Kunden em pfehlungen
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Magische Fantasygeschichte mit mutiger Heldin
Anis von Rowan Foxwood
Rowan Foxwoods Kinderbuch-Debüt lässt Mythen und Märchen auferstehen und erzählt von Anis, die im Weißwald im Flickwerkhaus lebt. Als Herzseherin kann Anis Geisterwesen sehen und hören. Deswegen ist der stets hungrige Geisterhund Wolf immer an ihrer Seite. Ihr Bruder Bertram arbeitet als Erfinder für den König und ist schon eine Zeit lang in der Hauptstadt.
Als Herr Biedermann Anis verkündet, er wolle ihr Vormund werden, wenn ihr Bruder nicht nach Weißwald zurückkehrt, und sie müsse das Haus verlassen, beschließt Anis zu Bertram zu reisen und dem König ein Gottesutensil, im Tausch für ihren Bruder, anzubieten. Er ist der Einzige, der den Hausverkauf noch verhindern kann. Auf ihrer Reise lernt sie im Zug den blinden Passagier Fink kennen. Er ist talentierter Musiker auf der Mandoline und hat sich seine magischen Eigenschaften bewahren können, weshalb er Wolf hören kann.
Die Geschichte überzeugt mit einer wendungsreichen und immer wieder spannenden Handlung, Abenteuer und tiefsinnigen Botschaften über Verlust, Freundschaft und die Verbundenheit mit der Natur. „Wir (Herzseherinnen) sind die Stimme derjenigen, die keine Stimme haben. Auch wenn sonst niemand sie beschützen will - ich werde es tun!“ Der atmosphärische und einfühlsame Schreibstil ist wundervoll und überzeugt durch den Charme der Figuren und der kreativen Vielfalt mit Wohlfühlfaktor. Ob Spinnerlauswesen, die Haare in Silber umspinnen oder Strauchkobolde, die gleich zu Beginn der Geschichte die Rosenblüten aus Anis Garten mopsen und dann frech werden. Es gibt einige fantasievolle Idee. Dazu fand ich die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches auch interessant. Sehr schön ist auch die Karte am Anfang und die Illustrationen zu jedem Kapitelbeginn. Mir hat die erste Hälfte der Reise am besten gefallen, weil die Freunde Ginster treffen und er sich auf Anis Schultern legt und ich ihre Dynamik großartig fand. Ich wäre neugierig auf mögliche Fortsetzungen, wenn es weitere Bücher geben sollte, denn der Ausgang klingt vielversprechend und die Charaktere werde ich nicht so schnell vergessen. Eine typische Heldenreise und tolle Fantasygeschichte für Klein und Groß.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Vielversprechender Auftakt
Die Insel der magischen Wächter - Der große Test von Christina Soontornvat
Berrys wurde an der Wächter-Akademie auf der Lotusinsel angekommen. Ihre Großeltern hatten sie heimlich angemeldet, weil sie ihr großes Talent fördern wollen. Eigentlich möchte Berry ihre Heimat nicht verlassen, aber beginnt schließlich die Ausbildung, um ihre Wächterkräfte zu wecken. Sie möchte unbedingt die Natur schützen, denn sie hat eine besondere Verbindung zu Pflanzen und Tieren.
Als Bauernmädchen hat Berry Selbstzweifel und Unsicherheiten, die sie immer wieder damit konfrontieren, nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren. Heimweh und eine fiese Mitschülern machen es nicht leichter, aber dafür hat Berry ihre neuen Freunde an der Seite: die energiegeladene Cherry und der Außenseiter Sam. Ob sie es schaffen wird, den ersten Test zu bestehen und sich in ein Tier zu verwandeln? Die Bedrohung der Lotusinsel als grünes Paradies wird vermutlich in den kommenden Bänden eine Rolle spielen. Die Story zieht einen auch ohne viel Action und böse Gegenspieler in den Bann, und das Ende kommt viel zu schnell.
«Die Insel der magischen Wächter - Der große Test» ist ein gelungener Auftakt, indem man alle Charaktere in Ruhe kennenlernt und gespannt mitverfolgen kann, wie Berry die Ausbildung meistert. Der Unterricht umfasst das sammeln von Kräutern, Kampfkunst, das Heilen von Tieren und auch Meditation und Atemübungen. Das war eine schöne naturverbundene Abwechslung und ich bin gespannt, was die kommenden Bände erzählen werden.
Rezensionen von yellowdog:
Japan, 1957 und USA, heute
Die Frau im weißen Kimono von Ana Johns
Als erstes fällt auf, dass es in diesem Buch zwei gleichwertige Erzählebenen gibt. Eiine 1957 in Japan, mit der Liebesgeschichte zwischen einem japanischen Mädchen und einem US-Amerikanischen Matrosen. Und eine in der Gegenwart in den USA, wo eine Frau sich um ihren sterbenden Vater kümmert und dabei die Geschichte seines Lebens erfährt.
Man ahnt natürlich als Leser sofort, dass der Vater in den USA der Matrose von damals in Japan war.
Ana Johns arbeitet so einige interessante Details gut durch.
Das Buch setzt ganz auf große Gefühle und ist für Fans dieses Genre ein Lesefest. Für andere Leser ist es vielleicht too much!
Rezensionen von yellowdog:
Thomas Manns Zeit in Kalifornien
Heimweh im Paradies von Martin Mittelmeier
Das Buch zeigt Thomas Manns Zeit in Kalifornien. Mann lebte in Pacific Palisades, einem Viertel von Los Angeles nahe dem Meer, ein erfolgreiches und engagiertes Leben im Einsatz für die Demokratie und er schrieb an wichtigen Büchern, z.B. an Doktor Faustus.
Das Buch ist weniger erzählerisch als erhofft, schafft aber dennoch ein höchstwahrscheinlich treffendes Bild von Thomas mann in dieser zeit zu zeichnen, insbesondere auch wie er auf andere wirkt.
Da ist zum Beispiel ein Kapitel von der jungen Susan Sontag, die Thomas Mann zum Tee traf und ihn als alten Mann empfand.
Das Buch ist kurz, manchmal kamen mir die Szenen wie im Zeitraffer erzählt vor. Das sie so stimmig gemacht sind, gleicht das wieder aus.
Es ist fair gemacht. Thomas Mann wird weder glorifiziert noch wird er in seinen Schwächen bloßgestellt.
Bei der Masse an Thomas Mann-Biografien, die es gibt, empfand ich diese aber doch als lesenswert.
Rezensionen von yellowdog:
Ansprache eines Bücherwurms
Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz
„Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ ist ein raffinierter Roman, der ganz von der suggestiven Erzählstimme bestimmt ist.
Rückerinnernd erzählt ein sensible Frau von ihrem stürmischen, nicht immer ganz einfachen Leben.
Dazu gehört auch die Liebe zu Büchern, besonders Lyrik und da ganz besonders die Dichterin Mascha Kaléko.
Deren Gedichte sind teilweise vor Kapiteln enthalten.
Nicht nur das Cover, selbst die Autorin sieht Mascha Kaleko ähnlich und vielleicht stellt man sich beim Lesen auch die Protagonistin so vor.
Die Erzählerin in der Gegenwart, da ist sie 39 Jahre alt, ruht anscheinend sehr in sich, das war nicht immer so. In vielen Episoden ihres Lebens gab es emotionale Sturmfahrten. So lernt man sie ganz gut kennen. Es gab eine Zeit, in der sie stark drogensüchtig war. Da gab es auch Übergriffe.
Erstaunlich, die schonungslose Ehrlichkeit und Offenheit. Eine hohe Qualität.
Die letzten Abschnitte sind dann wieder sehr emotionalisierend, aber davon soll an dieser Stelle noch nichts verraten sein.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Fesselnd, aber da geht noch mehr
Die Karte von Andreas Winkelmann
Sowohl der Titel, als auch das Cover, passen super zum Inhalt und sind sehr ansprechend.
Die Hauptcharaktere Jens und Becca mochte ich beide sehr gerne und auch wenn bei dem Fall einiges Zufall es, haben sie hart an der Lösung des Falls gearbeitet.
Besonders spannend fand ich auch die Sicht des Täters, die aber nicht besonders oft vorkommt, da die Ermittlungen im Vordergrund standen.
Den Twist fand ich leider nicht so atemberaubend wie erhofft, obwohl der #thriller im Großen und Ganzen fesselnd geschrieben wurde.
Fazit Bis jetzt hat mich leider noch kein #winkelmann so richtig umhauen.
Obwohl die Bücher gut geschrieben s
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Beängstigend realtätsnah
Verschwunden von Niko Mahle
Schon als das Lied "Deine Schuld" von @dieaerzte_ zitiert wurde, hatte Niko mich schon und das noch vor der ersten Seite.
Ich wusste nicht recht, was bei meinem ersten Politthriller mit Zollbeamten erwartet, aber das Buch hat definitiv jede Erwartung übertroffen.
Es ist so brandaktuell und fast schon beängstigend realitätsnah, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass es genau so gerade irgendwo in Deutschland passiert.
Die großartige Zollbeamtin Nesra hat mich mit ihrem Mut, Loyalität und Cleverness immer wieder beeindruckt.
Man liest nicht nur aus ihrer Sicht, sondern auch auf der Gegenseite vom naiven Olaf, der in eine rechtsradikale Gruppe aufgenommen wird und hofft endlich irgendwo dazu zu gehören.
Frau Metzger, Nesra's Nachbarin, ist mit ihren Dialekt wirklich zum Schreien und auch alle anderen Charaktere haben mich mit ihrer authentischen Art überzeugt oder zum Kopfschütteln gebracht.
Der Thriller ist von Anfang an mega fesselnd und das Spannungsgefühl nimmt bis zum Schluss keine Sekunde ab.
Fazit: Ein echter Pageturner!
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. (Auch an diejenigen, die wenig an Politik interessiert sind)
Rezensionen von yellowdog:
Komplex und vielschichtig
Twist von Colum McCann
Der Erzähler ist ein Schriftsteller, der einen Artikel über Unterseekabel schreiben will und daher an Bord eines Kabelreparaturschiffes im Einsatz ist.
Meisterhaft beschreibt McCann den Moment als es zum großen Kabelbruch kommt. Anthony Fennell, der Protagonist ist gerade in Kapstadt und beobachtet, wie alles ins Schlingern gerät, wenn das Internet ausfällt, Geldautomaten nicht mehr funktionieren etc.
Der Kabelbruch ist im Meer vor dem Kongo. Passend dazu gibt es eine Anspielung auf Herz der Finsternis von Joseph Conrad.
Auch die Schifffahrt beschreibt der Autor sehr atmosphärisch, wobei der Blick des Protagonisten manchmal ein eigenwilliger ist. Ein Teil des Romans ist ein Reisebericht, mit vielen Details vom Leben an Schiff und der Arbeit.
Eine zentrale, rätselhafte Figur des Buch ist John A.Conway, der Ingenieur an Bord, der nach der Rückkehr spurlos verschwindet und anscheinend an Anschlägen beteiligt ist.
Ein außergewöhnlicher Roman, ruhig aber konzentriert erzählt, erzeugt er eine spürbare Energie.
Rezensionen von Lulu24:
Vom Hoffen und Bangen
Lebensschlenker von Nova Meierhenrich
Nova Meierhenrichs Buch hat mich gleich interessiert, weil das Thema bei meinen Freundinnen und Kolleginnen im Moment eine große Rolle spielt.
Ich fand die Schilderung der verschiedenen Stufen der Kinderwunschbehandlung und ihrer Nebenwirkungen sehr interessant, zumal ich Hemmungen habe, im Gespräch mit Betroffenen zu detailliert nachzufragen.
Nach der Lektüre des Buches kann ich nun besser nachvollziehen, wie es der Kollegin geht, deren Solo-Mutterschaft nicht gelingen will. Und ich weiß, welche Mühe und Kosten ein lesbisches Paar auf sich genommen hat, um endlich seinen Nachwuchs in die Arme schließen zu können. Auch die versöhnlichen Zeilen der Autorin nach Aufgabe ihres Lebenstraums haben mich sehr angesprochen, denn hier muss ich auch ganz andere Erfahrungen machen, wenn unfreiwillig Kinderlose so verbittert sind, dass sie jede Freundschaft beenden, sobald sich bei der Freundin Nachwuchs ankündigt.
Nova Meierhenrich schafft es, von ihrer (vergeblichen) Hoffnung und von Trauer und Wut zu erzählen, aber auch ein gelungenes Ritual zur Verabschiedung der alten Lebenspläne vorzustellen und den Weg in ein erfülltes Leben ohne eigenes Kind zu finden! Ein tolles Buch, in welchem sich Betroffene bestimmt wiederfinden und verstanden fühlen!
Rezensionen von Lulu24:
Witzig und nützlich
Wilde Pflanzen essen von Christine Rauch; Ernestine Donnerberg
Leandra Vogts Buch beginnt mit den Grundlagen des Problems toxischer familiärer Verhaltensmuster und ihrer Bewältigung, insbesondere mit der Wichtigkeit von Eigenverantwortung und Resilienzförderung. Im zweiten und umfangreichsten Teil des Buches beschäftigt sie sich konkret mit 20 toxischen Erziehungsmustern und deren Überwindung: Von emotionaler Vernachlässigung, Bevormundung, Manipulation und übertriebener Leistungserwartung bis zu geschwisterlicher Ungleichbehandlung werden viele typische Erziehungsfehler besprochen.
Hierbei sind die Kapitel immer parallel aufgebaut: Erst wird die Problematik einer bestimmten Verhaltensweise dargestellt und meist mit einem konkreten Beispiel aus der Praxis sowie typischen elterlichen Äußerungen illustriert. Dann folgt der Cycle Break, in welchem beleuchtet wird, was dies im jetzigen Familienalltag mit Kind und Elternteil bewirkt und wie die Situation besser gestaltet würde. Anschließend folgen dazu passende Starkmacher für das Kind und Bemühungen um die Empathie mit sich selbst, ich würde eher sagen, die Aussöhnung von tradierten Mustern und eigenen Wertvorstellungen.
Diese wiederkehrende Untergliederung führt bei vollständiger Lektüre natürlich zu Wiederholungen und Langatmigkeit, insbesondere bei ähnlich gelagerten toxischen Verhaltensweisen, erweist sich aber als Vorteil, wenn der Leser nur selektiv die ihn betreffenden Themen liest. Im abschließenden dritten Teil lädt Leandra Vogt zu Nachsicht mit sich selbst ein und ermuntert zum Führen eines Erfolgstagbuches, um die eigenen Gedanken festzuhalten und Fortschritte nicht aus dem Auge zu verlieren.
Insgesamt ist nicht zu übersehen, dass dieses Buch nur Anregungen geben kann, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die eigene Reflektion ist unerlässlich und die praktische Umsetzung im Erziehungsalltag erst recht. Wer also schon gelernt hat, sein (erzieherisches) Denken und Handeln zu reflektieren, wird hier bereits vieles aus eigener Kraft erkannt und geändert haben, aber anderen wird dieses Buch helfen, mit den vielen Beispielen, Textbeispielen und Fragen ihre Probleme zu analysieren und zu bewältigen.











