Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
besser als der erste Band
Die Tochter des Serienkillers von Alice Hunter
Mit "Die Tochter des Serienkillers" führt Alice Hunter die Geschichte von Jenny fort. Jenny, die in ihrem früheren Leben Jane hieß, die Tochter des berüchtigten "Schmetterlings-Killers", scheint es geschafft zu haben. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, ist seit Jahren mit Mark verheiratet, hat zwei Kinder und ist glücklich in ihrem Beruf als Tierärztin.
Wären da nicht in letzter Zeit diese Blackouts, Stunden, von denen sie nicht weiß, was sie in ihnen getan hat. Sie wacht meist dreckig auf dem Fussboden in ihrer Küche auf, ohne Erinnerung an die vergangenen Stunden.
Als dann Olivia, die ehemalige Affäre ihres Mannes Mark spurlos verschwindet und gleichzeitig Tierkadaver vor ihrem Haus auftauchen, geschmückt mit einem Schmetterling, gerät ihre scheinbar glückliche Welt ins Wanken. Sind dies Zeichen ihres inhaftierten Vaters? Wer hat sie gefunden? Hat sie Olivia ermordet? Schnell gerät sie ins Visier der Ermittlungen und alle Indizien sprechen gegen sie. Sie weiß selbst nicht mehr, was sie glauben soll und begibt sich auf eine gefährliche Suche. Kann sie ihre Unschuld beweisen, oder ist sie schuldig?
Der zweite Band konnte mich ein wenig mehr überzeugen als der Vorgänger, hat aber auch einiges an Längen. Vieles wurde mir zu detailliert beschrieben oder wiederholte sich. Die Rückblicke auf Jennys Geschichte waren gekonnt gesetzt und lassen auch zu, dass das Buch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden kann. Spannung war gegeben, hätte allerdings meines Erachtens für einen Thriller ein wenig höher sein können.
Insgesamt, bis auf kleine Schwächen gut zu lesen.
Rezensionen von Ulla:
wer will Amys Tod?
Wir finden Mörder von Richard Osman
Amy Wheelers neuerster Auftrag ist der Schutz der berühmten, sehr reichen, schon ein wenig älteren Krimiautorin Rosie D‘Antonio. Sie lebt auf ihrer Privatinsel und wird von einem russischen Oligarchen bedroht, der ihren Tod fordert. In der Nähe der Insel wird ein Influencer ermordet und bei der Recherche stellt Amy fest das es in letzter Zeit mehrere getötete Influencer gab und sie selbst immer in der Nähe war.
Und nun wird sogar auf sie geschossen. Sie benötigt Hilfe, doch wem kann sie trauen. Ihr Schwiegervater Steve, ehemaliger Kriminalkommissar wird, gegen seinen Willen, zu Hilfe geholt. Steve, Amy und Rosie begeben sich mit Rosies Privatjet auf Spurensuche und Versteckspielen um die Morde aufzuklären und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Konkurrierende Auftragsmörder sind hinter ihnen her.
Die Handlung ist realitätsfern, dem Lesevergnügen schadet dies jedoch nicht. Die Protagonisten sind skurril, verschroben und liebenswert und wer auf welcher Seite steht, wer die Guten und wer die Bösen sind, muss sich erst noch zeigen. Der Kriminalroman ist spannend und humorvoll, an die Protagonisten des Donnerstagsmordclubs kommen die Personen in diesem Buch leider, noch, nicht ganz heran.
Rezensionen von Cellissima:
Hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden ...
When Women Were Dragons von Kelly Barnhill
Feministische Fantasy im Amerika der 1950er Jahre. Es geht um Massenverwandlungen von Frauen in Drachen. Fantasy und SciFi sind nicht mein bevorzugtes Genre, doch "When Women Were Dragons" hat mich neugierig gemacht. Warum geschieht das, wie geschieht das, was passiert mit denen, die diese Frauen zurücklassen, etwa ihren Familien? Warum verwandeln sich nicht alle Frauen? Und wie und wann weiß man, ob und wann einem diese Verwandlung selbst widerfahren wird oder nicht?
Ich hatte hohe Erwartungen, da das Buch v.
a. auch für Fans von "Die Unbändigen", wozu ich mich zähle, beworben wurde.
Sprachlich war diese Lektüre wirklich großartig und ein Genuss. Ansonsten empfand ich sie aber leider nur als mittelmäßig. All die Zeitungsmeldungen uÄ, die immer wieder eingeschoben wurden, haben mich deutlich weniger interessiert als der Rest und immer wieder meinen Lesefluss und die Spannung unterbrochen.
Was aber noch viel schwerer wiegt: Auf all die spannenden Fragen, die schon im Klappentext aufgeworfen wurden, gab es leider keine wirkliche Antwort. Schade. So war es nur eine nette Lektüre, aber leider nicht mehr.
Rezensionen von Ulla:
intensive Gespräche
In einem Zug von Daniel Glattauer
Eduard Brünhofer ist, oder vielmehr war, ein sehr erfolgreicher Liebesromanautor. Seit einigen Jahren hat er nichts mehr zu Papier gebracht, nun wird sein Verlag ungeduldig. Er hat keine 5 Wochen bis zur Abgabefrist seines Manuskripts von dem es noch keine einzige Seite gibt. Jetzt sitzt er im Zug von Wien nach München um seine Ideen durchzusehen.
Dazu kommt er nicht, die Frau, die ihm schräg gegenüber sitzt, beginnt ein Gespräch, sie weckt sein Interesse und da die Zugfahrt 4 Stunden dauert ist er dem nicht abgeneigt. Die als Therapeutin arbeitende Catrin Meyr erzählt ein wenig über sich selbst, sie schafft es aber sehr geschickt die Fragen immer wieder zurückzuspielen, Eduard zum Reden zu bringen und Dinge aus ihm herauszuholen, die er normalerweise nicht preisgibt. Dinge über seine lange Ehe mit Gina, über seine Tochter Tanja, über seine Gefühle zu den beiden, über seine Einstellungen zu Liebe, Ehe, Treue, Sex, Freiheit und Geheimnisse. Während der Reise werden die Gespräche immer intensiver, auch die Störung eines italienischen Reisenden, der sich zu ihnen setzt, kann dies nicht aufhalten. Bis kurz vor München, wo Catrin ihn mit einer Mitteilung überrascht.
Zwei Fremde, die sich im Zug treffen und Gespräche führen, daraus besteht im Wesentlichen der Roman. Die Dialoge sind schriftstellerisch ganz hervorragend, Wortspiele und tiefgründige Debatten, interessante und außergewöhnliche Formulierungen zeichnen diesen Roman aus.
Rezensionen von Ulla:
die Brüder Opgard
Der König von Jo Nesbø
Im kleinen norwegischen Ort Os hat Carl Opgard das sagen. Ihm gehört das neu entstandene Wellnesshotel und er baut gerade an seinem eigenen kleinen Palast. Seinen älteren Bruder Roy gehört die Tankstelle und ein Lokal und er träumt von einem Freizeitpark mit einer besonderen Achterbahn. Gerade jetzt werden Pläne vorgelegt, dass ein Tunnel gebaut werden soll und der Ort abgeschnitten wird.
Das können die Brüder nicht zulassen, ihr Einfluss und ihr Vermögen steht auf dem Spiel. Bereits in der Vorgängergeschichte haben die beiden ihre kriminelle Energie unter Beweis gestellt, so schrecken sie auch dieses Mal nicht vor drastischen Maßnahmen zurück. Sie versuchen es mit Bestechungen. Kurt, der nach seinem verstorbenen Vater der neue Ortspolizist ist, versucht nach wie vor die Brüder für den Tot seinen Vaters zur Rechenschaft zu ziehen. Auch ihm ist dabei jedes Mittel recht.
Aus der Sicht von Roy wird die Handlung sehr spannend erzählt und auch wenn man weiß dass Roy Menschen manipuliert und auch tötet, hat man Sympathie für ihn.
Rezensionen von Ulla:
Puzzleteile
Wackelkontakt von Wolf Haas
In Wien lebt der als Trauerredner arbeitete Franz Escher recht zurückgezogen. Als Eigenbrödler meidet der Kontakt zu anderen Menschen und beschäftigt sich am liebsten mit puzzlen. Nun jedoch wartet er auf den Elektriker, der sich um die Steckdose in der Küche kümmern soll. In dieser Wartezeit nimmt er ein Buch über die Mafia zur Hand, ein Themengebiet, über das er schon viel gelesen hat.
Dieses Buch handelt von dem jungen Elio Russo, der gegen die Mafia aussagen will und im Hochsicherheitstrakt auf seine Entlassung ins Zeugenschutzprogramm wartet. Von seinem Zellengenossen Sven hat er ein deutsches Buch erhalten, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. In diesem Roman geht es um Franz Escher, der auf einen Elektriker wartet.
Im Laufe der Handlung wird immer wieder zwischen den beiden Erzählsträngen gewechselt, oft mitten im Satz, ohne dass man den Anschluss verliert. Wir nehmen teil am neuen Leben des Marko Steiner in Deutschland mit Frau und Kind, immer in Sorge vor Entdeckung. Wir erleben den verschlossenen Franz Escher, bei dem sich eine zarte Bande zu einer Arbeitskollegin entwickelt.
Literarisch außergewöhnlich kreisen die Geschichten umeinander herum, aufeinander zu, bis sie wie Puzzleteile ein Bild ergeben. Ein ganz besonderes Buch.
Rezensionen von KimVi:
Regt zum Nachdenken und Erinnern an
Die Schwestern von Krakau von Bettina Storks
Als Edith die Pariser Wohnung ihres verstorbenen Vaters Simon Mercier zum ersten Mal nach dessen Tod betritt, stößt sie auf Notizen, mit denen er sich intensiv beschäftigt hat. Die zusammengetragenen Hinweise lassen den Schluss zu, dass Simon nicht das leibliche Kind der Merciers war. Selbst die Namen seiner leiblichen Eltern, Helene Wagner und Samuel Altmann, hatte Simon vor seinem Tod bereits herausgefunden.
Doch wie ist Simon zur Familie Mercier gekommen und was ist mit seinen wirklichen Eltern passiert? Edith beschließt, diesen Fragen nachzugehen. Erste Spuren führen nach Fellbach bei Stuttgart. Dort macht Edith ihre Großcousine Tatjana, eine Enkelin von Helenes Schwester Lilo, ausfindig. Die beiden beschließen, gemeinsam nach Antworten zu suchen. Tatjana reist dazu nach Krakau. Der Stadt, in der die Familie Wagner während des Zweiten Weltkriegs gelebt hat. Lilo hat dort in einer alten Apotheke gearbeitet, die eine zentrale Rolle für den jüdischen Widerstand gespielt hat. Doch warum hat Lilo niemals über diese Zeit gesprochen? Was ist damals geschehen?
Die Handlung trägt sich auf zwei Zeitebenen zu. Im aktuellen Geschehen beobachtet man Edith und Tatjana, die versuchen, mehr über ihre Familiengeschichte herauszufinden. Tatjana reist dazu nach Krakau. Dort erhofft sie mehr über das Leben ihrer Großmutter Lilo zu Kriegszeiten zu erfahren.
Parallel dazu blickt man zurück in Lilos Vergangenheit und kann beobachten, welchen Schicksalsschlägen sie im damaligen Krakau trotzen musste. Außerdem erfährt man einiges über die Rolle des jüdischen Widerstands. Bettina Storks versteht es hervorragend, in beiden Handlungssträngen so fesselnd zu erzählen, dass man früh in den Sog der Ereignisse gerät. Handlungsorte und Charaktere wirken so lebendig, dass man meint, selbst vor Ort zu sein. Gerade die Szenen, die sich in der Vergangenheit zutragen, sind berührend und regen zum Nachdenken und Erinnern an. Historische Begebenheiten bilden eine authentische Hintergrundkulisse. Im Nachwort kann man nachlesen, in welcher Weise sich Fiktion und Realität verknüpfen.
Eine absolut empfehlenswerte Geschichte, die tief berührt und zum Nachdenken und Erinnern anregt.
Rezensionen von _ich.lese_:
Zurück nach Hause
Where Hearts Are Melting von Fabienne Lily
Lesehoernchen99s avatar
Lesehoernchen99vor 9 Minuten
Sadies Traum war eigentlich eine Olympiateilnahme im Eiskunstlauf. Aber sie kehrt dem Sport den Rücken und landet wieder in ihrer Heimatstadt. Dort unterstützt sie ihre Schwester, die von ihrem Mann verlassen wurde.
Colin hat einen Kochkanal bei Youtubeund träumt von einem eigenen Restaurant.
Die beiden waren früher beste Freunde und er ist sehr überrascht, als Sadie auf einmal wieder vor ihm steht.
Mir hat die Story von Sadie und Colin sehr gefallen. Abwechselnd erzählen die beiden in der Ich-Perspektive von ihrem Leben in Winterfields, von ihrem erneuten aufeinandertreffen und von einer zweiter Chance, wieder beste Freunde zu werden. Sadie ist voller Zweifel, stellt ihr eigenen Licht gerne etwas zurück und, obwohl sie viel für Colin empfindet, kann sie sich nicht auf eine Beziehung einlassen.
Ich mochte auch das Setting sehr gerne und die Slow-Burn-Romance, die die beiden miteinander verbindet. Hat mir sehr gut gefallen, ich würde gerne nochmal zurückkehren nach Winterfields, vielleicht mit Felix oder April.
Rezensionen von Ulla:
Familienzusammenhalt
Als wir im Schnee Blumen pflückten von Tina Harnesk
Der Winter im Norden Schwedens ist hart, besonders für das alte, kinderlose, samische Paar Mariddja und Biera, die in einem inzwischen heruntergekommenen Haus leben. Sie hat gerade von der Krebsdiagnose erfahren, sie hat nicht mehr lange zu leben. Ihr Mann Biera ist dement und benötigt ihre Hilfe. Doch Hilfe von anderen wollen sie nicht.
Mariddjas größter Wunsch ist es, den Sohn von Biera Schwester noch mal zu sehen, dass Kind, dass eine Weile bei ihnen lebte um dann mit der Mutter plötzlich und unauffindbar verschwunden ist. Ihren Kummer teilt sie der netten Telefonistin Siri mit, die sie um Hilfe bei der Suche bittet.
Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich mit einem jungen Paar, Mimmi und Kaj sind in die von Samen bewohnte Gegend gezogen, nachdem Kajs Mutter starb.
Der Roman fängt langsam, und leider auch ein wenig langweilig an, doch man wird belohnt, wenn man dabei bleibt. Viel wird über die samische Kultur, deren Mythen und die Zeit der Zwangsumsiedlung erzählt. Wichtig ist ihnen die Fürsorge füreinander und der Familienzusammenhalt. Aber auch Probleme, die jeden von uns betreffen können, wie Krebs oder Demenz, die Hilfsbedürftigkeit alter Menschen oder der Neuanfang eines jungen Paares werden thematisiert. Die Sprache ist ruhig und bildhaft.
Rezensionen von MarcoL:
Ein äußerst beeindruckender Roman über Verlust und Läuterung.
Stadt der Hunde von Leon de Winter
Jaap Hollander ist Gehirnchirurg. Und nicht irgendeiner, sondern er zählt zu den besten der Welt. Wenn nicht gar der Beste. In seinen jungen Jahren wurde sein Aussehen mit Al Pacino verglichen – ein Umstand, der ihm gefiel, und er auch auszunützen wusste. Er ließ keine Möglichkeit aus, seinen Trieben Folge zu leisten.
Denn schließlich waren ja all die Ärztinnen und Krankenschwestern an nichts anderem interessiert, als mit ihm in der Kiste zu landen, damit deren Karriere auch einen Sprung nach vorne machte. Klingt sehr misogyn, ist es auch, macht den Herrn nicht gerade zu einem Sympathieträger.
Die Ehe von Jaap mit Nicole ist nicht gerade zum Vorzeigen. Er kümmert sich kaum um Frau und Tochter Lea.
Lea, kaum erwachsen, wollte zum Judentum konvertieren. In diesem Zuge durfte sie auf Einladung der jüdischen Gemeinde nach Israel. Zusammen mit ihrem Freund Joshua reiste sie in die Wüste Negev zum Ramon-Krater. Während heftiger Regenfälle verschwanden dort beide spurlos. Ob Unfall, Entführung, Mord oder freiwilliges Verschwinden, konnte niemals herausgefunden werden.
Jaap und Nicole reisten sofort an den Unglücksort. Auch Joshuas Eltern waren anwesend. Das machten sie dann zu jedem Jahrestag des Verschwindens. Besonders Jaap wollte sich damit nicht abfinden, dass seine Tochter tot war. Allmählich begann er begreifen, dass ihm damals seine Karriere weit wichtiger war als seine Familie. Sehr viele Jahre nach Leas Verschwinden war die Ehe zerbrochen. Seinen Trieben blieb Jaap treu, auch wenn er sich mittlerweile mit blauen Pillen helfen musste, und das schwarze Al Pacino Haar einer Glatze gewichen ist.
Er beginnt, immer mehr und mehr Zeit in Israel zu verbringen. Als Pensionist versäumte er in Amsterdam in seinem großen Haus nichts. Da erreichte ihn ein Hilferuf der besonderen Art…
Mittlerweile finanziell unabhängig beauftragt er Archäologen, den Krater vollständig zu erforschen. Er wollte Spuren seiner Tochter finden, koste es, was es wolle. Da übereilt ihn ein weiterer Schicksalschlag.
Jaaps Realität beginnt zu verschwimmen zwischen… mehr wird jetzt wirklich nicht mehr verraten. Bitte unbedingt selber lesen.
Auch was es mit den titelgebenden Hunden auf sich hat, wäre jetzt nur gespoilert.
Leon de Winter erzählt diese Geschichte in einer sehr fesselnden Art. Die Sprache ist direkt, schnörkellos, kommt schnell auf den Punkt. Er versteht es, präzise Bilder zu schreiben. Sie rücken an die Leser*innen heran, als wäre man mitten drin und direkter Augenzeuge der Geschehnisse. Die vielen Fachtermini rund um die Gehirnchirurgie sind, soweit ich das beurteilen kann, sehr gewissenhaft recherchiert.
Die ganze Geschichte beschreibt den Wandel des misogynen, selbstverliebten Gottes in Weiß zu einem geläuterten alten Mann, dessen biologische Uhr, wie bei Menschen es nun mal so ist, auch nicht aus Gold ist, und das Ticken manchmal zu holpern beginnt.
Der Umgang mit Verlust ist ein zentrales Thema. Eine andere Botschaft mag sein, dass man sich mit Geld vieles, aber nicht alles kaufen kann. Es ist nebenbei eine Liebeserklärung an die Stadt Tel Aviv – und das Land Israel. Letztendlich schlägt der Autor auch einen Bogen zu den politischen Geschehnissen, wenn auch nur am Rande.
Was mich allerdings etwas irritiert hat, ist die (lüsterne) Sicht auf Frauen. Ich kann nicht immer zuordnen, ob diese Sexualisierungen gekonnt provokant zu verstehen sind.
Nichts desto trotz ist der Roman eine sehr intensive Geschichte, der indirekt viele Gesellschaftsthemen anspricht, dem Lesefluss aber keinen Abbruch tun.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen (großen) Eindruck hinterlassenden Roman, in dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum manchmal verschwimmen.











