Kunden em pfehlungen
Rezensionen von beigeandberries :
Eine tolle Sommerlektüre
Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas von Jay McLean
Ich fand Loving Lucas richtig toll. Das Buch hat mich echt überrascht und zwar im allerbesten Sinne. Am Anfang dachte ich, es wird eine typische Liebesgeschichte. Aber die Geschichte ist komplexer.
Schon das Cover und der lilafarbene Farbschnitt mit den goldenen Details haben mir total gut gefallen.
Allein vom Optischen her wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Laney, die Hauptfigur, mochte ich richtig gerne. Ich konnte ihre Gefühle total gut nachvollziehen. Die Beziehung zwischen Lucas und ihr hat mich berührt. Die beiden passen so richtig gut zusammen, auch wenn es manchmal kompliziert ist. Es gab romantische, aber auch traurige Momente und ich habe richtig mitgefühlt. Ich mochte, dass sich ihre Geschichte sich langsam entwickelt hat und nicht übertrieben wirkt.
Der Schreibstil hat mir total gefallen. Einfach zu Lesen und trotzdem mit viel Gefühl. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich war es die perfekte Mischung aus Sommerlektüre und Herzensgeschichte.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände der Reihe.
Rezensionen von barbara.liest:
ein Muss für kleine Tierfans
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Tiere von Susanne Gernhäuser
Die Wieso? Weshalb? Warum? Bücher lieben wir sehr.
Mein ABC der Tiere hat uns wieder mal total begeistert.
Alphabetisch geordnet findet man viele bekannte (Tiger, Giraffe usw) und auch einige weniger Bekannte Tiere wie zum Beispiel die Trottelhummel, die ich selbst erst durchs Buch kennengelernt habe.
Über 200 Tiere sind in diesem Buch zu finden, für fast jeden Buchstaben gibt es eine eigene Seite.
Dazu gibt es sehr gute und leicht verständliche Erklärungen und die Zeichnungen sind wie immer sehr gelungen. Sie sind farbenfroh und detailliert illustriert.
Das Poster wurde sogleich im Kinderzimmer aufgehängt und wird regelmäßig bestaunt.
Das Lexikon ist nicht nur sehr lehrreich sondern auch unterhaltsam.
Die Pappseiten liegen gut in der Hand und man braucht nicht befürchten, dass sie beim fünften Lesen bereits zerknittert sind. Auch die Klappen sind stabil und von guter Qualität.
Eine absolute Empfehlung für kleine und große Tierfans.
Rezensionen von Kwinsu:
Viel Flair, wenig Geschichte
Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger
Eines Tages wird eine junge Frau an die Küste vor Stone Harbor in Maine angespült und von Ann und ihrer Freundin Julie liebevoll aufgenommen und aufgepäppelt. Wie sich herausstellt, war Mina, wie die "Meerjungfrau" heißt, bereits als Kind als Sommergast mit ihrer Familie öfter in der Gegend.
Die drei Frauen werden zu einer freundschaftlichen Einheit, doch jede einzelne von ihnen hat mit der Liebe und dem Leben als Hummerfischerin zu kämpfen.
Üblicherweise erwähne ich das Cover in meinen Rezensionen nicht, aber jenes der "Hummerfrauen" verdient eine spezielle Erwähnung - der äußere Umschlag zeigt einen roten Hummer, während der Druck am Hardcover einen blauen zeigt - eine schöne Anspielung auf Ann's ungewöhnliches Haustier - den blauen Hummer Mr. Darcy. Nicht nur das Haustier ist ungewöhnlich (besonders, wenn man bedenkt, dass Ann die Tiere ansonsten fängt, um sich mit ihnen ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihnen so einen grausamen, im heißen Wasser eintretenden Tod beschert), sondern auch die Frauen selbst. Die eine - Ann - hat sich vor Jahrzehnten trotz des Widerstands des gesamten Dorfes durchgesetzt und ist Hummerfischerin geworden, obwohl das bislang nur Männern vorbehalten war. Auch Julie ist störrisch, vorlaut und derb und schert sich nicht um Konventionen. Mina hingegen ist eingeschüchtert und geprägt von ihrer herrischen und negativen Mutter, die ihr nie Liebe entgegenbringen konnte.
Die Sprache ist eingehend und angenehm zu lesen, die Geschichte springt zwischen den Jahren 2000/2001 und 1982, mit Ausnahme von Prolog und Epilog, die in der Gegenwart angesetzt sind. Die Zeitsprünge bringen eine willkommene Abwechslung in das Geschehen. Bedauerlicherweise dümpelt die Geschichte über weite Strecken so vor sich hin, zieht sich und ist nur wenig spannend. Als dann im letzten Drittel ein spannender Verdacht im Raum steht und sich das Blatt wenden zu scheint, wird dieser aber schnell wieder fallen gelassen. Das ist schade, denn es hätte der Geschichte eine entscheidende Wendung geben können. So verfolgen wir über weite Strecken Dorftratsch, gescheitere Beziehungen, bösartige Mütter und Nachbarinnen, unerfüllt und aufgegebene Lieben, Konflikte unter Freund*innen und das meist ohne Ziel. An vielen Stellen dachte ich beim Lesen an "Virgin River" in Maine. Viele Charaktere werden eingeführt und immer wieder erwähnt, ohne, dass sie für die Geschichte eine wesentliche Bedeutung hätten. Das Gefühl der rauen Landschaft und See konnte die Autorin sehr gut vermitteln, die Entwicklung der Charaktere und der Geschichte blieb aber größtenteils langweilig und vorhersehbar. Nach Beendigung des Buches habe ich das Gefühl, dass zwar viel, aber nichts wirklich erzählt wurde. Schade, besonders die Mutter-Tochter-Beziehung von Mina und ihrer Mutter Judith hätte Potential gehabt, wird aber leider auch nicht ansatzweise weiterverfolgt oder aus erzählt.
Mein Fazit: "Die Hummerfrauen" mag ein sommerlicher, leichter Roman sein, der oberflächlich von Freundschaft, Liebe und Konflikten erzählt und für alle empfehlenswert ist, die "Virgin River" lieben. Tiefe, Weiterentwicklung der Charaktere und Beziehungen und das große Ganze bleibt das Buch aber leider schuldig. Highlights sind die kurzen Sequenzen, in denen der blaue Hummer Mr. Darcy als Haustier vorkommt.
Rezensionen von Sheilo:
Schon jetzt ein absolutes Lesehighlight
The Darlington - Henry & Kate von Laura Kneidl
Kate lebt seit einem schweren Schicksalsschlag auf der Straße und versucht, dort zu überleben, wobei sie sich auch mit Diebstählen über Wasser hält. So lernt sie Henry kennen, den Geschäftsführer des Luxushotels "The Darlington" und Kate erhält ihre Chance auf ein ganz neues Leben.
"The Darlington: Henry & Kate" ist der fantastische Auftakt zur neuen Trilogie von Laura Kneidl, welcher für mich schon jetzt ein absolutes Jahreshighlight ist.
Einmal mit dem Lesen begonnen, fesselt die Geschichte den Lesenden und die fortlaufend vorhandene Spannung macht es einem sehr schwer, dass Buch zur Seite zu legen. Besonders interessant fand ich die Einbindung der High Society in die Geschichte und deren Leben voller Vorurteile und Ungleichbehandlungen.
Kate musste trotz ihres jungen Alters von 20 Jahren in ihrer Vergangenheit schon so einiges durchmachen, hat jedoch nie ihren Lebensmut verloren. Sie ist loyal und bestrebt, die Chance auf einen Neuanfang zu nutzen. Die Einblicke in ihre Jugend lieferten immer wieder kleine Puzzlestücke, die sich mehr und mehr zu einem Gesamtbild zusammengesetzt haben, welches dafür gesorgt hat, dass ich mich richtig gut in Kate hineinversetzen konnte.
Henry ist ein sehr charmanter Mann, für den die inneren Werte eines Menschen zählen und das trotz des egoistischen und verachtenden Umfelds, in welchem er umgeben von reichen Persönlichkeiten aufgewachsen ist. Er tut alles für das Hotel und vergisst dabei auf sich selbst zu achten. Besonders mochte ich es, wie offen er auf Kate zugegangen ist und wie liebevoll sie miteinander umgehen, da sie trotz allem zweit komplett gegenteiligen, gesellschaftlichen Schichten angehören.
Henry und Kate erleben ein wahres Auf und Ab der Gefühle. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven sind noch bessere Einblicke gegeben und ich habe sehr mit den beiden mitgefiebert.
Alles in allem gelingt es der Autorin wunderbar, die Leser in eine komplett andere Welt mit tollem Setting zu entführen, wobei man sich durch die ausgiebigen Beschreibungen sehr gut vorstellen kann, selbst im Hotel gewesen zu sein.
Das edle Cover unterstreicht den Luxus des "The Darlington" sehr gut und die verschiedenen gesellschaftlichen Themen im Buch zeigen, dass auch eine Welt voller Ruhm und Reichtum nicht vor Problemen schützt. Neben den beiden Protagonisten lernen wir wundervolle Nebencharakter kennen, bei denen ich mich, nach dem überraschenden Ende des ersten Bandes, schon jetzt riesig auf die Fortsetzung der Reihe freue.
Rezensionen von Vobabooks:
Wunderbar und absolut empfehlenswert
Words Like Feathers von Marie Weis
Im Buch „Words like feathers“ von Marie Weis geht es um Liv und Tristan. Für Liv, die begeistert im niedlichen Kino in Bath arbeitet und restlos fasziniert von Filmen ist, wird ein großer Traum war: sie darf am CineStage Hills Retreat in Schottland teilnehmen. Überraschenderweise ist jedoch ihr Exfreund, der bekannte Musicaldarsteller Tristan, auch dort.
Die Vergangenheit steht zwischen ihnen, doch was war da eigentlich los und was bedeutet das fürs heute? Die Ereignisse nehmen ihren Lauf…
Ein wunderbares Romance-Buch zu den Themen Second Chance, große Liebe, mental health, Film/Schauspiel/Musical/Music/Kino - und das alles mit wunderbaren Freundschaften inmitten der wunderschönen schottischen Natur. Eine emotionale und sehr berührende Geschichte, dabei so tröstlich wie eine warme Umarmung. Ich habe die bisherigen Bücher von Marie Weis bereits geliebt und auch das hier ist definitiv eins meiner Jahreshighlights gewesen. Besonders begeistert war ich auch hier vom wunderschönen und berührenden Schreibstil. Ich freue mich schon, das Buch in einiger Zeit nochmal zu lesen. Also - eine absolute Herzensempfehlung!
Rezensionen von Flo:
Tolles Abenteuer
Dragon Ninjas, Band 1 - Der Drache der Berge von Michael Petrowitz
Der böse Drache O-Gonsho will die vier magischen Waffen der Ninjas in seinen Besitz bringen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das müssen die Schüler des geheimen Ninja-Internats Chipanea natürlich unbedingt verhindern! Gemeinsam machen sich die Freunde Lian, Sui und Pepp auf die abenteuerliche Suche nach der ersten Waffe: einem magischen Schwert.
Doch O-Gonsho ist ihnen dicht auf den Fersen …
Das Buch ist sehr spannend für die Zielgruppe. Für ab 8 jährige eine spannende Geschichte. Die Geschichte startet direkt lustig.
Es gibt Drachen ind Ninjas, wie der Titel schon verspricht, dazu gibt es Zusammenhalt, Mut und Freundschaft.
Erzählstil und Länge sind passend für die kleinen Leser und die Illustrationen lockern das ganze auf. Es gibt nicht so viele Illustrationen, aber sie sind schön und die Leser:innen können sich die Charaktere und Drachen besser vorstellen. Die wichtigsten Begriffe werden ganz hinten noch erklärt, sodass die Geschichte wirklich verständlich ist.
Spannend und lustig für kleine Drachen und Ninja Fans!
Rezensionen von Daggy:
Ein tolles Buch mit ungewöhnlichen Jugendlichen
Neue Heimat 0101 von Frauke Angel
Die Geschichte der Gang „Neue Heimat“, deren fünf Mitglieder in einer Hochhaussiedlung wohnen, geht nahtlos weiter. Das Cover ähnelt dem des ersten Bandes, nur diesmal sehen wir die Fünf in einem Zelt.
Firuz, der meist mit „Türke“ angesprochen wird, obwohl er keiner ist und auch kein Türkisch versteht, hütet nach wie vor Hunde.
Sein Traum ist eine Reise durch die Welt, denn er ist bisher nie in Urlaub gefahren. Weil Ferien sind und seine Mutter zur Busfahrerin umschult, muss er sich um seinen kleinen Bruder Omar kümmern. Aber dann beginnt für den zwölfjährigen Jungen ein Alptraum. Ein Bagger, der in der Siedlung Erde für Glasfaserkabel aushebt, verletzt eine Wasserleitung und Firuz bangt um seine Geldverstecke. Natürlich haben Enna, Vivi und die Zwillingen JJ einen Plan, wie sie ihrem Freund helfen können.
Enna, die immer wieder aufgrund ihres Ticks Schimpfworte ausstößt, hat eine tolle Idee und überzeugt die Freunde, dass sie so das Gesparte retten können.
Es ist einfach stark, wie die unterschiedlichen Jugendlichen so lebhaft geschildert werden können. Alle sind auf ihre Art liebenswert und hätten bessere Chancen im Leben verdient. Gerade darum ist es so schön zu erleben, wie sie, dank ihrer Freundschaft und die daraus resultierende Unterstützung, so viel leisten können. Enna ist dabei ein wenig des Gewissen der Gang, aber auch von den anderen gibt es immer wieder sehr gute Einwände und alle sind in ihrem „Fachgebiet“ wahre Meister*innen. Es geht um Identität, um Rassismus und Faschismus und natürlich um Freundschaft. Das Buch kann man in einem Rutsch lesen und am Ende wird es dann so richtig spannend. Ich freue mich schon auf den 3. Band.
Rezensionen von FogandBooks:
Strand, Sonne, Schatten – ein Sommerbuch mit leichten Schwächen
The summer that broke us von Lucia Sterling
Romantic Suspense ist für mich immer ein kleines Glücksspiel. Wenn's klappt, liebe ich die Mischung aus Gefühl und Nervenkitzel. Wenn nicht, dann bleibt man oft mit dem Gefühl zurück, dass etwas gefehlt hat. The Summer That Broke Us war irgendwo dazwischen.
Das Setting? Großartig. Malibu, Lifeguards, Sommerhitze – das Buch hat definitiv Vibes.
Diese Stimmung wurde auch schön eingefangen und hat mich atmosphärisch gut abgeholt. Man spürt die Sonne auf der Haut, hört das Rauschen des Meeres und bekommt Lust auf ein kühles Getränk am Strand. Dafür gibt’s definitiv Pluspunkte.
Womit ich allerdings gestruggelt habe, waren die Figuren. Sutton war für mich schwer greifbar, und obwohl ich gemerkt habe, dass da viel unter der Oberfläche brodelt, hat mir der Zugang zu ihr gefehlt. Ben hatte Potenzial, kam für mich aber nicht ganz aus seiner Rolle heraus. Ihre Dynamik hat zwar funktioniert, aber nicht gefunkt. Die Dialoge wirkten stellenweise eher wie eine Pflichtübung als echte, glaubhafte Gespräche. Da wäre mehr Tiefe schön gewesen.
Der angepriesene Spannungsanteil? Leider nur sehr dezent spürbar. Ein paar Momente, in denen angedeutet wird, dass da noch was kommen könnte, ja. Aber insgesamt war der Suspense-Teil für mich eher Kulisse als tragender Bestandteil. Der Cliffhanger zum Schluss hat dann aber noch einmal ordentlich nachgelegt und macht neugierig auf Teil zwei. Das ist definitiv nicht selbstverständlich, wenn einen die Figuren nicht zu hundert Prozent überzeugt haben.
Fazit:
Ein Buch mit tollen Sommer-Vibes, starker Kulisse und einem atmosphärischen Grundton, das aber im Bereich Figurenentwicklung und Spannung nicht ganz das liefert, was ich mir erhofft hatte. Als leichte Sommerlektüre für zwischendurch auf jeden Fall geeignet, mit Luft nach oben.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Lebenskluge und humorvolle Geschichte mit Tiefgang
Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht
Nachdem ich "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" der österreichischen Autorin Doris Knecht mit großer Begeisterung gelesen habe, freute ich mich sehr auf ihr neues Buch "Ja, nein, vielleicht". Meine Erwartungshaltung war sehr hoch - und ich wurde nicht enttäuscht!
Im Mittelpunkt der in der Ich-Form erzählten Geschichte steht eine namenlose Autorin Ende fünfzig, die nie geheiratet hat und deren Kinder, die Zwillinge Mila und Max, bereits ausgezogen sind und ihr eigenes Leben führen.
Sie ist erschüttert, als ihr Zahnarzt ihr sagt, dass einer ihrer Backenzähne nicht zu retten ist und gezogen werden muss. Der Gedanke, sich mit dem Älterwerden abzufinden, nagt an ihr, fühlt sie sich doch heute fitter als früher. Ein zweites Problem bahnt sich an, als ihre jüngere Schwester Paula sie bittet, wegen einer beruflichen Fortbildung einige Tage in der Stadtwohnung der Protagonistin wohnen zu dürfen. Zähneknirschend willigt diese ein, sie hat ja noch das kleine Haus auf dem Land, in das sie sich zurückziehen kann. Vollkommen überraschend läuft ihr dann auch noch nach 24 Jahren Friedrich im Supermarkt über den Weg. Die beiden pflegten damals ein lockeres und unverbindliches Verhältnis, das irgendwann endete, einfach so. Bald schon fragt sie sich, ob sie wirklich bereit ist, ihr behagliches Leben Friedrich zuliebe aufzugeben, schließlich ist sie doch zufrieden mit ihrem selbstbestimmten Leben, sie hat ihren Seelenfrieden und genießt ihre Unabhängigkeit ...
Wie bereits das Vorgängerbuch, so hat mich auch dieser lebenskluge Roman von der ersten Seite an mitgerissen und begeistert. Ich mag die intelligente Sprache und den Erzählstil der Autorin sehr, und ich bin gern in das Leben und die Gefühls- und Gedankenwelt der Ich-Erzählerin eingetaucht. Mit viel Empathie skizziert Doris Knecht ihre Protagonistin ganz wunderbar, mit ihrer unnachahmlichen Beobachtungsgabe und feinem Humor schildert sie ihren Alltag, die stressigen Vorbereitungen für die Hochzeit der besten Freundin, die Zahnbehandlungen und die Begegnungen mit ihrer Familie, ihren Freunden - und Friedrich.
Das Buch mit dem wunderschönen und farbenfrohen Cover beschreibt äußerst kurzweilig das wahre Leben und hat mir bis zum stimmigen Ende sehr gut gefallen. Es beschäftigt sich nicht nur mit dem persönlichen Ja, Nein oder Vielleicht der sympathischen Protagonistin, sondern auch mit Themen wie dem Leben als alleinstehende Frau mit Kindern, dem Älterwerden, gesundheitlichen Problemen und der Kraft der Freundschaft.
Es hat mir sehr viel Freude bereitet, die Ich-Erzählerin zu begleiten und ihren Gedankengängen zu folgen. Ich fand mich oft wieder in den Texten, konnte vieles nachempfinden und habe dabei auch immer wieder mein eigenes Leben reflektiert.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen, leider mit seinen 238 Seiten viel zu kurzen Roman, der zum Nachdenken anregt!
Rezensionen von morlin:
Interessant, hatte mir aber mehr versprochen
We Burn Daylight von Bret Anthony Johnston
Will man den Roman in einem Satz beschreiben, so wäre es eine coming of age Geschichte, eingebunden in ein Massaker, Anfang der 90er in den USA.
Doch beginnen wir am Anfang. Zunächst lernen wir die beiden Protagonisten kennen. Zum Einen Jaye, die mit ihrer Mutter nach Waco, Texas, fährt, um sich dort einer Glaubensgemeinde anzuschließen.
Perry Cullen, von allen nur Lamb genannt, führt die Gruppe an und man merkt schnell, dass es sich hier um eine Sekte handelt. Das Leben auf der Farm ist eher ärmlich und geprägt durch lange Bibelstunden. Um sich zu finanzieren, werden Waffen in großem Stil eingekauft und auf sogenannten Waffenshows an den Mann gebracht.
Jaye selber ist von Lamb überhaupt nicht überzeugt und bleibt nur, weil sie ihre Mutter dort nicht alleine lassen will. Auf ihren kleinen Ausfahrten lernt sie Roy, den Sohn des ansässigen Sheriffs kennen und es bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden an.
Neben diesen beiden Erzählsträngen sind immer wieder kurze, für mich zu kurze, Interview-Auszüge eines Podcast aus der heutigen Zeit, also 30 Jahre später, eingestreut. Und wir als Leser ahnen, dass damals etwas Schreckliches passiert ist.
Mir sagte das Massaker von Waco bis dato gar nichts. So war ich also völlig unvoreingenommen und auch gespannt, wie sich das Ganze entwickeln würde.
Gerade die Einbindung der Geschichte in reale geschichtliche Ereignisse hat mir richtig gut gefallen. Ich hätte mir am Ende des Buches aber eine Einordnung gewünscht. Also was von der Geschichte fiktiv war und wie es am Ende wirklich abgelaufen ist. Das hat leider gefehlt.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Jugendlichen war mir zwischenzeitlich zu lang und ausführlich, das Ende fand ich dafür aber passend.
Insgesamt war es für mich eine interessante Lektüre, von der ich mir aber mehr versprochen habe. Daher vergebe ich gute vier Sterne.











