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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Unterhaltsam

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

Zum Inhalt:
Ben und Marina sind getrennt, kümmern sich aber regelmäßig um die beiden Kinder im Nestprinzip und Ben liebt seine Freundin Julia. Ben ängstigt sich über den Krieg in Osteuropa, ist gesundheitlich nicht fit und hat Geldsorgen. Eines Tages flüchten Marina und Ben mit den Kindern nach Brasilien, Julia bleibt zurück.

Meine Meinung:
Die Geschichte hat was. Gerade Ben ist als Protagonist in seiner Art irgendwie verschroben aber dadurch auch irgendwie liebenswert. Man fragt sich auch, wie man wohl als Freundin damit umgeht, wenn der Freund mit Kindern und getrennter Frau in ein weit entferntes Land flieht ohne einen in Kenntnis zu setzen oder gar mitzunehmen. Ben und Marina sind immer wieder hin und her gerissen zwischen Trennung oder möglichem Neubeginn. Ben reflektiert immer wieder sein Leben, kommt aber nie so wirklichen vom Fleck, weiß aber dass er etwas ändern muss. Das Buch ist äußerst unterhaltsam, auch wenn man mitunter den Faden verliert, weil die Geschichte schon auch sehr springt, insgesamt aber gute Unterhaltung ist.
Fazit:
Unterhaltsam

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Rezensionen von nil_liest:

Wenn die Demenz die Füße wegzieht

Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini

Dieser Bademeister hat keinen Himmel mehr, weil er in seinem Wohnzimmer sitzt und keine Perspektive mehr hat.
Hubert ist dement, seine Frau seit Jahren verstorben. Er braucht dauerhafte Aufsicht, weil er sich und andere sonst gefährden könnte. Ein trauriges Dasein, dass uns aus der Perspektive einer Jugendlichen mit 15 Jahren erzählt wird, die auch in diesem Mehrparteienhaus lebt und viel Zeit mit Hubert verbringt.

Zum einen um die polnischen Pflegekräfte zu entlasten und weil sie Hubert beschützen will und sich intuitiv in ihn hineinversetzen kann. Denn die junge Dame, Linda, trägt suizidale Gedanken in sich und sinniert ab und an – mal mit sich, mal mit Hubert – wie es wäre zu verschwinden. Sie ist Tochter einer Alleinerziehenden, wie Kevin, den sie in seinen jüngeren Jahren zur Grundschule mitnahm um seine Mutter zu entlasten.
‚Der Bademeister ohne Himmel‘ von Petra Pellini erzählt von einem Leben mit Demenz und wie die Würde verschwindet, die einen durch das Leben getragen hat. Es hilft auch zu verstehen wie anders Demenz mitgedacht werden muss, wenn Linda intuitiv die Spiegel in der Wohnung zuhängt, weil Hubert auf die vielen Menschen in seinem Umfeld reagiert. Klar, dem Roman merkt man an, dass Petra Pellini viel Erfahrungen hat mit Dementen und diese hier einbaut und uns für deren Bedürfnisse sensibilisiert.
Durch die jugendliche Stimme der Erzählung und die naivere Herangehensweise an die schwere Krankheit bricht die Schwere. Nur hatte es für mich an der ein und anderen Stelle ein wenig Länge. Geschmacksache.
Das Hörbuch war super gut eingelesen von Maria-Isabel Walke. Besonders mochte ich die polnischen Helferinnen. Sie findet für jeden Charakter eine eigene Intonation und spielt die Charaktere sehr gut.

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Rezensionen von Anno:

Wie aus der Zeit gefallen

Feuerjagd von Tana French

Ich habe diesen Roman ohne die Kenntnisse des vorangegangenen Bandes gehört. Probleme jedoch in die Handlung einzusteigen hatte ich keine. Doch vermute ich, dass mir Details und Einzelheiten dadurch entgangen sein können. Dennoch hat mich die intensive Erzählweise und Tiefe der Handlung beeindruckt.

Im Mittelpunkt hierbei steht ein Mädchen, dessen Vater nach langer Abwesenheit nach Hause zurückkehrt und das Familiengefüge gründlich stört. Selbst das Leben im Dorf rüttelt er gehörig durcheinander.
Zu Beginn aber zieht sich die Handlung teilweise etwas, wodurch aber auch Zeit bleibt das Dorf und seine Bewohner kennenzulernen. Interessant aber fand ich auch das Setting, was mich trotz des irischen Handlungsortes stark an den wilden Westen erinnerte und mir dadurch auch zeitlich seltsam nostalgisch erschien. Diese Aura entspannte sich auf das gesamte Buch und lies es trotz seiner Eindringlichkeit und der sehr gut und glaubhaft ausgearbeiteten Charaktere der Welt seltsam entrückt wirken- sehr außergewöhnlich aber auch sehr bewegend.

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Rezensionen von Nele33:

vielschichtig und spannend

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Im mittlerweile 12. Fall, mit Will Trent und Sara Lincoln sind die beiden in ihren Flitterwochen unter falschen Angaben in einem Resort angereist. Sie haben keine Lust, sich während dieser romantischen Auszeit mit anderen Gästen über ihre wahren Berufe zu unterhalten.

Das Resort ist abgelegen und die Umgebung paradiesisch.

An ihrem ersten Abend ist es jedoch schnell mit der Romantik vorbei, als sie panische Hilferufe hören. Leider können sie der Person nicht mehr helfen, aber mit den Flitterwochen ist es schlagartig vorbei. Die beiden ermitteln und stoßen auf die kranken Familienstrukturen des Opfers. Es gibt viele Tatverdächtige, doch Will schießt sich von Anfang an auf einen Täter ein.

Wie immer konnte mich Karin Slaughter mit ins Geschehen nehmen und hat eine tolle und verstörende Geschichte um die Familie des Opfers geschrieben. Es gibt genügend Überraschungen und auch Wendungen, sodass trotz tiefergehenden Schilderungen die Spannung durchweg gegeben ist.

Mich konnte "Letzte Lügen" begeistern und ich empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von Liddy:

Hält was es verspricht

Baby Nelson (unkaputtbar) 3: Disney: Dschungelbuch: Balu liebt Bäume von Karin Slaughter

Endlich mal ein Buch, bei dem man sich keine Sorgen machen muss und welches hält was es verspricht.

Nach intensivem Testen sind wir mehr als begeistert. Es ist wasser- und reißfest und falls die Seiten doch mal schmutzig werden, lassen sie sich leicht sauber machen. Nun muss man sich keine Sorgen mehr über rausgerissene Seiten machen.

Auch wenn da mal Flüssigkeit drüber läuft ist es kein Problem mehr. Außerdem ist das Buch perfekt zum Mitnehmen. Es ist schön klein und leicht und der perfekte Begleiter. Das Buch weckt jedenfalls den Entdeckergeist der Kleinen.

Die Ausgabe von "Das Dschungelbuch: Balu liebt Bäume" ist sehr süß. Balu zeigt Mogli warum Bäume so besonders sind und was sie alles leisten. Die Illustrationen sind mehr als gelungen. Ferner haben die Texte die perfekte Länge zum Vorlesen.

Von uns eine klare Kaufempfehlung für die Bücher!

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Rezensionen von Tara:

Ein wenig skurril und dennoch authentisch

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

„Sobald wir angekommen sind“ ist ein ungewöhnliches Buch des Autors und Filmregisseurs Micha Lewinsky.

Ben Oppenheim fürchtet den Dritten Weltkrieg, hat das Worst-Case-Szenario schon lange im Kopf und nun ist es soweit – denkt er. Als einzigen Ausweg sieht er Brasilien, dem Ziel, dass auch sein Lieblingsautor Stefan Zweig gewählt hat.

Zusammen mit seiner Exfrau Marina und den gemeinsamen Kinder Rosa und Moritz will er von Zürich aus dorthin flüchten. Seine neue Freundin Julia mit ihrem Sohn Prince plant er dabei nicht ein. Schließlich handelt es sich um eine Flucht und nicht um einen Urlaub.

Der Schreibstil von Micha Lewinsky liest sich sehr angenehm. Er ist klar, lebendig und amüsant. Tiefgründiges, Gedanken, die nachdenklich machen und leichter hintergründiger Humor wechseln sich ab.
Mit Ben Oppenheim hat der Autor einen eigenwilligen Protagonisten erschaffen, der sich viele Gedanken über die Entwicklung in der Welt macht. Die Handlung beleuchtet ganz alltägliche Begebenheiten und obwohl Bens Gedanken durchaus nachvollziehbar sind, wirkt das ganze Szenario ein wenig skurril.

Thematisch birgt der Roman einiges in sich. Es geht um die jüdischen Wurzeln des Protagonisten und den damit verbundenen Fluchtinstinkt, Ängste, Familie, Selbstfindung, Atomkrieg und vieles mehr.

Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist einfach mal etwas Anderes und alles andere als Mainstream.

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Rezensionen von gerlisch:

Fesselnde Story

Dangerously Close von Lana Rotaru

Liv will Journalistin werden und will ihre Abschlussarbeit über ein spannendes Thema schreiben. Da kommt ihr die Story über den seit zwei Jahren im Gefängnis sitzenden Mörder von der Influencerin Sarah Mills gerade recht. Es gibt nur ein Problem, der Täter Westin Vermont schweigt seit seiner Verurteilung über die Tat.

Überraschender Weise stimmt er aber einem Interview mit Liv zu. Schon nach ein paar Gesprächen hat sie Zweifel an Westins Schuld und beginnt selbst zu ermitteln.
Dank des locker und leichten Schreibstils war ich sofort von der Story gefesselt. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Liv und Westin, dadurch lernt man die Charaktere gleich gut kennen. Liv mit ihrer offenen und schlagfertigen Art war mir sofort sympathisch. Westin wurde erst als knallharter Knasti dargestellt, der aber nach und nach offener und herzlicher wurde. Die Atmosphäre des Gefängnisalltags wurde von der Autorin glaubwürdig dargestellt. Sei es die angespannte Stimmung unter den Gefangenen, die teilweise korrupten Wärter oder das schlechte Essen, alles wurde gut in Szene gesetzt.
Der Plot legt ein hohes Tempo vor und erzeugt somit gleich von Anfang an Spannung, die das ganze Buch über gut gehalten wird. Manche Handlungen hätten meiner Meinung nach ruhig noch etwas ausführlicher beschreiben werden können, so waren manche Szenen ruckzuck durch. Die Thriller-Elemente kamen hier nicht zu kurz und haben mich mit mehreren unerwarteten Twists gut unterhalten. Einzig ein paar unrealistische Szenen haben mich in meinem Lesefluss gestört. Ansonsten gebe ich hierfür sehr gerne eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Lesemama:

Was wäre wenn

Emmas Herzdilemma von Stefanie Gerstenberger

Zum Buch:

Endlich Ferien. Emmas größter Wunsch, Zeit mit dem coolen Oskar verbringen. Allerdings passiert ihr ein kleines Missgeschick und ihre Eltern canceln den Urlaub und schicken sie mit ihrer Tante nach Rom. Dort soll Emma in der kleinen Pension ihrer Tante aushelfen und endlich lernen, Verantwortlichen zu übernehmen.

Oder sie verpasst ihren Flug und bleibt einfach in Köln.


Meine Meinung:

Ich mag die Autorin sehr gerne, auch ihre "Erwachsenenromane", die auch in Italien spielen. Bisher las ich allerdings nur Jugendbücher von ihr und ihrer Tochter, aber Emmas Herzdilemma hat mich echt überzeugt. Es war keine Seite langweilig und zeigte sehr gut den Zwiespalt zwischen Vergnügen und Verantwortung, die erste Liebe bzw. Verliebtheit. Die Idee mit den zwei Erzählsträngen, einmal Köln, einmal Rom, hat mir sehr gut gefallen. Es war so eine schöne Was-wäre-wenn Situation.
Anhand der unterschiedlichen Schrifttypen erkennt man leicht, in welchem Land sich Emma gerade befindet. Doch, es hat Spaß gemacht, es war unterhaltsam, auch ein bisschen romantisch und eine richtig gut umgesetzt Idee.

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Rezensionen von nessabo:

Krimikomödie voller emotionaler Situationskomik und mit einer herzzerreißenden Relevanz

Ein Mann zum Vergraben von Alexia Casale

[TW: häusliche Gewalt]

Ich war zu Beginn etwas unsicher, ob mir das Buch mit seiner Krimi-Komponente zu viel ist, weil ich bzgl. Gewaltverbrechen extrem sensibel bin. Und obwohl es natürlich um Totschlag geht, bin ich beeindruckt davon, mit welchem Humor ein so relevantes Thema hier behandelt wird.

Eigentlich geht es Alexia Casale nämlich vor allem darum, das Thema häusliche Gewalt, ganz besonders im Kontext der Corona-Lockdowns, niedrigschwellig an die Menschen zu bringen. In ihrer Arbeit hatte sie nämlich oft das Gefühl, nicht genügend zu erreichen, weil Menschen die patriarchale Gewalt an Frauen und Mädchen (bzw. natürlich FLINTA) zu sehr als „Privatsache“ ansehen und weniger als ein strukturelles Problem. Besonders diese Einordnung im Nachwort der Autorin hat mich emotional noch einmal extrem erschüttert und macht den Roman zu einer klaren Empfehlung.

In „Ein Mann zum Vergraben“ begleiten wir vier Ehefrauen (und zum Teil deren Töchter) verschiedener Schichten und race. Zwei waren einmal befreundet, alle anderen kennen sich gar nicht. Bis sie alle ihre gewalttätigen Männer umbringen und zufällig aufeinanderstoßen. Es formt sich ein ganz besonderer Club, der geprägt ist von bedingungsloser Solidarität und Freundinnenschaft. <3

Begleitet von allerlei Widrigkeiten, die an Situationskomik kaum zu übertreffen sind, müssen sie nun nicht nur vier Leichen beseitigen, sondern sich auch einen plausiblen Grund für das Verschwinden ihrer Männer einfallen lassen.

Ich mochte besonders, dass es hier überhaupt nicht darum geht, (tödliche) Gewalt als etwas Lustiges darzustellen. Stattdessen macht der Roman Raum für moralische Fragen. Welche Optionen haben Frauen, die unter der Gewalt ihrer Ehemänner leiden? Wenn die ihre Töchter zwangsverheiraten wollen? Oder sogar das Leben der Kinder bedrohen? Was, wenn aufgrund eines Lockdowns die sowieso begrenzten Hilfsangebote noch weiter beschränkt werden? Können wir als Leser*innen ihre Erleichterung nachvollziehen?

Der Humor des Romans ist ein schwarzer, doch er nimmt dem Thema nie die Ernsthaftigkeit. Casale ist es dabei gelungen zu transportieren, dass patriarchale Gewalt unabhängig von religiösen und kulturellen Einflüssen überall zu finden ist ohne dabei z. B. rassistische Stereotype zu bedienen. Ebenfalls schafft es die Autorin, die emotionale Ambivalenz der Frauen nach der Tat abzubilden. Die Krimi-Aspekte finde ich so reduziert beschrieben, dass der Roman auch von sensibleren Gemütern gelesen werden kann. Die deutsche Übersetzung war an einigen Stellen etwas holprig, das ist aber mein einziger Kritikpunkt.

Ich gehe bedrückt, aber auch bestärkt aus der Lektüre hervor. Mein Herz bricht für all die Gewalt, die FLINTA weltweit besonders in ihren Beziehungen ertragen müssen. Solange sich nichts grundlegend ändert, bleibt uns zumindest die Solidarität untereinander. Und das ist eindeutig die große Stärke des Romans.

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Rezensionen von _ich.lese_:

Eine besondere Freundschaftsgeschichte

Tilda und Pony Törtchen von Ninka Reittu

Tilda wünscht sich so sehr ein Pony. Mit dem Pony könnte sie dann ganz tolle Dinge machen. So zumindest ihr Plan. Aber Törtchen hat seinen eigenen Kopf und so dauert es, bis die zwei Freundschaft schließen.


Was für ein wunderschönes Bilderbuch, es lebt durch die zauberhaften Bilder.

Tilda ist so ein aufgedecktes, lebhaftes Kind, es macht richtig Freude von ihr zu lesen. Dann noch ihr Oma und Omi, die zusammenleben, alles völlig normal und unaufgeregt erzählt. Und dann gibt es natürlich noch Törtchen mit seinem eigenen Kopf, so ganz anders als Tilda sich ihr Pony gewünscht hat und gerade deshalb besonders liebenswert.
Ich fand es schon zu lesen wie sich das Pony in Tilda hineinversetzte und andersrum Tilda in Törtchen, wie langsam Verständnis füreinander wuchs und wie sie doch noch genau die Freunde wurden, die Tilda sich gewünscht hat. Und natürlich die Bilder, alleine schon dafür lohnt sich das Buch.

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