Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Nikki King: Verfuchst noch mal! von Mascha Matysiak
Wir haben mittlerweile sehr viele Erstlesebücher und es kann schnell langweilig werden, immer das Gleiche zu lesen. Da kam diese Geschichte gerade recht. Die Geschichte eines Mädchens, dass seine Gestalt wandeln kann, ist nämlich nicht gerade alltäglich. Die Idee der Fuchsohren gleich zu Beginn hat uns in den Bann gezogen und die Bilder tun das ihre dazu bei.
Vom Lesealter finde ich die angegebene Lesestufe 2 sehr passend, mein Drittklässler konnte es gut selbst lesen, für den Erstklässler war es noch ein bisschen schwer, aber auch schon schaffbar (der Umfang ist für die 1. Klasse noch lange). Viel über den Inhalt mag ich gar nicht verraten, bei so kurzen Büchern ist sonst gleich alles gespoilert und das Lesen bietet weniger Überraschungen. Jedenfalls ist es spannend und es bleibt nicht nur bei einem Kind, um das es geht. Alles in allem eine nette Geschichte mit ein wenig Abenteuer für die Klasse 2.
Rezensionen von Nele33:
Familienepos
Meeresfriedhof von Aslak Nore
Mit "Meeresfriedhof" hat der Autor Aslak Nore den Auftaktband zu einer Trilogie veröffentlicht.
Eine der mächtigsten Familien Norwegens muss einen Selbstmord verkraften: Vera Falck. Ihre Enkelin Sasha macht nach ihrem Tod eine shockierende Entdeckung, welche mit dem Untergang des Hurtigrutenschiffes DS Prinsesse Ranghild zusammenhängt.
Vera hatte in den 70-iger Jahren ein Manuskript geschrieben, welches durch den Staatsschutz beschlagnahmt und darum nie veröffentlicht wurde. Vera, ihr Mann Thor „Store“ Falck und ihr Sohn Olav waren damals mit an Bord. Als Veras Testament nicht auffindbar ist, kommt Bewegung in die Familie: Warum hat sich Vera vor ihrem Selbstmord ihr Testament nochmal aushändigen lassen? Sasha möchte das Familiengeheimnis lösen, bekommt aber nur aus dem verarmten und geächteten Zweig der Familie in Form des Journalisten und Elitesoldatens Johnny Berg Unterstützung, den Hans Berg rekrutiert hat um Veras Testament zu finden.
Nach einer anfänglichen Enttäuschung über den Anfang des Buches-ich hatte einen packenden Thriller erwartet, konnte ich mich mit der Handlung anfreunden. Die Story wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die Gegenwart im Hier und Jetzt und die Vergangenheit um 1940 wobei mich der Vergangenheitsstrang mehr gepackt hat. Die einzelnen Personen und es sind einige sind gut charakterisiert und wirken authentisch.
Wer mit einem spannenden Thriller gerechnet hat mag enttäuscht sein. Dafür bekommt man eine Familiensaga mit leichten Thriller-Effekten die es sich aufgrund der Hystorie und den Verwicklungen zu lesen lohnt.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box von Aslak Nore
Die Leserabenbox wirkte ziemlich voll. Die Dinge sind gut verstaut und ausgekläugelt untergebracht, dass nichts durcheinanderkommt oder kaputt geht. Die Liebe zum Detail fiel uns gleich ins Auge und der Anhänger für die Türe ist zum Beispiel ein echter Hingucker.
Die Bücher sind klassische Erstlesebücher, wobei das kleinere Buch einfacher ist.
Deshalb macht die angegebene Reihenfolge im Begleitheft durchaus Sinn. Es war für unseren Erstklässler schon fast etwas zu einfach. Das etwas größere Buch war genau richtig und ließ sich durch die Taschenbuchbindung auch super für unterwegs einpacken.
Für uns ein Highlight waren die Spiele. Das Memory ist sicher auch gut für die Schule geeignet - vor allem für DaF/ DaZ oder Förderunterricht, wir haben es zuhause jedenfalls gerne gespielt. Das Quartett war auch nicht schwer und auch gut beschrieben. Beim Puzzle dachten wir zuerst, es sei schon zu leicht, weil es ja "nur" 54 Teile sind, aber das Bild ist gar nicht so leicht. Alles in allem eine abwechslungreiche Box!
Rezensionen von lesen=liebe:
Lesestarterpaket
Leserabe Sonderausgaben - Deine große Leseraben Box von Aslak Nore
Die große Leserabenbox steckt voller cooler Überraschungen. Ein ABC Heft zum Kennenlernen der Buchstaben, bzw. zum Üben der Anlaute, ein Buch in Silbenschrift und ein Minibüchlein.
Aber nicht nur Lesestoff ist in der Box zu finden. Sie beinhaltet auch Spiele, wie z.B. ein Lesememory, ein Wörterquartett und ein Puzzle.
Auch das ist nicht genug. Ein praktisches Leselineal und ein Türaufhänger sind in der Leserabenbox zu finden, sowie Sticker, ein Poster, eine Leserabenpappfigur und Ausmalkarten.
Die Leserabenbox ist ideal für Kinder in der ersten Klasse, könnte aber auch schon ab Vorschulalter nützlich sein.
Die Inhalte sind qualitativ sehr hochwertig. Ravensburger eben.
Neben dem tollen und äußerst liebevoll gestalteten Inhalt gibt es auch noch eine praktische Elternbroschüre, mit vielen Tipps zum Lesenlernen.
Der einzige Kritikpunkt meinerseits wäre, dass die Bücher in der Box bereits erschienen sind bzw. sogar Bestseller sind. Wenn man vielleicht das Baumhausgeschichtenbuch von älteren Geschwistern schon zu Hause hat, dann wird man wohl eher nicht zur Box greifen. Hier hätte man ruhig eigens ein Jubiläumsbuch herausgeben können.
Rezensionen von Anno:
Mitreißend
Man sieht sich von Julia Karnick
„Es ist wie bei zwei Puzzleteilchen, die auf den ersten Blick zusammengehören, aber sich wegen irgendeiner Winzigkeit doch nicht miteinander verbinden lassen.“ Fries und Roberts Leben kreisen umeinander. Manchmal näher und sehr oft nur von fern. Doch nie scheinen die Umstände zu passen. erzählt wird ihre Geschichte auf eine ruhige eindringliche Art von der Jugend bis in ihre 50er.
Ihre Leben, Charaktere, Wünsche und Erwartungen unterscheiden sich dabei sehr. Nie scheinen sie sich zu synchronisieren. Bis sie sich anlässlich eines Klassentreffens wiedersehen. Wird mit nun 50 endlich der rechte Zeitpunkt gekommen oder wird alle Hoffnung auf gemeinsames Glück vergebens sein?
Gern hab ich die Geschichte der Beiden verfolgt. Die Charaktere wurden wundervoll herausgearbeitet und deren Leben beinhalten sehr viel Tiefgang und auch Alltägliches, was mir sehr gut gefiel. Der Ton der Handlung ist meist leise, etwas melancholisch und deshalb wunderschön. Toll!
Rezensionen von Anno:
Zuviel des Guten
Treibgut von Adrienne Brodeur
Wer sind die Gardners? Je tiefer der Leser in die Geschichte dieser Familie eindringt, desto mehr bröckelt das vermeintliche Familienidyll. Wobei verschiedene Blickwinkel beleuchtet werden und nach und nach ein komplexes Bild dieser Familie, ihren Geheimnissen und Problemen entsteht. Mittendrin die Polizistin Steph, deren Rolle in diesem Gefüge zunächst unklar erscheint, bald aber schon Kontur gewinnt.
Sie beschließt sich dieser Familie zu nähern. Jedoch ohne ihr eigenes Geheimnis zu offenbaren. Für die Anderen ist sie eine Fremde. Doch die Begegnungen häufen sich, bis Abby misstrauisch wird und Steph zur Rede stellt.
Die Handlung dieses Buches umfasst sehr viele Themen, welche teils aus unterschiedlichen Blickwinkeln durchleuchtet werden. Von Alkoholismus, (psychischen) Erkrankungen, Herkunft, Verlust und problematischer Kindheit über Politik, Feminismus und Patriarchat. Mir war dies teilweisen zu viel des Guten, wodurch ich Stephs letztendliche Entscheidung nur zu gut nachvollziehen konnte. Was mir jedoch dabei zu kurz kam, war der Auslöser ihrer eigenen Recherchen, wodurch mich dieses Buch etwas ratlos zurückließ.
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Kafkaeske Machtverhältnisse
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
In der Welt der jungen Odiles,
auf der Bergseite vom Chemin des Pins, herrscht ein totalitäres Überwachungssystem mit Grenzwachtürmen, die eindeutig von denen der DDR inspiriert sind.(Anm. Scott Alexander Howard).
Das Buch von Scott Alexander Howard hat „kafkaeske Züge“. Die Protagonisten werden in Situationen gebracht, „die absurd, rätselhaft und dabei bedrohlich empfunden werden; der Betroffene erlebt ein Gefühl der Unsicherheit, des Ausgeliefertseins; meist im Zusammenhang mit einer Administration von undurchsichtigen Regeln, die keinen Sinn zu ergeben scheinen“.
Trauer als Instrument der Manipulation spielt im Roman eine zentrale Rolle dar. Seelisches Ungleichgewicht kann mit Veränderungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens oder auch des Selbstbildes (Selbstwahrnehmung) einhergehen. Die Menschen lassen sich einfacher verführen.
Wenn die Geschichte „ein erzählerisch umgesetztes philosophisches Gedankenspiel zum Thema Zeit und Zeitreisen sein soll“, warum handelt „Das andere Tal“ gerade in einem totalitären System?
Erstaunliche Geschichte, aber zäh und mit langweiliger Sprache .
Rezensionen von Anno:
Einfühlsam und schön
Mutmurmeln für den ersten Schultag von Sarah Welk
Bei Angst drücken und schon rutscht der Mut in dich rein! Weil Linus etwas Bammel vor der Einschulung hat, kommt seine Freundin und Nachbarin Lolle auf eine großartige Idee. Sie basteln sich Mutmurmeln. Und um die Glaskugeln mit ihrem Mut aufzuladen zu können geht es mittels Mutproben erst einmal hoch hinaus.
Dann wieder wird es schwarzdunkel und richtiggruselig. Bald schon sind ihrer beiden Murmeln randvoll mit Mut. Nun kann die Einschulung kommen. Oder etwa nicht? Denn Mama hat ohne von deren Besonderheit zu wissen Linus Mutmurmeln zu den anderen normalen Glaskugeln ins Glas geräumt. Was nun?
Die Mutmurmeln sind eine ganz wunderbare Idee Kindern die Ängste vor dem Schulangang zu nehmen. Die Geschichte wird in leuchtenden Farben geschildert, sie liest sich leicht, ist warmherzig und wunderbar einfühlsam. Aber auch die Illustrationen gefielen uns sehr. Sie wirken harmonisch und einladend und geben die Handlung sehr schön wieder. Für mich ist klar: dieses Buch ist das perfekte Geschenk für Kinder, die den Schulstart mit gemischten Gefühlen entgegen sehen. Es nimmt ihnen die Ängste und bietet eine Idee, die auch selbst leicht umzusetzen ist. Toll!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Provenzalische Flut von Sophie Bonnet
In diesem 10. Fall für Pierre Durand ist es endlich soweit: Pierre und Charlotte heiraten. Anschließend begeben sich die beiden auf Flitterwochen an die malerische Côte Varoise.
Doch statt die wenigen Urlaubstage zu genießen, zieht Pierre einen verunglückten Taucher aus dem Wasser, der leider nicht mehr zu retten ist.
Seine letzten Worte, eine Warnung, galten einer Frau namens Camille. Zunächst verheimlicht Pierre seiner Charlotte diese Angelegenheit. Ob seines eigenartigen Verhaltens liegt der erste Ehekrach in der Luft. Doch Charlotte macht gute Miene zum bösen Spiel und lässt Pierre nicht nur ermitteln, sondern belauscht auch ein Gespräch und gibt Pierre damit einen Hinweis.
Die Ermittlungen, inzwischen weiß man, dass der Tote vergiftet worden ist, werden nicht die einzige Störung der Flitterwochen sein, denn es gibt noch einen zweiten Toten und Pierres Vater Alain sorgt ebenfalls für Ärger.
Meine Meinung:
Wie in dieser Reihe üblich, gibt es keine quietschenden Reifen bei Verfolgungsjagden oder Türen einschlagendes SEK, sondern akribische Ermittlungsarbeit. Dass Pierre diesmal ohne seinen gewohnten Stab auskommen muss, fällt nur marginal ins Gewicht, denn Charlotte entpuppt sich als scharfsinnige Beobachterin.
Diesmal lenkt die Autorin die Blicke der Leser auf die Probleme der französischen Küste. Die sind, weil malerisch, im Sommer von Touristen überlaufen und leiden an der Wasserknappheit. Man verbietet den Einheimischen das Auto waschen und das Garten bewässern, aber, dass die Touristen durch langes Duschen Trinkwasser verschwenden, lässt sich kaum abstellen. Die Versorgung durch ein Wasserschiff ist nur rudimentär erfolgreich, weil es ohne auf Grund zu laufen, nur kleine Mengen Wasser transportieren kann. So versucht man mittels einer Wasserleitung, die blöderweise in den unter Naturschutz stehenden Seegraswiesen verlegt wird, Abhilfe zu schaffen, was natürlich Probleme mit militanten Naturschützern mit sich bringt. Eine wahre Quadratur des Kreises!
Doch abseits aller Probleme darf nach Herzenslust getafelt werden. Das ist besonders amüsant, da Charlotte ja selbst ein Restaurant betreibt.
Sophie Bonnet verknüpft den Kriminalfall, die Beschreibung der Umgebung und das Privatleben von Pierre und Charlotte sehr geschickt. Ich habe recht bald eine Vermutung gehabt, wer den Taucher vergiftet haben könnte. Doch das genaue Motiv, hat sich dann langsam enthüllt.
Ob es im nächsten Fall schon Baby-Geschrei im Hause Durand geben wird? Man wird sehen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi 5 Sterne.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:
Spannend und interessant
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Das andere Tal ist ein Gedankenexperiment: welche Lebensumstände würde man anstreben und welche Entscheidungen würde man treffen, wenn man die Auswirkungen als identische Person in identischer Umgebung in der Vergangenheit und in der Zukunft erleben könnte? Was ist schicksalhaft und was ist durch eigenes Handeln veränderbar?
Scott Alexander Howards Buch thematisiert diese Fragen in einer spannenden und teilweise aufwühlenden Handlung.
Die streng reglemenierte Gesellschaft unter der totalen Führung des conseils scheint wenig Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens zu haben und stellt sie sich dem herrschenden Reglement entgegen, fristet sie ein armseliges Dasein.
Welche Möglichkeiten der Veränderung können sich unter solchen Bedingungen ergeben?
Diese Frage hat sich mir beim Lesen dieses Romans gestellt. Und inwiefern kann beim Besuch in den Paralleltälern in die Vergangenheit oder Zukunft eingegriffen werden?
Ein sehr spannendes Buch, das einen gefangen nimmt und über das man sicher interessant diskutieren kann.









