Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Cosy Crime mit Humor
Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann
So ein idyllisches Campingleben mit Badesee und exquisitem Kaffee … wäre schön für Kupernikus, einem Mann in den besten Jahren. Es ist ihm nicht vergönnt. Zuerst wird er genötigt, einen Hund von einem SUP zu retten, dann findet er darunter eine Leiche und zu guter Letzt trinkt ihm ein Kommissar den Edel-Kaffee weg.
All das passiert vor dem Herbstfest. „Da kommt so eine Leiche echt ungelegen“, findet Kolki, ehemaliger Müllmann. Ein brasilianischer Finne ist als Beach-Cleaner mit dabei, Hundedame Pinguin macht, was solcherart Vierbeiner eben machen, Kommissar Fass macht gern ein solches auf, Gottesbscheißerle werden aufgetischt, die Luzie-Ralle-Biowaffe taucht auf, der Buschfunk treibt wilde Blüten - Serienmörder und so. Nicht nur himmlisch im Himmelreich.
Andreas Winkelmann beschreibt den Campingurlaub mit Leiche und zugehörigem Mörder ganz entspannt, unterhaltsam und sehr gut lesbar. Auch seine Hauptfiguren Kupernikus und Annabelle zeichnet er gut vorstellbar und vor allem clever und sympathisch.
Cosy Crime kann der Autor also auch! Hat Spaß gemacht, den zu lesen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Ganz süßer Gruselschlamassel
Hornbert ist süß von Robert Scheffner
Dieses Bilderbuch passt wirklich wunderbar in die Gruselzeit und überzeugt mit ganz viel Humor, stimmungsvollen Illustrationen, der zweiten Geschichte rund um Kürbis Rufus, Halloween-Motiven und fantasievollen Gruselwesen.
Mir hat besonders gefallen, dass es viel zu entdecken gibt, aber nicht alles überfrachteten ist.
Die Idee der Geschichte ist stimmungsvoll umgesetzt und überzeugt mit einer überraschenden Wendung. Ein nach Zuckerwatte riechendes Einhorn taucht im Gruselland auf und wird von Rufus Hornbert getauft. Unglücklichseins leidet es an einen Zauberschluckauf und richtet Chaos an. Der Grafregenwurm wird zum Glitzertier und das ist nicht der einzige Gruselschlamassel. Zum Glück hat Rufus eine rettende Idee.
Der erzählende Text ist Weiß, während die Reime in einem passenden Kürbisorange leuchten. Das wirkt auf den schwarzen Hintergrund ganz besonders stimmungsvoll. Wer die Halloweenzeit und das Verkleiden liebt, wird diese lustiger schaurig-schöne Geschichte für kleine und große Gruselfreunde ab 4 Jahren mögen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Grandios illustriertes Wintermärchen
Die Winterschwestern von Jolan C. Bertrand
Seit die kleine Winterschwester verschwunden ist, schickt die große Schwester ihre nordischen Winter und frostige Stürme. Der zehnjährige Waisenjunge Alfred lebt mit seinem Onkel und seiner Großmutter in einem Wikingerdorf und macht sich auf die abenteuerliche Suche nach der kleinen Winterschwester, nachdem sein Onkel von der großen Winterschwester entführt wurde.
Das verschneite Setting weiß zu verzaubern, ebenso wie die liebevollen Charaktere, die nordischen Legenden und märchenhaften Wesen, wie Trolle, Götter, Rentiere und eine listige Füchsin, die einen Zauber ausspricht. Ich mochte die Idee des Buches gleich und besonders der Einstieg hat mir sehr gefallen. Die Handlung ist actionreich, spannend und insgesamt kindgerecht und mitreißend, auch wenn sie unterwegs ein bisschen an Schwung verliert. Dafür bekommen die Charaktere mehr Tiefe und auch Gefühlen wird Raum gegeben. Ich hätte nicht erwartet, dass sich diese Fülle an Botschaften darin verbirgt. Die Geschichte ist nicht nur märchenhaft klassisch und hat einen wunderbaren Humor, sonder ist auch modern, reich an Emotionen und zeitgemäßen Themen, die immer mehr Einzug in Bücher finden.
Die aufwendige Buchgestaltung kann sich wirklich sehen lassen: die farbigen, seitenfüllenden Illustrationen von Chevalier Gambette haben ihren ganz eigenen Charme und passen hervorragend zu diesem magischen Winterabenteuer. In der Tat ein schöner Schmöker für Groß und Klein und ein Schmuckstück in der Büchersammlung.
Rezensionen von dorli:
Zeitreise ins barocke Leipzig
Die Lungenschwimmprobe von Tore Renberg
In seinem historischen Roman „Die Lungenschwimmprobe“ nimmt Tore Renberg den Leser mit in die 1680er Jahre nach Leipzig und erzählt von der Verteidigung der 15-jährigen Anna Voigt, die beschuldigt wurde, ihr Kind nach der Geburt ermordet zu haben.
Dieser Roman ist anders, als ich erwartet hatte.
Im Klappentext heißt es „Erzählt nach wahren Begebenheiten“ - eine Anmerkung, die mich immer anlockt. Meist wird dann ein historisches Ereignis mit reichlich stimmiger Fiktion verknüpft. Ich mag solche Geschichten sehr. Renberg hat mir ein etwas anderes Leseerlebnis beschert: hier steht die Historie dominant im Vordergrund, Fiktion scheint nur schmückendes Beiwerk. Ein Lückenfüller. Renbergs Schreibstil wirkt dadurch sehr sachlich. Wer hier eine emotionale und zu Herzen gehende Geschichte rund um Anna und ihr Schicksal erwartet hat, wird von diesem Roman enttäuscht sein. In der „Lungenschwimmprobe“ geht es um das Rechtssystem im ausgehenden 17. Jahrhundert und um den Beginn der modernen Gerichtsmedizin. Renberg hat mehrere Jahre intensiv recherchiert und aus den unzähligen Fakten über die damaligen Ereignisse und Persönlichkeiten ein sehr umfassendes und vor allen Dingen äußerst glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort gezeichnet.
Bei einer Lungenschwimmprobe handelt es sich um ein rechtsmedizinisches Verfahren, mit dem überprüft wurde, ob ein verstorbenes Neugeborenes womöglich nach der Geburt getötet wurde. Im Rahmen einer Obduktion wird ein Teil der Lunge in Wasser gelegt und beobachtet, ob diese sinkt oder schwimmt. Schwimmt die Lunge, so enthält sie bereits Luft in den Lungenbläschen und das Kind hat geatmet. Eine nicht belüftete Lunge von tot geborenen Kindern sinkt dagegen ab.
Im Jahr 1681 führte der belesene Stadtphysikus Johannes Schreyer als erster Mediziner überhaupt diese Probe durch und erbrachte damit den Nachweis, dass Annas Kind tot zur Welt gekommen war. Doch die Stadtoberen hielten Anna weiterhin für schuldig und ein langjähriger Prozess nahm seinen Anfang.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht nicht - wie ich eigentlich vermutet hatte - die junge Anna, sondern der damals 26-jährige aufstrebende Jurist Christian Thomasius. Dieser hatte sich auf Bitte von Annas Vater bereiterklärt, die Verteidigung der Familie Voigt zu übernehmen. Im Verlauf der Handlung wird schnell klar, dass es dem Anwalt nicht nur darum ging, Annas Unschuld zu beweisen und sie vor der Todesstrafe zu bewahren. Thomasius, der heute als Wegbereiter der Frühaufklärung in Deutschland gilt, wollte die in den 1680er Jahren noch vorherrschenden mittelalterlichen Strukturen aufbrechen, für frischen Wind in Leipzig sorgen und Reformen durchsetzen. Besonders die miserable Verfassung des Gerichtswesens war ihm ein Dorn im Auge. Obwohl er großen Mächten gegenüberstand, scheute er sich nicht, die gesellschaftlichen Institutionen aufzurütteln und wissenschaftliche Neuerungen voranzutreiben, doch die Welt um Thomasius schien zu träge für sein Tempo und wehrte sich gegen Veränderungen und Umbrüche.
Renberg erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei erfahre ich gefühlt einfach alles über jede einzelne der handelnden Personen. Eine wahre Flut an Details. Auch viele Anmerkungen und Erläuterungen, die mit der eigentlichen Handlung und dem Gerichtprozess wenig bis gar nichts zu tun haben. Aber es sind gerade diese Nebensächlichkeiten und zusätzlichen Einblicke in die Historie, die mir die Möglichkeit gegeben haben, mich tief in die barocke Welt einzufühlen. Die damalige Stimmung zu spüren. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Renberg jede Kleinigkeit recherchiert hat, damit jede einzelne Szene historisch korrekt dargestellt wird.
Obwohl das Buch anders war, als ich es erwartet hatte, bleibe ich nach dem Lesen fasziniert zurück. Es war für mich äußerst spannend, das Miteinander und Gegeneinander an der Schwelle zu einer neuen Zeit zu beobachten und habe es als sehr gut gelungen empfunden, wie Renberg das Gerangel zwischen denen, die am Althergebrachten festhalten und denen, die Neuerungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen die Tür öffnen wollten, dargestellt hat.
Es gibt eine Kleinigkeit, die mir nicht gefallen hat - statt eines gewohnten Anhanges am Ende des Buches, wird hier ein Link zum Download bereitgestellt. Ein kurzer Blick auf eine Karte oder mal eben eine Info zu den historischen Persönlichkeiten nachschlagen ist damit nicht möglich. Kein Beinbruch, dennoch hat es mich gestört.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Packender Thriller zum Mitfiebern
Villa Obscura von Melissa C. Hill; Anja Stapor
Die Halloween-Leseeinladung in die Villa Obscura war ein aufreibendes und sehr unterhaltsames Bucherlebnis. In Feierlaune gestartet, nimmt die Geschichte einen ungeahnten Verlauf und zeigt den Harz von seiner unheimlichen Seite. Wendungsreich, stimmungsvoll schaurig, sehr geheimnisvoll, emotional und äußerst dramatisch gestaltet sich die Handlung, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will.
Ein echtes Verwirrspiel mit sechs jungen Erwachsenen, die um ihr Leben fürchten, und zwei unbekannten Geiselnehmern, die bewaffnet und schweigsam ihre Geiseln im Ungewissen lassen. Beim Lesen tun sich so viele Fragen auf, dass es großen Spaß macht, mit den spärlichen Informationen zu spekulieren. Ich lag mit ein paar Vermutungen richtig, aber ich behaupte, es ist so gut gemacht, dass es sehr schwierig ist, die wahren Motive und das Gesamtbild vorher zu durchschauen. Die Auflösung hatte ich jedenfalls nicht erwartet und der Weg dahin, war tragisch und aufwühlend. Für mich fügte sich schließlich alles plausibel zusammen und obwohl manche Begebenheiten mich im Nachhinein noch beschäftigt haben, gefiel mir das packende Finale. Auch wenn Gewalt nicht verherrlicht wird und auf Horrorszenarien, die einem den Schlaf rauben, verzichtet wurde, ist es nicht ohne, weshalb es auch eine Triggerwarnung am Ende des Buches gibt, die ich angebracht finde.
Die sechs unterschiedlichen Perspektiven sorgen für Abwechslung und Dynamik, ohne das es verwirrend wird. Obwohl sie in der dritten Person Präsens geschrieben sind, taucht man tief ein. Ich konnte bei jeder Figur die Beweggründe nachvollziehen, selbst wenn ich sie fragwürdig fand. Auch die starken Emotionen der Figuren sorgen für Gänsehaut. Die Autorinnen beweisen ein feines Gespür für Details, die Authentizität ihrer Figuren und falsche Fährten, die den Lesespaß erhöhen. Ein packender Jugendbuch-Thriller zum Mitfiebern - auch für Erwachsene. Große Empfehlung für alle, die es spannend, rätselhaft und unvorhersehbar mögen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Dunkle Magie, gefährliche Monster und eine Hexe ohne Schatten
Tage einer Hexe von Genoveva Dimova
Alles beginnt mit einem Fremden in der Schenke in der Neujahrsnacht und einem Moment der Verzweiflung, indem die Hexe Kosara eine spontane Entscheidung trifft, die sich als fataler Fehler herausstellt.
Die limitierte Erstauflage mit farbigen Buchschnitt ist ein Blickfang. Der Inhalt konnte mich aber noch mehr überzeugen, was dieses Buch zu einem richtigen Schmucksstück für mich macht.
Besonders die erste Hälfte habe ich sehr genossen, weil Kosara unvorhersehbar agiert, versucht, ihren Fehler wieder gut zu machen, und man die aufgeladene Atmosphäre, das wechselnde Setting und die eigenwilligen Charaktere zum ersten Mal erleben kann. Dann wird es deutlich düsterer und es zeichnet sich ab, wo die „Ermittlungen“ hin gehen werden, wobei Inspektor Asen Bacharow und Kosara eine tolle Dynamik haben. Generell mag ich den Humor sehr, weil er den Ernst und die Bedrohlichkeit aus so mancher Lage nimmt.
Kosara lebt in Chernograd, einer finsteren und trostlosen Stadt, die für zwölf Tage im Jahr ein leichtes Opfer für Monster wird. Kosara sieht es als ihre Pflicht, den Menschen in dieser Zeit zu helfen und die Monster zu bekämpfen. Dass sie sich nur für eine mittelmäßige Hexe hält und die Stimme des Zmey, der Zar der Monster, sie in ihrem Kopf kontinuierlich entmutigt, ist wenig hilfreich.
Kosara ist eine geheimnisvolle Figur (nicht nur sie) mit viel emotionalem Gepäck, denn erst mit der Zeit offenbart sich, was sie und der Zmey verbindet und was mit ihrer Schwester passiert ist. Von einer Mauer getrennt, befindet sich die Stadt Belograd auf der anderen Seite. Hier herrscht Frieden und Wohlstand, erkauft mit dem Leid der Chernograder. Ich fand es spannend, Kosara und Asen durch diese zwölf „Schmutzigen Tage“ und ihr monstermäßiges Abenteurer zu begleiten und habe mitgefiebert, besonders zum Schluss. Erst nach den letzten Seiten wurde mir klar, dass es eine Fortsetzung gibt und «Das Hexenkompendium der Monster» als Duologie angelegt ist. Das Ende kommt aber ohne Cliffhanger aus, jedoch möchte ich gern erfahren, wie es weitergeht. Ich freue mich auf die Fortsetzung und werde diesen Fantasy-Knüller weiterempfehlen. Im Anschluss an den Epilog findet sich übrigens das Hexenkompendium der Monster, denn niemand kennt die Schwächen der Monster besser als eine Hexe.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Verflucht magisch! Verdreht spannend! Vermaledeit gut!
Arkspire - Der neue Arkanist von Jamie Littler
«Arkspire - Der neue Arkanist» ist der Auftakt einer gelungenen Fantasy-Reihe, in der es spannend, humorvoll und auch ein bisschen gruselig wird.
Hauptfigur Juniper stiehlt Schmuggelwaren von gefährlichen Kriminellen, während ihre Zwillingsschwester als Arkspire-Anwärterin auf ein besseres Leben hofft.
Die fünf großen Arkanisten besitzen unvorstellbare Kräfte und beschützen die Stadt. Neigt sich das Leben eines Arkanisten dem Ende, wird die Magie weitergegeben. Juniper jedoch träumt von einer Magie, die alle benutzen können und nicht nur Arkanisten, und davon, dass sich auch für die kleinen Leute alles zum Besseren verändert. Natürlich kommt es zu Rivalitäten unter den Schwestern, aber eigentlich geht es um ganz andere Dinge - wirklich geheimnisvolle Dinge.
Ich hatte keine Ahnung, was als Nächstes passiert. Es ist unvorhersehbar und bietet einige wendungsreiche Überraschungen. Für Kinder ab 8 Jahren ist die neue Welt anfangs vielleicht verworren, aber insgesamt nicht zu komplex und sehr interessant. Jamie Littler schreibt bildhaft, flüssig und atmosphärisch. Deshalb fiel es mir leicht, mit der impulsiven Juniper Bell mitzufiebern, die doch bloß eine Tür geöffnet hat und nicht ahnen konnte, wie sich dann über Nacht alles verändert.
Die Illustrationen sind großartig und beweisen ein hervorragendes Timing. In passenden Abständen werden Szenen bebildert, die sowohl (sehr witzige) Momente zeigen als auch die Stimmung einfangen und mehr von der Stadt zeigen. Ob man sich in Madame Adies Apotheke verliert oder Emotionen gezeigt werden - es hilft sehr dabei, sich alles vorzustellen.
Die Kapitel haben eine angenehm Leselänge und neben den zahlreichen Illustrationen bieten auch die Kapitelanfänge Abwechslung. Das Ende ist dann offen und macht wirklich Lust auf den zweiten Band, der im Sommer 2025 erscheint.
Rezensionen von Pearl:
La Louisiane von Julia Malye
Im Jahr 1720 wurden Frauen aus Paris egal welchen Alters meist unfreiwillig auf Schiffe nach Louisiane in die französische Kolonie gebracht, um sie dort zu verheiraten. Es sollten doch neue Familien angesiedelt werden um die Kolonie zu stärken. Das Schicksal dreier Frauen wird hier näher beschreiben ,wie sie sich in der neuen Welt und auch mit den Ureinwohner zurechtkommen müssen.
Besonders Charlotte sticht hervor, da sie erst zwölf Jahre alt ist, aber unbedingt auf so ein Aussiedlerschiff will.
Fazit:
Großer historischer Roman mit wahrem Hintergrund über starke Frauen die unterschiedlicher nicht sein können,. Die aber ihren Weg gehen trotz vieler Widerstände, durch die Ehemänner die sogar gewalttätig werden. Das Cover spricht weniger an und die Handlung ist teilweise unspektakulär. Mehr Dramatik hätte der Handlung nicht geschadet. Der Schreibstil gut und gekonnt.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Wunschwesen-Fantasy-Auftakt
Wishkeeper, Band 1 - Das Land der verborgenen Wünsche von Barbara Laban
Mit viel Fantasie, wie die Wishkeeper sie haben, und kreativem Ideenreichtum ist es eine Freude, gemeinsam mit Lexi und Milo, in die neue Welt einzutauschen und ihre Magie zu entdecken. Der Einstieg wandelt sich schnell vom Alltag hin zu einer spannenden Story, denn Lexi bekommt ein ganz besonderes Notizbuch überreicht und lernt Milo kennen, denn beide sind dazu bestimmt, Wishkeeper zu sein.
In Everwish vergeht die Zeit schneller und verlorene Wünsche von Kindern finden dort eine neue Heimat. Ebenso wie Lexi und Milo war ich neugierig auf Everwish und freudig aufgeregt, welche Abenteuer sie dort erleben werden und ob sie Everwish vor der Zerstörung bewahren können. Die Gestaltung des Buches ist ebenso farbenfroh und fantastisch wie die Geschichte. Die Handlung schreitet dabei temporeich voran und lässt keine Langeweile aufkommen. Dabei freute ich mich immer wieder über die Illustrationen und kleinen Elemente im Buch. Ingesamt ist es ein zauberhafter Kinderbuch-Auftakt - voller Schmetterlinge, verschiedener fantastischer Wesen, verborgener Wünsche und magischer Wunscherfüllung. Für Kinder ab 9 Jahren, die gern in fantastische Welten abtauchen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Glanz bedeutet Magie
Birds of Paris – Das magische Pendel von Kathrin Tordasi
Léa stolpert direkt in ein großes Abenteuer voller Schnitzeljagden, magischer Elemente, versteckter Fallen und Rätsel, als sie in Paris ein geheimnisvolles Mädchen trifft, das mit einer Taube zu sprechen scheint und dann untertaucht. Danach ändert sich für Léa alles: Sie lernt eine Gruppe Kinder kennen, die alle ganz unterschiedlich sind und entdeckt ihre verborgene Fähigkeit.
Bei all der temporeichen Aktion macht die zwölfjährige Léa eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Sie musste in ihrem Leben schon oft umziehen, deshalb fällt es ihr schwer, Freundschaften zu schließen. Obwohl Léa sich nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit sehnt, fehlt ihr die Erfahrung. Mit der Zeit gewinnt sie Vertrauen und merkt, dass sie bei den anderen Kindern so akzeptiert wird, wie sie ist.
Kathrin Tordasi begeistert mit einem bildlichen Schreibstil und ganz vielen magischen Ideen, Spannung und Abenteuer, wobei auch Freundschaft ein zentrales Thema ist. Die Kapitel sind angenehm kurz und bereits für Kinder ab 10 Jahren gut geeignet. «Birds of Paris - Das magische Pendel» ist ein mitreißender Reihenauftakt mit einer kreativen Abenteuer-Mischung und ganz viel Freundschaft. Bei dem Cliffhanger fällt das warten auf den zweiten Band schwer, aber der erscheint bereits im März 2025.











