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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherfreundin:

Der Preis des Schweigens

Leuchtfeuer von Dani Shapiro

In ihrem neuen Roman "Leuchtfeuer" erzählt die amerikanische Autorin Dani Shapiro die Geschichte zweier Familien, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.
 
Avalon, im August 1985: Der 15-jährige Theo Wilf hat noch keinen Führerschein. Mit ihm sitzen seine zwei Jahre ältere Schwester Sarah und deren Freundin Misty im Auto von Theos Eltern Benjamin und Mimi, als ein schrecklicher Unfall passiert.

Ben Wilf, Arzt und Vater der beiden Jugendlichen, ist als Erster an der Unfallstelle. Im Bruchteil einer Sekunde ändert sich alles, und die Entscheidungen, die in den folgenden Momenten getroffen werden, werden die Mitglieder der Familie Wilf und ihr weiteres Leben verändern. Was damals passiert ist, bleibt ein Geheimnis, über das die Familie nie wieder reden wird.
Jahre später ziehen die Shenkmans in das Haus gegenüber, und es kommt zu einer besonderen Verbindung zwischen den beiden Familien. 
 
Die Handlung, die sich über einen Zeitraum von 50 Jahren erstreckt, wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Sie beginnt im Jahr 1985 und springt von dort in die Jahre 2010, 1999, 2020, 2014 und 1970. Die Autorin springt zwischen den Zeiten hin und her, diese Zeitsprünge waren ungewohnt und haben mich anfangs etwas irritiert. Sie sind aber sehr gut erkennbar durch die jeweiligen Jahreszahlen am Beginn der Kapitel. Diese sind unterteilt in einzelne Abschnitte, die aus Sicht der unterschiedlichen Personen erzählt werden.
Neben den Mitgliedern der Familie Wilf lernen wir die Familie Shenkman kennen, die im Haus gegenüber wohnt und aus den Eltern Shenkman und Alice sowie ihrem fast 11-jährigen Sohn Waldo besteht. Waldo ist ein hochintelligenter Junge, der so ganz anders ist als andere Kinder. Er interessiert sich leidenschaftlich für Astronomie und findet in Ben Wilf einen interessierten Zuhörer und Freund. 
 
Das Buch, das auch etwas Mystisches hat, ist in wunderbarer und intelligenter Sprache geschrieben, es fesselte und berührte mich gleichermaßen. Die Autorin zeichnet die Charaktere so tiefgründig, dass der Leser tief in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu blicken vermag. Wir erleben Theo und Sarah im Jugendalter und später als Erwachsene. Theo wird ein ruheloser Meisterkoch, während Sarah als erfolgreiche Drehbuchautorin arbeitet und ein Alkoholproblem hat. Wir sehen ihre Entwicklung und ihre Probleme, erleben ihre inneren Kämpfe und Sorgen. Das alles ist meisterhaft erzählt, die Geschichte ist stellenweise herzzerreißend und hat mich zutiefst berührt. Es geht um viele Themen, um Schuldgefühle und Schweigen, um Liebe und Trauer, Familie und Verbundenheit, und auch um das Älterwerden und Demenz.
 
Ich habe die Charaktere sehr schnell ins Herz geschlossen, ganz besonders den einsamen und von der Magie der Sterne besessenen Waldo, dessen Vater es schwerfällt, die Interessen und Denkweisen seines Sohnes zu akzeptieren. Auch Ben mochte ich sehr, und Mimis nächtliche Suche nach ihren Kindern rührte mich zu Tränen. 
 
Das beeindruckende Buch über die Auswirkungen einer lange zurückliegenden Tragödie auf eine Familie hat mich sehr gefesselt und begeistert. Absolute Leseempfehlung!
 

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Rezensionen von Marie aus E.:

Was für ein Buch!

Die Hoffnung der Chani Kaufman von Eve Harris

Was für ein Buch!
Es ist eigentlich die Fortsetzung eines Vorgängerbands, das habe ich aber erst nach dem Lesen erfahren und man kann das Buch auch völlig losgelöst davon lesen, man hat keine Minute das Gefühl, dass ein Anknüpfungspunkt fehlt. Man bemerkt es auch gar nicht beim Lesen, dass es eine Vorgeschichte gibt.

Es geht um ein jüdisch-orthodoxes junges Ehepaar, das aktuell in Jerusalem lebt und von der Gemeinde sehr kritisch beäugt wird, weil der ersehnte Nachwuchs ausbleibt. Für die Frau ist das sehr belastend, ihr Mann sollte/müsste sich von ihr trennen, wenn es nicht bald klappt. Die fiese Schwiegermutter sucht schon nach einer würdigeren Schwiegertochter.

Soweit der Rahmen - tatsächlich ist es aber ein Einblick in das Alltagsleben von Menschen, die verwurzelt im Glauben in jüdisch-orthodoxen Gemeinden leben. Zwei Hauptstränge, neben dem jungen Ehepaar auch noch ein älteres Ehepaar, das sich getrennt hat.
Ich fand es interessant, mehr über die strengen Regeln zu erfahren und wie das ganze Leben davon gesteuert wird. So viel mehr als koschere Lebensmittelaufbewahrung und Zubereitung.
Für Frauen ein sehr reduziertes Leben, aber auch für Männer nicht einfach.
Erschütternd war es auch zu lesen, wie sehr das persönliche Glück, Familie, das ganze Leben dem untergeordnet wird.

Aber: das Buch hat es geschafft, dass ich schon auch ansatzweise verstanden habe, warum das so ist und welch eine Besonderheit diese starke Gemeinschaft auch ist, solange man sich an die Regeln hält. Den inneren Konflikt, den die Charaktere durchlitten haben, aber auch das Selbstverständnis der Regeln im Glauben, das wurde für mich schon nachvollziehbar.

Das Buch hat mich gefesselt, der Schreibstil war eingängig und die Seiten flogen nur so da hin. Lediglich eingangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den jiddischen Begriffen. Leider habe ich erst am Ende bemerkt, dass es ein Glossar gibt - da hätte ich früher schon mal ans Ende blättern sollen.
Man kommt aber auch so relativ schnell hinein und die Begriffe erschließen sich. Viele sind ohnehin bekannt.

Eine ganz große Leseempfehlung!

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Rezensionen von Austrian Bookaholic :

Düster und spannend

Schneewittchens dunkler Kuss von Stefanie Lasthaus

Ich habe bereits das erste Buch der Autorin gelesen, daher war ich neugierig auf dieses hier.

Der Schreibstil ist für mich zunächst ein bisschen gewöhnungsbedürftig gewesen, nach ein paar Seiten hat sich das aber gegeben. Erzählt wird in dritter Person, also aus Erzählerperspektive.

Die Handlung ist eher düster und geheimnisvoll, was es für mich total interessant gemacht hat.

An sich hat die Erzählung nicht übertrieben viel mit dem originalen Märchen zu tun, allerdings wurden einige Elemente, wie Spiegel, Zwerge und die Personenkonstellation übernommen. Protagonistin ist hier die „Stiefmutter“, es wird also ihre Geschichte erzählt. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, die Geschichte von Schneewittchen kennt man ja immerhin schon.

Cyntha als Protagonistin ist ein spannender Charakter, sehr sympathisch und stark, ich hätte mir aber noch ein bisschen mehr Tiefe in der Ausarbeitung gewünscht. Die anderen Charaktere waren durchaus in einer für ihre Rolle ausreichenden Tiefe umrissen.

Fazit: mir hat dir düstere Erzählung mit Elementen des Originalmärchens sehr gut gefallen, das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne.⭐️

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Rezensionen von Austrian Bookaholic :

Tolle Fortsetzung

Hexenkrone von Catherine Doyle; Katherine Webber

Nachdem der erste Band bei mir schon ein bisschen her ist hab ich einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte zurückzufinden. Erstmal dort angekommen, hat mir die Handlung aber wieder ausgesprochen gut gefallen. An manchen Stellen hab ich es gehasst, ein paar Seiten weiter dann wieder geliebt. Ich finde die Erzählung sowohl spannend, als auch überraschend.

Der Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern sorgt vor allem deswegen für ordentlich Abwechslung, weil die beiden charakterlich wie Tag und Nacht sind. Generell bin ich mehr ein Fan von Wren, weil sie meiner Meinung nach richtig Feuer hat. Die beiden Zwillinge ergänzen sich aber super und erschaffen so ein wunderbar rundes Bild.

Das Setting ist, wie schon beim ersten Buch, richtig toll beschrieben. Von der Wüste bis hin zum Eisgebirge war alles mit dabei, wobei man es sich lebhaft vorstellen kann.

Den Schreibstil finde ich an sich nicht schlecht, allerdings bin ich nicht so schnell durch die Seiten gekommen, wie es gewohnt bin.

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Rezensionen von Claudia R:

gefühlvolle Kurzgeschichte

Das Flüstern der verlorenen Gefühle von Simone Pohlmann

Klappentext / Inhalt:

Wie ein verborgenes Märchenreich enthüllt sich eine geheimnisvolle Welt durch das Flüstern der verlorenen Gefühle.
Als Eleas Eltern sie gegen ihren Wunsch an eine fremde Frau übergeben, offenbart sich ihr eine erschütternde Wahrheit: Sie ist dazu bestimmt, die Hüterin der Elementale zu sein.

Diese geheimnisvollen Wesen entstehen aus den tiefsten Gedanken und Gefühlen der Moorlandbewohner.
Eleas Aufgabe ist es, sich um die Elementale zu kümmern, die aus negativen Emotionen geboren werden und dadurch ihre Erschaffer von ihrem Leid zu befreien. Während sie den verlorenen Gefühlen lauscht, stößt Elea auf die tragische Liebesgeschichte zweier Prinzessinnen, deren Väter in einen blutigen Krieg verstrickt sind. Selbstlos kämpft Elea für das Glück der Liebenden und besiegt den Hass mit ihrer positiven Energie, um Frieden und Glück ins Moorland zu bringen.
Doch ihr mutiger Einsatz bleibt nicht ohne Konsequenzen. Elea muss einen hohen Preis für ihr Opfer zahlen und fragt sich, ob sie jemals den Weg zurück zu ihrem eigenen Glück finden wird.

Cover:

Die Gräser und Pflanzen und auch die kleinen Insekten und Schmetterlinge sind schemenhaft dargestellt und zieren sehr schön das Cover. Eine besondere und auch etwas geheimnisvolle Stimmung und Atmosphäre geht von diesem Cover aus. Auch farblich finde ich es sehr schön umgesetzt.

Meinung:

Gefühlvolle Kurzgeschichte, wie im Märchen, mit zauberhaften Charakteren und einer wunderschönen Atmosphäre. Kurzweilig und schnell gelesen. Eignet sich gut für Zwischendurch und zum Entspannen. Kreativ und fantasievoll umgesetzt.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Die einzelnen Kapitel haben eine gute Länge. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar. Auch die Überschriften sind passend und stimmig gewählt und verraten nicht zu viel. Für eine Kurzgeschichte eine sehr gut ausgearbeitete Gliederung und Gestaltung, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die kleinen Illustrationen zu Beginn der Kapitel fand ich persönlich sehr schön.

Man ist schnell im Geschehen und da es sich hier um eine Kurzgeschichte handelt ist es auch recht schnell gelesen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich kam in alles gut hinein. Besonders die Kapitel im Hinblick mit Nara und Tabea haben mir gut gefallen, ein besonders Lieblingskapitel oder Szene hatte ich so nicht, aber ich fand alles sehr schön und gut durchdacht. Die Beschreibungen sind bildlich und ich konnte mir alles gut vorstellen und mich schnell hineinfinden. Eine schöne und gefühlvolle Kurzgeschichte.

Auch die Charaktere sind sehr gut durchdacht. In Elea findet man sich schnell hinein und die Ich-Perspektive ermöglicht es, die Gefühle, Gedanken und Emotionen gut nach zu empfinden.

Toll fand ich auch die Karte ganz zu Beginn des Buches, so bekommt man schnell einen guten Überblick und diese ist durchaus hilfreich. Solche Details mag ich immer sehr gern.

Eine spannende, emotionale und wundervolle Kurzgeschichte. Mich hat diese sehr gut unterhalten und überzeugt.

Fazit:

Gefühlvolle Kurzgeschichte, wie im Märchen, mit zauberhaften Charakteren und einer wunderschönen Atmosphäre.

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Rezensionen von Leser:

Die Zukunft hält viele Überraschungen bereit.

Ein kleines Stück von Afrika - Hoffnung von Christina Rey

Den ersten Band über Ivory habe ich verschlungen! Auf die Fortsetzung habe ich schon sehnsüchtig gewartet.

Nachdem Ivy und Sanele geheiratet haben, zwei kleine Mädchen ihr Glück perfekt machten und die Farm gut lief, wendet sich nun das Schicksal gegen sie.

Adrians Verwandtschaft, speziell sein Bruder, machen ihr das Erbe streitig und Ivy steht ein harter Kampf bevor.

Einen großen Teil des Buches nimmt die Maharani Ranjana ein, die einen kurzen Auftritt im ersten Teil hatte. Ihre Geschichte wird parallel erzählt und ist mit Ivys verflochten.

Mir gefällt der Erzählstil der Autorin. Sie nahm mich wieder mit nach Afrika, ließ mich eintauchen in Zeit und Ort und bescherte mich spannende und unterhaltsame Stunden!

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Rezensionen von cosmea:

Alles ist verbunden, nichts geht je verloren

Leuchtfeuer von Dani Shapiro


In Dani Shapiros Roman „Leuchtfeuer“ geht es um zwei Familien in der Division Street im fiktiven New Yorker Vorort Avalon: die Familie des Arztes Ben Wilf mit Ehefrau Mimi und den Kindern Sarah und Theo und später die Nachbarn Shenkman mit dem hochbegabten Sohn Waldo. Eines Tages passiert eine Tragödie, die das Leben der Wilfs für immer verändert.

Die Geschwister Sarah, 17 und Theo, 15 sind in einer Sommernacht mit einer Freundin angetrunken im Auto unterwegs, als ein tödlicher Unfall passiert. Ben Wilf versucht noch vergeblich zu helfen. Von nun an bestimmt ein furchtbares Geheimnis ihr Leben und sie müssen mit einer schweren Schuld zurechtkommen.
Die Autorin zeichnet das Leben der zwei Familien über einen Zeitraum von 50 Jahren – 1970-2020 – nach und gewährt dem Leser durch einen allwissenden Erzähler tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle ihrer sorgfältig gezeichneten psychologisch komplexen Charaktere. Ihre Lebenswege kreuzen sich mehrfach, und vor allem Ben Wilf hat eine besondere Verbindung zu Waldo Shenkman, der sich schon als kleiner Junge mit Astrologie beschäftigt und später ein berühmter Astrophysiker wird. Durch Waldo sieht Ben, dass alles miteinander verbunden ist, dass die Kreisläufe von Geburt und Tod eine Entsprechung in den Konstellationen von 100.000 Billionen Sternen haben, die Millionen von Jahren benötigen, um zu entstehen und wieder zu verschwinden. Mit seinem ungewöhnlichen Wissen über das Universum und die letzten Stunden im Leben seiner dementen Frau Mimi hilft Waldo dem alten Mann, seinen großen Verlust zu bewältigen.
Mir hat der Roman gut gefallen, obwohl er durch den Verzicht auf eine chronologische Erzählweise aufmerksames Lesen erfordert. Ungewöhnlich, aber sehr gut und absolut empfehlenswert.

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Rezensionen von Claudia R:

Wintergeschichte

Eule Eva Tagebuch - Tag der glücklichen Herzen von Rebecca Elliott

Klappentext / Inhalt:

Der Tag der glücklichen Herzen in Baumhausen steht vor der Tür! Eva bastelt fleißig ganz besondere Geschenke für ihre Freunde. Und sie kann es kaum erwarten, ihre Geschenke auf dem großen Fest zu verteilen. Doch dann merkt Eva, dass sie vergessen hat, Geschenke für einige sehr wichtige Eulen in ihrem Leben zu besorgen! Was wird sie tun?

Cover:

Das Cover ist sehr bunt, aber auch sehr niedlich und liebevoll gestaltet.

Zwei bunte Eulen sind darauf erkennbar und der Schnee i Hintergrund verrät, dass wie uns im Winter befinden. Das Cover ist total niedlich und farbenfroh umgesetzt.

Meinung:

Dies ist bereits der fünfte Band aus der Reihe Eule Eva Tagebuch. Zu Beginn des Buches stellt sich Eva kurz vor und man kommt schnell in Handlungen und Charaktere hinein.

Eine sehr niedliche Wintergeschichte mit liebevollem Hintergrund und dem Fest bzw. Tag der glücklichen Herzen. Eine sehr liebevolle und niedliche Geschichte und passend zum Valentinstag und dem Fest der Liebe konzipiert. Bis dahin ist es ja auch nicht mehr allzu lange hin und dieses Buch setzt die Thematik für Kinder sehr schön um.

Inhaltlich möchte ich hier eigentlich gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und gut gewählt. Die Schriftgröße ist toll und gut für Erstleser und Anfänger geeignet. Auch die Textlänge ist passend und stimmig für die Leserschaft. Die Gestaltung in Tagebuchform ist sehr schön umgesetzt.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch das Text-Bild-Verhältnis ist stimmig. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend, verraten aber gleichzeitig nicht zu viel.

Die bunten Illustrationen sind wunderschön und niedlich umgesetzt. Die vielen bunten Eulen sind toll gezeichnet und setzen das Gelesene gut um . Man entdeckt viele kleine Details und die schönen Bilder lockern das Ganze sehr gut auf.

Die Geschichte ist wunderschön, unterhaltsam und liebevoll. Zudem passt es gut zur aktuellen Jahreszeit und auch die Geschehnisse sind nachvollziehbar und niedlich geschildert. Ich hatte sehr viel Freude mit diesem Band und die Geschichte ist einfach toll umgesetzt.

Fazit:

Liebevolle Wintergeschichte mit Eule Eva.

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Rezensionen von cosmea:

Paris unter deutscher Besatzung

Paris Requiem - Kriminalroman (Eddie Giral 2) von Chris Lloyd


Chris Lloyds zweiter Roman um den Ermittler Eddie Giral spielt im von den Deutschen besetzten Paris Ende 1940. In einem heruntergekommenen Jazzclub wird ein Toter gefunden, der auf grausame Weise umgekommen ist. Man hat ihm den Mund mit Nadel und Garn zugenäht. Giral kennt das Mordopfer, das er selbst seiner Bestrafung zugeführt hat.

Er wird entdecken, dass insgesamt mehr als 30 Straftäter aus dem Gefängnis in Fresnes entlassen wurden, ohne dass sich aufklären lässt, wer diese Maßnahme autorisiert hat. Giral stößt auf eine Mauer des Schweigens und findet zunächst nicht viel heraus. Dann passieren weitere Verbrechen, und Giral selbst gerät in Lebensgefahr.
Im Lauf der spannenden Geschichte werden mehrere Handlungsstränge verfolgt und andere Themen behandelt. Eddie versucht seinen Sohn aufzuspüren und möglichst zu retten, zu dem er seit der Trennung von dessen Mutter keinen Kontakt mehr hatte. Weitere Mütter suchen nach ihren Söhnen und bitten Eddie um Hilfe. Viel kann er nicht ausrichten, muss stattdessen vorsichtig lavieren, um sich nicht mit dem eigenen Vorgesetzten und den zahlreichen mächtigen Vertretern der Besatzungsmacht anzulegen und sein Leben zu riskieren.
Der Autor schafft es in dieser gelungenen Mischung aus Krimi und historischem Roman, ein sehr anschauliches Zeitporträt zu schaffen, in dem deutlich wird, wie das Leben der Franzosen mit der allgegenwärtigen Bedrohung, dem Hunger, der Rationierung von Lebensmitteln und der Knappheit von allen Arten von Gebrauchsgütern Ende 1940 aussah, als die Menschen mit allen Mitteln versuchten, das eigene Überleben zu sichern. Auch Eddie muss Kompromisse eingehen, zur Kooperation bereit sein, ohne sich korrumpieren zu lassen. Dem Autor sind mit Eddie Giral und seinem Kollegen Boniface sehr sympathische Protagonisten gelungen. Ein empfehlenswerter Roman.

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Rezensionen von Sago:

Fuchsmagie

Die Perlenjägerin von Miya T. Beck

"Kai fühlte sich jetzt schon wie ein Spiegel, der in eine Myriade Scherben zersprungen war - als trüge sie diese Splitter im Inneren und täte bloß so, als wären sie nicht da."

Obwohl ich schon lange nicht mehr zur Zielgruppe des Jugendbuches gehöre, hat es mich absolut begeistert. Die Geschichte spielt im japanisch inspirierten Heiwadai, in dem Zwillinge und Linkshänderinnnen als Unglücksboten gelten.

Kai ist gleich beides und gehört zudem noch wie ihre ganze Familie zu den missachteten Perlentauchern. Als ein geheimnisvoller Geisterwal ihre Zwillingsschwester Kishi verschlingt, will Kai das Schicksal nicht akzeptieren und macht sich auf, Kishi von den Toten zurück zu holen.

Die ganze Story ist unglaublich farbenprächtig und einfallsreich. Kishi begegnet einer Göttin, einem Drachenkönig, einem zwielichtigen General, jede Menge Fuchsdämonen, Räubern und dem Jungen Ren, der den Räubern als Diener gehorchen muss. Kai und Ren haben mich als Protagonisten absolut überzeugen können. Die treue, tapfere Kai kann man nur bewundern und Ren wurde überragend zwiespältig geschildert.

Das Ende kam für mich unerwartet und ich bin damit auch inhaltlich nur zum Teil einverstanden. Dennoch ist es ein sehr mutiger, wenn auch auch ein wenig plötzlicher Schluss gewesen. Ich hoffe sehr auf weitere Romane der Autorin.

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