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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Meli:

Klassische Gerichte und einfache Rezepte - und etwas zu viel Alkohol

Hundert Klassiker von Steffen Henssler

Hundert Klassiker hält schon, was es verspricht: 100 bekannte Gerichte und außerdem 14 Rezepte aus dem Bereich „Saucen, Fonds & Dressings“. Die Rezeptauswahl hat mir insgesamt schon gut gefallen, da war viel dabei, dass ich schon lange mal selbst kochen wollte und vielleicht tu ich das bald mal.

Vor meiner Rezension habe ich drei Rezepte ausprobiert (Mousse au chocolat, Lasagne al forno, gratinierte Zwiebelsuppe) und sie haben mir erstmal alle ausgezeichnet geschmeckt, dazu fand ich auch die Anleitung gut zu befolgen und die Zeitangaben haben bei mir auch gepasst.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir auch gut – es gibt zu jedem Rezept ein Bild, die Anzahl der Portionen, wie lange man braucht und gegebenenfalls ein „Veggie“-Zeichen, wenn das Gericht ohne Fleisch, Fisch tierisches Lab oder Gelatine ist. Nach der Zutatenliste und der Zubereitung gibt es oft noch Tipps, um das jeweilige Gericht noch zu verfeinern und zuletzt noch Punkte, auf die man besonders achten sollte. Zu den Kapiteln „Fleisch“, „Fisch & Meeresfrüchte“, „Pasta & Reis“, „Kartoffeln & Gemüse“, „Suppen & Eintöpfe“, „Salate, Eier & Brot“ und „Desserts & Kuchen“ gibt es außerdem allgemeine Tipps zu dem Umgang mit den verschiedenen Lebensmitteln, sodass das Buch auch über die Rezepte hinaus hilfreich ist.

Nicht ganz zufrieden bin ich mit den Zutaten. Sie sind eher simpel gehalten – keine exotischen Gewürze, die man extra besorgen muss, und das meiste hat man zu Hause. Aber dann ist mir besonders im Abschnitt „Suppen & Eintöpfe“ aufgefallen, wie viele Rezepte alkoholische Zutaten enthalten. Von den 100 Rezepten enthalten 23 Alkohol (Rotwein, Weißwein, Wermut, etc. in Mengen von ein paar Esslöffeln bis zu mehreren hundert Millilitern), und in nur einem davon gibt es im Tipp eine alkoholfreie Alternative, außerdem gibt es vier Rezepte, wo nur im Tipp Alkohol hinzugegeben wird.

Ich kenne auch andere Kochbücher von Steffen Henssler und da waren es nicht auffällig viele Rezepte mit Alkohol. Und gerade bei der Menge hätte ich mir gewünscht, dass es auch allgemeine Tipps für Alternativen gegeben hätte, statt nur bei einem einzigen Rezept.

Ich hatte das Gefühl, dass viel Schwein und besonders (Bauch)speck in den Rezepten enthalten ist, in allen Kapiteln außer bei den Desserts und Soßen. Da die Veggie-Gerichte entsprechen markiert sind, konnte man die aber auch gut zählen: 35 Veggie-Rezepte, davon fast alle Rezepte in den Abschnitten Gemüse und Desserts, und nur eins im Kapitel „Pasta & Reis“.

Fazit
Insgesamt bin ich schon sehr zufrieden mit dem Buch, aber die Sache mit dem Alkohol fand ich schon schade, denn ich fand schon, dass es so viele Rezepte waren, dass das Buch dem Thema auch etwas Aufmerksamkeit hätte schenken müssen.

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Rezensionen von Meli:

Spannender Auftakt der Spin-Off-Reihe!

Threads of Power von V. E. Schwab

Enthält Spoiler zur Weltenwanderer-Trilogie!

Ich habe mich sehr gefreut, in diese Fantasywelt zurückzukehren und geliebte Charaktere wiederzusehen, aber auch die neuen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. Da es einen Zeitsprung gibt und sich sehr viel für die Charaktere ändert, könnte man auch mit diesem Buch in die Welt einsteigen, aber ich würde empfehlen die Weltenwanderer-Trilogie vorher zu lesen, weil man sonst viel verpasst – vor allem den Spaß und die Spannung beim Lesen der drei fantastischen Bücher.

An das Ende von „Die Beschwörung des Lichts“ konnte ich mich kaum noch erinnern, aber ich bin sehr gut wieder in die Geschichte gekommen, weil auch erklärt wird, was sich in den letzten sieben Jahren getan hat. Trotz vieler Entwicklungen hat man aber gar nicht das Gefühl, dass wirklich viel geschehen wäre.

Trotz einiger Schwierigkeiten halten Alucard und Rhy zusammen. Sie sind verheiratet und kümmern sich liebevoll um ihre Tochter Ren, die Tochter von Rhys Ehefrau, Königin Nadiya. Diese komplizierte Beziehung stellt sie vor neue Herausforderungen, aber inzwischen kommen sie meistens damit klar. Nadiya ist auch ein interessanter Charakter, da sie einen neugierigen und offenen Blick auf die Dinge hat. Als Forscherin führt sie außerdem magische Experimente durch und entwickelt neue Möglichkeiten, doch sie denkt dabei nicht an die Konsequenzen, während man spürt, dass da früher oder später etwas schiefgehen muss.

Lila beherrscht ihre außergewöhnliche Magie immer besser, und diese große Macht macht die sowieso schon selbstbewusste Lila nur noch arroganter. Aber nach all ihren Abenteuern hat sie es sich auch verdient, die Arroganz steht ihr gut und ist auch ziemlich unterhaltsam. Kell hingegen hat keinen Zugriff zu seiner Magie und auch nach all der Zeit sorgt das bei ihm für Selbstzweifel, da seine Macht als Antari immer das war, das ihn ausgemacht und seinem Leben einen Zweck gegeben hatte – das fehlt ihm nun. Von den beiden zusammen hätte ich gerne noch mehr gesehen, denn über ihre Liebesgeschichte wird eher wenig verraten.

Besonders gut gefiel mir auch die Geschichte der jungen Tüftlerin Tes, die ein besonderes Talent dafür hat, magische Gegenstände zu reparieren und Objekten neue Magie zu verleihen, aber diese Gabe bringt sie auch in Gefahr. Ich mochte bei ihr ihren Blick auf die Magie, wie sie sich selbst schützt und sich clever durch ihre Probleme manövriert.

Es gibt noch mehr Perspektiven und Handlungsstränge, aber besonders wichtig ist die Bedrohung durch die „Hand“, die König Rhy stürzen möchte und dafür schon große Pläne hat, von denen man immer wieder neue Stückchen aufdeckt. Von den anderen Welten sieht man nur wenig, aber die wenigen Einblicke in die Welt des weißen London haben mir sehr gut gefallen.

Fazit
Insgesamt fand ich dieses neue Abenteuer wieder sehr spannend: Die Magie konnte mich mitreißen, die Charaktere überzeugen mit ihrer persönlichen Entwicklung und die vielfältige Welt konnte mich wieder mit neuen Details begeistern. Ich freue mich auf mehr!

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Rezensionen von Meli:

Märchenhafter Weltuntergang

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz von Stella Tack

Rain White ist eine Nachfahrin von Schneewittchen, aber während andere Märchenfamilien Ruhm und Reichtum genießen, kann ihre Familie gerade so den Familiensitz erhalten. Trotzdem soll auch Rain an ihrem achtzehnten Geburtstag den schlafenden Prinzen küssen, um eine Prophezeiung zu erfüllen und damit die Magie zurückzubringen, die den Märchenfamilien wieder neue Macht verleihen soll.

Aber Rain hat gar kein Interesse daran, den Prinzen zu küssen, denn seit dem Tod ihrer perfekten Schwester fühlt sie sich der Welt der Märchen nicht besonders verpflichtet. Aus Trotz wird sie stattdessen zu einer kleinen Rebellin, die nicht den Weg gehen will, den ihre Familie für sie vorsieht, aber auch keine eigenen Pläne hat.

Letztendlich kommt es aber doch dazu, dass Rain ihren Teil erfüllen muss und die Geschichte entwickelt sich danach schon ganz anders, als ich erwartet habe. Aus dem märchenhaften Start mit Familien- und Schulproblem wurde schnell ein magischer und ziemlich ernster Weltuntergang. Mir hat diese Wendung ganz gut gefallen, aber die Handlung hat sich danach schon oft etwas im Kreis gedreht und trotz klarer Ziele ist man ziemlich planlos.

Das Worldbuilding fand ich insgesamt eher dürftig, mir fehlten da viele Zusammenhänge und Erklärungen zu den Märchen, der Schöpfungsgeschichte und dem Alltag der aktuellen Märchenfamilien. Dann sind da noch ein paar geheimnisvolle Charaktere, bei denen ich mir nicht sicher war, ob sie noch mysteriös sein sollten, wenn es so viele Hinweise gibt.

Fazit
Die Handlung fand ich meistens schon recht spannend, aber weder Rain noch die anderen Charaktere fand ich besonders sympathisch und die Welt der Märchenfiguren konnte mich auch nicht überzeugen.

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Rezensionen von nil_liest:

Spazieren in der heiligen Nacht

Weihnachten in Prag von Jaroslav Rudis

„Sie wissen, dass Prag selbst ein Wunder ist. Ein Wunder im Nebel der Geschichte. Nicht nur zu Weihnachten.“ (S. 87)
Eigentlich wollte er den 24. Dezember mit Freunden in Prag verbringen, doch die gehen nach seiner Ankunft nicht ans Telefon. Es beginnt das Warten und zum Glück gibt es genügend Bier auf der Zoorunde zur Überbrückung.

„Im Leben geht‘s nur um Geheimnisse.“ (S. 41)
Schwermütig ist dieser Spaziergang am Heiligen Abend, den der Ich-Erzähler durch Prag erlebt. Nach und nach trifft er auf andere, die durch die Nacht wandern. Kavka, der König von Prag und eine Italienerin.
„Liebe ist nichts als Betrug“ (S. 76)
‚Weihnachten in Prag‘ von Jaroslav Rudiš ist mit seinen knapp 90 Seiten und großartigen Illustrationen von Jaromír 99 eine unaufgeregte Geschichte, die trotz seines Humors und Melancholie eine wunderbare weihnachtliche Lektüre über Randfiguren, Orte der Begegnung und ein unkompliziertes Miteinander.
Fazit: Für alle die 4 Bier als böhmischen Adventskranz identifizieren und sich gerne dem Weihnachtstrubel entziehen, aber doch die Magie der heiligen Nacht wahrnehme.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Hoffnung in schwierigen Zeiten

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether

Ich war sehr gespannt auf die Gedanken von Till Raether zum Thema Hoffnung, Klimakrise und Endzeitstimmung. Wie kann man in schwierige Zeiten Hoffnung haben? Seine Betrachtungsweise ist vor allem persönlich, liest sich angenehm und ich habe ein paar Textstellen gefunden, die mir gut gefallen haben. Die Geschichte mit seiner Mutter hat mich berührt und die Verbindung zwischen Hoffnung und Depression gezogen.

Es gab passende Zitate, Vergleiche und Stoff aus der Literatur- und Filmwelt. Hoffnung zeigt sich schließlich auf viele Arten. Die Beschäftigung mit dem Thema ist vielfältig und dennoch blieb mir alles etwas zu oberflächlich und ich konnte für mich wenig Neues mitnehmen. Schlussendlich hat es mir vielleicht sogar an Hoffnung gefehlt, die ich verspüren möchte, wenn ich mich damit beschäftige. Aber durchaus interessant, einen Blick wert und vor allem gut geschrieben.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Super unterhaltsam, fantasievoll und skurriler Comic

Die schreckliche Adele und die Galaxie der Bizarren von Mr. Tan; Diane Le Feyer

Das Cover verspricht galaktische Aktion mit der unerschrocken schrecklichen Adele, die absolut in ihrer Rolle als Rebellin aufgeht und genauso ist, wie wir sie lieben. Ein verrücktes Galaxie-Abenteuer erwartet euch, mit weiblicher Heldin und passender Antagonistin. Es ist absolut witzig, überzeichnet, spannend, skurril, fantasievoll und einfach ideal für Kinder, die bestimmt viel Spaß haben werden.

Das tolle an den Comics ist natürlich auch, dass Erwachsene ebenso auf ihre Kosten kommen. Diese werden erkennen, dass hier einige kulturelle Ideen zusammengeworfen wurden und sich Ähnlichkeiten zu anderen Helden nicht leugnen lassen. Das macht die Ideen als kleine Hommage noch liebenswerter. Die hochwertige Ausgabe mit Hartcover, Glitzerschnitt und knalliger Farbenpracht ist nicht nur für Fans ein Highlight, sondern auch für Neulinge ein tolles Geschenk. Von uns gibt es eine absolute Kaufempfehlung.

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Rezensionen von Kokoloreslot:

Hoffnungsvoll und sehr spannend

Der Spion und der Verräter von Ben Macintyre

Ben Macintyres hat "Der Spion und der Verräter" so spannend verpackt, dass ich die Geschichte, mit wahrem Hintergrund, kaum aus der Hand legen konnte. Spannend wird von Oleg Gordievsky, einem KGB-Agenten, der zum Doppelagenten für den britischen Geheimdienst MI6 wurde, erzählt. Diese Informtionsspionage hat den Kalten Krieg maßgeblich beeinflusst.

Ben Macintyres zeigt ein Porträt dieses Mannes, der sich einem hohen Risiko aussetzte, und gibt einem das Gefühl, einen spannenden Spionageroman zu lesen, so nervenaufreibend und endungsreich ist es. Man lernt einiges über die Welt der Geheimdienste und die körperlich und geistige Belastung für Gordievsky. Schlussendlich war ich wirklich begeistert von der Recherche und der spannenden Erzählweise, die mir so lebhaft Einblicke gewährt und mich gut unterhalten hat.

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Rezensionen von TK-ONE:

Die sieben Aufgaben Der Butler von Andreas Zwengel

Rezensionen von Katharina Grassmugg:

Eine ergreifende Geschichte

Das einzige Kind von Hera Lind


Den Krieg durch die Augen eines Kindes zu erleben ist immer eine sowohl spannende als auch schreckliche und heftige Sache.

Hera Lind lässt hier Djoko aus seinem Leben erzählen. Mit 5 Jahren verliert er durch den Einmarsch der Schwarzen Armee der Ustasha in Jugoslawien auf einen Schlag seine ganze Familie und ist Muttersselen alleine.

Immer wieder begegnen ihm Menschen die ihm helfen, immer wieder muss er Abschied nehmen. Immer wieder bricht sein kleines Herz und sein Vertrauen wird erschüttert.

Das alles und noch mehr wird in diesem Buch auf eine Art geschildert die es einem ermöglicht sich in das Herz eines Kindes einzufühlen das in sehr jungen Jahren schon oft gebrochen wurde. Man wird in die Lage versetzt Djokos Leidensweg genauso hautnah mitzuerleben wie die Lichtblicke, die Schmerzen und die Freuden die er erlebt bis er endlich ankommt.

Hera Lind hat es auch diesmal vorzüglich verstanden ein gefühlvolles Buch zu schreiben das einen tief betroffen und berührt zurücklässt und einen Teil der Geschichte bearbeitet von dem ich persönlich nicht viel wusste.

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Rezensionen von readpassion9:

Gerechtigkeit schaffen

Monster von Nele Neuhaus

Der elfte Band der Taunus-Reihe von Nele Neuhaus ist so komplex wie brisant. Es ist Winter, kurz vor Weihnachten, als die 16jährige Larissa vermisst wird. Am nächsten Tag wird sie erdrosselt hinter einem Marienaltar bei einem Feld gefunden. Pia Sander und Oliver von Bodenstein ermitteln in dem Fall.

Die DNA-Auswertung ergibt einen Treffer. Der afghanischer Asylbewerber, Farwad M. soll zunächst als Zeuge befragt werden, doch er ist verschwunden. Hat er sich abgesetzt? Eine mediale Hetzjagd läuft an, die Gemüter erhitzen sich.
Während die Ermittlungen noch laufen, kommt der nächste Fall. Auf einer Landstraße wird ein Mann von einem Auto erfasst, der von Bisswunden übersät ist. Es lief völlig panisch auf die Straße, offensichtlich auf der Flucht. Mit beiden Fällen haben Pia, Oliver und das Team alle Hände voll zu tun.

Auf die bekannten Charaktere zu treffen, war wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Die Story ist von Anfang an fesselnd und hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Gut ausgearbeitete Charaktere, ein komplexer Plot, die perfekten Zutaten für einen Pageturner. Leider bedient die Autorin dann doch Stereotype Vorstellungen, das Privatleben der Ermittler nimmt  etwas zu viel Raum ein und die Präsentation von Larissas Mörder kommt hoppladihopp. Nach den ausführlichen Ermittlungen mit einigen Verdächtigen wurde der Täter "aus dem Hut gezaubert", was für mich nicht stimmig war.

Dafür ist der andere Fall absolut schockierend und geht nah, er mutiert zum Hauptfall und die Aufklärung von Larissas Tod wird zweitrangig. Hier gibt es viel Spannung und Action. Ein Thema, das nachdenklich macht.  

Fazit: Komplexer Krimi mit Spannung und Action.

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