Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Alltagstaugliche Gerichte mit Liebe gekocht
Marcos little Italy von Marco de Pace
Die Italienische Küche ist viel mehr, als man auf den ersten Blick glauben mag. Jede Region kocht anders und lecker ist einfach alles! Marco de Pace hat die große Liebe zum Kochen und der italienischen Küche quasi in die Wiege gelegt bekommen. Seine Rezepte haben den „Marcos little italy“-Stil und sind in die Kapitel Aperitivo & Antipasti; Familienrezepte; Marcos.
little.italy.Style; Klassiker; Dolci; Pasta selbst machen eingeteilt.
Der Aufbau der Rezepte entspricht dem aktuell üblichen Schema Titel, kleine Anekdote, Zutatenliste, Zubereitungsschritte, gelegentlich Variante oder Tipp oder beides. Ganz oben rechts steht noch die Zubereitungszeit. Oben links erkennt man immer direkt, in welchem Kapitel man sich gerade befindet. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Jedes Rezept wird von einem Foto begleitet, das Lust macht, gleich loszukochen.
Die Zutaten sind typisch italienisch, also nicht wirklich exotisch. Bei Tintenfisch und dry-aged Rinderhack könnte es etwas schwieriger werden, sie zu bekommen, dennoch dürfte im Großen und Ganzen alles gut zu bekommen sein. Die Anweisungen sind klar und verständlich formuliert. Das eine oder andere Rezept ist etwas aufwändiger, insgesamt sind die Gerichte aber in einem Schwierigkeitsbereich, mit dem auch Anfänger gut klarkommen können. Das gefällt mir sehr. Auch die Bilderstrecken für die etwas ungewohnteren Dinge.
Gleich das erste Rezept, die Auberginenbällchen, ist bei meinem Mann und mir bombig eingeschlagen. Wir kochen uns mit Leidenschaft quer durch das Buch und sind einfach nur begeistert! Die meisten der Rezepte sind absolut alltagstauglich. Die etwas aufwändigeren Gerichte hebt man sich dann eben für das Wochenende und besondere Anlässe auf.
Hier entdeckt man eine ganze Menge neuer Rezepte und Anregungen neben den geliebten klassischen Rezepten. Und wieder ist ein Influencer unbemerkt an mir vorübergegangen, aber sein Kochbuch zum Glück nicht. Fünf Sterne!
Mehr als nur Snacks
Voll veggie! Airfryer für Teenager von Agnes Prus
Der Airfryer ist ein toller Einstieg für Teenager, um das Kochen zu lernen. Dieses Buch hilft dabei und gibt nützliche Informationen zu Utensilien und Lebensmitteln und nennt auch die wichtigsten Dos & Don’ts.
Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel Frühstück & Brunch; Hauptmahlzeiten; Snacks; Süßes & Nachtisch.
Die benötigten Zutaten sind nicht schwer zu bekommen und mit Glück sogar schon in der Vorratskammer zu finden. Sehr wenige Ausnahmen sind darunter, die man vielleicht selten nutzt.
Der Aufbau der Rezepte ist klar strukturiert und übersichtlich. Name des Gerichts, Anzahl der Portionen, Zutatenliste, gut verständliche Arbeitsschritte, mehr braucht es nicht und mehr ist auch nicht da, außer gelegentlich einem zusätzlichen Tipp. Zu fast jedem Rezept gibt es ein Foto. Gerade bei Neulingen in der Küche finde ich das besonders wichtig.
Die Gerichte sind abwechslungsreich und ansprechend. Dass sie rein vegetarisch sind, fällt kaum auf. Ihr Schwierigkeitsgrad ist so gewählt, dass die Teenager sie auf alle Fälle wuppen. Bei den schnellen Franzbrötchen gibt es in meiner Ausgabe leider ein kleines Hindernis. Da wurde das Schneiden zu Trapezen nur halb erklärt. Nicht nur nach rechts, sondern auch nach links muss das Messer abwechselnd gehalten werden. Das wird sicher in der nächsten Auflage korrigiert. Die Brezeln Flammkuchen-Style werden vermutlich den größten Anklang bei den Kids und ihren Freunden finden. Sie sind super easy, super schnell gemacht und super lecker!
Dieses Buch ist ein tolles Geschenk für erste Kochversuche mit Geling-Garantie. Mit etwas Glück werden die Eltern mit der einen oder anderen Köstlichkeit daraus überrascht und verwöhnt. Auch fleischlos ist Genuss und wer nicht ganz darauf verzichten mag, kann alle Ersatzprodukte, wie Tofu-Würstchen oder vegane Schinkenwürfel ja auch in der fleischhaltigen Variante einsetzen. Ich gebe fünf Sterne!
Nie wieder planlos sein!
Stressfrei kochen mit Wochenplänen von Steffi Sinzenich
Bevor es richtig los geht, erklärt Steffi das System des Meal Preps. Zudem kann man die Wochenplanvorlagen auf Steffis Blog finden und herunterladen, um die Rezepte nach eigenem Wunsch zusammenzustellen. Der QR-Code dahin ist im Buch zu finden.
Die Idee, die Kapitel des Buches schon von außen am Buchschnitt durch Farbe erkennbar zu machen, gefällt mir super gut.
Frühling; Sommer; Herbst; Winter; Keine Lust zu kochen? Rezepte zum Mitnehmen kann man so direkt anwählen. Das ist sehr komfortabel! Auch das Zutaten- und Rezeptregister, das sich hier Index nennt, erleichtert das Finden des passenden Gerichts.
Für jede Jahreszeit gibt es drei fertige Wochenpläne. Natürlich kann man austauschen, wie man möchte. Mir gefallen die Zusammenstellungen sehr. Ebenso finde ich es genial, dass man alle Gerichte der Woche auf einer Doppelseite sieht. Super bequem ist, dass man die dazu gehörende Einkaufsliste per QR-Code downloaden kann. Sie sind sogar bei Bedarf anpassbar. Danach kommen die einzelnen Tages-Rezepte und die sind nicht nur saisonal, sondern auch wunderbar abwechslungreich.
Die Zutaten sind herrlich normal und nicht schwer zu bekommen. Hin und wieder wird Fertigteig verwendet, doch es gibt manchmal auch einen QR-Code zum entsprechenden Rezept zum Selbermachen auf dem Blog der Autorin. Bei einigen Rezepten gibt es diesen auch für passende Beilagen, Dips, Marinaden oder ähnlichem. Der Hinweis auf den Blog ist immer wieder zu finden.
Nach dem Titel des Gerichtes hat Steffi immer ein paar Zeilen dazu hinterlassen. Bevor es dann die Zutatenliste gibt, bekommt man Informationen zu Zeiten, Portionen, Haltbarkeit und Tiefkühltauglichkeit, um vorzukochen. Diverse Symbole lassen unterschiedliche Eigenschaften des Rezeptes auf einen Blick erkennen. Man versteht sie problemlos, dennoch hätte ich mir eine Legende über die Symbole gewünscht. Nährwertangaben sind keine vorhanden. Die Arbeitsschritte sind gut verständlich und zu jedem Rezept gibt es ein schönes Foto, um gleich mal Lust darauf zu bekommen. Die Rezepte sind nicht zu anspruchsvoll und eher einfach. Das tut dem Genuss aber keinen Abbruch. Auch Kochanfänger kommen hier bestens klar. Dass alles wunderbar alltagstauglich ist, empfinde ich als großes Plus.
Insgesamt verliert Steffi Sinzenich bei mir einen Stern. Die Hinweise auf den Blog sind mir zu allgegenwärtig. Die Rezepte online suchen zu müssen, auch mit QR-Code, finde ich nicht sehr komfortabel und es ist nicht stimmig mit dem Ziel, Zeit zu sparen und stressfrei zu kochen. Dennoch sind das noch tolle vier Sterne!
Ein schweres Jahr in der Heidestraße
Die Straße von Robert Seethaler
Die Gedanken der einzelnen Protagonisten sind wie Perlen auf einer Schnur aneinander aufgereiht. Es gibt keine Abgrenzungen, weder im Buch noch im Hörbuch, sodass alle Figuren zu einer Gesamtmasse werden. Das strengt ein wenig an, ist aber auch auf gewisse Art reizvoll. Vor allem aber ist es ein Stilmittel, das die Aussage des Buches bestens unterstreicht.
Und man staunt, dass man irgendwann tatsächlich einzelne Personen unterscheiden kann, und das ganz ohne Namen. Das macht nachdenklich. Man erkennt, dass es im Umfeld gar nicht so viel anders ist.
Wir begleiten also eine Reihe namensloser Bewohner einer Straße durch ein Jahr in Augenblicken, Momentaufnahmen. Jeder hat seine eigenen Probleme und Gedanken. Manche plaudern miteinander, andere übereinander. Viele gehen aneinander vorbei. Das typische Leben in einer Straße, wie sie jeder kennt. Hier ist es die Heidestraße. Unter jedem Dach ein Ach, fällt mir da ein. Die unterschiedlichen Themen scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber genauer betrachtet sind sie einfach ein typisches Abbild unserer Gesellschaft.
Es werden einige Themen eingebracht, die aktuell sind und wohl immer aktuell sein werden. Sie sind sehr negativ und traurig, kräftezehrend, schwierig. Aber genau diese Themen müssen auch mal angesprochen werden.
Für mich ist es eine richtig gelungene Idee, sehr gut umgesetzt, aber nicht für jeden geeignet. Mutig ist Seehofer auf alle Fälle, denn ich vermute, das Buch kann missverstanden werden. Auf alle Fälle entspricht es nicht dem Mainstream. Keine Lektüre für nebenher, nicht locker-flockig, nicht wirklich spannend, aber wenn man sich darauf einlässt, dann sehr interessant. Matthias Brandt hat das Buch unfassbar gut eingelesen. Ich hab ihm total gern zugehört. Und er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich dieser schweren Kost sehr gerne fünf Sterne gebe.
Sommerliches Backen mit Obst
Sunny Baking Time von Theresa Haubs
Dieses Buch ist quasi die Fortsetzung der Cozy Baking Time und ich hatte tatsächlich schon darauf gewartet. Der Stil ist identisch und das finde ich stimmig und gut. Auch hier werden hauptsächlich die jüngeren Backfans angesprochen, die sogenannten Zoomer oder Generation Z. Aber auch ich als Oldie hab mich an den Rezepten erfreut und einiges für mich gefunden.
Auch diesmal gibt es wieder Back-Hacks und die Pannenhilfe, diesmal etwas abgewandelt. Und für die obligatorische Playlist gibt es diesmal sogar einen QR-Code. Zudem findet sich für die Prinzessin Biskuit viel Wissenswertes und Hilfreiches. Und wie man Rezepte vegan, glutenfrei oder laktosefrei machen kann, erfährt man ebenfalls.
Dann geht es auch schon in gewohnter Manier und Theresa-Sprech mit den Rezepten los. Eine Veränderung fällt auf. Es gibt seltener das Oder wie meine Mama sagen würde, dafür nach dem Theresa-Titel als Untertitel und manchmal auch noch in einer Art Balken zusätzlich einen weiteren witzigen Spruch im Jugend-Sprech. Der Aufbau der Rezepte ist wie im letzten Buch. Als Liste findet man die Zutaten mitsamt passender Form und der Zubereitungs- und Backzeit, daneben die Arbeitsschritte. Diese sind nicht zu ausführlich, aber eben im Theresa-Sprech. Dazu gibt es jeweils noch ein ansprechendes Foto, aber keine Angaben zu den Nährwerten.
Die Rezepte sind oft Klassiker, ein wenig modernisiert, nachjustiert, aufgepimpt. Für die junge Generation sind sie eine tolle Sammlung, aber auch ich freue mich darüber. Kleine Änderungen in bekannten Rezepten erzielen oft erstaunliche Ergebnisse! Aber auch neue Rezepte finden sich dazwischen. Fast alle sind, passend zur sunny time, mit Obst. Schön fruchtig, farbenfroh und lecker. So auch bei den Desserts. Alle Rezepte lassen sich über das Register gut finden, wenn man noch weiß, wie Theresa die Kuchen nennt! Insgesamt in meinen Augen ein ebenbürtiger Nachfolger des ersten Backbuchs der Autorin. Und auch diesmal gebe ich gern vier Sterne.
Murder-Mystery?
Beth is dead von Katie Bernet
Das Leben der Marchs gerät durch den neuesten Roman des Vaters in arge Turbulenzen. Als dann Beth tot aufgefunden wird, gibt es enorm viele Verdächtige. Wie eng verbunden sind die Schwestern wirklich? Wo steckt der Vater? Die Wahrheit muss ans Licht.
Dieses Buch ist an Little Women angelehnt. Sehr grob.
Ich finde, eigentlich sind nur die Namen einiger Figuren, vorneweg der Schwestern natürlich, daraus entliehen. Die Rahmenhandlung selbst ist nicht nur zeitlich völlig anders angesiedelt.
Mir drehte sich die Geschichte zu lang zu sehr im Kreis, nur um dann kurz vor Ende so viel Fahrt aufzunehmen, dass die Fliehkraft zu stark wurde und die Auflösung regelrecht davonflog. Die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel wirkten sich leider sehr negativ auf den Spannungsbogen und das Entwickeln der Story aus. Eine Szene immer wieder aus vier Perspektiven zu erleben, ist enorm ermüdend. Leider mochte ich auch keine der Figuren so wirklich. Da war immer ein großer Abstand, keine Nähe, wodurch eben keine Sympathie entstehen konnte.
Für mich sind da auch zu viele unlogische Szenen, unrealistische Handlungen und große Fragen, die nie beantwortet werden. Dass die Adaption in einem anderen Jahrhundert natürlich auch bedeutet, dass vieles neu erfunden wird, stört mich nicht. Die Grundidee ist wirklich gut, doch die Umsetzung nicht. Streicht man alles raus, was mich gestört oder genervt hat, bleibt eine sehr gute Kurzgeschichte. Als Thriller oder Murder-Mystery sehe ich dieses Buch allerdings nicht, weder in gedruckter Form, noch als Hörbuch. In letzterer Version hatte ich auch tatsächlich Mühe, die einzelnen Frauen auseinanderhalten zu können. Nur eine Stimme hob sich deutlich ab, der Rest war sich sehr ähnlich. Selbst der Knalleffekt der Auflösung war für mich nicht thrillermäßig.
Schade. Packend war da nix, Thrill fehlte auch und von packend keine Spur. Also viel versprochen, nichts gehalten. Das reicht leider nur für zwei Sterne.
So tolles Gebäck mit Obst!
Landlust Hausgemacht: Obstkuchen von Landlust
Backen macht mir riesig Freude und ich probiere sehr gern neue und alte Rezepte aus. Dieses Buch ist aufgemacht wie eine Sammlung von Rezepten aus Illustrierten und hebt sich damit positiv vom aktuell überstrapazierten Trend und Einheitsbrei ab.
Die Zeitangaben und die benötigte Form werden direkt nach dem Titel des Rezeptes angegeben.
Nährwerte werden verschwiegen. Das ist auch sicher besser für den Seelenfrieden! Die Zutaten sind untereinander gelistet und die Arbeitsschritte, wie ich es gern mag, nicht im Fließtext, sondern sauber und strukturiert nummeriert aufgezählt. Sie sind kurz, aber ausführlich genug, um nicht herumzurätseln, was nun gemeint ist. Immer wieder finden sich passende Zeichnungen, aber vor allem sind die Rezepte mit einem bis drei Kochlöffeln markiert, sodass man den Schwierigkeitsgrad sofort erkennen kann. Hin und wieder gibt es noch Infokästchen oder Tipps. Außerdem freue ich mich sehr über die Fotos, die es zu jedem Rezept gibt.
Besonders charmant finde ich die Extras, wie z.B. die Tabelle für die Springformgrößen, wie man Backformen mit Backpapier auskleidet, Tipps und Tricks, Wissenswertes usw. Die kleinen Sprechblasen mit Fragen und Antworten sind ein weiteres Plus! Auch dass die Kapitel Kuchenklassiker; Blechkuchen; Kleingebäck; Ohne backen; Tartes und Pies; Kuchen und Torten über eine Griffleiste direkt anwählbar sind, begeistert mich. Den Abschluss bildet das Rezeptregister.
Die Rezepte sind umwerfend abwechslungsreich. Fast jedes Obst wird hier verwendet. Die vielen Tipps und Tricks sind auch für Fortgeschrittene interessant und wissenswert. Mich hat das Buch auch emotional erreicht, denn meine Mama liebte ihre Illustrierten und hat für mich immer die Rezepte ausgeschnitten. Daran erinnert mich der Stil total. Doch nicht nur deshalb, sondern aufgrund der tollen Rezepte, bekommt es von mir die vollen fünf Sterne!
Best of Martina und Moritz
Kochen mit Martina und Moritz - Aus Liebe zum Genuss von Martina Meuth; Bernd "Moritz" Neuner-Duttenhofer
Sagenhafte 34 Jahre haben Martina und Moritz im WDR gekocht. In dieser Zeit gab es auch einige Kochbücher. Dieses hier ist quasi ein Best Of und gibt nebenher noch ein paar Informationen und Eindrücke zu diesen Jahren und rund um die Trends und Veränderungen in den Küchen und der Art, Mahlzeiten zuzubereiten.
Die Kapitel Vorspeisen, Häppchen und Salate; Suppen und Eintöpfe; Pasta; Gemüse in der Hauptrolle; Fisch; Fleisch; Desserts und Gebäck; Vorrat und Grundrezepte starten immer mit ausführlichen Texten der beiden Autoren, wobei auch bei jedem Rezept noch zusätzlich ein kleiner Text steht.
Wie man die beiden kennt, kochen sie mit Leidenschaft und ganz selten schlicht und einfach. Fast immer sind ihre Rezepte ausgefallen und mit dem besonderen Etwas. Entsprechend sind sie gern mal aufwendiger und wenn man ein Menü, wie Martina und Moritz es Gästen gerne auftischen, kochen möchte, hat man reichlich zu tun! Nicht alles mag ich nachkochen, ganz klar. Ich habe beispielsweise ein echtes Problem damit, dass für den Nudelteig tatsächlich 24 Eigelbe auf ein Kilogramm Mehl kommen sollen! Auch gehören für mich weder Speck noch Zwiebeln in eine Béchamelsauce.
Nährwertangaben findet man dagegen nicht. Neben der Angabe für die Anzahl der Portionen und der Zutatenliste, die ggf. noch unterteilt in einzelne Komponenten ist, wird die Zubereitungszeit angegeben. Außerdem natürlich noch die Zubereitungsschritte. Diese sind im Fließtext gehalten, wobei sie mit dicken Punkten unterteilt sind und die Zutaten fett und in Farbe hervorgehoben werden. Das ist aktuell wohl Trend, finde ich persönlich jedoch etwas unkomfortabel zu lesen. Als Extra gibt es immer wieder Hinweise, Anmerkungen, Tipps, Getränkeempfehlungen, passende Beilagen, Serviervorschläge, Toppings usw.
Je nach Gericht können die Zutaten auch mal etwas weniger zum typischen Vorrat passen, sind aber dennoch nicht zu schwer aufzutreiben. Auch wenn die meisten Rezepte in einem alltagstauglichen Zeitrahmen liegen, sind sie doch etwas arbeitsintensiver. Für Anfänger würde ich das Buch eher nicht empfehlen, für Fans von Martina und Moritz aber auf alle Fälle, ebenso Kochbuchsammlern und alle, die sich über Kochbücher als Gastgeschenk freuen. Der Mix der Rezepte ist bunt und international und dabei immer mal wieder asiatisch angehaucht. Typisch Martina und Moritz eben.
Außer den Rezepten im Kapitel Vorrat und Grundrezepte gibt es zu jedem Rezept ein Foto, damit man gleich sieht, womit man den Gaumen verwöhnen will. Zum Abschluss folgt dann noch das Zutaten- und Rezeptregister. Damit kann man auch prima nachsehen, was man mit dem, was man noch da hat, kochen kann. Mir gefällt es! Daher gebe ich vier Sterne.
Kochbuch für die Zoomer
Meine wunderbare Landküche von Loredana Chantal
Manchmal gibt es Trends, denen alle folgen. Irgendwie passt auch dieses Buch dazu. Die Autorin setzt ein paar Bilder der Rezepte vor die Kapitelübersicht, zeigt sich auf arg gestellten Fotos in großer Anzahl in Küche und auf dem Hof und bietet eine Playlist zum Kochen. Da merke ich dann, es geht in Richtung ausgefallener Lifestyle, Influencer, jung-und-erfolgreich.
Haben wir nicht schon genug Bücher von Frauen, die sich einen Hof gekauft haben und jetzt glücklich kochen und backen, was sie selbst anbauen? Wohl nicht, denn hier ist wieder eins!
Ihre Rezepte packt Loredana Chantal in die Kapitel Brunch; Schnell auf den Tisch; Herzhaft & heimelig; Lieblingssalate; Besondere Anlässe; Backstube; Perfekter Abschluss. Es fällt auf, dass ihre Zutaten speziell sind. Da wird gern mal mit Fertigprodukten gearbeitet, sogar mit fertig gekauftem Hefezopf. Das gehört für mich nicht in ein Kochbuch. Ansonsten sind die Zutaten weitestgehend alltäglich, auch wenn es hier und da Ausreißer, wie frische Trüffel, gibt. Schön ist, dass es zu jedem Gericht bzw. Rezept auch ein Foto gibt. Weniger schön ist, dass auch hier die Influencerin immer mal wieder mit drauf ist. So viel Selbstdarstellung mag ich im Kochbuch echt nicht. Und mal ehrlich, ist es tatsächlich für die Rezepte relevant, dass sie von der Stadt aufs Land gezogen ist und dort ein Märchenleben lebt?
Die Rezepte selbst sind ein typischer Mix aus einfach und raffiniert, um Gäste nicht nur satt zu machen, sondern auch zu beeindrucken. Jedes Kapitel startet mit einem Foto von Loredana Chantal und einigen Zeilen, die sie zum Kapitel zu sagen hat. Die Rezepte werden ebenfalls mit einigen Worten eingeleitet. Es gibt Angaben zur Zubereitungszeit, aber keine zu den Nährwerten. Die Zutaten für die angegebenen Portionen sind nach Komponenten sortiert gelistet. Die Zubereitungsschritte sind im Fließtext, getrennt durch farbige Punkte. Für mich ist das etwas unübersichtlich, auch wenn die Zutaten fett hervorgehoben sind. Das Rezept- und Zutatenregister lässt gesuchte Rezepte schnell finden.
Das Buch ist ideal für junge Erwachsene, die das Kochen frisch für sich als Hobby entdeckt haben und etwas Besonderes zaubern möchten. Die Gerichte sind modern und jung, keine Klassiker, aber eben auch keine echte Alltagsküche, obwohl sie relativ schnell fertig und oft einfach zuzubereiten sind. Ich konnte eine Handvoll Rezepte für mich entdecken. Besonders der Lachsstrudel ist für mich eine echte Bereicherung. Insgesamt gebe ich daher trotz meiner Kritikpunkte noch vier Sterne.
Wenig Geschirr, super viel Geschmack!
One Pot von Dr. Oetker Verlag
Ich liebe Eintöpfe oder, wie man sie heute nennt, One-Pot-Gerichte! Dieses Buch liefert eine tolle Sammlung von deftig bis süß, unterteilt in die Kapitel Nudeln; Reis und Körner; Gemüse und Kartoffeln; Fleisch und Fisch; Süßes. Doch bevor es richtig losgeht, bekommt man ein wenig theoretisches Wissen rund um One-Pot, ob nun im Topf, der Pfanne oder dem Backblech.
Vom Grundprinzip über das Kochgeschirr bis zu Beilagen wird alles Wissenswerte vorgestellt. Zudem werden die Symbole, die an den Rezepten zu finden sind, erklärt.
Da auch vegane Rezepte enthalten sind, finden sich entsprechende Zutaten. Ich persönlich bin kein Fan von Mandelmilch und ähnlichen Produkten. Das ist jedoch kein Problem, denn ich verwende in solchen Fällen eben herkömmliche Milch und entsprechend tausche ich auch andere vegane Ersatzlebensmittel durch Produkte tierischer Herkunft aus. Gelegentlich finden sich dazu auch Hinweise in den Rezepten.
Die Zutaten sind problemlos im Supermarkt zu finden und nicht wirklich ausgefallen. Dafür finden sich überraschende Rezepte, die Abwechslung auf den Tisch bringen, aber wenig Geschirr machen. Ich finde One-Pots nicht immer schneller oder einfacher, aber eben tatsächlich in Sachen Geschirr sehr angenehm. Nicht alle verwendeten Zutaten sind nach meinem Geschmack, aber bei der Vielzahl der Rezepte komme ich durchaus auf meine Kosten.
Zu jedem Rezept bekommt man ein Foto. Mir ist das immer super wichtig, denn bei mir fallen Rezepte ohne Bild grundsätzlich hinten über. Ich möchte optisch angeregt werden, etwas nachzukochen! Bei kleinen Rezepten sind die Zutaten nicht gelistet, sondern im Fließtext fett hervorgehoben. Bei den größeren Rezepten ist der Aufbau ganz klassisch. Unter den Angaben zu Zubereitungs- und Garzeit ist die Liste der Zutaten, darunter finden sich Angaben zu zusätzlich benötigten Utensilien, Nährwertangaben und ggf. Tipps zu Zutaten, zum Servieren, zum Austausch von Lebensmitteln. Die Arbeitsschritte daneben sind strukturiert und gegliedert und vor allem sehr gut verständlich. Da macht das Nachkochen richtig Laune!
Das anschließende Register führt sowohl Zutaten, als auch Rezepte alphabetisch auf. Diese Lösung gefällt mir sehr gut. Hier finden sowohl Anfänger, als auch geübte Kochfans Rezepte, die schmecken, kein bisschen langweilig sind, überraschen und gelingen. Dafür gebe ich die vollen fünf Sterne.











