Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Eine Found Family, ein Heist, ein Handel mit Geheimnissen, Tee und Blut
A Tempest of Tea von Hafsah Faizal
>>Kaffeehäuser, Schlachtereien und Buchmacher warteten schlummernde auf die Morgendämmerung, die Stadt wurde von der Sünde am Leben gehalten - und von einer Teestube, die sich zwischen Elend und Reichtum an eine Ecke schmiegte.<<
(Zitat aus 'A tempest of Tea', S. 14)
Da habe ich gerade erst die ersten Seiten gelesen und mich direkt in Hafsah Faizals poetisch bildhaften Schreibstil verliebt, der mir die Tür zu einem Imperium aus Geheimnissen, Tee und Blut, aus Intrigen und Verschwörungen, geöffnet hat.
Ich mochte das den Dilogieauftakt trotz einiger Längen zu Beginn richtig gerne.
Gleich zu Beginn lernen wir Arthie Casimir kennen, die als Waisenkind in Ettenia gestrandet, sich hochgekämpt hat. In ihrem Teehaus in White Roaring genannt 'Spindrift' serviert sie tagsüber Tee und sammelt Geheimnisse der Oberschicht. Nachts jedoch bedient Arthie die Ausgestoßenen und Geächteten der Stadt - Vampire. Wenn der Mond den Himmel erhellt, verwandelt sich das Spindrift in ein Bluthaus. Immer an Arthies Seite ist Jin - ihr treuer Gefährte und selbsterwählter Bruder. Als das Teehaus bedroht wird und Arthie alles zu verlieren droht, was sie sich aufgebaut hat, eröffnet ihr ein Fremder einen möglichen Ausweg. Arthie soll ein Buch stehlen. Doch dieses befindet sich im Athereum, der gefährlichen Unterwelt Ettenias. Um auch nur den Hauch einer Chance zu haben, stellt Arthie eine Crew zusammen. Doch nicht alle verfolgen das gleiche Ziel.
Es dauert wie gesagt etwas bis das ganze ins Rollen kommt und mich die Handlung so richtig packen konnte. Aber der besondere Schreibstil und die unterschiedlichen Charaktere sorgen für Ausgleich. Wir bekommen hier neben Tee und Blut eine bunt zusammengewürfelte Truppe serviert. Jeder hat andere Fähigkeiten, die der Sache dienlich sind. Nicht alle stehen an Arthies Seite. Ich hab die ganze Dynamik untereinander einfach geliebt.
Der große Knall kommt erst relativ spät, dafür umso heftiger. Was soll ich sagen: Ich brauche Band 2.
Fazit:
Eine Found Family, ein Heist, ein Handel mit Geheimnissen, Tee und Blut. Geniale Idee und tolle Umsetzung.
Rezensionen von Sheilo:
Die Geschichte hat mich sehr berührt
Wir treffen uns im nächsten Kapitel von Tessa Bickers
Erin wollte ausmisten, doch dabei hat es leider ausversehen auch ihr Lieblingsbuch erwischt und es landet in einen öffentlichen Bücherschrank. Als sie es zurück holt, hat ein Fremder ihre eigenen Notizen kommentiert. Der Unbekannte fragt sie, ob sie sich im nächsten Buch treffen wollen und die Geschichte der beiden Buchliebhaber nimmt seinen Lauf.
"Wir treffen uns im nächsten Kapitel" ist eine wirklich wunderschöne Liebesgeschichte Tessa Bickers, die mich sehr berührt hat.
Das Hörbuch wird von Anna-Lena Zühlke und Alexander Pensel gesprochen, denen es beiden sehr gut gelungen ist, die Stimmungen der Protagonisten zu vermitteln. Die Stimmen der Sprecher sind angenehm und ich habe es sehr geliebt, wie sie jedem Charakter seine eigene Stimme und damit eine individuelle Note gegeben haben.
Erin hat in ihrer Jugend ihre beste Freundin aufgrund einer Krankheit verloren und sie macht sich bis heute Vorwürfe über ihr Verhalten. Sie lässt keine Nähe von anderen Personen zu und ihr fällt es schwer, über ihre Gefühle zu sprechen.
James und seine Situation haben mich besonders bewegt, da ich sie aufgrund eigener Erfahrungen in der Familie so gut verstehen konnte. James Mutter ist manisch-depressiv, was auch das Leben für die Menschen um sie herum beeinflusst. James sieht sich in der Verantwortung, für seine Mutter da zu sein, wenn sein Vater Unterstützung benötigt. Dabei vergisst James jedoch sehr oft, an sich selbst zu denken. Was sind seine Ziele im Leben und was möchte er erreichen?
Ich habe es sehr genossen, wie James und Erin sich über die Notizen im Buch immer mehr zueinander hingezogen gefühlt haben. Sie haben sich geöffnet und ihnen ist beiden bewusst geworden, was ihre eigentlichen Ziele im Leben sind. Vor allem das Ende der Geschichte hat mir richtig gut gefallen.
Der Roman ist wirklich toll, er stellt eine perfekte Mischung von Spannung, amüsanten Szenen und emotionalen Themen dar und ich mag es sehr, wie ich selbst zum Nachdenken angeregt wurde.
Für mich ist dieses Buch ein wirkliches Highlight und ich kann es allen sehr empfehlen, die in Büchern nach etwas mehr als "Leichte Kost" suchen.
Rezensionen von Tara:
Ein tolles Setting
A Beautiful Flaw von Ria Radtke
„A Beautiful Flaw“ ist der erste Teil der Silver Lines Dilogie der in Lübeck lebenden Autorin Ria Radtke.
Die Zwillingsschwestern Sam und Vic könnten kaum unterschiedlicher sein. Äußerlich gleichen sie sich sehr, aber während Sam extrovertiert ist und gerne vor der Kamera steht, bleibt Vic lieber hinter den Kulissen und zeigt Make-up-Tutorials im Internet.
Für die Kooperation mit einer Kosmetikfirma muss sie nun an das Filmset von der Regency-Soap Silver Lines reisen für die ihre Schwester dreht. Dort lernt sie Lex – den Protagonisten der Serie – kennen.
Die Story ist im Wechsel aus der Perspektive von Sam, Vic und Lex geschrieben. Dadurch bleibt es durchgehend spannend und abwechslungsreich. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sie entwickeln sich weiter und ihre Gedanken und Emotionen sind nachvollziehbar.
Die Handlung selbst ist ein wenig vorhersehbar, beinhaltet aber auch einige Themen, die unter die Haut gehen. Es geht um Schönheit, Verletzlichkeit, Identität, Selbstzerstörung, Oberflächlichkeit und vieles mehr.
Die Playlist zu Beginn und das Stichwortregister filmischer Fachbegriffe am Ende runden das Buch gelungen ab.
Gut gefielen mir auch die Kapitelüberschriften bei denen es sich um Zitate aus Gedichten bekannter Autoren und Dichter handelt. Auch hierzu findet sich abschließend eine Übersicht.
Mich hat das Buch gut unterhalten und ich freue mich auf den zweiten Band der im Dezember dieses Jahres erscheinen wird.
Rezensionen von Peter Kümmel:
ein kluges Buch zum Reisen
Nachtzugtage von Millay Hyatt
Ein Buch für unsere schnelle Zeit. Die kluge und mutige Autorin nimmt uns mit auf ihre Reisen durch Europa und v.a. an dessen Grenzen. Ehrlich und tiefschürfend schließt sie ihre Wege auf Schiene, Straße und Wasser mit persönlichen und politischen Wegmarken kurz. Das macht die Lektüre extrem kurzweilig, intellektuell anregend, lustig und spannend zugleich.
Hab's an einem Tag durchgelesen! super!
Rezensionen von Tara:
Historisch - biblisch - spannend
Die Löwin von Jerusalem von Laurin Ruben
„Die Löwin von Jerusalem: Bathseba“ ist ein historischer Roman des Autors Ruben Laurin, dessen Handlung sich mit dem elften Kapitel des zweiten Samuelbuches beschäftigt.
Die 16-jährige Bathseba rettet den HIrten David vor einer Löwin. Die beiden verlieben sich ineinander, aber Bathseba wurde bereits Uriah – einem äußerst brutalen Offizier des Königs Sauls – versprochen.
David wird zunächst Krieger, dann König und will Bathseba aus ihrer unglücklichen Ehe befreien.
Die Handlung ist in drei Bücher eingeteilt: "Der Hirte", "Der Krieger" und "Der König". Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil ist ebenso fesselnd wie ungewöhnlich. Der Autor spricht seine Leser immer wieder direkt an, wodurch ich mich den Ereignissen noch näher fühlte.
Das Leben der damaligen Zeit wird sehr detailliert geschildert, dabei wird es auch schon mal brutal und blutig.
Auch die Charaktere sind gelungen gezeichnet. Bathseba ist eine sehr selbstbewusste, lebendige, mutige und starke Frau, während David ein wenig von seinem Glanz einbüßt, den er durch die biblischen Geschichten erhalten hat.
Obwohl ich die biblische Geschichte kannte, liest sich das Buch spannend, ich wollte wissen wie es weitergeht und habe es nur ungern aus der Hand gelegt.
Zu Beginn befindet sich ein Personenverzeichnis, in dem die fiktiven und historischen Charaktere gekennzeichnet sind. Außerdem gibt es eine Karte, eine Zeittafel und ein hilfreiches Glossar. Durch diese zusätzlichen Informationen und ein aufschlussreiches Nachwort rundet Ruben Laurin sein Werk gelungen ab.
Mir hat dieses hervorragend recherchierte Buch sehr gut gefallen und ich kann es Liebhabern historischer Romane nur empfehlen.
Rezensionen von LeserinLu :
Unterhaltsam und aktuell
Juli, August, September von Olga Grjasnowa
„Juli, August, September“ ist ein Roman, der auf unterhaltsame und bissige Weise komplexe Themen wie Erinnerung und Identität behandelt. Die Geschichte dreht sich um die Protagonistin Lou, die mit den Eindrücken ihrer Tochter zu ihrer jüdischen Identität konfrontiert wird, obwohl Lou diese selbst gar nicht fassen kann.
Lou beginnt, sich mit ihrer eigenen jüdischen Herkunft auseinanderzusetzen - eine Aufgabe, bei der ihr Ehemann, ein vielbeschäftigter Pianist mit ebenfalls jüdischen und sowjetischen Wurzeln, ihr keine Unterstützung bietet.
Der Roman entfaltet sich weiter, als Lou auf Gran Canaria ein Familientreffen besucht. Hier erfährt sie von ihrer Großtante eine völlig andere Version ihrer Familiengeschichte als die, die ihre verstorbene Großmutter ihr über das Überleben des Holocausts erzählt hat. Welche Variante stimmt? Und warum macht ihre Großtante das? Was bedeutet das für ihre eigene kleine Familie?Und warum ist Lou das auf einmal so wichtig? Ohne Antworten auf diese Fragen kann Lou nicht nach Hause fahren.
Der Schreibstil des Romans ist erfrischend und oft humorvoll, weshalb ich dieses Buch schnell beendet habe. Die Autorin schafft es, die komplexen Fragen auf eine leichte und zugängliche Weise zu präsentieren, ohne dabei ihre Tiefe zu verlieren. Ein kleines Manko des Buches liegt für mich im letzten Viertel, das im Vergleich zum Rest des Romans etwas an Dynamik verliert. Dennoch finde ich den Roman unbedingt lesenswert, vor allem die jüdische Perspektive auf Erinnerung fand ich sehr interessant.
Rezensionen von _ich.lese_:
Humorvoll und warmherzig
Funny Story von Emily Henry
Daphne glaubt sich am Ziel ihrer Träume. Mit Peter hat sie einen ganz wunderbaren Verlobten, sie steht kurz vor der Hochzeit.
Dann kommt Peter von seinem Junggesellenabschied und eröffnet Daphne, dass sie ausziehen muss, er sei in seine Jugendfreundin verliebt.
Und bei dem Ex genau dieser Jugendfreundin findet Daphne ein Zimmer und kann dort unterschlüpfen.
Langsam kommen sich Daphne und Miles näher, dann steht Peter wieder vor der Tür.
Eine sehr humorvoll erzählte Geschichte über eine nicht ganz so witzige Sache. Daphne wurde verlassen und muss trotzdem in der Stadt bleiben, denn sie kann ihren Job als Kinderbibliothekarin nicht einfach kündigen, aber sie zählt schon die Tage, wann es endlich möglich ist.
Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten, ich mochte den Schreibstil, ich mochte die warmherzige Erzähler und vor allem den Humor und das Ende. Einfach nur eine schöne Story.
Rezensionen von _ich.lese_:
Vampire und Tee
A Tempest of Tea von Hafsah Faizal
Arthie Casimir ist Waise und sie hat ein Teehaus. Tagsüber empfängt sie die Reichen der Stadt, abends allerdings sind in dem Teehaus Vampire willkommen. Aber egal wer gerade zu Gast ist, Arthie empfängt sie und erfährt so immer, was gerade in der Stadt passiert.
The Tempest of Tea ist der Auftakt einer Dilogie.
Zu Beginn dauert es ganz schön, bis man in der Geschichte angekommen ist, aber dann hatte sie mich in ihren Bann gezogen und wurde richtig gut, so dass ich den zweiten Teil kaum abwarten kann. Ich fand die Welt, in der die Story spielt, richtig gut gezeichnet, es passt richtig gut. Die Autorin hat einen ganz tollen Schreibstil, sie hat es geschafft mich zu überzeugen, ich fand die Charaktere gut gewählt und interessant. Es dauerte zwar bis es Fahrt aufnahm und am Ende passierte fast zuviel, aber durch den sich ziemlich fiesen Cliffhänger will ich natürlich weiterlesen. Ich fand es richtig gut, auch wenn der Anfang etwas zäh war.
Rezensionen von _ich.lese_:
Nach einer wahren Begebenheit
Zeit zu verzeihen von Hera Lind
Als sich Victor und Clara im Sommer 1965 kennenlernten wussten nicht , dass sie sich schon einmal begegnet waren. Damals im Januar 1945, als ihre Mütter alles gaben um den Kindern das Leben zu retten.
Und das Schicksal wiederholt sich, auch Clara wird ihr Kind weggenommen.
Ich las schon einige Romane der Autorin, die auf Tatsachen beruhten und auch diese hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen.
Es beginnt mit der missglückten Flucht 1945, alleine schon dieser Abschnitt hat mich sehr betroffen, was Frauen damals alls auf sich genommen haben. Dann 1965, die DDR, das eingesperrt sein, das alles ist schon ein trauriger Teil unserer Geschichte, der uns immer noch hinterhängt.
Der Schreibstil ist zwar recht einfach, es fallen auch sehr viele Namen, die man sich unmöglich alle merken kann, aber trotzdem ist es ein Buch, das schnell gelesen ist, einfach weil man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Auch Viktor erzählt um alter von gur siebzig Jahren immer wieder von seinen Erinnerungen. Auch wenn nicht alles der Tatsache entspricht, könnte es genau so gewesen sein.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Zauberhaftes Kinderbuch
Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht von Christoph Minnameier
Der Beltz & Gelberg Verlag hat "Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht", das Debüt von Christoph Minnameier, veröffentlicht.
Das gebundene Buch ist hochwertig gestaltet und richtet sich an Kinder ab etwa 6 Jahren. Es erzählt die Geschichte der kleinen Silberelfe Lua, deren Aufgabe es ist, sich um die Tiere im Wald zu kümmern.
Sie hilft, wo sie kann und ist immer gut beschäftigt. Ihr Schreck ist groß, als sie den Hilferufen eines kleinen Vogels folgt und mit einer List in einen goldenen Käfig gelockt und eingesperrt wird. Sie ist in eine Zauberfalle der Hexe Malicia Warzenbuckel geraten, die eine angesehene Fabelwesen-Händlerin war. Inzwischen laufen ihre Geschäfte mit dressierten Haushaltshilfen schlecht. Sie freut sich, dass sie nun eine Silberelfe gefangen hat, die seltenste aller Waldelfenarten. Lua stellt bald fest, dass sie nicht die einzige Gefangene der Hexe ist. Im Käfig neben ihr hockt Fobu, ein Gnom. Wird es den beiden gelingen, bald wieder in Freiheit zu leben?
Die fantasievolle Geschichte ist auf 123 Seiten in 14 Kapitel unterteilt, sie ist in kindgerechter Sprache packend erzählt und eignet sich hervorragend zum Vorlesen. Auch Erstleser werden an dem liebevoll gestalteten Buch ihre Freude haben. Die Schrift ist schön groß und gut lesbar. Auf vielen Seiten befinden sich pfiffige Illustrationen in schönen Farben von Daniel Napp. Die kleinen Leser begleiten Lua, erleben geheimnisvollen Nebelzauber, lernen Zappaniel Zifferzankim kennen und erfahren, was das Zauberwort "Borkwatzka" bewirkt. Mir hat die Darstellung der Hexe sehr gut gefallen. Sie ist nicht so böse und Angst einflößend wie in anderen Märchen, man sieht in ihr auch eine Person mit eigenen Sorgen und Nöten.
Das mitreißende und märchenhafte Buch mit dem schönen Ende, in dem es auch um Freundschaft und Hilfsbereitschaft geht, hat mir sehr gut gefallen, und ich hoffe auf weitere Leseabenteuer von Lua Luftwurzel. Die kleine Silberelfe ist einfach zum Verlieben und wird Jungen und Mädchen gleichermaßen begeistern.
Absolute Vorlese- und Leseempfehlung!










