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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Faszinierende Erkenntnisse

Cold Case Ötzi von Josef Rohrer

Als ein deutsches Ehepaar am 19. September 1991 eine teilweise aus dem Gletschereis herausragende, mumifizierte Leiche auf dem Tisenjoch entdeckt hat, weiß noch niemand, welche Bedeutung dieser Fund haben wird. Es die als „Ötzi“ bekannte, mehr als 5.000 Jahre alte natürliche Mumie eines Mannes, die nach wie vor Rätsel aufgibt.

In diesem Buch beschreibt Josef Rohrer wie Alexander Horn, Oliver Peschel und Andreas Putzer, drei Experten aus den Bereichen Operative Fallanalyse, forensische Pathologie und hochalpine Archäologie, den 5.000 Jahre alten „Cold Case Ötzi“ mit wissenschaftlichen Methoden von heute untersuchen. Als „Schreibfräulein“ fungiert Autor, Journalist und Kurator zahlreicher Ausstellungen Josef Rohrer.

Die Experten, die sich für einige Tage auf eine Südtiroler Berghütte zurückgezogen haben, sortieren die zahlreichen Informationen und bekannte Fakten, versuchen die damaligen Lebensumstände an Hand von bekannten anderen archäologischen Funden zu rekonstruieren und entwerfen ein mögliches gesellschaftliches Umfeld des Toten. Manche ihrer Hypothesen verwerfen sie gleich wieder, andere werden näher betrachtet.

In folgenden acht Kapiteln werden sowohl die Vorgehensweise als auch die Schlüsse aus den Diskussionen erläutert:

Ockhams Rasiermesser
Ein Kupferbeil, 61 Tattoos
Ein mickriger Dolch und ein Comic
Zwei Pfeile und kein Bogen
Auf der Flucht. Aber weshalb?
Das Rätsel der Hopfenbuche
Schuss aus dem Hinterhalt
Ein Bild des Täters

Was genau die Experten herausgefunden haben und wie sie dabei im Detail vorgegangen sind, kann in diesem sehr interessanten Buch nachgelesen werden.

Meine Meinung:

Josef Rohrer hat hier eine fesselnde Zusammenfassung der Gespräche, Gedanken und Hypothesen dieser Expertenrunde geschrieben, die uns Laien einen Einblick in diese Fachgebiete gewährt.

Zur besseren Erläuterung sind manche Diskussionen im genauen Wortlaut aufgezeichnet. Zahlreiche Fotos der Region, von Ötzi und seiner Ausrüstung, Ausschnitte aus Landkarten, Skizzen und die Erklärungen wie der Tote aus der Kupferzeit seine Gegenstände gebraucht hat, ergänzen diese höchst interessante Spurensuche.

„Doch gerade weil dieser Cold Case nie ganz aufzuklären sein wird, bleibt er eine geile G’schicht.“ (Alexander Horn, operativer Fallanalyst)

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem faszinierendem Buch, das ein klein wenig Licht in diesen „very Cold Case“ bringt, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Geschichte über eine couragierte Frau

Die Gräfin von Irma Nelles

Nachdem ich unlängst mit großer Begeisterung "Südfall" gelesen habe, den Roman von Florian Knöppler über einen englischen Piloten, der Ende August 1944 mit seinem Fallschirm vor der Hallig Südfall landet und dort Menschen begegnet, die ihm hilfreich zur Seite stehen, war ich sehr neugierig auf "Die Gräfin".

Im Mittelpunkt des Debüts von Irma Nelles steht nicht der Pilot, sondern die Gräfin von Reventlow-Criminil, die ihn in ihr Haus aufnimmt. Ich war sehr neugierig auf die nun aus anderer Perspektive erzählte Geschichte und hatte hohe Erwartungen - doch glücklich bin ich mit dem Buch leider nicht geworden.

Diana Henriette Adelaide Charlotte Gräfin von Reventlow-Criminil lebt seit 30 Jahren an der nordfriesischen Küste. Die Sommer verbringt sie regelmäßig auf der kleinen Hallig Südfall. Sie ist bereits über 80 Jahre alt und führt seit langem ein Leben in Abgeschiedenheit und fern des glanzvollen Hochadels. Die Hallig-Gräfin, wie sie von den Bewohnern der Nachbarinseln genannt wird, beschäftigt auf ihrem Anwesen seit 8 Jahren Haustochter Meta und Knut Maschmann, der seit über 20 Jahren für sie als Kutscher und Faktotum tätig ist. Als sie im Spätsommer 1944 auf einer Sandbank ein kleines Flugzeug entdeckt, das dem Anschein nach abgestürzt ist, rettet sie den Piloten aus dem Cockpit und versteckt ihn. Es handelt sich um einen Engländer, der in ihrem Haus seine Verletzungen auskurieren wird. Niemand außer ihr und den wenigen eingeweihten Personen darf wissen, dass die Gräfin den Feind versteckt. 

Die Geschichte, die einen Zeitraum von nur 6 Tagen umfasst, ist in klarer Sprache - teils in plattdeutsch - erzählt, sie basiert auf wahren Begebenheiten. Die Autorin wuchs in der Nähe der Hallig Südfall auf, sie kannte viele Personen selbst und wusste um die Mythen, die sich um die Gräfin ranken. Das karge Leben auf der Hallig in Kriegszeiten und die Naturgewalten hat Irma Nelles sehr atmosphärisch und faszinierend beschrieben. Man spürt ihre Liebe zu der ihr vertrauten Region.

Die zentrale Figur des Romans ist die charakterstarke und mutige Gräfin, die von der Autorin sehr authentisch dargestellt wird. Die Gräfin war für die damalige Zeit eine äußerst beherzte Frau, die sich schon früh gegen die Ehe entschied und ein selbstbestimmtes Leben führte. Ich hatte Hochachtung vor der eigenwilligen Adeligen, die früh von den nationalsozialistischen Plänen wusste und immer wieder ihr Leben riskierte, um Verfolgten zur Flucht zu verhelfen. Die interessanten Nebenfiguren, der Pilot John, Meta und Knut sowie das Ärzteehepaar Braak sind gut gezeichnet. Ich fand die Geschichte, die mir im Großen und Ganzen gefallen hat, nicht gerade spannend. Die ausführlichen Schilderungen aus der Vergangenheit der Gräfin empfand ich häufig als etwas zäh und eher langweilig. Im Gegensatz hierzu hätte ich mir gewünscht, mehr aus Johns Leben zu erfahren. Der Roman endet leider ziemlich abrupt, viele Fragen bleiben offen.

Meine Erwartungen an das Buch sind leider nicht erfüllt worden. Am besten haben mir die schönen und faszinierenden Natur- und Landschaftsbeschreibungen gefallen, die Handlung hingegen hat mich - auch wegen der recht sachlichen Erzählweise und des Fehlens jeglicher Emotionen - nicht überzeugen können.

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Rezensionen von LeserinLu :

Die Welt der Reichen in New York

Pineapple Street von Jenny Jackson

Ich frage mich beim Spazieren durch reiche Wohngebiete immer, wie es wohl in den Häusern aussieht, und würde nur zu gerne mal für eine Hausbegehung hereingebeten werden. In „Pineapple Street“ von Jenny Jackson reist man in die exklusive Wohngegend von Brooklyn Heights in New York City und darf hinter die Mauern der Häuser und Wohnungen der wohlhabenden Familie Stockton schauen.

Mit Witz und Charme beleuchtet der Roman dort das Leben der drei Protagonistinnen – die Töchter der Familie Darley und Georgiana sowie Schwiegertochter Sasha.

Während Darley, die älteste Tochter, damit hadert, ihre Karriere und ihr Erbe zugunsten ihrer Familie aufgegeben zu haben und Georgiana, die älteste Tochter, nach der großen Liebe sucht, kämpft Sasha damit, dass sie als Kind der Mittelschicht vom Rest der Familie nicht akzeptiert wird. Dass trotz dieser Schwierigkeiten alle drei ein sehr privilegiertes Leben innerhalb ihrer überdimensionierten Häuser und Wohnungen führen, wird immer wieder mit Witz und Ironie kommentiert, sodass immer wieder auch Kritik an der Lebensweise und den Einstellungen der Familie Stockton sowie an den Strukturen, die dieses Leben ermöglichen, deutlich wird.

Dennoch ist „Pineapple Street“ in erster Linie ein unterhaltsamer Roman über die Familiendynamiken und gibt einen Einblick in das Leben der reichen weißen Oberschicht von New York. Wenn es um die größeren gesellschaftlichen Themen wie Klassismus und Rassismus geht, bleibt der Roman an der Oberfläche und hinterfragt Strukturen nicht grundsätzlich. Stattdessen dominiert bei mir die Faszination für die glamouröse Welt der High Society, was für mich jedoch auch nicht überraschend war und im Kontext des Romans gut funktioniert.

Insgesamt ist „Pineapple Street“ damit ein kurzweiliger Roman, der nicht zu viel Tiefgang verspricht, aber auf charmante Weise einen Blick hinter die Kulissen des Lebens der Reichen und Schönen bietet. Wer eine leichtfüßige, unterhaltsame Lektüre, die nicht zu seicht ist, sucht, wird hier fündig.

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Rezensionen von SalMar:

Eine außerordentliche Geschichte, die begeistert

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks

China, Ende des 19. Jahrhunderts: Zahlreiche, ganz unterschiedliche Reisende steigen in den berühmt-berüchtigten Zug und bereiten sich darauf vor, das Ödland zu durchqueren. Mit dabei ist auch das Mädchen Wei-wie, die bereits ihr ganzes Leben im Zug verbracht hat und nun zur Besatzung gehört. Sie alle wissen um die Gefahren, die auf der langen Reise lauern – aber wird es tatsächlich so gefährlich werden?
Schon der Klappentext und auch das Cover versprachen, wie ich finde, eine besondere Geschichte.

Tatsächlich war das Buch aber noch außergewöhnlicher als erwartet und es lässt sich nur sehr schwer in Schubladen stecken, geschweige denn einem Genre zuordnen.
Wenn man zunächst die Passagiere kennenlernt und mitverfolgt, wie diese sich im Zug einrichten, dann fühlt sich das tatsächlich ein bisschen so an, als würde man selbst die geheimnisvolle Reise antreten. Und dieses Gefühl, direkt mit dabei zu sein, blieb mir auch das gesamt Buch über erhalten. Nach und nach erfährt man mehr über den Zug und das Ödland und taucht immer tiefer ein in die Geheimnisse der einzelnen Figuren, aber auch der besonderen Welt da draußen vor den Zugfenstern.
Die Geschichte liest sich wie ein historischer Roman, dann wieder wird es aber auch fantastisch und stellenweise ziemlich unheimlich. Viele der Figuren machen Entwicklungen durch und es ergeben sich so einige Verbindungen zwischen den Passagieren. Das besondere Ende, das sich nicht vorhersehen lässt, hat die Geschichte für mich perfekt abgerundet.
Wer also Lust auf ein ganz besonderes Buch hat, das eine völlig neue Geschichte erzählt und bei dem man nie weiß, was als nächstes passiert, der sollte unbedingt zu diesem greifen. Mich konnte es wirklich begeistern. Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Claudia R.:

Gruselgeschichte, die zweite ...

Die Halloween-Bande 2 von Antje Sengebusch

Klappentext / Inhalt:

Die Abenteuer der Halloween-Bande gehen weiter!
Tom und seine Freunde haben mit der Unterstützung aus der Geisterwelt das Geheimnis um Frau Krautwurm gelüftet. Eine Erfahrung, die die Vier so schnell sicherlich nicht vergessen werden. Doch die Halloween-Bande wäre nicht die Halloween-Bande, wenn nicht bereits ein neues Abenteuer warten würde.

Und dieses Mal führt ihre Mission die Freunde in eine vollkommen unbekannte Welt, die voller Überraschungen und Geheimnisse steckt. Auf ihrem Weg werden sie nicht nur neue Verbündete finden, sondern auch vor Herausforderungen stehen, die ihren Mut und Zusammenhalt auf die Probe stellen.
Doch eines ist gewiss: Die Halloween-Bande wird auch dieses Mal ihrem Namen alle Ehre machen. Mit viel Mut, Einfallsreichtum und Freundschaft werden sie den Gefahren trotzen, die ihnen begegnen. Auch wenn es bedeutet, erneut ihre tiefsten Ängste zu überwinden. Tauche ein in ein neues Kapitel voller Spannung, Magie und unvergesslicher Abenteuer!

Cover:

Ein gruseliges Schloss und umherstreuende Geister verbieten eine gruselige Atmosphäre und passen zudem gut zum Titel. Auch optisch und farblich ist es toll umgesetzt und durch die dunklere Farbgebung wird das Schaurige daran verstärkt.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band dieser Reihe. Man kann es aber auch durchaus unabhängig lesen, da es zu Beginn eine tolle Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse gibt. Und der erste Band ist nun auch schon ein Weilchen her und dennoch habe ich mich schnell und sehr gut hinein gefunden.

Inhaltlich wird hier jedoch nichts verraten, um nicht zu spoilern oder gar zu viel vorweg zu nehmen. Daher halte ich mich mit weiteren Angaben dazu zurück.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und man findet gut und schnell hinein. Zudem lässt es sich gut und flüssig lesen. Es wird alles sehr gut und schnell verständlich beschrieben.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen tollen Lesefluss. Spannung und auch Tempo wird gut aufgebaut. Gruselige Vorlesespaß nicht nur zu Halloween. Wer sich gern gruselt und schaurig schön unterhalten werden möchte. ist hier genau richtig.

Die Kapitelanfänge sind deutlich und gut erkennbar. Auch die Überschriften sind passend gewählt, verraten dabei aber nicht zu viel. Die Illustrationen an den Anfängen sind witzig gemacht und lockern es zusätzlich sehr gut auf.

Eine wundervolle Gruselgeschichte, die Spaß macht. Gern mehr davon.

Gestaltung und Gliederung sind klasse. Auch die Schriftgröße ist angenehm und passend. Alles in allem wieder sehr gut gelungen und toll umgesetzt.

Fazit:

Eine wundervolle Gruselgeschichte, die Spaß macht.

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Rezensionen von Claudia R.:

chaotisch, wild ...

Coralee und der Zombie-Zoo von Mira Lindorm

Klappentext / Inhalt:

Langweiliger Dienst? Da ist ein Notruf als Abwechslung hochwillkommen. Das, was er meldet, gefällt Coralee jedoch überhaupt nicht.
Ein übereifriger Nekromant hat versehentlich mehrere Tier-Zombies geschaffen. Die laufen jetzt unkontrolliert und mit großem Chaos-Potenzial durch Chicago.

Das F.E.U.-Team muss die untoten Viecher einsammeln und den Fluch irgendwie rückgängig machen. Es gilt, großen und kleinen beißwütigen Raubtieren auszuweichen und irgendwie zu verhindern, dass die groteske Sammlung der Zombie-Tiere die Menschen auf ihre übernatürlichen Nachbarn aufmerksam macht.

Cover:

gruselige Gestalten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Ein Zoo der besonderen Art, welcher für Neugier und Interesse sorgt. Auch optisch und farblich ist es toll umgesetzt und passt zudem sehr gut zu den anderen Cover der Reihe.

Meinung:

Mal wieder unglaublich spannend und humorvoll. Es handelt sich hierbei bereits um den achten Band der Coralee Reihe und die vorherigen Bände sind mir bekannt. Sicherlich könnte man es auch unabhängig lesen, da die Thematik eines Bandes in sich geschlossen ist, Vorkenntnisse sind jedoch schon von Vorteil, um Zusammenhänge und das Gesamte besser zu greifen und auch für die Entwicklungen der Charaktere und die Geschehnisse drumherum.

Inhaltlich möchte ich jedoch nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern.

Der Schreibstil ist wieder fantastisch und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man voran und zudem ist die Mischung aus Humor und Spannung auch in diesem Band wieder sehr gut gelungen.

Tiere wieder zu beleben? Ob dies ein guter Plan ist? Man weiß ja nicht. Coralee hat auf jeden Fall wieder allerhand zu tun und einen langweiligen Dienst gibt es bei ihr ja eigentlich nie.

Die Kepiel sind wieder kurz und knapp und haben eine gute und passende Länge. Die Anfänge sind deutlich und gut erkennbar. Auch die Überschriften sind passend gewählt und verraten derweil nicht zu viel. Gestaltung und Gliederung ist passend und toll umgesetzt.

Fazit:

Chaotisch, wild mit spannender Unterhaltung und besonderen Charakteren. Zombie-Zoo begeistert durch Humor, Spannung und überraschende Wendungen.

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Rezensionen von Ameland:

Krimi mit nachdenklichen Tönen und viel 50er Jahre Flair

Frisch ermittelt: Der Fall Hartnagel von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

Dies ist bereits der dritte Band aus der Reihe mit Martha Frisch, der zwar auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, aber ich empfehle mit dem ersten Teil zu beginnen.

In Marthas Heißmangel dreht sich dieses Mal alles um den im Park seiner Einrichtung tot aufgefundenen Direktor Dr. Hartnagel. Er betreibt in der Evenburg ein Kinder-Erholungsheim.

War es Suizid oder doch Mord? Für Kommissar Onnen ist schnell klar, dass es ein Suizid war, aber er hat seine Rechnung ohne Martha gemacht, die mit Hilfe ihres Neffen nach und nach Informationen sammelt, die kein gutes Licht auf Hartnagel werfen und einen anderen Schluss zulassen.

Da ich auch die Vorgänger kenne, sind mir Martha und einige andere bereits ans Herz gewachsen. Besonders die großherzige Martha mag ich mit ihrer realistischen Sicht auf die Dinge. Sie hat es als Witwe nicht leicht, klagt aber nicht, sondern packt an.

Ich liebe diesen Sprung in die 50er Jahre. Er katapultiert mich teilweise zurück in meine Kindheit. Der Zeitgeist wurde von den Autorinnen Franke & Kuhnert sehr gut eingefangen mit Rock ‘n‘ Roll, Milchbar, Jukebox, abendlichen Häppchen vor dem Fernseher (den längst noch nicht alle hatten zu der Zeit) und der von mir so geliebten Ahoi-Brause. Aber alte Strukturen mussten noch aufgebrochen werden, es gab noch die alten Seilschaften und Frauen mussten um ihre Stellung und ihr Mitspracherecht in der Gesellschaft kämpfen.

Ich kannte bereits einige Berichte zu den sogenannten Kinder-Erholungsheimen, die mir jedes Mal an die Nieren gehen. So war es auch hier bei den Schilderungen wie mit den Kindern umgegangen wurde. Da blutet mir echt das Herz. Eigentlich sollte den Kindern etwas Gutes getan werden, aber oft war das Gegenteil der Fall. Sicher war es nicht überall so, aber auch nicht so selten wie man gerne denken möchte.

Ein von Beginn an spannender Krimi, der mich gefesselt hat und bei dem ich sehr lange miträtseln konnte, um am Ende von Täter und Motivation überrascht zu sein. Für mich sind die Bücher dieser Reihe nicht nur wegen der Zeit, in der sie spielen besonders, sondern auch weil ich viele der Schauplätze persönlich kenne. Ich hoffe auf weitere Fälle mit Martha & Co..

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Rezensionen von Claudia R.:

herbstliche Romantik

Herbst im kleinen Inselhotel hinterm Deich von Julia K. Rodeit

Klappentext / Inhalt:

Aschenputtel trifft Hollywoodstar - wenn zwei Welten aufeinanderprallen …

Kellnerin Rike führt ein beschauliches Leben auf Amrum. Das ändert sich schlagartig, als der international gefeierte Hollywoodschauspieler Max Herrenberg im Inselhotel Deichblick eine Auszeit nimmt.

Schnell stellt Rike fest, dass sein Charme im echten Leben dem auf der Leinwand in nichts nachsteht. Leider hat sie den Glauben an moderne Märchen längst verloren und ein gebrochenes Herz kann sie im Augenblick überhaupt nicht brauchen.

Als sich die Ereignisse überschlagen, sieht sich Rike bestätigt: Zwei so verschiedene Welten passen eben nicht zusammen. Oder sind Märchen auch im wahren Leben möglich …?

Herzerwärmende Inselromantik mit Tiefgang vor der einmaligen Kulisse Amrums - das große Finale der Reihe rund um das Inselhotel Deichblick von Bestsellerautorin Julia K. Rodeit.

Die ersten 4 Romane rund um das Inselhotel Deichblick sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Cover:

Das Cover wirkt sehr idyllisch und ist zudem sehr schön und passend zur Thematik umgesetzt. Auch der herbstliche Charakter kommt sehr gut herüber.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den vierten Band der Reihe Inselträume auf Amrum. Die Bücher können aber auch gut unabhängig voneinander gelesen werden, da die Handlungen in sich geschlossen sin. Um aber Hintergründe, Charaktere und Drumherum besser einzuordnen sind Vorkenntnisse schon sehr von Vorteil. Und auch die anderen Bände sind sehr gut und empfehlenswert.

Inhaltlich möchte ich hier eigentlich gar nicht allzu viel verraten, da ich nicht Spoilern will. Somit halte ich mich mit weiteren und genaueren Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt sehr gut in Geschehnisse und Charaktere hinein. Die Atmosphäre wird spürbar herüber gebracht und auch Emotionen und Gedanken sind nachvollziehbar. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar. Kleine herbstliche Laubblätter als Verzierung runden das Ganze stimmig ab. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen.

Die Charaktere wirken authentisch und man findet sich sehr gut in diese hinein. Auch Spannung und Emotionen werden gut und spürbar aufgebaut und umgesetzt.

Fazit:

Herbstliche Stimmung gepaart mit Inselromantik, eine gelungene Mischung.

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Rezensionen von Allesleser:

Mord in Kitchener

Nuss und Schluss | Ein cosy Hansel & Pretzel Herbst-Krimi von Dani Baker



Eine tote Frau wird hinter einer Bäckerei gefunden. Wie kam sie dort hin und wer war der Täter?
Sie ist im Ort keine Unbekannte und hat sich mehr Feinde als Freunde geschaffen unter den Bewohnern.

Linn, eigentlich Sieglinde, eine waschechte Norddeutsche, die in Kitchener einen Neuanfang wagen möchte, gerät unfreiwillig in die Ermittlungsarbeit der Polizei.

Aber sie findet Gefallen daran und geht auf eigene Faust auf Tätersuche.

Ein unterhaltsamer Krimi, der mit einigen Verdächtigen aufwartet, die scheinbar alle ein Motiv hatten.
Die verschiedenen Charaktere sind unterschiedlich und tragen ihren Teil zur Aufklärung bei. Mit Linn bin ich nicht so warm geworden. Ihre Schwärmerei für Männer passt in der Art irgendwie nicht rein und wirkt manchmal überzogen.

Ich habe mich gefreut, dass es mal nach Kanada geht. Die meisten "Cosy Crime" spielen ja eher selten dort. Aber leider hat mir hier das richtige kanadische Feeling gefühlt. Vielleicht lag es auch daran, dass eine typisch deutsche Bäckerei war, die Charaktere international, und die typisch kanadische Landschaft nicht so zum Tragen kam.

Es war angenehm zu lesen, aber irgendetwas hat mir hier gefehlt

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Rezensionen von yellowdog:

Midlifekrise

Das Fest von Lucy Fricke

Das Fest von Lucy Fricke ist ein gut gemachtes Hörbuch, aber leider kaufe ich der Autorin die Hauptfigur Jakob nicht so ganz ab. Er wirkt lethargisch, aber vielleicht auch durch die Vortragsweise der Sprecherin auch ein wenig putzig. Auch die Nebenfiguren, denen der Protagonist durch das Buch begegnet, erscheinen mir zu eindimensional.

Die typische männliche Midlifekrise wird hier ein wenig auf die Schippe genommen und das ist auch okay, aber eigentlich erwarte ich von Literatur mehr.
Von diesem Kritikpunkt abgesehen, weckt der Text schließlich doch Interesse und Sympathie für die Figuren und das relativ kurze Hörbuch ist trotz ein paar Passagen mit Längen schnell durchgehört.

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