Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LeserinLu :
Weibliche Resilienz
Issa von Mirrianne Mahn
In "Issa" taucht man ein in eine Welt voller weiblicher Resilienz, die sich über Generationen hinweg gegen Traumata behauptet. Der Autorin Mirrianne Mahn gelingt es, die Erfahrungen von Alltagsrassismus, mit denen die deutsche Protagonistin und Erzählerin Issa konfrontiert wird, geschickt mit den Erlebnissen ihrer kamerunischen Ahninnen im kolonialen Kontext zu verknüpfen.
Diese Verflechtung führt zu einer tiefgreifenden Betrachtung von Trauma und Identität, die mich gleichermaßen erschüttert und zum Nachdenken angeregt hat. Issa selbst schafft es trotz ihrer belastenden Erfahrungen immer wieder, ihre eigene Geschichte mit pointierten Kommentaren unterhaltsam zu begleiten. Persönlich war es für mich besonders erfreulich, Elemente wie etwa das Verhalten des kamerunischen Taxifahrers aus meinen eigenen Erfahrungen in Kamerun wiederzuerkennen.
Die Geschichte von insgesamt fünf Frauen in fünf Generationen überbrückt geschickt die Zeit und den Raum, um die Auswirkungen insbesondere der deutschen kolonialen Herrschaft und den Kampf um Selbstbestimmung zu illustrieren. Dass koloniale Traumata fortwirken, habe ich selbst schon in Kamerun beobachten können, allerdings habe ich noch nie so differenziert wie anhand dieses Romans darüber nachgedacht. Auch die Formen der deutschen Kolonialherrschaft sind mir hier noch einmal plastischer deutlich geworden. Zusätzlich sind die Geschichten auch einfach spannend erzählt.
Insgesamt ist "Issa" ein eindringlicher Roman, der emotional mitnimmt. Mirrianne Mahn gelingt es, mit ihrer einfühlsamen und gleichzeitig scharfsinnigen Erzählweise eine Geschichte zu kreieren, die lange nachhallt und zum Weiterdenken anregt.
Rezensionen von Buchchecker :
Toller Einstieg in eine faszinierende Welt voller Mythen und Legenden
School of Myth & Magic, Band 1 - Der Kuss der Nixe von Jennifer Alice Jager
"School of Myth & Magic" von Jennifer Alice Jager entführt die Lesenden in eine faszinierende, geheimnisvolle und magische Welt voller Mythen und Legenden. Die Geschichte dreht sich um die Protagonistin Devin, die an ihrem 17. Geburtstag von ihren bisher verborgenen Nixen-Kräften überrascht wird und daraufhin an der geheimen "School of Myth & Magic" aufgenommen wird, wo sie lernen soll, ihre Fähigkeiten zu beherrschen.
Dort trifft sie unter anderem auf Hexen, Drachen, Kelpies und einen unwahrscheinlich charmanten Faun, aber auch dunkle Kreaturen lauern in den Schatten. ...
Der Einstieg in die Handlung fiel mir leicht, dank des gelungenen Schreibstils der Autorin. Er ist flüssig und leicht verständlich, sodass sich die Geschichte wie von selbst liest. Die bildhaften Beschreibungen haben meine Fantasie beflügelt und die magische Welt lebendig erscheinen lassen.
Besonders überzeugt hat mich Devin. Sie ist wie ein frischer Wind. Ihre jugendliche, freche und schlagfertige Art machen sie zu einer starken Hauptfigur, die ich gerne auf ihrem Weg begleitet habe. Sie trotzt den Regeln und gesellschaftlichen Konventionen, stürzt sich mutig in jede Herausforderung und lässt sich nicht von dunklen Absichten einschüchtern. Ihr Charakter ist so überzeugend dargestellt, dass ich mich sofort mit ihr identifizieren und mitfiebern konnte.
Gut gefallen hat mir auch die Dynamik zwischen den Charakteren und die Entwicklung der Beziehungen untereinander.
Die Geschichte selbst ist spannend, emotional und überraschend. Man weiß nie so richtig, wohin die Reise führt, aber man kann sich sicher sein, dass sie einen fesselt und nicht mehr loslässt. Der Cliffhanger am Ende erhöht die Spannung, macht Lust auf mehr und weckt die Vorfreude auf die Fortsetzung.
Insgesamt ist "School of Myth & Magic" ein gelungener, magisch-mystischer Auftakt zu einer Romantasy-Dilogie für junge und natürlich auch junggebliebene Erwachsene. Die vielfältigen magischen Wesen, die interessante Handlung, die Mysterien und die sympathische Protagonistin machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Ich freue mich schon jetzt darauf, mehr von Jennifer Alice Jager zu lesen.
Rezensionen von Lilli33:
Tolle Fortsetzung
Die Dämmerung von Marc Raabe
Tolle Fortsetzung
Inhalt:
Art Mayer und seine schwangere Kollegin Nele Tschaikowski bekommen es mit einem besonders abstrusen Fall zu tun: Eine Frauenleiche wird im Wald gefunden, nackt, mit einem Hirschgeweih über dem Kopf. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote eine prominente Wohltäterin war.
Wer könnte ihren Tod gewollt haben?
Meine Meinung:
Schon der erste Band dieser Reihe, „Der Morgen“, hat mich begeistert, und „Die Dämmerung“ steht dem in nichts nach. Marc Raabe erzählt gewohnt spannend und abwechslungsreich. Die Story ist verzwickt und aus verschiedenen Handlungsfäden, von denen einer in die Vergangenheit führt, zusammengesetzt. Wichtige Personen sind aus dem Vorgängerband bereits bekannt. Trotzdem könnte man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Das Wesentliche wird nochmal in Erinnerung gerufen. Und der Kriminalfall ist sowieso in sich abgeschlossen.
Von Anfang an hat mich dieser Thriller gepackt, und die Spannung lässt bis zum Schluss kein bisschen nach. Lange bleibt offen, welche Rolle die rebellische Tochter der ersten Toten spielt und welches Motiv hinter den Morden steht. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, was ich sehr gelungen fand. Besonders Art Mayer besticht durch seine unorthodoxen Ermittlungen. Diese führen immer wieder zu Diskussionen mit seiner Partnerin Nele Tschaikowski und bringen sogar beide in Gefahr.
Der Autor hat hier einen spannenden und skurrilen Kriminalfall mit aktuellen Themen wie Klimaaktivismus und den allgegenwärtigen Intrigen in der Politik verbunden. Ich bin jetzt schon sehr neugierig auf den nächsten Band.
Die Reihe:
1. Der Morgen
2. Die Dämmerung
Rezensionen von lesen=liebe:
Eine Wildlife Geschichte
PLAYMOBIL Wiltopia. Diebe in der Savanne von THiLO
Das Buch „Playmobil Wiltopia – Diebe in der Savanne“ ist ein Kinderbuch für junge Leser*innen ab 8 Jahren.
Aufgrund der Textlänge - es umfasst immerhin 160 Seiten - und der kleineren Schrift, eignet sich das Buch eher für fortgeschrittene Leser*innen. Zum Vorlesen ist es meiner Meinung nach zu umfangreich.
Zu Beginn wird die Familie Palmer vorgestellt. Das ist sehr hilfreich um leichter in die Geschichte zu finden.
Die Geschichte ist spannend und regt bestimmt dazu an, sie mit den Playmobilfiguren nachzuspielen.
Da dies unser erstes Playmobil Buch ist, war ich anfangs von den Illustrationen sehr irritiert. Die Menschen sind als Playmobil Figuren dargestellt, was aber natürlich komplett in Ordnung ist. Alles in allem sind die Illustrationen wirklich wunderschön. Hier kommen auch Tierliebhaber*innen auf ihre Kosten. Unseren Geschmack hat es dennoch nicht getroffen und daher nur 4 Sterne.
Rezensionen von Sago:
Zauberworte
Der Wortschatz von Rebecca Gugger
Was für große Erwartungen hatte Oscar an die Schatzkiste, die er da gefunden hat. Alles mögliche Wunderbare hätte darin sein können und dann sind es einfach nur Wörter. Was soll Oscar mit diesen langweiligen Aneinanderreihungen von Buchstaben bloß anfangen? Als er enttäuscht "quietschgelb" zusammenknüllt und einfach wegwirft, springt allerdings unvermutet ein knallgelber Igel aus dem Gebüsch.
...
Zunächst hat mich die Art wie Oscar gezeichnet wurde, nicht so ganz angesprochen, aber dann fand ich das Buch einfach zauberhaft. Kinder können hier spielerisch so viel über die Macht der Wörter lernen, erfassen, wie man sorgsam mit ihnen umgeht, erleben, wie es ist, wenn einem irgendwann die Worte fehlen und wie man sich einfach neue Wörter erschaffen kann. Was für eine wunderbare Idee, die beeindruckend originell umgesetzt wurde.
Rezensionen von yellowdog:
Bergljot
Ein falsches Wort von Vigdis Hjorth
Die norwegische Schriftstellerin Vigdis Hjorth hat für ihren vorherigen Roman und auch für dieses Buch viel Lob erhalten. Das hat mich als Leser angelockt, wohlwissend, dass das Buch thematisch und stilistisch eine Herausforderung wird. Vigdis Hjorth ist eine kluge Autorin und weiß ihre Hauptfigur gut einzusetzen.
Bergljots Perspektive bestimmt den Text komplett und erzeugt Intensität. Es wird deutlich, wie der Missbrauch durch den Vater sie lebenslang schwer belastete und trotz Bruch und Trennung von der Familie immer verfolgte. Eine Therapie konnte nur lindern, nicht heilen.
Das geht auch bis über den Tod des Vaters hinaus. Auch zur Mutter und den Geschwistern gab es keine positive Beziehung mehr. Nur mit ihrer Schwester Astrid hatte sie überhaupt noch Kontakt.
Der Versuch einer Aussprache aus Anlaß des Testaments erinnerte an den Dogma-Film Das Fest von Thomas Vinterberg, der auch mehrfach im Buch erwähnt wird. Die Stimmung des Films findet sich auch in diesem Buch wieder.
Ein bitterer Stoff, literarisch bemerkenswert umgesetzt.
Rezensionen von Claudia R:
toll entwickelt ...
Emil Igel von Melanie Gerber
Klappentext / Inhalt:
Zum Freund möchte Emil gehen, und das auf direktem Weg. Es ist aber ein grauer Tag, Emil findet den Weg nicht. Deshalb muss Emil über den gefährlichen Bach und durch den dunklen Wald, über das weite Feld und den steilen Hügel. Wie kann Emil sich nur den Gefahren stellen? Zum Glück sind da Fremde, die bald zu Freunden werden und Emil auf seinem großen Abenteuer begleiten.
Der schüchterne Igel übertrifft sich selbst. Bald schon schwimmt, rollt und rennt er durch die Welt. Und dann ist da Nando, sein Freund. Er hört zu, wie Emil vom großen Abenteuer erzählt.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und abenteuerlich gestaltet. Ein Igel auf einem Floss ist darauf erkennbar. Farblich und auch optisch ist es toll umgesetzt. Die Stimmung ist sehr freudig und auch die Gestaltung ist sehr liebevoll und gut gelungen.
Meinung:
Eine wundervolle Geschichte, mit tollen Veränderungen. Besonders die Entwicklung des Igels hat mir zugesagt. Der Tag beginnt für Emil Igel nicht gerade rosig, es scheint alles schief zu gehen, aber dann wagt er etwas und auch seine Freunde unterstützen hin, ob es gemeinsam vielleicht doch noch ein guter Tag wird?
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist beschreibend und bildlich. Man kann sich die Situationen und Handlungen gut vorstellen. Auch den Igel lernt man mehr ud mehr kennen und dessen Entwicklung ist wirklich toll. Eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Entwicklungen. Die Textabschnitte haben eine gute Länge und sind ansprechend für die Altersstufe. Die kurzen knappen Sätze und manche Formulierungen wirken etwas starr, der liebevoll gestalteten Geschichte behindert dies jedoch nicht.
Die Illustrationen sind sehr detailreich und es gibt auf jedem der Bilder viel zu entdecken. Diese wirken sehr lebendig und ausdrucksstark. Die tierischen Charaktere werden toll eingefangen und die bunten Illustrationen bereiten viel Freude.
Toll ist auch das zusätzliche Faltblatt mit einer tollen Spielidee. Das Leiterspiel sorgt für gute Unterhaltung und Freude und ist toll umgesetzt. Die kurze Anleitung dazu ist verständlich. Solche Extras werten das Ganze auf und runden es ab.
Fazit:
Ein tolles Abenteuer, mit spannenden Entwicklungen und liebevollen Charakteren.
Rezensionen von Claudia R:
Schulstart ...
Ups, ich komme in die Schule von Inke Hummel
Klappentext / Inhalt:
Wildhildas erster Schultag steht vor der Tür, doch statt
den Schulranzen zu packen, spürt Wildhilda Angst, Aufregung
und Ungewissheit. Warum freuen sich bloß all ihre Freunde so auf die Schule? Dieser „Ernst des Lebens“, von dem die Erwachsenen ständig reden, hört sich gar nicht nach Spaß an.
Das Buch zeigt, dass es vor der Einschulung ganz
unterschiedliche Gefühle geben kann – von Lust
bis Frust. Neben der Vorlesegeschichte liefert
Inke Hummel hilfreiche Impulse für Eltern, wie sie
zum Schulstart ganz leicht mit ihren Kindern ins
Gespräch kommen können. So können sie Vorfreude,
Anspannung oder auch Unlust Raum geben
und mit ihrem Kind stärkende Beziehungsmomente
erleben.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und passend zur Thematik umgesetzt. Ein Mädchen mit großen leuchtenden Augen und daneben einem riesigen Schulranzen ist erkennbar und setzt die Einschulszenarie gut um. Auch farblich ist es gelungen umgesetzt. Das Cover ist toll und farbenfroh erfasst und macht neugierig auf mehr.
Meinung:
Ein wundervoller Elternratgeber in Sachen Schulstart und Motivation von Erstklässlern. Wildhilda kommt in die Schule, doch hält sich ihre Begeisterung in Grenzen, sie merkt Ängste und Bedenken und diese Gefühle werden ganz offen angesprochen und regen zu Gesprächsthema an.
Inhaltlich möchte ich eigentlich gar nicht zu sehr ins Thema hineingehen und empfehle gern dieses Buch weiter. Besonders für Eltern von Vorschülern und baldigen Erstklässlern geeignet.
Der Schreibstil ist angenehm und gut gewählt. Die Vorlesegeschichten sind aus Sicht von Wildhilda in der Ich-Perspektive verfasst, wobei man sich sehr gut in sie und ihre Gedanken hineinversetzen kann. Man kann sich zudem sehr gut in Wildhilda hineinversetzen und ihre Gedanken sind nachvollziehbar erzählt. Die Situationen sind realitätsnah und alltagsnah. Es regt zu Gesprächen an und so kommt man schnell in die Thematik hinein und kann versuchen, durch die beigefügten Tipps und Ratschläge Ängste und Bedenken zu nehmen.
Der Schulstart ist ein wichtiger Schritt und es kann dabei zu ganz unterschiedlichen Gefühlen und Emotionen kommen. Diese zu erkennen und auf diese einzugehen ist sehr wichtig. Anregungen um ins Gespräch zu kommen werden hier gegeben und auch sehr viele Tipps. Neben der Erzählgeschichte, gibt es hier auch viele Gesprächsanregungen, Fragestellungen zur Thematik und Gefühlen. es zeigt verschiedene Sichtweisen auf und stimmt zudem auch nachdenklich. Es bietet ein breites Spektrum an Impulsen und Tipps rund um die Einschulung, Vorbereitung, Veränderung, Vorfreude und Ängste.
Toll ist auch die wunderschöne Gestaltung und die bunten Illustrationen runden das Ganze sehr gut ab und lockern die Textpassagen auf. Die Gestaltung ist sehr liebevoll und niedlich und auch die Gliederung ist gut gewählt und passend.
Ein wundervolles Elternratgeber, um mit Kindern über die Schulthematik ins Gespräch zu kommen, Ängste zu nehmen, Vorfreude zu erwecken und gut vorbereitet zu starten. Man findet hier allerhand Impulse und Tipps, welche sehr hilfreich sein können. Einfach mal einen Blick hineinwerfen.
Fazit:
Toller Elternratgeber, zur Einschulung, mit vielen unterschiedlichen Impulsen rund um den Schulstart.
Rezensionen von manu63:
Schöne Rezepte
Al forno - Ofenfrische Gerichte von Stefano Cavada
In seinem Kochbuch Al Forno Ofenfrische Gerichte stellt der Influenzer Stefano Cavada Süßes und Herzhaftes für jeden Tag vor.
Eingangs gibt es Wissenswertes wie z. Bsp. verwendete Utensilien. Das finde ich gerade für Kochanfänger hilfreich, da sie in Wort und Bild vorgestellt werden. Auch nützliche Tipps sind für den täglichen Gebrauch vorhanden.
Gut gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung der verschiedenen Mehltypen und ihre Verwendung bezogen auf Südtirol, Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Danach folgen die Rezepte beginnend mit Kleinen Leckerbissen dann folgen Brote und Vorspeisen wobei diese teilweise auch als Hauptgericht durchgehen würden. Einzelgerichte werden vorgestellt ebenso wie Kuchen, Torten und Kekse.
Bei den Rezepten gibt es keine Nährwertangaben dafür aber Zeitangaben zur Zubereitung, Ruhezeit, Gärzeit und Backzeit. Teilweise sind auch Angaben zu den verwendeten Utensilien vorhanden. Die Rezeptbeschreibungen sind ausführlich und gut umzusetzen. Zu allen Rezepten finden sich ansprechende Fotos der Gerichte.
Ein Rezeptregister gibt es am Anfang des Buches bei den einzelnen Rubriken, aufgelistet nach der Seite auf der man das Rezept finden kann. Ein A-Z Register gibt es nicht, aber das Buch ist so übersichtlich aufgebaut, das man darauf verzichten kann.
Für mich ein schönes Kochbuch das auch gut als Geschenk geeignet ist und Kochanfänger sowie erfahrene Köche bzw. Köchinnen anspricht.
Rezensionen von PeLi:
sehr interessant
Eine Fingerkuppe Freiheit von Thomas Zwerina
In "Eine Fingerkuppe Freiheit" erzählt der Autor Thomas Zwerina, der selbst im Alter von 13 Jahren nahezu komplett sein Augenlicht verlor, von dem genialen Erfinder der Blindenschrift, dem Franzosen Louis Braille. Louis, der im Januar 1809 in einem kleinen Ort nahe Paris geboren wurde, verletzt sich als 3-jähriger in der Werkstatt seines Vaters so schlimm , dass er vollständig erblindet.
Der Dorfpfarrer, der erkennt, wie intelligent der kleine Junge ist, kämpft , trotz einiger Widerstände dafür, dass er als einziges blindes Kind in die Dorfschule gehen darf. Sein Wissensdurst ist so groß, dass er in dieser Dorfschule irgendwann nicht mehr ausreichend gefördert werden kann und so überzeugt der Pfarrer Louis Eltern, den inzwischen 10-jährigen auf ein Blindeninstitut in Paris gehen zu lassen. Nach anfänglichem Heimweh lebt sich der Junge dort auch gut ein und im Laufe der nächsten Jahre entwickelt er dort eine Schrift aus 6 erhabenen Punkten, mit denen er das gesamte Alphabet darstellen kann und wodurch es für Blinde endlich möglich ist, zu lesen.
Bis sich seine Erfindung allerdings wirklich durchsetzen konnte, musste Louis mit so einigen Schwierigkeiten zurecht kommen.
Ich wusste zwar, was die Braille-Schrift ist , aber ich hatte, ehrlich gesagt, keine Ahnung, wer diese Schrift erfunden hat und seit wann es diese schon gibt. Aus diesem Grund war ich nach dem Lesen des Klappentextes schon sehr neugierig auf dieses Buch und es war auch wirklich sehr interessant, so viel über das Leben und die Arbeit von Louis Braille zu erfahren. Der Schreibstil war manchmal etwas gewöhnungsbedürftig . Manches wurde fast zu ausschweifend erzählt, andere Passagen wieder hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Doch im Großen und Ganzen hat mir "Eine Fingerkuppe Freiheit" gut gefallen, ich fand es interessant, den Erfinder der Blindenschrift ein bisschen näher kennenzulernen und ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.











