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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Die vielen Facetten des Familienlebens

Familienglück von Laurie Colwin

Laura Colwin war eine US-Amerikanische Autorin, die diesen Roman 1982 geschrieben hat.
Die findigen Madga Birkmann und Nicole Seifert haben das Buch für die Reihe Entdeckungen aufgetan und den deutschen Lesern zugänglich gemacht.
Es ist ein etwas harmloser Roman, im plaudernden Stil über eine schräge Familie.

Im Mittelpunkt Polly, Ehefrau und Mutter von 2 Kindern sowie ihren Geschwistern und den Eltern, den Solo-Millers. Fast schon ein Clan, wohlhabend und viele sind Juristen.
Bei den vielen exzentrischen Familienmitgliedern wirkt die vernünftige Polly ausgleichend. Doch auch sie hat ein Geheimnis ihren Geliebten Lincoln.

Es ist ein amüsanter Roman, den ich gern gelesen habe. Er zeigt einen klugen Blick auf die Vielfältigkeit von Beziehungen.
Die Herausgeberin Nicole Seifert hat in ihrem klugen Nachwort auch noch einige Aspekte gefunden, die für den Roman und die jung verstorbene Autorin sprechen.

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Rezensionen von Gavroche:

Emotional

Zeit zu verzeihen von Hera Lind

Ich habe bereits einige der Tatsachenromane von Hera Lind gelesen und habe mich schon auf dieses Buch gefreut.
Dieses Mal steht Clara im Mittelpunkt und ihre wechselvolle und zum Teil traurige Geschichte hat mich mitgenommen. Als Kind wird Clara von Flüchtlingen aufgenommen und wächst in der DDR auf.

Viktor hingegen durchleidet viel im Krieg und auf der Flucht, gemeinsam mit seiner Mutter Rosa. Durch ihn erfährt Clara, dass ihre leibliche Mutter noch lebt. Die beiden verlieben sich ineinander, aber das Glück rückt in weite Ferne, als Clara verhaftet wird.
Ich bin immer wieder entsetzt, wie totalitäre Systeme mit den ganz normalen Menschen umgehen, wie der Alltag vom System und von der Angst beherrscht wird.

Da der Roman auf Tatsachen basiert, hat mich das Nachwort sehr interessiert, in dem wir noch ein paar zusätzliche Informationen erhalten.
Wie immer sehr gut recherchiert und mit einem tollen Spannungsbogen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das mich noch einige Zeit beschäftigen wird.

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Rezensionen von heinoko:

Ungewöhnliche, erfrischende Geschichte zwischen Wirklichkeit und Zukunft

Nothing but Spies 1: Nothing but Spies von Mario Fesler


Das Lesen dieses nicht ganz ernst zu nehmenden „Agenten“-Romans für 11- bis 14-Jährige war für mich eine Achterbahn mit Hochs und Tiefs und Loopings. Von Lachen, Gespannt-Sein, Staunen und Gähnen war alles geboten.
Wir lernen zunächst Celia kennen, die sich unendlich langweilt im öden Ort Trockenstedt, in dem sie seit kurzer Zeit leben muss.

Sie benimmt sich so, wie man sich Teenager vorstellt, schlecht gelaunt und frech. Erst als Vincent mit Familie in der Nähe einzieht, wird es für Celia interessanter. Denn der überaus souverän wirkende Vincent scheint noch eine andere, eine geheimnisvolle Seite zu haben. Dem will Celia natürlich auf die Spur kommen. Und entdeckt tatsächlich, dass Vincent Undercover-Agent ist mit dem Auftrag, einem geheimnisvollen Erfinder namens Hypnos auf die Spur zu kommen. Celia in ihrer grenzenlosen Neugierde wird zum Problem für Vincent. Sie erpresst ihn schließlich, sodass ihm nichts anderes übrig, als sie einzuweihen…
Zu Beginn der Lektüre fand ich mich erst einmal nicht ganz zurecht zwischen der geschilderten Realität mit Durchmischung mit Fantasy-Elementen. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Die frechen Antworten von Celia und die Kabbeleien des Agenten-Duos untereinander sorgen immer wieder für Lacher. Schön ist auch beschrieben, wie Celia und Vincent sich während ihrer Mission zunehmend besser verstehen. Den Ideenreichtum des Autors bewunderte ich streckenweise sehr. Spannend und frisch wird die Geschichte insgesamt erzählt, auch wenn mir Ausdrücke wie „schissige Kleinstadt“ nicht gefallen. Was mich persönlich jedoch seitenweise etwas langweilte, waren diese komischen technischen Konstrukte, mit denen ich nichts anfangen konnte. Das hätte man sicher eleganter, verständlicher und weniger theoretisch-abstrakt und damit langweilig beschreiben können. Irritierend empfand ich auch, dass Celia in Ich-Form erzählt, Vincent jedoch aus Autoren-Sicht.
Insgesamt gesehen ist dieser Roman eine erfrischende, lebendige, ungewöhnliche und spannende Geschichte, angesiedelt zwischen Wirklichkeit und Zukunft.

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Rezensionen von Lesemama:

Gambit - ein Wettkampf

Thieves' Gambit von Kayvion Lewis

Zum Buch:

Rosalyn Quest wächst in einer Diebesfamilie auf und ist immer alleine, denn Freunde einladen oder zur Schule gehen ist aus Gründen der Geheimhaltung unmöglich. Alleine mir ihrer Mutter, die sie auch unterrichtet und trainiert ist sie für so manchen Coup zuständig gewesen.

Aber Rosalyn träumt von einem normalen Leben, sie möchte auf College, Freunde finden, raus aus dem geheimes Leben. Dann wird ihre Mom entführt und Rosalyn nimmt an einem Wettlampf teil, denn der Sieg bedeutet einen Wunsch.


Meine Meinung:

Ross hat ein furchtbar schlechtes Gewissen, denn gerade als sie sich entschließt dem Familienunternehmen den Rücken zu kehren, passiert das mit ihrer Mom. So lässt sie sich auf Gambit ein, obwohl sie keine Ahnung hat was das ist. Und so bleibt es auch lange, wir Leser haben auch keine Ahnung was Gambit eigentlich ist. Eventuelle Vergleich mit Panem fand ich allerdings unpassend, ist doch was ganz anderes. Es liest sich ganz gut, flüssig und leicht, aber es fehlte mir tatsächlich auch ein bisschen die Tiefe, es blieb alles sehr an der Oberfläche. Trotzdem konnte es mich ab einem gewissen Punkt gut fesseln und ich habe es ganz gerne gelesen und möchte nun auch die Fortsetzung lesen, da muss man aber noch ein wenig warten. Ein ganz gelungenes Jugendbuch.

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Rezensionen von Gavroche:

Eine Reise in die Vergangenheit

Kidstory von Tamar Weiss Gabbay

Mit diesem Buch unternehmen wir 20 Reisen in die Vergangenheit, danach ist Platz für ein Interview mit den Großeltern, eine Vorlage für die Gegenwart des Kindes und dann noch für ein Kind in der Zukunft.
Es gibt Mädchen und Jungen, oftmals spielen ein Cousin oder eine Cousine eine große Rolle (was mich ein wenig erstaunt hat).

Das erste Mädchen hat noch keinen Namen und vermutlich hatte es auch noch keine Sprache. Doch mit der Reise weiter Richtung Gegenwart gibt es immer mehr Errungenschaften, die wir mittlerweile für selbstverständlich halten. So zum Beispiel das Feuer, das Rad, Haustiere, den Anbau von Getreide und Seßhaftigkeit, von Höhlen hin zu Häusern.
Immer wieder erscheint es so, als ob die Kinder zufällig etwas entdecken, von dem wir nicht wissen, wer und wann es zuerst entdeckt wurde. Auf diese Weise wird es anschaulicher für die Kinder. Im Anhang gibt es hierzu und zu weiteren Aspekten des Buches gute Erklärungen.
Zu Beginn des Kapitels findet man eine Zeichnung des Protagonisten, eine Zeitangabe, wie z.B. vor etwas 30.000 Jahren und eine Weltkarte mit dem Vermerk, wo sich die Geschichte abgespielt haben könnte. In späteren Kapiteln steht dann nicht nur vor xy Jahren, sondern ungefähr vor 500 Jahren o.Ä.
Interessant fand ich auch die letzte Seite des Kapitels, in dem in kurzen Texten und Zeichnungen erwähnt wird, was sonst noch zu dieser Zeit auf der Welt passierte.
Ein interessanter Zugang, allerdings hatte ich mir eine größere Einbindung in historische Kontexte erhofft, aber dafür bietet dieses Buch so viel anderes und eine Überfrachtung wäre auch nicht sinnvoll.

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Rezensionen von PFIFF:

Mord an eine Collegeschülerin

Das College von Ruth Ware


Hannah studierte in Oxford, teilte sich mit der reichen, exzentrischen April die Wohnung im College.
April spielte ihren Mitstudenten Streiche, die verletzend und entwürdigend sind. Trotzdem wird sie bewundert und hofiert.
Als sie eines abends von Hannah tot aufgefunden wird, endet die unbeschwerte Studienzeit.

Hannah bricht das Studium ab, heiratet ihren Studienkollegen Will und zieht weg.
Einem Portier des Colleges wird der Prozess gemacht. Er wird verurteilt und stirbt nach 10 Jahren.
Hannah macht sich Vorwürfe, durch ihre Aussage das Urteil bewirkt zu haben. Sie rollt den Fall nochmals auf und befragt alle damaligen Mitstudierenden, um herauszufinden, ob sie die Tatsachen damals richtig gesehen hatte.
Sie ist schwanger, nimmt jedoch keine Rücksicht auf ihren Zustand und auf die Bitte ihres Mannes alles auf sich beruhen zu lassen.
Und wirklich kommt sie auf Ungereimtheiten und begibt sich durch ihre Hartnäckigkeit in Gefahr, den wirklichen Mörder zu entlarven.

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Rezensionen von PFIFF:

Allein auf sich gestellt auf der Flucht vor einem unbekannten Feind

Zero Days von Ruth Ware


Jacintha Cross und ihr Ehemann suchen für Unternehmen die Sicherheitsmaßnahmen, um eventuelle Schwachstellen auszumerzen.
Nach einem Auftrag, bei dem sie aktiv in einem Unternehmen nach Lücken sucht, lenkt sie ihr Mann vom Computer aus.
Als sie nach Hause kommt, findet sie ihren Mann tot am Schreibtisch, ermordet.

Sie wird verdächtigt, begibt sich auf die Flucht, um den wahren Mörder zu finden und nicht auch selbst zum Opfer zu werden.
Es ist schwierig, ohne Geld und ohne Bleibe gehetzt unterwegs zu sein und trotzdem Recherchen voranzutreiben. Aber Jacintha ist geschickt und clever. Wem kann sie vertrauen, wer kann sie bei ihrem Unterfangen unterstützen.
Spannung pur bis zum Schluß.

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Rezensionen von brauneye29:

Sehr spannend

Das Baumhaus von Vera Buck

Zum Inhalt:
Nora und Hendrik fahren mit ihrem Sohn Fynn nach Schweden, um Urlaub zu machen. Kaum dort angekommen, spüren sie, dass hier irgendwas nicht stimmt. Dann wird auch noch ein altes Kinderskelett gefunden, was den Eindruck nur noch bestärkt. Als Fynn dann auch noch verschwindet, drehen Nora und Hendrik bald durch.

Und was hat es mit dem sonderbaren Baumhaus im Wald auf sich? Hat es mit dem ungutem Gefühl zu tun?
Meine Meinung:
Das ist mal ein Thriller, der die Bezeichnung Thriller zu Recht trägt. Schon gleich am Anfang spürt man eine gewisse Beklemmung und die wird sich im Laufe des Buch es auch noch stark steigern. Teilweise weiß man nicht mehr, was stimmt oder auch nicht stimmt und ich habe das Buch als irrsinnig spannend empfunden. Ich hatte die Hörbuchversion und fand alle Sprecher sehr gut. Schade, dass es schon zu Ende ist, hätte gerne noch länger zugehört.
Fazit:
Sehr spannend

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Rezensionen von yellowdog:

Eine Frage der Identität

Der Rabbi und die Braut von Karine Tuil

Der Rabbi und die Braut ist ein alter Roman des französischen Superstars Karine Tuil, schon 2001 geschrieben. Dem Buch ist deshalb nicht die Brillanz im Stil zu eigen, der die neueren Bücher kennzeichnet.
Stattdessen wird auf schelmische Art geschrieben. Das hat eine lange, große Tradition. Hier glückt es nicht durchgehend.

Dieser parodistische Ansatz hat den Nachteil, dass die Figuren Stereotype bleiben.
Das gilt vor allen für die Braut, deren körperliche und charakterliche Schwächen auf drastische, abstoßende Art beschrieben werden. auch unser Held, der um seine jüdische Identität kämpft, bleibt leider eindimensional.
Das Buch ist relativ kurz, dafür aber dicht gestaltet.
Immerhin werden einige heikle Themen bearbeitet und das Ende überzeugt durch die Ironie.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:

Einzigartiges Gedankenexperiment

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Ein phantastisches Buch! Drei idente Täler, eines liegt in der Gegenwart, eines in der Vergangenheit und eines in der Zukunft. Nur in besonderen Ausnahmefällen darf man in das benachbarte Tal wandern und das nur unter strenger Aufsicht. Oberstes Gebot ist, dass bestehende Ereignisse durch Manipulation nicht verändert werden dürfen.

Nur einer kleinen Oberschicht ist bekannt, was tatsächlich passiert. Welche Auswirkungen haben Änderungen in einem Tal auf die Menschen im Nachbartal? Ein phantastisches Gedankenexperiment, das lange nachwirkt.

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