Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nislin:
Wichtige Aufklärungsarbeit!
Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Carsten Müller; Steffi Bohle
Das Sachbuch für Kinder „Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln!“, geschrieben von Steffi Bohle und Carsten Müller sowie illustriert von Emily Claire Völker, befasst sich mit einem immens wichtigen und gleichzeitig sensiblen Thema.
Es werden Fragen zu den Themen Gefühle, Körper, Grenzen sowie Missbrauch aufgegriffen und wichtiges Wissen vermittelt.
Die Informationen sind eindrücklich und gleichzeitig mit einer Leichtigkeit zugänglich gemacht. Ein weiterer Pluspunkt ist die Diversität, die gut umgesetzt wurde. Ergänzend zu den Inhalten für die Kinder gibt es farblich hinterlegte Infokästen, die zur Unterstützung der Erwachsenen beim Besprechen der behandelten Themen dienen sollen.
Die Texte sind hin und wieder sehr direkt, was für manche Kinder eventuell zu viel sein könnte. Ein Inhaltsverzeichnis hätte das Buch noch abrunden können, damit man die verschiedenen Themen direkt aufschlagen kann. Alles in allem aber ein super empfehlenswertes Sachbuch!
Rezensionen von Lilli33:
Magie, Romantik und tödliche Gefahren
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Magie, Romantik und tödliche Gefahren
Sophia DeWinter ist als Kind einen magischen Vertrag mit ihrem Onkel, dem Sammler, eingegangen. Mittels eines Armbands zwingt er sie, in seinem Einflussbereich zu bleiben. Doch Sophia hat es satt, immer wieder seine Aufträge ausführen zu müssen, denn sie erkennt das Böse daran.
Ihre einzige Chance, dem Sammler zu entkommen, ist die Aufnahme an der Killmarth Akademie, einer Elite-Akademie für magisch Begabte. Doch die vier Ordeals, die Aufnahmeprüfungen, sind für manche Anwärter tödlich - nur die Besten kommen durch. Gerade dieser Punkt hat sich mir leider nicht erschlossen. Man hätte diese Prüfungen auch anders gestalten können, ohne reihenweise die Leute sterben zu lassen, viele davon äußerst grausam. Hier ist unnötig viel Gewalt im Spiel, auf die ich gerne verzichtet hätte.
Der Schreibstil von Rachel Greenlaw ist sehr flüssig und ziemlich mitreißend. Manche Figuren hätten ein kleines bisschen mehr Tiefe vertragen, aber im Großen und Ganzen fand ich die Charaktere und das World-Building recht gelungen.
Sophia wirkt von Anfang an sympathisch und vor allem sehr tough. Die emotionale Kälte des Sammlers hat sie nicht gebrochen, sondern gestärkt. Man kann sehr gut mit der jungen Frau mitfühlen und hofft für sie, dass sie in Killmarth aufgenommen wird, um endlich ein freies Leben führen zu können. Doch ist es das wirklich, ein freies Leben? Die Akademie birgt ihre eigenen Geheimnisse. Nach und nach kommt Sophia einigen davon auf die Spur. Und was sie hier herausfindet, lässt einem die Haare zu Berge stehen, so schrecklich sind die Aussichten.
Die Handlung entwickelt sich langsam, aber konsequent. Neben einer glaubwürdigen Romanze gibt es sehr viele unheimlich spannende Szenen und überraschende Wendungen. Man weiß nie, wem von den Mitbewerbern man trauen kann und wen man besser im Auge behalten sollte. Erschwert wird dies dadurch, dass es sich unter anderem um Illusionisten und Maskierer handelt, deren Wirken schwer zu durchschauen ist. Nichts ist tatsächlich so, wie es scheint.
„The Ordeals“ ist der Auftaktband der Killmarth-Reihe. Das Buch erschien im Januar 2026 bei Klett-Cotta. Übersetzt wurde es von Kerstin Fricke.
Rezensionen von Krani:
Etwas unklar
Spielverderberin von Marie Menke
Sophie, Lotte und Romy sind Schulfreundinnen in einem kleinen Dorf. Vier Jahre später haben sie fast vollständig den Kontakt zueinander verloren und treffen sich erstmals wieder. Sophie erzählt in Ich-Form.
Die Personen sind lebensnah und glaubhaft geschildert, der Stil ist sehr angenehm zu lesen.
Sophie muss eine Menge Verwirrungen durchstehen: will sie weiter auf dem Land leben oder in die Stadt ziehen? Ein Studium aufnehmen oder eine Ausbildung anfangen? Ist sie homosexuell? Nicht nur Sophie weiß nicht, was sie will, muss in dieser Lebensphase aber wichtige Entscheidungen über ihr Leben und ihre Zukunft treffen. Was sie wirklich ausbremst, wird aber nicht klar. Die Freundinnen sind einander da keine Hilfe.
Immer wieder wird Spannung aufgebaut. Irgend etwas ist passiert, das die Beziehungen der drei belastet. Eine von ihnen ist offenbar psychisch krank, es gibt Schuldgefühle, deren Ursache nicht erklärt wird.
Eine richtige Auflösung gibt es nicht. Auch eine gute Entscheidung, mit der alle leben können, wird nicht getroffen. Wie im richtigen Leben.
Rezensionen von Anndlich:
Wertvoll!
Starfish von Lisa Fipps
Ellie ist elf Jahre und muss sich täglich mit Bodyshaming und Mobbing auseinandersetzen, nicht nur in der Schule, sondern auch in der eigenen Familie. Mithilfe ihrer besten Freundinnen, ihrem Vater und ihrer Psychologin lernt Ellie sich gegen die anderen zu wehren und für sich selbst einzustehen. Ellie erkennt ihren wert, nimmt Raum ein und wird frei wie ein Seestern.
Starfish von Lisa Fipps ist ein unglaublich wertvolles Buch für Kinder, die bereits in jungen Jahren unter Mobbing von Mitschüler:innen oder der eigenen Familie leiden. Ellie muss das alles selbst durchmachen und teilweise war es wirklich schwer zu lesen, wie auch ihre Mutter in diese Kerbe einschlägt und Ellies Selbstwertgefühl ruiniert. Umso schöner waren eben jene Menschen, die Ellie nicht auf ihr Körpergewicht reduziert haben und für sie einstanden, wenn sie es (noch) nicht konnte. Starfish schafft es nicht nur, Ellies Selbstwertgefühl zu steigern und damit vielleicht auch Kindern, die ähnliches Erleben müssen, zu helfen, sondern bietet auch einen Perspektivwechsel für alle, die Ellies Perspektive nie selbst einnehmen mussten und öffnet auf diese Weise hoffentlich existierende Grenzen.
Durch die poetischen, kurzen Kapitel fliegt man unglaublich schnell durch die berührende Geschichte Ellies!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Kriegstraumata
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Dieses Buch zeigt mir, wie man nach den großen Kriegen mit Kriegsversehrten und Kriegstraumata umgegangen ist. Nicht nur die versehrten Heimkehrer, sondern auch jene die nicht an die Front mussten, hatten ihren Schaden davongetragen. Es zeigt was es heißt, von der Gesellschaft als Kriegsverweigerer, als Entstellter, als Deserteur verurteilt zu werden.
Die Zeit heilt die wenigsten Wunden!
Ein großartiges Buch das meine Aufmerksamkeit sehr in Anspruch genommen hat. Nur so "nebenher" mal ein paar Seiten zu lesen geht hier definitiv nicht.
Große Empfehlung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Wortmalerei
Zeit der Mutigen von Dimitré Dinev
Ich lese sehr viel. Kann mich aber nicht daran erinnern, wann ich zuletzt ein Buch in einer derart malerisch schönen Sprache gelesen habe.
Es ist schon eine Herausforderung, sich diesem Buch zu widmen. 1148 Seiten sind ja kein Klacks. Noch dazu ist jede Seite prall mit Wörtern gefüllt. Es gibt kaum Absätze oder leere Zeilen dazwischen.
Die Hände ermüden leicht, wenn man (wie ich) auf dem Rücken liegend, das Buch in der Hand, liest.
ABER: es hat sich gelohnt!
Eine pralle Geschichte in der es nur starke Persönlichkeiten gibt. Auch die Frauencharaktäre sind durchwegs stark. Alle ProtagonistInnen fallen aus dem Raster "normal" heraus. Geld scheint bei niemandem eine große Rolle zuspielen. Die einen haben es, die anderen brauchen es nicht. Einziger Wehmutstropfen: Gewalt regiert die Welt in dieser Geschichte. Alles wird mit Gewalt geregelt.
Große Empfehlung - alleine schon der Sprache wegen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Mein Lieblingsthema
Die Rückkehr der Rentiere von Ann-Helén Laestadius
Ich bin bekennender Fan dieser Autorin. Dieses Buch jedoch konnte mich überhaupt nicht erreichen. Ich musste mich regelrecht durch das Buch hindurch quälen. Liegt es an der schlechten Übersetzung? Oder war es einfach eine falsche Geschichte zur falschen Zeit?
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Unfassbar trauriges Thema
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
In der letzten Zeit passieren so viele Femizide. Muss da wirklich auch noch ein Buch darüber geschrieben werden?
Ja! Unbedingt! Allerdings ist dies kein Roman, der dezidiert beschreibt, was passiert war. Es wird auch kaum nach den Gründen, die zur Tat geführt hatten, gesucht. Vielmehr bleibt der Täter unscharf, nicht besonders gut beschrieben.
Sehr gut beschrieben sind die engsten Vertrauten der ermordeten Frau. Die Tochter, ihre Eltern, ihre beste Freundin. Es erzählt sehr gut die Nöte und Sorgen der Verbliebenen. Wie soll/darf man mit der Situation umgehen? Hätte die Tat verhindert werden können, wenn sie nur besser hingesehen hätten?
Ein Buch, das betroffen macht.
Große Empfehlung!
Rezensionen von Anndlich:
Mathe im Alltag
Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1) von Jens Schumacher
Rechnen NERVT! Mathe? Ohne mich! von Jens Schumacher knüpft nahtlos an seine Vorgänger „Lesen NEVT!“ an und bringt auf unterhaltsame Weise den kleinen Leser:innen nicht nur Zahlen und Rechnen näher, sondern zeigt auch, wie viel Mathematik in unserem alltäglichen Leben steckt und das Mathe durchaus Spaß machen kann.
Gemeinsam mit Konstantin und Karl-Kevin Kukerluk wird auf knapp 80 Seiten eine lustige Geschichte erzählt, die immer wieder mit kleinen Matherätseln gefüttert ist. Die Rätsel sind alle unterschiedlich aufgebaut, sodass verschiedene Ansätze von den Kindern erfordert werden und dennoch ist kein Rätsel besonders anspruchsvoll, sie fügen sich einfach perfekt in die Geschichte ein und motivieren dadurch zum Mitmachen. Besonders gefallen hat uns auch der Gastauftritt von Karoline Kneberwecht.
Rechnen NERVT! Mathe? Ohne mich! ist ein schönes Buch für Kinder ab sieben Jahren. Neben guter Unterhaltung und Mitmachrätseln überzeugen auch die farbenfrohen Zeichnungen des Illustrators Steffen Winkler.
Rezensionen von Krani:
Etwas verwirrend
Real Americans von Rachel Khong
Lily, Tochter chinesischer Einwanderer in den USA, macht nach dem Studium ein Praktikum in einem angesagten Gentechnik-Startup. Im zweiten Teil des Buches steht ihr Sohn im Mittelpunkt, im dritten Teil dann ihre Mutter, eine Bauerntochter, die aus ärmlichsten Verhältnissen geflohen war.
Die Personen sind sehr lebensnah geschildert.
Was es bedeuten kann, zwischen zwei Kulturen zu leben, hat die Autorin selbst erfahren. Neben der Herkunft spielt auch das Geld eine wichtige Rolle. Und, was hier später noch dazukommt, ist die genetische Veranlagung und der Einfluss, den Wissenschaft heute darauf nehmen kann, die Epigenetik.
Was macht einen Menschen aus? Welche Rolle spielen die Gene für die Persönlichkeit? Kann man destruktive Merkmale mit epigenetischen Methoden unterdrücken, und was folgt daraus für den Menschen? Je klarer es wird, was genau hier an Kindern manipuliert wurde, umso gruseliger erscheint das Gelesene im Nachhinein.
In dieser Gemengelage Orientierung zu finden, ist Thema des Romans. Eine solche Menge an Einflüssen ist ganz und gar amerikanisch – Real American. Das Land ist ein Schmelztiegel unterschiedlichster Lebensweisen und Herkünfte. Mir war das etwas zuviel auf einmal.











