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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Ackermann goes Europe

Im Labyrinth der Rache von Ethan Cross

Es ist der erste Band einer neuen Reihe rund um den rehabilitierten Serienmörder Francis Ackermann. Prinzipiell kann man den Band schon unabhängig lesen, da aber wieder viele bekannte Figuren auftauchen und es auch ein paar Anspielungen auf andere Bände gibt, würde ich nicht empfehlen diese Buch unabhängig zu lesen.

Zum Inhalt: Ackermann reist mit seinem Team nach Glasgow um dort Demons Liste der Unterwelt sicherzustellen. Deren Aktivierung ist sowohl an Ackermann als auch an Demons Tochter Samantha gebunden. Aber natürlich sind sie nicht die einzigen, die die Liste für sich nutzen wollen und so werden sie bereits erwartet.

Als Ackermann-Fan kommt man hier eigentlich wieder ganz gut auf seine Kosten. Das Buch strotzt vor Mac Gyver-Momenten und der klassischen gewieften Ackermann-Brutalität. Er zeigt sich gewohnt gewitzt und einfallsreich, während seine Weggefährten noch etwas schwächeln und ihr volles Potential noch nicht entfaltet haben.

Das Buch hat sich ein bisschen nach einem Intermezzo angefühlt, nach dem Vorspann, bevor der eigentlich Film losgeht. In diesem Band werden die Spieler auf dem Feld platziert, eine neue Bedrohung angeteasert und der Folgeband vorbereitet. Dadurch wirkte dieser Band für mich gleichzeitig aber auch irgendwie unfertig und unbefriedigend. Auch von Mc Bain hatte ich mir nach den Beginn des Buches irgendwie mehr erwartet.

Ich glaube dieses Buch entfaltet seine volle Wirkung erst im Kontext der Folgebände und hatte für mich als Einzelband jetzt nicht die überzeugendste Handlung. Trotz kleiner Schwächen habe ich mich aber wieder gut unterhalten gefühlt und freue mich jetzt schon auf den Folgeband.

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Rezensionen von signalhill:

Denkanstöße für eine bestimmte Leserschaft

Mitte des Lebens von Barbara Bleisch

Ich empfehle das Sachbuch von Barbara Bleisch, "Mitte des Lebens" einer bestimmten Leserschaft, die auf der Suche oder am Zweifeln ist. Obwohl das Buch "Mitte des Lebens" heißt, würde ich es erst so ab 50+ empfehlen, aber das ist sicher individuell.

Die Autorin gibt keine Tipps oder Ratschläge für die Mitte des Lebens, für die Midlife Crisis, mit der sich das Buch beschäftigt, aber sie regt zum Denken und Nachdenken in unterschiedliche Richtungen an.

So ist der Untertitel des Buches auch "Eine Philosophie der besten Jahre".

Auch die Kapitel sagen viel aus über den Inhalt des Buches. Da gibt es "In den besten Jahren", "War es das schon?", "Alles erreicht" oder "Reue, Bedauern und Ambivalenz". Viele der Gedanken gehen einem irgendwann durch den Kopf, besonders sicher, wenn man vielleicht zu lange das Gleiche macht, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, wenn man an einem Wendepunkt des Lebens steht oder vielleicht gern stehen möchte.

Das Buch ist ein Sachbuch, das zufrieden macht und das man immer wieder zur Hand nehmen kann. Damit finden Menschen, die sich gerade auf der Suche befinden, sicher Antworten, die in der Midlife Crisis helfen können.

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Rezensionen von nishi93:

abgedriftet

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Die Unmöglichkeit des Lebens ist der neue Roman von matt haig, dessen "Mitternachtsbibliothek" eins meiner liebsten Bücher ist.

In diesem Buch geht es um Grace, die in ihrem Alltagstrott gefangen ist und durch ein unerwartetes Erbe auf Ibiza landet. Dort lernt sie sich selbst und die Welt auf eine ganz neue Art und Weise kennen.

Dabei geht es um eine Außerirdische Präsenz im Meer, die ausgewählten Menschen Kräfte verleiht, mit denen sie ubersinnliche Wahrnehmung entwickeln und zB Gedanken lesen können oder hellsichtig werden. Grace ist Mathematikerin und versucht im Buch auch, das ganze irgendwie wissenschaftlich zu erklären. Leider funktioniert die ganze Geschichte für mich nicht, da sie sehr mit der normalen Realität verwoben ist und fast schon spirituell wirkt. Das hat mich leider sehr oft raus gebracht und spätestens nach einem Drittel konnte ich das Buch nicht mehr genießen, weil mir dieses überirdische auf die Nerven gegangen ist.

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Rezensionen von Tara:

Ein Stück Nachwendezeit

Verlassene Nester von Patricia Hempel

„Verlassene Nester“ ist ein Roman der Autorin Patricia Hempel, in dem sie das Lebensgefühl der Menschen im Grenzgebiet in der Zeit nach der Wende darstellt.

Die Handlung beginnt im Sommer 1992 im ehemaligen Elbe-Grenzgebiet. Die dreizehnjährige Pilly lebt mit ihrem Vater in einem trostlosen Wohnkomplex zwischen einem stillgelegtem Betonwerk und einer Kaserne.

Ihre Mutter ist verschollen.
Philly fehlt der Halt und den sucht sie auf dem Spielplatz bei Katja und Bine, die ein wenig älter sind als sie. Die beiden lassen sie mitspielen, aber von wirklicher Freundschaft kann hier keine Rede sein, es ist vielmehr ein Machtspiel.
Aber nicht nur Pilly sucht Halt, auch die Erwachsenen sind so kurz nach der Wende entwurzelt.

Der Schreibstil der Autorin ist schnörkellos und authentisch. Sie versteht es die Atmosphäre und das Lebensgefühl der Menschen gut darzustellen. Da die Anzahl der Charaktere von Beginn an recht hoch ist, habe ich ein wenig gebracht, um in die Handlung hineinzukommen.
Die Handlungsstränge wechseln von Kapitel zu Kapitel. Diese haben eine angenehme Länge, es sind 27 auf nur 304 Seiten.

Auch wenn das Buch weniger historisches Hintergrundwissen vermittelt als ich erwartet habe, fängt es den Zeitgeist und das Leben der Menschen im Grenzgebiet gut ein. Verstärkt wird dies durch typische ostdeutsche Begriffe, die ich allerdings nachschlagen musste, da sie für mich nicht selbsterklärend waren.

Mir gefiel, dass hier insgesamt viele verschiedene gesellschaftskritische Themen und Konflikte angesprochen wurden und auch mit ihren Wendungen in der Handlung konnte mich die Autorin überraschen. Einige Stellen habe ich als ein wenig langatmig empfunden und ziehe deswegen bei meiner Bewertung einen Stern ab.

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Rezensionen von Katharina:

Toll

Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier

Das Buch war für mich ein Sprung ins Kalte Wasser, weil ich das Genre eigentlich gar nicht lese und die Autorin bis dato auch noch nicht kannte. Doch das Cover hat mich extrem angesprochen, der Farbschn ist unglaublich hübsch und auch der Klappentext klang interessant genug, dass ich es mal probieren wollte.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön, sehr flüssig und angenehm. Was ich gar nicht erwartet habe, waren die vielen Zeitsprünge. Die Geschichte erstreckt sich über 500 Jahre, man durchlebt einige historische Ereignisse und man begleitet die Familie Rosso auf der Insel Murano. Die Protagonistin Orsola Rosso stammt aus einer bekannten Glasmacher Familie. Ihre Lebensgeschichte und ihre Entwicklung hat mich zutiefst beeindruckt und war sehr emotional voller Höhen und Tiefen. Ein wirklich interessantes Buch, das mich positiv überrascht hat und ich sehr empfehlen kann.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein dunkles Geheimnis

Mühlviertler Leichenschmaus von Eva Reichl

So hatte sich Chefinspektor Oskar Stern sich seinen freien Tag mit Enkel Tobias nicht vorgestellt. Während einer Schachpartie klingelt ihn sein Diensthandy zu einem Mord zum Wolfsgehege im Tierpark Altenfelden im oberen Mühlviertel. Für seinen Enkel, der ausnahmsweise mangels anderer Betreuungsmöglichkeiten mit darf, ist dies natürlich Spannung pur.

Nur wie kommt Inhaber und Geschäftsführer einer Baufirma Walter Zehner überhaupt dort in die Grube? Unfall war es keiner – das stellt sich bei einer ersten Leichenbeschau schnell heraus. Aber wer hat ihm eine Ladung Schrot in die Brust gejagt um ihn dann ins Gehege der Wölfe zu stoßen?
Für Chefinspektor Oskar Stern und seine Kollegen Mara Grünbrecht und Martin Heinze beginnen aufreibende Ermittlungen im Bereich des Baugewerbes und auch Erbstreitigkeiten spielen eine Rolle. Es tun sich einige Verdächtige auf, von denen es jeder gewesen sein könnte. Nur gibt es leider keinerlei Beweise. Außerdem war der Tote kein Kind von Traurigkeit und so könnten auch hintergangene Ehemänner eine Rolle spielen.
Gleichzeitig macht sich Stern Sorgen um seine Enkelin Melanie, die neuerdings nicht ganz unbedenkliche junge Leute kennengelernt hat und voll in der Pubertät steckt.

Dies ist schon der 7. Fall für den sympathischen Chefinspektor beim LKA Oberösterreich. Ich habe seine „Erfinderin“ Eva Reichl erst mit diesem Fall kennengelernt; kann mir aber gut vorstellen, auch seine anderen Fälle noch zu lesen.
Oskar Stern ist ein Mann wie aus dem richtigen Leben. Ein Vater, der sich um seine erwachsene Tochter sorgt; ein Opa, der seine beiden Enkel über alles liebt und alles in seiner Macht stehende für sie tut; und ein Mann, dem seine Lebensgefährtin Silvia Burgstaller wichtig ist und sie ihm äußerst gut tut. Und natürlich sein Job, für den er, wenn er gebraucht wird, alles stehen und liegen lässt. Genau so sympathisch und unkompliziert habe ich hier auch seine Kollegin Mara und seine Kollegen kennengelernt.
Der Mordfall an dem Bauunternehmer ist schon eine knifflige Sache. Vor allem, weil ihm nicht alle Menschen wohl gesonnen sind. Aber als es dann zum Ende hin zu dem Motiv der Tat kommt und ich den Täter kennenlerne, war ich doch schockiert. Mehr wird aber nicht verraten.
Wölfe sind ja immer mal wieder ein Thema, bei dem die Meinungen auseinander gehen. Hier werden die Vor- und Nachteile von Wölfen unter uns sehr gut heraus gestellt und für mich nachvollziehbar erklärt.
Die familiären Probleme werden gekonnt in die kriminelle Handlung eingebaut. Genau so, wie es im normalen Leben nicht immer nur um die Arbeit geht. Aber alles in allem hat Oskar schon ganz schön viel an den Hacken.

Ein solider Krimi, bei dem die Spannung kontinuierlich ansteigt und sich dann weit oben hält. Mit Einblicken in das Privatleben des Hauptermittlers – was ich sehr gerne mag. Und einem Fall, der viel Platz zum diskutieren bereit hält. Nicht nur in Bezug auf die Wölfe.

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Rezensionen von Sago:

Geheimnis des Lebens

Unser Buch der seltsamen Dinge von Jennie Godfrey

"Nicht zum ersten Mal kam mir der Gedanke, dass Sharon irgendein Geheimnis über das Leben mitbekommen hatte, das mir nicht zuteilgeworden war."

Miv und Sharon wachsen in den Siebzigern in Yorkshire auf. Eher zufällig werden die beiden sehr unterschiedlichen Mädchen Freundinnen und sind doch schnell unzertrennlich.

Als Miv hört, dass ihr Vater mit der Familie umziehen will, aus Furcht vor dem Yorkshire Ripper, muss sie dies daher unbedingt verhindern. Alles was ihr verdächtig erscheint, notiert sie von nun an in ihrem Notizbuch. Gelingt es den Mädchen, den Ripper zu enttarnen, gibt es keinen Grund mehr für den Umzug, so der Plan...

Dieser ungewöhnliche Coming of Age-Roman hat mich durchweg gefesselt. Wo die Handlung hinsteuert, war für mich nicht absehbar, was nur wenigen Geschichten gelingt. Durch die Ermittlungen der Mädchen tauchen sie tief ein in die Geheimnisse ihrer Stadt und des Erwachsenwerdens. Den Lesenden gelingt dies noch tiefer, da es nicht nur Kapitel aus Mivs Sicht gibt, sondern beispielsweise auch aus Sicht ihrer Verdächtigen.

Die Story lebt sowohl vom Kontrast zwischen der unscheinbaren, tiefgründigen Miv und der hübschen, aus stabileren Verhältnissen stammenden Sharon als auch von den Abgründen, die sich in der Nachbarschaft verstecken. Und von der bittersüßen Kraft der Freundschaft, wie man sie zumeist so intensiv nur in der Jugend erlebt.

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Rezensionen von Kwinsu:

Nahe an der Realität...

Freunderlwirtschaft von Petra Hartlieb

Kriminalkommissarin Alma Oberkofler tritt ihren Dienst als Leiterin der Abteilung Leib und Leben mit einem prominenten Todesopfer an: Landwirtschafts- und Tourismusminister Max Langwieser wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Von seiner Verlobten Jessica fehlt jede Spur, schnell gerät sie ins Zentrum der Ermittlungen.

Doch es ist nicht klar, ob der junge, aufstrebende Politiker tatsächlich ermordet wurde oder doch einem unglücklichen Unfall zum Opfer wurde...

Petra Hartlieb nimmt uns in "Freunderlwirtschaft" mit in die Welt der jungen, konservativen Politikergeneration Österreichs. Sie versucht nachzuzeichnen, was die mutmaßlich neuen Jungpolitiker antreibt und wie sich ihre hehreren Vorhaben durch die Erlangung von Macht verändern. Die Autorin portraitiert ihre Figuren mit Liebe zum Detail - besonders die beiden Hauptfiguren Alma Oberkofler und Jessica Pollauer bekommen eine umfangreiche Biographie. Abwechselnd erfahren wir mehr über ihren Werdegang, die Zeitebene springen regelmäßig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Hartliebs Schreibstil ist kurzweilig, die unterschiedlichen Erzählperspektiven bringen Spannung und Bindung an die Charaktere zugleich, sodass der Krimi weggeht wie warme Semmeln. Besonders schön fand ich, dass wir viel über Beweggründe erfahren haben, warum Alma unbedingt Polizistin werden wollte. Da hier einiges offen blieb, hoffe ich auf eine Fortführung der Geschichte dieser sympathischen Kommissarin. Generell gelingt es der Autorin hervorragend eine interessante Entwicklung der Protagonist:innen aufzubauen. Auch Jessicas Handeln wird nachvollziehbar beschrieben, auch wenn diese Figur für mich nicht ganz so greifbar und ich etwas überrascht war, dass die zumeist naiv gezeichnete Protagonistin dann doch ein ziemliches Maß an Gerissenheit an den Tag legt.

Was ich beim Lesen aber festgestellt habe: auch ich bin politikverdrossen. Besonders diese jungen konservativen Politiker verursachen bei mir nicht nur ein ungutes Bauchgefühl, sondern vielmehr Aggression und absolutes Unverständnis. Dafür kann die Autorin nichts, ihr ist es meines Erachtens hervorragend gelungen, diesen Menschentypus gekonnt nachzuzeichnen. Für meinen Geschmack war das etwas zu viel Realität, beim Lesen bevorzuge ich mich daraus eher zu entfernen, zumindest wenn es um Politik geht. Demnach war bei der Verlauf der Geschichte bis hin zu seinem eher offenen Ende ziemlich vorhersehbar.

Mein Fazit: Freunderlwirtschaft ist ein empfehlenswerter Krimi rund um die jungkonservativen Politiker Österreichs ohne viel Gewalt, der einerseits spannend und äußerst kurzweilige geschrieben ist und es andererseits versteht, ein treffendes Portrait seiner Protagonist:innen zu zeichnen. Für Kenner:innen der österreichischen Politik dürften sich die Überraschungsmomente allerdings in Grenzen halten.

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Rezensionen von cosmea:

Soll man Erinnerungen vergessen oder festhalten?

Das Pfauengemälde von Maria Bidian

Die Protagonistin von Maria Bidians Debütroman “Das Pfauengemälde“ ist eine hübsche junge Frau namens Ana. Zwei Jahre vor der Erzählgegenwart ist ihr Vater plötzlich verstorben, und sie empfindet noch immer tiefe Trauer. Außerdem macht sie sich Vorwürfe, dass sie ihn damals allein von Deutschland in die rumänische Heimat hat reisen lassen.

Jetzt fährt Ana mit dem Zug nach Rumänien, weil ihre Familie wie viele andere, die zur Zeit des Kommunismus enteignet wurden, ihr Eigentum zurückbekommt. Im Fall von Anas Familie ist es das Rumänische Haus, geplündert und heruntergekommen, das für einen Teil der Verwandtschaft einen hohen ideellen Wert hat, für andere dagegen eher ein Spekulationsobjekt darstellt, mit dem sich vielleicht eine Menge Geld verdienen lässt. Außerdem will Ana endlich das berühmte Pfauengemälde sehen, das ihr Vater ihr vermachen wollte. Durch Ana lernt der Leser nicht nur eine riesige, schier unüberschaubare Familie kennen, sondern wird zugleich in ein Jahrhundert wechselvoller rumänischer Geschichte eingeführt, wobei der Ära Ceaucescu mit ihrer berüchtigten Geheimpolizei Securitate eine besondere Bedeutung zukommt. Auch Anas Vater Nicu saß im Gefängnis und wurde gefoltert. Ana sieht immer wieder ihren Vater vor sich und erlebt erneut viele Begebenheiten, die sie nie vergessen hat. Träume, Erinnerungen und reales Geschehen gehen dabei in der Erzählung übergangslos in einander über, so dass die zeitliche Zuordnung für den Leser oft schwierig ist. Sie hat einen freundschaftlichen Kontakt zu zwei jungen Leuten namens Raluca und Viorel, mit denen sie in einer Episode ausgelassen feiert und lernt Elise, die erste Frau ihres Vaters kennen, die ihr wertvolle Informationen vermittelt, u.a. was es mit dem Pfauengemälde eigentlich auf sich hat.
Mir hat der Roman gut gefallen, obwohl man bei der Personenvielfalt öfter den Überblick verliert. Er ist eine Mischung aus Familiengeschichte und historischer Aufarbeitung und lässt den Leser an Anas Weg der Selbstfindung teilhaben. Mir haben auch die poetische Sprache und die eingefügten Gedichtzeilen gut gefallen. Insgesamt ist es ein bemerkenswertes Debüt mit kleinen Schwächen, das ich nur empfehlen kann.

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Rezensionen von Katharina:

Mega

Five Broken Blades von Mai Corland

Five Broken Blades von Mai Corland hat mir gut gefallen, es ist ein richtig tolles High Fantasy Buch.
Vor allem das Cover muss ich einmal loben, es ist richtig hübsch und auch der Farbschnitt ist klasse. Der Schreibstil ist klasse, etwas komplexer als gewöhnlich aber auch sehr flüssig. Was ich richtig toll fand, waren die verschiedenen Charaktere.

Alle sind sehr vielschichtig und grundverschieden, zusammen ergeben sie aber eine tolle Truppe. Das Buch ist aus sechs Perspektiven geschrieben, wodurch man jeden Charakter relativ gut kennenlernt. Zugegebenermaßen kann dadurch nicht so extrem viel Tiefe aufgebaut werden, ich find das ging aber noch. Die Handlung ist sehr spannend und interessant, es gibt eine große Mission und insgesamt die ein oder andere Überraschung und Wendung. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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