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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Eine nebulöse Geschichte

Die Schrecken der anderen von Martina Clavadetscher

Im fiktiven zugefrorenen See wird eine Leiche entdeckt. Es ist unklar, ob es ein Unfall, Suizid oder Mord war.

Dann treten hier zunächst einmal die Protagonist*innen auf die Bildfläche, die doch ein wenig eigenartig erscheinen.

Schibig, ein Archivar in einem Keller, der unter Panikattacken leidet, die er wegzuatmen gelernt hat.

Er versucht mit Rosa, die nur die Alte genannt wird und in einem Campingwagen wohnt, der Sache mit der Leiche auf den Grund zu gehen. Die Alte verfolgt das Geschehen am See vom Fenster aus, notiert sich Zahlen, die am Handy aufleuchten.

Kern, ein reicher Sprössling, lebt in einem Herrenhaus mit seiner Frau und der hundertjährigen Mutter, die noch alles beherrscht. Die Mutter ist zeitweise verwirrt. Sie ist eine böse Frau und hofft, dass Kern und Hanna ein Kind bekommen, damit sie endlich sterben kann, weil die Blutlinie dann weiterlebt. Hanna arbeitet nicht, sie möchte sich ablenken und bastelt daheim Püppchen. Damit sie schwanger wird, sucht sie mit dem Wissen ihres Mannes McGuffin auf, der später die Leiche im See ist.

Der Roman ist besonders konzipiert und aufgebaut, insgesamt fand ich ihn recht spannend. Zwei Stränge werden abwechselnd erzählt, oft ist jedoch die Handlung nicht klar nachvollziehbar. Ich finde, es hätte dem Roman gut getan, wenn das Ende die Motive der Protagonist*innen erklärt hätte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ende aber einfach nicht verstanden habe und mir daher der Zusammenhang im Roman fehlt. Es ist schon klar, es geht um die Schweiz und ihre Nähe zum Nationalsozialismus und damit um Geld aus dieser Zeit, heruntergebrochen auf eine reiche Familie. Ich hätte es jedoch besser gefunden, wenn im Roman die Zusammenhänge eindeutiger benannt worden wären.

Kein einfach zu lesender Roman.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Gelungener Alpenkrimi mit Humor

Wollschwein und Winterleiche von Ladina Bordoli

Die Filmagentur hat die Schauspielerin für Nebenrollen Odette Montebello ausgemustert.Darauf hin endschließt sich Odette zu einem Neuanfang,und kauft ein abgelegenes Haus in den Schweizer Alpen.Schnell ist es mit der Ruhe am Ende den sie entdeckt eine Leiche in ihrem schneebedeckten Garten-die Polizei geht von einem Unfall aus.

Odette und ihr etwas grantiger,mürrischer Nachbar Anton sehen das anders.Und schon sind die Beiden am ermitteln und auf Spurensuche…..

Die Autorin Ladina Bordoli hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Mit viel Humor machte sie den Alpen Krimi zu einem erlebnis,sehr gerne 5 Sterne und bitte noch mehr davon.

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Rezensionen von Flo:

Weihnachtlich

OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

Otto bzw. Weihnachten in Finnland.
Otto fährt mit der Fähre mit „seiner Familie“ nach Finnland, Camping im Winter also!
Man lernt finnische Traditionen kennen, das Lucia Fest und auch einige finnische Begriffe für Gebäck etc.
Es wird so viel erlebt! Eislaufen, Eisbaden, Nordlichter sehen und sogar das Weihnachtsdorf wird besucht.

Toll auch die Botschaft, dass anderen zu helfen gut ist und das es auf die Menschen ankommt, mit denen man zusammen ist, nicht wo man sich befindet, z.b. um Weihnachten zu feiern.

Der Hardcover einband wirkt direkt hochwertig, auch mit den goldenen Highlights. Die Illustrationen sind sehr schön, die Kinder können allerlei entdecken und die Texte eignen sich wunderbar zum vorlesen.

Die Reihe ist total schön und auch Weihnachten in Finnland hat uns total gut gefallen und wird hier bis Weihnachten sicher noch sehr oft vorgelesen werden.

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Rezensionen von bine525:

Leider ganz und gar nicht mein Fall

Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Nach der Leseprobe und dem Klappentext freute ich mich unglaublich auf dieses Buch der anderen Art. Doch selten bin ich so enttäuscht worden wie diesmal. Das Thema die Zeit zurückdrehen zu können ist faszinierend, allerdings ist mir das Buch zu sehr mit belastenden Themen der vergangenen Zeit gespickt Russland, Juden und der zurückliegende Krieg haben meine Familie geprägt und manches darüber zu lesen, ist immer noch zu aufrührend und belastend.

Ich erhoffte mir eine Art von Märchen für Erwachsene doch das ist leider nicht zutreffend. Es tut mir sehr leid, ich habe selten ein Buch nicht zu Ende gelesen aber dieses hier habe ich nach der 50. Buchseite beendet.
Optisch hätte mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem die Vorankündigung eines Buchschnittes in Gold finde ich eine gelungene Idee. Dennoch kann ich bei diesem Buch nur drei Sterne vergeben, da mich der Inhalt leider überhaupt nicht überzeugen konnte.

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Rezensionen von ReiShimura:

Mit gemischten Gefühlen durch den Schnee

OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

"Es geht wieder los!"
Bereits zum vierten Mal macht sich Otto, der sprechende Zauberbus mit einer Ferienfamilie auf den Weg in den Urlaub. Wir dürfen ihn nun bereits zum zweiten Mal begleiten. Wer bereits Bücher von und mit Otto kennt, weiß bereits was ihn erwarten wird. Denn das Konzept ist im Großen und Ganzen immer das gleiche.

Daher gleich mein Rat zu Beginn, wer bereits nicht so positive Erfahrungen mit Otto gemacht hat, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.
Unser erstes Abenteuer mit Otto war ein klein wenig durchwachsen. Die Geschichte selbst fanden wir zwar sehr schön und auch interessant, aber ich hatte das Gefühl, dass alles ein wenig zu schnell abgehandelt wurde. Ich schob dies damals auf den Fakt, dass im dritten Teil gleich drei Länder bereist und damit beschrieben wurden. Daher habe ich mir von diesem Buch mehr erhofft. Leider haben sich meine Hoffnungen nicht wirklich erfüllt.
Mittlerweile bin ich mir relativ sicher, dass dies einfach ein Teil von Madlen Ottenschlägers Stil ist. Die Übergänge von einer Seite zur nächsten sind manchmal äußerst sprunghaft und man hat das Gefühl, dass man eine Seite überblättert hat. Inzwischen habe ich mich zwar an den Stil gewöhnt, so richtig begeistert davon bin ich aber nicht. Mir wäre oft lieber, wenn das eine oder andere Themen weggelassen, dafür der Rest ausführlicher beschrieben worden wäre.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle wieder die äußerst gelungenen Illustrationen von Stefanie Reich. Die Bilder sind stimmungsvoll und es kam bei uns definitiv Weihnachtsstimmung auf. Die gedeckten Farben passen wieder wunderbar ins Gesamtkonzept und das ganze Buch strahlt einen unvergleichlichen Retrocharme aus, so wie eben Otto selbst auch.
Madlen Ottenschläger hält sich in diesem Buch mit den Beschreibungen der Reiseroute sehr zurück. Dies finde ich sehr schade, denn wir hätten gerne mehr über Finnland erfahren und wo die Familie genau unterwegs ist. Dafür gibt sie den finnischen Traditionen und Bräuchen viel Raum. Und natürlich auch dem Thema Weihnachten. So darf natürlich ein Besuch im Dorf des Weihnachtsmannes nicht fehlen. Herausfordernd, aber auch sehr authentisch, fand ich, dass die Autorin an vielen Stellen finnische Begriffe verwendet.
Beim vorherigen Otto Buch hatten der kleine Leser und ich eine geteilte Meinung. Da mich die Sprunghaftigkeit in der Erzählung doch sehr störte griff ich nicht gerne zu dem Buch. Der kleine Leser hat es aber immer wieder aus dem Regal herausgeholt und wollte es vorgelesen bekommen. Was ich dann natürlich auch getan habe.
Dieses Mal sind wir aber beide nicht wirklich begeistert, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass bereits der Einstieg in das Buch ein wenig holprig ist. Eine sanfte Einführung wie im vorherigen Band sucht man hier nämlich vergeblich. Denn Otto, Mama Rike, Papa Jakob und Anton sind bereits auf dem Weg nach Finnland, wenn wir zu ihnen stoßen. Ich denke, dass dies alles dazu führt, dass das Buch eher ein trauriges Dasein im Bücherregal des kleinen Lesers fristen muss.
Als Fazit kann ich sagen, dass Freunde von Otto auch in diesem Band wieder voll auf ihre Kosten kommen werden, da sich das Duo Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich mehr oder weniger an das gewohnte Konzept haltet.
Wir waren zwar gerne ein zweites Mal mit Otto auf Reisen, musste dabei aber einige Abstriche in Kauf nehmen. Daher bezweifle ich, dass wir Otto noch auf weiteren Reisen begleiten werden.

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Rezensionen von Pearl:

Ungezügelt von Susanne Fröhlich

Ungezügelt der neue Roman von der bekannten Autorin Susanne Fröhlich ist wieder sehr humorvoll gestaltet, doch leider konnte er mich nicht ganz überzeugen, man braucht schon lange bis man in die Handlung, die eher als eine Erzählung daherkommt. Andrea lebt mit ihrem zweiten Ehemann Paul einem Couch Potato zusammen und möchte eigentlich noch was erleben.

Nachdem sie ihrem Job verloren hat kümmert sie sich um die Enkelkinder, sie will aber mehr und entschließt sich eine Young Adult Roman die zur Zeit sehr angesagt sind, für eine ältere Generation zu schreiben. 
Fazit:
Manches ist doch überzogen, wogegen andere Dinge, wie das Ansprechen auf Demenz doch sehr nachdenklich stimmen. Das Cover erschliest sich mir warum der Hase, auch nicht so ganz

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Rezensionen von Blackcat:

Guter Auftakt einer vielversprechenden Reihe - wenn auch Potenzial nicht ganz ausgeschöpft.

The Witch Collector von Charissa Weaks

✨3,5/5✨
Charissa Weaks erschafft mit „The Witch Collector“ eine fantastische Welt, mit einzigartiger Magie, tollen Charakteren und größtenteils spannenden Handlungen.
Raina Bloodgood überzeugt vom 1. Kapitel an und ist eine außergewöhnliche Protagonistin, mit der ich von Anfang bis Ende mitgefiebert habe.

Die Gebärdensprache macht sie zu etwas Außergewöhnlichen und nimmt ihr nichts von ihrem hitzigen Charakter, der perfekt mit dem des Witch Collectors harmoniert. Die beiden müssen trotz ihrer Feindseligkeit zusammenarbeiten und kommen sich immer näher, eine für mich sehr gelungene Enemys to Lovers Romantasy!
Das Wordbuilding war sehr komplex. Die Magie, die sich auf einzigartige Weise in die Geschichte einbringt, dann noch die Legenden zu den Göttern und der düstere Wald - eine einzigartige Welt, die ich mir allerdings noch umfassender gewünscht hätte. Denn eigentlich ist der Wald der einzige Schauplatz, obwohl es Potenzial für mehrere Orte gegeben hätte, die der Geschichte nochmal mehr Schwung verleihen würden.
Auch bei der Handlung hätte es mehr Potenzial gegeben. Der Anfang und das Ende waren von spannenden Kämpfen und überraschenden Wendungen geprägt, doch der Mittelteil zieht sich ziemlich dahin. Hin und wieder passiert etwas, doch man hat das Gefühl, die beiden würden ihr Ziel nie erreichen und es nimmt dem Buch seine Spannung.
Trotzdem freue ich mich schon sehr auf den 2. Teil der Reihe, da dort hoffentlich mehr von der Welt gezeigt wird und ich die Charaktere wirklich geliebt habe.

➡️ Ich würde das Buch weiterempfehlen, da es trotz langezogenem Mittelteil eine tolle Geschichte ist, mit Charakteren, die man einfach lieben muss, einzigartiger Magie und einem fantastischen Wordbuilding. Ich habe hohe Erwartungen in den nächsten Band, der hoffentlich die Kritikpunkte des ersten nicht teilt und uns noch tiefer in diese Welt führt.

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Rezensionen von ReiShimura:

Ein Platz im Herzen – Mit Hase und Igel durch emotionale Herbstgeschichten

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln von Michael Engler

Obwohl es von Hase und Igel, den beiden ungleichen Freunden, schon einige Bücher gibt, sind wir bis dato noch nie mit ihnen in Berührung gekommen. Dies hat sich nun geändert und die beiden haben sich einen Platz in unserem Herzen erobert, wenn auch mit einem etwas holprigem Start.
Der erste Eindruck des Buches war durchwegs positiv.

Das Cover vermittelt bereits einen sehr guten Eindruck in welchem Stil die Illustrationen des Buches sein werden. Grelle und schreiende Farben sucht man hier vergeblich, dafür bekommt man liebe- und stimmungsvolle Bilder, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Die Tiere sind sehr realistisch dargestellt und es kommen nie Zweifel auf um welches Tier es sich denn handelt. Die gedämpften Farben passen hervorragend zu den Geschichten und vermitteln eine wundervolle und kuschlige Herbststimmung.
Im Buch sind elf Geschichten enthalten die sich, je nach Alter des Kindes, entweder zum Vorlesen oder auch zum Selbstlesen eignen. Aufgrund des Titels "Geschichten zum Einkuscheln" dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um ein Gute Nacht Buch handeln würde. Allerdings musste ich feststellen, dass es sich, zumindest für uns, eher um ein Buch für einen kuschligen Nachmittag handelt. Ich habe es zwar als Einschlafbuch probiert, allerdings wurde dies am zweiten Tag vom kleinen Leser kategorisch abgelehnt. So schade ich dies auch fand, kann ich den kleinen Leser doch auch verstehen.
Viele der Geschichten beginnen mit einem melancholischen und träumerischen Unterton und auch die Themen, die behandelt werden, sind nicht ganz einfach. Denn es geht um Angst, Wut, um Unsicherheiten, Trauer, aber natürlich auch um Zusammenhalt und Freundschaft. Gerade für sehr feinfühlige Kinder können diese Themen gerade vor dem Schlafengehen zu aufwühlend sein. Das Buch bietet viel Raum für Gespräche mit dem Kind, man kann die Geschichten aber natürlich auch einfach nur lesen und wirken lassen.
Besonders hervorheben möchte ich, dass der Autor Michael Engler in diesem Buch zwar viele emotional schwierige Themen anspricht, dies aber auf eine sehr feinfühlige und kindgerechte Art und Weise macht. Es gibt weder einen erhobenen Zeigefinger noch wird einem alles mit dem Holzhammer eingetrichtert. Die Geschichten sind zauberhaft, durchdacht und auch für Erwachsenen ansprechend, berührend und lehrreich.
Die Altersempfehlung des Buches ist mit 5 Jahren angegeben und dies finde ich sehr passend. Der kleine Leser unterschreitet das empfohlene Lesealter deutlich und ich habe gemerkt, dass der Erklärungs- und Redebedarf nach dem Lesen sehr groß war. Ich möchte damit sagen, dass man das Buch durchaus auch mit jüngeren Kindern lesen kann, allerdings sollte man sich auf jedem Fall im Anschluss die Zeit nehmen, um das Gelesene mit dem Kind zu besprechen.
Normalerweise gebe ich kein Statement zum Preis eines Buches ab. In diesem Fall möchte ich allerdings eine Ausnahme machen, da ich über den im Vergleich niedrigen Preis überrascht und begeistert bin. Vor allem wenn man die hochwertige Verarbeitung des Buches berücksichtigt und die Länge der einzelnen Geschichten. Außerdem ist dies meiner Meinung nach ein Mitwachsbuch. Damit meine ich, dass dies ein Buch ist, dass ein Kind sehr lange durch die Kindheit begleiten kann, ohne langweilig zu werden. Je nach Alter des Kindes wird es die angesprochenen Themen anders auffassen und verarbeiten, aber immer eine Menge daraus lernen und nicht zu vergessen, eine kuschlige Zeit haben.
Trotz eines etwas holprigen Starts mit dem Buch sind wir mittlerweile absolut begeistert und ich möchte dieses Buch wirklich aus ganzem Herzen weiterempfehlen.

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Rezensionen von MarcoL:

Die Sehnsucht nach dem Unbekannten – ein modernes Märchen warmherzig erzählt

Die Schattenfängerin von Michael Stavaric

Stella ist fünfzehn, als ihr alleinerziehender Vater stirbt. Er hatte für sie gesorgt, das Haus ist in Ordnung, und finanziell muss sie sich keine Sorgen machen. Die Beerdigung läuft so ab, wie es auf dem Land so üblich ist. Ein paar tröstende Worte, weniger helfende Hände, und zahlreiche Säufer beim obligatorischen Leichenschmaus.

Er sei schon immer etwas sonderbar gewesen, ihr Herr Vater. So die Meinung – und seine Tochter, naja, wie soll man sagen, … Getratsche der Menschen, allen voran der Herr Pfarrer, der es sich auch hin und wieder nicht nehmen lässt, sein Hände und Augen dort zu positionieren, wo sie nicht sein sollen.
Zumindest auf das Wohlwollen des Bürgermeisters kann sie sich voll und ganz verlassen.
Stellas Vater war besessen von den Sonnenfinsternissen. So oft es ihm möglich war, reiste er über den ganzen Globus, um dem himmlischen Spektakel beizuwohnen. Das dauerte oftmals einen Monat, und er verabsäumte es nicht, alles genau zu dokumentieren, sodass Stella alles nachlesen konnte. Die Faszination schlägt über, und auch Stella begibt sich auf eine Reise zur Verdunkelung der Sonne in den Kongo.
Das ist der große Rahmen, aber dazwischen finden wir in den Zeilen dieses modernen Märchens so viel mehr. Wissen um den Planeten in seiner vielfältigen Form, fein verpackt in eine, ich möchte sagen, beinahe einfache Sprache. Das Leben von Stella – und ihre besondere Beziehung zu den Schatten.
Der Roman strahlt eine angenehme Ruhe aus, kommt mit einem großen Maß an Empathie daher und rührt in unserem Inneren ein wenig um. Was ist denn wichtig im Leben, neben all den Nebenschauplätzen, die das Überleben sicheren? Auf was kommt es an?
S.98: „Afrika lässt in Wahrheit bis heute mein Herz höherschlagen, auch wenn ich lange Zeit nicht ahnte, warum. Vielleicht hat ein jeder im Leben einen geheimen Sehnsuchtsort, von dem er sich erwartet, dort irgendwann mehr über sich selbst zu erfahren.“ Ob es ihr gelingt, verrate ich natürlich nicht …
S.164: „Eines der größten Mysterien der Kindheit war, mir ernsthaft vorzustellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt den ganzen Mond überblickte, sondern nur eine, uns Erdbewohnern zugewandte Seite.“
Auch das ist für so ein Satz, der in einem umrührt und ein Sehnsucht nach dem Unbekannten weckt. Und nur, so glaube ich, wer die Welt mit Kinderaugen betrachtet, wird tatsächlich all die Wunder entdecken können, die sich offenbaren.
Die Sprache ist einfach gewählt, leicht und flüssig, aus Sicht von Stella erzählt – und erinnert uns tatsächlich an ein Märchen – oder einen Coming-of-Age Roman mit (Vor)Zügen des magischen Realismus'.
Das Buch habe ich sehr gerne gelesen, und gebe eine große Leseempfehlung – Licht und Schatten – und wenn wir einen Schatten sehen, ist immer Licht im Spiel.

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Rezensionen von Murksy:

Das Ende vom Lied

Aus! Die Wissenschaft vom Ende von Science Busters

Die Autoren des Buches, das sich auf dem Cover schlicht mit einem Schalter präsentiert, sind eine bunte Truppe aus Wissenschaftlern und Kabarettisten,  die auch auf Tour zu bewundern sind. Ihre Wissenschaftsbücher sind demzufolge nicht bierernst, obwohl es die Themen sind. Dieses Mal, wie der Titel kurz und bündig aussagt, geht es um das Aus, also das Ende von allem.

Von allem? Das ist eine berechtigte Frage. Gibt es eine Unendlichkeit? Zumindest Atome scheinen ewig zu existieren.  Endet das Universum oder die Zeit? Wieder berechtigte Fragen, die in diesem unterhaltsamen und lehrreichen Buch behandelt werden. Als  Kind habe ich versucht ein Blatt Papier so lange zu zerschneiden, bis es weg war. Mein Gedanke war simple. Wenn die Schnipsel immer kleiner würden, wäre doch irgendwann alles weg. Aus dieser Neugier ist möglicherweise mein späterer Beruf als Wissenschaftler entstanden. Als Kind sieht man in eine unbegrenzte Zukunft. Wird man älter, ändert sich das. Wer glaubt, ewig Zeit zu haben, nehme sich ein Maßband. Man schneidet das Band bei der durchschnittlichen Lebenserwartung ab. Dann schneidet man sein Alter in cm ab. Und schließlich vom Rest noch ca. ein Drittel, denn so lange schläft man ungefähr am Tag. Die Zentimeter,  die jetzt noch da sind, zeigen ungefähr die Lebenszeit,  die bleibt, um seine Träume zu verwirklichen.  Pessimismus?  Nein, Realismus. Genauso verhält es sich mit diesem Buch. Das Ende der Menschheit, das kommen wird, denn Dinosaurier und unzählige ausgestorbene Arten geben uns ein Beispiel,  wird auf humoristische Weise behandelt. Die Abstrakte Unendlichkeit des Universums,  etwas, das wir nicht greifen können, wird zumindest so erklärt, dass auch Nicht-Physiker einigermaßen damit zurecht kommen. Ein Buch, das viele Aspekte des Endes aufgreift, dabei österreichischen Schmäh mit Fakten verbindet,  die leider immer noch zu oft ignoriert werden. Die momentane Klimamüdigkeit ist ein gutes Beispiel dafür, warum der Mensch nicht wirklich zur Problemlösung solcher komplexer Dinge geeignet ist. Was unseren Zeithorizont übersteigt, wird ignoriert. Schafft das Buch eine positive Stimmung? Am Ende sicher nicht. Wie auch? Aber der Weg dorthin ist amüsant, spannend, informativ und kurzweilig.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht. 

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