Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Spannend
Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman Martin Beck ermittelt von Maj Sjöwall; Per Wahlöö
Zum Inhalt:
Als eine Leiche aus dem Götakanal gezogen wird, ist schnell klar, dass sie dort nur kurz gelegen haben kann, denn sie ist noch gut erkennbar und sie wurde vor dem Tod misshandelt. Scheinbar vermisst sie keiner, nicht mal ihr Name kann ermittelt werden, aber das kann Martin Beck nicht so stehen lassen.
Meine Meinung:
Was dieses Buch beziehungsweise Hörbuch zu etwas besonderen macht, ist dass dieses Buch schon in den sechziger Jahren erschienen ist. Die ganzen technischen Hilfsmittel, an die wir heute so gewöhnt sind, gibt es einfach noch nicht, was Ermittlungen doch anders machen. Auch das Frauenbild ist ein anderes als heute und das machte für mich schon einen besonderen Reiz aus. Ich fand das Hörbuch sehr spannend und auch gut gelesen.
Fazit:
Spannend
Rezensionen von brauneye29:
Ganz okay
Der Portwein-Erbe (Europäische-Weinkrimi-Reihe, Band 5) Europäische-Weinkrimi-Reihe von Paul Grote
Zum Inhalt:
Nicolas ist völlig überrascht als er erfährt, dass ihm der nach Portugal ausgewanderte Onkel Friedrich sein Weingut hinterlassen hat. Allerdings gibt es eine Bedingung, er muss das Weingut selbst führen. Auch wenn er weder Ahnung vom Weinbau hat noch portugiesisch spricht nimmt er das Erbe an.
Besonders willkommen ist er dort nicht, kniet sich aber richtig rein. Dann findet er einen Brief seines Onkels in dem steht; Nic, findet meinen Mörder!
Meine Meinung:
Ich habe bisher tatsächlich noch nichts von dem Autoren gelesen oder gehört, aber das hat sich ja geändert. Was mir gefiel, war das man viel über Portwein, den Anbau, die Landschaft und die Mentalität der Portugiesen erfährt. Gut gefallen hat mir als Protagonist neben Nicolas Otelo, der einer der wenigen ist, der Nicolas beisteht. Die Krimihandlung ist zwar nicht unspannend, hat aber doch einige Längen und ist in Teilen auch schon sehr vorhersehbar. Aber da ich das Hörbuch hatte, hat mir das nicht so viel ausgemacht, da man sich ja einfach vorlesen lässt und es dadurch nicht ganz so träge ist, zumindest, wenn man wie ich, nicht in Originalgeschwindigkeit hört.
Fazit:
Ganz okay
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Geniale Setting-Idee
Botanic Hearts von Melanie Sweeney
Bei diesem Werk hatte mich die Grundidee sofort gepackt: Eine Bibliothek, die nach einem Hurricane in einen botanischen Garten umziehen muss - Bücher zwischen Blumen, Hoffnung inmitten von immensem Verlust … Allein dieses Setting ist für mich etwas ganz Besonderes und hat mir von Beginn an richtig, richtig gut gefallen.
Der Schreibstil von Melanie Sweeney ist dabei locker, modern, angenehm und sehr einladend. Die Seiten lassen sich mühelos lesen, alles wirkt schwungvoll und leicht zugänglich - perfekt für eine RomCom, die Wohlfühlmomente verspricht. Auch optisch punktet das Buch: Das hellgrüne Cover mit seinem verspielten, RomCom-artigen Comic-Stil ist wunderschön und macht sofort Lust aufs Lesen.
Inhaltlich hat mich besonders der botanische Garten begeistert. Die kleinen eingestreuten Pflanzeninfos, die grüne Atmosphäre - davon hätte ich ehrlich gesagt noch viel mehr lesen können. Auch das Thema Bibliothek fand ich grundsätzlich toll, hätte mir aber gewünscht, dass der Bücheraspekt noch stärker und relevanter in die Handlung eingebunden wird, immerhin geht es um Bibliothekarinnen und ihre Arbeit. - Es war okay-ish, aber da ginge noch mehr.
Zwiespältig war ich hingegen bei der Handlung selbst. Sie ist insgesamt eher ruhig und unaufgeregt, teilweise fast zu ruhig. Über viele Seiten hinweg passiert vergleichsweise wenig, wodurch sich für mich Längen eingeschlichen haben. Gerade der Beginn mit dem Hurricane (= einem einschneidenden, existenziellen Ereignis) blieb für mein Empfinden zu oberflächlich. Tansy verliert Haus und Hab und Gut, doch emotional wird diesem Verlust - abgesehen von der Erwähnung - nur wenig Raum gegeben. Hier hätte ich mir deutlich mehr Tiefe und Verarbeitung gewünscht.
Auch mit der Protagonistin Tansy hatte ich ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits ist sie als starke, eigenwillige, toughe Frau angelegt, die alles allein stemmen will - als Mutter, als Leiterin der Bibliothek, als Mensch allgemein. … was an sich ja überhaupt nicht verkehrt ist. Aber: Andererseits empfand ich ihre in meinen Augen extreme Abwehrhaltung Jack gegenüber stellenweise als überzogen, vor allem angesichts dessen, dass er ihr mehrfach geholfen und sogar das Leben gerettet hat. Diese anfängliche Feindseligkeit konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Jack wiederum ist ein klassischer Grumpy-Charakter, authentisch gezeichnet, wenn auch nicht durchgehend sympathisch. Sein Wandel im Laufe der Geschichte hin zu mehr Nähe und Offenheit hat mir jedoch gefallen. Die Romanze zwischen den beiden konnte mich insgesamt leider nicht vollständig abholen, zumindest nicht so, wie ich gehofft hatte - sie blieb für mich etwas zu flach, um mich wirklich zu berühren.
Ein klarer Lichtblick war hingegen Briar. Ihre Präsenz hat viele Szenen für mich positiv beeinflusst und die Story definitiv bereichert. Auch die Nebenfiguren hätten meiner Meinung nach mehr Raum verdient gehabt, hier schlummert noch viel ungenutztes Potential.
Was mich dafür umso mehr bewegt hat, war das Nachwort der Autorin. Zu wissen, dass diese Geschichte aus eigenen Erlebnissen rund um Hurricane Harvey entstanden ist, aus Liebe zu Bibliotheken, Gemeinschaft und gegenseitiger Hilfe, hat dem Ganzen im Nachhinein eine ganz andere Tiefe verliehen. Das war für mich sehr berührend und ehrlich.
Als mega cooles Extra empfand ich außerdem die Anregungen für Buchclubs am Ende. Solche Diskussionsfragen wünsche ich mir viel öfter in Romanen, sie laden zum Weiterdenken ein, heben spezielle Aspekte hervor und geben einem die Möglichkeit, die Geschichte nochmal ganz in Ruhe Revue passieren zu lassen. Lieb ich!
Fazit:
"Botanic Hearts" ist ein sanfter, schöner Roman mit einer absolut großartigen Idee, einem genialen Setting und viel Herz, auch wenn er für mich emotional sowie inhaltlich nicht sein ganzes Potential ausgeschöpft hat. Es ist ein Buch zum Wohlfühlen, mit kleinen Schwächen, eine feinen Prise Spice, und mit einer großen Liebe zu Büchern, Pflanzen und Gemeinschaft.
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Eine schöne Idee mit etwas zu viel Traum und Symbolik
Ich hab dich ganz genauso lieb von Keira Knightley
Das Cover wirkt auf den ersten Blick ruhig und liebevoll und lässt eine sanfte, tröstende Geschichte erwarten. Auch die Illustrationen im Inneren sind sehr kunstvoll gestaltet, allerdings eher ungewöhnlich und stellenweise überraschend düster. Das ist sicher Geschmackssache, hat bei mir aber nicht durchgehend das Gefühl von Geborgenheit ausgelöst, das ich mir von einem solchen Kinderbuch erhofft hatte.
Der Schreibstil ist poetisch und in Reimform gehalten, was grundsätzlich gut zu einem Bilderbuch passt. Leider wirkte der Text auf mich nicht immer ganz rund. Manche Reime fühlen sich etwas holprig an, andere Passagen sind sehr abstrakt und springen stark zwischen Traum und Realität. Dadurch ging für mich stellenweise die Klarheit verloren, worauf die Geschichte eigentlich hinaus möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder hier schnell den Faden verlieren oder verunsichert reagieren.
Inhaltlich greift das Buch ein wichtiges und sensibles Thema auf. Die Angst, nicht mehr genug geliebt zu werden, wenn ein neues Geschwisterkind kommt, ist sehr real und verdient Raum. Die Botschaft, dass Liebe sich nicht teilt, sondern wächst, ist schön und wertvoll. Allerdings wird sie meiner Meinung nach etwas zu kompliziert und über viele symbolische Bilder vermittelt. Das traumartige Abenteuer der großen Schwester war für mich emotional nachvollziehbar, aber nicht immer kindgerecht umgesetzt.
Fazit:
Insgesamt hatte ich beim Lesen gemischte Gefühle. Die Idee hinter dem Buch ist gut und die Intention spürbar ehrlich, die Umsetzung konnte mich aber nicht vollständig überzeugen. Für manche Kinder und Familien mag die Geschichte funktionieren, für mich persönlich hätte es weniger Abstraktion und mehr Wärme gebraucht.
3/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Düstere Gefühle und ein Herz voller Zweifel
Vesselless - Mein verräterisches Herz von Cortney L. Winn
Das Cover trifft genau meinen Geschmack. Die düstere Gestaltung passt hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte und vermittelt direkt, dass es hier nicht um eine leichte Romantasy geht, sondern um etwas Dunkleres und Emotionaleres. Auch im Regal ist das Buch definitiv ein Hingucker.
Der Schreibstil ist dabei sehr atmosphärisch und stellenweise beinahe poetisch, ohne überladen zu wirken.
Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig, aber wirkungsvoll. Man wird ohne große Erklärungen in eine Welt geworfen, in der Gefühle kontrolliert und Herzen zu etwas Gefährlichem geworden sind. Das hat mich sofort neugierig gemacht. Besonders die inneren Gedanken der Protagonistin sind eindringlich beschrieben und tragen viel zur Stimmung bei. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Passagen, die dem Buch Raum zum Atmen geben, auch wenn sich die Handlung dort etwas zieht.
Nizzara ist keine typische Heldin, sondern eine Figur mit vielen Zweifeln und Widersprüchen. Ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, fühlen sich aber menschlich an. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Auch die Dynamik zu Dagen lebt stark von Misstrauen und unausgesprochenen Spannungen, was mir deutlich besser gefallen hat als eine überstürzte Romantik.
Das Worldbuilding ist spannend, aber stellenweise recht dicht. Manche Begriffe und Regeln muss man sich erst erschließen, was den Lesefluss kurzzeitig bremsen kann. Dafür überzeugt das Buch mit einer durchgehend düsteren Grundstimmung und einer Idee, die sich angenehm von vielen bekannten Fantasykonzepten abhebt. Das Ende bleibt offen und wirkt bewusst gesetzt. Es ist ein wenig frustrierend, macht aber definitiv neugierig auf die Fortsetzung.
Fazit:
"Vesselless - Mein verräterisches Herz" ist ein stimmungsvoller Auftakt mit einer starken Atmosphäre, interessanten Figuren und einem ungewöhnlichen Konzept. Trotz kleiner Längen und eines recht offenen Endes hat mich das Buch gut unterhalten und emotional abgeholt.
4/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Zart, poetisch und emotional
Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge von Oßkar; Malte Zierden; Amia von Arenberg
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig, warm und liebevoll gestaltet und passt sehr gut zu der Geschichte, die sich im Inneren entfaltet. Auch die Illustrationen sind wunderschön und detailreich, mit sanften Farben und vielen kleinen Momenten, die man beim gemeinsamen Anschauen entdecken kann.
Allein optisch fühlt sich das Buch schon tröstlich an.
Der Schreibstil ist poetisch und sehr gefühlvoll. Die Geschichte nimmt sich Zeit für Emotionen und arbeitet viel mit Bildern und Symbolen, was ich grundsätzlich sehr schön finde. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass der Text nicht immer ganz leicht zugänglich ist. Manche Passagen brauchen Erklärung oder Begleitung, gerade für jüngere Kinder. Als Vorlesebuch funktioniert das meiner Meinung nach deutlich besser als zum Selbstlesen. Besonders die Darstellung von Angst, Verlust und Trost ist sensibel umgesetzt und zeigt Kindern, dass diese Gefühle dazugehören dürfen.
Inhaltlich ist das Buch berührend und stellenweise sehr bewegend. Die Freundschaft zwischen Malte und Oßkar steht klar im Mittelpunkt und wird mit viel Herz erzählt. Die Figur des Trostes fand ich besonders gelungen, da sie eine greifbare und liebevolle Vorstellung davon vermittelt, dass man mit Traurigkeit und Angst nicht allein bleibt. Gleichzeitig hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte etwas lang geraten ist und dadurch an manchen Stellen an Konzentration verliert. Das ist kein großer Kritikpunkt, aber gerade für jüngere Kinder könnte es etwas viel auf einmal sein.
Fazit:
Insgesamt ist "Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge" ein besonderes Bilderbuch, das sich mit schweren Themen auf eine sanfte und kreative Weise auseinandersetzt. Es ist nicht ganz leicht, aber dafür sehr ehrlich und tröstend.
4/5 Sterne
Rezensionen von Petra Sch.:
unterhaltsame Fortsetzung der Camping-Krimi-Reihe
Entführung im Himmelreich von Andreas Winkelmann
4,5 Sterne
Im zweiten Teil der Krimi-Reihe, die am Campingplatz Himmelreich nahe Berlin spielt, trifft man wieder auf alle Bekannten, die ich alle ins Herz geschlossen hab. Allen voran der kauzige Björn Kupernikus, Schauspieler a.D., der nun in der Rente Gefallen am Ermitteln gefunden hat (immerhin hat er da jahrelang geübt für die Rolle des Tatort-Kommissars.
Leider hat er die Rolle nie bekommen.) Dann ist da noch Annabelle Schäfer, eine ehemalige Lehrerin, die sehr achtsam ist und der Dinge auffallen, die Kupernikus dann mit seiner guten Kombinationsgabe zu einem fertigen Puzzle zusammensetzen kann. Außerdem korrigiert sie immer seine Grammatik. Das finde ich gut, ich mag richtige Grammatik. Die beiden begleitet die supersüße Hundedame namens Pinguin, zu der sie im vorigen Band gekommen sind. Und dann ist da noch der junge und sympathische "Mädchen für alles" vom Campingplatz, Thiago, halb Brasilianer, halb Finne, der humorig und mit Jugendsprache mutig durchs Leben schreitet.
Total spannend und interessant fand ich wieder die Infos über den Mikrokosmos Campingplatz, der im Herbst fast nur noch von Dauercampern belegt ist und es dann natürlich viel ruhiger dort ist.
Denkt man - doch nun ist der Bäcker des Ortes Caputh verschwunden, der eigentlich gerade auf dem Weg zum Himmelreich war, um die Frühstücksbrötchen auszuliefern. Kupernikus hat den Bäckerwagen beim Gassi-Gehen gefunden.
Dann wird noch ins Hausboot von Solveig Bach eingebrochen, wobei sie angegriffen wird.
Und eine Leiche gibt es natürlich auch: ein unbekannter junger Mann im Schockfroster der Bäckerei.
Der Schreibstil ist sehr humorvoll und besonders witzig fand ich diesmal die Behandlungen (bzw. eher Exorzismus-Sitzungen), die Schauspieler und Synchronsprecher Charles Rettinghaus von seiner Hausboot-Nachbarin Solveig über sich ergehen lassen musste. Denn sie möchte, dass all ihre Mitmenschen mit dem Universum verschmelzen. ;)
In der Buchklappe gibt es wieder einen hilfreichen Übersichtsplan, auf dem man die Wege von Kupernikus und Annabelle nachvollziehen kann.
Achja, die Auflösung des Falls ist weniger aufregend als erwartet, jedoch sehr lebensnah, und wäre ohne Annabelles und Kupernikus' Hilfe wieder nicht möglich gewesen, denn der Caputher Kommissar Edgar Fass hat leider immer noch Scheuklappen auf; doch er wird langsam lockerer (auch mithilfe der Rechtsmedizinerin Sabrina Petrich ;) und springt über seinen Schatten, indem er dann doch noch (widerwillig) Kupernikus' Hilfe annimmt.
Fazit:
Auch im 2. Band kann das schrullige (Rentner-)Ermittler-Dream-Team mit viel Einsatz, Humor, Mut und Kombinationsgabe überzeugen und ich freue mich sehr auf weitere Campingplatz-Fälle!
Rezensionen von Natalie:
Horrorfilm im Buchformat
Verbrenn das Negativ von Josh Winning
Journalistin Laura Warren wird für einen Auftrag nach L.A. geschickt. Ausgerechnet sie soll über das Remake eines Horrorfilms aus den 90gern berichten. Was niemand weiß: in dem Film hat sie vor 30 Jahren die Hauptrolle des Mädchens gespielt, welches Leute ihren Tod vorhersagen konnte. Der Film schien aber verflucht zu sein, acht der damaligen Crew und Schauspieler starben.
Laura blieb verschont und nahm eine neue Identität an. Doch jetzt scheint sie ihre Vergangenheit einzuholen und das Grauen fängt von Neuem an…
Ich liebe Horrorfilme und daher ist es nicht verwunderlich, dass mich der Klappentext sofort angesprochen hat. Der Thriller ist gut aufgebaut und lässt die Spannung nie wirklich abflachen. Immer schwebt die Frage vor einem beim Lesen im Kopf rum, ob der Film tatsächlich verflucht ist und was oder wer hinter dem Needle Man steckt. Auszüge aus dem Originalfilm, Interviews, Zeitungsberichte oder Rückblenden aus Lauras Kindheit tragen jedenfalls zur Spannung bei. Auch der Horror-Faktor an sich kommt nicht zu kurz und wurde aus meiner Sicht sehr gut umgesetzt, ich hatte die Settings vor meinem inneren Auge. Laura als Hauptcharakter als auch die weiteren Protagonisten passen außerdem toll zur Story und tragen diese mit. Die Auflösung rundet den Thriller gekonnt ab.
Leseempfehlung für diesen sozusagen Horrorfilm in Buchformat.
Rezensionen von Ulrike:
Österreichische Power-Frauen
We are Austria von Pavicsits Nina
Es gibt noch kein Buch über österreichische Frauen - also hat sie es selbst geschrieben! Eine tolle Sammlung vieler österreichischer Power-Frauen der Vergangenheit und Gegenwart aus allen möglichen Bereichen des Lebens. In kurzen Porträts gibt die Autorin einen Überblick über die Personen. Es ist kein simpler Lebenslauf, sondern ein Einblick in ihre Gefühle, Ansichten und auch Herausforderungen.
Das Buch ist toll illustriert, die Inhalte sind kurz und daher leicht und gerne zu lesen. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Information gewünscht, andererseits wäre dann wahrscheinlich der Inhalt zu viel geworden und man würde es erst recht nicht lesen.
Was mich etwas gestört hat (und daher nur 4 Sterne), ist, dass die Autorin von jeder Person in der Ich-Perspektive schreibt. In ihrem Vorwort erklärt sie aber, dass sie mit den noch lebenden Frauen keine tatsächlichen Interviews geführt hat. Ich habe mich beim Lesen daher immer gefragt, ob diese Frau es wirklich so sieht und so empfindet.
Dennoch bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung von mir! Für alle, die schon immer mehr über tolle österreichische Frauen wissen wollten!
Rezensionen von Ulgu1978:
Nachkriegszeit in Hamburg
In den Scherben das Licht von Carmen Korn
Carmen Korns neuester Roman spielt in der Zeit von 1946 bis 1955. Wir lernen Gisela und Gert kennen, zwei junge Leute, die auf der Suche nach ihren Familien sind. Beide finden in dem zerbombten Hamburg Unterschlupf in Friedes Keller.
Man spürt, dass es anfangs um das nackte Überleben in den Trümmern geht.
Es wird gehamstert, auf dem Schwarzmarkt gefeilscht und versucht, die Kriegserlebnisse zu vergessen.
Und wie im richtigen Leben freuen sich die einen über einen Kanten Brot und die anderen überlegen, wo sie ihre Austern schlürfen können.
Insgesamt eine realistische Schilderung aus dieser Zeit mit Verlierern und Gewinnern.
Allerdings reicht dieser Roman nicht an die bisherigen von Carmen Korn heran. Durch die vielen verschiedenen Personen und die innerhalb eines Kapitels mehrmals wechselnden Protagonisten ist es nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen. Ein Personenregister wäre hilfreich gewesen. Zudem wird oftmals erst nach mehreren Sätzen klar, von wem gerade die Rede ist. Auch bleiben die Figuren merkwürdig blass und es fällt schwer, Sympathien für sie zu entwickeln. Deshalb kann ich das Buch nur eingeschränkt empfehlen.











