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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anja S:

Sehr witzig

Wolke Sieben ganz nah von Kirsty Greenwood

Ein witziges und warmherziges Buch über diejenigen, die nicht so viel Glück im Leben hatten und vielleicht nicht ganz so sind wie es erwartet wird.

Delphi stirbt und befindet sich ganz plötzlich in einem Waschsalon wieder. Dort trifft sie ganz kurz auf einen Mann, den sie direkt unwiderstehlich findet.

Jetzt bekommt sie noch ein paar Tage Zeit, in ihrem unsozialen und manchmal recht tristen Leben, um ihn zu finden. Das ist in London gar nicht so einfach. Plötzlich bewegt sie sich aus ihrer Komfortzone raus, macht neue Erfahrungen und lernt neue Menschen kennen.

Dieser Roman hat einen ganz wunderbaren Humor. Die Protagonistin ist herrlich tollpatschig und einfach nur liebenswert. Ich hab sehr viel gelacht. Auch die anderen Protagonisten sind toll erzählt und haben alle was besonderes. Wunderbar leicht geschrieben und trotzdem mit wichtigen Botschaften versehen. Hab ich sehr gern gelesen.

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Rezensionen von Ele:

Mein Krafttier - Die Gewitterziege

LEBENSMITTEALLERGIE von Susanne M. Riedel

Lebensmitte-Allergie von Susanne Riedel, E-Book im SATYR-Verlag
Die Autorin erzählt Anekdoten aus ihrem Leben.
Die Zeit zwischen 99 Luftballons und Q10 Faltencreme verging schneller als erwartet. Die Autorin macht sich zwischen Corona, Krieg, Klimakrise und Klimakterium auf die Suche nach den guten Momenten und sie ist sehr erfolgreich dabei.

Nach ihrem Buch „Ich habe mit Ingwertee gegoogelt“, präsentiert sie hier wieder lustige, tiefsinnige und menschliche Dinge. Susanne Riedels Blick auf die Welt, mit einem Augenzwinkern.
Das Buch besteht aus 46 Kurzgeschichten, in angenehmer Länge, in lockerer Folge über die Zeitspanne eines Jahres. Selbst die Advents- Weihnachts- und Silvestererzählungen, haben mich, jetzt im Sommer, amüsiert. Jeder Teil der Anthologie ist mit einer Überschrift versehen, um auch später das Buch noch einmal zur Hand zu nehmen und passend zum Anlass eine Geschichte hervorzuholen. Dazwischen an drei verschiedenen Stellen im Buch, Abschnitte mit dem Titel „Gute Momente“, ein inneres Archiv, ein überraschendes, amüsantes oder erfreuliches Geschehen jeweils zu einem Wochentag. Kleine Lichtblicke im Alltag
Susanne Riedel scheut sich auch nicht sich selber und ihre Familie liebevoll auf die Schippe zu nehmen. Ich habe bei der Lektüre geschmunzelt, bejahend mit dem Kopf genickt oder amüsiert gekichert. Ich habe mich regelrecht festgelesen, denn auch mein persönliches Krafttier ist die Gewitterziege. Das Buch hat mich fröhlich gemacht, denn die Autorin, jenseits der 50, scheint ähnliche Erlebnisse bzw. Probleme wie ich zu haben.
U.a. bei den Beiträgen „Schäfchenzählen“, „ Komm lieber Mai“ oder „Silvester “musste ich ein innerliches und kräftiges Ja abgeben, genauso empfinde ich in gewissen Situationen, Riedel schreibt mir von der Seele. Auch ich denke am 6. Januar nicht freudig, juhuu Dreikönigstag, sondern Mist in elf Monaten ist schon wieder Nikolaus.
Der Schreibstil ist flüssig, modern und urkomisch. Ein Beweis dafür, dass das Leben auch jenseits der 50 noch vergnüglich sein kann. Ihre Wortspiele sind witzig und genial.
Eine Lese- und Kaufempfehlung, die Leserinnen jenseits der 50 werden es lieben, als Geschenk für Damen zum 50. Geburtstag. Von mir 5 Sterne.

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Rezensionen von Anndlich:

Krähenmorde

Krähentage von Benjamin Cors

Jakob Krogh und Mila Weiss sind die Ermittlungsleiter der neu formierten Gruppe Vier. Das Ermittlerduo steht direkt vor einem Rätsel, denn ein scheinbar einfacher Fall führt sie zu der Leiche einer älteren Dame, deren Tod viele Fragen aufwirft, denn Nachbarn wollen sie nach ihrem Tod noch gesehen haben.

Auch der beliebte Student Ben wird nach seinem Tod noch gesehen und an beiden Tatorten befinden sich ausgehungerte Krähen. Wieso wurden die beiden Opfer eines Serienkillers?

Krähentage von Benjamin Cors überzeugt mit einem durchdachten Schreibstil und verschiedenen Perspektiven, besonders die Perspektive des Serienkillers konnte mich überzeugen. Denn im Gegensatz zum Klappentext, der ihn als „hochintelligent“ tituliert, ist er mehr als das. Seine Intelligenz kann ich nicht einschätzen, aber seine Eigenschaften sind so ambivalent, dass daraus ein interessanter Charakter entsteht. Gefangen zwischen den eigenen Gefühlen, Selbstüberschätzung und dem Selbsterhaltungstrieb.

Die Ermittlergruppe 4 ist ein zusammengewürfelter Haufen, der unterschiedlicher kaum sein könnte, dadurch aber auch eine gewisse Spannung erzeugt. Geführt wird diese Gruppe durch Mila Weiss und Jakob Krogh, die beide ein Geheimnis mitbringen. Ein Geheimnis, das gerade im Fall Mila sehr häufig angesprochen, aber bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird. Das häufige Ansprechen ging mir bereits während des Lesens auf die Nerven, dass dann noch nichtmal eine Auflösung folgt, finde ich schwierig. Jakobs Geheimnis wird hingegen gelüftet, jedoch wird auch das sehr kurz abgehandelt.

Der Fall selbst ist spannend. Durch die Täterperspektive ist das Miträtseln nicht möglich, jedoch bleibt bis zum Schluss die Frage nach dem Warum offen und auch gewisse Zusammenhänge können nicht erahnt werden, was zu Überraschungen führt und für Spannung sorgt. Manche Auflösungen sind genial, andere konnten mich weniger überzeugen und manche Fragen bleiben komplett unbeantwortet, was mich am Ende eher enttäuscht zurücklässt.

Leider konnte mich vor allem das Ende von Krähentage nicht abholen, denn zu viele aufgeworfenen Fragen blieben unbeantwortet und einige Antworten wirken zu aufgebauscht.

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Rezensionen von Heike:

Spaßige Dino-Freundschaft

Tiberius Rex 1: Mein Freund, der Dino von Florian Fuchs

Tiberius Rex ist eine niedliche Geschichte über die kleine Leonie, die in einem Museum einen Dinosaurier entdeckt. Doch dieses Exemplar ist nicht ausgestorben, sondern ein sehr lebendiger Tyrannosaurus Rex. Nach dem ersten Schreck stellt Leo fest, dass Tiberius sogar sprechen kann und sehr freundlich ist.

Zusammen erleben die beiden das ein oder andere Abenteuer und werden dicke Freunde.

Leonie ist ein aufgewecktes Mädchen, das neugierig und mutig ist. Mit ihr wäre man gerne befreundet. Der gutmütige Tiberius erinnert mich ein bißchen an den berühmten Elefanten Benjamin Blümchen, der ja auch sprechen kann und ziemlich groß ist. Die Geschichte ist spannend erzählt und an vielen Stellen auch witzig, das Tempo ist aber eher langsam und das Abenteuer an sich reißt einen nicht völlig vom Hocker. Trotzdem habe ich gerne über diese außergewöhnliche Freundschaft gelesen. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass sich das Buch gut vorlesen oder auch mit 8 Jahren selber lesen lässt. Die Zeichnungen sind ansprechend gestaltet, hätten aber gerne noch mehr Details haben können.

Mir gefällt es, dass Tiberius selber schon ganz alt ist, also quasi ein Dino-Opa, und auch die Erwachsenen nach kurzem Erstaunen positiv auf den Saurier reagieren. So einen schokoverliebten Dino muss man ja auch einfach mögen. Das kleine Abenteuer ist unterhaltsam und macht definitiv Lust auf weitere Teile der Reihe. Für alle Dinosaurierfreunde und Fans von Benjamin Blümchen eine klare Empfehlung.

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Rezensionen von Linelovesreading :

Eine sehr schöne Liebesgeschichte

Because of You I Want to Stay von Nadine Kerger

Dieses Buch ist ein absolutes Highlight für den Sommer. Allein das Setting sorgt für ein sommerliches feeling. Der Schreibstil und die Handlung tragen ebenfalls dazu bei.
Insgesamt ist die Handlung sehr schön und erzählt eine schöne Liebesgeschichte ohne unnötige Dramen. Ein bisschen Spannung ist natürlich trotzdem vorhanden, was aber perfekt in die Geschichte hineinpasst.

Auch der Titel des Buches passt perfekt zur Handlung.
Die Charaktere sind sehr realistisch und reagieren auch so, wie man selbst in der ein oder anderen Situation reagieren würde. Am liebsten mochte ich die Oma von Hannah, die mich teilweise sehr an meine eigene Oma erinnert hat. Aber nicht nur die Hauptcharaktere sind toll ausgearbeitet, sondern auch die Figuren, die nur am Rand vorkommen, wie zum Beispiel Paul und seine Oma.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Alter der Personen zum Teil irgendwie nicht passte. Blake müsste eigentlich deutlich älter sein als Josie und ihre Freundinnen, was aber nie so rüberkam.
Insgesamt eine sehr romantische und liebvoll erzählte Geschichte. Ich freue mich schon auf den nächsten Band dieser Reihe.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Vergangenheit und Geheimnisse

Nichts bleibt verborgen von A. von Beck

Hannah Harth ist freiberuflich als Innenausstatterin tätig , sie findet bei der Besichtigung einer Villa eine Leiche .Mit einem Schlag ist ihre Vergangenheit wieder präsent.Den die Leiche ist der Bürgermeister ihres Heimatörtchens ihrer Kindheit, wo vor 30 Jahren ihre Schwester Jette verschwand.

Sie will herausfinden, was damals geschehen ist und reist zurück in den kleinen Ort, wohin sie eigentlich nie zurückkehren wollte. Hannah will ein paar Tage Urlaub in einem Wellness Hotel nahe der Gemeinde Trauertal machen.Und um mit den tragischen Vorfällen, die sie seit ihren Kindertagen belasten, endlich abschließen zu können.Ihre Ankunft löst Unruhe im Dorf aus und reißt alte Wunden auf. Hannah nimmt Kontakt zu alten Bekannten auf, um sie nach ihren Erinnerungen zu befragen. Man begegnet ihr mit verhaltener Freundlichkeit,aber hinter der idyllischen Fassade des Ortes lauern finstere Geheimnisse. Diese kommen nun nach und nach ans Licht – und bringen Hannah in tödliche Gefahr .

Der Autor A. vob Beck hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nahm er mich mit und ließ mich an der Seite von Hannah alles mit erleben-auch einige Überraschungen taten sich auf-4 Sterne.

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Rezensionen von Lesestern:

Liebe in schwierigen Zeiten oder das Geheimnis des alten Colonels

Ins Herz geprägt von Crystal Caudill

"Ins Herz geprägt" ist Debüt und Auftakt einer neuen christlich- historischen Krimi- Reihe der Autorin Crystal Caudill und ist im Februar 2024 bei SCM Hänssler erschienen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Theresa Plane, " die kleine Soldatin" , die als Vollwaise bei ihrem Großvater, einen militärisch gesinnten Geschäftsmann aufwächst.

Als seine Druckerei in finanzielle Not gerät, hilft ihm Theresa die Schulden abzubauen und willigt ein in eine Heirat mit Edward , eine für ihre Zukunft sichere Partie. Doch der Druck der Gläubiger wird immer größer und kriminelle Machenschaften verändern Theresas Leben von einem auf den anderen Tag...
Zeitgleich befindet sich Broderick Cosgrave, Agent des Secret Service in einem verdeckten Fall um einen Fälscherring. Bei seinen verdeckten Ermittlungen trifft er auf seine ehemalige Verlobte " Reese", die er durch dramatische Ereignisse in der Vergangenheit aus den Augen verloren hat.
Es scheint, dass Theresa in seinen aktuellen Fall verwickelt ist...
Mein Leseeindruck:
Man taucht ein in das Cincinnati des Jahres 1884 , in der eine Fälscherbande ihr Unwesen treibt und von Verbrechen und Mord nicht zurückschreckt.
Chrystal Caudill gelingt es, die Genren Historie, Romantik, Krimi und christlicher Glaube zu einem spannenden Romangeflecht zusammen zu fügen.
Ihr fließender Schreibstil schafft es, dass man gebannt Seite um Seite dem Geschehen folgt.
Fein eingesponnen ist der Faden der Vergebung und des immer wieder aufleuchtenden Gottvertrauens, egal in welchen Situationen sich die Protagonisten des Romans befinden. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und deren Entwicklung ist authentisch nachvollziehbar. Die Autorin wartet mit überraschenden Wendungen immer wieder auf, sodass man dem Geschehen fesselnd bis zum Ende folgt.
Mein Fazit:
Geheimnisse aus der Vergangenheit, Intrigen und fehlendes Vertrauen und die Gefahr krimineller Verbindungen sorgen für ein spannend- unterhaltsames Lesevergnügen.
Ehrliche Glaubensanfragen in Situationen, die jegliche Erwartung zutiefst erschüttern verleihen der Geschichte eine Authentizität, die dieses Buch zu einer tiefgründigen und wertvollen Lektüre macht.
Ich freue mich auf weitere Veröffentlichungen ????in dieser Reihe ????

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein wunderbarer Abschluss der Achenthal-Saga

Zeit der Winterrose von Izabelle Jardin

Im Januar 1847 flieht Elise Cunningham geborene von Achenthal mit ihrer kleinen Tochter Leah aus England zu ihrer Familien nach Schlesien. Im April verunglückt ihr Mann Fletcher inm Londoner Hyde-Park mit ihrem Pferd Diabolo und stirbt kurze Zeit später. Elise, die sofort an sein Krankenbett geeilt war und dort bis zu seinem Tod ausgeharrt hat, ist also wieder frei.

Sie kehrt nach Schlesien zurück, wo sie erfahren muss, dass das Schicksal von Gut Achenthal und der anhängenden Weberei am seidenen Faden hängt.

Es war so schön die Mitglieder der Achenthal-Familie, Gräfin Auguste von Bresow, Konrad von Radenau, Johane, der gute Geist der von Achenthals, Erdmine, die Konrad von Pommern nach Schlesien gefolgt ist und auch Marie, genau so wie die Familie Cunningham, ihren Freunden Beatrice, Grace, Michael und Salvinia mit Töchterchen Malaika wiederzulesen. Alle sind mir in den letzten beiden Büchern mit ihren Schicksalen so richtig ans Herz gewachsen. Mit Caroline von Eschenbach, Robert Schreimaker und der Familie von Konrad lerne ich noch weitere sehr interessante Menschen kennen. Ich habe mit ihnen mit gefiebert, mit gelitten, habe mit ihnen gelacht, mich mit ihnen gefreut und gefeiert. Diesmal spielt Elisa, die Tochter des Hauses eine ganz besondere Rolle. Wie sie sich für die Armen und Schwachen einsetzt, nie ihre Nase oben trägt, schlichtend eingreift und mit ihrem Handeln so viel Gutes bewirkt, ist schon bewundernswert.
Autorin Izabelle Jardin ist es auch diesmal gelungen, mich mit ihrem flüssigen und leicht zu verstehenden Erzählstil ganz schnell tief in die Geschichte der von Achenthals hineinzuziehen. Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Die 33 Kapitel haben eine angenehme Länge und sind mit Ortsangabe, Zeit und einer knappen Überschrift versehen. So kann ich mich vom Januar 1847 bis Winter 1851 noch besser orientieren.
Sehr gut hat mir auch hier der geschichtliche Aspekt gefallen, der gekonnt in die Geschichte eingearbeitet wurde und den die Autorin sehr gut und detailliert recherchiert hat. Der Geist des Umsturzes und die Auswirkungen der Märzrevolution 1848 kommen hier sehr gut bei mir an. Im Anhang finde ich dazu ein Quellen- und Literaturverzeichnis.
Auch was es mit der im Titel genannten Winterrose auf sich hat, erfährt man hier von Elise.

Dies ist der Dritte und leider letzte Teil der Achenthal-Trilogie und ich finde es so schade, dass ich mich jetzt aus Schlesien und von diesen liebenswerten Menschen verabschieden muss. Ich habe die lesende Zeit mit ihnen wieder sehr genossen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener hist. Krimi

Schillerwiese von Lotte Kinskofer

Ich kenne Lotte Kinskofer bereits durch ihre Krimi-Reihe rund um Sportjournalisten Thomas Reitinger, die in den Jahren 2007 - 2016 erschienen ist. Deshalb war ich auf diesen historischen Krimi, der auf einer wahren Begebenheit beruht, sehr neugierig. Um es kurz zu machen: Ich bin nicht enttäuscht worden!

Worum geht’s?

Im Mai 1925 wird die Leiche einer vorerst unbekannten jungen Frau an einem Baum hängend aufgefunden.

Ausgerechnet auf der Schillerwiese, die früher als Hinrichtungsstätte von Regensburg genutzt worden ist. Als die Tote als Vroni Haberl, eine ledige Mutter eines Zwölfjährigen, die in ärmlichen Verhältnissen leben muss, identifiziert wird, ist für die Polizei, die ohnehin keine größeren Ambitionen zeigt zu ermitteln, klar: Hier liegt ein Selbstmord vor.

Vronis Nachbarin Anna, selbst Mutter zweier Kinder, glaubt nicht an Selbstmord. Denn Vroni würde ihren Sohn niemals im Stich lassen. Obwohl sie im Moment selbst einige Probleme mit ihrem Ehemann hat, nimmt sie sich Karls an. Gemeinsam mit Karl beginnt sie an Vronis früherer Arbeitsstätte, einem großen Gut, nach Vroni zu fragen. Dabei kommen sie dem Mörder gefährlich nahe.

Als Anna verschwindet, bittet ihr Ehemann seinen Schwiegervater, den Münchener Oberkommissar Benedikt Wurzer um Hilfe. Die Gleichgültigkeit seiner Regensburger Kollegen Nachforschungen anzustellen, bringt ihn ziemlich auf die Palme. Wurzer nimmt die Nachforschungen nun selbst in die Hand und stößt auf ein Komplott höchsten Ausmaßes, in dem auch einige der Regensburger Kollegen verstrickt zu sein scheinen.

Meine Meinung:

Mit diesem fesselnden historischen Roman entführt Lotte Kinskofer in die Zeit der Goldener Zwanziger Jahre, die für den überwiegenden Teil der Deutschen gar nicht so golden war. Diese Jahre sind von Armut, Arbeitslosigkeit sowie politische Unruhen geprägt.

Der Schreibstil ist flott und flüssig. Nebenbei erhält man Einblick in die Ereignisse, die zum Erstarken der Nationalsozialisten führen, wie Waffen gehortet, Männer für allerlei Attentate rekrutiert werden und für das Erreichen von Zielen auch über Leichen gehen. Dafür hat die Autorin penibel recherchiert. Mir gefällt das gut, wenn subtil ohne große Worte historische Zusammenhänge, die mitunter Ähnlichkeiten mir der Gegenwart erkennen lassen, in die Geschichte eingewoben sind.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi 5 Sterne.

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Rezensionen von Arambol:

Hatte mir mehr erhofft

Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann


"...wer sich in der Vergangenheit suhlte oder die Zukunft plante, lief Gefahr, die Gegenwart zu verpassen."

Der Thriller startet vielversprechend spannend mit mehreren verschiedenen Handlungsssträngen. Ab Kapitel drei (von insgesamt sechs) zieht sich die Erzählung für einen Winkelmann aber ungewohnt zähflüssig dahin und die Spannung fällt, durch zu viele und damit verwirrende Erzählstränge, deutlich ab.

Die regelmäßig eingestreuten und in einem auffallend anderem Schriftbild gesetzten und mit "Hinter der Zeit" überschriebenen Aufzeichnungen des vermeintlichen Täters wirken zunächst nur verwirrend. Erst recht spät offenbart sich ihr eigentlicher Sinn.

Es gibt durchaus einige genretypische Schockmomente und irgendwann sorgt allein schon die Frage "Hast du Zeit?" für Gänsehautmomente.

Der nicht so wirklich freiwillig in die Ermittlungen verwickelte Polizeibeamte in Ruhestand Lars Erik Grotheer und sein Hund namens "Jemand" waren mir auf Anhieb sympathisch. Viele der weiteren Charaktere konnten mich dann allerdings nicht so recht überzeugen und wirkten zuweilen wenig lebensnah.

Das Finale ist heftig und definitiv nichts für schwache Nerven, aber für einen Thriller durchaus angemessen und legitim.

Andreas Winkelmann liefert mit "Hast du Zeit?" einen soliden und routiniert geschriebenen Thriller ab, von dem ich mir allerdings deutlich mehr erwartet hatte. Schade: aufgrund unnötiger Längen ragt der Thriller leider nicht über Durchschnittsniveau hinaus.

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