Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesender:
Xavi Puig ermittelt
Katalanisches Schweigen von Alba Salvat
Sitges, ein kleiner Küstenort bei Barcelona.
Kommissar Xavi Puig hat einen Korruptionsskandal aufgedeckt und wurde nach Madrid versetzt. Jetzt kehrt er zurück in seine Heimatstadt. Auch wenn ein paar Jahre vergangen sind, wird ihm immer noch Misstrauen entgegengebracht.
Sein erster Arbeitstag als Leiter der Mordkommission fordert gleich seine ganze Aufmerksamkeit.
Seine neue Kollegin, die junge Ermittlerin Carlota Lozano, frisch von der Uni, steht ihm bei seinen Ermittlungen zur Seite. Sie ist ehrgeizig, klug und trägt das Herz auf dem rechen Fleck. Mit Puig als Chef, ergeben die beiden ein perfektes Team.
Xavi ist ehrlich, authentisch und sehr sympathisch. Er nimmt nichts als gegeben hin, auch wenn er damit aneckt.
Das Buch hat seine spannenden und ruhigen Momente, was mir sehr gut gefällt. Der Alltag, die Familien und Xavis bester Freund Bruno spielen ebenso eine Rolle wie die Ermittlungsarbeit der Polizei.
Zwei Erzählebenen, Vergangenheit und Gegenwart, tragen zum besseren Verständnis der Geschichte bei. Katalanisches Flair, ein spannender Fall, interessante Charaktere, alles zusammen ergibt einen guten Krimi mit dem gewissen Etwas.
Am Ende gibt es ein Glossar mit den Übersetzungen der spanischen und katalanischen Begriffe, Speisen und mehr.
Rezensionen von Katzenmicha:
Die Vergangenheit ruth nicht
Brandung der Rache von Regine Kölpin
Hartmut Meckenwald ist Inhaber eines großen Immobilienkonzerns in Wilhelmshaven und wird eines Nachts von seinem Enkel Carsten tot in seinem Büro am Bontekai aufgefunden.Hartmut Meckenwald wurde erhängt , Kommissarin Petra Erdmann übernimmt die Ermittlungen in dem Fall.Die Spur führt zunächst ins Rotlichtmilieu doch dann bekommt der Fall eine unerwartet Wendung- Birthe Meckenwald, Cartens Frau, bekommt von unbekannter Seite schockierendes Material aus der Vergangenheit der Familie Meckenwald zugespielt.
Birthe bekommt Aufzeichnungen einer polnischen Zwangsarbeiterin aus dem Jahre 1943 zugeschickt.Und Kommissarin Erdmann kommt auf die Spuren eines unheilvollen Mordes, der tief in der Familiengeschichte und den tragischen Begebenheiten während des Zweiten Weltkriegs verwurzelt ist….
Die Autorin Regine Kölpin hat einen spannenden und fließenden Schreibstil.Bildhaft nahm sie mich mit in den Nordse-Krimi.Die geschichte ist in zwei Zeitebenen geschrieben -einmal 1943 und der andere in der Gegenwart.Der Krimi ist von Anfang bis ende spannend-sehr gerne5 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Ungewöhnlich
Himmelwärts von Karen Köhler
Zum Inhalt:
Toni und ihre beste Pommesfreundin YumYum übernachten in einer Sommernacht im Garten. Mit einem selbst gebastelten kosmischen Radio funken sie himmelwärts um Kontakt zu Tonis verstorbener Mutter zu bekommen. Doch stattdessen antwortet Zanna von der ISS. Mit ihr reden sie über das Leben auf der Erde und der Raumstation.
Meine Meinung:
Ich bin schon ein wenig hin und her gerissen bei dem Buch und zwar in der Hinsicht auf den Tod von Tonis Mutter und ob das für Kinder ab 10 Jahren wirklich schon geeignet ist. Denn könnte das den Kindern nicht auch Angst machen? Ich weiß es wirklich nicht. Auf der anderen Seite hat mir das Buch schon gefallen. Man hat unterschiedliche Elemente im Buch, die es lebhaft machen, interessante Illustrationen, erfährt einiges über den Weltraum. Der Schreibstil hat mir gefallen und manche Wortschöpfung haben mir sehr gut gefallen. Die Stimmung ist mal traurig, mal neugierig, mal humorvoll.
Fazit:
Ungewöhnlich
Rezensionen von alekto:
Durch seinen übersinnlich okkulten Touch bestechender, um Geister und Seancen kreisender historischer Roman
Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner
Zum Inhalt: Wenige Monate nach dem Tod ihrer Schwester Evie ist Lenna von London nach Paris gereist, um das berühmte Medium Vaudeline D'Allaire, das auf die Aufklärung von Verbrechen spezialisiert ist, um Hilfe zu bitten. Obwohl Lenna weder an Geister noch an eine greifbare Wirkung von Seancen glaubt, möchte sie nichts unversucht lassen, mit Evie in Kontakt zu treten, um den Namen ihres Mörders zu erfahren.
Denn der Polizei ist es nicht gelungen, Fortschritte in Evies Fall zu erzielen, in den sie nur wenig Aufwand investiert hat, so dass ihr Mörder noch auf freiem Fuß ist. So wurde Lenna zu Evies Gehilfin, um die Kunst der Seance von ihr zu erlernen. Doch bereits die erste Seance, der Lenna beiwohnt und die von Vaudeline in einem verlassenen Chateau für ein Ehepaar abgehalten wird, dessen Tochter von ihnen gegangen ist, nimmt eine gänzlich unerwartete Wendung.
Zur Charakterisierung von Hauptfigur Lenna Wickes und der Beziehung zu ihrer Schwester Evie
An Geschwistern hatte Lenna nur ihre verstorbene Schwester Evie. Beide haben tagsüber in dem kleinen Hotel, das ihre Eltern in London besitzen, ausgeholfen, um sich in der darüber hinaus verbleibenden Zeit ihren Leidenschaften zu widmen. Dabei ist Lenna, die ausschließlich an das glaubt, was sie sehen und anfassen kann, über den Bruder ihrer Freundin Eloise an Fossilien herangeführt worden. Ihre Begeisterung dafür, die in der Sammlung und Untersuchung von Steinen aller Art besteht, ist durch ein Geschenk von Stephen in Gestalt eines Bernsteins in ihr geweckt worden, mit dem er eigentlich um Lenna werben wollte.
Evie ist da ganz anders als ihre Schwester. Das beschränkt sich nicht nur auf ihre äußere Erscheinung, die im Gegensatz zur feminin geratenen Lenna eher burschikos ausgefallen ist, und ihren Charakter, indem Evie sich wenig um Konventionen schert und Regeln nur dann einhält, wenn ihr das beliebt, sondern bezieht sich darüber hinaus auf deren Interessen. Denn Evie hegt eine Leidenschaft für das Okkulte, dem sie sich mit Hingabe in ihren Studien gewidmet hat. Auch ist sie überzeugt davon gewesen, übersinnliche Fähigkeiten und insbesondere eine Begabung als Medium zu besitzen. Diese Unterschiede haben dadurch bedingte MIssverständnisse nach sich gezogen und mehr als nur einen Streit zwischen den ungleichen Schwestern, die sich im Hotel ihrer Eltern ein Zimmer geteilt haben, provoziert. Nach dem Tod von Evie leidet Lenna darunter, dass sie sich nach deren letzten Wortgefecht nicht mehr bei ihr entschuldigen konnte. Und da Lenna einige Jahre zuvor bereits den Verlust ihrer geliebten Freundin Eloise zu verkraften hatte, ist ihr Leben davon geprägt, was sie zum Medium Vaudeline geführt hat, die eine ehemalige Lehrmeisterin von Evie ist.
Zum übersinnlichen, um Geister und Seancen kreisenden Kern dieses Romans
In passender Weise zum thematischen Schwerpunkt, den Sarah Penner für ihren Roman gewählt hat, wird dieser von einer Übersicht über die sieben Phasen einer Seance eingeleitet. Diese beginnen mit einer Teufelsinkantation und einer Invokation, auf die Isolation und Invitation folgen, um über Trance und Denouement mit der Termination
abzuschließen. Ergänzt wird das von zusätzlichen Ausführungen, die unter anderem Hinweise und Risiken mit einschließen, die im Zuge einer Seance zu beachten sind, um sich selbst und deren übrige Teilnehmer zu schützen. Diese Inhalte werden Lenna im Rahmen ihrer Ausbildung von ihrer Lehrmeisterin Vaudeline vermittelt. Darüber hinaus werden verschiedene Arten von Seancen unterschieden und damit einhergehende Punkte erläutert, was etwa anhand von Beispielen erfolgende Ausführungen zum automatischen Schreiben umfasst.
Dabei gelingt es Sarah Penner auch dank der Perspektive der skeptischen Lenna, die nicht an Geister glaubt, die Balance zu wahren. Denn beide Seiten werden dadurch beleuchtet, dass Lenna in sich gespalten ist, weil sie sich die Existenz von Geistern sehnlichst wünscht, um Evies Mörder überführen zu können. In stimmiger Weise wird dieser in Lenna herrschende Konflikt von Erklärungen in Bezug auf Methoden ergänzt, die bevorzugt bei Scharlatanen unter den Spiritisten zum Einsatz kommen, wenn diese ihre Kunden hinters Licht führen. Dazu zählen beispielsweise lumineszentes Phosphoröl oder die doppelte Belichtung, die auf Fotografien geisterhafte Erscheinungen zum Leben erwecken kann.
So ist meiner Ansicht nach zumindest ein grundlegendes Interesse an der Thematik des Okkulten wie beispielsweise dem detaillierten Ablauf einer Seance erforderlich, um gerade die erste Hälfte dieses Romans genießen zu können, dessen Schwerpunkt darauf liegt. Andernfalls könnte dessen Beginn recht zäh ausfallen. Denn auch mit der titelgebenden “geheimen Gesellschaft” ist die Londoner Séance Society gemeint, die einen exklusiven Herrenclub darstellt. Dessen Mitglieder verfügen über übersinnliche Fähigkeiten, die sie bevorzugt der Londoner Upper Class, in deren Kreisen sie verkehren, gegen ein entsprechendes Honorar anbieten.
Zur in diesen Roman integrierten Crime-Handlung
Zu Beginn lag mir der Fokus “Der geheimen Gesellschaft” zu wenig auf den dann bereits angeführten Todesfällen, da Sarah Penner sich mehr auf ihre okkulte Thematik und das damit einhergehende Drama, das im Verlust eines geliebten Menschen begründet liegt, fokussiert hat statt sich auf die eigentliche Aufklärung der Morde zu konzentrieren. Diese hätten jedoch von Anfang an dadurch stärker in die Handlung integriert werden können, dass schon zu diesem Zeitpunkt unter anderem auf die bereits von Vaudeline gelösten spektakulären Fälle eingegangen worden wäre, die in der vorliegenden Form nur als Tatsache am Rande erwähnt werden, um den Fortgang der Handlung zu erklären. In dieser frühen Phase hätte dem Roman gut getan, wenn die Autorin dem Verbrechen als solches, das etwa Anlass für die erste Seance ist, an der Lenna in Paris teilnimmt, mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Erst im weiteren Verlauf nimmt “Die geheime Gesellschaft” dann Fahrt auf, wenn die Aufklärung des Mordes an Lennas Schwester Evie mehr in den Mittelpunkt der Handlung rückt.
Mein Fazit
Für "Die geheime Gesellschaft" hat Sarah Penner eine ungewöhnliche Kombination gefunden, da sie sich einer okkulten Thematik widmet, die um Geister und Seancen kreist. Ergänzt wird das von einer in diesem Kontext angesiedelten Crime Handlung, deren darin begründetes Drama in historischem Setting mit übersinnlich angehauchten Touch diesem Roman erst Intensität verleiht, bevor die Handlung in seinem weiteren Verlauf an Fahrt aufnimmt. Dabei fügen sich dessen so unterschiedliche Komponenten, die für meinen
Geschmack nicht in der vorliegenden Form hätten gewichtet sein müssen, wenn es gerade zu Beginn vielleicht ein bisschen weniger Soap Opera hätte sein können, zu einem erstaunlich harmonischen Ganzen. Besonders überzeugt hat mich die Autorin mit der detaillierten Ausarbeitung der im Kern ihres Romans behandelten Thematik rund um Seancen und mehr, mit der sie auch persönliche Erfahrung zu haben scheint, wie die persönlich ausfallende Widmung "Der geheimen Gesellschaft" bereits angedeutet hat.
Rezensionen von Carolin:
Tolle Aufbereitung für Groß und Klein
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 13 - Umweltschutz von Carola von Kessel
Bereits das Cover des Buches knüpft an die Lebenswelt der Kinder an. Insbesondere gefällt mir hieran, dass Diversität und ein "nicht-klassisches" Rollenbild dargestellt wird.
Die Aufbereitung des Buches gefällt mir richtig gut! Verschiedenste Ansätze, wie Sticker, Memory, Labyrinthe, Wortsuch- sowie Wortbildungsrätsel und vieles mehr, führen die Kleinen spielerisch an das Thema Umweltschutz heran.
Ich finde es immens wichtig, dass Kinder von klein auf dafür sensibilisiert werden, die Umwelt zu schützen und dieses Buch ist eine Möglichkeit, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Es wird gezeigt, wie man auch im Kleinen etwas bewirken kann. Jeder kann aktiv werden.
Die Wortwahl und das Schriftbild (große Schrift) sind passend zur Zielgruppe gewählt (ab zweiter Lesestufe). Abbildungen ergänzen dies passend zum Lesen lernen.
Insgesamt eine tolle Möglichkeit, dieses Thema kindgerecht anzugehen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Keine leichte Kost
Die Jagd von Alaina Urquhart
Immer wieder werden in den Sümpfen von Louisiana Leichen gefunden. Bestialisch zugerichtet, zerstückelt, hingerichtet, mit kleinen Hinweisen mit denen sich der perfide Serienkiller über die Polizei lustig macht.
Zusammen mit Dr. Wren Muller, Leiterin der Rechtsmedizin, auf deren Tisch die Leichen landen, suchen Detective John Leroux und sein Partner Detective William Broussard vom New Orleans Parish Police Department diesen Killer und hoffen, dass auch er, wie die meisten anderen, bald einen Fehler macht.
Dies ist eine der wenigen Geschichten bei denen ich mein Kopfkino recht schnell ausgeschaltet habe. Die Geräusche, egal ob laut oder leise, und vor allem die Bilder, die Autorin Alaina Urquhart mir hier sehr detailliert in den Kopf schickt, kommen so real und farbig rüber, dass ich immer wieder dachte, ich sitze selbst im Kellerverlies des Killers. Da bleibt Gänsehaut und Grauen nicht aus.
Vielleicht auch, weil die Geschichte in der Gegenwart erzählt wird. Ich blicke abwechselnd in die Gedanken und das Tun des Täters und bin dann wieder bei den Ermittlungen und in der Rechtsmedizin dabei. Das knacken der Schere beim Aufschneiden eines Brustkorbes habe ich immer noch im Ohr.
Ich lerne den Täter Jeremy Calvin Rose, der uns Leser*innen von Beginn an bekannt ist, in seiner Kindheit kennen, wo sich seine kranken, abartigen Neigungen schon deutlich abzeichnen. Nachdem er heute seine Opfer im Keller eingesperrt und malträtiert hat, veranstaltet er mit ihnen, wie der Titel schon aussagt, eine Jagd in den Sümpfen, die sein Haus umgeben. Hier wird an entsetzlichen Details nicht gespart.
Auch Dr. Wren Muller lerne ich sehr detailliert bei ihrer Arbeit als Rechtsmedizinerin kennen. Private Informationen bekomme ich zu ihr nur sehr wenige. Um so mehr hat mich eine absolut unerwartete Wendung verblüfft und geschockt, wodurch sie mir in einer ganz anderen Sicht präsentiert wird.
Auch die beiden Ermittler Leroux und Broussaed bleiben außer bei ihrer Arbeit eher blass.
Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Aber trotz der blutigen Details, egal ob in der Rechtsmedizin oder aus Sicht des Täters, hat mich der Thriller fasziniert und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Was bestimmt auch daran liegt, dass die Autorin als Autopsie-Technikerin und Psychologin genau weiß, wovon sie schreibt.
Eine spannende Suche nach einem hochintelligenten Serienkiller mit einer herausragenden Rechtsmedizinerin. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Noch besser als Teil 1
Valea - Das Vermächtnis der Götter von Carolin A. Steinert
Nachdem mich bereits der erste Teil der Piraten Romantasy – Dilogie begeistert hatte, war ich sehr gespannt auf den finalen Teil.
Doch wie geht es weiter?
Die Deamaar ist gesunken und Valea versucht verzweifelt Arvid und wenigstens einen Teil der Mannschaft zu retten. Alle sind völlig erledigt und total erschöpft, doch die Uhr tickt unaufhaltsam und es bleibt nicht viel Zeit.
Wie soll es weitergehen? Sie brauchen nicht nur ein neues Schiff, sondern auch neue Crewmitglieder und den Götterstein, der ihnen gestohlen wurde.
Die Aquila Formoam, ein kleines marodes Fischerboot wird ihr neues Zuhause und gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Götterfluch zu brechen und für ein Leben in Freiheit zu kämpfen.
Die Bände bauen aufeinander auf, deshalb ist es zu empfehlen, sie der Reihe nachzulesen.
Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 1, konnte ich es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen.
Es dauerte auch nicht lange und ich war wieder mitten im Geschehen. Der wunderbar flüssige, leichte und angenehme Schreibstil der Autorin machte es mir aber auch leicht, mich in die Geschichte fallen zu lassen.
Wir verfolgen die Handlung wieder aus der Perspektive von Valea und so fiel es mir nicht schwer, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Arvid und Kasi sind schwer verletzt und nur mit Hilfe ihrer Magie kann Valea schlimmeres verhindern. Arvid hat einen Großteil seiner Mannschaft verloren hatte und neue Crewmitglieder müssen her.
Zuerst war ich etwas verblüfft über die zusätzliche Hilfe, die Valea anschleppte, aber das hat sich schnell gelegt, denn die Mischung der Charaktere hat mir fast noch besser gefallen als in Band 1.
Die Ausarbeitung der einzelnen Figuren ist sehr gut durchdacht. Sie sind plastisch und lebendig gestaltet, fügen sich perfekt in die Handlung ein und sind so mit Leben gefüllt, dass man das Gefühl hat, sie würden neben einem stehen.
Neben den neuen Charakteren tauchen auch alt bekannte Gesichter wieder auf und geben der Geschichte ein Gefühl von Nachhausekommen.
Die Spannung bleibt auf einem konstanten Level und auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Valea und Arvid nicht zu sehr im Mittelpunkt steht, sorgt sie immer wieder für emotionale Momente.
Die Aquila Formoam, aber auch der Hafen Pa'enians sind so bildhaft und fantasievoll beschrieben, dass die Orte vor meinen Augen zum Leben erweckt wurden.
Aber auch die Stimmung auf dem Schiff ist toll herausgearbeitet worden.
Die Dilogie ist absolut fesselnd und vielschichtig und hat mich mit seiner Einzigartigkeit und seinem spannenden Sog in den Bann gezogen. Für mich ein wahrer Page-Turner und ich hoffe insgeheim, dass es eine Fortsetzung gibt.
Rezensionen von SalMar:
Wirklich tolle Mischung
Sikander gegen die Götter, Band 2 - Der Zorn der Drachengöttin von Sarwat Chadda
Sikander hatte eigentlich vorgehabt, einfach nur ein paar Tage Urlaub in London zu machen und sämtliche Konflikte mit irgendwelchen Göttern sein zu lassen. Aber innerhalb kürzester Zeit stecken er und seine Freunde wieder mitten drin in einem neuen Abenteuer, bei dem eine antike Steintafel nichts Geringeres als den Lauf des Schicksals zu verändern droht.
Bei diesem Buch habe ich gegen meine eiserne Regel verstoßen, bei Reihen immer mit Band 1 zu beginnen. Ich hatte schon etwas Bedenken, hatte aber die Hoffnung, dass es aufgrund der Altersangabe nicht zu verwirrend werden würde. Und: Ich freue mich riesig, dass ich es gewagt habe, denn sonst hätte ich diese tolle Geschichte verpasst.
Auch wenn das Buch grundsätzlich bereits ab 10 Jahren empfohlen wird, muss ich sagen, dass ich auch als Erwachsene voll und ganz auf meine Kosten gekommen bin. Die Erzählweise des Autors hat mir so gut gefallen – er trifft genau die richtige Mischung aus Spannung, Humor und interessante Informationen über die mesopotamische Mythologie und den arabischen Kulturkreis.
Außerdem bekommt man als Leser am Anfang nicht, wie sonst oft üblich, eine geballte Ladung an Informationen darüber, was bereits geschehen ist, sondern der Autor lässt diese Details geschickt an relevanten Stellen nach und nach einfließen, so dass ich nicht das Gefühl hatte, dass mir wirklich etwas fehlt. Auch die Figuren sind so schön geschrieben, dass man sie schnell liebgewinnt – einschließlich einer gewissen Dämonin, die mich regelmäßig zum Lachen gebracht hat.
Mich konnte die Geschichte rundum begeistern und auch wenn mir an Hintergrundinfos nichts gefehlt hat, werde ich mir definitiv noch Band 1 holen, um noch ein wenig mehr Zeit mit Sik und seinen Freunden zu verbringen. Unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von SalMar:
Highlight
Der Spurenfinder von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling
Marc-Uwe Kling und seine Töchter erschaffen eine eigene Welt mit sehr vielen witzigen Momenten. Mich hat die Geschichte, auch wenn die ersten knapp 50 Seiten etwas behäbig daherkamen, am Ende voll gefangen.
Der Protagonist Elos von Bergen hat zwei Kinder, Zwillinge, die in ein verschlafenes Dorf ziehen.
Man muss wissen, Elos ist ein sehr bekannter, wenn nicht der bekannteste Spurenfinder - "Spuren suchen kann ja jeder, es kommt aufs finden an" - und er möchte einfach etwas zur Ruhe kommen. In diesem anfänglich ruhigen Dorf geschieht recht schnell ein Mord und diesem geht es auf dem Grund zu gehen.
Die Geschichte hat einige Wendungen und die fantasievolle Welt wird sehr spannend und einfallsreich beschrieben. Ein kleines Beispiel ist beispielsweise die Stimmonade - ein leckeres Getränk mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, die die eigene Stimme dementsprechend auch vorübergehend verändern kann. Insbesondere das Necken der Zwillinge untereinander empfand ich immer wieder als nachvollziehbar und humorvoll zu lesen, insbesondere wenn man Kinder hat, waren diese Unterhaltungen einem sehr bekannt.
Ich bin mir nicht sicher ob man den Humor des bekannten Autors unbedingt kennen muss, um sich in der (abgeschlossenen) Geschichte wohl zu fühlen ¬– meines Erachtens jedoch nicht. Ich habe das Buch nahezu verschlungen und freue mich auf mögliche weitere Teile.
Rezensionen von SalMar:
Authentisch und emotional mitreißend
GUY'S GIRL von Emma Noyes
Ginny wirkt bodenständig und ist scheinbar meistens gut drauf, ihre Essstörung weiß sie zu verbergen – als sie zurück nach New York und in die WG ihrer männlichen Freunde zieht, scheint das perfekt zu funktionieren. Doch dann funkt es zwischen ihr und Adrian, dem vorherigen Mitbewohner der WG, gewaltig.
Wenn den beiden nur nicht ihr jeweiliges Päckchen im Weg stünde …
„Guy’s Girl“ ist definitiv kein Wohlfühlbuch, das mal gleich vorneweg. Ja, es ist auch eine Liebesgeschichte – zumal eine richtig gut geschriebene, wie ich finde –, aber gerade Ginnys Kampf mit ihrer Essstörung wird schonungslos ehrlich beschrieben und auch sonst wird wenig beschönigt. Aber gerade das fand ich toll in diesem Buch, denn es macht die Geschichte zwischen Ginny und Adrian definitiv authentischer. Beide Charaktere sind sehr sorgfältig herausgearbeitet und lassen sich in ihrer Originalität nur schwer in eine Schublade stecken.
Trotz der schwierigen Themen gelingt es der Autorin mit ihrem schnörkellosen und doch irgendwie poetischen Schreibstil, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Sicherlich haben auch ihre eigenen Erfahrungen dazu beigetragen, dass man als Leser so sehr von der Geschichte eingenommen wird. Besonders schön und wirklich interessant fand ich auch das Setting von New York City bis Budapest.
Insgesamt hat dieses Buch alle meine Erwartungen erfüllt und sogar noch ein bisschen was oben drauf gesetzt. Deswegen gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle, die sich für authentische, emotional mitreißende Geschichten interessieren.











