Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PMelittaM:

Ein Prequel zur Hexersaga

Kreuzweg der Raben von Andrzej Sapkowski

Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu gut, und wird verhaftet. Ein älterer Hexer, Preston Holt, rettet ihn vor der Hinrichtung und unterbreitet ihm ein Angebot.

Ich bin ein großer Fan der Romane und Kurzgeschichten um Geralt von Riva, vor allem auch wegen des unnachahmlichen Schreibstils seines Schöpfers, Andrzej Sapkowski. Natürlich kenne ich auch die Verfilmungen und Games.

Erstaunlicherweise hatte ich trotzdem zunächst etwas Probleme, in den Roman zu kommen, das legte sich aber zum Glück schnell wieder. Genau sagen, woran es lag, kann ich nicht, vielleicht hatte ich einfach Probleme mit dem jungen und noch eher unerfahrenen Geralt. Andererseits schien auch der Autor einen Moment zu benötigen, um seinen gewohnten Schreibstil wieder zu finden.

Die Erzählung besteht aus verschiedenen Erlebnissen, die locker miteinander verbunden sind, am Ende wird aber klar, dass es durchaus einen Erzählbogen gibt. Da Geralt noch so jung ist, fehlen viele der bekannten und beliebten Charaktere, die man aus den anderen Werken kennt, kein Rittersporn, keine Yennefer, an Ciri ist sowieso nicht zu denken. Aber ganz ohne ein bekanntes Gesicht geht es auch nicht, so tritt die Priesterin Nenneke auf. Aber auch die Charaktere, die man hier kennen lernt, sind interessant, mir gefiel vor allem die patente Zauberin Vrai Natteravn die eine wichtige Rolle spielt.

Mich hat das Prequel zur Hexersaga sehr gut unterhalten, wer Geralt von Riva mag, kann bedenkenlos zugreifen, für jene, die ihn noch nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PMelittaM

Rezensionen von Bibibabby:

Eine einfühlsame, lustige und abenteuerliche Geschichte über Freundschaft und Mut.

Herwig und Elsie - Wo ist der große Zauberer? von Ute Krause

Uns hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist eine schön illustrierte Geschichte voller Magie und Freundschaft, über das Heranwachsen und den Mut, sich in die Welt hinauszuwagen.
Die Handlung: Eines Morgens merkt der kleine Hase Herwig, dass sein Zauberer Hokus van Pokus verschwunden ist. Als Herwig den Abschiedsbrief von Hokus liest, versteht er nicht, dass der Zauberer verstorben ist.

Stattdessen ist er entsetzt und fest entschlossen, ihn wiederzufinden. Nachdem ein Zauber schiefgeht und er einen Elefanten herbeizaubert, begeben sich die beiden gemeinsam auf der Suche nach dem Zauberer.
Der Schreibstil ist bildhaft, einfühlsam und witzig. Die Angst des Hasen, als plötzlich ein Ungeheuer im Wohnzimmer erscheint, ist auch für Kinder deutlich spürbar... gleichzeitig aber auch lustig, da die Leser natürlich wissen, dass es sich nur um einen Elefanten handelt.
Die Geschichte ist spannend und abenteuerlich. Es zeugt von dem Können des Autors, dass sich selbst einen Ausflug in die Stadt und zurück wie ein großes Abenteuer anfühlt.
Der Tod des Zauberers wird nur indirekt erklärt: Der Zauberer ist "fort, dort, wo für immer Frieden herrscht", "im Himmel für Zauberer". Eventuell brauchen jüngere Kinder eine zusätzliche Erklärung. Ich finde es eigentlich gut, dass dies dem Vorleser überlassen ist.
Fazit: Eine einfühlsame, lustige und abenteuerliche Geschichte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bibibabby

Rezensionen von verhei:

Die Rache eines gefangenen Bauern im Dreißig Jährigen Krieg

TINTE und SCHWERT – Verwandlung (Band 1) von Matthias Soeder

Im Bachthal, einem kleinen Ort im Umfeld zu Würzburg, wächst Jacob als katholischer Bauernsohn auf. Durch Förderung des örtlichen Pfarrers lernt er lesen und schreiben, und soll eine Ausbildung zum Priester beginnen. Doch im letzten Sommer vor Beginn, wird Jacob im Zuge eines Überfalls verschleppt und Teil eines Söldnertrupps, der nach Böhmen unterwegs ist.

Heinrich von Hohenfels ist der skrupellose Kommandant dieses Trupps der sich als Söldner General Mansfeld anschließen möchte. Auch in seiner Zeit als Schanzknecht bei der Belagerung der Stadt Pilsen schwört Jacob Rache an seinen Angreifern und Mördern seiner Familie. Eine schwierige Aufgabe mit vielen Hindernissen.

Der Autor erzählt die Geschichte im Großen und Ganzen aus drei Blickwinkeln – man folgt Jacob, Heinrich von Hohenfels und General Mansfeld auf ihren Erlebnissen um die Zeit Belagerung der Stadt Pilsen. Während Mansfeld und Heinrich von Hohenfels ihrem Charakter grundsätzlich sehr treu bleiben und beständig handeln, wenn auch nicht sehr sympathisch, macht Jacob die größte Entwicklung durch. Von einem unscheinbaren, aber talentierten Bauernjungen, der von anderen Burschen drangsaliert wird, gewinnt er Kraft durch den Wunsch Rache auszuüben. Ist er von seinen Erfahrungen, dem Glauben und seiner Herkunft geprägt, erfährt er auch auf Grund des Dienstes als Schanzknechts und der rauen Realität des Krieges eine Verwandlung. Seine bisherigen Glaubenssätze und Moralvorstellungen kommen in Wanken. All das sehr glaubwürdig.

Natürlich ist die Geschichte um Jacob erfunden, jedoch ist diese glaubwürdig in ein geschichtliches Netz eingebunden. Beschreibung der Zeit und der Situation im Lager sind detailliert und dürften auf Grund gründlicher Recherche des Autors so gut fundiert sein, wie sie scheinen. Auch werden manche Situationen exemplarisch für so viele Einzelschicksale sein.

Generell wird die Geschichte sehr dicht und atmosphärisch erzählt. Die Sprache ist der Zeit und den handelnden Personen angepasst. Die eher kurzen und nicht zu komplexen Satzkonstruktionen erlauben eine gute Lesbarkeit und sorgen auch für gewisses Tempo. Nichts wird beschönigt und so wird der Leser auch mit Brutalität im Krieg und im Rundherum konfrontiert.

Etwas kompliziert war es für mich, da ich wenig Ahnung vom militärischen Hintergrund hatte. Grundsätzlich war dies allerdings nicht hinderlich für den Lesefluss und man lernt dadurch ja auch. Auch die Zahl an Personen, vor allem Militärs und Befehlshabern, ist doch groß und sorgte ab und an für Verwirrung bei mir. Eine Orientierungshilfe bietet hier die Liste an historischen Personen im Anhang.

Das Buch ist definitiv zu empfehlen, wenn man einen historischen Roman dieser Zeit sucht, der nichts geschönt, sondern realistisch darstellt. Spannend ist er auch, weil es erst der Auftakt einer Serie ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von verhei

Rezensionen von Sumsi:

Tolle Rezepte nicht nur für Feiern

Backen. Feiern. Genießen von Celina Hruschka

Celina Hruschka hat hier ein sehr schönes Kochbuch geschaffen. Die Aufmachung und Haptik ist sehr hochwertig und die Rezepte sind kreativ und bringen Abwechslung in den Koch- und Backalltag. Sehr schöne Fotos machen Lust aufs Probieren.
Alle Rezepte die ich bisher ausprobiert habe, haben gut funktioniert und waren sehr gut nachvollziehbar.

Auch Anfänger finden sich mit den ausführlichen Beschreibungen gut zurecht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sumsi

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

Der Grimm-Ripper

Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da bereits das tolle Cover mit der erhabenen blutroten Schrift und den Dornenranken an den Seiten ein echter Hingucker war, und auch die Leseprobe spannende Unterhaltung versprach.

Bis zur Handlungsmitte konnte die Autorin dieses Versprechen auch erfüllen.

Dann jedoch wurde der Plot zunehmend abstruser und verwirrender. Der Märchenthriller wandelte sich zur unheimlich, übersinnlichen Fantasy-Story.
Durch unglaubwürdige Wendungen, Zeitsprünge und Perspektiven war immer schwerer ersichtlich, was real und was sich nur im Kopf abspielt.
Zähne, Zahnfee und Pilzfrau waren einfach nur skurrile Handlungsstränge, die mit dem erwarteten Thriller nichts zu tun hatten.
Sehr schade, da hier viel Potenzial, aus dieser genialen Idee verschenkt wurde.
So blieb es für mich bei einem teilweise zwar spannenden, aber das Genre verfehltem Werk, das deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Kurze Kapitel und angenehm lesbarer Schreibstil reichten nicht, um über Mittelmaß hinauszukommen, deshalb nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Paul Kretzschmar

Rezensionen von Reiseweise:

Beklemmend

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Der dystopische Roman von Jacqueline Harpman liegt nun in neuer Übersetzung und mit neuem Cover (und Titel) auf Deutsch vor, nachdem er bei BookTok und in der Online-Community international sehr erfolgreich war. Die Geschichte selbst ist schnell umrissen: In einem Keller werden vierzig Frauen von anonymen Wärtern festgehalten, bis diese plötzlich eines Tages verschwinden und die Frauen den Kerker verlassen können - und sich in einer einsamen Einöde zurechtfinden müssen.

Ich-Erzählerin und Protagonistin ist die namenlose „Kleine“, die als Einzige noch ein Teenager ist und das Leben vor dem Keller nicht kennt.

Die Geschichte ist eine typische Dystopie wie aus dem Lehrbuch - Anklänge an die heutige Zeit, unklares zeitliches Setting in der Zukunft, Vertrautes, mit dem gebrochen wird. Die Atmosphäre ist beklemmend, einsam und düster und man liest die ganze Zeit weiter, um endlich eine Antwort auf die vielen Fragen zu erhalten - befinden sich die Frauen überhaupt auf der Erde? Wer hat sie eingesperrt und warum? Wo sind alle anderen? Das Ende lässt einen ratlos zurück. Die Autorin hat auf jeden Fall den Mut aufgebracht, den Leser mit sehr vielen offenen Fragen unbefriedigt zurückzulassen. Oder es ist alles eine Metapher, die sich nicht ganz erschließt…

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Reiseweise

Rezensionen von LeserinLu :

Leerstellen

Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

Mit „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ legt Judith Hermann ein Sachbuch vor, das sich jeder einfachen Einordnung entzieht. Es ist keine historische Aufarbeitung im klassischen Sinn, sondern eher ein offenes Nachdenken über Erinnerung, Schweigen und familiäre Leerstellen. Gerade diese Form hat mich sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr angesprochen.

Ausgangspunkt ist das Nachdenken über Hermanns Großvater, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war, wo zahlreiche Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Lange Zeit wurde diese Vergangenheit innerhalb der Familie verdrängt oder verleugnet, auch heute noch von Hermanns Mutter und Schwester. Hermann fährt u.a. nach Polen, kann aber nichts abschließend klären oder erklären. Stattdessen legt sie offen, was sich erzählen lässt und was nicht.

Als Leserin konnte ich diesem Denkprozess sehr gut folgen, gerade weil Hermann nicht versucht, Lücken zu füllen, wo keine verlässlichen Antworten existieren. Besonders gefallen hat mir aber die Sprache. Sie ist klar, ruhig und variantenreich. „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist damit ein stilles, nachdenkliches Buch, das nicht belehrt, sondern zum Mitdenken einlädt, um sich auch dem Verdrängten und Verschwiegenen zu nähern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LeserinLu

Rezensionen von jori1020:

Nicht mein Fall...

Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe – und leider konnte ich damit nicht viel anfangen. Der Klappentext klang zunächst vielversprechend: Die Erzählerin setzt sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Familie auseinander, recherchiert über ihren Großvater, der Mitglied der SS war und im polnischen Radom stationiert war, und geht der Frage nach, wie diese Geschichte bis heute in die Gegenwart der Familie hineinwirkt.

In der Umsetzung bleibt dieser Ansatz für mich jedoch zu vage. Die Erzählerin findet nur wenige konkrete Informationen über die Aktivitäten ihres Großvaters, und die dadurch entstehenden Leerstellen sowie die Sprachlosigkeit innerhalb der Familie werden vor allem mit Beobachtungen aus der Gegenwart gefüllt. Über viele Seiten hinweg werden etwa Lektüren während der Recherche beschrieben oder Spaziergänge durch Radom oder Neapel geschildert. Diese Passagen wirkten auf mich zunehmend beliebig und führten nicht wirklich tiefer in das zentrale Thema hinein.

Sprachlich ist das Buch ohne Frage gut geschrieben – Judith Hermann beherrscht ihr Handwerk und den Umgang mit Sprache. Die angepriesenen und oft gelobten Zwischen- und Untertöne haben mich jedoch nicht erreicht oder blieben mir verschlossen. Insgesamt empfand ich das Buch als wenig fesselnd und inhaltlich zu diffus. Für mich blieb es daher leider eine eher enttäuschende Lektüre, die mich emotional nicht erreichen konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von jori1020

Rezensionen von Lillyliebtthriller:

Love Island trifft Lost

One Perfect Couple von Ruth Ware

Endlich bringt jemand etwas Farbe in die düstere Welt der Thriller und das gleich mit so einen wunderschönen Farbenpracht.

Ich habe "das Chalet" und "Wie tief ist deine Schuld" von #ruthware geliebt und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und es könnte mit den Zweien leider nicht mithalten.

Ich mochte die Charaktere sehr und die starke Gruppendynamik der Frauen fand ich schön mit anzusehen und bei der einen oder anderen Figur habe ich mich auch gründlich getäuscht. Auch das das Thema Gewalt an Frauen hier nicht totgeschlagen wird, finde ich gut.
Das "Love Island trifft Lost" fand ich zwar mega spannend, aber mir fehlte bei der Geschichte einfach das Tüpfelchen auf dem I.
Die Dramatik und die Emotionen haben es zu einem guten Spannendsroman gemacht, aber für einen atemberaubenden Thriller wurde es mir nach der Zeit zu vorhersehbar und das hat auch die Wendung am Schluss nicht mehr richtig rum gerissen.

Ich bin trotzdem noch ein großer Ware Fan und will auch unbedingt ihre anderen Bücher noch lesen.

Fazit: Nicht so gut wie ihre bisherigen Werke, aber ein emotionaler Spannungsroman mit einem interessanten Gedankenspiel.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lillyliebtthriller

Rezensionen von Lillyliebtthriller:

Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte.

Die Toten von nebenan von Olivia Monti

Bei diesem Buch habe ich mich ein bisschen so gefühlt, als wäre ich bei einem Seniorenausflug dabei, das nicht nur daher kommt, dass die Figuren etwas älter sind, sondern auch, weil ich sie fast ausschließlich per Nachname kenne.

Am Anfang kam ich mit den neidischen und boshaften Charakteren nicht so wirklich zurecht, aber als ich verstanden habe, warum sie so reagieren konnte ich mich mit ihnen anfreunden.

Durch die ganze Geschichte hinweg, habe ich eine unterschwellige Spannung gespürt, die zum Schluss hin intensiver wird. Die sehr kurzen Kapitel haben mich immer wieder zum Weiterlesen animiert und durch die kleinen Twist blieb es immer interessant.

Ich nehme viel Positives von diesem Roman mit, besonders, dass einen Eigenschaften wie Neid, Gier und Hass von innen heraus hässlich machen, aber das man durch Mitgefühl und Liebe wieder schön werden kann und es nur eine Sache der Einstellung ist, wie man sein möchte.

Für mich hat auch die Vorstellung es etwas tröstliches, dass meine geliebten verstorben Verwandten in meiner Nähe sein könnten und ich sie vielleicht irgendwann wieder sehe.

Fazit: Eine tiefgründige und ermutigende Geschichte, die ich vor allem der älteren Generation ans Herz legen möchte, aber auch die Jüngeren können viel von diesem Buch lernen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lillyliebtthriller