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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lulu24:

Hilfe zur Selbsthilfe

Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders von Leandra Vogt

Leandra Vogts Buch beginnt mit den Grundlagen des Problems toxischer familiärer Verhaltensmuster und ihrer Bewältigung, insbesondere mit der Wichtigkeit von Eigenverantwortung und Resilienzförderung. Im zweiten und umfangreichsten Teil des Buches beschäftigt sie sich konkret mit 20 toxischen Erziehungsmustern und deren Überwindung: Von emotionaler Vernachlässigung, Bevormundung, Manipulation und übertriebener Leistungserwartung bis zu geschwisterlicher Ungleichbehandlung werden viele typische Erziehungsfehler besprochen.

Hierbei sind die Kapitel immer parallel aufgebaut: Erst wird die Problematik einer bestimmten Verhaltensweise dargestellt und meist mit einem konkreten Beispiel aus der Praxis sowie typischen elterlichen Äußerungen illustriert. Dann folgt der Cycle Break, in welchem beleuchtet wird, was dies im jetzigen Familienalltag mit Kind und Elternteil bewirkt und wie die Situation besser gestaltet würde. Anschließend folgen dazu passende Starkmacher für das Kind und Bemühungen um die Empathie mit sich selbst, ich würde eher sagen, die Aussöhnung von tradierten Mustern und eigenen Wertvorstellungen.

Diese wiederkehrende Untergliederung führt bei vollständiger Lektüre natürlich zu Wiederholungen und Langatmigkeit, insbesondere bei ähnlich gelagerten toxischen Verhaltensweisen, erweist sich aber als Vorteil, wenn der Leser nur selektiv die ihn betreffenden Themen liest. Im abschließenden dritten Teil lädt Leandra Vogt zu Nachsicht mit sich selbst ein und ermuntert zum Führen eines Erfolgstagbuches, um die eigenen Gedanken festzuhalten und Fortschritte nicht aus dem Auge zu verlieren.

Insgesamt ist nicht zu übersehen, dass dieses Buch nur Anregungen geben kann, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die eigene Reflektion ist unerlässlich und die praktische Umsetzung im Erziehungsalltag erst recht. Wer also schon gelernt hat, sein (erzieherisches) Denken und Handeln zu reflektieren, wird hier bereits vieles aus eigener Kraft erkannt und geändert haben, aber anderen wird dieses Buch helfen, mit den vielen Beispielen, Textbeispielen und Fragen ihre Probleme zu analysieren und zu bewältigen.

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Rezensionen von Lulu24:

Endlich mal Rinder als Helden!

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein von Rosa Marin

Dieses Buch ist ein tolles und witziges Buch zum Vorlesen und Selbstlesen: Hochlandrind Shaggy zieht auf einem Biohof ein und erkennt schnell, dass Bauer Obbo ein lieber Mensch ist und auch alle Tiere wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Sogar Mäuse und Katzen vertragen sich, und in der Not ist auch auf die Honigbienen Verlass!

Die Geschichte erzählt von einer harmonischen Hofgemeinschaft mit liebenswerten individuellen Charakteren, und es gibt immer etwas zu lachen.

Besonders die Perspektive aus Sicht der Tiere hat uns gefallen, etwa als sich die Tiere wundern, dass Menschen abends ihr Fell ausziehen und es nach der Wäsche zum Trocknen auf die Leine hängen.

Für kleine Selbstleser ist die Schrift angenehm groß, und Vorlesekinder können (mindestens) auf jeder Doppelseite eine süße Zeichnung bewundern. Meinen kleinen Mitlesern hat besonders gefallen, dass endlich mal ein Rind die Hauptrolle spielt, denn sie mögen Kühe mit ihren großen Augen und ihrem sanften Wesen viel lieber als die sonst in Mädchenbüchern ständig im Mittelpunkt stehenden Pferde.

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Rezensionen von Tara:

Genialer Reihenauftakt mit großartigen Charakteren

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

„Wenn Ende gut dann alles“ ist der erste Band der neuen Krimireihe von Volker Klüpfel.

Tommi ist Anfang dreißig und wohnt in dem alten Wohnmobil seines Vaters. Dort arbeitet er an seinem großen Durchbruch als Thriller-Autor. Als er gerade mit seiner Putzfrau Svetlana in dem Wohnmobil unterwegs ist, entdeckt diese am Waldrand ein Mädchen.

Tommi hält an und da ansonsten niemand zu entdecken ist, nehmen sie sich dem Kind an.
Woher kommt es?
Warum ist es allein?
Wo sind seine Eltern?
Da selbst die Polizei nichts herausbekommt, beginnen Tommi und Svetlana zu ermitteln.

Tommi und Svetlana sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, aber ein großartiges Gespann.
Tommi ist chaotisch und bisher als Schriftsteller erfolglos. Svetlana ist zielstrebig, hat einen wunderbaren Akzent, mag russische Literatur und Detektivgeschichten. Die Dialoge zwischen den beiden haben mich immer wieder amüsiert. Svetlana hat eine einmalige Art Sprichwörter und Lebensweisheiten von sich zu geben, da muss man einfach lachen.

Der Schreibstil des Autors ist leicht zu lesen. Er spielt dabei auf äußerst unterhaltsame Art und Weise mit Klischees, baut gleichzeitig einen spannenden Kriminalfall auf, in dem er auf aktuelle gesellschaftliche Probleme hinweist und ein wenig Gesellschaftskritik übt.

Die Kombination aus originellen, liebenswerten Charakteren, einem spannenden Fall mit Hintergründen, die zum Nachdenken anregen und amüsante Dialoge haben das Buch für mich zu einem gelungenen Leseerlebnis gemacht.
Mir hat der erste Fall für Svetlana und Tommi sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Einsätze der beiden.

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Rezensionen von Annaja:

Ein warmes Gefühl

Göttliches fühlen von Felix Leibrock

Im Buch von Felix Leibrock wird über unser Sehnen nach Geborgenheit und Liebe geschrieben, etwas was wir von Geburt an in uns spüren und was uns bis zum Tod begleitet. Der Autor unterteilt seine Erkenntnisse in verschiedenen Kapiteln, behandelt Alltägliches und Überwältigendes, vieles das uns von Anfang unseres Daseins an bis zum Ende hin begleitet.

Die Lektüre bietet uns tiefe Einblicke in die Seele, wir müssen uns nur darauf einlassen können. Die Texte des Autors sind lebhaft und herzerwärmend verfasst worden. Herr Leibrock vermittelt uns wichtige Botschaften und nimmt einem mit auf eine Reise, die uns das Göttliche in uns spüren lassen kann, wenn wir tief genug in uns hineinhören. Lässt man sich beim Lesen auf die Macht der Gedanken und auf unsere Gefühle bei der Suche nach Gott ein, kann das sehr bereichernd und wertvoll sein. Ich finde, das Buch ist ein bewegender Guide und Wegweiser für ein gelingendes, besseres Leben. Es lehrt Achtsamkeit und kann uns auf unserem Lebensweg zu einem glücklicheren, erfüllteren Leben führen.

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Rezensionen von MarcoL:

Eine farbenfrohe Biographie von zwei Menschen, zwei Familien, einem Gemälde und einem Land! Sehr lesenswert!

MIRADOR von Marie Gaté

Ein Gemälde, zwei Männer, zwei Familien – und die Geschichte von Mexiko. All das und noch viel mehr drängen sich auf den gerademal 200 Seiten, aufgelockert mit Illustrationen.
Der Roman ist mehr als nur eine multiple Biographie. Es ist eine spannende Erzählung über das Leben von Johann Moritz Rugendas, bekannt als Juan Mauricio R.

, der sich in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts als „reisender“ Maler in Lateinamerika einen großen Namen machte. 1833 schuf der das titelgebende Gemälde von der Hazienda „El Mirador“ in Mexiko. Ein Gemälde, welches die Familie Stallforth, der die Hazienda gehörte, nie verlassen hatte und sich nach wie vor im Familienbesitz in Augsburg befindet. Rugendas selbst stammte aus einer Augsburger Künstlerfamilie. Und so schließt sich der Kreis der zwei Familiengeschichten, die eng miteinander verknüpft sind, und doch zwei Jahrhunderte und den halben Erdball überspannen.
Das Leben von Rugendas war abenteuerlich – er zeichnete und skizzierte alles, was ihm auf seinen Reisen durch Mittel- und Südamerika vor die Augen kam. Selbst Alexander von Humboldt schätzte ihn sehr.
Die Familie Stallforth bot ihm eine herzliche Gastfreundschaft auf der Hazienda an, um sich ein wenig von den Strapazen der Reise zu erholen. Bevor Rugendas Mexiko verlassen musste, malte er das Bild zum Dank.
Das Anwesen war ein paradiesischer Flecken Erde – mit Zuckerrohr und Kaffeeplantagen. Sogar der Kaiser von Mexiko durfte dort einst unbeschwerte Tage verbringen.
Der jetzige Besitzer Ubaldo Stallforth lebt in Augsburg und ist als Arzt ebenfalls in die Fußstapfen seiner Eltern getreten. Auch diese Familienchronik liest sich wie ein Abenteuerroman. Die Eltern Ubaldos (eigentlich Uwe, aber im Spanischen wird der Buchstabe „V“ wie Uve ausgesprochen) zogen nach dem Krieg über Stationen in Paraguay bei den Mennoniten nach Argentinien, um als Ärzte dort zu arbeiten. Ubaldo, geboren in Argentinien, wurde mehr vom Kindermädchen aufgezogen, denn von seinen hart arbeitenden Eltern.
Zurück in Deutschland kam er sich als Kind zuerst ziemlich fremd vor, musste Deutsch lernen, das Wetter war kalt. Aber er passte sich an, gewann Freund*innen und ging zum Studieren nach Valencia … mehr wird nicht mehr verraten (ist eh schon zuviel)
Die Autorin versteht es in diesem Roman, die zwei Familiengeschichten sehr fesselnd zu erzählen, und geizt nicht mit historischen Daten zu Mexiko.
Die Sprachführung ist dem Inhalt angepasst. Direkt, wenn es um Fakten geht, verspielt und schwärmerisch bei den Bildern und Personen. Auf eine einfache Art und Weise erzeugt Marie Gaté wunderbare Bilder im Kopf, die von einer prächtigen, farbenfrohen Dschungelwelt über einem pulsierenden Valencia bis hin zum nüchternen grauen bayerischen Alltag reichen. Man stelle sich nur den kleinen, quirligen Ubaldo in seiner klammen Lederhose vor … herrlich.
Sehr gerne gelesen – und eine große Leseempfehlung über dieses Portrait von zwei Personen, einem Gemälde und einem Land. Man möchte Rugendas begleiten und ihm beim Malen über die Schulter schauen!

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Hörbuch-Empfehlung

Wenn Ende gut, dann alles,2 Audio-CD, 2 MP3 von Volker Klüpfel

«„Wenn Ende gut, dann alles” - Svetlana, der Dichter und der Fall mit dem einsamen Kind» ist der Auftakt eines ungewöhnlichen Hobby-Ermittlerduos. Tommi, ein Chaot und angehender Autor, haust in einem alten Wohnmobil seines Vater. Die Ukrainerin Svetlana ist seine Putzfrau, die schon für seinen Vater geputzt hat.

Als sie ein herumirrendes Kind auflesen, wollen sie mehr darüber herausfinden und folgen der Spur.

Dies ist mein erstes Buch von Volker Klüpfel und ich hatte keine hohen Erwartungen. Es ist eine humorvolle Detektivgeschichte, die aktuelle Themen aufgreift, mit Klischees spielt und in erster Linie schräge Figuren und witzige Unterhaltung bietet. Svetlanas und Tommis Dialoge sorgen für die meisten Lacher, abgesehen von der Situationskomik, die Tommi widerfährt. Man erfährt kaum etwas über Svetlana, abgesehen von ihrer Vorliebe für russische Literatur, esoterische Hausmittelchen wie Wodka und ukrainische Sprichwörter. Tommis Beziehungsstatus mit Michelle bleibt ebenfalls rätselhaft und die angedeuteten Familiengeheimnisse werden dann vermutlich in den kommenden Büchern aufgegriffen. Durch die Erzählweise ist man Tommi aber deutlich näher als Svetlana und erhält Einblicke in seine Vorgehensweise beim Schreiben seines Buches und den anfallenden Problemen, die aufkommen, wenn man in einem Wohnmobil lebt und nicht die beste Beziehung zum Vater hat. Die kluge Svetlana birgt das meiste Potenzial und ich hoffe, dass sie in den folgenden Büchern mehr Raum bekommen wird. Beide haben ein gutes Herz und deutlich Spaß bei der Jagt nach Gerechtigkeit.

Das Hörbuch hat hier deutliche Vorteile gegenüber der Printausgabe. Gelesen von dem Sprecher Shenja Lacher war es rückblickend die perfekte Wahl, denn er spricht Svetlana mit passendem Akzent, was auch die inkorrekte Grammatik bestens zur Geltung bringt. Der Schlagabtausch der beiden ist immer wieder großartig in Szene gesetzt und die Stimme von Shenja Lacher passt hervorragend zu Tommi.

Fazit: Ein unterhaltsames Hörerlebnis mit liebevoll-schrägen Figuren, ausreichend Komik und angenehmer Spannung, die zum Weiterlesen animiert, weil man wissen möchte, wohin das alles führt.

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Rezensionen von Claudia R.:

legendär ...

Valdombra (Bd. 1) von Martina Folena

Klappentext / Inhalt:

Im dunklen Tal Valdombra gibt es nur wenige Sonnenstunden. Als ihr Zuhause auch noch von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht wird, erfahren Isa und ihr Bruder Teo von einer fast vergessenen Legende: Ist es möglich, dass ein wundersames Wesen unter der Erde das Beben verursacht hat? Den Geschwistern bleibt wenig Zeit, um das herauszufinden.

Denn die Bedrohung zerstört nicht nur die Dörfer Valdombras, sie droht auch, ihnen ihr letztes Licht zu nehmen…
Können die Geschwister das Wesen zähmen und Valdombra vor der ewigen Dunkelheit bewahren? Ein unglaubliches Abenteuer beginnt, auf dem unzählige Gefahren lauern…
Mit vierfarbig illustriertem Reisetagebuch.

Cover:

Das Cover wirkt spannend und geheimnisvoll. Ein Mädchen und ein Junge sind darauf erkennbar, sowie ein geheimnisvolles Wesen, welches sich entlang schlängelt. Optisch und auch farblich ist es wundervoll umgesetzt und die golden schimmernden Elemente und Punkte runden das ganze sehr schön ab.

Meinung:

Die Geschwister Isa und Teo machen sie auf die Suche nach der Ursache der Erdbeben und stoßen dabei auf Geheimnisse und als Legenden geglaubte Phänomene. Doch zu viel sei hier noch nicht verraten.

Mit weiteren inhaltlichen Informationen und Details halte ich mich hier zurück, da ich nicht zu viel verraten möchte und auch nicht Spoilern will.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in Geschehnisse und Charaktere hinein. Auch die Umgebung wird sehr gut beschrieben und durch die bildliche Erzählweise kann man sich alles sehr gut vorstellen. Nach und nach kommt man mehr in die Geheimnisse und Hintergründe hinein und auch der Fantasyanteil wird erst dann und eher zum Ende hin immer größer. Anfangs wird man eher an Gegebenheiten, Hintergründe und Charaktere herangeführt. Die Geschichte ist interessant und unterhaltsam aufgebaut und der Spannungspegel nimmt nach und nach zu.

Die Erzählung ist sehr schön von der Aufmachung und man findet in alles sehr gut hinein.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet und gut ersichtlich. Die Überschriften sind passend und verraten zugleich nicht zu viel. Die kleinen Verzierungen und auch die Bilder und Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Durch die Ich-Perspektive von Isa findet man gut in sie und auch die anderen Charaktere hinein. Die Emotionen und Gedanken sind spürbar und man kann dem Ganzen gut nachfühlen.

Die Illustrationen sind sehr schön gemacht und runden das Gesamte perfekt ab. Auch das beigefügte Tagebuch mit den bunteren Illustrationen ist toll umgesetzt und fügt sich sehr gut im Gesamten ein.

Die Geschichte ist toll umgesetzt und ob sie die Legenden und das Wesen finden und zähmen können, wird nicht verraten. Legendär ist dieses Abenteuer aber allemal für alle kleinen und großen Abenteurer ab ca. 9 Jahren.

Fazit:

Eine wundervolle Geschichte, die für angenehme Lesestunden und abenteuerliche Unterhaltung sorgt.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Raffiniertes Erzählspiel

Ein ungezähmtes Tier von Joël Dicker

Familie Braun führt ein wohlhabendes Leben in ihrem neuen Haus am Genfer See. Während Sophie sich mit der Nachbarin anfreundet, entwickelt dessen Mann Greg eine Obsession für Sophie, die ihn in Schwierigkeiten bringt, jedoch auch Geheimnisse der Brauns aufdeckt.

Joël Dickers «Ein ungezähmtes Tier» ist ein raffiniertes Erzählspiel aus verschiedenen Erzählsträngen, Zeitebenen und Perspektiven - detailliert datiert - über eine Ehe und einen geplanten Raubüberfall voller Geheimnisse, Intrigen und Affären.

Die Figuren sind nicht unbedingt sympathisch, agieren jedoch schlüssig, wozu sich Dickers einiger Erzählsprünge bedient, um seinen Figuren Tiefe verleiht. Wenn auch dreist und fragwürdig, entstehen dadurch prekäre Situationen, aus denen sich die Figuren herauswinden müssen. Die Handlung ist verzweigt und überwiegend unvorhersehbar. Joël Dicker gibt immer nur soviel wie nötig preis, womit die Spannung aufrechterhalten bleibt. Insgesamt traf es meinen Geschmack, aber der Anfang war etwas schwergängig und erst mit Zunahme der Wendungen hat es mich richtig gepackt.

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Pennys Selbstfindung-Geschichte

No Hard Feelings von Genevieve Novak

Die fast 27-jährige Penny ist unglücklich mit ihrem Leben. Sie scheut Verantwortung, arbeitet in einem Job, den sie nicht mag und fühlt sich als Versagerin. Sie ist emotional abhängig von ihrem On-Off-Freund Max und knüpft zu viele Bedingungen an das eigene Glück, das sie sich verwehrt, während sie neidisch auf das Leben ihrer Freundinnen schaut.

Einzig ihr Mitbewohner Leo mag sie wie sie ist, trotzdem löst die Angst vor einem einsamen Leben Resignation und Erschöpfung in ihr aus, bis sie es satt hat.

Erzählt wird der Roman ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Penny und von Außen sieht man klare Lösungsansätze für ihre Probleme. Alles scheint vorhersehbar und wenig spektakulär. Doch Penny selbst steckt fest und sieht all das nicht. Hier steckt viel Identifikationspotenzial, denn jedem begegnen Themen wie Selbstwert, Selbstmitgefühl, Verzeihen lernen und das Erwachsenwerden. Dadurch wirkt die Handlung realistisch und man ist Penny stets ganz nah. Durch die Gespräche mit der Psychotherapeutin, bei der Penny wegen ihrer Panikattacken ist, bekommt der Roman mehr Tiefe, weil sie durch Selbstreflexion einen liebevollen Blickwinkel auf sich erhält und so die Möglichkeit zur Weiterentwicklung wahrnimmt. Das war für mich die treibende Kraft weiterzulesen. Allerdings fand ich es schade, dass Penny über die meiste Strecke in ihren obsessiven Denkweisen gefangen bleibt. Besonders vermisst habe ich es aber, zum Schmunzeln gebracht oder überrascht zu werden. Botschaft und Ende haben mir gut gefallen, aber schlussendlich fand ich es nicht so unterhaltsam wie erhofft.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Heldenhafte Abenteuer erleben

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer auf der Adlerinsel von Tobias Goldfarb

«Hilda Hasenherz - Das Abenteuer auf der Adlerinsel» knüpft direkt an die Abenteuer im Fuchswald. Auf Schloss Löffelburg blühen die Blumen und durften die Kräuter. Alle sind zufrieden. Nur Hilda Hasenherz vermisst das Abenteuer und ihre Freunde im Fuchswald. Als eines Tages ein Papageitaucher eine Nachricht von der entführten König an ihren Sohn Prinz Lämpchen übermittelt, beschließt die königliche Abenteuer- und Heldenhäsin sie zu retten.

Begleitet von Prinz Lämpchen und ihren treuen Gefährten Igel, Eichhörnchen und dem ritterliches Rotkehlchen brechen sie zur Adlerinsel auf. Sie lernen auf ihre Reise eine hilfsbereite Schildkröte und zwei verfeindete Hasenkönigreiche kennen, denen sie mit pfiffigen Ideen und mutigen Einfällen begegnen. Es ist eine heldenhaft schöne Geschichte, die kindgerecht spannend von Freundschaft, Mut und Abenteuerlust erzählt. Toll geschrieben und mit schönen Illustrationen hat es mir sogar ein bisschen besser gefallen als Hildas erstes Abenteuer. Da sich ein drittes Abenteuer andeutet, bin ich gespannt auf weitere Heldentaten von Hilda und ihren Freunden.

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