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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gerlisch:

Enttäuschend

Noch fünf Tage von Helena Falke

Noch fünf Tage startet mit einer starken, temporeichen Grundidee: Eine Protagonistin, die vergiftet wurde und nur noch fünf Tage zu leben hat, verspricht eigentlich Spannung, Druck und einen nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Doch statt eines packenden Thrillers rückt die Autorin die Vergangenheit der Protagonistin in den Mittelpunkt.

Die Handlung verliert dadurch spürbar an Tempo. Für mich wirkte das enttäuschend.
Auch die Figuren bleiben blass. Ich konnte mich zu keiner Zeit in sie hineinversetzen, da es ihnen an Tiefe und Emotionen fehlte.
Der Schreibstil hingegen liest sich angenehm und flüssig. Besonders auffällig ist die große Aufmerksamkeit, die die Autorin den kulinarischen Details widmet. Die extravaganten Kochkünste nehmen überraschend viel Raum ein, was beim Lesen zwar den Appetit anregt, aber die eigentliche Spannung zusätzlich ausbremst.
Schade, am Ende bleibt das Gefühl, dass die Autorin aus der starken Idee, Lis als Opfer, das verzweifelt nach dem Giftmischer sucht, deutlich mehr hätte machen können.

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Rezensionen von SalMar:

Schatzkiste des Wissens

National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon

Während wir von den verschiedenen Lebensräumen an Land doch den Eindruck haben, mit ihnen einigermaßen vertraut zu sein, wirken die Ozeane noch immer geheimnisvoll und in ihren Tiefen fast wie ein anderer Planet. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es den Autoren von „Lexikon der Meere“ gelungen ist, über 250 Seiten prallvoll mit Wissen in den leuchtendsten Farben zu gestalten.

Als Erstes fangen einen natürlich die grafischen Elemente ein: Das Buch wartet mit einer Fülle von wunderschönen Fotos und informativen Schaubildern und Karten auf, die zum Staunen, aber auch direkt zum Weitererkunden einladen. Das gelingt durch die vielen Infoboxen und die vielen längeren und ausführlichen Texte auf fast jeder Doppelseite, die neben aufregenden Highlights bei vielen Themen auch richtig in die Tiefe gehen, so dass auch erwachsenes Publikum voll auf seine Kosten kommt.
Die thematische Aufteilung finde ich sehr gelungen und die thematische Bandbreite ist wirklich enorm: So gibt es neben den selbstverständlich erwarteten Themenbereichen zu den verschiedenen Ozeanen und Meeren und den Tier- und Pflanzenwelten unter Wasser beispielsweise auch Kapitel zu den Zusammenhängen zum Klima bzw. Wetter sowie den verschiedenen Küstenregionen. Auch das Verhältnis von Mensch und Ozean wird in einem separaten Abschnitt ausführlich behandelt.
Für mich ist dieses Buch eine wahre Schatzkiste an Wissen zum Thema Meer, das in unserer Familienbibliothek auf jeden Fall einen Platz ganz weit vorne bekommt – damit wir regelmäßig darin schmökern können. Unbedingte Leseempfehlung!

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Rezensionen von SalMar:

Herrlich unaufgeregt und doch so mitreißend

Mit anderen Augen von Jane Tara

Tilda fällt aus allen Wolken, als eines Tages ihr kleiner Finger verschwindet. Als ihre Hausärztin ihr „Unsichtbarkeit“ diagnostiziert und diese auf mehr und mehr Körperteile übergreift, steht sie vor der Wahl: Akzeptiert sie ihr Verschwinden oder kämpft sie dagegen an?
Tilda gefiel mir gleich nach den ersten Zeilen ungemein, und doch hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich dieses Buch als bisheriges Überraschungshighlight des Jahres einordnen würde.

Eigentlich wird die Geschichte, obwohl sie doch im Grunde recht dramatisch ist, sehr unaufgeregt und ruhig erzählt. Deswegen fand ich es umso überraschender, wie sehr sie mich fasziniert und mitgerissen hat. Trotz einer Länge von fast 500 Seiten hätte ich am liebsten noch viel mehr Zeit an Tildas Seite verbracht. Sie macht eine inspirierende Entwicklung durch und ist dabei mit ihren Ecken und Kanten durchweg sympathisch.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich dabei wirklich begeistern: Sie hat in vielerlei Aspekten immer die für mich „Goldene Mitte“ getroffen und unglaublich viele inspirierende Gedanken zu Papier gebracht, mit ihrem Humor aber auch regelmäßig dafür gesorgt, dass ich herzhaft lachen musste.
„Mit anderen Augen“ ist ein unglaublich intelligenter und gleichzeitig unterhaltsamer Roman, den ich nur uneingeschränkt empfehlen kann.

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Rezensionen von LeserinLu :

Anspruchsvoll

Wildboden von Constantin Lieb

Im Mittelpunkt von „Wildboden“ stehen Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling. Ihre Geschichte war mir vor der Lektüre völlig unbekannt und genau das hat den Roman für mich so interessant gemacht. Constantin Lieb verbindet historische Fakten mit literarischer Fiktion und zeichnet das Porträt einer außergewöhnlichen Beziehung vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche der 1930er-Jahre in der Schweiz, die mir auch vorher noch nicht so bewusst waren.

Stilistisch ist „Wildboden“ durchaus anspruchsvoll. Die Sprache ist ruhig und literarisch, die Erzählweise erfordert Konzentration. Gerade das hat mir gefallen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Leser:innen mit einem größeren kunsthistorischen Hintergrund vermutlich noch mehr aus dem Roman mitnehmen können. Viele Bezüge zu Kirchners Werk und zur Kunst seiner Zeit erschließen sich sicher noch besser, wenn man sich mit dem Thema bereits auskennt. Außerdem kann man dann wahrscheinlich Fakten und Fiktion besser auseinanderhalten. Dennoch hat mich das Buch auch ohne dieses Vorwissen überzeugt.

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Rezensionen von Piet1990:

Gefühle spielerisch entdecken

Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck

„Play+ Mein lustiges Spielbuch – Wut im Bauch“ ist ein wirklich schönes Mitmachbuch für kleine Kinder. Das Thema Gefühle finde ich gerade in dem Alter super wichtig, weil Kinder oft noch gar nicht richtig benennen können, was in ihnen los ist. Genau da setzt das Buch gut an: Es zeigt verschiedene Gefühle auf einfache und spielerische Weise.

Besonders gut gefallen hat mir die interaktive Idee mit den Chips. Kinder können nicht nur zuhören oder Bilder anschauen, sondern selbst mitmachen und Gefühle zuordnen. Das macht das Buch lebendig und sorgt dafür, dass man ganz automatisch miteinander ins Gespräch kommt. Auch die Illustrationen sind sehr süß, bunt und kindgerecht, ohne zu überladen zu wirken.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass die Umsetzung an manchen Stellen noch etwas runder hätte sein können. Teilweise hätte ich mir noch ein bisschen mehr Erklärung oder Tiefe gewünscht, damit die Gefühle noch klarer greifbar werden. Trotzdem funktioniert das Buch insgesamt sehr gut und macht Kindern Spaß.

Fazit:
Ein liebevoll gestaltetes, interaktives Buch über Gefühle, das Kindern hilft, Wut und andere Emotionen besser zu verstehen. Nicht perfekt, aber sehr sinnvoll und schön gemacht – besonders zum gemeinsamen Anschauen und Besprechen.

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Rezensionen von Ameland:

Durch Bücher die Welt erfahren

Adalina und die Liebe zu den Büchern von Tessa Hansen

Adalina kehrt nach acht Jahren in die Basilikata mit ihren abgelegenen Bergdörfern zurück. Sie sucht nicht nur einen Rückzugsort, um ihren neuen Roman zu schreiben, sondern möchte auch wieder den Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen. Als sie das Büchermobil in einer Garage entdeckt, kommen Erinnerungen hoch und sie startet eine Rettungsaktion für das berühmte Bibliomotocarro.

Tessa Hansen hat nicht nur eine schöne und warmherzige Geschichte über die Bedeutung von Büchern geschrieben, sondern auch sehr geschickt Realität und Fiktion verbunden. Bei der sympathischen und anpackenden Adalina handelt es sich um eine fiktive Person, aber Maestro Antonio La Cava und sein bekanntes Bibliomotocarro gibt es wirklich. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt mit seinen Büchern in die Bergdörfer zu den Kindern zu bringen. Selbst eine Leseratte seit Kindesbeinen weiß ich welche Bedeutung Bücher haben können. Sie eröffnen dem Leser neue Welten, lassen ihn abtauchen in diese Geschichten, sind eine kleine Auszeit vom wahren Leben, spenden Trost und bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung.

Mich beeindruckt der Einsatz von Antonio La Cava, der auch im hohen Alter noch mit seinem Bibliomotocarro durch die Basilikata tourt. Überall wird er sehnsüchtig erwartet, aber leider decken die Spenden und der gelegentliche Geldsegen der öffentlichen Stellen nicht immer die Kosten und der Maestro buttert aus eigener Tasche zu. Nicht nur die Kinder fänden es schade, wenn dieses Projekt eingestellt werden müsste. In ihrem Roman hat die Autorin eine Lösung für eine dauerhafte Fortführung dieses tollen Projekts in etwas abgewandelter Form gefunden. Es wäre schön, wenn die Realität irgendwann nachziehen würde.

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Rezensionen von Alo:

Lesehighlight

Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett

Fünf Tage im Licht ist eines dieser Bücher, bei denen ich gut verstehen kann, warum die Meinungen so unterschiedlich ausfallen. Für mich war es allerdings ein echtes Highlight und ein klares Fünf Sterne Buch. Es war genau die Art von Roman, die ich im Moment besonders gerne lese.


Im Mittelpunkt steht Sophie, eine Künstlerin, die in ihrer Beziehung unter Druck steht.

Ihr Freund wünscht sich ein Kind, sie selbst ist sich aber ziemlich sicher, dass sie keine Mutter werden möchte. Sie hat Angst, dass ein Kind das Ende ihrer künstlerischen Arbeit bedeuten würde. Außerdem erlebt sie durch ihre Schwester, wie viel Care Arbeit Frauen oft übernehmen müssen.


Gemeinsam mit drei wohlhabenden Freundinnen reist Sophie zu einem Junggesellinnenabschied auf eine griechische Insel. Die ersten Tage verbringen die Frauen allein, bevor die Männer nachkommen. Dort lernt Sophie den Einheimischen Kai kennen und beginnt eine Affäre. Viel mehr passiert auf Handlungsebene eigentlich nicht. Stattdessen begleitet man Sophie durch ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte. Auch die Dynamik innerhalb der Freundinnengruppe spielt eine wichtige Rolle und spitzt sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu.


Besonders begeistert hat mich, wie eng Kunst mit der Geschichte verbunden ist. Sophie ist Malerin und ihre kreative Arbeit begleitet den gesamten Roman. Dazwischen gibt es immer wieder kurze Kapitel über reale Künstlerinnen und eines ihrer Werke. Sophie setzt sich mit deren Leben auseinander und zieht Verbindungen zu ihrem eigenen. Diese Einschübe fand ich besonders gelungen, weil sie Themen wie Kunst, Mutterschaft, Klassismus, den weiblichen Körper, weibliches Begehren und den männlichen Blick auf Frauen aufgreifen und zum Nachdenken anregen.


Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und die Sprecherin hat die Geschichte großartig gelesen. Trotzdem hätte ich bei den Kapiteln über die Künstlerinnen gerne öfter angehalten, um mehr über sie und ihre Werke nachzulesen. Deshalb freue ich mich, das Buch auch als Printausgabe zu haben, denn einige der genannten Künstlerinnen möchte ich mir unbedingt noch genauer ansehen.


Fünf Tage im Licht ist ein ruhiger, atmosphärischer Sommerroman, der Lust auf Griechenland macht und gleichzeitig viele wichtige Fragen über Kunst, Mutterschaft und das Leben von Frauen stellt. Wer charaktergetriebene Geschichten, feministische Themen und eine langsam eskalierende Gruppendynamik mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben. Für mich war es ein klares Fünf Sterne Buch.

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Rezensionen von Alo:

Geht so

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer


All die Farben, all das Licht war für mich leider nicht das Highlight, das ich mir nach den vielen begeisterten Stimmen erhofft hatte. Ich habe das Buch im Buddyread gelesen und war gespannt, ob mich die Geschichte genauso überzeugen würde.

Insgesamt fand ich das Buch gut, aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Einige Handlungsstränge wurden zwar begonnen, für mein Gefühl aber nicht konsequent zu Ende erzählt. Besonders das Verhalten der einen Protagonistin konnte ich oft nicht nachvollziehen, weil ihre Entscheidungen für mich nicht ausreichend erklärt wurden.

Das Ende hat den Gesamteindruck für mich wieder etwas verbessert. Es ist zwar ziemlich kitschig, hat mich aber nicht gestört und hat der Geschichte einen versöhnlichen Abschluss gegeben.

Am Ende bleibt für mich ein solides Buch, das sich gut lesen lässt, mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Wer neugierig auf die Geschichte ist, kann ihr durchaus eine Chance geben. Für mich gilt allerdings: Man kann es lesen, muss es aber nicht.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:

???

Popóm von Johanna Sebauer

Bin unschlüssig, was ich von diesem Buch halten soll.
Die Sprache: gefällt mir sehr gut. Schnörkellos, gut verständlich, sehr gut lesbar.
Gedanken / Überlegungen: zutreffend aus dem Leben gegriffen. Weder oberflächlich noch stereotyp oder kitschig.
Inhalt / Story: zu langatmig, zu wenig Inhalt.

Die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch auf 100 Seiten gepasst. Sie hat Potenzial, sich nach meinem Geschmack aber nicht richtig entfaltet.
Fazit: Der Roman hat mir gut gefallen. Ich blieb dran und wollte wissen, wie's weiterging. Mir ist aber nicht klar, was diese Geschichte erzählen / bewirken soll.
... lässt mich verwirrt und konfus zurück ...

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Rezensionen von Island :

Eine Menge Geheimnisse

Home Before Dark von Eva Björg Ægisdóttir

Dass dieser Thriller auf Island spielt, hat direkt mein Interesse geweckt, zumal ich schon einige Krimis der Autorin gelesen habe. Die Covergestaltung stellt jedoch leider keinen Bezug zu Island her, was ich persönlich etwas schade finde, da meine Aufmerksamkeit für das Buch so noch schneller geweckt worden wäre.

Zu einem Thriller mit diesem Titel passt das Titelbild aber schon.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, Ende der 60er und Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Im November 1967 verschwindet Stina, die ältere Schwester von Marsibil auf dem Heimweg von einer Freundin und gilt seitdem als verschollen. Zehn Jahre später beginnt Marsibil erneut nachzuforschen, was damals passiert sein könnte und hält sich dazu in ihrem ländlichen Heimatort auf, obwohl sie mittlerweile in Reykjavik lebt. Am Abend des Verschwindens ihrer Schwester wollte Marsibil sich eigentlich zum ersten Mal mit ihrem Brieffreund treffen, daher hat sie Angst, dieser Unbekannte könnte in die Sache verwickelt sein und sie somit mitschuldig am Tod ihrer Schwester. Nun, zehn Jahre später, erhält sie obendrauf plötzlich wieder einen Brief von ihm.

Ich fand den Thriller sehr spannend, es gab bis zum Schluss überraschende Wendungen, sodass lange nicht vorhersehbar war, was damals mit Marsibils Schwester passiert ist. Manche Punkte gegen Ende erschienen mir aber dann doch etwas zu realitätsfern, ich weiß nicht, ob das wirklich so möglich gewesen wäre. Es gibt recht viele verschiedene Charaktere, sodass manche nur Randfiguren und etwas blass bleiben. Etwas tiefer wäre ich auch gerne in die Nebenhandlung mit den Frauen, die zur Zeit des Nationalsozialismus etwas mit Deutschen angefangen haben, eingestiegen. Das fand ich sehr spannend, wurde aber eher nur angerissen.

Der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar und auch der Sprecherin des Hörbuchs konnte man gewohnt gut folgen.

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