Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Altes Märchen in neuem Gewand
Hänsel und Gretel von Stephen King
Ich habe ja immer wieder viel Freude an besonderen Märchenbüchern und eine Märchenbuch, als dessen Autor Stephen King genannt wird, macht mich einfach neugierig.
Der von Maurice Sendak, dem wir die wilden Kerle zu verdanken haben, gemalte Cover wirkt etwa düster und auch die meisten Illustrationen des Buches zeichnen sich durch dunkle Farben aus.
Im Vorwort erklärt King, wie es dazu kam, dass er den Grimm’schen Text neu geschrieben hat. Er beginnt, wie wir es kennen mit „Es war einmal“ weicht aber an einigen Stellen ab. So werden die Leserinnen und Leser direkt angesprochen. Gretel träumt von Engeln, die auf einem Bild um einen etwas traurigen Mond kreisen. Hänsel dagegen träumt von einer Hexe, die auf ihrem Besen mit einem Sack voll schreiender Kinder auf dem Rücken durch die Wolken flog. Da die böse Stiefmutter die Kinder nicht weiter durchfüttern möchte, bringt sie sie mit ihrem Mann, dem das nicht gefällt, der sich aber nicht gegen sie währen kann, in den Wald. Beim ersten Versuch können die Kinder wieder zurückfinden, doch beim zweiten Mal, schafft Hänsel es nicht Steine zu sammeln, er streut Brotkrümel auf den Boden.
Die Illustrationen sind schon sehr ungewöhnlich, so hat das Knusperhaus ein Gesicht mit einer Mimik, die mich sehr fasziniert. Jedes Bild ist ein kleines Kunstwerk und muss genau betrachtet werden.
Mir gefällt dieses Märchenbuch sehr gut, aber es ist keine Buch für ganz kleine Kinder, die sich vielleicht fürchten würden. Sicher würde es aber einige Erwachsene erfreuen in dem Buch zu lesen.
Rezensionen von Tara:
Gelungene Fortsetzung
Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2) von Lisa Graf
„Lindt & Sprüngli: Zwei Rivalen, ein Traum“ ist nach „Lindt & Sprüngli: Zwei Familien, eine Leidenschaft“ der zweite Band der Lindt & Sprüngli Saga der Autorin Lisa Graf.
Während es im ersten Band hauptsächlich um Familie Sprüngli ging, tritt nun auch die Familie Lindt in den Vordergrund.
Man kann den Roman ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich empfehle trotzdem die Reihenfolge einzuhalten, da sich so die Entwicklung der Charaktere und des Geschäfts besser nachvollziehen lässt.
Die Handlung beginnt 1863 in Bern. Rudolf Lindt ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal acht Jahre alt und das älteste Kind der Familie Lindt. Er ist verträumt und ruhig, die Schule fällt ihm schwer, so dass sich seine Eltern entsprechend sorgen.
In einem zweiten Erzählstrang, der 1868 in Zürich startet, dreht sich alles um die Familie Sprüngli. Rudolph Sprüngli ist bereits 21 Jahre und sehr zielstrebig und ehrgeizig.
Die Ereignisse werden im Wechsel aus verschiedenen Perspektiven aus beiden Familien erzählt. Dadurch erhält man schnell einen guten Einblick in die damalige Zeit.
Der Schreibstil von Lisa Graf ist sehr lebendig und steckt voller Details, so dass ich alles direkt vor Augen hatte. Das Leben der beiden Familien ist ausgesprochen interessant und ich habe es gerne verfolgt. Da die Schokoladenherstellung eng mit dem Leben der beiden Familien verwoben ist, wurden interessante Fakten über die Herstellung von Schokolade geschickt mit der Handlung verbunden. Zudem bin ich auch mehrfach auf bekannte Namen aus der Welt der Schokolade gestoßen, was mich sehr gefreut hat. Es ist zu spüren, dass die Autorin ausgiebig recherchiert haben muss.
Am Ende befindet sich eine Liste der wichtigsten Personen, das ich zu Beginn des Lesens gerne genutzt habe, da der Name Rudolf einfach sehr häufig vorkommt.
Passend abgerundet wird das Buch durch ein Rezept einer „Mousse au Chocolat“ im vorderen Innencover.
Diesen zweiten Teil der Trilogie habe ich ebenso gerne gelesen wie den vorherigen und bin nun schon sehr gespannt wie es im dritten zwischen den Familien Sprüngli und Lindt weitergeht.
Ich kann diese Reihe Schokoladenliebhabern und Lesern historischer Familiensagas nur empfehlen.
Rezensionen von Daggy:
Weihnachtliches und geschichtliches
Barry rettet Weihnachten von Stephanie Lauber
Wie wir schon auf dem Cover sehen können, handelt es sich bei Barry um einen Bernhardiner-Hund. Und zwar handelt es sich um genau zu sein um Barry den 23.
Seine Ur-Ur…Ur-Großvater war 1800 der erste seiner Rasse, der im Hospiz auf dem Großen St. Bernhard gezeigt hat, wie gut sein Gehör und seine Nase ist.
Denn damals, und davon handelt die erste Geschichte, traute sich der große Hund in den Schneesturm hinaus, um ein junges Paar zu retten. Bald kamen Reisegruppen, um sich diesen heldenhaften Hund anzuschauen. Insgesamt soll dieser erste Barry 40 Menschen gerettet haben. Heute ist diese Form der Rettung durch Hunde nicht mehr so üblich und nötig, deshalb langweilt sich der Barry der Jetztzeit ein wenig. Er steht zwar bei den Touristen im Mittelpunkt, aber er wünscht sich auch mal einen Heldentat zu verbringen.
Und dazu hat er in den letzten Geschichten eine Chance, denn er kann die Geschenke für die Kinder in den Berger liefen und damit Weihnachten retten.
In vier kleinen Episoden lernen wir ein wenig über die Geschichte der Bernhardiner-Hund am Großen St. Bernhard und erfahren, wie heldenhaft sie Mensch gerettet haben. Ich habe jetzt schon ein wenig Lust dort einmal hinzureisen. Zusätzlich wird eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte erzählt dessen Helden unser Barry und ein Katze Namens Karo sind. Ergänzt wird das Buch noch durch winterliche Bilder, die uns in die Welt von Barry entführen.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Ein Roman der aufschreckt und nachdenklich macht
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Die neunjährige Maja findet ihre Mutter Emma tot auf, getötet durch ihren Vater Frank. Nun wohnt Maja bei den Großeltern ihrer Mutter. Der Schock sitzt tief, auch bei Liv, der besten Freundin von Emma und Patentante von Maja. Jeder fühlt sich irgendwie schuldig und überlegt was er hätte anders machen können oder was hätte anders laufen können.
Inmitten dieses Gefühlschaos, der Trauer und der Wut steht die kleine Maja, die neben ihrer Mutter auch das Gefühl von Sicherheit und ihr Zuhause verloren hat. Zum Glück ist da Liv, die ihr ein wenig Halt gibt und die für sie da ist.
Jasmin Schreiber spricht hier ein Thema an, das in der Öffentlichkeit viel zu wenig Aufmerksamkeit findet. Es geht um Femizid, häusliche Gewalt und die Folgen für die Betroffenen.
Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erfahren wir welche Auswirkungen das auf die Familie und Freunde hat. Besonders die Sicht der kleinen Maja geht ans Herz.
Das Buch steckt voller Emotionen und zeigt wie hilflos unsere Gesellschaft der Gewalt durch Angehörige entgegensteht. Das entsetzliche Schweigen muss gebrochen werden.
Die Ereignisse dieses Romans sind fiktiv, aber leider finden sie jeden Tag in ähnlicher Form statt.
Es ist wichtig, dass unsere Gesellschaft nicht wegschaut, sondern so wie die Autorin in ihrem Buch, aufmerksam damit umgeht.
Rezensionen von Julia:
Kompakt, charmant, informativ: Ein gelungener Einstieg in die Welt des Weins
Simply Wine von Carsten Sebastian Henn
Mit 66 Fragen, aufgeteilt in neun verschiedene Kategorien, werden wir in diesem kompakten Buch auf unterhaltsame Weise in die Welt des Weins eingeführt. Dabei sollte von Anfang an klar sein, dass in einem so handlichen Format nicht jedes Detail behandelt werden kann. Was jedoch vermittelt wird, fand ich ausgesprochen interessant.
Es sind viele Grundlagen und hilfreiche Tipps enthalten, die gerade für Einsteiger in die Weinwelt sehr nützlich sind. Und auch wenn mir einiges bereits bekannt war, habe ich doch viele neue und überraschende Fakten dazugelernt.
Das Buch enthält so viele Informationen, dass man sich unmöglich alles auf Anhieb merken kann – umso praktischer ist das handliche Format, das zum Nachschlagen einlädt. Besonders gut gefallen haben mir auch die liebevolle Gestaltung mit kleinen Illustrationen sowie das charmante Daumenkino in der oberen Ecke.
Ich bin selbst in der Weinregion Franken aufgewachsen und musste mich beim Lesen gelegentlich daran erinnern, dass es hier um allgemeines Wissen rund um Wein geht. Zwar hätte ich mir ein eigenes Kapitel über den für unsere Region typischen Bocksbeutel gewünscht (auch wenn er kurz erwähnt wird), doch davon abgesehen ist dieser Ratgeber rundum gelungen: leicht verständlich, ansprechend gestaltet und absolut empfehlenswert für alle, die sich näher mit dem Thema Wein beschäftigen möchten.
Rezensionen von Julia:
Raffinesse trifft auf Routine
Der Frauenrichter (Bajetzky & Kuper - Thriller 5) von Gunnar Schwarz
Wenn Gunnar Schwarz eines kann, dann ist es, Spannung in seinen Büchern aufzubauen – so auch in diesem Fall. Geschickt eingefädelt sind die ganzen Details rund um den Fakt, dass die Morde als Unfälle getarnt werden. Was für mich immer wieder die Spannung ein wenig gedämpft hat, waren die vielen Wiederholungen von Dingen oder Tatsachen.
Da es sich um den fünften gemeinsamen Fall für Emma und Alex handelt, sind viele Charaktere natürlich schon bekannt. Dennoch könnte man das Buch auch unabhängig von den vorherigen Bänden lesen. Was ich hier allerdings etwas schade gelöst fand, waren die Ergänzungen zu verschiedenen Charaktereigenschaften. Denn klar, wenn man die Vorbände kennt, sind einem diese bereits bekannt – wenn nicht, ist es schön, wenn sie noch einmal erklärt werden. Aber bitte nicht erst, wenn der Charakter bereits zum dritten Mal in der Geschichte auftaucht; bis dahin hat man sich das dann auch bereits selbst zusammengereimt.
Die Charaktere waren super bunt gemischt und jeder mit seinen speziellen Eigenschaften versehen. Die Ermittler arbeiten sehr gut zusammen, sodass es Spaß macht gemeinsam mit ihnen zu versuchen dem Täter auf die Spur zu kommen.
Was ich auch sehr gelungen fand, waren die verschiedenen Details rund um die Ermittlungsarbeiten und auch die Raffinesse, mit der der Täter vorgegangen ist – und damit auch immer einige Schritte voraus war. Das Täterprofil und die Auflösung des Falles fand ich superinteressant, auch wenn ich damit irgendwie nicht zu 100 % glücklich bin. Dennoch ist es im Ganzen eine gelungene und runde Geschichte, die man auf jeden Fall lesen kann.
Rezensionen von Julia:
Leichte Lektüre mit Charme
Sisi ermittelt - Die Diamanten der Kaiserin von Fritzi von Wahl
„Sisi ermittelt“ ist der erste Band – und ich hoffe sehr, dass noch weitere folgen werden. Auch wenn ich keine Sisi-Expertin bin, würde ich behaupten, dass hier vieles sehr authentisch dargestellt wird, vor allem was ihr Leben und ihre Handlungen betrifft.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, wodurch sich das Buch – auch dank seines überschaubaren Umfangs – hervorragend als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch eignet.
Die Ermittlungsarbeit von Sisi geschieht natürlich eher im Hintergrund – immerhin ist sie Kaiserin. Auch wenn man nicht bei jedem ihrer Schritte direkt dabei ist, werden ihre Erkenntnisse in passenden Momenten gut zusammengefasst, sodass man der Handlung jederzeit folgen kann und sich nicht fragt: Wo kommt das denn jetzt plötzlich her?
Ich möchte gar nicht zu viel verraten, aber ich fand die Geschichte gut durchdacht – und ich selbst wäre nicht auf die richtige Lösung des Falls gekommen. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, Sisi hoffentlich bald wieder bei ihren Ermittlungen begleiten zu dürfen.
Rezensionen von Julia:
Ein Jahr, zwölf Bücher, tausend Gefühle
Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page
12 letzte Bücher – das hat Joe als Geschenk für Tilly hinterlassen. 12 Bücher, die ihr Monat für Monat ein Jahr lang ausgehändigt werden sollen. Eigentlich ein super Geschenk für jede Leseratte. Tilly hingegen hat seit der Diagnose von Joe kein Buch mehr gelesen. Wir begleiten sie also in diesem Buch dabei, wie sie hoffentlich ihre Liebe zum Lesen wiederfindet.
Die Bücher, die sich Joe für sie ausgesucht hat, sind dabei einmal querbeet gemischt – und doch merkt man, wie viele Gedanken in der ganzen Idee stecken.
Dazu gibt es jeden Monat einen Brief von Joe, und ich hatte wirklich jedes Mal einen Kloß im Hals beim Lesen. Die Autorin hat wirklich einen atemberaubenden Schreibstil, und ich habe mich so gerne in dieser Geschichte fallen lassen. Nicht nur Tilly war traurig, dass das Jahr nur 12 Monate hat – auch ich war mit jedem Monat ein wenig trauriger, dass es bald vorbei sein wird.
Was beim Lesen anfangs etwas verwirrend war, war die Erzählperspektive. Denn meistens wird aus der Sicht von Tilly erzählt, ab und zu aber auch aus der Sicht des Buchhändlers Alfie. Das ist jedoch nicht in Kapitel unterteilt, sondern einfach nur durch einen Absatz getrennt. Man merkt beim Lesen dennoch ziemlich schnell, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Die Charaktere sind super ausgearbeitet, und ich habe mich in der kleinen Buchhandlung sofort wohlgefühlt.
Dieses Buch ist auf jeden Fall für alle, die Bücher lieben – und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von REM444:
Für die vielen Fragen der Kleinsten
QUID+ Aber warum? von
„Aber warum?“ ist ein liebevoll gestaltetes Vorlesebuch für Kinder, die neugierig sind und viele Fragen stellen. Im Buch finden sich mehrere kurze Geschichten die auf gelungene Weise Themen aufgreifen, die Kinder interessieren. Die Geschichten sind mal lustig, mal nachdenklich, aber immer kindgerecht.
Sie regen zum Nachdenken und Weiterreden an: über Freundschaft, Familie, Natur und das große „Warum“ im Alltag.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt ein interessiertes Mädchen, was sich fragend den Finger an das Kinn hält. Es ist ansprechend in bunte Farben gestaltet, die sofort gute Laune machen.
Die Illustrationen sind warm, freundlich und passen perfekt zu den kurzen Texten. So macht das gemeinsame Vorlesen richtig Spaß.
Etwas Kritik habe ich bei gewissen Begriffen und Erklärungen die ich nicht ganz passend finde, zudem sind mir zwei Themen etwas zu knapp abgehandelt. Da es aber ein Vorlesebuch ist, kann ich an den betreffenden Stellen noch mit meinem Kind darüber sprechen.
Alles in allem dennoch ein schönes Buch zum Lachen, Nachdenken und Staunen – für kleine Entdecker mit großen Fragen.
Rezensionen von REM444:
Trotzen hilft - aber reden noch viel mehr
QUID+ Ich will aber! von
„Ich will aber!“ ist ein interessantes Vorlesebuch was die Themen Trotz, Wünsche und Gefühle sehr gut aufgreift. Im Buch finden sich mehrere kurze Geschichten über Kinder, die „Ich will aber!“ sagen – und dabei lernen, Kompromisse zu finden oder ihre Gefühle zu verstehen. Die Kinder können sich sofort damit identifizieren, denn auch sie haben diese Gefühlslagen sicher schon einmal erlebt.
Die Zielgruppe bekommt durch diese Geschichten Wege gezeigt, mit diesen umzugehen.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen Jungen der trotzig auf die Überschrift stampft. Man erkennt sofort worum es in dem Buch geht.
Die Illustrationen sind liebevoll, farbenfroh und zeigen Situationen aus dem Kinderalltag, in denen man sich leicht wiederfindet.
Die Texte sind einfach geschrieben und ideal zum gemeinsamen Lesen. Sie sind gut verständlich.
Alles in allem ist es ein tolles Buch was den Kindern zeigt: Wut darf sein – aber Reden über diese Gefühle kann noch mehr helfen.











