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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von readpassion9:

sehr genial mit viel Spannung und Wendungen

Letzte Lügen von Karin Slaughter

Will Trent und Sara Linton verbringen ihre Flitterwochen auf einer abgelegenen Lodge in den Appalachian. Die Ridgeview Lodge verspricht ein Glamping Erlebnis inmitten der Natur, abgeschieden und nur zu Fuß zu erreichen, nur wenige Gäste, was will man mehr? Doch für die beiden sind die Flitterwochen schon nach einem Tag beendet, als ein Mord geschieht.

Will Trent trifft einen "alten Bekannten" wieder und ist voll in die Ermittlungen eingebunden. Wer ist der Mörder, was das Motiv? Schnell stellt sich heraus, dass jedes Familienmitglied des McAlpine Clans dunkle Geheimnisse hat....

Wow, hier bekommt man Thrill, Karin Slaughter zeigt einmal mehr, dass sie die Queen of Crime-Thrill ist. Nicht ist wie es scheint, es gibt Wendungen und Überraschungen bis zum bitteren Ende. Jetzt schon mein Jahreshighlight 2024.

In gewohnt flüssigem Schreibstil konnte ich tief in die Story eintauchen, durch die Karte konnte man die Wege der Personen auch gut nachvollziehen. Ich habe mitgerätselt und musste meine Theorien immer wieder begraben, neue Erkenntnisse und Wendungen lassen mich sprachlos zurück. Menschliche Abgründe tun sich auf, die teils schwere Kost sind.

Fazit: Sehr genialer Thriller, eigentlich nicht mehr zu toppen!

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Rezensionen von atlaentis:

Komplex

When The Moon Hatched von Sarah A. Parker

An sich hat das Buch all meine Erwartungen erfüllt und mich mit einer kreativen Welt, abwechslungsreichen Charakteren und einer angenehmen Lovestory empfangen. Der Anfang ist sehr rasant, da man Raeve in ihrem Element erlebt und durch einen Verlust auch ihre verletzliche Seite zu spüren bekommt. Verwirrt haben mich jedoch die vielen Begriffe, die einfach so in den Raum geworfen werden, ohne ausführlicher erklärt zu werden, zumindest im Text.

Hinten ist ein Glossar, doch das ständige Blättern zwischen Geschichte und Glossar wird schnell anstrengend und so habe ich mich damit abgefunden, mir viel durch den Kontext und meine eigene Fantasie zusammenreimen zu müssen. Das hätte man durchaus geschickter lösen können, indem ein kurzer Nebensatz die Begriffe umschreibt. Auch die Begriffe Dae, Mah und Pah waren für mich überflüssig. Wie üblich vom Tag oder den Eltern zu sprechen, hätte nicht geschadet und nur mehr Fragezeichen vermieden. Trotz der komplexen Welt, auf die zu wenig in der Geschichte selbst eingegangen wird, muss ich dennoch anmerken, dass mir der Rest gut gefallen hat. Raeve ist eine dynamische Protagonistin, die von ihren Rachegelüsten getrieben wird und durchaus gegen Ende mehr Einsicht hätte zeigen können, dass auch sie Liebe verdient hat, da sich Kaan 800 Seiten lang sehr Mühe gegeben hat. Kaan selbst fand ich sympathisch, da er nicht der skrupellose Herrscher ist, für den Raeve ihn hielt, auch wenn ich mir mehr Informationen über die Beziehung zu seinem Drachen gewünscht hätte. Die verschiedenen, anderen Charaktere machen die Geschichte spannend und teilweise unvorhersehbar, dennoch bleibt der Fokus immer auf der Liebesgeschichte. Die Drachen kommen mir eine Spur zu kurz, aber dafür tauchen weitere magische Wesen auf, die hin und wieder die Handlung beeinflussen. Grundsätzlich hätte man ein wenig mehr aus der erschaffenen Welt holen können, da das Potential definitiv gegeben war, doch so verlaufen sich einige Szenen, mit denen man noch mal zusätzliche Spannungsmomente hätte kreieren können, wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob diese im zweiten Teil überhaupt noch aufgegriffen werden. Positiv hervorheben muss ich jedoch die weicheren Momente zwischen Kaan und Raeve, als auch der geniale Wechsel zu Kampfszenen, die eindrucksvoll geschrieben sind, sodass man mit ihnen einfach mitfiebern muss. Der Schreibstil ist somit sehr beeindruckend und macht es trotz einer teils zu komplexen Welt möglich, das Buch kaum aus der Hand zu legen, weil man unbedingt wissen möchte, wie es nun weitergeht.

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Rezensionen von readpassion9:

schwache Fortsetzung

Signum von John Ajvide Lindqvist

"Signum" ist der zweite Teil der Stormland-Trilogie, die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an. Insofern sollte man logischerweise mit dem ersten Teil "Refugium" beginnen, sonst könnte man Verständnisprobleme bekommen.
Es geht weiter mit den bekannten Protagonisten Kim und Julia.

Im ersten Teil war ich ganz begeistert, wie sich Julia und Kim kennenlernen, wie sich die Beziehung der beiden verschiedenen Charaktere gestaltet. In diesem Teil war die Luft für mich raus. Julia wünscht sich eine feste Beziehung und das nimmt für meinen Geschmack viel zu viel Raum ein. Ich empfand Julia zunehmend nervig, auch mit ihrer Verbissenheit, endlich mal ein Buch zu schreiben das mehr Substanz hat.
Kim ist für mich nach wie vor der interessantere Charakter, auch wenn er in diesem Teil auf Abwegen ist und den Rächer spielt.
Die Handlung wirkt gewollt konstruiert, hatte teilweise groteske Züge, so kam für mich auch leider wenig Spannung auf. Sehr schade, denn der erste Teil war ein wirkliches Highlight. Jetzt warte ich auf den nächsten Teil und hoffe dass er es schafft, mich wieder voll mitzureißen.

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Rezensionen von nil_liest:

Wer sind Leto, Atalante und Kydippe? Finde es heraus!

Ich, Athene, und die mutigen Frauen aus Olympia - Live aus dem alten Griechenland von Frank Schwieger

Auf die Plätze, fertig, los! Passend zum Start der Olympischen Spiele 2024 in Paris haben Frank Schwieger und Ramona Wultschner in ihrer Reihe um Antike Helden den folgenden Band herausgebracht: ` Ich, Athene, und die mutigen Frauen aus Olympia‘. Ein wahrlich tolles Buch, dass 10 Frauen der Antike rund um Olympia kindgerecht und trotzdem mächtig spannend beleuchten.

Das tolle ist, das die Geschichten miteinander ein rundes Bild ergeben, aber auch einzeln und in anderer Reihenfolge gelesen werden können.
Jedes Portrait startet mit einer coolen Zeichnung und kurzen Hinweisen was diese Person ausgezeichnet hat. Es startet beispielsweise mit Athene, die Kluge und wir erfahren sofort, dass sie in allem die Beste ist. Dann folgen immer eine „Das bin ich“ Sektion, die ist wie ein Schulfreund:innenbuch-Eintrag gestaltet. Wer gehört zur Familie, was sind die Lieblingsorte, darauf bin ich Stolz und eine Wusstest du schon-Sektion. Dann folgt jeweils ein spannendes Abenteuer.
Und ganz hinten findet sich noch eine Karte um die Orte In Griechenland (&Italien) zu lokalisieren.
Wie schon die anderen Bände dieser Reihe, lernt man fast unmerklich dazu und ist hinterher nicht nur schlauer sondern auch gut unterhalten, denn auch hier beweist es sich wieder die alten Griechen waren nicht ohne und hier besonders die alten Griechinnen!
Und ich muss es einfach noch mal erwähnen, weil die Zeichnungen mir super gut gefallen: Ramona Wultschner hat hier mal wieder einen großartigen Job gemacht mit ihren Illustrationen!
Ab 10 Jahren/Klasse 4 zum Selbstlesen gut geeignet, aber auch noch spannend für ältere Jahrgänge!
Eine tolle Lektüre während der Olympischen Spiele oder im Urlaub in Griechenland oder wenn es einem nach Abenteuer der klassischen Art dürstet!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Nur der See war Zeuge von Walter Christian Kärger

Nachdem der vorherige Kriminalfall (See ohne Wiederkehr) höchst komplex war, der Max Madlener bis aufs Äußerste gefordert hat, damit er seine Kollegin Harriet Holby vom Verdacht eine Mehrfachmörderin zu sein, reinwaschen konnte, scheint der Alltag im Polizeipräsidium Friedrichshafen beinahe wieder normal zu laufen, aber nur beinahe.

Harriet ist nach wie vor von den Ereignissen traumatisiert und dann betritt Miriam Mosacher die Dienststelle. 1,85 m groß (ohne die Stöckelschuhe), in feinem Zwirn und einem Auftreten, als hätte sie schon zwanzig Jahre Polizeidienst auf ihren Schultern und käme nicht frisch von der Polizeihochschule. Während Madlener ein wenig zurückhaltend wirkt, springt Kollege Götze sofort auf die neue Mitarbeiterin an. Gemeinsam, so denkt er, werden sie den nächsten Fall im Handumdrehen lösen und seine längst überfällige Beförderung wäre ihm sicher.

Meistens kommt es anders als man denkt. Denn gleich zwei Fälle brechen über das Polizeipräsidium Friedrichshafen herein. Ein tote Frau auf einer Müllhalde und das schriftliche Geständnis eines jüngst Verstorbenen, dass er vor 33 Jahren gemeinsam mit einem Freund ein Kind entführt hätte, das in seinem Versteckt erstickt ist. Den Namen des Freundes nennt er nicht.

Während sich Götze und Mosacher versuchen den Mord an der jungen Frau aufzuklären, graben Madlehner und Holtby in den Akten rund um das entführte Kind. Noch wissen sie nicht, was ihnen dieser Cold Case abverlangen wird und Kommissar Madlener seinem Spitznamen „Mad Max“ wieder alle Ehre machen wird.

Meine Meinung:

In diesem Krimi zieht Autor Walter Christian Kärger wieder alle Register. Die oft mühevollen Kleinarbeit bei der Aufarbeitung alter, ungelöster Fälle ist oft frustrierend. Wenn es dann, so wie hier, einen neuen Ermittlungsansatz gibt, wird mit neuem Elan und Volldampf versucht, spät aber doch den Täter auszuforschen und der Familie des Opfers wenn schon nicht unbedingt Gerechtigkeit, zumindest Gewissheit zu verschaffen.

Ich konnte den Krimi nicht aus der Hand legen und habe ihn in einer Nacht gelesen. Wir bewegen uns auf zwei Zeitebenen und staunen, mit welcher Kaltblütigkeit zwei junge Männer ein Kind entführen, es sterben lassen und einen Unschuldigen ins Gefängnis bringen. Ein perfektes Verbrechen - das wollten sie Gott und der Welt beweisen - ist möglich.

Auch der andere Kriminalfall rund um die Tote auf der Müllhalde legt Abgründe mancher Menschen offen, die auch davor nicht zurückschrecken, einen Polizisten in ein Verlies zu sperren.

Wie es gelingt, beide Verbrechen aufzuklären, müsst ihr selbst lesen.

Die Charaktere sind wie immer ausgezeichnet dargestellt. Der Schreibstil gefällt mir auch im achten Fall, fliegen doch Wortspielereien wie Tennisbälle zwischen Max und Harriet hin und her und entlocken mir ein Schmunzeln.

Diese Krimi-Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch sieben Fällen ihren Schwung nicht verliert. Bei Walter Christian Kärger schafft es, den Spannungsbogen nicht nur innerhalb des aktuellen Falles sondern auch in der gesamten Reihe sehr hoch zu halten. . Ja mit jedem überführten Verbrecher, mit jedem gelösten Kriminalfall scheint das Duo Madlener/Holtby besser aufeinander eingespielt zu sein.

Fazit:

Diesem für mich persönlich besten Krimi rund um „Mad“ Max Madlener und Harriet Holtby gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Allerdings rate ich dazu, die Reihe beim ersten Band „Das Flüstern der Fische“ zu beginnen.

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Rezensionen von Helga:

Lesenswerter Kriminalroman

Die Sehenden und die Toten von Sia Piontek

Sia Piontek „Die Sehenden und die Toten“

Ein junger Mann wird an einer Hütte, nahe der Elbtalauen, tot aufgefunden. Seine Leiche wurde grausam zugerichtet. Der 18-jährige stammt aus einer angesehen und wohlhabenden Familie der Wendlander Gegend.

Carla, eine ehemalige Hamburger Mordermittlerin, lies sich ins idyllische und ruhige Wendland versetzten.

Gemeinsam mit ihrer hochsensiblen Tochter, versucht sie die Dämonen und Ängste aus vergangenen Tagen, zu überwinden.

Der Leichenfund ist erstmal ein Schock, doch nach und nach findet sie wieder in ihre alte Ermittlerform…

Von Beginn an sehr spannend und fesselnd. Es ist schön mit zu“erlesen“ wie sich die sehr sympathische Protagonistin ihren Ängsten stellt, sich ihren Platz erkämpft und ihr alte Form langsam wiederfindet. Aber auch die hochsensible Tochter wird langsam offener. 

Für mich ein absolut lesenswerter Kriminalroman, der im Nu ausgelesen war. Ein toller erster Fall für Carla Seidel und hoffe sehr auf weitere.

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Rezensionen von Anno:

Schon im Herbst

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald von Tobias Goldfarb

Die Weihnachtsbücher mit Specki sind hier fester Bestandteil der Adventszeit. Und mit 24 Kapitel eine schöne Ergänzung zum Kalender. Bisher erschien der Drache immer pünktlich zum Beginn der staaden Zeit. Ich wusste jedoch auch, dass ein Osterbuch mit dem Weihnachtsdrachen herausgekommen sein soll.

Ostern und Weihnachten- das konnte ich mir noch irgendwie herleiten. Aber warum soll Spekulatius plötzlich Wochen zu früh und mitten im Herbst erscheinen? Die Erklärung, die dieses Buch lieferte konnte mich selbst nicht ganz überzeugen, doch dem Kind war das gleich. Specki wird heiß und innig geliebt- auch schon im Herbst, im Wald und mit den Tieren und mit jeder Menge Drachen am Himmel. Dass diese Fokusierung auf die Adventszeit aufgegeben wird, ermöglicht nun aber auch viele neue Abenteuer, wodurch es mit Spekulatius, Mats und Matilda bestimmt nicht so rasch langweilig werden wird und wir noch auf viele weitere Bände hoffen können.
Tobias Goldfarbs Stil gefällt mir sehr gut, die Handlung ist einfach, aber durchdacht und sehr kindgerecht umgesetzt, die Kapitellänge angenehm und Speckis Sprachfehler einfach zauberhaft.
Von uns gibt es daher eine klare Kaufempfehlung- trotz Gans…

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Rezensionen von Lesemama:

Sehr emotional

Glow Like Northern Lights von Sarah Stankewitz

Zum Buch:

Lillys Bruder Luca hatte einen Herzfehler und ist gestorben. Natürlich fällt Lilly in ein großes Loch und ist traurig, um wieder zu sich zu finden reist sie nach Island, zu Aron. Ihn hat sie in einem Forum für Angehörige kennengelernt.
Dort angekommen beginnt eine Berg- und Talfahrt der Gefühle.

Meine Meinung:

Auf der Rückseite steht, Sarah ist die Queen der großen Emotionen und dem muss ich zustimmen. Ich hatte auf den ersten vierzig Seiten schon zweimal geweint. Die Geschichte hat mich emotional sehr berührt, vielleicht auch weil Lilly und Luca Zwillinge sind und ich auch Mama von Zwillingen bin. Dann noch das wunderschöne Setting in Island, das noch für besondere Momente sorgte. Eine Wahnsinns Geschichte, die ich innerhalb kürzester Zeit inhaliert hatte, die mich getroffen hat, die mich trotz des Themas sehr gut unterhalten hat und die ich sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung um zu erfahren wie es weitergeht. Eine so wunderbare Story, einfach nur großartig. Das Spiel mit den Emotionen war schon ganz groß.

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Rezensionen von Anno:

Freund und Feind

Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht von Christoph Minnameier

Hexen, Elfen, Gnome, wunderbare Hexenzauber, magische Nebel, lebendige Besen, ein Zauberer und ein Lottogewinn. Hier wird ganz schön viel geboten! Sogar die Hexenpolizei erscheint. Wow! Und dennoch wurde all dies sehr behutsam und altersentsprechend verpackt. Malicias Not und der Wunsch im Wald bleiben zu können ist durchaus nachvollziehbar, auch wenn sie hierfür den falschen Weg einschlägt.

Doch auch Lua schmiedet eifrig Pläne um aus ihrem Gefängnis zu entkommen und für ihre Freiheit zu kämpfen. Trotz ihrer geringen Größe stellt sie sich der Hexe und ihren magischen Künsten und beweist dabei Mut und Raffinesse. Aber erst als die Hexe selbst in eine ähnlich prekäre Lage gerät erkennt diese das Luss Wert nicht finanzieller Natur ist. Wirklich schön erzählt! Eine Moral möchte ich diese Geschichte eigentlich gar nicht so recht unterstellen, denn dafür geschieht eigentlich zu viel um diese eindeutig einzuordnen. Der Wunsch nach Freiheit und einer selbstbestimmten Lebensweise ist ein großer Bestandteil der Handlung, aber auch Not und Habgier spielen darin eine Rolle, sowie letztendlich auch Freundschaft. Mir hat dies wirklich super gefallen- auch weil colourierte Illustrationen die Handlung und gereimte Hexensprüche die Lektüre sehr spannend und interessant gestalten.

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Rezensionen von nessabo:

Gut geschriebene Geschichte, aber die Protagonistin hat mich leider einfach nur deprimiert

Was glänzt, verschwindet mit uns von Caro Reichl

Ich bin voller Erwartungen in diesen Roman gegangen und er hat sich zu Beginn auch vielversprechend gelesen. Dann aber fand ich die Hauptfigur so unfassbar deprimierend und wenig nachvollziehbar, dass ich mich eher geärgert habe.

Nola ist Psychotherapeutin und kommt mit dem Tod ihrer älteren Schwester nicht gut zurecht.

Sie flüchtet sich in ihre Arbeit, verleugnet die Realität, entwickelt eine regelrechte Obsession für einen ihrer Patienten (den sie schon zu Schulzeiten kannte und gut fand) und befindet sich zunehmend in einem hochgradig depressiven Zustand, den ich persönlich schwer auszuhalten fand. Ihre Partnerschaft erscheint auch einfach grundlegend furchtbar, distanziert und unnötig, ich konnte sie null nachvollziehen. Besonders über ihre Rolle als Therapeutin habe ich mich sehr geärgert, weil sie meiner Meinung nach komplett unverantwortlich mit ihren Patient*innen umgeht und sich im Verlauf der Handlung auf kontrollierende und manipulative Art in deren Leben einmischt. Auch die Katze ihrer Schwester, um die sie sich kümmern wollte, vernachlässigt sie auf die verheerendste Art und Weise.

Der Roman ist sehr zugänglich und leicht lesbar geschrieben, ich habe mich auch nicht großartig gelangweilt. Doch für mich persönlich war Nola als Hauptfigur einfach zu problematisch, zu selbstbemitleidend, zu übergriffig. Ein Trauerprozess ist natürlich extrem individuell, aber ich komme mit derartigen Charakteren, die sich auch völlig von anderen isolieren, einfach nicht zurecht. Und über meinen Ärger hinaus konnte ich mich leider auch nicht in die Protagonistin einfühlen und entsprechend kein Mitgefühl für sie aufbringen. Dennoch finde ich, dass der psychische Extremzustand authentisch beschrieben wurde.

Menschen, die genau solche schwierigen Figuren mögen und sich gerne von ihnen herausfordern lassen, könnten in diesem Buch etwas sehr Passendes finden, denn literarisch finde ich es durchaus gut. Und sicherlich ist es auch hilfreich mit einer mutmaßlich schwer depressiven Hauptfigur umgehen zu können. Mich hat der Roman leider sehr runtergezogen und er wird mir damit vermutlich auch nicht im Gedächtnis bleiben.

2,5 Sterne

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