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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Midlife-Crises

Das Fest von Lucy Fricke

Zum Inhalt:
Jakob will seinen Geburtstag nicht feiern, denn er ist der Meinung, dass es nichts zu feiern gäbe in diesen Zeiten. Außerdem sei sein Erfolg längst vorbei, eine Beziehung hatte er schon ewig mehr, er fühlt sich alt und schwach. Seine Freundin ist da allerdings anderer Meinung und schickt ihn auf eine Reise in seine Vergangenheit.

Meine Meinung:
Vorweg, eigentlich war mir das Buch viel zu kurz, denn das Hörbuch war schon Fastfood mit gerade mal 2 Stunden und 41 Minuten. Ich kann eigentlich gar nicht so richtig sagen, ob es mir gefallen hat oder nicht, denn Jakob ging mir zunächst irgendwie mit seiner negativen Einstellung ein wenig auf die Nerven, da ich persönlich so negative Menschen eher anstrengend finde. Zum Glück schafft seine Freundin ihn nach und nach davon zu überzeugen, dass es doch auch sehr viel schönes gibt. Gelesen war das Hörbuch gut, lies sich gut anhören.
Fazit:
Midlife-Crisis

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Rezensionen von Petra Ivanov:

Eine Geschichte mit besonderem Charme

Mord im Grand Hotel Matterhorn von Gabriela Kasperski

Gabriela Kasperski liefert mit «Mord im Grand Hotel Matterhorn» einen atmosphärischen Kriminalroman, der auf gekonnte Weise Spannung und Humor miteinander verbindet. Die Geschichte entfaltet sich in einem abgelegenen, in die Jahre gekommenen Berghotel, das seine besten Tage längst hinter sich hat.

Statt Luxus und Komfort erwartet die unfreiwilligen Gäste, darunter die rüstige Rentnerin Libby Andersch und der elfjährige Noah, ein Hotel ohne den versprochenen Blick aufs Matterhorn - und ein Mord, der alles ins Chaos stürzt.

Das Setting ist meisterhaft gewählt: Ein eingeschneites Hotel, abgeschnitten von der Außenwelt, erinnert an die klassischen Whodunit-Romane à la Agatha Christie. Kasperski nutzt diese klaustrophobische Atmosphäre geschickt, um die Spannung aufzubauen. Jede Figur scheint verdächtig, und das Misstrauen wächst von Seite zu Seite. Besonders die Dynamik zwischen Libby, die als Hobbydetektivin agiert, und dem neugierigen Noah bringt frischen Wind in die Krimihandlung. Libbys Scharfsinn und Noahs kindliche Neugier bilden ein charmantes Duo, das den Leser durch die Geschichte führt.

Kasperskis Schreibstil ist flüssig und lebendig, mit einer Prise Humor, die die ernste Krimihandlung auflockert. Die Figuren sind gut gezeichnet, und besonders Libby wächst einem schnell ans Herz. Ihre unaufgeregte, aber beharrliche Art, die Wahrheit herauszufinden, verleiht der Geschichte einen ganz besonderen Charme.

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Rezensionen von Arambol:

Anspruchsvoll

Die Lungenschwimmprobe von Tore Renberg


"Geht es euch auch so, dass, wenn einem das Leben zusetzt, das größte Glück darin besteht, ein Buch in Händen zu halten?"

Die Lungenschwimmprobe ist ein forensisches Verfahren, das überprüft, ob die Lunge von Neugeborenen jemals geatmet hat oder nicht. Sie dient zur rechtsmedizinischen Überprüfung von Totgeburten.

Tore Renberg erzählt, die auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte eines Prozesses, in dem dieses innovative medizinische Experiment erstmals eine zentrale und entscheidende Rolle einnimmt.
Der sorgsam und fundiert recherchierte Fall der jungen Anna Voigt und ihres Anwalts Christian Thomasius.

Die barock deutsche Sprache, die die Übersetzerinnen gewählt haben, schafft es, ein Lebensgefühl widerzuspiegeln, das den Leser bildgewaltig in die dunkle Zeit zum Ende des 17. Jahrhunderts eintauchen lässt. Vielfach zweifelhafte moralisch ethische Wertvorstellungen inklusive.

Sprünge in der Zeitebene, sowohl in die Vergangenheit, als auch weit in eine Zeit nach dem eigentlichem Prozess und sogar bis in die Gegenwart, bieten eine allumfassende Darstellung der historischen Ereignisse.
Zudem werden die Sachverhalte aus den unterschiedlichsten Perspektiven der einzelnen, historisch belegten Protagonisten geschildert.
Das erscheint zunächst verwirrend und unübersichtlich, fügt sich dann aber nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Auch das Erzähltempo variiert ständig: dabei wechseln sich recht enervierend langatmige, beschreibende Passagen mit dann auch durchaus temporeichen, spannenden Abschnitten ab.

Eine Lehrstunde um das Leben, Denken und Handeln in der Zeit des Aufbruchs aus dem Mittelalter in die Neuzeit zu verstehen. Eine Reise in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg, in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Wir dürfen nicht weniger als die Geburtsstunde der modernen Gerichtsmedizin miterleben.

Nur wer ein gehöriges Maß Interesse sowohl an historischen Erzählungen als auch an medizinischen und gleichwohl an juristischen Sachverhalten mitbringt, kann mit der "Lungenschwimmprobe" etwas Außergewöhnliches erleben.

Dieser Roman ist alles andere als eine "leichte" Erzählung; tatsächlich ist es eine äußerst anspruchsvolle Lektüre, die handwerklich wirklich exzellent gelungen ist.

"Das Alte gegen das Neue. Darum geht es."

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Rezensionen von Lesemama:

Belanglos

Die Lungenschwimmprobe von Tore Renberg

Zum Buch:

Drei Frauen treffen in München am Hauptbahnhof aufeinander und bilden aufgrund eines Bahnstreiks eine unfreiwillige Fahrgemeinschaft Richtung Norden. Lena und Nicole leben jeweils in der Lüneburger Heide, Kristin in Hamburg. Alle drei Frauen haben ihre Probleme und lernen sich während der langen Fahrt kennen.

Sie bleiben in Kontakt.


Meine Meinung:

Mich sprach der Klappentext und auch das Alter der Frauen an.
Angefangen hat es aber mit Antonia, Toni, die überhaupt nicht in München dabei war. Toni wurde von ihrem langjährigen Freund betrogen und verlassen, dann kommen die anderen drei Frauen ins Spiel. Sie werden Freundinnen und verbringen viel Zeit miteinander. Jede der vier Frauen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen, aber trotzdem plätschert die Story dahin und es blieb irgendwie belanglos und auch ein wenig unglaubwürdig. Erzählt wird abwechselnd immer aus Sicht einer der vier Frauen, dadurch bleibt es dann unterhaltsam, aber wirklich packen konnte mich die Geschichte nicht. Mir blieb alles zu oberflächlich.

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Rezensionen von Sophie H.:

Spannende Verwicklungen im Schwimmbad

Carla: Skandal im Schwimmbad von Ariane Vaßen

Carla ist Leistungsschwimmerin und trainiert für die nächsten Landesmeisterschaften. Mehrmals in der Woche geht sie zum Schwimmen und sogar für den Trainerschein hat sie sich nun angemeldet. Eines Tages findet sie am Ende des Schwimmtrainings einen Drohbrief in ihrer Tasche. Will ihr jemand Angst machen und dafür sorgen, dass sie nicht bei den Meisterschaften antritt? Zunächst schafft Carla es, den Brief zu verdrängen.

Als aber immer mehr Briefe auftauchen, bekommt sie doch Angst. Wie gut, dass ihre drei Freunde Leo, Kim und Elli ihr zur Seite stehen und zusammen mit ihr ermitteln. Steckt jemand aus dem Schwimmverein hinter dieser Aktion? Zu allem Überfluss wird auch noch das Schwimmbad geschlossen, weil das Wasser verunreinigt wurde. Die Stadt hat nun ein großes Problem, denn das gesamte Trinkwasser ist kontaminiert. Hat das verunreinigte Wasser irgendetwas mit den Drohbriefen zu tun, die Carla bekommen hat? Zum Glück ist das Wasser pünktlich zu den Landesmeisterschaften wieder in Ordnung. Doch aus Carlas Start wird trotzdem nichts. Urplötzlich ist sie vom Erdboden verschwunden. Werden ihre Freunde sie wiederfinden?

Bei dem Buch handelt es sich um ein christliches Jugendbuch ab 12 Jahren und damit ist die Zielgruppe sehr gut getroffen. Ariane Vaßen versteht es, in leichter, flüssiger Sprache sehr spannend zu schreiben. Geht es im ersten Drittel des Buches noch eher gemächlich zu, nimmt die Geschichte dann Fahrt auf und zum Schluss kann man das Buch kaum noch weglegen. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass immer wieder leichte Anspielungen auf Ellis christlichen Glauben gemacht werden, ohne dass ihre Freunde, die offensichtlich nicht so den Bezug zum Glauben haben, dies kritisieren. Sie nehmen Elli so an, wie sie ist. Dadurch, dass eher nebenbei vom Glauben die Rede ist, dürften sich auch kirchenferne Kinder durch das Buch angesprochen fühlen. Ich hoffe sehr, dass es noch einen weiteren Band der Blackforest Friends geben wird!

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Rezensionen von MariasBooks:

YA Urban Fantasy mit Geistern

Sixteen Souls (Souls-Dilogie, Band 1) von Rosie Talbot

Sixteen Souls ist der Auftakt der neuen Dilogie aus der Feder von Rosie Talbot.

Das Buch hat vom Klappentext her starke Dead Boy Detectives und Jadriel & Julian Vibes weshalb ich sehr gespannt auf das Buch war.

Design: das Cover ist mit illustrieren Characteren versehen, was mir ganz gut gefällt.

Man hätte aber ggfs ein paar weniger verschiedene Schriftarten benutzen können. Die Zeichnungen bei den Kapitelbeginnen fand ich ganz passend.

Handlung:
Das Buch erzählt die Geschichte vom 16 jährigen Charlie und ist in seiner Perspektive geschrieben.
Er kann seit einer Krankheit mit Nahtod-Erfahrung Geister sehen und mit ihnen reden. Als eines Tages Geister aus der Stadt verschwinden, trifft er auf Sam, der auf der Suche nach eben jenen Geistern ist und gemeinsam wollen sie diesem Verschwinden auf den Grund gehen.

Charactere:
Die beiden Protagonisten Charlie und Sam haben mir an sich sehr gut gefallen, wenn sie auch etwas mehr Tiefe und Kanten hätten haben können. Aber vielleicht folgt hier ja noch etwas im 2. Teil.
Ich fand die Darstellung von Charlies Bein-Prothesen und zu Sams Trans-sein gut und inklusiv dargestellt. Es wurde erklärt ohne erhobenen Finger und dennoch alltäglich gezeigt.

Was mir besonders gut gefallen hat:
*Das Setting
*Magiesystem
*Geisterhund Dante
*Darstellung der Charactere und der Inklusion

Was mir weniger gut gefallen hat:
*Menge an namentlichen Charactere n
*etwas verworrene Erzählweise
*etwas gezogene Handlung

Das Buch ist für Fans von
*Serie: Dead Boy Detectives
*Buch: Jadriel & Julian (Cemetry Boys)
*Achillian/Queer YA Bücher
*Geisterbücher ohne viel Horror
*Mystery-, und Detektiv-Bücher

Das Buch ist nicht geeignet für
*Fans von tiefgehenden Characterentwicklungen
*Spice

Fazit:
Das Buch war nett zu lesen und passt perfekt in den Herbst. Der Schreibstil hat mich nicht wirklich abgeholt und die vielen namentlichen Charactere machten das verfolgen der Story manchmal etwas schwierig.
Auch hatte ich teils Schwierigkeitrn der Story zu folgen, vor allem wenn es Schlag auf Schlag ging.
Auf der anderen Hand haben mir die Inklusion und Verarbeitung sehr gut gefallen.
Wer also nach einem achillean YA Herbstbuch sucht, wird hier fündig.

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Rezensionen von Stefanie B.:

Originelle Fantasy-Reihe

Liga Lexis - Nachtschwarze Worte von Mo Enders

Im Buch "Liga Lexis - Nachtschwarze Worte" nimmt uns die Autorin Mo Enders mit nach Irland. Erzählt wird die Geschichte von Annie, die halb Mensch, halb Buchfigur ist. Es wird aus der Sicht von Annie erzählt wobei einzelne Kapitel aus Caspians Perspektive geschrieben wurden. Diese Kombi macht das Ganze nochmal um einiges spannender.

Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet. Die Umgebung, Landschaften und auch die Buchwert an sich wurde super beschrieben. Ich konnte mir alles sehr leicht bildlich vorstellen. Die Idee hinter dem Buch - also die Welt der Bücher - hat mir unheimlich gut gefallen und es ist wirklich bemerkenswert, wie die Autorin das umgesetzt hat. Es wurden ganz viele bekannte Geschichten/Bücher erwähnt und in die Story eingearbeitet. Das war eines meiner Highlights. Das wunderschöne Hardcover mit einzigartigem Buchschnitt ist ein echter Hingucker in jedem Bücherregal. Ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Teil veröffentlicht wird. Ich kann Liga Lexis jedem ans Herz legen. Die wundervollen Lesestunden sprechen für sich.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Erster Teil eines wundervoll magisch-buchigen Märchens

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer

"Das verrückte Orakel" ist der Auftakt der "Die magische Bibliothek der Buks"-Dilogie, in der uns Nina George in die Welt der Buks entführt. Buks sind kleine, geheime Beschützer von Büchern, die in einer versteckten Villa mitten in der Stadt leben, in deren Bibliothek von jedem Buch ein Exemplar vorrätig ist.

Die Geschichte spielt in einer nicht näher definierten Zukunft, worauf man leider erst im Laufe der Geschichte kommt, wo die Menschheit Bücher vergessen hat. Es gibt nur mehr digitale Gerätschaften, und Infos erhält man durch Videos oder Hologramme. Nur wenige Menschen wissen noch von Büchern; und davon wollen einige um jeden Preis verhindern, dass Bücher wieder ins Gedächtnis der Menschen kommen.
Und dann ist da auch die seltsame Krankheit der Bücher, die keiner der Buks heilen kann.
Doch das verrückte Orakel prophezeit, dass 5 Kinder zur Rettung kommen werden.

Die Buks staunen nicht schlecht, als plötzlich die Zwillinge Nola und Finn, Mira und Thommy auftauchen. Die neugierigen und aufgeweckten Kinder haben unterschiedliche Charaktereigenschaften und Stärken, die sich gut ergänzen, und die für die Rettung der Bücher hilfreich sind. Somit können sich die jungen Leser/innen auch gut mit jeweils einem der Protagonisten identifizieren.
Die Vier sind soooo erstaunt von den wundervollen Geschichten in diesen Büchern, dass sie den kleinen Buks natürlich zusagen, zu helfen. Wäre da nicht die schreckliche Geraldine, deren Mutter die Ministerin ist, und die die vier Freunde mobbt und ausspioniert und bestimmt alles brühwarm ihrer Mutter erzählen würde. Ob sie ihre Rettungsmission vor Geraldine geheim halten können?

Die Entwicklung der Kinder ist richtig toll. Dass sie so mutig werden und sich trauen zu lügen, um den Buks und den Büchern zu helfen (unfassbar, dass Kinder in der Zukunft nicht lügen...)
Die Buks sind natürlich DAS Highlight: klein, niedlich, mit Spitzohren und Leuchte-Augen und den witzigen, passenden Namen. Ich mochte Alice Buk und Rebella Buk am liebsten.
Die Fantasie und Magie in der Geschichte sind einfach wundervoll!! Nicht nur die fabelhaften Buks, auch die Zeichnungen der Zukunft, die Buchkrankheit, die die Buchstaben verschwinden lässt usw.
Auch die Spannung ist hoch; allein schon der Gedanke, dass es keine Bücher und keine Geschichten mehr gibt - nur noch Lernvideos und News! Auch die sozialen Strukturen und Regeln in dieser Zukunft sind sehr befremdlich. Und dann natürlich die geheime Rettungsmission der Kinder und das Rätsel um den verschwundenen Buchmeister.
Leider gibt es am Ende einen echt fiesen Cliffhanger - sowas finde ich, geht in Kinderbüchern gar nicht. Jetzt heißt es geduldig sein, bis der finale Band erscheint.
Sehr schön ist die Vorstellung einiger Buks im Vorsatzpapier.


Fazit:
Fatasievolle und magische Geschichte um 4 taffe Kids, die den kleinen Buchbeschützern, den Buks, helfen wollen, die Bücher zu retten. Leider mit offenem Ende, das sooo neugierig auf den Abschlussband macht. Großer Lesespaß!

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Rezensionen von Sago:

Historische Fantasy

Sisters in Blood - Der Schwur von Genevieve Gornichec

Das, erkannte sie, war Liebe... Eine Liebe wie ein Feuer, warm und hell und zerstörerisch zugleich. Und sie war nicht sicher, ob sie dieses Gefühl anfachen sollte. Sie musste keine Seherin sein, um zu wissen, dass die Feuersbrunst, die dabei entstehen würde, eines Tages alles andere verzehren könnte.

"

Anknüpfend an eine alte isländischen Sage verwebt Genevieve Cornichev nordische Mythologie, wunderbar erzählte zauberische Fantasyelemente und äußerst moderne Ansichten.

Die jungen Norwegerinnen Gunnhild, Oddny und Signy leisten einander einen Blutschwur, der ihre Schicksale verknüpft. Als Signy von Wikingern entführt wird, sind sowohl ihre Schwester Oddny als auch Gunnhild entschlossen, Signy zu befreien, obwohl sich ihre Wege längst getrennt hatten. Denn aus Gunnhild ist in der Zwischenzeit eine zauberkundige Seherin geworden. Schon bald ist klar, dass bei Signys Raub mächtige Hexen ihre Hände im Spiel hatten.Auf der Suche nach Signy müssen Gunnhild und Oddny nicht nur über sich hinauswachsen, sondern auch entscheiden ob sie ihre Freundschaft über ihre Gefühle zu den Männern, die sie lieben, stellen...

Düstere Prophezeiungen, attraktive Wikinger, große Schicksale: Der Roman lässt längst vergangene Zeiten lebendig werden und würzt sie mit faszinierenden fantastischen Elementen. Allerdings muss man darauf gefasst sein, dass die Protagonisten so reflektierend agieren, als hätten sie einen Grundkurs in moderner Psychologie absolviert. Ebenfalls aus der Zeit gefallenen ist wohl der für vergangene Zeiten untypisch gelassene Umgang mit einer als Frau geborenen Figur, die sich als Mann identifiziert und nicht nur einen breiten Raum in der Erzählung einnimmt, sondern sogar in der Lage ist, mächtigste Kämpfer ohne Magie zu besiegen. Dass die Autorin hier ein ihr wichtiges Anliegen so ungwöhnlich ins Zentrum rückte, hat für mich den ansonsten sehr großen Lesespaß ein wenig getrübt.

Äuserst gelungen fand ich hingegen, dass gerade die historische Figur der Gunnhild so angelegt wurde, dass man sich durchaus an manchem Handlungen reiben kann und ihr Charakter Tiefe gewann. Ich bin daher sehr gespannt, ob die Autorin die Sage um Gunnhild weitererzählen wird, was mich freuen würde.

Optisch ist das Buch vor allem in der Farbschnittvariante ein wunderschönes Schmuckstück. Warum eine Schwalbe das Cover und auch die Kapitelanfänge schmückt, sollte man selbst herausfinden.

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Rezensionen von Netti:

Hervorragender, emotionsvoller Roman : Ich war das einsamste Kind der Welt !

Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind

Mit diesem Roman hat es Hera Lind wieder geschafft, ein spannendes, emotionsvolles und fesselndes Buch zu schreiben, was ich kaum aus der Hand legen konnte.
Die Kapitel sind meist kurz gehalten, was mir übrigens sehr gut gefällt. Allerdings denkt man sich, ein Kapitel kann man noch lesen und danach denkt man das gleiche, weil man so gefesselt war und wissen wollte wie es weiter geht.

Und Schwups, war es schon wieder spät. Ich habe es ziemlich schnell durch gelesen, obwohl es recht dick ist. ( 461 Seiten mit Nachwort )
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und dies blieb bis zum Ende des Buchs so. Der Schreibstil ist, wie gewohnt von Hera Lind, wunderbar leicht zu lesen und man kann sich alles bildlich vorstellen.

In dem Buch geht es um Steffi, ein ungewolltes Kind, was in eine Pflegefamilie gegeben wurde. Es beginnt bei der Geburt des kleinen Mädchens und zeigt einen großen Teil ihres Lebens auf. Steffi musste so viel ertragen und Hürden auf sich nehmen, das es wirklich schon menschenunwürdig ist. Ich wusste nicht, dass Pflegekinder in den siebziger / achtziger Jahren so einen verrufenen und schweren Stand hatten. Kind zweiter Klasse, nichts Wert, asozial und das sich dieses Bild auch in der Gesellschaft so etabliert hatte. Zu den Ereignissen im Buch gehe ich nicht weiter ein, denn ich möchte keinen die Spannung nehmen.
Eins kann ich sagen, bereits auf Seite 67 hatte ich das erste mal Tränen in den Augen. Und dieser Satz auf Seite 68 nahm mich auch sehr mit : " Ich war das einsamste Kind der Welt ".
Ein grandioses Werk, ich habe mit Steffi mit gefiebert und sie richtig lieb gewonnen. Der Roman wurde nach einer wahren Geschichte geschrieben.

Ein Buch zu einem ganz wichtigen Thema, was anregt, nicht wegzuschauen , sondern zu helfen. Ich finde das Buch hervorragend und habe es verschlungen. Absolute Empfehlung!

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