Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bine525:

Fesselnde Mördersuche

Im Unterholz von Sara Strömberg

Der sprachgewaltige und poetische Kriminalroman von Sara Strömberg war genial zu lesen. Die Ausdrucksweise und die genauen Beschreibungen von Land und Leuten haben mich beim Lesen am meisten fasziniert und ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen, ein echter Pageturner.
Die Protagonistin Vera ist nach ihrer Scheidung wieder in ihren kleinen Heimatort gezogen.

Ihr Leben geriet ins wanken, nachdem sie ihr Mann wegen einer Anderen verlies und sie fühlt sich minderwertig. Als jedoch eine Frau im Unterholz aufgefunden wird die bestialisch ermordet wurde, wird sie von ihrem ehemaligen Chef kontaktiert mit der Bitte, einen Artikel darüber zu schreiben. Voller Inbrunst beginnt sie also sich mit de Vergangenheit der Toten auseinanderzusetzen und kommt so der Sache immer mehr auf die Spur.
Die Geschichte wird aus zwei Blickwinkeln erzählt. Einmal aus Veras Erlebnissen, aber auch aus der Vergangenheit von Maria die alles andere als eine schöne Kindheit hatte.
Etwas hat mich an dem Buch jedoch leicht gestört, denn die Lösung des Falles hatte ich schon relativ weit am Anfang des Buches geahnt. Doch die geniale Sprachgewalt des Buches hat das wieder ausgeglichen. Der Rat an die Schüler den die ehemalige Journalistin Vera die mittlerweile als Schulbegleiterin arbeitet lautet: " Manchmal erzeugt Knappheit den besseren Effekt ." Dies ist auch dem eigenen Schreibstil der Autorin anzumerken. I love it. Gepaart mit einer sehr abwechslungsreichen Ausdrucksweise ist es sprachlich das Beste was ich seit langem gelesen habe, Hut ab.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von bine525

Rezensionen von Danislesestube:

Eine gelungene Dystopie

Eleven offline von Jay Lahinch

Langsam komme ich immer mehr in das Dystopie-Genre rein. Immer mehr Geschichten konnten in der Vergangenheit mein Interesse wecken. Sofern es nicht zu realitätsfern war. Denn irgendeinen realen Bezugspunkt brauche ich, um mich in dem vom Autor/von der Autorin erschaffenen Universum zurechtzufinden. Jay Lahinch, die Autorin des Buches „Eleven Offline“, konzentriert sich auf eine KI namens Eve, welche den verbliebenden Menschen ein so perfektes Leben wie möglich bieten möchte.

Das wird nicht etwa durch eine Schnittstelle, sondern durch eine direkte Injektion in den Körper gelöst. Unabhängig davon, ob das in der echten Welt möglich ist, finde ich diese Herangehensweise an die Nutzung einer künstlichen Intelligenz recht spannend. Was einer der Gründe für den Kauf des Buches war. Durch eine genaue Beurteilung weist Eve den Menschen verschiedene Level und Zonen (Wohn-, Arbeitsbereiche) zu. Da dies durchgehend geschieht, kann es immer passieren, dass jemand ein Level aufsteigt oder dieses abnimmt. Wenn letzteres passiert, wird das Individuum am Ende verbannt. Somit sind z.B. Verbrechen Geschichte. Nach einer kontrollierten Abschaltung ist die Menschheit auf sich alleine gestellt. Genauso wie unsere Protagonistin Skye.

Diese war mir direkt sympathisch. Sie ist ein relativ freundlicher und hilfsbereiter Charakter, dessen Ziel es ist, immer weiter in der Gesellschaft aufzusteigen, um dann irgendwann im engen Kreis der Eleven ihre Arbeit zu verrichten. In der Handlung geht sie der Arbeit der Systemadministration nach, welche eine große Wichtigkeit hat. Denn ohne Pflege des Systems kann Eve nicht mehr korrekt arbeiten. Dennoch muss letztere aus zunächst nebulösen Grünen für einen bestimmten Zeitraum deaktiviert werden. Kurz zuvor trifft Skye auf unseren zweiten Protagonisten namens Noah.

Dieser wirkte auf mich zu Beginn wie ein ganz normaler Arbeiter. Nur eben auf einem etwas höheren Level als Skye. Er ist ebenfalls freundlich, aber etwas ruhiger. Letzteres hat seine Gründe. Einer davon verbirgt sich in der Zukunft.

Sonst haben wir noch eine Handvoll Nebencharaktere, die brav ihre Rolle erfüllen. Allzu viel Tiefe dürft ihr nicht erwarten. Denn die meiste Arbeit floss definitiv in die Handlung und Umgebung. Diese beiden wurden, wie in den anderen Büchern der Autorin zuvor, sehr detailliert beschrieben. Bis zur ersten Hälfte des Buches konnte ich mir gut vorstellen, wie eine mögliche Zukunft/Welt der Menschheit, welche sich durch ihre fehlerhaften Verhaltensweisen jeglichen Lebensraum nahmen, aussehen könnte. Klassengesellschaft wird hier wörtlich genommen und ebenfalls genau in separaten Kapiteln und stellenweise in der Handlung erklärt. Auch die Funktionsweise von Eve wird uns vor allem auf den letzten Absätzen näher gebracht. Immerhin müssen wir ja erfahren, warum Skye und Noah welche Entscheidung getroffen haben. Apropos Entscheidungen. Natürlich entwickeln die beiden auch Gefühle für einander. Jedoch bleibt deren Liebesleben eher im Hintergrund. Die Geschichte hatte hier definitiv Vorrang.

Die Art und Weise, wie die Autorin an das Thema Zukunft und die Weiterentwicklung einer KI, welche bei uns noch in den Kinderschuhen steckt, herangegangen ist, hat mich fast durchgehend fasziniert. Dieser Gedankengang konnte mich anregen, mir auch selbst Gedanken zu diesem Thema zu machen.

Kommen wir am Ende noch zu den moderat vorhandenen unerwarteten Wendungen. Nicht alle haben bei mir gezündet, da viele Ereignisse bereits darauf hingedeutet haben und ich im Prinzip nur auf die große Enthüllung warten musste. Dass mit Noah etwas nicht stimmt, steht sogar im Klappentext. ^^ Alles andere kann man sich denken. Jedoch ist das nicht weiter schlimm. Da der Aufbau der Handlung, die Entwicklung der Charaktere und Thematik gut bis sehr gut umgesetzt wurden. Nur das Ende hinterließ bei mir einen mäßigen Eindruck. Klar, was hätte nach der schicksalshaften Aktion weiter passieren sollen? Dennoch fehlte mir da noch das gewisse Etwas. Schade.

Insgesamt ein Buch, welches ihr euch gerne näher anschauen und bestenfalls lesen könnt. ????

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Rezensionen von Pusteblümchen:

Ungewöhnlich

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

Ängste sind in der heutigen Zeit nichts Ungewöhnliches. Benjamin Oppenheim lebt in Zürich und hat Angst vor dem Dritten Weltkrieg. Aber er hat nicht nur einfach Angst, er hat sich auch entsprechend vorbereitet. Er will mit seiner Ehefrau, von der er inzwischen getrennt lebt, und den beiden gemeinsamen Kindern nach Südamerika.

Wobei die beiden nicht wirklich getrennt leben, sondern weiterhin beide in der gemeinsamen Wohnung, aber sich immer nur einer dort aufhält. Benn hat diese Lebensform das Nestprinzip getauft.
Ich denke, dass inzwischen deutlich geworden ist, dass es sich um einen Roman mit außergewöhnlicher Handlung handelt.
Der Plot ist interessant, irgendwie auch spannend und obwohl er der Fantasie des Autors entsprungen ist erstaunlich aktuell. Er passt in unsere Zeit mit ihren Unsicherheiten und Unwägbarkeiten. Mir gefielen die Dynamik und Dialoge. Er hatte trotz des bedrohlichen Hintergrundes etwas Erfrischendes.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen

Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

Oberflächlich und mit offenem Ende

Die Blütenfreundinnen von Ellen Martin

Die Grundidee des Buches, dass sich drei Frauen als Zweckbekanntschaft begegnen und daraus "mehr" wird hat mir auf Anhieb gut gefallen.

Aus unterschiedlichen Gründen sind Kristin, Lena und Nicole in München und wollen Richtung Norden. Die drei sehr unterschiedlichen Frauen versprechen auch eine interessante Kombination zu sein.

Das Trio wird dann noch um die Schwägerin einer der drei Damen zu einem Quartett ergänzt.

Wo mich die Leseprobe noch direkt abgeholt hat und ich die kurzen Kapitel, damit man alle mal ein bisschen kennenlernt, gut fand, so haben die ständigen Perspektivenwechsel sich im weiteren Lesefluss negativ auf meine Aufmerksamkeit ausgewirkt und phasenweise habe ich die Wechsel gar nicht richtig mitbekommen.

Eventuell auch altersbedingt fehlt mir, trotz der verschiedenen Charaktere, eine Identifikationsfigur im Buch, denn alle Frauen leben gesellschaftlich doch extrem angepasst und normalisierte gesellschaftspolitische Zustände werden nicht hinterfragt, offensichtlich doch eher ein Wohlfühlroman, der sich auch nach einem Sektfrühstück leicht verdauen lässt. Und damit leider so gar nicht die Kategorie Frauenbuch, die ich gerne lese.

Zusätzlich fehlen mir auch Spannung und / oder Erotik oder ein anderes Element, auch die Handlung ist nicht so richtig abgeschlossen, was ich schade finde.

Fazit: in Summe ein Frauenroman, bei dem die Handlung vor sich hinplätschert, mit vielen Perspektivenwechsel, wohl eher Zielgruppe 50+.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gelesengelauschtgemacht

Rezensionen von Pusteblümchen:

Auf Spurensuche

Seinetwegen von Zora Del Buono

Zora hat ihren Vater nie kennengelernt, da er bereits 1963 als sie gerade einmal acht Monate alt war bei einem Autounfall ums Leben kam. Obwohl nie über den Unfall gesprochen wurde, war die Lücke, die ihr Vater hinterließ für sie ihr Leben lang spürbar. Jahrzehnte später möchte Zora mehr erfahren.

Was ist aus dem Täter geworden ?
Sie begibt sich auf Spurensuche und lässt die Vergangenheit Revue passieren.
Auf mich wirkte das Buch leider ein wenig unstrukturiert. Es gibt keine Kapitel und die Autorin springt gedanklich hin und her. Natürlich bringen Erinnerungen Abschweifungen mit sich, aber ich hätte mir ein wenig mehr Struktur gewünscht.
Dennoch liest sich die Zusammenstellung aus Familiengeschichte, aktuellen und historischen Themen interessant. Dabei überwiegt die sachliche Erzählweise und Emotionen kommen leider nur wenig vor. Da hatte ich von einem autobiografischen Roman mehr erwartet.
Dennoch regt dieses recht dünne Buch zum Nachdenken an und hallt nach, was ich wiederum sehr positiv werte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pusteblümchen

Rezensionen von Chrissi:

Wenig Tiefe

Wir treffen uns im nächsten Kapitel von Tessa Bickers

Inhalt:
Ein Bücherschrank als Postfiliale. Als Erin ihre Bücher ausmistet und diese zu einem öffentlichen Bücherschrank bringt, stellt sie versehentlich auch ein Buch hinein, an dem viele Erinnerungen an gemeinsame Zeiten mit ihren Freundin Bonnie hängen. Als sie ihr Buch also wieder holen möchte, ist dieses leider weg.

Doch wenige Tage später, steht das Buch wieder im Bücherschrank, es wurden jedoch Kommentare zu ihren Randnotizen hinzugefügt. Ein Büchertausch beginnt. Doch sie weiß nicht, dass der geheimnisvolle unbekannte James ist, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat.

Das Buch „Wir treffen uns im nächsten Kapitel“, ist das erste Buch, was ich von Tessa Bickers gelesen habe. Es ist eine Liebeskomödie.
Ein Bücherschrank als Postfiliale, eine schöne Buchidee. Ich hatte mir jedoch etwas mehr von dem Buch erhofft. Es ist eine Liebesgeschichte, die sehr langsam vorrangeht, die Personen haben kaum reale Kommunikationen, so das die Tiefe im Buch leider fehlt. Es ist auf keinen Fall, das lustiges Buch, dass ich erwartet habe, die Themen haben mich sehr runtergezogen. Deshalb wäre in diesem Buch auch unbedingt eine Triggerwarnung angebracht. Es werden Themen, wie, Krebs, Mobbing und psychische Erkrankungen behandelt.
Die Charaktere haben mich leider auch nicht wirklich abgeholt. Am besten fand ich tatsächlich Bonnie, die verstorbene Freundin.
Erin, war die Charakterin, die mich tatsächlich am wenigsten abgeholt hat. Sie hat so eine Art, nur an sich zu denken. Sie hat auf jeden fall psychische Probleme und ist auch in Therapie, leider werden aber die Therapieabläufen kaum behandelt.
James ist auch sehr auf sich fokussiert, er macht sich Selbstvorwürfe und drängt andere sehr in verschiedene Rollen, ein für mich persönlich, sehr schwieriger Charakter.
Am Ende geht es mir zu schnell, plötzlich Küssen sie sich und sind dann ein Paar. Happy End und dann fertig? Das passt für mich nicht so.

Trotzdem gibt es auch ein paar positive Aspekte, der Schreibstil hat mir zum Beispiel sehr gut gefallen, genauso, wie, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird.


Ein Buch mit viel Potenzial, was jedoch leider nicht viel tiefe besitzt. Ich hatte mehr erwartet, deshalb ist meine Rezension, auch nicht besonders positiv. Trotzdem war die Idee schön, man sollte jedoch noch ein bisschen an der Umsetzung feilen.


Vielen Dank an Tessa Bickers und den Argon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Chrissi

Rezensionen von Emmmbeee:

Soll er? Soll er nicht?

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

Ben beschäftigt sich viel mit seinem literarischen Vorbild, dem großen jüdischen Autor Stefan Zweig. Er kennt dessen Bücher, besonders diejenigen im Zusammenhang mit seinem Exil Brasilien. Auch gibt es Parallelen zum Liebesleben von Zweig und Ben.
Als Sohn von jüdischen Flüchtlingen und Überlebenden der Shoa ist ihm die ständige Angst vor Verfolgung und Unsicherheit in die Wiege gelegt worden.

Er spürt im aggressiven Verhalten der Regierungen immer wieder Gefahren und ist bereit, es seinen Ahnen gleichzutun und das Heil in der rechtzeitigen Flucht zu suchen. Zusammen mit seiner Frau hat er schon überlegt, dass Brasilien auch für seine Familie ein Zufluchtsort wäre, sollte der Ernstfall eintreten und ein Atomkrieg oder Dritter Weltkrieg in Europa losbrechen.
Doch er hat nicht nur dieses ernsthafte Problem. Getrennt von seiner Frau und abwechselnd mit ihr für die gemeinsamen Kinder sorgend, ist da auch noch eine Geliebte, die glaubt, von ihm schwanger zu sein. Aber er kann sich für keine Seite entscheiden und windet sich immer wieder aus den notwendigen Gesprächen. Außerdem steckt er tief in einer Flaute als Autor.
Bei einer alarmierenden Lage in Europa bucht seine Frau kurzerhand Flugtickets nach Brasilien. Soll er sich ihr der Kinder wegen anschließen? Einen Neuanfang wagen? Die jahrtausendealte Flucht der Juden scheint nun auch ihn zu betreffen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er spricht verschiedene Themen an und ist von Beginn an mitreißend erzählt. Dabei greift der Autor das Verhalten vieler Menschen auf, welche sich (aus falsch verstandener Rücksicht oder aus Feigheit) für keinen klaren Standpunkt entscheiden können. In diesem Fall spielt auch die Angst eine Rolle, unangenehm aufzufallen, sich dem Rassismus auszusetzen, was verständlich ist. Dennoch ist es ein ständiges Schwanken zwischen zwei Seiten, das keinem nutzt. Lewinsky stellt das eindrücklich dar.
Dieses Debut wird ganz sicher zu einem Hit, denn schon der Name (der erfolgreiche Schriftsteller Charles Lewinsky dürfte sein Vater sein) bürgt für Qualität. Ich jedenfalls wünsche mir mehr aus seiner Feder.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Emmmbeee

Rezensionen von Emmmbeee:

Soll er? Soll er nicht?

Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky

Ben beschäftigt sich viel mit seinem literarischen Vorbild, dem großen jüdischen Autor Stefan Zweig. Er kennt dessen Bücher, besonders diejenigen im Zusammenhang mit seinem Exil Brasilien. Auch gibt es Parallelen zum Liebesleben von Zweig und Ben.
Als Sohn von jüdischen Flüchtlingen und Überlebenden der Shoa ist ihm die ständige Angst vor Verfolgung und Unsicherheit in die Wiege gelegt worden.

Er spürt im aggressiven Verhalten der Regierungen immer wieder Gefahren und ist bereit, es seinen Ahnen gleichzutun und das Heil in der rechtzeitigen Flucht zu suchen. Zusammen mit seiner Frau hat er schon überlegt, dass Brasilien auch für seine Familie ein Zufluchtsort wäre, sollte der Ernstfall eintreten und ein Atomkrieg oder Dritter Weltkrieg in Europa losbrechen.
Doch er hat nicht nur dieses ernsthafte Problem. Getrennt von seiner Frau und abwechselnd mit ihr für die gemeinsamen Kinder sorgend, ist da auch noch eine Geliebte, die glaubt, von ihm schwanger zu sein. Aber er kann sich für keine Seite entscheiden und windet sich immer wieder aus den notwendigen Gesprächen. Außerdem steckt er tief in einer Flaute als Autor.
Bei einer alarmierenden Lage in Europa bucht seine Frau kurzerhand Flugtickets nach Brasilien. Soll er sich ihr der Kinder wegen anschließen? Einen Neuanfang wagen? Die jahrtausendealte Flucht der Juden scheint nun auch ihn zu betreffen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er spricht verschiedene Themen an und ist von Beginn an mitreißend erzählt. Dabei greift der Autor das Verhalten vieler Menschen auf, welche sich (aus falsch verstandener Rücksicht oder aus Feigheit) für keinen klaren Standpunkt entscheiden können. In diesem Fall spielt auch die Angst eine Rolle, unangenehm aufzufallen, sich dem Rassismus auszusetzen, was verständlich ist. Dennoch ist es ein ständiges Schwanken zwischen zwei Seiten, das keinem nutzt. Lewinsky stellt das eindrücklich dar.
Dieses Debut wird ganz sicher zu einem Hit, denn schon der Name (der erfolgreiche Schriftsteller Charles Lewinsky dürfte sein Vater sein) bürgt für Qualität. Ich jedenfalls wünsche mir mehr aus seiner Feder.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Emmmbeee

Rezensionen von Katzenmicha:

Was für eine Liebesgeschichte aus der Bibel

Die Löwin von Jerusalem von Laurin Ruben

Schon früh begegnen sich David der Hirte und Bathseba, sie rettet ihn vor einer Löwin. Die beiden verlieben sich ineinander,aber es darf nicht sein .Den Bathsebas Vater zwingt sie den groben Hethiter Uriah zu heiraten, ein Offizier des Königs Saul. Doch Uriah ist kein guter Mann und Bathseba hat ein sehr schweres Leben mit ihm.

David besiegt im Kampf gegen die Philister den Riesen Goliath, wird ein großer Kämpfer und schließlich König. David schmiedet einen verzweifelten Plan um Bathseba aus dieser unglücklichen Ehe zu befreien und sie zu seiner Frau zu machen.Aber das findet keine Gnade in den Augen des Allmächtigen,ihre Liebe und Leidenschaft ist nach den vielen Jahren ungebrochen….

Der Autor Ruben Laurin ist das Pseudonym von Thomas Ziebula eines preisgekrönten Autors, der vor allem Krimis, phantastische und historische Romane verfasst.

Sein Schreibstil ist flüssig und er nimmt einem immer wieder gefangen.So auch hier mit der biblische Geschichte,einmal das Buch angefangen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.Ich bin mega begeistert und vergebe volle 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katzenmicha

Rezensionen von Lena:

Rache ist süß

Yoko von Bernhard Aichner

Yoko, Ende zwanzig und gelernte Metzgerin schlägt nach dem Tod ihres Vaters einen neuen Weg ein und beschließt in der geerbten Metzgerei Glückskekse zu backen und zu verkaufen. Die kleine Glückskeks Manufaktur bedeutet ihr alles und erfüllt sie. Nachdem sie jedoch zur falschen Zeit am falsche Ort war ändert sich alles für sie.

Sie sieht bei einer Liefertour wie zwei Männer einen kleinen Hund quälen und muss für ihre couragierte Art dann selbst leiden. Nachdem ihre kleine Welt durch die Tat der Männer erschüttert wurde ist Yoko auf Rache aus. Sie glaubt, dass danach wieder alles in geordneten Bahnen verlaufen kann. Und so entwickelt sich ein rasanter, brutaler Thriller.

Das ist nicht mein erstes Buch von Bernhard Aichner. Und ich liebe seinen Schreibstil. Die prägnanten Sätze, wie Gewehrkugeln gehen durch Mark und Bein. Immer direkt auf den Punkt gebracht, keine unnötigen Füllwörter.
Aichner ist es gelungen mit Yoko eine starke Frau zu erschaffen, die alles für sich selbst und die Menschen die sie liebt geben würde. Auch Yokos Kindheit und ihre Beziehung zu ihrem Vater wird beleuchtet und verleiht der Geschichte mehr Tiefe und Gefühl. Yoko, eine Frau voller Gegensätze hat meine ganze Sympathie gewonnen und ich habe sie bei ihrem Rachefeldzug gerne begleitet.

Eine Leseempfehlung für alle die rasante, schnelle Thriller mögen, wo man nur so durch die Seiten fliegt. Ich freue mich jetzt schon auf einen Folgeband.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lena