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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

Lebensfroh & atmosphärisch

Merci Agneta von Emma Hamberg

„Merci Agneta“ ist nach „Bonjour Agneta“ der zweite Band aus der Reihe „Neuanfang auf Französisch“ von der in Schweden lebenden Autorin Emma Hamberg. Das Buch lässt sich unabhängig vom vorherigen lesen, aber ich empfehle die Reihenfolge einzuhalten, da es schön ist, die Entwicklung der Protagonistin zu verfolgen.

Agneta ist in ihrem neuen Leben in Saint Carelle angekommen. Sie hat dort neue Menschen kennengelernt und genießt das Leben während ihr Mann und ihre Kinder weiterhin in Schweden leben. Agneta kümmert sich um den 80-jährigen demenzkranken Einar, flirtet mit dem Barbesitzer Fabien, genießt die Leichtigkeit des Lebens und die Atmosphäre Frankreichs.

Der Schreibstil von Emma Hamberg ist lebendig und liest sich locker und leicht. Mit Agneta hat sie eine liebenswerte Protagonistin erschaffen, der man ihr Glück und ein wenig Leichtigkeit gönnt. Ich habe Agneta gerne durch den Tag begleitet und mit ihr das sommerliche Gefühl und den Flair von Saint Carelle genossen. Leider bleibt es nicht dabei und wie es auch im echten Leben immer wieder vorkommt, gibt es auch in Agnetas Leben Schattenseiten.

Mit viel Gefühl, aber auch einer Portion Humor wird Agneta und ihr sich veränderndes Leben beschrieben. Ich habe ihre Entwicklung gerne verfolgt und hatte das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen.
Die Kapitel sind kurz - 56 auf gerade mal 448 Seiten - und so bin ich in Versuchung geraten immer schnell noch eines zu lesen, bis ich das Buch plötzlich durch hatte.

Für mich war es ein richtig schöner, herzerwärmender Sommerroman, mit einer liebenswerten Protagonistin, über die ich gerne noch mehr lesen würde.

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Rezensionen von Claudia R.:

magisch und fesselnd

Die Säulen der Magie - Blutbund von Daniela Zanger

Klappentext / Inhalt:

Wenn die Schatten der Vergangenheit nach der Zukunft greifen …
Seit nunmehr acht Jahren herrschen Beltaine und Gareth gemeinsam über die Inseln.
Beltaine kämpft darum, die Prüfung als Meisterin der Magie zu bewältigen, und weckt die Macht des Urquells in sich – mit katastrophalen Folgen.

In Bewusstlosigkeit gefangen, träumt sie von Ereignissen, die alles verändern sollen. Wieder erwacht, entsteht eine Kluft aus verletztem Stolz und Zweifeln zwischen ihr und Gareth.
Gareth wird von den Sünden seiner Vergangenheit eingeholt und die Schuld droht, ihn zu erdrücken. Um seine einstigen Fehler wiedergutzumachen, reist er nach Keston und gerät dort in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Tod.
Währenddessen findet Tamwyn eine neue Quelle der Macht, die das Gleichgewicht der Magie für immer zu zerstören droht. Um zu schützen, was ihnen lieb und teuer ist, müssen die beiden ihre Vergangenheit und Zweifel hinter sich lassen. Es gibt nur einen Weg, gegen ihre Feinde bestehen zu können.
Ein Bund, der bisher nie gewagt wurde …Verzweiflung, Liebe und Verrat … Die epische Fortsetzung der High-Fantasy-Reihe, die Fans von Gillian Bradshaw lieben werden!

Cover:

Von der Optik ist das Cover sehr schön umgesetzt und fällt einen direkt auf. Die Ähnlichkeit zum vorherigen Band ist sehr groß, da diese fast identisch sind, einzig der Schriftzug mit der Bezeichnung des zweiten Bandes steht fast unscheinbar unter dem Titel und macht eine Änderung aus. Hier hätte ich mir vielleicht noch etwas deutlicher eine kleine Unterscheidung für den zweiten Band gewünscht und wenn es nur die Zahl 2 irgendwo zur Erkennung gewesen wäre, denn auf den ersten Blick, weiß man hier nicht, welchen Band der Reihe man hier in den Händen hält, da sie dafür einfach zu identisch sind. Aber dies nur eine Anmerkung meinerseits, ansonsten finde ich die Cover wirklich sehr schön und beeindruckend.

Meinung:

Spannend, magisch und unglaublich fesselnd zieht einen diese Erzählung schnell in ihren Bann. Dies ist bereits der zweite Band und ich würde durchaus empfehlen, den vorherigen zu kennen. Da ich diesen erst kurz zuvor gelesen hatte, fiel es mir sehr leicht in Geschehnisse, Ereignisse und Charaktere hineinzufinden.

Nach einer kurzen Einführung und der Erzählung was bisher geschah ging es mit einem Sprung von acht Jahren weiter und man lernt hier schnell einen neuen Charakter kennen. Nelia, die uneheliche Tochter von Gareth ist eine starke Persönlichkeit und auch in sie fand ich mich gut hinein. Die Wechsel zwischen den Charakteren ist auch hier sehr gut gelungen.

Inhaltlich möchte ich hier nichts weiter verraten, denn dies könnt ihr am Besten selbst lesen und so herausfinden. Daher werden hier keine inhaltlichen Angaben zu Geschichte gemacht.

Der Schreibstil ist wortgewandt und bildlich. Situationen und Ereignisse kann man sich gut vorstellen. Man merkt, dass sich viel Gedanken zu Hintergründen, Charakteren und Welt gemacht wurde. Die Geschichte ist fesselnd und interessant umgesetzt. Die Beschreibungen sind faszinierend und man kommt gut in alles hinein.

Die recht kurzen Absätze machen es kurzweilig und erzeugen zugleich Spannung und Tempo und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Auch die Anfänge sind deutlich und gut erkennbar. Die Namensnennung ist hilfreich zur Einordnung der Perspektive. Gliederung und Gestaltung haben mir auch im zweiten Band sehr gut gefallen.

Die wunderschöne Karte zu Beginn, die Page-Overlays, der fantastische farbige Buchschnitt und auch der Anhang am Ende runden das Ganze perfekt ab.

Fazit:

Spannend, magisch und unglaublich fesselnd zieht einen diese Erzählung schnell in ihren Bann.

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Rezensionen von Claudia R.:

Gardasee Krimi mit DolceVita Flair

Die Schlange von Sirmione von Isabella Archan

Klappentext / Inhalt:

Der Gardasee: Lago della morte? Eine Wiener Ermittlerin mit Biss soll eine Auszeit nehmen – und landet bei der italienischen Polizia.
Sind Zornnattern giftig?
Nein, aber Respekt sollte man ihnen aufgrund ihres temperamentvollen Verhaltens trotzdem entgegenbringen. Edwina Teufel ist eigentlich Chefinspektorin in Wien und durch ihren Biss absolut erfolgreich in der Verbrechensaufklärung.

Dieser steht ihr – ebenso wie ihr hitziges Temperament – allerdings häufig im Weg, denn was sie gar nicht leiden kann, sind Gedankenlosigkeit und Nachlässigkeit. Gerechtes und sauberes Arbeiten ist ihr Credo. Und bei Schlampereien, die im schlimmsten Fall den Opfern oder deren Angehörigen schaden, droht der eine oder andere Wutausbruch im Bundeskriminalamt, weshalb Edwina von den Kolleginnen gern „Zornnatter“ genannt wird. Auf den Rat der Polizeitherapeutin hin nimmt sich Edwina schließlich ein Jahr Auszeit am Gardasee und möchte mit ihrem Toni das Dolce Vita genießen.
Sabbatical mit Todesfolge
Doch die eifrige Wiener Ermittlerin findet, dass es auch zu viel Far Niente gibt, und arbeitet ein paar Stunden in einem Fundbüro, um ihren Arbeitsdrang zu befriedigen. Als im Fundbüro eine Schlange abgegeben wird, ist das idyllische Leben in Bella Italia endgültig vorbei. Der Schlangenfinder wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Schnell spricht sich herum, dass es sich um den bekannten Eistüten-König von Sirmione handelt. Selbstverständlich heuert Edwina nun bei der Polizia an und mischt sich – ohne den Commissario Adriano Alceste immer in ihre Unternehmungen einzuweihen – tatkräftig in die Ermittlungen ein.
La vita è bella – oder la vita è pericolosa?
Isabella Archan nimmt uns mit an den Lago di Garda, aber sie geht nicht mit uns Pizzaessen und anschließend auf ein Glas Aperol Spritz mit Ausblick auf den See, während die Sonne romantisch in der Ferne untergeht. Nein, sie schleicht mit uns durch die Gassen von Sirmione und schickt uns zu einem Tortellinifestessen und einem Poesiewettbewerb, um einen Mörder*in zu finden. Schlagfertig, zielsicher und definitiv nicht auf den Mund gefallen: So mischt Edwina Teufel Sirmione auf!

Cover:

Das Cover wirkt sehr idyllisch und atmosphärisch und wurde sehr schön umgesetzt, Dies verbreitet fast schon ein wenig Urlaubsstimmung. Optisch und auch farblich wurde es toll umgesetzt.

Meinung:

Ein atmosphärischer Gardasee-Krimi mit Dolce-Vita Flair. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und besonders Edwina ist auf ihre ganz eigene Art eigen und besonders.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist bildlich und atmosphärisch umgesetzt. Die Ermittlungen sind gut gelungen und auch so einige Wendungen sorgen für Unterhaltung. Edwina gegenüber bin ich etwas Zwiegestalten. einerseits mag ich Charaktere mit Ecken und Kanten und anfangs fand ich sie auch sehr interessant und unterhaltsam, aber manches war mir dann doch to much und ging mir fast ein wenig auf die Nerven.

Die Kapitel selbst sind recht kurz und ermöglichen so einen schnell und recht guten Lesefluss. Spannung und Tempo wird durch die kurzen Kapitel aufgebaut. Diese sind einfach durchnummeriert und die Zahlen am oberen Seitenrand zu finden. Leider haben sich so einige Fehlerteufelchen eingeschlichen, sei es Kommata, Rechtschreib- oder auch Wortfehler, manchmal fehlten auch Buchstaben, darüber stolperte ich leider doch etwas häufiger und es schränkte auch ein wenig den Lesefluss ein, was sehr schade war. Der Spannung und dem Flair der Geschichte konnte es aber nichts anhaben. Toll fand ich auch die bildlichen Beschreibungen der Umgebung. So konnte ich mir den Gardasee und die wunderschönen Sehenswürdigkeiten und die traumhafte Natur sehr gut vorstellen und man bekommt direkt Lust einen Abstecher dorthin zu unternehmen.

Die Geschichte selbst ist spannend und interessant umgesetzt und auch der Humor und das italienische Flair kommt nicht zu kurz. Sehr unterhaltsam und kurzweilig.

Toll fand ich auch die abgerundeten Seiten, die machten es irgendwie auch besonders und gut zu händeln.

Fazit:

Ein atmosphärischer Gardasee-Krimi mit Dolce-Vita Flair.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Ein Sommer der Veränderungen

A Summer to Remember von Morgane Moncomble

Ich liebe diese Reihe ja sehr, aber ich mag einfach kein Second Chances. Das ist absolut gar nicht mein Trope und auch wenn ich Jazz und Andréa sehr mochte, hab ichs nicht gefühlt. Andréas Erinnerungen an die vergangene Liebe waren mir teilweise irgendwie zu schmalzig, und dass Jazz auch drei Jahre später noch nicht loslassen und verarbeiten konnte finde ich super unrealistisch.

Was ich mochte und total süß fand war ihre erste Liebesgeschichte, die Rückblenden in die gemeinsame Zeit. Dieser nostalgische Flair einer ersten Liebe, die Sorglosigkeit mit der man sich einander hingibt ist super rübergekommen. Da gab es ein paar wirklich cute Momente, die mir sehr gut gefallen haben. Ich habe aber ehrlich gesagt die gesamte Geschichte über eine andere Konstellation geshippt und war deshalb dem Liebescomeback gegenüber auch nicht so richtig aufgeschlossen, bin ich ganz ehrlich.
Andréa fand ich oft übergriffig und bevormundend. Den Vibe hab ich null gespürt und ich finde man merkt einfach, dass die Gründe für die Trennung durchaus legitim waren und obwohl beide sich bemühen einander nochmal eine Chance zu geben, sich grundsätzliche Verhaltensmuster und Lebensziele nicht geändert haben.

Das Ende hat mich dann aber wieder wunderbar versöhnt mit der Geschichte. Die Irrungen und Wirrungen des Lebens kommen hier gut rüber. Und Jazz, das war echt wow. Hatte das Gefühl eine Freundin gehen lassen zu müssen als das Buch zu Ende war. Hätte grade am Anfang der Geschichte nie gedacht, dass ich doch so an ihr hängen würde. Und das vielleicht wichtigste überhaupt: Ezra totally stole my heart.

Vielleicht nicht mein liebstes Buch der Reihe, aber hatte was.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Eine Verkettung ungünstiger Umstände

Horror-Date von Sebastian Fitzek

Ich bin großer Fan der Fitzek-Thriller aber seine Romane konnten mich bisher eher nicht hinter dem Ofen herholen. Bei diesem fand ich jetzt aber die Grundidee sehr ansprechend und habe mir viel erhofft. Vielleicht aber zu viel.

Die Figuren sind sehr klischeehaft gezeichnet. Eigentlich weiß man bereits nach wenigen Seiten, wie der Hase läuft und was man von der Story zu erwarten hat.

An sich finde ich das auch erstmal nicht schlimm, aber da auch sonst nicht viel überraschendes passiert, war es irgendwann ein bisschen mau.

Die Story wirkt zu gewollt witzig. Die chaotischen Zufälle, Missverständnisse und Ungeschicke reihen sich hier zahlreich aneinander. Das ist überhaupt nicht mein Fall, weil es gar keine Atempausen von der eher mittelmäßigen Situationskomik gibt.

Die Kapitel sind kurz und lesen sich flüssig. Sein Handwerk beherrscht Fitzek eben, sodass die Geschichte angenehm vor sich hinplätschert und durchaus kurzweilig ist. Man verpasst nichts, wenn mans nicht liest, dafür fehlt die Tiefe. Der Roman soll unterhalten und tut das auf Slapstick-Art.
Ich fands ok und ganz nett für zwischendurch.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Ein riskanter Plan

Du hast mich zuerst getötet von John Marrs

Ich mag ja psychologische Thriller und Krimis, die ein Verbrechen von langer geplant zur Perfektion kommen lassen. Und dieses Buch von Jon Marrs ist eine gute Mischung aus beiden. Es ist böse, düster und durchtrieben, aber auch einfach sehr spannend, da niemand sein wahres Gesicht zeigt.

Am Anfang fand ichs etwas gewöhnungsbedürftig, da es eine Perspektive gibt, die nicht zu den anderen passt.

Es braucht ein bisschen bis ich sie einordnen und das ganze Ausmaß dessen erfassen konnte, wofür sie steht.

Spannend ist aber? Dass jede der Figuren ihr ganz eigenes Spielchen spielt und damit lange nicht klar ist, wer genau hier Opfer und wer Täter ist. Die Grenzen von Recht, Gerechtigkeit und Moral werden hier bis zum Zerreißen ausgedehnt. Aber genau das gibt der Geschichte ihren Reiz.

Teilweise hatte es ein paar Längen und generell ist die Handlung sehr gedehnt. Da hätte es für mich gerne etwas knackiger sein können. Trotzdem was es flüssig zu lesen und unterm Strich wurde ich überrascht, schockiert und gut unterhalten.

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Rezensionen von peedee:

Der traurige Samson

Pfotenglück und Sommerwellen von Petra Schier

Lichterhaven, Band 8: Isalie ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, sondern auch Influencerin mit Hunderttausenden von Followern. Aber irgendetwas ist für sie nicht mehr stimmig – sie kann es aber noch nicht benennen. Der neuste Auftrag führt sie nach Lichterhaven, wo sie einem Bauern helfen soll, das Unternehmen vor dem Untergang zu retten.

Max, der besagte Bauer, wurde von seiner Mutter, die den Auftrag erteilt hat, überrumpelt. Wie soll ausgerechnet diese Tussi aus Hamburg ihm helfen können?

Erster Eindruck: Auf dem Cover Sonne, Sand, Strandkorb und ein Neufundländer-Welpe – braucht es mehr? Ich denke nicht.

Dies ist Band 8 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Isalie und Max erzählt; den Part der Vierbeiner übernimmt Samson. Der Neufundländer kommt mir in der Geschichte viel grösser vor als auf dem Cover abgebildet. Er ist traurig, richtiggehend depressiv. Kein Wunder, denn er wurde einfach von seiner vorherigen Familie „vergessen“ – sie haben ihn ausgesetzt! Er weiss nicht, ob er je wieder glücklich sein kann. Bei Max läuft es auch nicht toll, denn seine Frau hat ihn betrogen und ihn und die beiden Kinder verlassen. Und dann forderte sie von Max, dass er sie ausbezahlte, was sein Unternehmen an den Rand des Ruins brachte. Isalie war zwar schon mal auf einem Bauernhof zu Besuch, ist aber durch und durch eine Stadtpflanze und hat vom Landleben keine Ahnung. Es gehört jedoch zu ihrem Job, sich in neue Unternehmensbereiche hineinzudenken, um umsetzbare Strategien präsentieren zu können. Die Begrüssung durch Max ist sehr frostig. Wie soll das funktionieren, wenn er gar keine Lust auf diese Unternehmensberatung hat?

Eine influencende Unternehmensberaterin, die sich Make-up auftragend im Internet zeigt und Marketingtipps gibt? Wird man da ernstgenommen? Nun ja, in der heutigen Zeit scheint das „normal“ zu sein. Max‘ Familie hat mir sehr gefallen – es ist sehr schön, wie seine Eltern ihn und die Kinder unterstützen. Er ist sich absolut bewusst, dass er grosses Glück hat, denn ohne diese Unterstützung wäre für ihn – wie für viele alleinerziehende Eltern – das Ganze nicht zu managen. Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen und im Nu war es auch schon zu Ende. Es hat mir gefallen, aber leider weniger als die bisherigen Bände. Für mich war unverständlich, wie Max seinen Hof aufgrund von Isalies Unternehmensstrategie so schnell umkrempeln kann. Mein obligater Hinweis folgt zum Schluss: Petra Schier schreibt Bücher für Erwachsene, daher gibt es auch hier eine „heisse“ Szene. Von mir gibt es dieses Mal knappe 3 Sterne.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Im Augenblick leben

Für immer von Maja Lunde

Ich fand das thematische Gedankenspiel super interessant: die Welt steht still, was würdest du tun? Maja Lunde hat damit bei mir absolut einen Nerv getroffen, vermutlich sogar den Nerv ganzer Generationen. Hat mir gut gefallen.

Fast hätte ich mir ein bisschen mehr Background gewünscht, mehr Erklärungen dazu, was geschehen ist und welche Auswirkungen es auf das Leben hat.

Hier bekommt der Leser nur keine Einblicke, die Schlaglichter einiger ausgewählter Leben. Und die sind durchaus gut und divers gewählt, trotzdem hätte mich auch die wissenschaftliche Betrachtung dahinter interessiert.

Da ist viel Unwissenheit, ein bisschen hoffnungsvolle Freude, Resignation und Angst. Doch diese Emotionen stehen ein bisschen im Luftleeren Raum; ihnen wird keine echte Richtung gegeben. Es ist dieses „alles ist möglich“-Paradox. Es ist eine Momentaufnahme, Leben im Jetzt, Leben ohne Ziel und dadurch auch ein bisschen Leben ohne Sinn.

Es ist eine sanfte, wunderschön erzählte Geschichte. Ich habe die Eindrücke, Gedanken und Gefühle gerne beobachtet, auch wenn sie teilweise trotz nahbarer Themen für mich wenig greifbar waren. Aber ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und Gesprächsstoff bietet.

Die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven lesen sich sehr angenehm. Die Geschichte es eher suggestiv, nicht unbedingt detailreich und von der Erzählweise für mein Empfinden sehr episodisch. Das schaffte für mich eine gewisse Distanz zu den Figuren, als Leser bleibt man Beobachter, was mir in diesem Fall aber gut gefallen hat.
Empfehle ich gerne weiter.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Guter zweiter Band

Liga Lexis - Blutrote Tinte von Mo Enders

Was passiert, wenn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwinden? Ja, wenn sie sogar gesprengt werden? Das erfährt der Leser in dieser Fortsetzung von Liga Lexis. Ich mochte Band 1 super gerne und habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Diese kam für mich etwas schwächer daher als der Auftaktband.

Ich hatte hier auf neue Buchfiguren und spannende Begegnungen gehofft, allerdings knüpft die Handlung sehr unmittelbar an den vorherigen band an, sodass die Handlung sich weiterhin in dem Rahmen bewegt, den bereits Band 1 gesetzt hat.

Annie habe ich in diesem Band als etwas unstetig empfunden. Nicht nur, weil sie an absoluter Selbstüberschätzung leidet, was ihre Fähigkeiten anbelangt, auch zwischenmenschlich ist sie sehr wankelmütig unterwegs. Ich hab auf jeden Fall in diesem Band deutlich häufiger den Kopf über ihre wahnwitzigen Pläne geschüttelt und darüber, dass sie nie über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenkt. Wofür sie letztendlich in diesem Band auch die Quittung bekommt. Im Mittelteil plätscherte die Handlung so ein bisschen vor sich hin, bevor es auf den letzten Seiten nochmal richtig packend wird.

Alles rund um die Buchwelt, den Limbus und Charon fand ich wieder sehr interessant und durchaus spannend angelegt. Auch gibt es in diesem Buch ein paar durchaus überraschende Enthüllungen, sodass es durchweg stimmungsvoll und auch mitreißend bleibt. Für mich ist das eine Geschichte, die man am liebsten überhaupt nicht aus der Hand legen will, weil es gefühlt noch so viel zu entdecken und verstehen gibt.

Ein bisschen enttäuscht bin ich in diesem Buch ja von Caspian, dessen Charakterentwicklung größtenteils stagniert, dafür stehen Freundschaften und Loyalität hier wieder sehr im Fokus. Besonders für Jugendfantasy finde ich das richtig stark.
Bin auf den Reihenabschluss jetzt auf jeden fall schon sehr gespannt.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Wow, tough topic, aber gut rübergebracht

Something happened to Ally von Hayley Krischer

Romane, die Triggerthemen rund um sexualisierte Gewalt beinhalten finde ich oft schwierig, denn es ist ein thematisches Minenfeld und ein schmaler Grad in Hinblick auf Pietät und Empathie. Dieses Buch schafft den Balanceakt aber sehr gut. Und da ich es wichtig finde, dass offen mit solchen schweren Themen umgegangen wird, haben solche Bücher auch absolut ihre Daseinsberechtigung.

Die zwei weiblichen Perspektiven auf ein und das selbe Ereignis, einmal die Täter- bzw. Mitwisser-Perspektive und einmal das Opfer, das war einfach grandios. Erschreckend, beängstigend, zum aus der Haut fahren. Es ist keine leichte Geschichte, aber es ist ein realistisches Szenario.

Ich fand vor allem Ally sehr nahbar und sympathisch und habe sehr mit ihr mitgefühlt. Den Mean Girl Club rund um B. fand ich aber auch sehr authentisch angelegt. Mitleid konnte ich trotzdem nicht mit ihr empfinden, auch wenn vor allem ihr moralisches Dilemma zum Ende hin mich doch gepackt hat. Das war überzeugend angelegt, zwischen Selbstschutz, Egoismus und Zweifel wurde B. für mich quasi zur Verliererin der Geschichte, was fast schon traurig war.

Ich finde diese Art Geschichte so wichtig, nicht nur weil sie ein relevantes und brisantes Thema sichtbar machen, sondern den Leser auch sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. Und das schafft dieses Buch auf eine eher sanfte Art. Hier wird nicht mit der Keule geschwungen und dem Finger gezeigt, es ist deutlich subtiler. Aber es ist eine starke und bestärkende Geschichte.

Der Schreibstil ist leicht und erleichtert damit auch das Lesen des Buches, dass viele Emotionen, viele Gedanken und viele Facetten mitbringt.

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