Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Teil zwei einer Dilogie
Starling Nights 2 von Merit Niemeitz
Es handelt sich hier um Teil zwei einer Dilogie. Ohne das erste Buch zu kennen, macht es keinen oder kur sehr wenig Sinn. Also man sollte unbedingt Buch eins gelesen haben.
Diesmal wird die Geschichte von Zoe und Ashton erzählt.
Ich habe das erste Buch über die Stare schon gerne gelesen und war natürlich sehr gespannt auf den zweiten, abschließenden Teil.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Cover passt sehr gut zu Buch eins, es ist das Gegenteil, das Negativ, hat mit sehr gefallen. Der Schreisbtil ist gut zu lesen, die Geschichte geht spannend weiter und ich habe es von Beginn an sehr gerne gelesen. Zoe fand ich bereits im ersten Band interessant und sympathisch und so hat es mich gefreut ihre Story zu lesen. Ich mochte sowohl die Liebesgeschichte als auch die Fantasy-Elemente. Für mich ein sehe gelungener Abschluss einer Dilogie, die mich richtig gut unterhalten hat.
Rezensionen von _ich.lese_:
Emotionale Unterhaltung
Stars In Your Eyes von Kacen Callender
Mattie ist ein aufgehenden Stern am Hollywood-Himmel und kann es kaum fassen, dass er zusammen mit Logan Gray, einem sehr bekannten Schauspieler, gecastet wurde. Allerdings ist Logan bei der Presse als Bad Boy bekannt und hat so seine Probleme, als er Mattie vor versammelter Presse am ersten Drehtag als untalentiert bezeichnet, ist der Film in Gefahr.
Nun müssen die beiden versuchen den Film und den Dreh zu retten.
Ich mag queere Lovestorys sehr gerne. Hier sprach mich sowohl Cover als auch Klappentext total an. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich mochte die Story von Beginn an, ein wunderschöner Schreibstil und eine sehr berührende, emotionale Geschichte, sich mich ganz wunderbar unterhalten hat. Ich mochte die Charaktere, vor allem Mattie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Die Liebesgeschichte zwischen Mattie und Logan konnte mich total überzeugen, sie war für mich sehr authentisch und ich habe sie sehr gerne gelesen. Für mich ein absolutes Highlight, ich habe es so gerne gelesen.
Rezensionen von Lena:
Eine wundervolle Liebesgeschichte
Weil ich an dich glaube - Great and Precious Things von Rebecca Yarros
Camden kommt als Kriegsveteran zurück in seine Heimatstadt Alba. Eine Kleinstadt in welcher jeder jeden kennt und auch jeder über den anderen ein kleines oder großes Geheimnis weiß und über Cam gibt es einiges zu wissen. Somit hat Cam nicht nur damit zu kämpfen sich seinen Platz in Alba zu schaffen, sondern er kämpft auch gegen seine Gefühle gegenüber seiner Sandkastenfreundin Willow an.
Und ich kann nur so viel verraten, die Funken fliegen von beiden Seiten wie verrückt.
Ich habe das Buch von Rebecca Yarros beinahe in einem Zug durchgelesen, ich fand es einfach zu bezaubernd. Voller Gefühle und auch die Protagonisten, allen voran Cam und Willow fand ich wundervoll ausgearbeitet und haben von mir volle Sympathiepunkte erreicht. Auch der Schreibstil der Autorin war einnehmend und sehr flüssig zu lesen.
Eine Liebesgeschichte die Ihresgleichen sucht. Ich würde das Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die ein Buch mit tiefen Gefühlen, den ein oder anderen Geheimnissen und viel Liebe suchen.
Das Cover fand ich auch äußerst ansprechend und es hat mir besonders gefallen, dass die einzelnen Kapitel passend gestaltet waren.
Rezensionen von Novalie:
Sehr berührend!
Der Zopf von Laetitia Colombani
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, deren Schicksale miteinander verwoben sind.
Smita lebt in Indien und will unbedingt, dass ihre Tochter lesen und schreiben lernen kann, Giulia will in Sizilien, nach dem Tod des Vaters, das Familienunternehmen rette und auch die Staranwältin und alleinerziehende Mutter Sarah in Montreal, kämpft ihren eigenen Kampf.
Die drei Charaktere waren sehr unterschiedlich und alle drei waren weit von meiner Lebensrealität entfernt. Trotzdem haben mich die Stärke und die Kampfbereitschaft der drei Frauen tief berührt.
Mich hat das Buch sofort gepackt. Es war ergreifend, hat ein beklemmendes Gefühl vermittelt und trotz der schwierigen Themen, die angesprochen wurden, konnte ich die Geschichte nur schwer zur Seite legen.
Die Geschichte wird in sehr schlichter Sprache erzählt, die für mich schon fast etwas Steriles hatte. Da die Handlung jedoch sehr emotional war, war ich dankbar für diesen nüchternen Stil und dafür, dass das Buch sehr kurz ist.
Im Hörbuch sind die Emotionen bei mir sofort angekommen. Ich war den Tränen nahe und dann habe ich geheult. Im Bus. In aller Öffentlichkeit. Auf dem Weg zur Arbeit.
Ich habe mir dann noch den Filmtrailer angesehen und gleich nochmal geheult.
Mich hat die Geschichte absolut überzeugt und ich werde noch lange an die Schicksale der drei Frauen denken.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Philosophisch komplexer und literarisch ansprechender Pageturner
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Wie findest du Romane übers Zeitreisen?
Ich liebe solche Geschichten und „Das andere Tal“ war für mich ein absolutes Highlight dieses Genres!
Aber bevor jetzt Missverständnisse aufkommen: ich rede hier natürlich nicht von Sci-Fi Ware von der Stange, wie es beim Diogenes Verlag wohl auch kaum zu erwarten wäre.
Nein, wenn ich von einem Highlight des Zeitreise-Genres spreche meine ich hier literarische, philosophische und spannende Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau.
Ich bin schlichtweg begeistert.
Howards Idee ist nicht ganz neu, er verbindet örtliches Reisen mit zeitlichem Reisen. Seine Figuren leben in einem abschlossenen Tal und wenn sie Richtung Osten ins nächste Tal reisen, gelangen sie 20 Jahre in die Zukunft und in Richtung Westen gelangen sie ins gleiche Tal, aber um 20 Jahre zurück in die Vergangenheit.
Damit potentielle Reisende nicht permanent Zeitreise-Paradoxien auslösen, sind die Talübergänge strengstens überwacht und die Reisen in die benachbarte Täler strengstens reglementiert. Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn jemand eine mittlerweile verstorbene Person in der Vergangenheit noch ein letztes Mal sehen will, genehmigt ein Kremium, das Conseil, den Antrag für einen Besuch.
Aber auch dann sind diese Besuche strengstens überwacht um eine Veränderung der Vergangenheit oder gar Begegnungen mit der jüngeren Version von bekannten Personen zu vermeiden.
Ein Platz im Conseil ist die höchste Würde im Tal und nur den moralisch einwandfreisten und geschultesten Personen zugänglich.
Um einen solchen Platz bewirbt sich die 16-jährige Odile, auf Drängen ihrer Mutter hin, die sich eine solche Karriere für ihre Tochter wünscht.
Odile ist von diesem Ehrgeiz überfordert, sie verbringt viel lieber Zeit mit Freund*innen. Nach einer Weile findet sie allerdings Gefallen an den Beispielfällen und den Lektionen des Kurses und sie stürzt sich großer Ernsthaftigkeit in die Vorbereitungen für das Auswahlverfahren…
Die Komplexität und Stimmigkeit, mit der Howard sowohl die Atmosphäre des Tal und seines streng reglementierten Lebens schildert, als auch die psychologische Ausarbeitung seiner Figuren und ihrer Beziehungen, ist wirklich bemerkenswert.
Ich kann die fortschreitenden Desillusionierung und Abwendung vom System eines Mädchens und später einer Frau verfolgen. Ich kann ihre Persönlichkeitsentwicklung nachvollziehen.
Über seinen Roman und über das Thema Zeit legt Howard einen melancholischen, manchmal nostalgischen Filter, der mir ausgesprochen gut gefällt.
Freundschaft, Verrat und Schuld sind der Grundtenor seines ungemein spannenden und hoch entwickelten Plots.
Howard gelingt mit seinem Debüt einen ungeheuer spannenden, aber auch philosophisch komplexen und literarisch ansprechenden Pageturner!
„Das andere Tal“ war für mich ein absoluter Volltreffer und ein glänzendes Highlight in meinem doch recht hohen Verschleiß an literarischen Romanen.
Dringende Leseempfehlung!
Rezensionen von Das Echo vom Alpenrand:
Die blaue Legende
Der blaue Salamander von Luca Ventura
Dass nach dem Mord an der Modedesignerin Rosalinda, ausgerechnet der unbedarfte Straßenreiniger Salvatore in den Focus der ermittelnden Kommissare gerät, entbehrt für den Inselpolizisten Rizzi jeglicher Grundlage. Doch die Kollegen aus Neapel sind uneinsichtig und nehmen den in ihren Augen eindeutigen Mörder umgehend in Gewahrsam.
Notgedrungen beschließt Rizzi die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Davon ausgehend, dass der Schlüssel zum Mord beim Opfer selbst liegen muss, beginnt Rizzi die letzten Aktivitäten Rosalindas nachzuvollziehen. Nach und nach setzt sich dabei ein Bild für ihn zusammen, dass am Ende nur noch einen einzigen logischen Schluss zulässt.
FAZUT
Eine gemütliche Story, die sich vorzugsweise um das Privatleben der Protagonisten dreht und mehr von unterhaltsamer Urlaubslektüre, als von einem spannenden Krimi hat.
Rezensionen von Sago:
Unwiderstehlich
School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager
"Nichts ist so unwiderstehlich wie der Kuss einer Nixe," verspricht der Klappentext. Ich behaupte, wenn man originelle Fantasy mit Dark Academia Vibes mag, wird man diesem Buch nur schwer widerstehen können!
Devin wurde von ihrer Granny immer eine diffuse Angst vor Nixen eingeredet. Aber sie wäre nie auf die Idee gekommen, sie selbst könnte eine Nixe sein und gar andere in Gefahr bringen.
Als ihr Schwarm nach einem Kuss mit ihr ins Krankenhaus eingeliefert werden muss, findet Devin sich unversehens an der verborgenen School of Myth and Magic wieder, wo sie ihre Kräfte in den Griff bekommen soll. Aber Devins Nixenerbe droht tatsächlich dunkler zu sein als das anderer Nixen. Und etwas Unheilvolles scheint ihr an dir Schule gefolgt zu sein...
Die Grundidee mag nicht neu sein, aber die Umsetzung hat mich mitgerissen. Die Schule und all die Wesen, die sie besuchen sind so farbenprächtig und überzeugend geschildert, dass man Bilder vor Augen hat. Devin ist mit ihrer Mischung aus Unsicherheit und Schlagfertigkeit authentisch und sympathisch ersonnen. Und wo hat man schon einmal einen gutherzigen, attraktiven Faun getroffen, der der Untermieter eines Katers ist?
Devins Abenteuer sind so spannend, dass ich keinen Cliffhanger am Ende gebraucht hätte, um mir den zweiten Teil der Dilogiie jetzt schon vorzumerken.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Zwischen Wein, Schokolade und Ballett
Die verlorene Tochter von Soraya Lane
Mich cachte der Klappentext, doch als ich sah, dass es sich dabei um den ersten Band einer achtteiligen Reihe ging, wurde ich skeptisch. Alles hört sich nach einem Dupe der "Die verschwundenen Schwestern" von Lucinda Riley an. Deshalb blieb dieser Band auch lange auf meinem SuB. Dann wagte ich es aber doch, und, ich nehme es voraus, bin mega begeistert von "Die verlorene Tochter".
Soraya Lane baut ihre Tochter-Reihe zwar ähnlich auf, es geht hier aber um Babys, die in London im Hope's House geboren wurden. Das Hope's House, betrieben von Hope Berenson, nahm kurz vor der Geburt stehende Frauen auf und gab den jungen Müttern die Gelegenheit in Ruhe zu entscheiden, was mit ihren neugeborenen Babys passieren soll. Ob die Mütter ihre Töchter behalten, zur Adoption aufgeben, sie können sich auch spontan umentscheiden, alles in sehr liebevoller Atmosphäre. Dies passierte in den 40er Jahren. Hope lernt man in Band 2 ein wenig kennen.
In der Gegenwart werden einige Briefe aus einer Kanzlei verschickt, man solle doch bitte an einem bestimmten Termin zur Kanzlei kommen. Adressatinnen sind sieben junge Frauen, Nachfahrinnen von diesen neugeborenen Babys, die (bis Band 2 jedenfalls) die Grossmütter der Frauen sind.
Wie zum Beispiel Lily hier in diesem ersten Band. Ihre Grossmutter ist vor wenigen Monaten gestorben, deshalb denkt sie erst, die Kanzlei lade sie deswegen ein. Doch es kommt anders und Lily erfährt, dass ihre Grossmutter adoptiert wurde und deren leibliche Mutter, also Lilys unbekannte Urgrossmutter, im Hope House eine kleine Schachtel hinterlassen hatte. Diese und die weiteren Schachteln gefunden hat kürzlich Hope's Nichte Mia Jones und will die Schachteln nun den Erbinnen zukommen lassen.
In der kleinen Schachtel findet Lily ein altes italienisches Rezept und ein ebenso altes Programm der Mailänder Scala. Da Lily eh schon auf dem Weg nach Italien ist, wo sie als assistierende Kellermeisterin einige Monate auf einem Weingut verbringen will, passt das ganz gut und sie kann quasi vor Ort Nachforschungen anstellen, um ihre Neugier zu stillen.
Lilys Mutter ist ein Freigeist und geniesst zur Zeit das Leben mit ihrem neuen Partner. Lilys Vater war Winzer und ist verstorben, als Lily 19 Jahre alt war. Lily hat den Beruf ihres Vaters erlernt und möchte sich nun in Memoriam ihre gemeinsamen Träume erfüllen. Das Weingut, auf dem Lily arbeiten wird, wird von Roberto und Francesca Martinelli betrieben. Beide nehmen sie sofort in der Familie auf und auch mit deren Kindern Vittoria und Antonio versteht sich Lily gut. Der zweite Sohn Mauro ist nur selten vor Ort, aber mit Geschäftsführer Antonio verbringt Lily viel Zeit. Die Liebe zum Wein ist ihre Verbindung, ausserdem hilft er Lily das Geheimnis der Schachtel zu entlocken.
Lilys Urgrossmutter heisst Estée, was Lily erst mit der Zeit erfährt. Ebenso Estées Geschichte. Estée lernt 1937 mit etwa 12-13 Jahren Felix Barbieri kennen - und verliebt sich in ihn. Sie wird von ihrer Mutter bedrängt fürs Ballett alles zu geben und hat praktisch keinerlei Leben ausserhalb ihres Trainings. Felix ist der Spross einer bekannten Bäckerei in Alba, er soll den Betrieb übernehmen und eine bestimmte Frau, Emilie, aus guter Familie heiraten. Estée und Felix mögen zwar beide ihre Berufe, möchten aber entgegen dem Wunsch ihrer Familien ihren eigenen Weg gehen. Während dem Krieg haben sie keinen Kontakt zueinander, danach finden sie sich wieder, mittlerweile erwachsen, aber Felix steht noch immer unter der Fuchtel seiner Eltern.
Die Kapitel wechseln zwischen Lilys und Estées Geschichte. Ich bedauerte es jedesmal, wenn ein neues Kapitel und somit ein Szenenwechsel vorkam, gerne hätte ich die entsprechende Geschichte weiter erlebt. Aber kurz darauf war ich wieder voll drin, so dass ich den erneuten Szenenwechsel wieder bedauerte. Beide Geschichten sind wahnsinnig spannend und gleichermassen interessant, das kommt in diesem Ausmass bei Zeitebenen-Romanen nur selten vor.
Mich hat "Die verlorene Tochter" begeistert und berührt. Es ist eine tragische, aber auch echt tolle Geschichte, die sich Soraya Lane ausdachte.
Der einzige (und sehr kleine) Kritikpunkt hat somit auch nichts mit der stimmigen Handlung oder dem fesselnden Schreibstil zu tun, sondern mit einer Namensgebung: Estée ist ein französischer Name und mich wunderte, dass eine italienische Familie in den 1930er Jahren ihrer Tochter einen französischen Namen gab. Ansonsten ist der Roman uneingeschränkt toll.
Fazit: Eine unglaublich schöne Lovestory und Pageturner durch und durch. Ein Auftakt, der Lust auf die weiteren Bände macht.
5 Punkte.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Melancholische Reise nach Kuba
Die vermisste Tochter von Soraya Lane
Da mir der erste Band total gut gefallen hatte, war ich auf den zweiten Band gespannt. Es gibt ja Autor*innen, die sämtliche Bücher in etwa gleich aufbauen und das war ehrlich gesagt auch hier meine Befürchtung (wie in meiner Rezension zu Band 1 schon geschrieben, hatte ich einige, bis jetzt nicht zutreffende, Vorurteile gegenüber dieser Reihe) - die zum Glück nicht eingetroffen ist.
Man merkte dies bereits zu Beginn, als der Termin bei der Kanzlei ansteht. Auch Claudia erfährt, dass ihre Grossmutter adoptiert wurde. In Claudias Schachtel befindet sich eine Visitenkarte eines gewissen Christopher Dutton und eine Zeichnung eines Familienwappens. Ihr Vater findet heraus, dass das Wappen zu einer ehemals sehr bekannten Familie aus Kuba gehört.
Claudia lebt in London, verkauft selbst renovierte Immobilien. Da sie gerade ein Projekt fertig gestellt hat und Zeit hat, fliegt sie spontan nach Kuba, um zu sehen, ob sie dort irgendetwas herausfinden kann. Claudia ist eine sympathische Frau, sie geht offen auf Leute zu, ist aber auch ein bisschen zurückhaltend. Sie geniesst ihre Zeit in Havanna und freut sich immer, wenn sich eine neue Spur auftut - mit Hilfe von Matteo und der Familie von Carlos und der Tatsache, dass sich um die Familie Diaz einige Gerüchte verbreitet haben, gelingt dies recht gut.
Währenddessen erfahren die Leserinnen im zweiten Erzählstrang, was sich tatsächlich in der Familie Diaz ereignet hat. Die Frau des Zuckerbarons ist verstorben und er erzieht seine vier Töchter selbst. Die Älteste, Esmeralda, nimmt er 1950 sogar auf eine Geschäftsreise nach England mit, wo sie den Geschäftspartner ihres Vaters kennenlernt. Der erste Mann in ihrem Leben, für den sich Esmeralda interessiert.
Soraya Lane nimmt uns in diesem zweiten Band der "Die verlorenen Töchter" mit ins Kuba der 1950er Jahre und ins Kuba der Gegenwart. Man erfährt viel einiges über die Geschichte des Landes und seiner Bewohner, die Entbehrungen aufgrund Kubas Politik und vieles mehr. Trotz aller Farben und Fröhlichkeit durchzieht diese Geschichte eine grosse Melancholie und Traurigkeit, zudem spürt man durchgehend eine Zurückhaltung, nicht nur in der Person von Claudia. Das ist nicht negativ zu verstehen, sondern einfach eine Grundhaltung und macht den Unterschied zu "Die verlorene Tochter" aus.
Darüber, wie Hope Berenson im Hope's House gearbeitet hat und was ihr wichtig war, wird hier in "Die vermisste Tochter" einiges erzählt. Das fand ich interessant, besonders da man in Band 1 nicht so viel darüber erfahren hat.
Mir hat dieser Band gut gefallen, auch hier konnte ich diesen lesenswerten Roman kaum auf die Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles endet.
Man kann - zumindest bisher - die einzelnen Bände separat lesen und muss die Reihenfolge nicht einhalten, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind und Hope's House die einzige Verbindung ist. Vielleicht ändert sich das noch im Laufe der Reihe, vielleicht aber auch erst in den letzten beiden Bänden. So jedenfalls meine Vermutung. Dennoch würde ich trotzdem empfehlen, der Reihe nach zu lesen.
Ich freue mich, dass Band 3 bald erscheint, denn irgendwie macht die Reihe süchtig nach mehr.
Fazit: Eine melancholische und tragische Reise nach Kuba, die ich sehr gerne gelesen habe.
4 Punkte.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Trauerbewältigung und Neuanfänge
Neuanfang im kleinen Cottage von Kate Forster
"Im Leben gab es immer etwas, worauf man sich freuen konnte. Man musste nur lange genug danach suchen und all die schlechten Nachrichten ausblenden, die man nicht ändern konnte."
Ihr liebt gefühlvolle Small-Town-Liebesromane voller Hoffnung, Neuanfänge, Weisheit und Romantik? Dann habe ich hier den perfekten Read für euch! Aber seid gewarnt – ihr werdet beim Lesen bestimmt die ein oder andere Träne verdrücken.
Das zauberhafte Cover hält jedenfalls, was es verspricht: pure Wohlfühlliteratur. (An dieser Stelle fühle ich mich zu Warnung Nummer 2 verpflichtet: Es werden stellenweise auch enorm ernste Themen angesprochen – Missbrauch und seelische Grausamkeit, Trauer und Verlust.)
Den Schreibstil habe ich als äußerst angenehm und bildreich empfunden, fühlte mich von Anfang an wohl mit dem Erzählton.
Normalerweise bin ich kein Fan von Slow-Burn-Romanzen, aber im Falle der beiden Hauptfiguren, Clara und Henry, machte die gemächliche Annäherung absolut Sinn – beide haben sowohl mit ihrer eigenen Trauerbewältigung als auch mit alltäglichen Problemen zu kämpfen. Vor allem Henry trägt gleich die doppelte Verantwortung, immerhin muss er auch an seine kleine, entzückend-schelmische Tochter Pansy denken.
Mein persönliches Highlight des Romans waren allerdings die warmherzigen Nebenfiguren. Insbesondere Rachel, eine junge, verschüchterte Frau, die unter der Fuchtel ihrer grausamen Mutter steht, legt im Laufe der Handlung eine wundervolle Entwicklung zur selbstsicheren, selbstbestimmten Person hin. Ich habe es so gefeiert! … und finde es großartig, dass die Autorin ein wichtiges Thema anspricht: Man ist seinen Familienangehörigen gegenüber nicht zu bedingungsloser Akzeptanz von deren toxischem Verhalten verpflichtet. Immer wieder predigt die Gesellschaft: 'Aber sie ist doch deine Mutter. Aber er ist doch dein Vater. Aber es sind doch deine Eltern.' – Ganz genau! Und Eltern haben sich nicht lieblos und verletzend zu verhalten, Punkt. Blutsverwandtschaft ist kein Freifahrschein für herzloses Verhalten ohne Konsequenzen.
Eine weitere Bereicherung der Geschichte ist die liebenswerte Tassiana McIver – sie ist so eine gute Seele, jemand, den man einfach nur knuddeln möchte.
Fazit:
Da ich generell nah am Wasser gebaut bin, hätte es für meinen Geschmack gerne etwas weniger Trauer/Drama sein dürfen, nichtsdestotrotz war es ein unterhaltsamer Read mit sympathischen Figuren und viel Gefühl.











