Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
bueno
Tschüss Regen, ciao Sonnenschein von Lara Amorelli
Klappentext / Inhalt:
„Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Scheißhäufchen her.“
Genau so läuft gerade Emilias Leben. Nicht nur, dass sie ihr Freund Paul verlassen hat. Sie hat auch noch ihren Job verloren. Da wundert es einen nicht, dass sie in einer feuchtfröhlichen Nacht mit ihrer besten Freundin ihr ganzes Leben über den Haufen wirft.
Nur mit zwei Koffern und einem gebrochenen Herzen zieht sie in ein italienisches Städtchen direkt am Meer. Dort fühlt sie sich am Anfang etwas fehl am Platz, aber ihr Job in einem kleinen Café, der verflucht gut aussehende Barista und ein kleiner Kater geben ihr neuen Lebensmut. Doch ihre Tollpatschigkeit und ihre unzulänglichen Italienisch-Kenntnisse führen sie von einer Katastrophe in die Nächste. Ob es am Ende doch noch was mit amore wird, muss sich erst noch zeigen …
Cover:
Warme Farben machen eine sehr schöne Atmosphäre aus und auch die kleinen Zeichnungen setzen die Gegebenheiten gut um. Eine Damen mit Rollkoffer ziehend und ein Herr mit Café bringen und setzen die ersten Eindrücke um. Optisch und farblich schön und passend umgesetzt.
Meinung:
Italienisches Flair und ein emotionales Auf und Ab, sowie tollpatschige Fehltritte machen es sehr sympathisch. Emilias Leben läuft nicht gerade berauschen, als sie dann auch noch ihren Job verliert, zieht es sie nach Italien ans Meer für einen Neuanfang, auch wenn sie ich anfangs eher fehl am Platz fühlt.
Doch zu viel sei hier noch nicht verraten, daher halte ich mich Mitt weiteren Informationen und Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man sich in Geschehen und Charaktere hinein. Emilia war mir schnell sehr sympathisch und auch ihre etwas tollpatschige und chaotische Art, macht sie auch sehr liebenswert und authentisch. Denn nicht immer läuft alles glatt.
Die kurzen Kapitel machen es sehr kurzweilig und halten das Tempo hoch. Schnell und sehr gut kommt man hier voran. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und die kleine Illustration am Anfang sticht sehr gut heraus. Auch die Überschriften sind passend gewählt, schüren die Neugier, verraten dabei aber nicht zu viel. Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen.
Die Ich-Perspektive macht das Ganze sehr gut greifbar und auch die Emotionen und Gefühle, sowie Gedanken von Emilia kommen sehr nah und spürbar herüber.
Toll fand ich auch die Rezepte am Ende des Buches. Ein kleines bisschen Italien kommt so auch in die eigene Küche und es wird gut erklärt, so dass es sich leicht nachkochen und backen lässt.
Alles in sich sehr stimmig und rund. man wird gut unterhalten und eine klare Leseempfehlung von mir. Bueno!
Fazit:
Italienisches Flair und ein emotionales Auf und Ab, sowie tollpatschige Fehltritte machen es sehr sympathisch.
Rezensionen von Daggy:
Gartenabenteuer
Der Fremde mit der Maske von Mirjam Müntefering
Ich finde es etwas schade, dass das Cover schon verrät, wer der „Fremde mit der Maske“ ist.
Denn hier sehen wir Elias, der sich für die Vögel im Garten interessiert und sie gerne beobachtet und Vicky, die ihren Opa besucht, wie sie einen Waschbären beobachten, der versucht ans Vogelfutter zu kommen.
Elias sitzt gerne mit dem Fernglas im Garten und beachtete die Vögel, denen er einen Nistkasten gebaut hat und die er füttert. Doch leider wird erst die neue Futtersäule abgerissen und dann noch der Nistkasten vom Baum gehauen.
Elias hat Maunzi, die Katze des griesgrämigen Nachbarn in Verdacht, doch Vicky erzählt ihm, dass die Katze überfahren wurde. Die beiden Kinder kommen dem Täter mit Hilfe von Herrn Krätzig auf die Spur. Eine junge Waschbärin hat versucht im Garten Futter zu finden und mit ihren fingerartigen Pfoten einiges zerstört. Herr Krätzig, dem der Naturgarten von Elias Mutter schon lange ein Dorn im Auge ist, mag auch keine Waschbären, denn sie gehören nicht hierher. Sie wurden vor 100 in Hessen zur Jagd angesiedelt. Doch bald ändert er seine Meinung und es gibt noch ein sehr schönes Ende der Geschichte.
Das dünne Büchlein ist in großen Buchstaben gedruckt und es gibt einige farbige Bilder. Die neun kurzen Kapitel sind gut zu lesen und die Geschichte bietet einiges an Informationen.
Für Lehrer*innen bietet der Verlag zudem noch ein Heft mit „Materialen und Kopiervorlagen zur Klassenlektüre“.
Rezensionen von Daggy:
Spannende Reisen um die Welt
Der kleine Drache Kokosnuss auf Reisen von Ingo Siegner
Auf dem Rücken des Gründrachen sitzen der Drache Kokosnuss, das Stachelschwein Mathilda und Jojo, der Affe. Zusammen fliegen sie nach Afrika. Aber das ist erst die zweite Geschichte, da wollen alle zusammen in Afrika noch Abenteuer erleben. So interviewt Mathilda eine Löwenfamilie, was nicht ganz ungefährlich ist und dann geraten alle in die Falle eines schwarzen Leoparden, dieser Panter hat ein Problem und Kokosnuss Plan B hilft bei der Lösung.
Im ersten Band reist Kokosnuss zusammen mit seiner Freundin Lulu um die Welt. Denn sie müssen den Fressdrachen Oskar und das Stachelschwein Mathilda retten, die der Murks entführt hat. Er stellt Oskar zur Schau und nimmt eine Menge Eintrittsgelder ein, erst recht, als sich herausstellt, dass der kleine Drache schreiben kann. Mathilda schafft es immer wieder Briefe an Kokosnuss zu schreiben, die er nach Nennung eines Codewortes von immer andren Personen erhält. So kommen wir nach London, Paris, Pisa, Peking und zu den Ureinwohnern Nord-Amerikas.
Kurze Kapitel, große Schrift und viele schöne bunte Bilder machen diesen Doppelband zu eine Lesevergnügen für Erstleser, aber auch das Vorlesen macht Spaß.
Rezensionen von Daggy:
Überzeugender Einstieg in die Straußmusik
Walzerschritt und Polkahit - Johann Strauß für Kinder von Marko Simsa
Auf dem Cover tanzen die Erwachsenen und die Kinder zu den Klängen der Geige von Johann Strauß. Mit der mitgelieferten CD bzw. über den QR-Code kann man sich den Text des Buches vorlesen lassen, zusätzlich kann man die Musikstücke hören. Der Autor Marko Simsa, der auch den Text spricht, fordert aber auch auf mitzusingen bzw.
mitzutanzen.
Die Geschichte beginnt vor 200 Jahren in Wien, dann holen wir noch etwas weiter aus und landen im Gasthaus von Franz Borgias, wo der kleine Johann Strauß Vater unter dem Tisch sitzt und angesichts der Musikanten im Wirtshaus den Entschluss fasst Musiker zu werden. Er wird später der erste Walzerkönig und gibt die Freude an der Musik an seine Söhne weiter. Besonders Johann der älteste Sohn übernimmt das Erbe des Vaters, aber auch der Techniker Josef und der Harfenist Eduard werden später mit ihm zusammen auf der Bühne stehen. Neben den bekannten Walzerklängen ist es die fröhliche Polka, die die Familie Strauß bis nach Amerika reisen lässt. Dort geben sie ein Konzert mit 2.000 Musizierenden und 20.000 Chorsänger*innen. Zuletzt hören wir den Radetzky-Marsch, eines der bekanntesten Musikstücke.
Der Text erzählt sehr schön, die Entwicklung der Straußdynastie und die Bilder haben soviel Schwung, dass man fast die Musik hören kann. So fröhlich schwingen sich die Tanzenden durch die Seiten.
Rezensionen von yellowdog:
Auf Sendung in der Nacht
Wie Zugvögel von Elizabeth Hay
Elizabeth Hay ist eine großartige Autorin aus Kanada, die auch lange fürs Radio arbeitete, und das spielt in diesem Roman eine Rolle.
In einer Radiostation arbeiten die zentralen Figuren des Romans zusammen.
Der Originaltitel Late Night on airs gefällt mir noch besser als der deutsche.
Es ist ca.
1975 als die junge, selbstbewusste Dido Paris in dieser Radiostation anfängt
Weitere wichtige Figuren sind der Sendeleiter Harry Boyd, die Mitarbeiterinnen Eleanor Dew und Gwen Symon, der Fotograf Ralph u.a.
Aber auch der Schauplatz, die Stadt Yellowknife und Umgebung, hoch gelegen in Kanada, prägt das Buch mit. Und das weniger durch Naturbeschreibung als durch Ersichtlich machen des Lebensgefühls.
Die Autorin gestaltet ihren Roman unspektakulär, aber geschickt und gibt ihren Figuren Profil, gerade auch durch die Dialoge.
Es ist lange her, seit ich Elizabeth Hay zuletzt gelesen habe, aber sofort erkennt man sie als Schriftstellerin mit einem guten Stil wieder, der Atmosphäre erzeugt.
Rezensionen von Anna625:
Nicht so meins
Flusslinien von Katharina Hagena
Die 102-jährige Margrit lebt in einer Seniorenresidenz nahe der Elbe. Im Römischen Garten, in den sie sich jeden Tag von ihrem Fahrer Arthur bringen lässt, erinnert sie sich mit Blick auf den Fluss zurück an ihre Jugend und Kindheit, die Kriegsjahre und die Beziehung ihrer Mutter Johanne zu einer anderen Frau.
Manchmal denkt sie auch nach über Arthur, der mehr oder weniger heimlich mit einer Metallsonde das Flussufer abläuft, während er auf Margrit wartet, oder über ihre Enkelin Luzie, die gerade die Schule kurz vor dem Abitur abgebrochen hat und Tätowiererin werden möchte. Beide scheinen, genau wie Margrit, ihre eigenen Geheimnisse zu haben und ihre eigenen Traumata zu verarbeiten.
Die Perspektive wechselt regelmäßig zwischen Margrit, Arthur und Luzie, besonders in Margrits Kapiteln kommen sehr viele Rückblenden in die Vergangenheit hinzu. Das war mir beim Lesen etwas zu viel Unbeständigkeit, lieber hätte ich entweder nur Margrits Perspektive inklusive Rückblenden oder die Perspektive aller drei Figuren in der Gegenwart, aber ohne Rückblenden gelesen. Zwar sind alle Stränge gut geschrieben und für sich genommen interessant, insgesamt waren mir das aber einfach zu viele Baustellen gleichzeitig - ich wäre lieber noch tiefer in die Innenwelt der einzelnen Figuren eingetaucht. Wobei das aber sicherlich auch Geschmackssache ist.
Sehr gut gefallen hat mir dafür die Kulisse - ich konnte mir Margrit sehr gut vorstellen, wie sie an einem etwas nebligen Morgen auf den bemoosten Steinstufen am Flussufer sitzt und die Spaziergänger beobachtet.
Schlecht fand ich den Roman nicht, wirklich überzeugen konnte er mich aber auch nicht. Ich bin mir sicher, dass er seine begeisterten Leser*innen finden wird, ich gehöre nur einfach nicht dazu - und das darf ja auch so sein. (Das Cover liebe ich trotzdem sehr.)
Rezensionen von Nele33:
beeindruckend
Der zweite Verdächtige von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
Der 5. Fall für Rocco Eberhardt, Tobi und Dr. Jarmer ist gewohnt spannend und gibt weitreichende Einblicke in die Ermittlungsarbeit.
Rocco Eberhardt übernimmt die Verteidigung für Jan Staiger, der seinen Bekannten nach einem Streit im Club mit Liquid Ecstasy getötet haben soll. Alle gefundenen Beweisstücke sprechen gegen ihn, doch er beteuert seine Unschuld.
Rocco glaubt ihm und es gelingt Jan Staiger aus der Untersuchungshaft zu bekommen. Kurze Zeit später wird in einem anderen Club ein Toter mit den gleichen Todesanzeichen gefunden. Staiger wird verhaftet und es sieht anhand der Indizien nicht gut für ihn aus.
Wieder konnte mich das Autorenduo Schwieker und Tsokos mit diesem Fall komplett überzeugen. Besonders die abschließende Gerichtsverhandlung mit ihren Wendungen fand ich sehr aufschlussreich. Man merkt auf jeder Seite das realistische Fachwissen.
Ich hoffe, dass die Autoren es sich noch einmal überlegen und dies nicht wirklich der letzte Fall ist. Ein wenig Hoffnung bleibt nach der letzten Seite für mich bestehen.
Rezensionen von liesmal:
Eine Diebin zum Gernhaben
Die Meisterdiebin von Christine Jaeggi
Zu dem Roman hat sich die Autorin Christine Jaeggi inspirieren lassen von einer wahren Begebenheit, geschehen Mitte der 1930er-Jahre, beginnend mit einer Frau und einer Diebstahlserie.
In Jaeggis Geschichte ist die Protagonistin die jüdische Kaufhauserbin Elise, die von Wien aus in die Schweiz geflüchtet ist vor den Nationalsozialisten, nachdem ihr wirklich alles genommen wurde.
Arbeiten durfte sie als Emigrantin ohne Arbeitsbewilligung nicht, mittellos durfte sie auch nicht sein, wenn sie nicht ausgewiesen werden wollte.
Welche Spannung gleich auf der ersten Seite des Prologs! Allerdings mit einem abrupten Ende, bei dem ich mich gefragt habe, ob dies auch das Ende der Diebesserie bedeutete.
Wie Elise auf die Idee gekommen ist, Hoteldiebin zu werden und zehn Jahre lang die Schweizer Polizei in Atem zu halten, das erzählt Christine Jaeggi in ihrer eigenen Version. Mir gefällt dabei, dass ich sehr viel aus Elises Leben erfahre. Erlebnisse aus ihrer Kindheit und das besonders enge Verhältnis zu ihrem Großvater, dessen Weisheiten und Ratschläge so wertvoll sind, machen die Geschichte für mich zu einer ganz persönlichen.
Der Spannungsbogen reißt während der gesamten Geschichte nicht ab und am liebsten hätte ich das Buch ohne Unterbrechung bis zum Ende gelesen. Obwohl man bei Elise wirklich von einer Meisterdiebin sprechen kann, habe ich sie von Herzen gemocht und auf jeder ihrer geschilderten Touren Angst um sie gehabt.
Am meisten aber hat mich beeindruckt, wie realistisch die Autorin die betreffenden Jahre mit dem politischen Geschehen und der Judenverfolgung beschrieben hat. Der Hass, mit dem viele, vielleicht sogar die meisten Menschen den jüdischen Mitbürger*innen begegnet sind, wurde sehr deutlich. Sogar den Kindern wurde dieser Hass bereits eingebläut. Es ist erschreckend und erschütternd, aber trotzdem finde ich es wichtig, nicht zuletzt durch Bücher wie dieses immer wieder an das erinnert zu werden, was sich niemals wiederholen darf.
„Ein Nachwort der Journalistin Lena Berger, deren Blog-Artikel ,Das 91. Zimmer‘ die Autorin auf den Fall aufmerksam gemacht hat, bettet den Roman in den historischen Kontext ein.“
Sehr gern gebe ich meine volle Leseempfehlung für dieses großartige Buch.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mörderische Toskana
Leb wohl, Schwester von Sabine Thiesler
Das junge deutsche Liebespaar Anne Draheim, 21, und Michael Grabowski, 24, aus Berlin verbringen in der Toskana in der Nähe von Montebenichi einen wunderschönen Campingurlaub im Zelt. Bis sie eines nachts erschossen werden. Maresciallo Donate Neri, der eigentlich noch 6 Wochen bis zu seiner Pensionierung hat, ist entsetzt.
Als ein weiteres Paar in einer angemieteten Ferienwohnung erschossen wird, ist er sich sicher – hier ist ein Serienmörder am Werk. Und er will diese Fälle unbedingt aufklären, bevor er sich zur Ruhe setzt. Was seiner Frau verständlicherweise ganz und gar nicht passt. Unterstützt wird Neri bei seinen Ermittlungen von Marescialla Romina Roselli, 35, einem tatkräftigen Energiebündel, die seine Stelle hier in der Carabinieristation in Ambra nach seinem Ausscheiden übernehmen soll.
Mit ihrem bildhaften, ausdrucksstarken und doch leichten Erzählstil hat mich Autorin Sabine Thiesler gleich auf den ersten Seiten in die Geschichte hinein gezogen. Eine Geschichte, in der es vordergründig um ein junges Zwillingspaar geht, deren Leben ich eine Zeit lang begleite. Stefania und Stefano hatten eine sehr schwierige, traumatische Kindheit und Jugend, was sich auch in ihrem jungen Erwachsenenalter immer wieder zeigt. Besonders Stefania ist ein zerrissener Charakter. Einerseits liebevoll und zugewandt; andererseits explosiv und unberechenbar. Sie zu begleiten hat mich einige Nerven gekostet.
Gefreut habe ich mich, dass Maresciallo Neri und seine Grau Gabriella wieder mit dabei sind. Sie habe ich in den letzten Büchern richtig vermisst. Ich liebe die manchmal etwas mürrische und eigenwillige Art des Commissario. Und da es zum Ende der Geschichte hin zu einer weiteren Wendung kommt, werde ich ihn ja vielleicht auch in Zukunft wieder beim ermitteln über die Schulter schauen dürfen.
Mir hat es großen Spaß gemacht dem Täter zusammen mit Neri und "Tausendsassa" Romina ganz langsam auf die Spur zu kommen. Es war spannend ab dem ersten Moment und die Spannung hat auch bis zum Schluss nicht nachgelassen. Obwohl ich von Anfang an wusste, wer hier warum sein Unwesen treibt, war es aufregend und fesselnd mitzuerleben, wie sich die Ermittlungen immer wieder in eine andere Richtung entwickeln um dann schlussendlich doch auf den Täter zu treffen.
Aber auch die Menschen, die hier eine Rolle spielen haben es in sich. Sie sind so unterschiedlich und liegen mit ihren Charaktären so weit auseinander. Es hat mir großen Spaß gemacht, jeden einzelnen von ihnen ein Stück auf seinem Weg zu begleiten bzw. mitzuerleben, wie sich die ein oder andere einer/einem anderen zuwendet.
Das italienische Lebensgefühl, das Flair und die malerische Landschaft der Toskana kommen sehr gut bei mir an und haben mich auch diesmal wieder fasziniert. Ich muss wohl diese Gegend doch einmal besuchen. Nur zelten werde ich nach dieser Geschichte dort nicht.
Sabine Thiesler hat mich mit ihrer Geschichte erschreckt, mich an ihren Personen hier und da zweifeln lassen und ich hatte das ein oder andere Mal sogar Mitleid. Ein Thriller, der alles hat, was ich mir von einem spannenden und fesselnden Buch wünsche. Eine absolut stimmige Geschichte, die mir leider viel zu schnell durch die Finger geflogenn ist.
Rezensionen von Katharina:
Unausgereift
Our Infinite Fates von Laura Steven
Achtung fetter Spoilerwarnung ⚠️
Mir hat Our infinite fates leider gar nicht gefallen und dabei habe ich echt gedacht, dass es ein richtiges Highlight wird. Die Grundidee finde ich richtig gut, doch an der Umsetzung hat es hier echt gescheitert. Zuerst zu den Charakteren, ich fand Arden und Evelyn überhaupt nicht greifbar und ihre ,,Liebesgeschichte‘‘ war super künstlich und gestellt und die Autorin versucht sich an einem poetischen und metaphorischen Schreibstil, aber das klappt einfach nicht.
Ich kann nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt oder ob es im Allgemeinen so ist, aber manche sprachlichen Bilder sind so überspitzt und unpassend, das es mich zwischendurch beim Lesen total gestört hat. Die Charaktere sind beide auch nicht binär und es werden die Pronomen they/them benutzt, aber mitten im Buch wird einfach damit aufgehört und er/sie benutzt. Warum? Viele Handlungsstränge sind super vorhersehbar und wer am Ende ihre große Liebe ist, war eigentlich von Anfang an klar und es hat keinen Sinn gemacht, dass es Evelyn nicht schon vorher klar geworden ist. Denn eigentlich gibt es ein Band zwischen ihnen, was beide spüren und zueinander führt, aber hier hat sie es natürlich nicht bemerkt, auch wenn Arden schon seit Jahren in ihrem Leben war! Es gibt auch sonst noch einige Lücken in der Geschichte, Ceris Handlungsweise habe ich absolut nicht verstanden, er wird niedergeschlagen und belauscht dann mal so eben ein Gespräch von zwei Jugendlichen, die sich gegenseitig umbringen wollen, aber er geht trotzdem nicht zur Polizei? Auch wenn Arden dann gedroht hat, Evelyn sofort umzubringen, hätte man doch nur einen Moment abwarten müssen, wo Arden gerade nicht in ihrer Nähe ist und dann hätte die Polizei ihn schnappen können? Aber hey, neee, macht zwar keinen Sinn aber nur so geht die Handlung halt weiter. Auch Ardens Beweggründe, Evelyn nicht die Wahrheit zu sagen, nichtmal nach 1000 Jahren, ist auch völlig unverständlich, denn zu zweit könnte man doch mal eine Lösung finden, aber nein, man will das doch lieber noch 1000 weitere Jahre durchstehen?? Warum? Wie ich schon erwähnt habe, vieles war so unverständlich und sinnlos. Die Auflösung des ganzen fand ich auch nicht so gelungen und ich hatte mehr erwartet. Insgesamt fand ich es leider echt nicht gut durchdacht und zu unausgereift, mehr wie eine Rohfassung.











