Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ele:
Ein Schicksal, das Geschichte schrieb
Ich bin Herodias von Diana Remus
Ich bin Herodias, historischer Roman von Diana Remus, EBook, Aufbau Digital.
Hier wird die Vergangenheit lebendig.
Im römischen Reich, zur Zeit Kaiser Augustus wächst Herodias umgeben von Intrigen und dem unerbittlichen Kampf um Einfluss auf. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern, flieht sie nach Rom zu Antonia, der Freundin ihrer Mutter, eine der einflussreichsten Frauen des römischen Reiches.
Hier lernt sie, dass Frauen klug sein müssen um sich behaupten zu können. In Rom trifft sie auf Herodes Antipas ihre große Liebe. Nachdem sie sich von ihrem ersten Ehemann trennt, heiratet sie ihn, doch das wiegelt das Volk gegen sie auf, vor allem den Prediger Johannes. Und plötzlich steht ihre ganze Zukunft auf dem Spiel. Eine Frau, die sich weigert, in einer Welt der Männer nur eine Randfigur zu bleiben.
Das Buch besteht aus 35 umfangreichen Kapiteln. Hinter Diana Remus steckt ein Autorinnen-Duo, flüssig und bildhaft lassen sie die Protagonistin im Ich-Stil ihre Geschichte erzählen. Dadurch ist der Leser ganz nah dran am Geschehen, erfährt Herodias Lebensgeschichte praktisch aus erster Hand. Das Personenverzeichnis am Ende ist sehr hilfreich, immer wieder musste ich es zu Rate ziehen, denn im Buch gibt es sehr viele Charaktere. Die Protagonistin und die Hauptfiguren sind gut beschrieben, ihre Handlungen sind authentisch.
Lesefluss stellt sich sofort ein, die Figuren werden gut eingeführt. Eine interessante Reise in die Antike, da ich Herodias, und die Geschehnisse vor dem Hintergrund bekannter historischer Ereignisse aus der Bibel kenne, fand die hier dargestellte Version, absolut möglich und nachvollziehbar. Die Autorinnen haben ein Szenario geschaffen, spannend und ergreifend und durchaus glaubhaft. Das Bild das im Roman von Herodias und Herodes Antipas entsteht ist ein ganz anderes als man es aus der Bibel kennt, beide sind im Buch wirklich sympathisch und der Tod des Täufers ein politischer Schachzug, wohl eher das Ergebnis einer Erpressung. Herodias ist im Roman eine faszinierende Frau, die Herodes aufrichtig liebt und sich ihm nicht aus Machtgier an den Hals geworfen hat. Und auch Herodes Antipas ist nicht das Ungeheuer für das ich ihn bisher gehalten habe. Auch das Mysterium um die Figur Jeshua, wie ich es bisher kannte, seine Wundertaten, seine Liebe zu Mariam haben hier eine plausible Erklärung.
Dies alles hat mir gut gefallen, hat mich hervorragend unterhalten, hat mir eine neue Sichtweise vermittelt. Mir war stets bewusst, dass ich einen Roman lese, doch könnte es immerhin auch so gewesen sein. Wer sich für Herodias und für ihre Zeit interessiert, oder auch eine andere Interpretation über die damaligen Ereignisse vermitteln will, sollte „Ich bin Herodias“ unbedingt lesen.
Von mir 5 Sterne.
Rezensionen von DoraLupin:
Mitreißende und magische Geschichte
Nelly Emberwing (1). Die verbotenen Wesen von Rustgate von Kira Gembri
Für meinen Sohn bin ich immer wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff. Schnell waren wir Feuer und Flamme für dieses magische Buch über Nelly Emberwing, das uns schon vom schönen Cover direkt angesprochen hat.
Die Geschichte dreht sich um ein magisches Ei, aus dem eines Tages ein geheimnisvolles und einzigartiges Wesen schlüpft, dies ändert das Leben des Waisenmädchens Nelly für immer.
Camou ist halb Fledermaus, halb Chamäleon, ein Hauch von Drache. Wild und verspielt und unfassbar verfressen. Er wächst rasend schnell und Nelly, die beim legendären Sternenzirkus Unterschlupf gefunden hat, soll ihn zur Unterhaltung der feinen Gesellschaft dressieren. Camou aber sehnt sich nach Freiheit. Ein scheinbar unmöglicher Wunsch. Denn in Rustgate schweben freie magische Tierwesen in ständiger Gefahr!
In die Geschichte hat mein Sohn ohne Probleme hineingefunden, denn der Schreibstil ist absolut altersgerecht und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Personen und magischen Wesen sind interessant beschrieben und mein Sohn konnte sich von ihnen ein wirklich gutes Bild machen. Manche Charaktere sind ihm auch im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen. Die Story blieb zudem die ganze Zeit spannend, mitreißend und mystisch. Ausserdem gibt es auch hin und wieder eine kleine Portion Humor.
Zusammengefasst wurden wir von dem Buch sehr gut unterhalten. Eine starke Geschichte über Freundschaft, Mut und Magie. Wir würden uns deshalb freuen, wenn weitere Bände über Nelly Emberwing erscheinen würden und vergeben ganz klar die volle Punkzahl und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von DoraLupin:
Ich hatte etwas anderes erwartet
The Witch's Heart - Das Verhängnis von Genevieve Gornichec
Nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr neugierig auf die Handlung. Jedoch konnte mich die Story nicht so mitreißen, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte, denn ich habe mir eine andere Art von Geschichte vorgestellt.
Die Geschichte dreht sich um die Hexe Angrboda, weil diese sich weigert, Odin etwas über seine Zukunft zu verraten, straft dieser sie mit Feuer.
Verletzt und machtlos flieht sie in den entlegensten Winkel des Waldes. Doch auch hier wird sie gefunden - von Loki, der als göttlicher Trickster berüchtigt ist. Völlig unerwartet verwandelt sich Angrbodas Misstrauen ihm gegenüber in eine große Liebe, aus der drei Kinder hervorgehen: Fenrir, der Wolf, Jörmungandr, die Midgardschlange, und Hel, die Herrscherin der Unterwelt. Angrboda ist fest entschlossen, ihre Kinder zu beschützen. Doch sie weiß: In der Prophezeiung von Ragnarök spielen sie eine wichtige Rolle. Muss sie ihr Schicksal akzeptieren, oder kann sie ihm trotzen?
In die Geschichte habe ich recht gut hineingefunden, obwohl ich sagen muss, dass der Schreibstil es mir anfangs ein klein wenig schwer gemacht hat. Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich daran. Gestört hat mich, dass es keine Kapitel im Buch gab, ich habe diese immer sehr gerne um mal eine Pause zu machen.
Durch den Klappentext dachte ich, dass die nordische Mythologie mehr Raum einnehmen wird und man diese hinterher besser verstehen kann, aber mir wurde das Ganze zu wirr in Teilen der Geschichte und manchmal auchetwas zu abstrus. Trotzdem wurde ich ganz gut unterhalten, kann aber diesmal nur 3 von 5 Sternen vergeben, da ich die Geschichte manchmal verwirrend fand ich ich mir etwas anderes vorgestellt habe. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass andere Leser die Geschichte auch mögen werden.
Rezensionen von spozal89:
Sabrina - total verhext trifft auf Kleinsadt-Vibes
Spookily Yours von Jennifer Chipman
Also, zuerst einmal muss ich sagen, wie toll das Cover und der Farbschnitt sind. Ich hatte das Buch gesehen und wollte es vor Halloween unbedingt noch lesen. Herbst ist generell meine liebeste Leseeit und ich liebe alles, was mit Kürbissen, Halloween und Kleinstadtvibes zu tun hat. Schon alleine die Widmung am Anfang des Buches hat mich überzeugt, warum genau ich die Richtige bin, dass Buch zu lesen.
Leider war ich am Ende dann aber nicht ganz so glücklich, wie zu Beginn meiner Lesereise. Der Schreibstil ist zwar locker und leicht und genau so, wie ich erhofft hatte. Man taucht richtig ein in die Kleinstadt Pleasant Grove und gerade das Thema mit den Hexen und Dämonen und das alle hier so leben, fand ich grandios. Aber im Grunde war es mir leider zu viel oberflächlicher spice und eine viel zu schnelle Romance. Ich hätte mir gewünscht, dass Damien viel länger im Katzenkörper ist und Willow war ein Charakter, der im gesamten Buch überhaupt keine Entwicklung durchmacht. Leider hat sich bei mir kein Cozy-Gefühl beim Lesen eingestellt, was mich leider total enttäuscht hat, denn das Buch hat gut angefangen. Wobei ich auch hier sagen muss, dass mich vieles an Sabrina - total verhext und an den Film Hocos Pocos erinnert hat. Somit gibts von mir leider keine Empfehlung, wobei es sicher Leser gibt, denen das Buch gefällt. Wer was locker leichtes sucht, der aber auch keine Probleme mit viel oberflächlichen Spice hat, der ist hier genau richtig!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Es ist erst vorbei, wenn es ganz vorbei ist
Die letzten Tage von Martin Prinz
Es ist April 1945. Die letzten Tage des zweiten Weltkrieges sind angebrochen, und auch im Osten von Österreich weiß das im Grunde jeder. Die sowjetische Armee hat schon weite Teile des östlichen Flachlandes eingenommen, doch nun bewegt sie sich überraschenderweise seit Wochen nicht weiter. Klar ist fast allen, der Krieg wird demnächst enden.
Selbst die größten Fanatiker zweifeln daran, dass die versprochene Wunderwaffe im letzten Moment noch zum Einsatz kommen würde. Wer pragmatisch ist, will diese letzte Zeit nur noch überleben. Nicht unnötig im Volkssturm sein Leben opfern oder auf eine andere Art den letzten Kriegstagen zum Opfer fallen.
Doch auch in dieser Zeit gibt es jene, die unbarmherzig morden, bis zum letztmöglichen Moment, aus persönlicher Rache, aus Ideologie, aus Unterwürfigkeit, weil sie es können, warum auch immer. Die ihre Feinde am liebsten öffentlichkeitswirksam und als Verräter gebrandmarkt hängen und die Leichen zur Abschreckung tagelang baumeln lassen. Wer ins Visier der HJ und der sonstigen verbleibenden Nazis gekommen ist, egal wie minder das eigene angebliche Vergehen, der muss um sein Leben fürchten. Selbst Polizisten, Kranke oder Verwundete sind nicht sicher vor dem Vorwurf, sich dem Volkssturm nicht angeschlossen zu haben oder die Wehrmacht zu zersetzen. Jegliche Akte der Menschlichkeit etwa gegenüber früheren Kriegsgefangenen oder Menschen aus anderen Ländern machen einen der Kollaboration verdächtig. Und manchmal braucht es auch gar nichts außer Pech, um gefangen genommen und gehängt zu werden. Nicht einmal halbe Kinder sind davor sicher.
Die Gerichtsakten der Täter aus dem Jahr 1947, als sie wegen Kriegsverbrechen schließlich selbst zum Tode verurteilt wurden, sind erhalten geblieben. Und darin wird nachlesbar, wie sie sich rauszureden versuchen, nichts zugeben wollen, die Schuld auf andere oder die Umstände schieben oder nichts gewusst und nichts mitbekommen haben wollen, sich an nichts erinnern wollen, solange es nicht schwarz auf weiß bewiesen werden kann.
Es ist einigen mutigen Menschen zu verdanken, dass diese Gerichtsakten und damit auch die Geschichten all der unschuldigen Opfer der Mörder der letzten Tage erhalten geblieben sind. Lange gab es auch in der Gemeinde Reichenau an der Rax, am Rande der Alpen - da, wo die Sowjetarmee erst etwas später hingekommen ist - wie an so vielen anderen Orten wenig Interesse an Dokumentation und Aufarbeitung. Doch einer hat mutig die Informationen aus den Gerichtsakten geordnet und gesammelt, ein anderer sie kopiert und archiviert, und am Ende wurde der Schriftsteller Martin Prinz gebeten, daraus etwas zu machen.
Das Ergebnis finden wir hier. Als "Roman" würde ich diese Ansammlung an Gerichtsprotokollen, ab und zu unterbrochen durch kurze literarische Einschübe in der Du-Form, die sich an die Ermordeten richten, nur unter einer sehr weiten Auffassung dieses Begriffes bezeichnen. Es sind Gerichtsakten und die lesen sich wie solche - durchaus nüchtern und trocken, doch gerade durch das Bewahren der ursprünglichen Sprache wird so viel von der Feigheit der Täter unmittelbar spürbar. "Eine Sprache, die immer wieder in jenem Konjunktiv landet, der die Wirklichkeit jeder Tat zur bloßen Annahme aushöhlt", wie der Autor seine Vorgangsweise im Nachwort begründet.
Das Buch war für mich aufgrund dieser sperrigen Sprache, und auch, weil es zwar durchaus chronologisch die Ereignisse der letzten Kriegstage wiedergibt, aber nicht in der üblichen bekannten Form den Spannungsbogen einer durchgängigen Erzählung aufweist, sondern viele Einzelschicksale kurz porträtiert, sehr herausfordernd zu lesen. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, diese Anstrengung auf mich zu nehmen, da ich dadurch auf authentische Weise einen Eindruck von den Denk-, Sprech- und Handlungsweisen der Täter, aber auch von der Atmosphäre der letzten Kriegstage im Osten von Österreich bekommen habe - und weil dadurch der Schicksale der Opfer gedacht wird. Leseempfehlung für alle, die bereit sind, sich mit diesem düsteren Thema zu befassen und sich dafür auf ein sperriges Buch einzulassen, das im Gedächtnis bleiben wird.
Rezensionen von Jule:
Horror und spice
House of Rayne von Harley Laroux
In "House of Rayne" verbindet Harley Laroux die Elemente Horror und Spice gut miteinander. Wir begeben uns auf die Insel Blackridge, auf der Menschen umgebracht werden und ab einer bestimmten Zeit im Jahr keine Touristen mehr zu finden sind. Zusammen mit Rayne, die auf der Insel schon viele Menschen verloren hat, und Salem, die sich auf der Insel eigentlich nur von ihrem gebrochenen Herz erholen wollte, begeben wir uns auf die Jagd nach dem Bösen.
Und das Böse lauert überall, wie man schnell lernt. Es ist direkt spürbar, dass Blackridge eine ganz besonders dunkle Atmosphäre umgibt. Die Religiosität der Bewohner der Insel, verstärken nur das Gefühl, dass definitiv nicht alles mit rechten dingen zugeht. Der Schreibstil generell ist sehr eindringlich und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann möchte man kaum aufhören zu lesen.
Dennoch gibt es phasenweise immer wieder Längen, die das Leseerlebnis etwas runterziehen. So wirken manche Stellen repetitiv oder die Gedankengänge von Salem und Rayne wiederholen sich. Auch ein zwei spicy Szenen hätte ich fast übersprungen, weil sie doch etwas ungewöhnlich waren und einmal die Füße zu sehr im Vordergrund standen.
Über Rayne und Salem dagegen lernt man von Seite zu Seite mehr, auch wenn man von Salem im Grunde nur Dinge aus der jüngsten Vergangenheit kennenlernt. Bei Rayne dagegen ist es tiefgehender und ihre Familiengeschichte nicht ohne. Ihre Familie ist schließlich auch der grundlegende Bestandteil dieses Buches. Der Horror auf der Insel kommt schließlich nicht irgendwo her...
Die Horrorelemente generell haben mir wirklich gut gefallen und im dunklen hätte ich das ganze Buch definitiv nicht gelesen, dafür hat sich zu viel Spannung aufgebaut.
Harley Laroux weiß definitiv ganz genau, welche kleinen Details und Elemente eingebaut werden müssen, damit man nicht still sitzen bleibt und sich am liebsten ganz klein in einer Ecke verstecken würde.
"House of Rayne" ist somit definitiv eine Empfehlung für die dunkle Jahreszeit und alle, die nicht vor Horrorelementen zurückschrecken. In Kombination mit der Lovestory von Salem und Rayne ergibt sich somit ein rundes Bild und eine Geschichte, die von anderen abweicht.
Rezensionen von brauneye29:
Hat was
Männer machen Fehler von Ulrich Becher
Zum Inhalt:
In dem Buch geht es in sieben Erzählungen um verschiedene Männer, die unterschiedlichste Erlebnisse haben. Mal eher gezeichnet durch Langeweile, mal durch Verzweiflung, mal durch Verlust und dem Umgehen damit.
Meine Meinung:
Ich hatte vor der Lektüre etwas übersehen, dass es keine durchgängige Geschichte ist und war dann irgendwie beim Wechsel der Protagonisten zunächst irritiert, aber das legte sich zum Glück recht schnell.
Mir hat es gefallen von den unterschiedlichsten Typen zu lesen, die alle irgendwie zwischen Erwartungen und dem eigenen Erleben und Verhalten hängen und versuchen das Beste daraus zu machen. Sprachlich hat mir das Buch gefallen und ich war durchaus erstaunt, dass dieses Buch erstmals schon 1925 erschienen ist. Was ich nicht gut fand, war dass man zu keiner Person eine richtig intensive Beziehung aufbauen konnte, dafür waren die einzelnen Geschichten einfach zu kurz.
Fazit:
Hat was
Rezensionen von brauneye29:
Geht so
Königin Esther von John Irving
Zum Inhalt:
Das Buch beginnt mit der Geschichte der jungen Esther, die ihre Eltern verloren hat, dadurch im Waisenhaus landet und schließlich im Alter von 14 Jahren von den Winslows aufgenommen wird. und dort aufwächst. Im Verlauf des Buches gerät die Person Esther als solche mehr und mehr in den Hintergrund und es geht mehr um ihren Sohn Jimmy, der aber auch seine Mutter sucht.
Meine Meinung:
Ich habe mich schwer getan mit dem Buch. Ich hatte ungeheure Schwierigkeiten in die Geschichte rein zukommen und auch im Verlauf konnte mich das Buch nicht so richtig einfangen. Der Schreibstil ist gewohnt gut, das erwartet man von dem Autoren aber auch einfach. Berührt hat mich die Geschichte nicht und für mein Gefühl war das Buch viel zu lang und dadurch teilweise auch langweilig.
Fazit:
Geht so
Rezensionen von Claudia H.:
Witzige Weihnachtsstory ohne viel Kitsch
Christmas, Love and other Disasters von Anja Tatlisu
Worum es geht:
Obwohl Elle mehr als genug Zeit eingeplant hat, kommt sie aufgrund eines Schneesturms zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Top-Eventagentur zu spät. Daraufhin erhält sie eine gepfefferte Absage noch vor Ort. Völlig gefrustet steigt sie in einen Aufzug, in dem ihr so ein Anzugträger ihre Meinung über diese Firma entgegen speit.
Dann bemerkt sie, dass sie den Anzugträgers kennt. Es ist Keane, ihre alte Liebe aus der Collegezeit, die unschön geendet hatte. Er ist junior CEO und bietet ihr an, sich zu bewähren, indem sie in kürzester Zeit eine Weihnachtsfeier für einen geheimen Kunden auf die Beine stellt. Das lässt Elle sich natürlich nicht entgehen, allerdings muss sie hierbei Keane ständig Rückmeldung machen. Wie soll sie ihre Gefühle für ihn dabei vergessen?
Mein Fazit:
Die Story lässt sich sehr flüssig lesen. Es wird sehr viel davon berichtet, wie Elle es schafft, die Weihnachtsfeier zu organisieren, was ich sehr interessant fand. Die Story entführt uns in die weihnachtliche Welt von New York, was mir sehr gut gefallen hat. Die Lovestory geht dabei so mit und steht hier zunächst gar nicht im Vordergrund, was sich dann zum Ende des Buches ändert. Das hat mir sehr gut gefallen, so ist die Story nicht kitschig, nur ein wenig am Ende, wo es dann auch sehr gut hingepasst hat. Die Story ist anfangs richtig witzig, ich habe viel gelacht, da bei Elle aber auch alles schiefläuft, was so schieflaufen kann. Dabei steht sich Elle auch sehr gerne mal selber im Weg.
Von mir gibt es für die witzige Weihnachtsstory eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Wie Alltag sich in Märchen findet
Happily von Sabrina Orah Mark
Sabrina Orah Mark verbindet in diesem Buch in kurzen Kapiteln Märchen und ihren eigenen Alltag, vor allem als Mutter, auf sehr gelungene Weise.
Sabrina Orah Mark lebt in einer jüdischen Patchworkfamilie: sie ist die dritte Frau ihres schwarzen Mannes, der bereits drei Töchter aus zwei Ehen hat.
Gemeinsam mit ihm hat sie zwei kleine Söhne.
Das erste Kapitel beginnt mit Pinocchio von Carlo Collodi, der seinem „Vater“ Gepetto Schmerzen durch sein Verhalten zufügt . Trotzdem liebt Gepetto sein Holzbübchen wie einen eigenen Sohn. Gepetto kann seinen Sohn aber nicht beschützen, so wie jedenfalls die Autorin über das Beschützen ihrer Kinder nachdenkt – nach einem Massaker in einer Synagoge, die sie regelmäßig mit ihren Kindern besuchte.
Sie nimmt dabei Typisches der Märchen, z. B. die Stiefmutter, heraus und erklärt das Image und die Funktion einer Stiefmutter und bricht das auf ihr eigenes Stiefmuttersein herunter.
Ursprünglich wurden diese Kapitel für ihre monatliche Kolumne „Happily“ in der „Paris Review“ geschrieben. Das Buch enthält viel Autobiografisches der Autorin, in dem es um die Ehen ihres jetzigen Mannes geht, um Rassismus und Jüdisch-Sein, Stieftocher- und Stiefmuttersein und die Krebserkrankung ihrer jüngeren Schwester.
Für mich war interessant, dass ich alle Märchen noch aus meiner Kindheit kannte und besonders daran erinnert wurde. Später hatte ich ja keine Märchen mehr gelesen. Wir hatten damals so ein altes Märchenbuch, das unserer Mutter gehörte, die meiner Schwester und mir daraus oft vorgelesen hatte. Ein Märchenbuch, dass nur noch mit Klebestreifen zusammengehalten wurde, vergibt war und kaum Bilder enthalten hatte.
Ich fand einen Großteil der Kapitel sehr gelungen und fantastisch interpretiert, und auch realistisch mit dem Alltag abgeglichen. Wer sich auf so etwas teilweise Surreales einlassen und mal etwas anders lesen möchte, liegt mit diesem Buch genau richtig.











