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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jule:

Ein gelungener Auftakt

The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson

4,5 von 5

„The Serpent and the Wolf“ von Rebecca Robinson ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Vom Weltenbau bis hin zu den Protagonisten harmoniert vieles sehr gut miteinander. Als Leser wird man in eine vielfältige Welt voller Magie, Intrigen aber auch Politik gezogen.

Es muss gesagt sein, dass ich mich beim Lesen der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt habe.

Für mich gab es keine Längen oder unnötige Platzhalterszenen. Alle Informationen, die man bekommen hat, wurden an irgendeinem Punkt in der Geschichte wichtig und dieses runde Bild, das sich ergeben hat – ohne Logiklücken – hat mir super gefallen. Ebenso der Weltenaufbau: Auch wenn ich meine Schwierigkeiten damit hatte, mich in Ikruria zurechtzufinden, so hat es doch ziemlich viel Freude bereitet, zu erfahren, was alle Länder voneinander unterscheidet.

Meine Schwierigkeiten hatte ich zu Beginn auch etwas mit dem Schreibstil, und damit verbunden auch mit den ganzen neuen Namen und Protagonisten, denen man begegnet. Das hat sich aber auch alles recht schnell gelegt, denn die wichtigsten Namen erfährt man direkt zu Beginn und nach und nach bekommt man dann auch die der Nebenprotagonisten auf die Reihe.
Vasaa und Reid haben mir besonders gefallen. Sie stehen beide für sich selbst ein, geben nicht so schnell nach und sind super selbstbewusst. Dazu ist die Dynamik der zwei einfach klasse: Sie scheuen nicht vor einem Schlagabtausch zurück und es gab definitiv die ein oder andere Stelle, die mich zum Schmunzeln gebracht hat.

Doch neben dem Humorvollen gibt es natürlich auch noch die ernstere, dunklere Seite voller Intrigen und Magie, die in diesem Buch auch nicht zu kurz kommt. Besonders gegen Ende kommen so einige Sachen ans Licht, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Ich war ein wenig sprachlos, um es mal so zu sagen. Deshalb werde ich definitiv auch die Fortsetzung lesen!
Schlussendlich ist dieses Buch aber auch eine Empfehlung an alle, die sich in eine neue Magische Welt fallen lassen wollen und starke, wortgewandte Protagonisten lieben.

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Rezensionen von Claudia R.:

tierische Glücksmomente

Heute bin ich glücklich! von Ulrike Motschiunig

Klappentext / Inhalt:

Behaglich, liebvoll und empathisch - 13 wunderschöne Vorlesegeschichten über das Glücklichsein
„Heute bin ich das glücklichste Tier im ganzen Wald!“, ruft der kleine Fuchs froh.
Auf einfache und einfühlsame Weise erlebt er ganz unterschiedliche Glücksmomente, die ihm täglich im Wald begegnen: Das unverhoffte Glück, das sich still und leise anschleicht, taucht ebenso auf wie das überschwängliche Glück.

Er entdeckt, dass Glück auch ansteckend sein und in besonderen Momenten sogar geteilt werden kann.

Cover:

Das Cover ist total niedlich und sehr liebevoll umgesetzt. Auf der Nasenspitze des Fuchses sitzt ein kleiner Marienkäfer und viele kleine Bienchen fliegen um ihn herum. Die verschiedenen Elemente sind durch kleine Glitzerstrukturen besonders hervorgehoben. Optisch und auch farblich ist es toll umgesetzt. Ein niedliches Cover, welches auf jeden Fall anspricht.

Meinung:

Das Buch enthält 13 wunderschöne und sehr liebevolle Geschichten. Jede Geschichte steht für sich und kann auch einzeln gelesen werden. Man erlebt immer etwas anderes mit dem kleinen Fuchs und auch mit dessen Freunden und kann dabei so einiges Lernen.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht weiter in Detail gehen und halte mich daher mit weiteren inhaltlichen Angaben dazu zurück.

Die Geschichten haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen. Der Schreibstil ist locker und gut verständlich und lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Geschichten sind gut nachvollziehbar und auch die Textlänge ist für die Altersstufe gut und passend gewählt. Die Geschichten eigenen sich gut zum Vorlesen, auch für Zwischendurch.

Sehr niedlich und herzerwärmend sind die Geschichten umgesetzt. In die kleinen tierischen Charaktere findet man sich sehr gut hinein und auch die Situationen sind gut nachvollziehbar, so dass sich die kleinen Zuhörer gut hineinversetzen können.

Die wunderschönen farbigen Illustrationen runden das Ganze sehr gut ab. Die Bilder veranschaulichen das Gelesene und setzen dies sehr gut um. Die Zeichnungen sind liebevoll und niedlich gezeichnet und gestaltet.

Die Geschichten zeigen wundervolle Glücksmomente auf und wie wichtig auch im alltäglichen leben, das kleine und große Glück ist. Auch Freundschaft, Lebensfreude und den Moment nutzen sind hier wichtige Botschaften.

Fazit:

Wunderschöne tierische Kurzgeschichten mit vielen herzerwärmenden Glücksmomenten.

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Rezensionen von Allie:

Neapel von seiner echten Seite

Commissario Gaetano und der lügende Fisch von Fabio Nola

Der neue Italien-Krimi von Fabio Nola entführt uns in ein (vermutlich) ziemlich realistisch dargestelltes Neapel. Mitten in den chaotischen Zuständen rund um die Feierlichkeiten zu San Gennaro (dem Stadtpatron) taucht ein Turiner Geschäftsmann in der Questura auf und berichtet von seltsamen Erpressungsversuchen und Bedrohungen, die er Woche für Woche erhält.

Commissario Gaetano ist leicht genervt von dem steifen Norditaliener und verspricht halbherzig, dass sich jemand darum kümmert. In der darauffolgenden Nacht wird eben dieser Norditaliener tot in seiner Wohnung aufgefunden. Es folgt eine fieberhafte Suche nach dem Mörder, begleitet von der drückenden Hitze, dem (vermeintlichen) neapolitanischen Hang zum Aberglauben und dem Chaos in einem Neapel nach San Gennaro.

Meiner Meinung nach ist Nola ein spannender und wendungsreicher Krimi gelungen. Die Story hat mich auf jeden Fall überzeugt und ließ ebenso wie sein Schreibstil keine Wünsche offen. Der Schauplatz Neapel wird wohl recht realistisch dargestellt und weckt damit mehr meine Neugier herauszufinden, wie es wirklich ist, als eine romantische Sehnsucht nach dem nächsten Italienurlaub. Wer einen Krimi erwartet, den man gemütlich mit Vino und Pizza auf dem Balkon genießen kann, der wird vermutlich enttäuscht. Gemütlich ist daran maximal die Einstellung von Gaetanos Kollege Pietro, der seine Ermittlungen lieber aus der nächsten Bar heraus führt als aus seinem stickigen Büro. Der Mord ist durchaus brutal und auch die Beschreibung der Zustände in der Stadt oder die beiläufige Erwähnung diverser Probleme kriecht einem geradezu unter die Haut.
Commissario Gaetano ist mir nicht sonderlich sympathisch, aber vermutlich durchaus authentisch dargestellt. Ich bin mit keiner der Figuren so richtig warm geworden und es hat mich auch immer wieder gestört, dass Kollegen respektlos behandelt oder verspottet wurden. Auch das entspricht wohl der Realität, hat für mich aber den Zugang erschwert.

Alles in allem steht für mich die Story im Vordergrund, und die ist wirklich gut. Also kann ich dieses Buch allen empfehlen, die nicht nach dem nächsten Cozy-Crime-Titel suchen.

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Rezensionen von carola1475:

Spannend und mehr als ein Krimi, ein gelungener Spionagethriller

Lautlose Feinde von Gil Ribeiro

Am Tag vor Soraias und Leanders Hochzeit wird der Zollbeamte Bento ermordet, seine Enkelin entführt. Das Kind kann befreit werden, die Entführer entkommen und es stellen sich viele Fragen zum Mord und dessen Hintergrund. Während Leander und seine Kollegen mühsam Anhaltspunkte sammeln und versuchen, Merkwürdigkeiten zu verstehen, versorgt mich der Autor durch Rückblenden zum vergangenen Tag oder auch 'zwei Tage vorher' mit einem Informationsvorsprung über die Täter und deren Aktivitäten.

Es hat etwas gedauert, bis ich die Beteiligten und ihr Ziele identifiziert hatte, dennoch hat mich die raffinierte Spionagegeschichte schnell gefesselt, die Gil Ribeiro sich hat einfallen lassen, sie ist komplex, spannend und mitreißend geschrieben.

Auch das Lokalkolorit der Algarve, das Leben in Fuseta, die freundlichen Menschen und kulinarischen Köstlichkeiten werden wieder eindrucksvoll und atmosphärisch geschildert, so dass mich die Reiselust packt. Noch überzeugender ist die Figurenzeichnung, dem Autor gelingt es großartig, seine Charaktere nicht nur zum Leben zu erwecken, sie entwickeln sich auch von Buch zu Buch weiter, es gibt immer wieder neue Details zu entdecken, nicht nur bei Leander Lost, dem Autisten, der seine Routine und Ordnung braucht und diesmal auch Gefühl zeigt und zum ersten Mal Carlos erfolgreich verbal reinlegt. Sehr zugewandt und humorvoll beschreibt Ribeiro die Zusammenarbeit des Teams, ihren Zusammenhalt, gleichzeitig scharfsinnig analysiert er die Beziehungen der Kollegen zueinander und zu anderen Charakteren und auch die Gegenspieler erscheinen mir beängstigend realitätsnah und glaubhaft beschrieben.

Das schöne Cover passt zu den sechs Vorgängerbänden der Serie 'Lost in Fuseta', jeder Band kann auch eigenständig gelesen werden, da die Fälle unabhängig voneinander und jeweils abgeschlossen sind. Mehr Spaß macht es zweifellos, die Entwicklung der Figuren von Buch zu Buch zu verfolgen. Dieser siebte Band ist mehr als ein Krimi, er ist ein überzeugender Spionagethriller, der mich bestens unterhalten hat.

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Rezensionen von KimVi:

Spannender Ostsee-Krimi

Ostseedämmerung von Eva Almstädt

Beim Spielen finden zwei Kinder ein altes Artefakt aus der Wikingerzeit. Da das Schmuckstück zusammen mit einer Archäologiestudentin verschwand, die es eigentlich zur Universität bringen sollte, rollen Pia Korittki und ihre Kollegen den alten Fall wieder auf. Leider bestätigen sich Pias schlimmste Befürchtungen, da die Leiche der jungen Frau vergraben im Wald gefunden wird.

Die Dorfbewohner und die Mitarbeiter der Ausgrabungsstätte rücken in den Fokus der Ermittlungen....

"Ostseedämmerung" ist bereits der zwanzigste Fall für die Kommissarin Pia Korittki. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann problemlos folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat. Es gibt allerdings berufliche und private Nebenhandlungen, die sich durch die Reihe ziehen. Um diese besser nachvollziehen zu können, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Eva Almstädt versteht es wieder hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Dadurch gelingt der Einstieg in diesen Fall mühelos. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wodurch man einen guten Überblick erhält. Da man nicht nur die Ermittlungen, sondern auch einige Charaktere beobachtet, wird man dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen.

Da es sich dieses Mal um einen Cold Case handelt, starten die Ermittlungen eher gemächlich, dennoch wird es nie langweilig, da die Spurensuche der Polizei interessant und glaubhaft wirkt. Man kann sich ganz auf die Suche nach dem Täter einlassen. Doch der lässt sich bei diesem Fall nicht so schnell in die Karten schauen. Man hat zwar gelegentlich einen Verdacht, da es aber auch andere Möglichkeiten gibt, kann man sich nicht sicher sein, ob man mit der eigenen Vermutung richtig liegt und fiebert bis zum Schluss mit.

Fans der Reihe dürfen sich darüber freuen, die Weiterentwicklung in Pias Privatleben zu beobachten. Dieser Handlungsstrang drängt sich allerdings nicht in den Vordergrund, sondern sorgt eher dafür, dass die Protagonistin Pia Korittki noch lebendiger wirkt. Der Fokus der Handlung ruht ganz klar auf den Ermittlungen.

Wieder ein spannender Fall, der dazu anregt, eigene Überlegungen anzustellen.

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Rezensionen von nil_liest:

Band 1 einer neuen, spritzigen Reihe – Fortsetzung erwünscht!

Time Travellers - Nächster Sprung - Australien! von Stephanie Gessner

Wer glaubt, eine Klassenfahrt in den Odenwald klingt nach Langeweile und Leberwurstbroten, der hat die 6G noch nicht erlebt! In „Time Travellers – Nächster Sprung: Australien!“ wird aus dem vermeintlich öden Schulausflug ein magisches Abenteuer auf der anderen Seite der Welt – inklusive Outback, Kängurus und jeder Menge Chaos.

Ganz plötzlich – zack! – landet die ganze Klasse nicht im Wald, sondern mitten in Australien. Und Referendarin Mayumi? Die macht sich alleine auf einer Insel breit. Das kann doch unmöglich mit rechten Dingen zugehen … oder steckt da vielleicht ein bisschen Zauberei dahinter? Grace und Rio, zwei Kids mit Köpfchen, fangen an zu ermitteln – während der Rest der Klasse die unerwartete Reise so richtig auskostet. Wenn man schon mal versehentlich nach Australien gesprungen ist, kann man ja auch gleich das Beste draus machen, oder?
Der Schreibstil ist locker-leicht, charmant und witzig – man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Kapitel sind kurz, oft mit kleinen Zeichnungen geschmückt und enden nicht selten mit einem Cliffhanger, der einen ruft: „Nur noch eins!“ Besonders schön: Die Klasse besteht aus richtig unterschiedlichen Charakteren, die sich wie im echten Leben auch mal anzicken, aber am Ende zusammenhalten – Teamgeist mit Kakadu und Känguru!
Ob Uluru, Kings Canyon oder Sydney – Australien wird so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen fast die Sonne auf der Haut spürt (oder den Sand in den Schuhen). Und trotzdem bleibt’s ein Kinderbuch durch und durch: spannend, lustig und manchmal auch ein kleines bisschen magisch.
Eine gute Lektüre für alle ab 10 Jahren!
Fazit:
Ein turbulenter Start in eine neue Abenteuerreihe, die voller Herz, Humor und Fantasie steckt. „Time Travellers“ ist alles andere als langweilige Schullektüre – das ist Lesevergnügen mit Jetlag-Garantie! Wir sind sowas von bereit für den nächsten Sprung … wohin geht’s wohl als Nächstes? ????????✨
Unbedingt lesen – aber Fernwehgefahr ist hoch!

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Rezensionen von Witzany:

Ein wunderbares Buch - Sehr empfehlenswert

Der Weg des Kirschbaums von Erwin Thoma

Was für ein großartiges Buch! Ein Wegweiser für ein gelingendes Leben trotz aller Krisen dieser Zeit. Wer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist, hier wird man fündig. Der Kirschbaum, in seinem unbeschränkbaren Streben nach der Fülle des Lebens, getragen vom verschwenderischen Blühen und Früchtetragen, dem gedeihlichen Versorgen aller Lebenspartner, der anderen Pflanzen, der Tiere, der Pilze und Mikroorganismen, die von ihm reichlich versorgt für alles Wesentliche zum Wachsen und Gedeihen des Baumes liefern, zeichnen ein Bild des Grundprinzips alles Lebens: gemeinschaftlich leben und arbeiten,
.

„Denn der Baum sammelt nicht Geld und Macht, sondern intakte Beziehungen zu allen Lebewesen.“ Berührende Einblicke in den persönlichen Werdegang und wertvolle Lebenserfahrungen bieten die Möglichkeit selbst zu lernen, dass am Ende des Lebens nicht Geld, Reichtümer, Macht und Besitz ein Gefühl erfüllten Lebens ermöglichen, sondern nur intakte Beziehungen, echte Freundschaften, Demut vor der Schöpfung und Teilen von Wissen und Erfahrung, Erfüllung und inneren Frieden mit sich selbst erleben lassen. Das Buch ist so auch ein Therapieangebot für an Geldgier, Machtsucht und Konsumrausch erkrankte Menschen. Oder wie schon der persische Mystiker Rumi (1207-1273) so treffend zum Ausdruck brachte: „»Doch wem Gott einen hohlen Kopf verlieh, den stopft er voll mit Gold, den Schaden zu beheben.« Und das Buch macht unmissverständlich deutlich, dass unser kapitalistisches Wirtschaftssystem krank ist und die Menschen krank macht. Die Formel für ein gedeihliches Miteinander, sozial und ökologisch verträgliches Leben im Einklang mit der Schöpfung heißt: Gemeinwohlorientierung.

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Rezensionen von Nele33:

von allem etwas

Der letzte Mord am Ende der Welt von Stuart Turton

Der letzte Mord am Ende der Welt ist nicht mein erstes Buch von Stuart Turton und wie auch die anderen Bücher verlangt dieses ein großes Maß an Konzentration beim Lesen.

Eine griechische Insel ist der letzte Ort auf der Erde, der für Menschen bewohnbar ist und 122 Personen leben dort geschützt vor dem tödlichen Nebel der Welt.

Als das Schutzsystem der Insel durch einen Mord ausfällt, haben die Bewohner genau 107 Stunden Zeit den Mörder zu finden und ihre Welt vor dem Untergang zu schützen. Soweit so gut. Die Gesellschaft auf der Insel besteht aus drei Ältesten, die quasi verehrt werden und der jüngeren Generation, die den Ältesten dienen. Geleitet wird die Welt von einer KI, die vernetzt mit den Gehirnen der Bewohner alle Gedanken und Geschehnisse auf der Insel mitbekommt. Sie ist in gewissem Sinne der Kopf der Insel.

Nach einem spannenden Einstieg, von dem ich durch den Klappentext schon einiges wusste, begann die Geschichte für mich ein wenig auseinander zu fallen. Es gab für viele unterschiedliche Szenarien Informationen, die sich mir nicht immer auf den ersten Blick erschlossen.
Nach einer Lesepause gelang mir dann allerdings wieder ein sehr guter Einstieg und die einzelnen Figuren, besonders Emory sind mir näher gekommen.

Meine Erwartung an das Buch war eine gänzliche andere, als die, die ich letztendlich bekommen habe. Dennoch konnte mich dieses Genre Mix insgesamt gut unterhalten, auch wenn einige Informationen für mein Empfinden überflüssig waren und etwas von der Spannung nahmen.

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Rezensionen von Claudia R.:

fantasievoll, rasant

Chroniken der Magie: Kapitel 1 von Hackel Mario

Klappentext / Inhalt:

Im Herzen von Eristria, in der Grenzstadt Habron, rührt sich ein dunkles Geheimnis um den Mord an einem Magier.
Ein Kadett der Garde und eine Wildelfe stoßen bei ihren Nachforschungen auf eine Welt voller Intrigen und magischer Rätsel.
Als Zimerias Armeen drohen, offenbart sich ein Netz des Verrats, in dem ein Taschendieb und verbotene Magie die Schlüssel zur Rettung sein könnten.

Inmitten des Chaos stellt sich die Frage: Kann das ungleiche Duo Eristria vor dem Untergang retten?

Cover:

Einfach gehalten und doch wirkt es mystisch und edel zugleich durch seine Schlichtheit. Nur die Symbolik eines Vogels und der Titel sind hier erkennbar und der Hintergrund ist in schwarz gehalten. Kleine Verzierungen in den Ecken runden es ab. Schlichte und dennoch interessante und passende Umsetzung.

Meinung:

Die Einführung bzw. der Rahmen des Ganzen ist toll gewählt und gibt der Geschichte eine runde Struktur. Die Einführung weckt das Interesse und ist gut umgesetzt. Schnell ist man im Geschehen und temporeich geht es hier voran.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel erzählen und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu bedeckt.

Der Schreibstil ist detailreich und temporeich umgesetzt. Die Charaktere sind gut durchdacht und es im Gesamten sehr spannend und interessant umgesetzt. Die Gliederung und auch die Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Die Geschichte ist spannend umgesetzt und die Erzählung wirkt sehr lebendig und auch die Emotionen und Atmosphäre kommt spürbar herüber.

Die Charaktere sind gut durchdacht und in die Geschehnisse findet man sich gut hinein. Die Verstrickungen machen es spannend und losen sich erst nach und nach. So wird die Struktur und die Neugier aufrecht erhalten. Bis zum Ende bleibt es spannend und rasant und das Interesse auf mehr und den nächsten Band wird hier auf jeden Fall geweckt.

Mich konnte die Erzählung erreichen und mitnehmen. Fantasievoll, magisch, spannend und actionreich geht es hier schnell und flüssig voran. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung meinerseits.

Fazit:

Spannend, fantasievoll und rasant eröffnet hier der erste Band dieser Fantasy-Reihe.

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Rezensionen von Miro:

Mütter und Töchter

Die Summe unserer Teile von Paola Lopez

Lucy hat den Kontakt zu ihrer Mutter vor drei Jahren abgebrochen, als eines Tages ihr alter Konzertflügel in ihrem WG-Zimmer steht. Er nimmt sehr viel Raum ein und Lucy fühlt sich ziemlich aus der Bahn geworfen von diesem unübersehbaren Objekt ihrer Kindheit. Der Flügel wirft Fragen auf und Lucy flüchtet erst mal, bevor sie bereit ist, sich diesen Fragen zu stellen.

Auch ihre Mutter Daria hatte den Kontakt zur Mutter abgebrochen. Sie lebte als Wissenschaftlerin im Libanon und hatte ihre Tochter zum Studium nach München geschickt, damit sie vor dem Bürgerkrieg sicher war. Als Daria selbst ein Kind hatte, wurde sie von ihrer Mutter Lyudmila in München besucht. Die letzten Worte zwischen diesen beiden Frauen waren kalt und verletzend. Der Besuch ist komplett aus dem Ruder gelaufen und somit ist Lucy in dem Glauben, ihre Großeltern wären verstorben aufgewachsen.

Die Autorin erzählt uns in wechselnden Kapiteln aus den Leben der drei Frauen. Alle drei haben sich der Wissenschaft verschrieben und gehen ihren Weg relativ unbeirrbar. Lyudmila hatte Polen während des 2. Weltkriegs verlassen und im Libanon eine neue Heimat gefunden. Sie musste sich viel erkämpfen, blieb dabei allerdings emotional auf der Strecke. Sie scheint auch nie gelernt zu haben, emotionalen Belangen den nötigen Stellenwert zuzuschreiben. Sie hat mit einigen Traumen zu kämpfen, erklärt sich ihrer Tochter allerdings nie.

Daria fühlte sich wohl von ihrer Mutter zurückgewiesen, denn sie scheint sich nie um die Mutterliebe zu bemühen. Dafür überschüttet sie Lucy mit ihrer Liebe und gleichzeitig mit ihren Erwartungen. Daria durfte nie Klavierspielen lernen, denn die schönen Künste seien Zeitverschwendung. Man sollte seine Energien den wahren Wissenschaften widmen. Lucy durfte das Ausleben, was ihrer Mutter verwehrt blieb. Wie das meistens ausgeht, kennen man ja.

So lesen wir von drei Frauen, die es nie gelernt haben ihre Bedürfnisse zu äußern, sondern besser strikt einen Weg zu verfolgen, der vielleicht nicht zielführend ist. Lucy schafft es vielleicht da auszubrechen. Erste versöhnende Schritte werden gemacht, aber es bleibt noch ein langer Weg. Ihr wurde ein Zweig ihrer Familiengeschichte vorenthalten, dem sie sich nun beginnt anzunähern.

Wir lesen hier nicht linear, erfahren manchmal Dinge, die den Protagonistinnen nicht bekannt sind und können uns so unser Bild zusammenbauen. Die Autorin beleuchtet immer wieder Szenen in den Vergangenheiten der drei Frauen und führt so mit Mut zur Lücke durch deren Geschichten. Schlußendlich kam für mich nichts überraschend, denn es gab für alle Wendungen ausreichend Andeutungen. Aber richtig auserzählt sind die Geschichten nicht. Mir hat das gut gefallen, aber ich kann verstehen, dass andere Leser*innen genau das kritisieren.

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