Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:
Spannend und interessant
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Das andere Tal ist ein Gedankenexperiment: welche Lebensumstände würde man anstreben und welche Entscheidungen würde man treffen, wenn man die Auswirkungen als identische Person in identischer Umgebung in der Vergangenheit und in der Zukunft erleben könnte? Was ist schicksalhaft und was ist durch eigenes Handeln veränderbar?
Scott Alexander Howards Buch thematisiert diese Fragen in einer spannenden und teilweise aufwühlenden Handlung.
Die streng reglemenierte Gesellschaft unter der totalen Führung des conseils scheint wenig Möglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens zu haben und stellt sie sich dem herrschenden Reglement entgegen, fristet sie ein armseliges Dasein.
Welche Möglichkeiten der Veränderung können sich unter solchen Bedingungen ergeben?
Diese Frage hat sich mir beim Lesen dieses Romans gestellt. Und inwiefern kann beim Besuch in den Paralleltälern in die Vergangenheit oder Zukunft eingegriffen werden?
Ein sehr spannendes Buch, das einen gefangen nimmt und über das man sicher interessant diskutieren kann.
Rezensionen von gerlisch:
Nützliche Tipps für Hochbeet-Fans
Hochbeet - Jetzt durchstarten! von Deborah Hucht; Florian Hucht
In diesem interessanten Ratgeber werden auf pfiffige und frische Art nützliche Tipps und Tricks für den Anbau des eigenen Gemüses im Garten vermittelt. Neben Bauanleitungen die Step-by-Step mit hilfreichen Fotos gestaltet sind, bringen uns Deborah und Florian Hucht die Freude am Säen und Pflanzen nahe.
Besonders gut gefallen, hat mir der Überblick über gute und schlechte Nachbarn im Beet. Jetzt weiß ich auch, warum mein Kohl letztes Jahr nichts geworden ist. Über die Fruchtfolge, ein für mich sehr interessantes und umfangreiches Thema, wurden mir hier allerdings zu wenig Informationen vermittelt.
Ein wunderbarer Ratgeber für Anfänger. Aber auch erfahrenere Hochbeet-Gärtner finden sicherlich noch einige nützliche Tipps
Rezensionen von Netti:
Neues Meisterwerk
Zeit zu verzeihen von Hera Lind
Dieses Buch hat es geschafft, das es mich schon nach den ersten paar Sätzen auf Seite 1 gefesselt hat. Und das passiert mir eigentlich sehr selten.
Es ist nicht das erste Buch der Autorin Hera Lind was ich lese. Ich liebe ihre Geschichten nach wahren Begebenheiten.
Diese hier ist sehr vielseitig und beginnt im Krieg in Pommern.
Rosa ist Mutter von 3 kleinen Jungs. Sie hört, dass die Russen nah dem Dorf sind und alle werden aufgerufen, das Dorf schnell zu verlassen ( obwohl das ja eigentlich verboten ist ). Es würde ein letzter Zug in den Westen bereitsehen, allerdings im Nachbarort ca. 17 Km entfernt. Rosa hat weder eine Kutsche noch ein Pferd, dazu ist der Schnee total tief und es sind über -20 Grad.
Das Buch spielt im früheren Pommern, in Polen, in der DDR und im Westen, dazu bekommt man noch einen kurzen Einblick von Sibirien.
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen, denn ich möchte niemand die Lesefreude und Spannung nehmen. Eins sei nur gesagt, Rosa ist eine bewundernswerte und starke Frau und Mutter. Was tut man nicht alles aus Mutterliebe. Auch die anderen Hauptcharaktere wie Rosas Sohn Viktor, seine spätere Freundin Clara und dessen Eltern gewinnt man schnell lieb und man könnte meinen, man kennt alle persönlich.
Die Geschichte ist durchweg fesselnd, interessant aber auch sehr bewegend. Man fiebert mit den Charakteren mit. Sie zeigt ein Stück deutsche wahre Geschichte , die sich so ereignet hat. Man kann sich alles wunderbar vorstellen und hat Kopf Kino.
Ich kann allen dieses Buch nur empfehlen, ich bin sehr begeistert und werde es garantiert nochmal lesen. Ein neues Meisterwerk von Hera Lind !
Rezensionen von HEYN Leserunde, Wolfgang Pfleger:
Faszinierendes Gedankenexperiment, Absolute Leseempfehlung
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Ein faszinierendes Gedankenexperiment, das hier Scott Alexander Howard in seinem Debütroman durchführt: Sechs geographisch identische Täler, die sich nur darin unterscheiden, dass das Leben der (identischen) Bewohner exakt 20 Jahre zeitversetzt abläuft; geographische Hindernisse zwischen den Epochen, Berge im Osten, ein großer See im Westen; Zeitreisen in die Vergangenheit oder die Zukunft, die durch die im jeweiligen Tal eingesetzten "Conseils" nach einem persönlichen Antrag von Bewohnern abgelehnt oder bewilligt werden und von der Gendarmerie unter strenger Bewachung der Zeitreisenden organisiert werden; eine autoritäre Militärgewalt, die verhindern soll, dass durch Zeitreisen eine Beeinflussung der Geschichte erfolgen kann.
Eingebunden in dieses dystopische Szenario ist die Geschichte der 16-jährigen = 36-jährigen = 56-jährigen Odile, deren Handlungen in den jeweiligen Perioden schicksalhaft verwoben sind, sich bedingen und beeinflussen bis zu einem faszinierenden und äußerst stimmigen Ende.
Ein außergewöhnlicher Roman! Ich bin versucht, wieder von vorne zu beginnen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger:
Gestern + Heute + Morgen = Jetzt
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Welch packendes Erstlingswerk ist Scott Alexander hier gelungen! Von der ersten Zeile an konnte er mich durch seinen faszinierenden Roman führen, den ich sicher demnächst gleich nochmals lesen muss, weil sich beim 2. Lesedurchgang in der ersten Hälfte eine andere Sichtweise auftut und vieles klarer wird.
Die Handlungsstränge, die sich im Gestern, Heute und Morgen abspielen, sich manchmal ineinander verstricken und dann wieder trennen, forderten anfangs meine Vorstellungskraft. Spannend und sprachlich für mich sehr ansprechend schließen sich die Zeiten am Ende irgendwie zu einem Kreis, werden eins ... und doch auch wieder nicht. Zudem beschäftigen mich die Persönlichkeit der Protagonistin, ihre Fremdbestimmtheit, ihre Ratlosigkeit, ihr "ewiges" Schulterzucken, die Visionslosigkeit, die sich am Ende auflösen konnte. Immer wieder poppten (beinah) philosophische Inputs auf, oder Bilder aus dem wirklichen Leben kamen mir in den Sinn, die zwar nicht wirklich etwas mit dem Roman zu tun haben, aber sich doch Raum nahmen: Flüchtling - Grenze - Kontrolle - Unterwerfung - Mauer - DDR ... . Was soll sich sagen: unbedingt lesen!
Rezensionen von Wilpemaus:
Sommerhaus am See von David James Poissant
Am Anfang fand ich die Geschichte etwas verworren und verschwommen. Je mehr ich gelesen habe, desto besser kam ich mit den verschiedenen Charakteren klar und konnte mich direkt in diese hineingehen......ein spannendes Buch, wo man die ganze Zeit denkt, wann kommen die jeweiligen Familienmitglieder endlich auf die Probleme der anderen drauf und ob die Geschichte ein gutes Ende hat.
....die letzten 150 Seiten konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Rezensionen von stina23:
Stürmische Zeiten in Ventusia
Die Seelenpferde von Ventusia, Band 3 - Sturmmädchen von Jennifer Benkau
Weiter geht die Geschichte um die Reiterinnen von Ventusia! Im dritten Band wird Sophie in Frankreich entdeckt. Auch sie ist eines der ventusischen Mädchen, das vor Jahren vor der rachsüchtigen Göttertochter Victoria auf der Erde versteckt wurde, damit es nicht an dem gefährlichen Wettreiten teilnehmen muss.
Sophie hat es jedoch nicht ganz leicht in ihrem irdischen Zuhause. Ihrer ehrgeizigen Adoptivmutter scheint sie es nie recht machen zu können, mit Gleichaltrigen tut sie sich schwer und auch beim Reiten hat sie andere Anschichten als die strenge Reitlehrerin. Als ihr dann Aro aus Ventusia begegnet, erhoff sie sich dort einen Neustart und ein Leben, in dem sie endlich so akzeptiert wird, wie sie ist.
Mit Sophie hat die Autorin einen sehr interessanten Charakter erschaffen. Das junge Mädchen möchte so gerne dazugehören, wird aber immer wieder abgewiesen. Das lässt sie hart werden, um sich zu schützen. Sie ist oft im Zwiespalt und bringt auch in Ventusia einiges durcheinander, wo ohnehin schon Chaos herrscht, da Victoria mit aller Macht das Wettreiten erzwingen möchte. Diese unsicheren Zeiten lassen auch anderer Charaktere wachsen und sich weiterentwickeln. Die gesamte Geschichte nimmt an Fahrt auf, wird spannender und scheint mit der Leserschaft einen kleinen Schritt Richtung Erwachsenwerden zu machen. Mir hat diese Entwicklung gut gefallen.
Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist weiterhin ein Genuss, da er flüssig und angenehm zu lesen ist und er kam bei uns bei Groß und Klein wieder gut an. Das Cover ist im Stil der Vorgängerbücher gestaltet und abermals wunderschön.
Wir waren vom dritten Band begeistert und freuen uns schon auf den nächsten („Himmelskind“). Wir empfehlen „Sturmmädchen“, wie auch die anderen Bücher der Reihe, weiter.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein wichtiges Sachbuch
Das deutsche Alibi von Ruth Hoffmann
Wenn sich in wenigen Wochen der 20. Juli 1944 zum 80. Mal jährt, wird wie jedes Jahr mit Pomp und Trara, dem Attentat auf Hitler gedacht. Das war nicht immer so. Jahrelang hat man die Gruppe rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und deren Familien verunglimpft, als Verräter beschimpft und als zu Recht hingerichtet bezeichnet.
Dann wendet sich das Blatt und plötzlich umgibt die Gruppe ein Glorienschein, in dessen Glanz sich die Politikprominenz sonnt. Niemand kommt auf die Idee, dass die Hinterbliebenen ein stilles Gedenken im Bendlerblock haben möchten, ohne martialisches Stiefelgedröhn und markigen Befehlen.
Journalistin und Autorin Ruth Hoffmann beleuchtet in diesem Buch die Umstände, wie es zu diesem Attentat gekommen ist und warum es letztlich gescheitert ist.
In zehn Kapiteln zeichnet sie nach, wie der 20. Juli seit der Gründung der Bundesrepublik politisch instrumentalisiert wird. Sei es, dass sich die westdeutsche Politik gegen die ostdeutsche abzusetzen versucht und damit kommunistische Widerständler zu diffamieren versucht. Oder sei es, dass man Politiker, die dem NS-Regime nahe standen, nachträglich in ein günstiges Licht rückt.
Zum Unterschied zur BRD hat die DDR hat recht bald nach ihrer Gründung jene Personen postum geehrt, die Widerstand geleistet haben. Dass das in der DDR natürlich vor allem Sozialisten und Kommunisten sind, die ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt haben, ist klar und wird im Westen verleugnet.
Ruth Hoffmann berichtet, dass es zahlreiche Widerstandsgruppen gegeben hat. Erfolg hatte keine. Die Stauffenberg‘sche wird hervorgehoben. Dies wird ihr allerdings schon wenige Stunden nach dem missglückten Bombenanschlag zuteil, jedoch als abschreckendes Beispiel. Es wird von einer „kleinen ehrlosen Clique adeliger Verbrecher“ gesprochen. Doch die Anzahl der an der Verschwörung Beteiligten liegt bei ca. 200 Personen, die gesellschaftliche Schranken überwindend, Hitlers Macht brechen wollte. Die Zahl jener, die in diesem Zusammenhang verhaftetet wurden, geht in die Tausende. Das ist, bei aller Geheimhaltung eine nicht gar so kleine Gruppe, wie das NS-Regime seinen Bürgern weismachen will, und ehrlos sind sie keinesfalls.
Das Buch ist zurecht für den Deutschen Sachbuchpreis 2024 nominiert.
Fazit:
Diesem Buch, das das Gedenken zum 20. Juli 1944, der verteufelt, später verklärt und politisch instrumentalisiert worden ist, ein wenig seine Würde zurückgibt, gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Cornelia:
Mord in der faszinierenden Welt der Antiquitäten
Der falsche Vogel von C. L. Miller
Nach einem Streit mit Arthur ist Freya viele Jahre nicht im Antiquitätengeschäft tätig. Die Hingabe dafür lässt sie aber nie los, ihr Zufluchtsort ist im Museum. Nach vielen Jahren ohne Kontakt zu Arthur soll sie nun seinen Tod aufklären. Auf dem Weg zu der Lösung wird sie immer mehr in die faszinierende Welt der Antiquitäten hineingezogen, mir geht es beim Lesen genauso.
Rätsel von Arthur sollen gelöst werden, immer auf der Hut vor den anderen Jägern, die das schnelle Geld mit den raren Schätzen wittern. Freya setzt einen Puzzleteil nach dem anderen zusammen, dabei sorgt ihre Tante Carole für frischen Wind.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit britischem Flair. Durch die Verstrickungen bleibt es immer interessant, bis kurz vor dem Ende sind alle verdächtig. Freya ist mir sympathisch und entwickelt sich zur mutigen Frau mit geschärften Instinkten weiter, Fähigkeiten die sie längst verloren glaubte.
Der Ausflug in die faszinierende Welt der Antiquitäten gefiel mir sehr gut. Die fein gearbeiteten Kunstwerke werden mit Wertschätzung beschrieben, der besondere Reiz ist wie immer eng verbunden mit Neid, Diebstahl und Kriminalität. Mir bereitete das Buch angenehme Lesestunden fernab vom Alltag, also klare Empfehlung.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mysteriöse Mordfälle in einem Inselparadies in der Karibik
Die Hand des Todes von Kathy Reichs
Gerade noch hat die forensische Anthropologin Temperance „Tempe“ Brennan in Quebec die menschlichen Teile aus einer Schiffsschraube auf dem Tisch, da stürzt ein junger Mann von einer Brücke. Seine Spuren führen auf die karibischen Turks and Caicos Islands. Hier sind in den letzten Jahren immer wieder junge männliche, sehr gut aussehende Touristen verschwunden.
Geht es hier um Bandenkriminalität? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Tempe Brennan soll auf den Inseln diese Fragen klären. Und noch ein weiterer Fall kommt dazu. In einem Boot werden 5 Männer auf See gefunden. Auch hier ist Brennans Hilfe gefragt. Sie arbeitet mit der Inselpolizei zusammen, scheint aber dabei jemandem gewaltig auf die Füße zu treten. Als ein weiterer Mord geschieht, scheint auch Tempe im Visier eines fanatischen Mörders zu stehen.
„Die Hand des Todes“ ist schon der 22. Fall für die sympathische forensische Anthropologin Tempe Brennan aus Kanada. Für mich war es der erste Fall, bei dem ich ihr über die Schulter geschaut habe. Aber es wird definitiv nicht der letzte gewesen sein. Mir gefällt der bildhafte, ruhige Erzählstil von Kathy Reichs sehr gut und ich möchte mehr über Tempes Arbeit, die ich äußerst interessant und spannend finde, erfahren. Und natürlich möchte ich auch ihren Lebensgefährten Lieutnant-détective Andrew Ryan wiederlesen.
Nach den bildhaften Beschreibungen fühle ich mich in der Inselstadt Montreal inmitten des St. Lawrence Stroms schon fast zuhause. Die immer wieder eingestreuten französischen Worte oder kurzen Sätze verstärken diese Annahme noch. Genau so gut kann ich mir nun auch die traumhaften karibischen Turks and Caicos Islands vorstellen, wo ich mit Tempe unterwegs bin.
Der Fall selbst gestaltet sich von Anfang an so vielschichtig und für mich sehr lange undurchschaubar. Ich kann gut mit rätseln, gehe neben den Ermittlungen, die sehr interessant verlaufen, eigenen Spuren nach, die alle ins Leere laufen und bin am Ende total baff von der Auflösung. Mir gefällt die erzeugte Spannung und die ganze Atmosphäre, die das Buch durchzieht, richtig gut. Mein Kopfkino hatte allerhand zu tun und mich dauernd mit farbigen Bildern bespielt. Zum Schluss setzen sich alle Puzzleteilchen zu einem großen Ganzen zusammen und alle meine Fragen werden vollständig geklärt. Und ich bin mal wieder fasziniert von dem Motiv, was hier einen Menschen zu seinen Taten antreibt.
Ein absolut mitreißender, spannungsgeladener und sehr interessanter Fall – es sind ja eigentlich mehrere Fälle, die hier gelöst werden – den ich gespannt verfolgt habe und der meine absolute Leseempfehlung bekommt.









