirgt sich ein ebenso außergewöhnlicher Roman, der zwischen einer schrägen Fantasiewelt mit Geistern und Dämonen und der brutalen Realität der von Gewalt geprägten jüngeren Geschichte Sri Lankas eine so skurrile wie berührende Geschichte entspinnt.
Im Mittelpunkt steht Maali, der nach seinem Tod in eine bürokratisch durchorganisierte und dennoch ziemlich chaotische Zwischenwelt gerät, in der er gedrängt wird, ins Licht zu gehen. Doch Maali, der sich an die entscheidenden Ereignisse, die zu seinem Tod führten, nicht mehr erinnern kann, ist unentschlossen …
Amüsiert und zugleich etwas fassungslos hatte ich anfangs große Mühe, mich in diesem Roman zurechtzufinden und zu verstehen, in was für eine skurrile Geschichte ich da gerade hineingeraten bin. Gleichzeitig jedoch verliebte ich mich in den fantastischen Erzählstil – ausdrucksstarke Sätze und lebendige Beschreibungen, lässig-cool und mit einem herrlich trockenen Humor verfasst. Als erstaunlich empfand ich die Erzählweise mit einem Ich-Erzähler, der von sich selbst als „du“ spricht, aber zum Glück erwies sich das als nicht ganz so verwirrend, wie ich erwartet hatte.
So wunderbar schwarzhumorig das Buch startet, so erschütternd ist auch das Bild des fürchterlich realen, absoluten Grauens, das sich allmählich herausschält. Da mir die Geschichte Sri Lankas und des 1983 begonnenen Bürgerkriegs nicht bekannt war, hat es mich eiskalt erwischt. Ein von blutigen Konflikten gebeuteltes Land, in dem Menschen den Verbrechen unterschiedlichster Gruppierungen ausgesetzt sind, spurlos verschwinden und ermordet werden – das wird umso unerträglicher, wenn in einer derart leb- und bildhaften Sprache darüber geschrieben wird und Einzelschicksale in den Fokus rücken. Der Autor arbeitete hier ein bisschen wie sein Protagonist Maali, der zu Lebzeiten als Fotograf genau dieses Grauen dokumentierte.
Neben der individuellen Geschichte Maalis und der kollektiven Geschichte Sri Lankas berührt diese mitreißende Erzählung auch große Fragen der Menschheit und geht mal spöttelnd, mal sehr weise und sorgsam mit ihnen um. Sie hat also manchmal auch einen anspruchsvollen, philosophischen Charakter, überfordert aber nicht und ist generell reich an Emotionen, packenden Ereignissen und Wendungen.
Hinweisen möchte ich noch auf die kleinen Extras des Buches, die mir eine große Hilfe waren, sich aber viel zu weit hinten verstecken: ein Stadtplan von Colombo (S. 534), eine Liste der Handlungsfiguren (auf S. 535) und ein Glossar (S. 539).
Ein wunderbares Buch, das viel zu bieten hat!
Rezensionen von begine:
Brillant
Das späte Leben von Bernhard Schlink
Der Autor Bernhard Schlink schreibt brillante Gegenwartsliteratur
Seine Prosa ist klar und präzise.
Sein neuer Roman „Das späte Leben“
zeigt wieder seinen klaren Blick für das Leben und sterben.
Mit schwungvoller Schreibstil wird der
76jährige Icherzähler Martin dargestellt. Der hat gerade erfahren, das er nicht mehr lange zu Leben hat.
Beeindruckend ist wie er seinen Tod seinem 6jährigen Sohn David beibringt.
Er möchte, das David kein Trauma erleidet und möchte ihm noch viel mitgeben.
Die Begleitung des Sterbens war gekonnt dargestellt. Ich weiß a
Erfahrung was das mit der Familie macht.
Der Autor besticht durch seine psychologische Tiefe, dadurch kommen uns die Personen nahe.
Ich habe schon einige Romane von Bernhard Schlink verschlungen und ich war immer wieder beeidruckt.
Er ist ein wirklich großartiger Erzähler.
Sehr lesenswert.
Rezensionen von brauneye29:
Besser als gedacht
Der süße Duft der Reben von Tara Haigh
Zum Inhalt:
Isabel ist entsetzt. Ihr Vater hat ihr eröffnet, dass sie ihren verhassten Cousin Rafael heiraten soll. Dabei will sie doch Kunst studieren, doch ohne Geld hat sie keine Wahl und muss sich dem Vater fügen und reist nach Spanien. Kurz vor der Ankunft verlässt sie das Schiff, fest entschlossen sich der Hochzeit zu entziehen.
Doch das Schicksal ist ihr nicht hold und Rafael findet sie. Hat sie noch ein Chance zu entkommen?
Meine Meinung:
Natürlich erahnt man schon früh, was wohl das Familiengeheimnis sein wird, aber der Weg dahin ist gut erzählt. Man leidet mit Isabel mit und mag sich als heute lebende Frau kaum ausmalen, wie schrecklich es gewesen sein muss so fremdbestimmt zu sein. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und gerade Isabel und Carmen als Protagonistinnen fand ich richtig gut ausgearbeitet. Wie die beiden sich dem Schicksal stellen und das Beste aus der Situation machen hat mir gut gefallen.
Fazit:
Besser als gedacht
Rezensionen von Marie aus E.:
Candice Fox ist für mich einfach eine sichere Thriller-Bank
Stunde um Stunde von Candice Fox
Die Autorin hat mich mit ihrer Crimson-Lake-Thriller-Serie völlig gefesselt. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, dass es ein neues Buch von ihr gibt.
Auch hier wieder ein ungewöhnliches Ermittlerteam - wenn auch nicht ganz solche Underdogs wie in Crimson Lake.
Detektive Charlie Hoskins war fünf Jahre undercover in einer brutalen Gang unterwegs und flog auf.
An seiner Seite ist Lynette Lamb, endlich Polizeibeamtin und schon wieder entlassen. Anfangs etwas nervig, Typ "ich erkläre dir die Welt" mit viel Erfahrung trifft auf naiven Neuling. Aber geschenkt, hat schon zur Story gepasst.
Sie müssen herausfinden, was mit einem entführten Kind passiert ist, dessen verzweifelte Eltern zu allem bereit sind. Erschwerte Bedingungen, denn die Entführung ist inzwischen ein Cold Case und die Zeit läuft.
Obwohl die Handlung über lange Strecken in einem Labor spielt und damit schon fast kammerspielartige Züge hat und das Australien-Feeling diesmal keine Rolle spielte, hat mich das Buch völlig gefesselt.
Candice Fox hat es einfach drauf!
Aber auch die Frage, wie weit man gehen darf, um sein Liebstes zu schützen - und welche Prioritäten auch seitens der Polizei gesetzt werden, fand ich nicht minder spannend, weil man da auch für sich überlegt und nachdenkt.
Opfer, die zu Tätern werden - moralisch nicht in eine schnelle Schublade einsortierbar.
Ganz kam das Buch nicht an Crimson-Lake heran, da fand ich die Kombination Spannung, Charaktere und Australien einfach genial.
Bester Thriller-Unterhalt hatte ich aber auch mit "Stunde um Stunde".
Rezensionen von gerlisch:
Wie begeht man den perfekten Mord
Die gute Schwester von Sarah Bonner
Megan und Leah sind Zwillinge, die sich seit ihrer Kindheit nicht wirklich verstehen. Als Megan ein Foto von Leah auf dem Handy ihres Mannes Chris findet, stellt sie Leah zur Rede. Die Situation eskaliert und es passiert ein Mord. Megan gerät in Panik und lässt die Leiche verschwinden um ab sofort auch Leah's Leben zu leben.
Mir hat der Schreibstil super gefallen. Fesselnd erzählt Sarah Bonner über die toxischen Beziehungen ihrer Protagonisten und ihre perfiden Spiele. Die Charaktere waren mir nicht sonderlich sympathisch, aber ich denke, dies war auch so von der Autorin gewollt.
Die Geschichte beginnt aus Sicht von Megan und dümpelte irgendwann leicht vor sich hin, doch dann kam, bähm, der große Knall und die Perspektive wechselte zu Chris. Einmal angefangen, konnte ich kaum wieder aufhören zu lesen, denn die Geschichte entwickelte aufgrund zahlreicher unerwarteter Wendungen einen regelrechten Sog.
Die teilweise psychopatischen Handlungen waren manchmal teilweise zu offensichtlich, da hätte ich es besser gefunden, wenn das Ganze ein bisschen suptiler beschrieben worden wäre. Zum Ende hin war dann leider ein wenig die Luft raus, deshalb vergebe ich keine 5 Sterne.
Rezensionen von S.:
Ein besonderer Eiswagen
Das kleine Geschenkemobil im Winterglück von Lilac Mills
Wenn die Menschen im Seniorenheim nicht in die Geschäfte kommen, kommen die Geschäfte eben zu ihnen. So denkt Seren und baut einen Eiswagen in einen rollenden Geschenkeladen um. Das Altenheim ansonsten ist perfekt, zu perfekt, um wahr zu sein. Zumal dort und anderswo manchmal noch ein ganz bestimmter junger Mann anzutreffen ist.
Eine nette, herzwärmende Geschichte mit meist netten Personen (naja, die Chefin mal ausgenommen) und rein „zufälligen“ Geschehnissen. Missverständnisse und Enttäuschungen, Glück und Liebe - ob sich alles findet?
Passt ganz gut in die Vorweihnachtszeit.











