Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Krimi im Bergmannmilieu - gelungenes Setting
Kohle, Stahl und Mord: Das 13. Opfer von Martin Conrath
1988 wurden zwölf Bergleute durch eine Explosion verschüttet und konnten nicht mehr gerettet werden. Ihre Leichen wurden vor Ort nicht gefunden, weswegen man sie das Wandernde Dutzend nannte. Doch nun, 34 Jahre später, werden sie durch einen Wassereinbruch an ganz anderer Stelle entdeckt, und mit ihnen ein dreizehnter Toter, der eine Kugel im Schädel hat.
Kriminalhauptkommissarin Elin Akay und ihr Partner Holger Siebing ermitteln. Zur einberufenen Soko gehört auch die forensische Psychiaterin Jana Fäller, deren Vater damals gerettet werden konnte.
Die Ermittlung nehmen lediglich vier Tage ein, der Fund am Freitag, die Auflösung am Montag, doch in dieser Zeit passiert unglaublich viel. Parallel zum aktuellen Geschehen gibt es zudem immer wieder Rückblenden in die Jahre 1988 und 1989, auch zum Unglückstag. Man kann als Leser:in gut mitraten, es gibt einige Wendungen, die Auflösung fand ich persönlich dann allerdings überraschend.
Während ich mit Jana so meine Schwierigkeiten hatte, war mir Elin direkt sympathisch. Meine Lieblingscharaktere waren aber eher die Bergleute. Mehrere von ihnen lernt man kennen, die meisten Überlebende des Unglücks. Sehr beeindruckend ist der Zusammenhalt der Kumpels, nicht nur unter Tage, sondern auch im Privatleben.
Überhaupt ist die Atmosphäre des Romans sehr gelungen, man fühlt sich mittendrin im Pott, in den Bergmannhaushalten, unter Tage, in der Stammkneipe. Besonders sind natürlich die Szenen im Berg, wo man Regeln einhalten muss, um nicht in Lebensgefahr zu kommen, und wo man auf das Wohlwollen des Berges angewiesen ist, der hin und wieder einmal bebt. Die durchaus klaustrophobische Stimmung kommt hier gut rüber. Sehr gut hat mir auch gefallen, wie viel ich über Bergbau gelernt habe, zusätzliche Hintergründe hatte ich mir vom Nachwort erhofft, aber leider nicht bekommen.
Natürlich gibt es auch den einen oder anderen, der den Ermittlern das Leben schwer macht. Nicht immer kann man das nachvollziehen, und am Ende hätte ich mir das mehr thematisiert gewünscht.
Überhaupt das Ende. Wer schon Krimirezensionen von mir kennt, weiß, dass ich es gar nicht mag, wenn gegen Ende ein:e Protagonist:in in Lebensgefahr gerät, außer es passt gut zur Story und wirkt nicht aufgesetzt. Vor allem wenn es aus Dummheit geschieht, kann ich das so gar nicht leiden. Leider ist das hier der Fall und hätte mir den Roman im Zieleinlauf fast noch gründlich verdorben. Geärgert habe ich mich, aber der Roman ist in meinen Augen einfach zu gut, als dass er mir stark verdorben wurde. Volle Punktzahl zu vergeben, ist mir aber nicht mehr möglich.
Das Setting und die Atmosphäre des Romans sind gelungen, ebenso der Kriminalfall und die Charaktere. Leider gab es gegen Ende eine Enttäuschung für mich, so dass ich dem Roman leider nicht mehr volle Punktzahl geben kann. Dennoch hat er mich gut unterhalten, so dass ich ihn auf jeden Fall gerne weiterempfehle und gespannt bin auf andere Werke des Autors.
Rezensionen von Anabellb:
Außergewöhnlicher Roman
Die blaue Stunde von Paula Hawkins
Die blaue Stunde ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Paula Hawkins gelesen habe.
Das Cover ist einfach gehalten, aber der Blick durch das Fenster auf die Wellen und der Titel passen gut zur Geschichte; hinzu kommt, dass ich die Farbe blau sehr mag.
Der Klappentext und die Leseprobe haben mich direkt neugierig gemacht und nicht zu viel versprochen.
Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich tief in die Landschaft eintauchen lassen und neugierig auf die "Insel" Eris gemacht. Aber auch die Frage nach dem vermeintlichen menschlichen Knochenfund in dem Exponat der toten Künstlerin Vanessa Chapman hat von Anfang an Spannung in die Geschichte gebracht.
Die Autorin hat interessante und authentische Protagonisten geschaffen; James Becker war mir auf Anhieb sympathisch und mein anfängliches Mitleid mit Grace hat sich zum Ende stark gewandelt, als ihr wirklicher Charakter zum Vorschein kam.
Der Roman ist wendungsreich und spannend; auch werden alle offenen Fragen geklärt, aber das Ende hat mich dann doch sehr überrascht.
Rezensionen von Anabellb:
Faszinierende Geschichten
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 2 - Was passiert in Wald und Wiese? von Anna Pooch
Daa Cover des Buches ist liebevoll gestaltet und passt wundervoll zum Titel und der Geschichte.
Auch im Inneren ist das Buch wunderschön illustriert. Auch gefällt mir, dass zu Beginn die Familien, die in den Geschichten auftauchen, teilweise mit ihren Berufen oder Hobbies/ Vorlieben vorgestellt werden und es einen Lageplan des Ortes Brummelsby gibt, damit man mit den Kindern nachschauen kann, wo die 15 Kurzgeschichten spielen.
Dadurch entsteht eine stärkere Bindung.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Geschichten sind lustig, interessant und lehrreich, auch manchmal noch für Erwachsene.
Da die Geschichten jeweils in sich abgeschlossen sind, kann man sie je nach Interesse in beliebiger Reihenfolge lesen.
Mein Fazit: Ein wunderschönes, lehrreiches Buch, dass ich nur empfehlen kann. Gedoch würde ich beim Lesealter eher den Beginn auf 5 Jahre setzen, für Jüngere finde ich persönlich es noch etwas zu schwer.
Rezensionen von Beavielleser:
Spannend, aber der Schluss hätte mehr Potential gehabt
Dorn. Hotel der Angst von Jan Beck
Simon Dorn lebt in Bad Gastein in einem verlassenen heruntergekommenen Hotel, das er von seinen Eltern geerbt hat. Er verlässt dieses nie und es gibt die verschiedensten Spekulationen über ihn.
Lea Wagner ist eine junge Ermittlerin , die wegen einem kleinen Vorfall suspendiert wird.
Als eine österreichische Beamtin des Bundeskriminalamt ermordet wird, die Lea kannte, ermittelt Lea auf eigene Faust und findet eine Verbindung zu Simon Dorn. Kurz entschlossen macht sie sich auf den Weg nach Bad Gastein.
Obwohl die eigentliche Ermittlungsarbeit erst in der zweiten Hälfte des Buches beginnt, ist es von Anfang an spannend.
Allerdings fand ich die Vielzahl der anderen Ermittler verwirrend, vorallem weil sie nur eine untergeordnete Rolle hatten.
Unterschiedliche Erzählperspektiven, kurze Kapitel und ein flüssiger Schreibstil, sorgen für gute Unterhaltung.
Die Auflösung war mir jedoch zu kurz. Mehr Tiefgang bei der Motivation und der Person des Mörders wäre hier wünschenswert gewesen. Da hat was gefehlt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ist ein Wolf zurück in Hamburg?
Der Wolf von Hamburg von Jürgen Ehlers
HK Bernd Kastrup wird zu einem mysteriösen Mordfall gerufen. Vor seinem Haus liegt eine Frau mit Bisswunden in Gesicht und Hals, in der Hand einen Zettel mit dem einen Wort „WOLF“. Ein anonymer Anrufer will einen Wolf in der Nähe gesehen haben. Ist dies wirklich ein persönlicher Fall für den HK, der die Frau aber nicht kennt? Gibt es neuerdings wieder einen Wolf in der Hansestadt? Wird vielleicht einer im Gehege südlich der Stadt vermisst? Oder läuft die Tat auf etwas ganz anderes hinaus?
Bernd Kastrup und seine Kollegen Vincent Weber und Alexander Nachtweyh vom Fachkommissariat 41 Tötungsdelikte des LKA Hamburg haben jede Menge zu tun, bis sie durch die vielen Puzzlestücke endlich eine Spur finden.
Denn es wird nicht die einzige Leiche mit Bisswunden bleiben.
Wow, Autor Jürgen Ehlers hat hier wirklich einen äußerst komplizierten und spannenden Krimi vorgelegt. Ich hatte schon lange nicht mehr einen solchen Spaß beim mit ermitteln und mit rätseln. Leider sind die Seiten durch den eingängigen und leicht zu lesenden Erzählstil sehr schnell durch meine Finger geflogen, das Buch war viel zu schnell ausgelesen und der Fall, ohne dass er Fragen offen gelassen hat, gelöst.
Ich finde die Menschen, die ich hier kennenlerne, egal ob privat oder bei ihrer Arbeit, alle sehr deutlich und liebevoll charakterisiert. Somit hatte ich schnell Bilder vor Augen mit denen ich mein Kopfkino füttern konnte. Hier und da hatte ich auch einen Schockmoment und Gänsehaut auf den Armen, weil es so unglaublich ist, was hier teilweise passiert oder was die Ermittler heraus finden.
Die Spannung setzt schon auf der ersten Seite ein, steigt kontinuierlich an und hält sich bis zur Auflösung ganz weit oben. Dass die Geschichte sowohl aus der Sicht der Ermittler, der Opfer und auch des Täters geschildert wird, facht die Spannung immer weiter an. Immer wieder habe ich gezweifelt: Ist hier wirklich ein Wolf im Spiel oder… Naja, beim Lesen des Buches werdet ihr meine Bedenken bestimmt schnell verstehen.
„Der Wolf von Hamburg“ ist ein überaus interessanter und äußerst spannender Fall für die sympathischen Ermittler des LKA in der Stadt an der Elbe, die ich so liebe. Aber das Wichtigste: er hat mich sehr gut unterhalten.
Rezensionen von LeserinLu :
Rätselhaft
Nach uns der Himmel von Simone Buchholz
Acht Menschen, eine traumhafte Mittelmeerinsel und eine seltsame Atmosphäre – das ist der Ausgangspunkt von „Nach uns der Himmel“. Was wie ein perfekter Urlaub beginnt, kippt schnell in etwas Unheimliches. Die Einheimischen bleiben distanziert, andere Flugpassagiere tauchen nie auf, und plötzlich scheinen die Wege auf der Insel immer enger zu werden.
Es ist klar: Irgendetwas stimmt hier nicht. Gleichzeitig weiß jemand, dass er einen großen Fehler gemacht hat.
Simone Buchholz erzählt diese Geschichte wie ein modernes Märchen – geheimnisvoll, leicht melancholisch und dabei unheimlich fesselnd. Ihre Sprache ist schön und einfühlsam, ohne überladen zu sein, und schafft eine Atmosphäre, die mich sofort gepackt hat. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen, und ich konnte den Roman einfach nicht aus der Hand legen.
Der Roman ist eine Mischung aus Mystery, Lebensfragen und leisen, poetischen Momenten. Die Figuren wirken nahbar, aber gleichzeitig rätselhaft, und die Geschichte bleibt bis zum Schluss spannend. „Nach uns der Himmel“ ist kein Roman, der einem alles vor die Füße legt – man muss sich darauf einlassen. Ich habe ihn in einem Rutsch gelesen!
Rezensionen von clematis:
Blitzlichter
Zu Früh von Frank Schäfer
Heike und Frank, ein junges Paar, eine Schwangerschaft, Woche 29+2, Komplikationen – acht bange Wochen in der Intensivstation.
Prägnant und pointiert, stets seine Gedanken auf den Punkt gebracht, so schildert Frank Schäfer die Momente, welche er hier - einem Tagebuch gleich - festhält. Anfangs geht es zeitmäßig im Zickzack hin und her zwischen einzelnen Episoden und Bildern.
Dann verbringt die junge Familie viel Zeit in der Frühchenabteilung und schwankt zwischen gedankenlosen Sätzen wie „ab Woche 30 bringen wir sie alle durch“ und hoffnungsvollem Aufatmen, wenn das 1500 Gramm leichte Menschlein eine Stunde außerhalb des Inkubators durchhält. Sehr persönlich, sehr nahegehend, sehr gefühlvoll. Frank Schäfer lenkt Blitzlichter auf eine extrem emotionale Zeit des (seines?) Lebens und nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise mit einem Frühchen.
Ein ausdrucksstarker Roman mit überaus vertraulichen Einblicken in ganz persönliche Daseinsmomente. Uneingeschränkte Leseempfehlung!
Rezensionen von Peachybookdreams :
Bleib bei mir Firefly
Almost isn't enough. Echoes of the Past von Jennifer Bright
Inhalt: Drei Jahre ist es her, dass Hazel Ferley verlassen hat und nun steht sie Damian wieder gegenüber. Damian ist schockiert und wütend, und auch wenn er am liebsten nie wieder mit Hazel sprechen möchte, überwiegt die Neugier. Was ist passiert, dass sie ihn, ohne ein Wort zu sagen, verlassen hat? Als Hazel Damian nach all der Zeit wieder sieht, möchte sie am liebsten davonlaufen, denn sie fühlt sich noch nicht bereit, so schnell ihrer damaligen Liebe ins Gesicht zu blicken.
Lange können sich die beiden nicht aus dem Weg gehen, doch jemand ist Hazel zurück nach Ferley gefolgt, der nicht nur den Neuanfang der beiden zu zerstören droht.
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir im ersten Band der Secrets of Ferley Dilogie sehr gut gefallen, auch hier hat mir der Schreibstil grundsätzlich gefallen, auch wenn es häufige Wortwiederholungen gab, die ich ab einem gewissen Punkt etwas störend empfunden habe. Zu Beginn hat mich die Autorin mit all den offenen Fragen sehr gefesselt, doch manche Szenen waren etwas langatmig oder gewisse Konflikte haben sich trotz vorheriger Aussprache wiederholt. Das hat das Lesetempo etwas gedrosselt, aber nichtsdestotrotz hat mir der Plot gut gefallen
Charaktere: Damian konnte man im ersten Teil schon etwas kennenlernen, doch hier bekommt sein Charakter noch mehr tiefe, vor allem die familiären Probleme werden stark beleuchtet. Es gab auch einige Einblicke in Damians und Hazels Vergangenheit, die dabei geholfen haben, Damians Schmerz und Verzweiflung besser zu verstehen.
Zu Hazel konnte ich schwieriger einen Draht aufbauen, es dauert einfach sehr lange, bis man Hintergrundinfos zu ihrer Vergangenheit bekommt, weshalb es mir manchmal schwerfiel, manche ihrer Entscheidungen nachzuvollziehen.
Generell haben mir die Hauptprotagonisten des ersten Buchs etwas besser gefallen.
Fazit: Ein guter zweiter Band, auch wenn er mich persönlich nicht ganz so begeistern konnte wie das erste Buch. Häufige Wort- und Konflikt Wiederholungen haben etwas gestört. Insgesamt kann ich diese Dilogie trotzdem nur empfehlen, mit dem Hinweis, die Triggerwarnungen zu lesen, falls man betroffen sein könnte. 3,5 Sterne
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:
Berührende Lebensgeschichte
Honey von Victor Lodato
Victor Lodato's Buch "Honey" handelt von einer alten Frau, welche sich ihrer Geschichte stellen muss und erkennt, dass sie weder ihrer Herkunft noch ihrer Vergangenheit entfliehen kann......Sehr feinfühlig, emotional berührend und mit Wortwitz geschrieben. Trotz der über 450 Seiten nie langweilig oder mühsam zu lesen.
Dieser Roman hat viele interessante Facetten, aber leider keine Höhepunkte. Die ungewöhnliche Liebesgeschichte finde ich persönlich etwas unrealistisch, ansonsten ist die Lebensgeschichte von Honey spannend und gut nachvollziehbar.
Rezensionen von drachenzahn:
Ein spannender Thriller voller Geheimnisse und Wendungen
To Die For von Lisa Gray
„To Die For“ von Lisa Gray ist ein fesselnder Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite packt. Die Handlung dreht sich um fünf Immobilienmakler, die alles daransetzen, eine exklusive Villa in Malibu zu verkaufen – und zwar wegen einer Million-Dollar-Provision. Doch schnell wird klar, dass jeder von ihnen dunkle Geheimnisse verbirgt und bereit ist, weit zu gehen, um zu gewinnen.
Die Geschichte wechselt geschickt zwischen den Ereignissen vor einer glamourösen Maklerparty und den Ermittlungen danach, die von Detective Aribo und seinem Partner Lombardi geführt werden. Man weiß tatsächlich erst nach ungefähr zwei Dritteln des Buches überhaupt, wer gestorben ist. Gray verknüpft die Perspektiven der Figuren nahtlos und baut so eine wachsende Spannung auf. Allerdings muss ich sagen, dass ich letztlich keinen der Charaktere wirklich mochte, nicht einmal Andi. Alle sind selbstsüchtig, teilweise skrupellos und wenig sympathisch.
Lisa Grays Schreibstil ist jedoch lebendig und mitreißend. Sie schafft es, die kalte Welt des Immobiliengeschäfts mit menschlichen Abgründen zu verweben. Der Plot ist voller Wendungen, von denen nicht alle überraschend und manche auch arg übertrieben sind, aber dennoch für Nervenkitzel sorgen. Vor allem das Tempo des Buches überzeugt: Es gibt kaum Verschnaufpausen, und die Konflikte zwischen den Figuren brodeln ständig unter der Oberfläche.
Das Ende ist gelungen, mit einer kleinen, cleveren Wendung, die die Geschichte perfekt abrundet. Wer rasante Thriller mit viel Spannung und zwiespältigen Figuren mag, wird „To Die For“ nicht aus der Hand legen können. Ein packendes Leseerlebnis – absolut empfehlenswert!











