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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von cosmea:

Für immer ein Dibbuk im Getriebe

Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

In ihrem Roman “Die Fletchers von Long Island“ geht es um die sehr reiche jüdische Familie Fletcher auf Long Island. In den 40er Jahren hat es Zelig Fletcher mit knapper Not aus Polen auf ein Schiff und in die USA geschafft. Dort hat er eine Polyesterfabrik aufgebaut, die ihn reich gemacht hat und inzwischen von seinem Sohn Carl geleitet wird.

Carl war verheiratet, hatte zwei Kinder – Nathan und Bernard genannt „Beamer“ – als er 1980 vor seinem Haus entführt wird. Gegen eine Lösegeldzahlung von 250.000 Dollar wird er fünf Tage später frei gelassen. Zwei der Entführer werden aufgrund von markierten Scheinen gefasst, aber den Drahtzieher findet man genauso wenig wie den Löwenanteil der gezahlten Summe.
Die Autorin beschreibt mit Hilfe eines allwissenden Erzählers, wie es für die Familie weitergeht. Carl wird nie wieder derselbe sein, und auch seine Frau Ruth und seine Kinder sind für immer traumatisiert. Bei einem solchen Trauma gib es kein Danach. Ruth verbringt den Rest ihres Lebens Leben damit, ihren Mann zu beschützen. Keines der drei Kinder – die Tochter Jenny wurde erst drei Monate nach der Entführung geboren – bekommt sein Leben in den Griff. Nathan ist ein erfolgloser Anwalt mit einer Angststörung, Beamer schreibt Drehbücher, die kein Produzent haben will und in denen es immer um Entführungen geht und bezahlt Sex-Arbeiterinnen und eine Domina, um sich erniedrigen und schmerzhaft bestrafen zu lassen, und Jenny hat viele Jahre lang keine Freunde oder auch nur nennenswerte soziale Kontakte. Sie engagiert sich schließlich bei einer Gewerkschaft, weil sie sich für den Reichtum der Familie schämt und schuldig fühlt und verschenkt ihr Geld. Sympathisch ist keiner von ihnen. So schrecklich das ist, was ihnen widerfuhr, fällt dem Leser Empathie nicht leicht.
Die Autorin zeigt, wie schwer es vor allem für die drei Kinder ist, Ziele für sich zu finden und ein erfolgreiches Leben zu führen. Bei dem vorhandenen Reichtum ist es ja auch zunächst nicht notwendig, sich irgendwelche Gedanken über die Zukunft zu machen. Außerdem gibt es in der Geschichte eine Fülle von Details zum jüdischen Leben, zu religiösen Praktiken und zu allen Arten von jüdischen Sitten und Gebräuchen. Taffy Brodesser-Akner ist ein interessanter Roman gelungen, stilistisch brillant, an dem mich lediglich die epische Breite stört.

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Rezensionen von brauneye29:

Gutes Buch für jugendliche Leser

FREI – Bester Sommer (FREI 1) von Sarah Welk

Zum Inhalt:
Joshua ist häufiger Umzüge gewohnt, da seine Mutter als Künstlerin ständig auf der Suche nach Inspiration ist. Dadurch bedingt ist Joshua es gewohnt nie richtig dazu zugehören. Diesmal ist es ein absolutes Kuhdorf. Das neue Schuljahr startet es ungewöhnlich mit einem Projekt, bei dem die Kinder in Gruppen mehrere Tage im Wald verbringen.

Und so startet Joshua mit den neuen Mitschülern in die Wildnis.
Meine Meinung:
Man möchte eigentlich nicht mit Joshua tauschen, denn sich ständig neu orientieren zu müssen, ist für Jugendliche nun wahrlich nicht einfach. Hier wird Joshua sehr authentisch mit seiner Gefühlswelt dargestellt. Das Schulprojekt ist ein ungewöhnlicher Start und bringt uns nicht nur Joshua sondern auch die anderen Schüler näher. Nicht nur einer hat ein schwieriges Leben und muss Herausforderungen bestehen. Das Projekt im Wald ist interessant und nach und nach erfährt man immer mehr über die einzelnen Figuren und deren Seelenleben. Ich finde das Buch für Jugendliche sehr gut geeignet.
Fazit:
Gutes Buch für jugendliche Leser

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Rezensionen von Ryria:

Interessante Welt mit arabischem Flair

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Während Zafira im verfluchten Wald des Arz wilde Tiere jagt, um ihr Dorf zu versorgen, macht der Kronprinz Nasir als Assassine Jagd auf die Feinde seines Vaters. In einer Welt, in der Krieg droht und der Arz immer mehr Land verschluckt, begeben sie sich auf gefährliche Missionen, die sie zu Feinden machen und die Welt verändern können.

Erzählt wird die Geschichte aus ihren Perspektiven, was ich als angenehm empfunden habe, da man so beide ganz gut kennenlernt.

Die Welt hat mir gut gefallen, mithilfe einer Karte kann man sich die verschiedenen Kalifate direkt vorstellen. Diese werden im Laufe der Handlung dann auch weiterhin charakterisiert. Auch die arabische Atmosphäre fand ich gelungen, jedoch hätte ich mir teilweise hier noch ein bisschen mehr Details gewünscht. Viele Wörter dieser Sprache finden Einzug in den Text, jedoch ist die Bedeutung nicht immer direkt ohne Glossar ersichtlich - zu Beginn ein wenig ungewohnt, aber trägt im Ganzen zur Stimmung bei.

Während der Start noch relativ aufregend ist, wird es danach erstmal eine Weile ruhiger und man hat Gelegenheit, die Charaktere und die Welt näher kennenzulernen. Dieser Aufbau gefällt mir grundsätzlich, hier hatte er jedoch zwischendurch auch manchmal kleinere Längen.
Die Rätsel um die Geschichte der Welt fand ich spannend, auch die politischen Aspekte der Handlung waren interessant. Zafira als starke Frau in einem Land mit wenigen Frauenrechten beinhaltet gefühlt auch eine Botschaft für unsere Realität.
Hervorheben mag ich zuletzt noch die Sprache, diese war wirklich schön und hat mir Freude beim Lesen bereitet.

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Rezensionen von nil_liest:

Super lecker, da macht Pflanzenkost Spaß!

30 Pflanzen pro Woche von Katharina Seiser

Wer Stress hat mit den eigenen inneren Werten, also dem eigenen Darm, dem kann ich getrost dieses charmante Kochbuch empfehlen aus dem Hause Brandstätter: 30 Pflanzen pro Woche! Es ist eine feine Sammlung an Rezepten, die uns anstiften zur Abwechslung wie es zum Auftakt so schön lautet. Bund ist gesund und wer viele verschiedene pflanzliche Lebensmittel frisch in seine Ernährung einbaut, lebt versöhnlicher mit seinem Darm und merkt es auch am Wohlbefinden.

Es sind war allesamt Rezepte, die sich bereits in anderen Brandstätter Kochbüchern finden lassen, aber eben zusammengestellt um eine besonders große Vielfalt für pflanzliche Kost zusammen zu bringen.
Wie ist das Kochbuch aufgebaut? Es entält eine Sektion KALT und eine Sektion WARM sowie SÜSS.
Damit ist schon mal klar, dass es viele tolle Salatrezepte gibt, die wirklich sehr abwechslungsreich sind, sowie auch warme Speiseideen. Die Sektion Süß ist schmaler, aber ja auch das im idealen Anteil zu herzhafter Kost wie es unsere Körper mögen.
Wir waren durch die kalte Wetterlage erst einmal mehr den warmen Speisen zugetan und probierten das ein und andere aus. Die Kids lieben die Rote-Linsen-Bällchen, ich das Tofu Keema und wie sollte es anders sein: Mein Mann mochte das Bananenbrot mit Nüssen!
Abwechslungsreich, schlichte schöne Bilder, gut erklärte übersichtliche Rezepte mit einem Zutatenbanner am äußeren Rand. Gelungen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Weckt Interesse für essbare Wildpflanzen

Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg

Christine Rauch erklärt als Siglinde auf amüsante Art und Weise die Welt der essbaren Wildpflanzen, während Ernestine Donnerberg die farbenfrohen Comic-Bildchen liefert, die hier absolut zu recht im Rampenlicht stehen. Je eine Doppelseite stellt krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume vor. Dazu gibts interessante Fakten, Serviervorschläge und auch schon mal einen Warnhinweis.

Ingesamt ist alles aber reduziertes Know-how - knapp und kompakt. Bei jedem Pflanzenamen stehen Nummern, die leider nicht weiter erklärt werden. Zum Schluss gibts Rezepte und Inspiration. Hier findet man zum Beispiel Kräutersalz, Gewürzöl, Pesto, Dressing und vieles mehr. Die Bandbreite ist vielfältig und zeigt, es lässt sich viel Ausprobieren. In einem Register werden sowohl die Pflanzen als auch die Rezepte noch einmal aufgeführt. Zum Schnökern und sich inspirieren lassen, hat es mir richtig gut gefallen. Ich habe mich beim Lesen gefragt, für welche Zielgruppe ich das Sachbuch empfehlen würde, denn mit den Illustrationen statt Fotos lassen sich die Pflanzen schwieriger bestimmen, wenn man sich nicht auskennt, aber wer sich gern visuell aufbereitet und mit viel Humor Wissen aneignet, ist hier genau richtig. Deshalb ist es für mich eine gelungene Einführung in die Welt der essbaren Wildpflanzen, die Interesse weckt und zeigt, was alles möglich ist.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Durch die Katzenklappe ins Abenteuer

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern von Adam Stower

Welche Abenteuer würde der Kater eines Zauberers erleben, wenn die Katzenklappe, die eigentlich in den Garten führen sollte, gelegentlich ganz woanders hinführt?
Gemeinsam mit seinem hüpfendem Freund Tört, einem verzauberten Kaninchen mit einer Kirsche als Schwänzchen, wird der Kater Muffin durch genau diese magische Katzenklappe in die Zeit der Wikinger katapultiert.

Als Trolljäger sollen die beiden den verschollenen Wikinger Eierich finden, wenn er nicht schon von Trollen gefressen wurde. Das führt zu einer unerwartet langen aber auch kurzen Reise in den Fress-euch-Wald. Oh je…

Die Story ist sehr spaßig und lebt von den urkomischen schwarz-weiß-Illustrationen mit Comic-Elementen und dem chaotischen Duo mit den großen Kulleraugen. Der Humor ist spitze, der hungrige Muffin stets ein Held wider Willen und Tört aufgedreht und klebrig. Adam Stower versteht es, mit dem Zeichenstift spielerisch zu unterhalten und bietet Abwechslung, das Unerwartete und zwei unvergessliche Helden.

Ich bin begeistert und deshalb von mir eine große Leseempfehlung für dieses vergnügliche Leseabenteuer für alle ab 7 Jahren, die sich etwas Lustiges mit vielen Bildern und wenig Text wünschen.

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Rezensionen von Vobabooks:

Wohlfühlbuch

Note to myself: Liebe ist keine Option von Kira Mohn

In Kira Mohns neuem Roman „Note to myself“ geht es um die Lovestory von Alice in New York. Sie liebt das Leben in der Großstadt und arbeitet in einer Kinderbuchhandlung - mit ihren Freunden Zara und Tobey, die wir auch etwas näher kennenlernen. Alice ist eine sympathische Hauptfigur, die eine besondere Vorliebe für die Erstellung interessanter Listen hat.

In der Liebe gibt es einige Entwicklungen bei Alice, die von ihrem (damaligen) Freund Bennett bei Romanbeginn in ihrer eigenen Wohnung betrogen wird. Als Alice kurzerhand die Matratze aus ihrem Fenster wirft, fällt diese auf den charmanten Lennon…
Ich liebe die Bücher von Kira Mohn und war daher sehr gespannt auf dieses. Für mich ist es ein echtes Feelgoodbuch, unterhaltsam, wohltuend, und mit vielen amüsanten Schilderungen. Ein leichtes Lesevergnügen mit sympathischen Charakteren, das ich gerne weiterempfehle.

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Rezensionen von brauneye29:

Spannend

Note to myself: Liebe ist keine Option von Kira Mohn

Zum Inhalt:
Der junge Verlagserbe Max trifft auf den geheimnisvollen Jasper Field und das stellt das Leben von Max komplett auf den Kopf. Obwohl sein Umfeld ihn warnt, vertraut Max Jasper und begibt sich mit ihm auf eine Suche nach der Wahrheit und dabei kommen Lügen, Verbrechen, Machenschaften aber auch die verstörende Vergangenheit von Jasper ans Licht.

Meine Meinung:
Das war mal ein Wälzer! Und enorm vielschichtig. Schon das Cover ließ darauf schließen, dass Jasper und Max sehr konträre Persönlichkeiten sind und das zeigt sich auch in der Geschichte. Es werden viele Themen aufgegriffen und geschickt miteinander verwoben. Max wirkt eher warmherzig, während Jasper enorm viel Wut in sich trägt. Die Geschichte überrascht immer wieder mit neuen Wendungen, die ich so meist nicht habe kommen sehen. Aufgrund des Umfang des Buches hatte ich befürchtet, dass es zu Längen kommen wird, aber der Autor hat es schon geschafft, dass eine Grundspannung durch das komplette Buch erhalten blieb.
Fazit:
Spannend

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Kriminelles Naturwissen spannend vermittelt

True Crime in Nature von Farina Graßmann

Dieses Buch ist eine „Hommage an das Böse, denn es ist sehr gut“. Eine Welt, in der die Naturgesetze gelten und es keine Konsequenzen hat, als blinder Passagier zu reisen oder auf Kosten anderer zu leben. Denn es braucht natürliche Gegenspieler und raffinierte Taktiken um zu überleben. Hier kommt man als Insekten-Schurke straffrei davon oder wechselt die Seite, um bei der Aufklärung zu helfen, während Identitätsdiebstahl und Vergiftung an der Tagesordnung stehen.

Ich fand diesen durchaus düsteren Blick in die Natur überraschend interessant und heiter. Denn die Illustrationen von Cornelis Jettke sind ein großer Gewinn und geben eine andere Horror-Sichtweise auf die unerbittliche Natur. Seine Bilder sind witzig, bitterböse und unverkennbar - perfekt untermalt in Schwarz-Weiß mit rotem Akzent. Mir gefällt besonders die True Crime-Herangehensweise und Farina Graßmann hat nicht nur den Einfallsreichtum der Natur bewiesen und damit wissenschaftliche Fakten interessant aufbereitet, sondern den Humor der Illustrationen auch in den Schreibstil übernommen. Einiges konnte mich überraschen, wie der „ansteckende Schneckenschnodder“ und manches wusste ich schon. Ich hätte mir lediglich, abgesehen von den wenigen vorhandenen, mehr Fotos gewünscht, um zu wissen, wie die genannten Tiere aussehen. Insgesamt so unterhaltsam und lehrreich wie gehofft.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Düsterer Fantasy-Auftakt

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt von Anna Goodall

Die 12-jährige Maggie Blue wohnt bei ihrer Tante in West Minchen und ihr einziger Freund ist der sprechende Straßenkater Hoagy. Die Eltern leben getrennt und ihre an Depression erkrankte Mutter kann sich nicht um sie kümmern. In der Schule fühlt Maggie eine Verbindung zu der Mitschülerin Ida und möchte mit ihr befreundet sein, obwohl diese nur gemein zu ihr ist.

Als Ida vermisst wird und nur Maggie beobachtet hat, was mit ihr passiert ist, geht Maggie entschlossen durch das Portal in den Düsterwald, um Ida zu finden. Unterstützt wird sie natürlich von Hoagy, dem Maench Frank und einem geheimnisvollen Ring, einem begehrtem Ouroboros. Der Klappentext verrät hier schon einiges, denn sie begegnen Mondhexen, Gestaltenwandlern und sie kommen in die Sonnenstadt, in der Eldrow herrscht. Trotzdem überrascht die Handlung mit gelungenen Wendungen und einigen Geheimnissen. Die Story ist zwar düster und bei einigen Beschreibungen auch heftig, aber trotzdem stets kindgerecht. Die Mischung aus Fantasywelt und realer Welt fand ich ausgewogen. Da es sich um einen Auftakt handelt, erklärt sich, warum Anna Goodall sich die Zeit nimmt, Maggie erstmal vorzustellen. Man erfährt, wie sie lebt, wie sie von Ida und deren beiden Freundinnen gemobbt wird und wie sie Hoagy das erste Mal sprechen hört. Dessen ironischer Humor lockert die gedrückte Stimmung stets auf. „Die Ägypter lagen schon richtig damit, uns anzubeten. Wenn’s nach mir ginge, dürfte das gern wieder in Mode kommen.“ Besonders gut hat mir das Verhältnis aus spannender Handlung, die ab der Hälfte zunimmt, und emotionalen Momenten gefallen. Maggie macht eine interessante Figurenentwicklung durch, die ihr schussendlich auch hilft, ihre Mutter besser zu verstehen. Um die Familie Blue scheint sich ein Geheimnis zu ranken und einige Fragen bleiben offen. Es gibt also genug Stoff für spannende Folgebände und ich hoffe, dass man noch mehr über die Düsterwelt und ihren Aufbau erfährt.

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