Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
Erchütternd
Das Buch "Midas Spielverderber" ist einfach der Hammer! Was zunächst so harmlos mit Theo im Prolog beginnt, entwickelt sich schnell zu einer packenden und intensiven Geschichte, die mich mehrmals schwer schlucken ließ.
Theo hatte es wirklich nicht leicht – er musste sich mit einer Menge Herausforderungen auseinandersetzen: Kriegserben, traumatische Erlebnisse, Erpressung und Spielsucht.
Die Geschichte ist wirklich krass. In den Kriegsjahren mussten Theos Großeltern fliehen, seine Großmutter wurde mehrfach von Soldaten der Roten Armee vergewaltigt, und auf der Flucht verstarb das jüngste Kind. Viele Jahre später wurden Theos Vater und sein Bruder brutal ermordet. Diese tragische Familiengeschichte hinterließ viele offene Fragen, und der Tod des Vaters hinterließ tiefe Spuren bei Theo. Erst als er selbst eine Familie gründet, kommt seine eigene Vergangenheit wieder an die Oberfläche.
Susanne Grußler hat es wieder einmal geschafft, eine unglaublich spannende Geschichte zu schreiben. Der Spannungsbogen ist, wie schon in ihrem ersten Buch, hervorragend aufgebaut. Besonders die Rückblenden in die Vergangenheit und die erschütternden Einblicke in die Abgründe der Spielsucht sorgen dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Auch die neuesten Entwicklungen rund um die beiden Ermittler fand ich richtig klasse. Bis zum Schluss bleibt unklar, wie die einzelnen Puzzlestücke zusammenpassen, und die Auflösung am Ende hat mich regelrecht erschüttert. Ich hätte niemals erwartet, wie schnell es gehen kann, dass jemand in den Abgrund rutscht, obwohl er nur das Beste für seine Familie will.
Das Buch hat mich tief bewegt, denn solche Geschichten passieren leider auch im echten Leben viel zu oft. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von carola1475:
Schuldig oder nicht?
Schuld von Sven Petter Naess
Helene Waaler, wegen Doppelmordes verurteilt, wird nach 18 Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, ihre Anwältin Christina Sandberg strebt die Wiederaufnahme des Verfahrens an, ihrer Meinung nach sind bei den damaligen Ermittlungen Fehler gemacht worden. Christina bittet Harinder Singh, der nach einer Knie-OP noch krankgeschrieben ist, sich in seiner freien Zeit die alten Unterlagen anzusehen.
Er stimmt nur zögerlich zu, da sein aktueller Chef in der taktischen Ermittlungsabteilung damals an den Untersuchungen beteiligt war und Harinder weder seinen Ruf noch seine Karriere gefährden will.
Im kleinen Ort Elvestad, wohin Helene zurück kehrt, aus dem auch Harinder stammt, und in dem jeder jeden kennt, wird Helene abgelehnt und anonym bedroht, ihre belastende Situation kann ich nachvollziehen, um so mehr, da ich auch von ihrer schwierigen Jugend erfahre. Kurz nach Helenes Entlassung wird ihr leiblicher Vater erstochen und die unangepasste Frau gerät wieder in Verdacht.
Ich hatte keine Schwierigkeiten, in diesen dritten Band der Reihe einzusteigen, es gibt nur sehr wenige kurze Hinweise auf die Vergangenheit, die mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt haben. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, darunter auch eine, die Harinder ins Visier nimmt.
Die Figurenzeichnung finde ich insgesamt eher blass, Nähe hat sich bei mir zu keinem Charakter entwickelt. Für mich passt das zum Schreibstil des Autors, Sven Petter Naess schreibt flüssig und klar, nüchtern und distanziert.
Die Handlung des Krimis ist komplex, Harinders akribische Ermittlungen zum alten Fall und die Untersuchung des neuen Mordes, an der er unterstützend beteiligt ist, werden geschickt miteinander verflochten und der Autor überrascht mit unerwarteten Wendungen. Die Geschichte ist durchgehend spannend. 'Schuld', ein Krimi mit ausgesprochen passend gewähltem Titel, hat mich gut unterhalten. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Rezensionen von nislin:
Hilfe zur Selbstfürsorge
Self Care - sei gut zu dir von Sabine Hubbertz-Josat; Katharina Wick
Prof. Dr. Sabine Hubbertz-Josat und Prof. Dr. Katharina Wick schreiben in diesem Sachbuch rund um das Thema der Selbstfürsorge und des Wohlbefindens.
Das Inhaltsverzeichnis ist sehr umfangreich und thematisch gut sortiert, sodass man sich auch nur einzelne Kapitel durchlesen kann. Diese sind nicht allzu lang und durch die verschiedenen Hilfen, Tipps, Übungen und Illustrationen ansprechend gestaltet.
Das Buch ist geeignet, um darin immer mal wieder durchzublättern oder die zahlreichen Übungen durchzuführen. Die Texte sind mit Symbolen versehen sowie farblich markiert, sodass der Inhalt dem Leser ins Auge springt. Ich persönlich habe keine bahnbrechenden Erkenntnisse aus dem Buch mitgenommen, die mir nicht bereits einigermaßen bekannt sind. Die inhaltliche Tiefe und die Expertise der beiden Damen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
Rezensionen von PMelittaM:
Vor allem für Jüngere interessant, aber auch für Ältere von wert
21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest - Kapitalanlage, Versicherungen & Altersvorsorge von Matthias Kowalski
Finanzen sind ein Thema für sich. Wer möchte nicht sein Geld zukunftssicher anlegen können, sich an guten Zinsen erfreuen und sich ein gutes Polster ersparen? Einfach ist das nicht, man kann dabei auch viel falsch machen und am Ende mehr verlieren als gewinnen.
Die Stiftung Warentest hat daher diesen Ratgeber herausgebracht.
In 21 Punkten soll er dazu beitragen, die Leserin, den Leser zu befähigen, ihr, mit seinem Geld richtig umzugehen und es bestmöglich anzulegen. Dazu gehören neben Tagegeldkonto und Aktiendepot auch die Rente und Schulden, die man besser erst gar nicht macht.
Angesetzt wird dabei am Anfang, es werden viele Basics vermittelt. Meiner Meinung nach spricht der Ratgeber vor allem junge Leute an, die von Anfang an in die Lage versetzt werden sollen, das beste aus ihrem Geld zu machen. Bei manchen Anlageform wird zum Beispiel eine Laufzeit von 20 oder 30 Jahren vorausgesetzt. Auch sich eine bestmögliche Alterssicherung zu erarbeiten ist dabei Thema.
Menschen im fortgeschritteneren Alter können natürlich auch profitieren, denn alles wird gut erklärt, auch das Glossar am Ende ist umfangreich und ausführlich. So habe am Ende auch ich das eine oder andere mitgenommen. Allerdings habe ich beim Lesen auch immer mehr überflogen, so wurde zum Beispiel manches, teils sogar mehrfach, wiederholt. Das liegt aber auch daran, dass man das Buch nicht unbedingt von vorne bis hinten lesen muss, sondern sich den einen oder anderen Punkt auch herauspicken kann. Es liegt aber auch daran, dass manches auch später vertiefter dargestellt wird, eben um auf die 21 Punkte zu kommen. „Keep it simple“ oder „Lass die Gefühle aus der Geldanlage“zum Beispiel hätte vielleicht keinen eigenen Punkt ausmachen müssen, vieles ist auch einfach logisch, wie zum Beispiel „Setze auf vertrauenswürdige Informationen“, wobei hier dann auch Beispiele für eben diese aufgelistet beziehungsweise verlinkt sind.
Die vielen Links, die man in allen Abschnitten finden kann, sind auf jeden Fall sehr nützlich. Manche führen zu Seiten der Stiftung Warentest selbst, und kosten eventuell noch einmal etwas, dafür erhält man aber auch immer wieder aktualisierte Informationen. Andere führen zu wichtigen und/oder interessanten Seiten von Ministerien, Verbraucherschutzorganisationen und ähnlichem.
Am Ende findet sich ein umfangreiches und ausführliches Glossar sowie ein Register, mit dem man schnell Stichwörter findet.
Ich denke, dass der Ratgeber vor allem für jüngere Menschen, die sich ernsthaft mit dem Thema Finanzen und Geldanlagen auseinandersetzen möchten, gut geeignet ist. Aber auch ältere können den ein oder anderen Tipp finden. Vor allem die vielen Links sind nützlich.
Rezensionen von Cellissima:
Langweilig, enttäuschend, vorhersehbar, unglaubwürdig
Die Wildblütentochter von Tessa Collins
Der Auftakt der Reihe war ok, aber alles andere als ein Highlight. Band 2 der Reihe konnte mich schon nur noch wegen meiner Liebe zu Island und den Islandpferden reizen. Die Kulisse und die Pferde haben den Roman dann auch noch halbwegs gerettet für mich - ansonsten bin ich aber gelangweilt und enttäuscht.
Es ist eine nette Lektüre für ein paar Lesestunden, bei denen man wirklich entspannen kann, die Kulisse ist reizvoll, die Romantik kommt nicht zu kurz ... aus meiner Sicht aber leider der übliche Einheitsbrei.
Es gibt eindeutig bessere Familiensagas. Die Blumentöchter-Saga ist für mich wirklich nichts Besonderes.
Hinzu kommt, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist. Figuren und Handlung können über weite Strecken leider einfach nicht fesseln und begeistern. Auch erscheinen mir als Reiterin Teile der Geschichte reichlich unglaubwürdig - da wird eine Anfängerin sofort auf einen Hengst gesetzt, da soll ein Hengst zusammen mit zwei Stuten gehalten werden, obwohl sie nicht mal züchten wollen/können, schon weil es der betreffenden Figur an jeglicher Ahnung bzgl. dieser Pferde und der Haltung und Zucht fehlt ...
Ich werde die weiteren Bände der Reihe nicht mehr lesen.
Rezensionen von jam:
Sehr wertschätzender und hilfreicher Ratgeber - Jede Seite wie eine liebevolle Umarmung!
Heimweh nach mir von Elena Anna Mayr
"An alle da draußen, die schon so lange im Stillen kämpfen und dadurch ihr Leuchten verloren haben: Ich sehe euch, und ihr werdet es wiederfinden. Versprochen."
Seite 6
"33 heilsame Fragen für dein Leben", so verspricht es der Untertitel. Und genau das bekommt man auf die beste Art! Jede Zeile, jede Seite fühlt sich an wie eine liebevolle Umarmung.
Jede Frage ist ein Angebot, an der Hand genommen zu werden und gemeinsam ein paar Schritte zu machen - weg von dem, was andere wollen, hin zu dem, was in einem selbst schlummert. Ein Angebot, keine Aufforderung, kein Muss, kein klassischer RatSCHLAG. Ich glaube, ich habe noch keinen Ratgeber gelesen, der so liebevoll und wertschätzend mit dem Leser umgeht!
Elena Anna Mayr schaffte es von der ersten Seite weg, mich gefangen zu nehmen, angenommen und geschätzt zu fühlen! Sie erzählt von ihrer schweren Zeit, ohne ins Detail zu gehen, und was ihr geholfen hat, die Sonne wieder zu sehen.
"Du willst nicht nicht mehr leben, du willst nicht mehr so leben." ist ihr Credo, und sie schafft es, mit ihren Fragen Klarheit zu bringen. Den Lesern zu helfen, sich genau das bewusst zu machen: Was will ich überhaupt - und was nicht mehr!
Mit ihren Fragen macht sie auch klar, dass jede - auf den ersten Blick - negative Eigenschaft auch ihre positiven Seiten hat und hilfreich ist, und dich zu dem macht, der du bist. Sie beschäftigt sich ebenso mit ihrer Vergänglichkeit, und damit, was am Ende des Lebens bleibt. Erzählt man sich in 50 Jahren wirklich, dass deine Wohnung nicht steril war? Willst du an deinem Grabe hören, wie perfekt du in allem warst, aber dass das mit so viel Aufwand verbunden war, dass dabei deine Eigenschaften, deine Lebendigkeit unsichtbar blieben?
Das Buch ist durchzogen mit bunten Seiten, auf denen Glaubenssätze stehen, von denen einem wohl viele bekannt vorkommen, weil man sie so oder so ähnlich bereits gehört hat. In Verbindung mit den Seiten davor und danach wird einem erst klar, wie falsch diese sind!
So gut sie mir gefallen haben, ich hätte mir ein paar weniger davon gewünscht, wenn dadurch die Schrift etwas größer ausgefallen wäre. Sie ist wirklich sehr klein - was dem großartigen Inhalt und meiner Bewertung keinen Abbruch tut.
Fazit: Sehr wertschätzender und hilfreicher Ratgeber - Jede Seite wie eine liebevolle Umarmung!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Letztes Glückskeks von Herbert Dutzler
Das örtliche Tourismusbüro hat mit dem Deutschen Kai Kröker einen neuen Direktor, der wenig von Transparenz hält und Altaussee für chinesische Touristen attraktiv machen möchte. Dafür scharwenzelt er um eine vierköpfige chinesische Delegation herum, die wiederum überlegen, eine Kopie von Altaussee in China aufzubauen.
Diese Idee spaltet das Dorf, hat man ja Hallstatt als abschreckendes Beispiel vor der Haustür. Man demonstriert gegen den Ausverkauf der Heimat und kommt so einem umtriebigen Baumeister in die Quere, der mit fragwürdigen Mitteln agiert.
Auch sonst bahnen sich einige Änderungen in Altaussee an. Die Frau Doktor Kohlross heiratet und arbeitet nach einer Beförderung nur mehr Teilzeit. Daher kommt mit Emina Jovanovic eine neue Ermittlerin ins Spiel, Gasperlmaiers Kollegin Manuela ist schwanger (aber nicht krank, wie sie nicht müde wird, zu betonen) und Schwiegertochter Richelle arbeitet im Tourismusbüro und hat ungeahnte Kenntnisse.
Wenig später schwimmt einer, der Chinesen, deutschstämmige Rinderer Johann Ning, tot im Pool des Hotels Lakeview. Obwohl auf den ersten Blick keine offensichtliche Fremdeinwirkung zu sehen ist, lässt Frau Doktor Kohlross die Leiche ins Krankenhaus von Liezen zur Obduktion bringen. Dort wird der Tote, auf Anordnung des Außenministeriums, vom BKA quasi entführt. Auch der Leihwagen mit dem Rinderer zuvor einen Unfall hatte, verschwindet spurlos.
Keine Leiche - keine Ermittlungen. Gasperlmaier und Fr. Doktor Kohlross kommt das eigenartig vor, weshalb dezent und unter dem Radar weiter recherchiert wird.
„Und ihr habt völlig recht - zwei solche Unfälle hintereinander. Das stinkt!“ (S 119)
Man befragt die anderen Delegationsmitglieder, was nur über die Dolmetscherin Lin Lien, die in München studiert hat, möglich ist. Die beiden anderen Männer der Gruppe behaupten, weder die deutsche noch die englische Sprache zu verstehen.
Wenig später findet man den umtriebigen Tourismusobmann in einem ausgebrannten Autowrack....
Meine Meinung:
Wie schon Commissario und Viechbauer Johann Grauner von Lenz Koppelstätter, liebäugelt auch Chefinspektor Franz Gasperlmaier mit dem Übertritt in die vorzeitige Alterspension, denn Gasperlmaier mag Veränderungen in seinem Umfeld nicht gar so gerne. Außerdem sind ihm die neuen Ermittlungsmethoden mit den ganzen technischen Spielereien und der OFA, der operativen Fallanalyse, von der Manuela ständig schwärmt, ein bisschen zu komplex.
Für ihn zählt der Hausverstand und solide Polizeiarbeit.
Herbert Dutzler hat mit diesem 12. Fall wieder mehrere sozialkritische Aspekte aufgegriffen: Den überbordenden Tourismus im Salzkammergut und die Bautätigkeit von Baumeistern und Immobilienhaien, die nur auf den schnellen Profit aus sind und deswegen ausschließlich teure Ferienwohnungen bauen, weshalb es für Einheimische kaum mehr leistbare Wohnungen mehr gibt. Auch die sexuellen Übergriffe, denen Frauen im Gastgewerbe ausgesetzt sind, finden Eingang in diesen Krimi.
Natürlich dürfen Einblicke in die schöne Landschaft des Ausseerlandes nicht fehlen. Wir dürfen auch wieder die Deckel der Kochtöpfe im Haus Gasperlmaier lüpfen und mit den Nachbarn eine private Weinkost absolvieren.
Und das alles wird in flüssigem österreichischen Deutsch präsentiert. Das Keks ist bei uns sächlichen Geschlechts, während der Gummi in allen Varianten ob Haar- oder Kaugummi sowie als Dialektbezeichnung für Kondom und Autoreifen, grammatikalisch männlichen Geschlechts ist.
Fazit:
Wieder ein fesselnder Krimi rund um Chefinspektor Franz Gasperlmaier und Altaussee. Bin schon neugierig, ob er ernst damit macht, in Pension zu gehen. Gerne gebe ich diesem 12. Fall, der das Dutzend voll macht, 5 Sterne.
Rezensionen von Gaby 2707:
Schön, wieder in Bad Aussee zu sein
Blut Aussee von Katja Reiland
Im Salzkammergut beginnt die Vorweihnachtszeit und Marie Haslinger freut sich auf drei entspannte Wochen bei ihrem Schatz dem Bezirksinspektor Andi Berner in Bad Aussee. Aber gleich am Tag ihrer Ankunft, als sie abends den Krampuslauf besuchen, wird ein Mann erstochen. Natürlich stürzt sich Andi gleich in die Ermittlungen.
Als dann am nächsten Morgen ein zweiter Mann erstochen aufgefunden wird, hat Andi natürlich gar keine Zeit mehr für seine Marie. Als die allerdings mit einem früheren Freund von ihm spazieren geht, wallt seine Eifersucht auf. Wird er seine Arbeit und Zeit für Marie doch irgendwie unter einen Hut bekommen?
Ich habe es sehr genossen wieder in Bad Aussee im Salzkammergut zu sein und Marie und Andi, die mir schon bei meinem ersten Aufenthalt dort richtig ans Herz gewachsen sind, wiederzulesen. Auch dass ich Physiotherapeut Stefan Höbinger aus der Kurklinik und Maries Wiener Nachbarin Paula, die immer ihr Sackerl mit Tarotkarten bei sich hat, hier wieder getroffen habe, hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich gleich wieder heimisch gefühlt. Aber auch bei den anderen Menschen, die ich hier neu kennengelernt habe, habe ich meine Sympathien und Antipathien durch die bildhaften und detailierten Beschreibungen sehr schnell vergeben können.
Autorin Katja Reiland hat mich auch diesmal mit ihrem leichten, unterhaltsamen und trotzdem spannenden Erzählstil sofort in die Geschichte hinein gezogen. Sie nimmt mich auch diesmal wieder mit auf Spaziergänge zusammen mit Marie, bei denen ich die Natur und einiges Sehenswerte rund um Bad Aussee noch besser kennenlerne. Auch wird wieder manches Regionale gegessen und getrunken und ich habe richtig Appetit auf eine Topfengolatsche und ein Zirbenschnapserl bekommen. Und auch den Weihnachtsmarkt in Bad Aussee würde ich auch gerne mal besuchen.
Natürlich bekommt Marie auch diesmal einiges von den Ortsbewohnern zu den beiden Fällen mit und kann diese Erkenntnisse an ihren Ermittler Andi weitergeben. Denn ganz raushalten geht einfach nicht.
Durch ein paar kurze, knappen Worte hatte ich bald einen Verdacht, wer der Täter in diesen beiden Fällen sein könnte. Aber mein Herz wollte gerade diese Person überhaupt nicht damit in Verbindung bringen, weil ich sie einfach zu gern mochte. Das hat natürlich dazu geführt, dass ich das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen konnte um zu wissen...
Mehr wird aber nicht verraten und ihr solltet diese Fälle beim lesen selbst lösen.
Für diejenigen, die der österreichischen Sprache nicht ganz so mächtig sind, gibt es nach der Auflösung des Falles ein Glossar mit den wichtigsten Worten, die hier immer wieder vorkommen.
Mir hat auch dieser Ausflug ins Salzkammergut mit dem romantischen Cosy-Wohlfühl-Krimi sehr gut gefallen. Und ich komme sehr gerne wieder um zu lesen, wie es mit Marie und Andi weitergeht.
Rezensionen von yellowdog:
Majas Tagebuch-Roman-Chronik
Nachtgäste von Nenad Velickovic
In diesem Buch, dass durch die 18jährige Erzählerin Maja eine Tagebuch-Roman-Form hat, wird eindringlich gezeigt, was die Belagerung Sarajewos im Bosnienkrieg für die Menschen bedeutete.
Verstecken, Gefahr durch Granatbeschüsse, Mangel an Strom und Wasser. Hoffnungslosigkeit.
Maja schreibt um sich abzulenken.
Die Familie versteckt sich in einem Museum. Die Eltern versuchen, alle zusammenzuhalten.
Majas Bruder ist von der Einberufung bedroht, der er sich entziehen möchte. Seine Frau ist schwanger. Die Großmutter stirbt. Außerdem sind noch der Museumswärter Brkic und sein Kumpel Julio im Museum.
Nenad Velickovic Stil ist detailliert und genau und er vermittelt ein Gefühl. Die gewählte Form funktioniert.
Das Buch ist schon 1995 geschrieben, also zeitlich noch nahe an den Ereignissen dran und der Text wirkt mit Mayas Empfindungen, Beobachtungen und Details entsprechend auf den Leser ein.
Rezensionen von yellowdog:
poltische Abrißbirne
Du hast die Wahl SPIEGEL Bestseller Platz 1 von Marc Raschke
Das Buch richtet sich an Leute, die Normalos ohne größeres politisches Hintergrundwissen sind. Marc Raschke richtet sich von Anfang an klar gegen rechts, damit sind nicht nur rechtsradiakle Parteine gemeint sondern auch dezidiert die CDU/CSU.
Vielelicht geht der Autor da etwas zu weit. Marc Raschke argumentiert schwarzweiß.
Ich glaube nicht, dass das Buch viel bewirken wird, aber dennoch ist es wohl eine Maßnahme als Ausgleich gegen die rechten Polemiken.










