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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Julia:

Der etwas andere Thriller

Murder in the Family von Cara Hunter

Vor 20 Jahren wurde Luke Ryder getötet, der Täter wurde nie gefunden. In einer neuen True Crime TV Show soll ein Expertenteam den Fall neu aufdecken. Werden sie den Täter nach so langer Zeit finden?

Das Buch ist definitiv mal ein etwas anderes Lesevergnügen, denn die Geschichte ist wie ein Skript aufgebaut und man fühlt sich fast so, als wäre man selbst beim Dreh der TV-Show dabei.

Dazu kommen zwischendrin immer wieder Zeitungsartikel, Chatnachrichten oder auch Grafiken zu verschiedenen Ermittlungsgrundlagen. Die Aufmachung hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und und ich fand dieses andere Art der Erzählweise sehr erfrischend.

Ich hatte mich nach dem Klappentext auf eine Art Escape-Room Atmosphäre gefreut, bei der man viel selbst miträtseln kann. Natürlich hat man als Leser auch viel mit spekuliert und versucht verschiedene Hinweise zusammen zu suchen. Auch hat man als Leser ziemlich zu Beginn des Buches einiges erfahren, was das Expertenteam nicht wusste. Den Fall selbst konnte man als Leser aber definitiv nicht selbst lösen, dafür gab es zu viele Wendungen.

Neben den vielen Wendungen gab es auch viele Namen. Gleich zu Beginn des Buches gab es zu jeder Person aus dem Ermittlerteam einen kurzen Steckbrief. Ich habe während des Lesens des Öfteren zurückgeblättert und noch einmal nachgeschaut, wer eigentlich wer ist. Hier hätte ich fast selbst ein kleines Ermittlerboard gebraucht oder die Steckbriefe zum Nebenhinlegen.

Der Schreibstil war super und hier gibt es von mir ein großes Lob für die vielen verschiedenen Blickwinkel, wie zum Beispiel Chatbeiträge, Zeitungsartikel und Regieanweisungen. Alles hatte seinen eigenen Charakter und war fantastisch aufgebaut. Auch wenn der größte Teil der Geschichte die Dialoge der Ermittler waren, so wurde eine richtig gute Spannung aufgebaut, auch ohne einen Erzähler. Die Cliffhanger haben dazu beigetragen, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte und unbedingt alle Zusammenhänger herausfinden wollte.

Ich mochte die Aufbereitung der Geschichte und die mal etwas andere Art der Erzählung. Ob man bei diesem Buch jedoch so viel mehr mitermittelt, wie bei anderen Krimis oder Thrillern sei mal so dahingestellt. Ich hatte hier persönlich etwas anderer Erwartungen, was der Geschichte jedoch keinen Abbruch getan hat. Wenn man keinen Art Escape-Thriller mit vielen Rätseln zum selbst mitraten erwartet, sondern sich auf eine innovative True-Crime Reise begeben möchte, dann ist man hier auf jeden Fall gut aufgehoben!

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Rezensionen von Julia:

Sicherheit oder Freiheit?

Wir waren frei von Keah Rieger

Die 16-jährige Vinnie lebt auf Lex, einem Kontinent, der während des dritten Weltkrieges geschaffen wurde und Zuflucht vor der Zerstörung der Welt sein sollte. Um die Sicherheit dort zu wahren greift der Staat stark in das Leben der Menschen ein und regelt so unter anderem auch die Heirat der Bewohner.

Als Vinnie mit einem deutlich älteren Mann verheiratet werden soll, beginnt sie an dem System zu zweifeln. Und dann findet sie auch noch das Tagebuch von Paul, der zu den ersten Bewohnern von Lex gehörte und die anfänglichen Entwicklungen miterlebt und niedergeschrieben hat.

Der Schreibstil von Keah Rieger ist super angenehm und flüssig zu lesen, weshalb es einem total leichtfällt, in die Geschichte reinzukommen. Obwohl mit dem Schreiben des Buches schon vor einiger Zeit begonnen wurde, spiegelt es den aktuellen Zeitgeist ziemlich stark wider. Die Entstehung und Entwicklung von Lex sind erschreckend und doch gar nicht einmal so unrealistisch, wie man vielleicht glauben mag.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Den Tagebucheinträgen von Paul und die Gegenwart mit Vinnie. Pauls Einträge waren spannend und man konnte quasi Stück für Stück miterleben, wie die Freiheiten der Bewohner immer mehr eingeschränkt wurde. Ich habe seine Abschnitte quasi verschlungen.

Vinnie war ein Charakter, der eine ziemlich rasante Entwicklung hingelegt hat. Sie hat ziemlich schnell, ziemlich stark an dem System gezweifelt und wollte versuchen dort auszubrechen. Auch wenn sie sich im Vorherein schon immer wieder über das System Gedanken gemacht hat und dieses rebellische Aufbäumen nicht aus dem Nichts kam, so war es doch eine rasante Entwicklung, die vielleicht ein wenig mehr Zeit vertragen hätte. Ich hätte nichts dagegen gehabt ein paar mehr Seiten zu lesen.

Aber vielleicht macht genau dieses rasante das Ganze aus. Keine lange Zeit für Überlegungen, sondern ein spontanes, wenn auch nicht immer sinnvolles Handeln. Das Ende war dann noch einmal richtig packend und konnte mich definitiv überzeugen. Wer bei einer Dystopie nicht alles auf die realistische Goldwaage legt, der wird mit diesem Buch sicherlich ein paar spannende und interessante Lesestunden haben. Allen, die zu viel hinterfragen und eine realitätsnahe Entwicklung sehen möchten, die werden mit dieser Geschichte wohl wenig Freude haben. Ich für meinen Teil habe das Buch sehr gerne gelesen.

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Rezensionen von Lesemama:

Hörbuchrezension

A very grumpy Christmas von Claire Kingsley

Zum Hörbuch:

Elias würde wahrscheinlich alles tun um seine Karriere weiter voranzutreiben. Auch seiner ehemaligen großen Liebe Isabell ihre Farm abquatschen. Denn war hatten alle Leute nur mit der unseeligen Weihnachtszeit, mit dem Weihnachtsdorf, das auf der Farm der Cook stattfand.
Dann reist er in seine ehemalige Heimatstadt, eigentlich nur um den Deal in trockene Tücher zu bringen, und begegnet Idabell nach all den Jahren wieder .

..

Meine Meinung:

Ein Hörbuch mit einem sehr weihnachtlichen Cover und einer Story, die in der Vorweihnachtszeit spielt. Sehr weihnachtlic alles, das Setting mit dem Weihnachtsdorf und den Rentieren hat mir sehr gefallen. Ich mag auch die Bücher der Autorin sehr und der ein oder andere Charalter ist aus anderen Büchern schon bekannt. Die Sprecher hatten beide eine angenehme Stimme, der ich gerne zuhörte und haben die Geschichte sehr schön erzählt. Das Ende war dann ein großes Weihnachtswunder und hat mich sehr gut unterhalten.

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Rezensionen von brauneye29:

Na ja

Emblem Island – Der Fluch der Nachthexe von Alex Aster

Zum inhalt:
Tor ist zum Anführer bestimmt, das zeigt das Emblem an seinem Arm schon. Beim jährlichen Neujahrsfest äußert er den Wunsch nach einer anderen Bestimmung und das hat Folgen. Auf seinem Arm erscheint ein düsteres Auge, dass den Fluch der Nachthexe zeigt und einen nahen Tod bedeutet und nur die Nachthexe kann Tor wieder davon befreien.

So machen sich Tor und seine Freunde sich auf die Suche nach ihr.
Meine Meinung:
Der Klappentext las sich sehr spannend und auch das toll gestaltete Cover ließ auf eine spannende Geschichte hoffen, aber so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht. Die Idee ist gut, aber die Umsetzung hat Potenzial nach oben, denn irgendwie fehlten die Aha-Momente und die Story plätscherte irgendwie vor sich hin. Die eingeflochteten Kurzgeschichten lockerten etwas auf, aber die Wirkung verpufft irgendwann auch. Bleibt am Ende, gute Idee, etwas schwache Umsetzung.
Fazit:
Na ja

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Rezensionen von Sheilo:

Ein Buch voller Gefühle

Remember when Dreams were born von Anne Goldberg

Maggie startete vor 8 Monaten nach einem schweren Unfall in ihr neues Leben. Sie muss lernen, mit ihren Einschränkungen leben zu können, doch immer wieder hat sie Selbstzweifel. Ihre Familie packt sie noch dazu in Watte und versucht, jegliche Schwierigkeiten von ihr fern zu halten. Doch dann trifft sie Thomas, einer der ersten Personen, der sie als Frau und nicht als Unfallopfer zu sehen scheint.

Schnell fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch ihre Zweifel wollen nicht verfliegen...
"Remember when Dreams were born" ist ein fantastischer Reihenauftakt von Anne Goldberg. Die Handlung voller Emotionen hat mich sofort in seinen Bann gezogen und die Spannung der Geschichte hat es mir schwer gemacht, dass Buch aus der Hand zu legen und dann noch dazu so ein riesiger Plot-Twist - überzeugt euch am besten selbst davon.
Maggie ist eine kämpferische Frau, die sich nach ihrem Unfall zurück ins Leben gekämpft hat. Sie versucht dabei, ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten, auch wenn sie mit einigen Einschränkungen leben muss. Sie trifft Thomas in einer Bar zusammen mit seiner besten Freundin, doch als sich die Gelegenheit ergibt, ihn wieder zu sehen, nutzt sie diese sofort.
Nicht nur Maggie sondern auch Thomas hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Er hat einen großen Verlust erlitten, der ihn auch heute noch zu schaffen macht. Maggie fasziniert ihn und er hofft, dass sie ihm eine Chance gibt.
Ich mag den Aufbau und die Entwicklung der Beziehung zwischen Thomas und Maggie sehr. Die Gefühle fahren dabei teilweise Achterbahn und es stecken wahnsinnig viele Emotionen im Buch.
Wer Liebesgeschichten mit tollem Schreibstil, überraschenden Wendungen und vielen Gefühlen genauso liebt wie ich, sollte "Remember when Dreams were born" auf jeden Fall gelesen haben. Ich bin begeistert vom Buch und kann es daher sehr empfehlen.

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Rezensionen von C. P.:

Der Tod und die Liebe schließen sich nicht aus

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1) von Adalyn Grace

Als vermögende Waise wurde Signa die letzten Jahre von Vormund zu Vormund durchgereicht, von denen alle mehr an ihrem Geld als an ihrem Wohl interessiert waren. Bis diese jeweils ein tödliches Ende fanden. Als läge auf Signa ein todbringender Fluch. Tatsächlich hat sie eine ganz besondere Beziehung zum Tod bzw.

der Tod zu ihr. Ihre neueste Unterkunft ist nun das Herrenhaus Thorn Grove, in welchem ihre Tante kürzlich den Tod fand und ihre Cousine ebenfalls seit einiger Zeit dem Tod näher steht als dem Leben. Diesmal nimmt sich Signa vor, dem Tod keinen Zugriff auf ihre Cousine zu gewähren und deren Leben zu retten. Ihr Verdacht, dass jemand versucht, ihre Cousine zu vergiften, kommt der Wahrheit gefährlich nahe. Also schlägt sie dem Tod einen gewagten Deal vor.
Ein sehr aussergewöhnliches Buch, in welchem der Tod als Person wiederholt in Erscheinung tritt und eine ganz besondere Bande mit der Protagonistin knüpft, welche mit der Zeit erotischer Natur wird. Gleichzeitig versucht Signa neben Tanzunterricht und Teekränzchen, mit Hilfe des Pferdeburschen Sylas dem Giftmörder oder der Giftmörderin auf die Spur zu kommen.
Beim Lesen musste ich wiederholt an den Film The Sixth Sense denken, so hier und da hatte ich einen gewissen Verdacht. Tatsächlich gibt es einige Überschneidungen, mehr verrate ich hierzu nicht. Dafür wird das Geheimnis der titelgebenden Belladonna bzw. Tollkirsche schnell geklärt. Der Kriminalanteil, also das Aufklären, wer die Cousine warum vergiftet, zieht sich hingegen ziemlich in die Länge, zumal die fast volljährige Signa als junge Frau zur damaligen Zeit nicht so frei agieren kann, wie sie gerne möchte. Da muss sie so einige Male ganz schön tricksen.
Bis auf einige Längen eine schaurig-schöne Krimi-Romantasy mit einem doch sehr ausgefallenen Love Interest.

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Rezensionen von C. P.:

Zukunftssthriller mit üblem Technologie-Missbrauch

Zefira. Es hätte sie nie geben dürfen von Thomas Thiemeyer

Zefira ist ein dystopischer Urban Fantasy-Roman mit Graphic Novel Anteil, welcher mich unerwartet positiv überrascht hat. Der Anfang startet zunächst etwas gemächlicher, indem man Maddies Leben im zukünftigen Neo-Hongkong kennenlernt. Arm vs. Reich, Bandenkriminalität, aber auch das direkte Umfeld in der Streetfood-Küche mit ihrer Adoptivmutter Mama Matoka und ihren vielen Geschwistern werden anschaulich beschrieben.

Mittendrin Maddie als große Schwester, Gutenachtgeschichten-Vorleserin und Essens-Lieferantin. Und dann wird es Knall auf Fall spannend, als Maddie in eine gefährliche Situation gerät, aus welcher sie nur eine retten Kann: Zefira. Ihre Schwester, welche plötzlich als Stimme in ihrem Kopf auftaucht und Maddie kurzfristig Superkräfte verleihen kann. Und plötzlich ist nicht nur Hongkongs Unterwelt hinter ihr her, sondern auch die mit Superkräften versehenen Handlanger eines mächtigen Konzerns, der einen üblen Technologie-Missbrauch plant.
Maddie ist eine klasse Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck, mutig und fest entschlossen, die Wahrheit über gewisse Machenschaften herauszufinden, in welche sie Einblick erlangt. Dass sie sich dafür ins Herz der Hölle begibt bringt ebensoviel Spannung mit rein wie die Szenen aus dem skrupellosen Forschungskonzern. Neben Maddies aussergewöhnlicher Schwester Zafira kommen zudem noch zwei männliche Charaktere hinzu, welche mit der Zeit eine gewichtige Rolle in Maddies Abenteuer übernehmen. Thematisch fand ich die Hintergründe zu den illegalen Experimenten recht anspruchsvoll und die bisherigen Resultate waren auch nicht ohne.
Neu ist, dass bei diesem Buch einige Szenen im Comic-Stil, gezeichnet von Timo Grubing, dargestellt werden. Hierauf war ich besonders neugierig und empfand die Szenen als sehr gut graphisch umgesetzt. Gern darf der Graphic Novel Anteil nächstes Mal etwas höher ausfallen, die Idee gefällt mir. Zumal ich den Stil von Timo Grubing generell sehr gern mag. Düster, spannend, lohnt sich!

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Rezensionen von C. P.:

Nerven- und Hoodie-zerfetzendes Abenteuer

Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. Der letzte Funken Magie. Mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage! (Flüsterwald, Staffel II, Bd. 4) von Andreas Suchanek

Der Flüsterwald der Menoks droht als letzter aller Flüsterwälder, ebenfalls von der Bösen Zauberin versteinert zu werden. Das wäre das Ende aller dort lebenden magischen Wesen. Lukas, Ella und ihre Freunde stehen vor dem unlösbar wirkenden Problem, die Zauberin und ihre Angreiferkatzen aufzuhalten.

Das Cover verrät es schon: Lauert vielleicht die verbleibende Hilfe zur Rettung unter dem Meer?
Der letzte Band der zweiten Staffel bietet Spannung pur, denn ganz ehrlich: Ich hatte zu Beginn des Buches keine Idee, wie die Flüsterwälder noch gerettet werden könnten. Zum Glück kommen den Kindern doch noch ein paar Ideen. Ich verrate nur eines: Es wird verdammt knapp diesmal!
Mit Spannung, Abenteuer und Humor sowie einigen fantastischen neuen Ideen und überraschenden Enthüllungen bietet der Band eine grandiose Rettung in letzter Sekunde. Nicht zu vergessen wieder die schönen Illustrationen zu jedem Kapitelbeginn. Und auch hier gilt wieder: Nach dem Abenteuer ist vor dem Abenteuer, denn der Auftakt in eine weitere Staffel wird zum Ende hin bereits vielversprechend angedeutet.

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Rezensionen von C. P.:

Whodunit in faszinierendem Format

Murder in the Family von Cara Hunter

In ihrem Thriller „Murder in the Family“ lässt die Autorin Cara Hunter einen zwanzig Jahre zurückliegenden Cold Case auf aussergewöhnliche Weise neu aufrollen. Filmemacher Guy Howard möchte im True Crime Format vor laufender Kamera verschiedene Fachleute den damals brutalen Mord an seinem Stiefvater aufklären lassen.

Er selbst war damals zehn Jahre alt und lädt das Filmteam an den Londoner Originalschauplatz des damaligen Mordes ein, den Familiensitz in Campden Hill. Werden sie diesmal erfolgreicher sein als die einst ermittelnden Behörden?
Ich empfand den Roman als einen Riesenspaß zu lesen. Die Ermittelnden aus den Bereichen Forensik, Journalistik, Jura und Polizei werden bei ihren Besprechungen und Ermittlungen gefilmt, diskutieren miteinander und geraten nicht selten aneinander. Diverse Regieanweisungen machen die Szenen greifbarer. Ebenso gibt es Interviews, Chatverläufe, Skizzen und Zeitungsausschnitte. Über die Dauer von acht Folgen tastet sich das Ermittlerteam voran, landet in Sackgassen, stellt diverse Vermutungen an und bringt Erstaunliches zutage. Und selbst am Schluss lässt es sich die Autorin nicht nehmen, noch den einen oder anderen Twist zu liefern.
Mich hat vor allem die Dynamik gefesselt, welche nicht nur bei den Ermittlungen selbst, sondern auch zwischen den Ermittelnden herrschte. Da kochten bisweilen die Emotionen hoch. Zudem war ich fasziniert, mit welcher Komplexität die Autorin den Fall erdacht hat. Da hat es mich kein Stück gewundert, dass der Fall damals nicht aufgeklärt wurde. Zumindest nicht im vollen Umfang. Einfach grandios!

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Rezensionen von C. P.:

Eine Familie, wie man sie keinem Kind wünscht

Krummes Holz von Julja Linhof

Gleich vorweg: Das Buch hat eine sehr bedrückende Atmosphäre, insbesondere durch die Erinnerungen an die Kindheit der Geschwister Malene und Jirka, welche von Gewalt und Lieblosigkeit geprägt war. Auf diese emotionale Talfahrt war ich so nicht vorbereitet und möchte darauf hinweisen, dass es evtl Menschen, die eine ähnliche Kindheit erfahren haben, triggern könnte.

Sehr viel Handlung hat das Buch an sich nicht, es lebt vielmehr durch die vielen Rückblenden, welche nach und nach verdeutlichen, wie die Geschwister aufwachsen mussten. Erzählt wird aus der Perspektive des nun 19-jährigen Georg junior alias Jirka, der die letzten fünf Jahre im Internat verbrachte und diesen Sommer, ich vermute irgendwann in den 1970ern verortet, auf den Hof der Familie zurückkehrt. Dort begegnet ihm seine vier Jahre ältere Schwester zunächst ablehnend, was Jirka nicht versteht, nicht verstehen will. Desweiteren lebt u.a. noch Leander auf dem Grundstück, der Sohn des damaligen Verwalters, altersmäßig so mitte zwanzig.
Nach und nach kommen Erinnerungen an damals zurück, welche auf eine äusserst brutale und lieblose Familie hinweisen, an welcher die eigene Mutter ebenfalls zerbrach. Das Geräusch des Gürtels, welcher durch die Gürtelschlaufen gezogen wird (darf man nicht an sich heranlassen, gibt einen straffen Po), Tischgewohnheiten, bei denen mir jeder Appetit verging, brutale Erziehungsmethoden der Großeltern, die verdeutlichen, dass der Vater nicht allein durch sein Kriegstrauma so grausam handelte. Es sind so viele erschreckende Details, welche beim Lesen auf mich einprasselten. Hinzu kommt, dass Jirka seine Kindheit teils verdrängt, teils romantisch verklärt erinnert, sehr wahrscheinlich als Schutzmechanismus, wobei er den Umstand, dass seine ältere Schwester vieles für ihn abgefangen hat, leider auch vergessen hat. Umso mehr konnte ich ihre Verbitterung nachvollziehen, wie alleingelassen sie sich mit all dem Hass und Leid fühlen musste, als ihr Bruder endlich mal wieder auftauchte. Und umso wütender wurde ich auf Jirka, weil er die Wahrheit weiterhin nicht sehen wollte.
Ein weiterer Punkt, den ich nicht unbedingt gebraucht hätte, ist Jirkas Verliebtheit seit seiner Kindheit in Leander. Hat letzterer sich damals als schwul geoutet, hat Jirka sein coming out bis heute verdrängt. Hier wurde die damals noch recht homophobe Einstellung der Bevölkerung wiederholt deulich.
Ein sehr bewegender und aufwühlender Roman, welcher ohne viel Handlung auskommt. Das Ende empfand ich als unlogisch, machte das Ganze leider etwas unrund.

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