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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alina:

Toller Rätselspaß für kleine Innsbruck-Entdeckerinnen und Entdecker

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as Rätselheft ist die ideale Alltagsbegleitung bei Langeweile, egal ob als Schön- oder Schlechtwetterprogramm.
Das Heft führt mit abwechslungsreichen Rätseln durch die Tiroler Landeshauptstadt, vermittelt spannende Fakten und verbindet so spielerisch Spaß und Wissenserwerb.
Ein Muss für alle kleinen Innsbruck-Entdeckerinnen und Entdecker! (Zum Auffrischen aber auch für Große)

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Rezensionen von Heike:

Unterhaltsames Verwirrspiel

Klippo von Tobias Goldfarb

Klippo lebt allein bei seinen Eltern, wird zu Hause unterrichtet und hat keine Freunde, außer sein Hermelin Red. Da er es nicht anders gewohnt ist, hinterfragt er nicht, weshalb ihn seine Eltern zu Hause verstecken und er sich sein Wissen über die Welt nur aus Büchern aneignen darf. Erst als sie eines Tages vor den Salpetern fliehen müssen, erfährt Klippo, dass seine Eltern keine normalen Eltern sind.

Sie sind Spione und haben den Zorn des Anführers der Salpeter geweckt, der sich nun an ihnen rächen will, indem er Klippo tötet. Deshalb flieht Klippo mit seinen Eltern auf ein Schiff und segelt zu einer verborgenen Insel im Nebel, auf der er sicher sein soll. Sie verstecken ihn in einem alten Turm, doch Klippo ist es leid, sich immer einsperren zu lassen. Er erkundet die Insel und trifft dort auf ein Mädchen, das ihm etwas erzählt, das sein Leben erneut auf den Kopf stellt. Klippos Abenteuer ist noch nicht vorbei.

Mir gefiel es richtig gut, dass die Geschichte so viele Wendungen hat. Zwar war nicht alles überrschend für mich, aber die Spannung blieb immer hoch und die Story hatte ein gutes Tempo. Klippo muss einiges durchmachen, zumal er sich sehr leicht von anderen beeinflussen lässt. Aber was will man erwarten, wenn man sein ganzes bisheriges Leben von den Eltern isoliert wurde. Klippo hat ja kaum Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen und ich finde, das kommt hier sehr gut rüber.

Ein Highlight war natürlich das Hermelin Red, das ich ab der ersten Zeilen sofort ins Herz geschlossen hatte. Toll, dass das Buch auf jeder Seite eine Zeichnung von Red hat, so dass ein Daumenkino entsteht. Eine tolle Idee, an der ich viel Spaß hatte.
Weniger gut hat mir leider das Cover gefallen. Es ist sehr dunkel geraten und hat dann noch einen metallisch-spiegelnden Überzug. So kann man das Motiv, das eigentlich gut zur Geschichte passt, kaum erkennen. Sehr schade.

Den Autor Tobias Goldfarb kannte ich bisher nicht, bin aber durch Klippo jetzt neugierig auf seine Reihe über den Drachen Spekulatius geworden. Denn der Autor hat in Klippo vielfältige Charaktere entworfen und eine märchenhafte Atmosphäre geschaffen, die mich fesseln konnte.

Das Geheimnis rund um Klippo hat mich vor allem deshalb gut unterhalten, weil es so abwechslungsreich ist. Ich hätte mir sogar einige Stellen noch länger gewünscht, zum Beispiel die Ereignisse auf der Distrukta. Hier ging es mir etwas zu schnell, obwohl viele gute Ideen da waren. Aber das zeigt nur, wie ungern ich die Charaktere am Ende losgelassen habe, und dass ich gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht hätte.

Klippo ist eine tolle Abenteuergeschichte für alle, die sich gerne überraschen lassen.

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Rezensionen von peedee:

Ein ganz besonderer Ort

Die Frauen von Maine von J. Courtney Sullivan

Auf einer Klippe in Maine steht ein geheimnisumwittertes Haus. Schon als Kind zog es Jane Flanagan oft zu diesem leerstehenden Anwesen. Nachdem ihre Mutter verstorben war und sie betrunken einen grossen Fehler beging, der nicht nur ihren Beruf als Archivarin bedrohte, sondern auch ihre Ehe mit David, kehrt sie nach Awadapquit zurück.

Als Genevieve, die neue Besitzerin des Hauses auf der Klippe, sie für Nachforschungen zu dessen Geschichte beauftragt, erwacht Janes Spürsinn. Langsam aber sicher erfährt sie mehr über die früheren Bewohnerinnen – zu ihrer grossen Überraschung gibt es Überschneidungen mit ihrem eigenen Leben…

Erster Eindruck: Das gemalte Cover des Schutzumschlages gefällt mir gut (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin) – es hebt sich von den „typischen“ Covers ab.

Jane und ihre Schwester Holly wachsen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die zeitlebens ein Alkoholproblem hatte. Nur zu gern wäre Jane diesem Leben entflohen – sie konnte ihre Mutter einfach nicht verstehen. Holly hingegen hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Jane konnte studieren und somit endlich ausbrechen; eine interessante Arbeit in der Schlesinger Forschungsbibliothek der Harvard University folgte. Der Alkohol ist jedoch ein wiederkehrender Begleiter, auch wenn Jane ihr Problem nicht wahrhaben will, schliesslich ist sie nicht wie ihre Mutter oder Holly – sie hat alles im Griff. Okay.
Nach einem verhängnisvollen Abend – an den sich Jane nicht mal erinnern kann – ist nichts mehr wie es mal war. Vorübergehend beruflich beurlaubt und von ihrem Mann getrennt, kehrt sie in das Haus der Mutter zurück, um es zu entrümpeln. Wie von ihren früheren Besuchen gewohnt, besucht sie „ihr“ Haus auf der Klippe und stellt fest, dass jemand Neues eingezogen ist. Kurz darauf lernt sie Genevieve, die neue Besitzerin, kennen. Ihr Sohn scheint einen Geist zu sehen…

Die knapp 500 Seiten lesen sich nicht mal eben so weg, aber es lohnt sich. Es ist eine sehr ruhige Lektüre: Lebensgeschichten von diversen Frauen, die Geschichte von Maine, First Nations, Familien- und Beziehungsprobleme, Glaubensgemeinschaften (z.B. Shaker), Alkoholsucht und Übersinnliches (z.B. Rückführung in frühere Leben, Wahrnehmung von Geistern) sind nur einige der behandelten Stichworte. Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Aufgrund des Klappentextes mit dem Hinweis „Ein umwerfend schöner Generationenroman“ bzw. einer Leseprobe war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Und? Hat es sich gelohnt? Absolut. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Rezensionen von Sheilo:

Gegensätze ziehen sich an

Skye In Our Hearts von Elliot Fletcher

April ist auf der Insel Skye im wunderschönen Schottland aufgewachsen, doch für ihre Schauspielkarriere verließ sie ihre Heimat. Nach dem Tod ihres Großvaters kehrt sie nun zurück, um dessen Lebenswerk, eine Whiskeybrennerei, zu retten. Sie trifft dort auf Mal, der das Geschäft am Laufen gehalten hat und sich wünscht, April würde sofort wieder nach London abreisen.

Doch sie hat anderes im Sinn.
"Skye in our Hearts: April on my Mind" ist ein richtig schöner Liebesroman von Elliot Fletcher. Ihr lebhafter Schreibstil nimmt uns mit ins wunderschöne Schottland und schafft eine Wohlfühlatmosphäre für den Lesenden. Die Geschichte wird aus der Sicht von April und Mal geschildert, wodurch man die innerliche Zerrissenheit der Protagonisten gut nachvollziehen kann. Besonders gefallen haben mir die amüsanten Kurznachrichten zwischen April und Mal, die die Autorin in die Geschichte eingebaut hat.
April war eine erfolgreiche Schauspielerin, bis es zu einem Einbruch ihrer Karriere kam. Vor allem die Kommentare in den sozialen Nachrichten machen etwas mit ihr, was sie sich nicht eingestehen möchte. Daher liebt sie die Idylle ihrer alten Heimat. Sie wird sofort herzlich von den Einwohnern aufgenommen, nur an einem kleinen Grumpy - Mal - beißt sie sich die Zähne aus.
Mal ist ein beliebter, aber auch recht schüchterner Mann, der schon immer für April geschwärmt hat. Als sie plötzlich wieder vor ihm steht, beginnt für ihn eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Er versucht diese zu verdrängen, was jedoch eine immer größere Herausforderung darstellt.
Ich liebe dieses Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten, die auf den ersten Blick so unterschiedlich sind. Die langsame Annäherung der beiden, gepaart mit den Verkupplungsversuchen der Inseleinwohner, hat mich überzeugt und ich habe das Lesen wirklich genossen. Auch der Spice kommt in diesem Buch nicht zu kurz.
Insgesamt ist dieser Liebesroman für mich eine tolle Mischung aus dem Genre Childhood Love und einer Prise Enemies-to-Lovers. Ich liebe die Geschichte von April und Mal, da sie tiefgründige Themen beinhaltet, mit denen man nicht gerechnet hat. Ich selbst habe in diesem Band sehr viel über Whiskey gelernt und freue mich jetzt schon auf die weiteren Bände der Reihe.

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Rezensionen von trebor:

Licht

Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig

Matt Haig beginnt in seinem Roman "Die Unmöglichkeit des Lebens" sehr ungewöhnlich mittels eines E.Mail-Nachrichtenwechsels und zieht mich als Leserin geschickt in die Geschichte hinein.
Unversehens befinde ich mich auf Ibiza, noch bevor ich darüber nachdenken kann, ob ich überhaupt dort hin möchte.

Großartig !

Man könnte das Buch als eine Art Ökokrimi bezeichnen, der überaus spannend und mit viel Empathie für seine Figuren erzählt wird bis zum Schluss, mit immer wieder neu entstehenden, unerwarteten Wendungen.
Zwischenzeitlich waren mir die übersinnlich und spirituellen Elemente ein wenig zu intensiv und ich hätte das Buch fast zur Seite gelegt. Aus irgendeinem Grund habe ich dennoch durchgehalten und bin am Ende dafür belohnt worden.

Ganz nebenbei ist der Roman eine kleine Kulturgeschichte der Insel Ibiza mit ihren Menschen und ihrer Natur sowie eine Liebeserklärung an dieselbe.

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Rezensionen von trebor:

Erkundung der essbaren Pflanzenwelt

Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker

In ihrem Kindernaturführer "Welche essbare Pflanze ist das? erläutert das Autorenehepaar Katrin und Frank Hecker nicht nur die wichtigsten Merkmale und Erscheinungsbilder der Wildkräuter, sondern gibt auch hilfreiche Tips zu deren Verwendung in Küche und Volksmedizin.

Das Büchlein im A5-Format ist übersichtlich und schlüssig strukturiert.

Die häufigsten und am einfachsten zu bestimmenden Wildpflanzen werden jeweils auf Doppelseiten vorgestellt und 3 Kapiteln nach den Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst zugeordnet. Es ist eine sehr ansprechende Kombination aus zeichnerischen Darstellungen und Fotos der Pflanzen geworden. Sofern es giftige Doppelgänger gibt, wird deutlich darauf hingewiesen.

Den Rezepten, die anschaulich mittels kleinen Texten, Fotos und Zutatenlisten informieren und inspirieren, wird ein eigenes Kapitel gewidmet.
Vorab werden die Regeln für ein achtsames Vorgehen in der Natur herausgestellt.

Ein rundum gelungenes Werk zur ersten Erkundung der essbaren Pflanzenwelt.

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Rezensionen von clematis:

Lockdown

Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire

Evan erlebt eine schwierige Zeit und möchte eine Woche lang Abstand nehmen von seiner Familie und seiner Arbeit. Dazu zieht es ihn aus Belfast in die kleine Ortschaft Ballybrady an der irischen Küste. Grace, eine verschrobene, zurückgezogene Frau, welche aber hart zupacken kann und im Einklang mit der Natur lebt, verdient sich ihr Geld unter anderem durch das Vermieten eines kleinen Häuschens, diesmal an Evan.

Während der junge Mann sich nur langsam zurechtfindet in der neuen Umgebung, heißt es Lockdown aufgrund einer weltweiten Pandemie, sein Firmenkompagnon stellt Aufträge zurück, seine Frau will, dass er länger fortbleibt. Lockdown also auch in der Familie.

Voller Empathie und mit einem rechten Blick für die heilende Natur entwirft Roisin Maguire diese erfrischende Erzählung rund um Evan, der nach einem traumatischen Erlebnis erst wieder Halt finden muss. Was ihn quält, erfährt der Leser erst im Laufe der Zeit, alles entwickelt sich recht langsam und ruhig, genau so, wie auch der Schreibstil der Autorin Ruhe und Gelassenheit vermittelt. Bisweilen wird es sogar poetisch, beispielsweise dann, wenn vom Tanz der Sonnenstrahlen auf dem Wasser (kindle, Pos, 376) die Rede ist. Besonders gut gelungen ist die Szene mit Becky, ab der Evan anfängt über das Unglück in seinem Leben nachzudenken, und ob er vielleicht seinen Blickwinkel ändern sollte, um aus dem Tief wieder herauszukommen.

Der Corona-Lockdown spiegelt einerseits den persönlichen Lockdown Evans wider und hält ihn andererseits durch die Bewegungseinschränkungen in Irland an Ort und Stelle fest. Aber auch ohne die schicksalhaften Pandemiezwänge – welche mit Händedesinfektion und Masken bisweilen unnötig vom Geschehen ablenken – enthält die Geschichte genug tiefgehende und ernsthafte Themen, welche Maguires Leser berühren und nachdenklich stimmen. Ihre Charaktere stellt sie sehr realistisch und glaubwürdig dar, die Kulisse Nordirlans mit der rauen See und den schroffen Felsen umrahmt die Handlung perfekt.

Ein ruhiger Roman, der mittels bildhafter Erzählweise und ungewöhnlichen Figuren punkten kann. Ich vergebe gerne vier Sterne.

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Rezensionen von la_stellina:

Alltägliches Thema unterhaltsam aufbereitet

Kuckuck, Kacka! von Christine Kugler

Schon das witzig, bunt gestaltete Cover hat mich auf das Büchlein neugierig gemacht. Und auch die "Leseprobe" hat mir gefallen. Die Illustrationen sind ansprechend umgesetzt worden und die Schieber und Drehräder tun ihr Übriges, dass der Spaß und die Abwechslung beim Anschauen und Lesen des Büchleins nicht zu kurz kommt.

Außerdem finde ich die dicken, robusten Seiten super, da das Buch nicht sofort Beschädigungen aufweist, wenn es einmal etwas ruppiger angefasst wird. Meinem Kleinen gefällt es jedenfalls zu sehen was bei Roboter, Gespenst, Meerjungfrau usw. „hinten raus kommt“.
Ich denke, dass das Büchlein nicht nur Eltern, sondern auch den Kindern gut gefällt und sie viel Spaß beim (Vor-)lesen des lustigen Textes haben. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema trocken werden und aufs Töpfchen gehen kann mit Hilfe des Buches erklärt und besprochen werden.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Die Geschichten, die ein Ort erzählt

Die Frauen von Maine von J. Courtney Sullivan

Spannender und interessanter Ansatz die Geschichte einer Gegend und insbesondere eines bestimmten Hauses, verwoben mit unterschiedlichen Schicksalen und einer Familiengeschichte zu erzählen. Für mich wirkte die Geschichte aber fast schon überladen und hat den Fokus innerhalb der Haupthandlung für mich ein bisschen verloren.

Was mich ein bisschen unschlüssig zurücklässt, sind die vielen Einzelschicksale und Geschichten, die zwar angerissen werden, aber dann irgendwie so im Raum hängen bleiben. Im Fokus der Geschichte steht zu Anfang und rahmengebend ganz klar Jane, im Verlauf der Handlung erfährt man aber auch ganz viel über Generationen anderer Frauen, die in Maine lebten und den Ort, sowie seine Geschichte geprägt haben. Die verschiedenen Handlungsstränge sind hier vielschichtig miteinander verwoben und ergeben eine stark verdichtete Handlung. Auch das Leben der indigenen Bevölkerung wird immer mal wieder aufgegriffen und war sehr interessant aufgearbeitet.

Teilweise fand ich diese Schicksale sogar spannender und ergreifender als die Haupthandlung rund um Janes Leben, die dagegen fast schon blass und abgedroschen wirkt. Aber nachdem sie für Janes Recherche dienlich waren, verschwinden die Frauen aus der Vergangenheit wieder in der Versenkung.

Immer wieder greift die Geschichte auch das Thema Spiritualität auf, um die Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. So richtig wollte das für mich zwischen Janes Alkoholismus und den katastrophalen Familienverhältnissen aber nicht funktionieren.

Für mich hat sich die Story sehr überladen angefühlt und war ein ständiger Wechsel zwischen Kapiteln, die ich wirklich mochte und einer Protagonistin, die ich als anstrengend empfunden habe. Für mich ist der Funke nicht übergesprungen, aber das Buch hat einiges zu bieten.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Eine Liebe, die dich in den Abgrund reißt

Mein Mann von Maud Ventura

Ich hatte das Buch gar nicht selbst auf dem Schirm, bin auf Buchportalen und Social Media aber immer häufiger darüber gestolpert und bin dadurch doch neugierig geworden. Und ein Glück, denn ich hätte wirklich was verpasst, wenn ich dieses Buch nicht gelesen hätte.
Es ist erschütternd, voyeuristisch und absolut abgründig.

Ein düsteres Porträt über die Zerstörungskraft der Liebe.

Zum Inhalt: ihre Liebe ist der Inbegriff von perfekt- ein gut aussehender, erfolgreicher Mann, in den sie nach 15 Jahren noch verliebt ist wie am ersten Tag. Nur dass sie sich seiner Liebe gar nicht mehr so sicher ist. Liebt sie mehr als er? Liebt er sie überhaupt noch? Sie beschließt es mit allen Mitteln herauszufinden.

Die Protagonistin spricht auf fast schon obzessive Weise von ihrem Mann, den sie auf schräge Art als ihr Eigentum erachtet, dessen Zuneigung sie sich aber gleichzeitig plötzlich nicht mehr sicher ist und vor dem sie selbst etliche Geheimnisse bewahrt. Das schafft ein interessantes Ausgangskonstrukt, bei dem man direkt schon ein ungutes Gefühl bekommt.

Ich fand es anfangs inrritierend wie unfassbar bemüht sie in allem, was sie in Bezug auf Mann und Familie tut, wirkt. Und gleichzeitig ist sie wahnsinnig überempfindlich was vermeintliche Gwgenreaktionen betrifft. Kurz gesagt: sie ist eine anstrengende Person. Gleichzeitig wirkt es in dieser Erzählung einer fast schon wahnhaften, abgründigen Liebesgeschichte sehr passend und entwickelt sich zu einer düsteren Spirale.

Die Geschichte ist sehr raffiniert erzählt, da man sie völlig aus den Augen der verunsicherten Ehefrau erlebt. Nur ganz zum Ende bekommt man einen klitzekleinen, ehrlichen Einblick in das Innenleben des so begehrten, hochgelobten Ehemanns. Der Epilog hat mich nochmal richtig geflasht und dieses Buch rückblickend absolut grandios gemacht und ihm eine besondere, psychologisch perfide Note gegebenen. Ganz großes Kino!

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