Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Hundert Jahre
Magisch von Annika Büsing
Marie und Paul Magisch, waren einst wie Geschwister, die besten Freunde, dann erste Liebe. Das ist jetzt 15 Jahre her und plötzlich treffen sie wieder aufeinander. Vieles ist anders, zu vieles aber auch wie damals. Vor allem Andi, Maries Bruder. Der ist mittlerweile in der Partei und damit noch gefährlicher als früher.
Marie und ihre Freundin Kaya haben eine Huta eröffne, eine Hunde-Tagesstätte. Paul ist wieder zurück und meldet einen Hund bei den beiden an. Andis Ehe ist zerbrochen und er mal wieder stinksauer. Dann geschieht ein Mord und alles gerät in Schieflage. Ganz viele Entscheidungen sind fällig und nichts wird danach sein wie zuvor. Die Story um all dies herum ist ebenso bewegend, wie auch urkomisch. Eben aus dem Leben gegriffen.
Mein Lieblingszitat ist: „Das ist niemals hundert Jahre her. Auch nicht in hundert Jahren!“
So schreibt man Liebesgeschichten, die kein bisschen schmalzig sind, aber super lustig, lebensnah, auch spannend und vor allem erfrischend. Die Welt braucht viel mehr davon!
Lisa Hrdina hat das Hörbuch sagenhaft gut eingesprochen und damit die Zuhörenden direkt in die Story gezogen und persönlich angesprochen. Der Stil von Annika Büsing ist umwerfend. Er geht ans Herz, trifft aber den Kern und bringt zum Lachen. Alles zugleich. Titel und Name einer Figur ziehen sich auch hier konsequent durch, denn die Story selbst ist magisch und bringt zum Nachdenken. Nein, ich kenne nicht wirklich Leute, die den Figuren vom Buch ähneln und dennoch habe ich an viele Menschen aus meinem Umfeld und auch meiner Vergangenheit denken müssen. Vielleicht ist genau das der Trick. Eine wunderbare Geschichte erzählen, die Lesende und Hörende verzaubert, lange nachhallt und genau deshalb die Welt ein bisschen schöner macht, ohne die Moralapostelkeule zu schwingen. Fünf Sterne.
Leise, aber gewaltig
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Erlengrunds Fähre wird für die Fährfrau Sara Harmsen und einem verletzten jungen Mann namens Leon zu einem Schicksalsort. Sara ist bereit, Leon Unterschlupf zu bieten, wenn er ihr dafür in ihrem Garten, mit den Tieren, dem Stall und dem Haus hilft. Sie nähern sich einander immer mehr an. Doch dann drohen die Ereignisse die fragile Welt der beiden zu überrollen.
Jochen Mariss lässt den Leser oder Zuhörer die Gedanken der beiden Protagonisten wissen. So lernt man sie nach und nach immer besser kennen. Beide haben ihre Sorgen und Probleme, die sie tief in sich hineingefressen haben. Nur langsam merken beide, dass sie gemeinsam einfach doppelt so stark sind und sich gegenseitig gut tun. Die Probleme des Wassermangels, durch das der Brunnen leer ist und die Fähre nicht mehr fahren kann, sowie der Kampf gegen den Bau der Brücke sind die offensichtlichen Schwierigkeiten, doch es gibt auch weniger sichtbare Probleme. Für Leon ist der Schutz der Umwelt ein besonders großes Thema. Saras Lebensweise gefällt ihm trotz all der Arbeit sehr.
Der Autor erzählt eine Geschichte, die bewegt und aufrüttelt. Es gibt viele ruhige Phasen, aber auch dramatische Einschläge. Das ist exakt, wie im wahren, richtigen Leben. Ohne moralischen Zeigefinger hat er eine wichtige Aussage und Botschaft ins Buch gepackt. Man kann nicht anders, als nachzudenken und selbst ein wenig im eigenen Leben zu ändern.
Die Figuren sind mit wenigen Worten so gut beschrieben, dass ich sie alle bestens vor Augen hatte und sofort erkennen würde, würden sie lebendig werden und in meinem kleinen Dorf an mir vorbeigehen. Viele kleine Szenen gingen mir direkt ins Herz. Mariss hat unwissentlich ein paar Triggerpunkte bei mir gefunden. Darüber bin ich nicht böse, sondern tatsächlich dankbar. Das Ende lässt viel Raum für eigene Interpretation, ist offen, aber stimmig.
Kein Wohlfühlbuch! Aber ein Buch, das dazu auffordert, das Richtige zu tun. Mag ich! Auch die Stimmen von Heike Warmuth und Nils Kretschmer passen perfekt. Alles stimmig, alles realistisch, alles ohne rosarote Brille. Fünf Sterne!
Knutbert in Action
Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher
Klar, dieses Buch ist an die Gregs-Tagebuch-Reihe angelehnt und noch klarer ist, dass ich als Katzenfan da voll drauf abfahre. Knutbert ist total arrogant und versteht keinen Spaß, wenn ihn jemand nicht total liebt. Alle doof, außer denen, die ihm verfallen sind, also Franz und Lena. Ganz doof ist natürlich, wenn ein Biest die Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzt und ausgerechnet er verdächtigt wird.
Klar, dass er seine Welt wieder in Ordnung bringen muss!
Die Zeichnungen zu den Texten sind schon witzig und auch die Überheblichkeit dieses Katers. Doch muss man aufpassen, dass die Zielgruppe das auch richtig einordnet und nicht für normales Verhalten ansieht, weder für Katzen noch für Menschen. An ein paar Stellen haderte ich auch mit der Sprache. Zumindest klingt es in meinen Ohren nicht richtig, wenn es heißt „als die beiden geboren sind“. Die Ausgewogenheit von Zeichnungen und Text ist für Kids im Zielgruppenalter, also ab 9 Jahre, gut gelungen. Ich würde jedoch vermuten, dass Kids ab 13 oder 14 das schon wieder als zu kindisch ansehen. Das Buch ist bei Antolin gelistet, sodass die Kids einen zusätzlichen Anreiz haben, es zu lesen.
Als Comic ist das Buch meiner bescheidenen Meinung nach nicht einzuordnen, denn es hat eben richtig Text und zusätzlich Zeichnungen, aber keine Bildergeschichten und Sprechblasen. Die Kids können dafür miträtseln, wer die Bestie ist. Allerdings wird die Spannung immer wieder unterbrochen mit Ereignissen aus Knutberts Leben mit den Menschen und seinen Gedanken zu Gott und der Welt. Die Suche nach der Bestie und was daraus entsteht, ist eine schöne Geschichte. Insgesamt ist mir der erste Band der neuen Reihe vier Sterne wert.
Kleines Büchlein, großer Genuss
Sächsisches Spezialitäten-Backbuch von Jürgen Helfricht
In jeder Backbuchsammlung ist dieses kleine Büchlein ein großer Hit. Die Aufmachung ist mit ganz viel Liebe zur Region sehr gut gelungen. Kleine Geschichten rund um Sachsen und die Gebäcke setzen glänzende Highlights und machen das Büchlein noch schöner.
Einige der Rezepte kenne ich bereits ohne Bezug zu Sachsen.
So ist hier bei uns der Dresdner Kaffeekranz als Frankfurter Kranz bekannt und war besonders in den 1970ern sehr beliebt. Einziger Unterschied ist, dass in Dresden Mandeln mit Zucker und Semmelbröseln zum Verzieren verwendet werden, in Frankfurt Krokant. Leider ist er irgendwie in Vergessenheit geraten. Vielleicht hilft dieses Büchlein dabei, ihn wieder öfter auf der Kuchentafel zu finden. Es finden sich aber auch viele Gebäcke, die ich bisher nicht kannte, die jedoch voll auf meiner Genuss-Welle liegen. Ganz vorne liegen da die Fürst-Pückler-Schnitte und der Dresdner Prasselkuchen. Und der Schlesische Mohnkuchen ist einer der Klassiker, die mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.
Das Büchlein startet mit einigen Kapiteln zu Sachsen als deutsches Kuchenmekka. Die nachfolgenden Rezepte sind dann unterteilt in die Kapitel Feine Torten und Sahnestücke; Feine Kuchen und Bäben mit Hefeteig; Echte Dresdner Stollen und Striezel; Windbeutel und Spritzkuchen; Konfekt und Pfefferkuchen; Feine Blätterteig- und Plunderstückchen; Feine Rührkuchen und Küchlein; Feines Kaffee- und Teegebäck; Spezialitäten mit Kartoffelteig. Abgeschlossen wird das Büchlein vor dem Inhaltsverzeichnis mit ein paar Kapiteln zu Sachsens Spezialitäten-Bäcker Dr. Quendt.
Die 51 Rezepte sind übersichtlich gestaltet. Sie füllen immer eine Doppelseite. Links findet sich die Zutatenliste, daneben werden die Arbeitsschritte im Fließtext erklärt, dann folgt ein verführerisches Bild und daneben häufig noch ein wenig Info rund um das Gebäckstück. Erfreulicher Weise verderben einem keine Nährwertangaben den Appetit. Es werden nur alltägliche Zutaten verwendet, die man oft sogar im Vorrat hat. Mir macht das Büchlein riesig Freude. Fünf Sterne!
Umwerfend gut!
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
Als Sam einen Anruf vom Kindergarten erhält, dass seine Frau Bryden die gemeinsame Tochter Clara nicht abgeholt hat und nicht zu erreichen ist, wundert er sich sehr. Noch mehr, als er feststellt, dass ihr Handy, ihre Tasche und ihr Auto da sind, nur Bryden nicht. Detective Jayne Salter und ihr Team decken bei ihrer Suche nach Bryden erstaunliche Geheimnisse auf.
Ich bin immer wieder davon fasziniert, wie leicht mich Shari Lapena in ihre Storys zieht. Andere Autoren und Autorinnen tun sich damit sehr viel schwerer, manche schaffen es gar nicht. Doch bei ihr habe ich immer das Gefühl, sämtliche Figuren nicht nur deutlich vor Augen zu haben, sondern sogar zu kennen. Sofort spüre ich eine leichte Spannung, die sich immer mehr steigert und keinen Moment nachlässt. Längen und zähe Stellen gibt es bei ihr schlicht nicht. Das ist großartig, da liest man gerade zu suchtmäßig weiter und ist allerbestens unterhalten. Dabei braucht sie keine detaillierten Gewaltbeschreibungen. Sie kommt mit kleinen Andeutungen direkt ans Ziel.
Man möchte fast schon schmunzeln, wie so nach und nach die Geheimnisse ans Licht kommen. Die sind zwar weniger lustig, denn heftig, aber sie zeigen sehr schön, dass es überall etwas gibt. Manche der Geheimnisse sind allerdings schon echte Hammer! So wird der Leser immer wieder auf neue Spuren angesetzt und gleichzeitig so verwirrt, dass es kaum vorstellbar ist, wie sich alles aufklären kann. Wahnsinnig gut! Ebenfalls gelungen finde ich, dass man super lange rätselt, wer diese Sie aus dem Titel denn nun ist. Die Dynamik zwischen den Figuren ist realistisch und gibt der Story zusammen mit den kurzen Kapiteln ein rasantes Tempo.
Lapena schafft es meisterlich, die Spannung bis zum Ende auf hohem Niveau zu halten. Mich begeistern ihre Bücher immer wieder durch ihre neuen Ideen, Settings und Figuren. So sehr wie sie, überrascht mich sonst kein Autor oder Autorin. Das Ende ist auch hier fulminant. Ein einziger Faden bleibt lose. Das und der letzte Satz bringen mich dazu, mir zu wünschen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Das wiederum wäre eine Novität bei Shari Lapena. Kurz und gut, ich bin bestens unterhalten worden und habe jede Seite genossen. Volle fünf Sterne, mehr geht ja leider nicht!
Rache und Gerechtigkeit
Sunshine Man von Emma Stonex
Birdie Kellers Schwester wurde vor 18 Jahren ermordet. Jetzt soll ihr Mörder Jimmy Maguire entlassen werden. Birdie macht sich mit einem Plan und einer Waffe auf eine Reise, die alles verändern wird.
Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da ist Birdie, die nie mit dem Tod der Schwester klarkommen konnte, noch immer leidet Und da ist Jimmy Maguire, den die Zeit im Gefängnis natürlich verändert hat.
Doch schnell merkt man, dass nichts so ist, wie man zunächst annahm und man leidet mit den Protagonisten.
Wer nicht in sich gefestigt ist, wer in einem Tief steckt, sollte keinesfalls dieses Buch lesen oder hören. Es ist wunderbar, aber düster, es zieht runter, es macht traurig, es verteilt Nierenschläge. Das muss man verkraften. Ja, es ist in sich stimmig und all die deprimierenden Dinge, die geschehen, kann man nicht fröhlich erzählen. Dennoch verlangt das Buch Stabilität beim Leser oder Hörer, die man nicht jeden Tag hat.
Zunächst hat man den Eindruck, es wird planlos drauflosgeplappert. Doch nach und nach erkennt man, dass ohne dieses weite Ausholen die Story nicht komplett und nicht zu verstehen wäre. Wenn man so will, braucht es diesen langen Anlauf, um alles richtig einordnen, verstehen, sehen zu können. Das Buch zeigt, dass Außenstehende niemals einen Sachverhalt wirklich richtig erfassen können, weil sie nur einen kleinen Ausschnitt sehen. Auch zeigt es, wie tief die Sehnsucht nach Gerechtigkeit sein kann, von zwei unterschiedlichen Sichtweisen her gesehen sogar. Enorm beeindruckend!
Das Ende hat einen Knalleffekt parat. Ich bin regelrecht hilflos und auch ein wenig sprachlos. Für diese Kunst gebe ich vier Sterne.
Europas süße Backwelt
SWEET DAYS von Simone Ruths; Franziska König
Wenn zwei Freundinnen sich so gut verstehen, gerne miteinander reisen und Kuchen genießen, liegt die Idee sehr nah, daraus ein Buch zu machen. So reisen wir hier in Bildern und Rezepten quer durch Europa und werden optisch, wie auch kulinarisch sehr verwöhnt.
Rezepte brauchen für mich unbedingt Fotos, um mich neugierig darauf zu machen, mir Appetit zu machen.
Hier bekomme ich sogar noch Fotos von den Orten, aus denen die Rezepte stammen. Das ist eine unglaublich gelungene Kombination.
Es wird zu den Rezepten nicht groß geredet. Titel des Rezepts, Angaben zu Portionen, benötigter Backform, Zubereitungszeit, Backzeit, danach die Zutatenliste. In einem kleinen Fließtext wird dann erklärt, was zu tun ist. Fertig! Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Dafür sind die Zutaten auch sehr gut im örtlichen Handel zu bekommen und nicht sehr ausgefallen. Alles ist sehr gut verständlich geschrieben. Hin und wieder gibt es kleine Geschichten zum Land, aus dem das Rezept kommt, oder Reisetipps. Diese sind unterhaltsam und machen Reiselust!
Dieses Buch ist sichtlich mit viel Liebe zum Reisen und guten Essen gemacht worden. Es beinhaltet eine Menge Rezepte zu Leckereien, die ich noch nicht kannte. Ganz begeistert bin ich von Medovik, die natürlich leider auch viel Arbeit macht. Hier ist das beste Beispiel, dass Zeitangaben relativ sind. Ich jedenfalls bekomme die Zubereitung dieser Torte nicht in den veranschlagten 35 Minuten hin. Auch hätte ich sehr gern eine Übersetzung der Namen der Gebäcke oder eine kurze Beschreibung in Deutsch. Das schmälert meine Begeisterung für dieses Buch aber nicht wesentlich. Ich gebe gerne vier leuchtende Sterne.
Großes erreichen, auch wenn man klein ist!
Edward von Stechowsky von Moritz Neumeier
Diese Bilderbuchgeschichte in Reimen habe ich tatsächlich zuerst vom Autor selbst gelesen gehört und gesehen, bevor ich über dieses Buch gestolpert bin. Ich finde die Reime so wunderbar, so humorvoll und treffend! Unterlegt mit den Bildern von Timo Zett ist die Geschichte noch mal so gut.
Man mag sie immer und immer wieder ansehen und lesen! Es ist köstlich, wie eine Mücke und ihr Leben und Streben die Menschheit so genial persiflieren können.
Ich bin zwar nicht so ganz sicher, ob die Kids ab 5 Jahren, für die das Buch ist, wirklich den Witz dahinter voll und ganz verstehen, dafür aber die Eltern. Und wenn die Spaß beim Vorlesen haben, kann das ja so verkehrt nicht sein.
Eigentlich ist Edward von Stechowsky gar nicht so anders, aber eben seine Wünsche und Vorstellungen, seine Ziele und sein Weg dahin. Das ist sympathisch und inspirierend, macht Mut und auch stark. Edward trödelt ja nicht ohne Ziel durchs Leben, sondern strebt einfach eines an, das seine Mitmücken für unrealistisch halten. So zeigt er den Kids und den Großen, dass es sich lohnt, auf ein Ziel hinzuarbeiten, selbst dann, wenn kein anderer an den Erfolg glaubt und es ein weiter, harter, herausfordernder Weg ist.
Hier ist einfach alles besonders! Ich kenne kein anderes Buch, bei dem eine Mücke die Hauptperson ist. Auch keines, das so herrliche Reime mit stimmigem Rhythmus hat. Und schon gar keines, das den Kids so viele neue Wörter schenkt! Dazu die wunderschönen Illustrationen, bei denen man immer wieder neues entdeckt. Außerdem gibt es am Ende noch lehrreiche Fakten über Mücken.
Was soll ich sagen? Ich lieb’s! Und die Kids auch! Vorgelesen und für Erstleser mit Unterstützung ein Hit. Ganz klar, volle fünf Sterne!
Kuchenliebe
Die besten Kuchen von A-Z von Dr. Oetker Verlag
Hach, ich backe so so so gern! Und Dr. Oetker schaffte es nach so vielen Jahren noch immer, Backbücher herauszubringen, in denen es für mich neue Rezepte gibt. Dieses hier ist alphabetisch geordnet. Also nicht nur im Register, sondern im ganzen Buch. Das ist praktisch, denn man findet viel leichter das passende Rezept.
Im Register sind die Rezepte dann sogar sortiert nach Kuchen aus der Form; Kuchen vom Blech; Kuchen mit Obst; Kuchen mit Schokolade und Kakao; Kuchen mit Quark, Frischkäse, Schmand und Ricotta; Kuchen mit Nüssen, Mandeln, Kokos und Kernen; Kuchen mit Pudding; Käsekuchen; Streuselkuchen.
Jedes Rezept bringt ein Foto mit. Neben Zeitbedarf findet man nach den benötigten Zutaten und vor den Arbeitsschritten auch die Nährwertangaben. Wäre die verwendete Form für den Kuchen bei den Zutaten untergebracht, fände ich es übersichtlicher, als diese Angabe irgendwo zwischen den Arbeitsschritten zu suchen. Die klar durch Nummerierung und Trennstriche gegliederten Arbeitsschritte sind gut verständlich geschrieben. Die Zutaten sind alltäglich und schon daher gut erhältlich. Ab und an wird jedoch ein spezielles Dr. Oetker Produkt, wie beispielsweise Süße Mahlzeit Milchreis nach klassischer Art, benötigt. Hin und wieder finden sich noch Tipps für Varianten. Mir gefällt die Vielfalt der Rezepte, die Abwechslung. Hier wird jeder Geschmack zufriedengestellt.
Wer schon ein paar Bücher von Dr. Oetker besitzt, wird bemerken, dass das eine oder andere Rezept recycelt wurde. Mich persönlich stört das nicht. Immerhin bekommt man mehr als 120 Rezepte für wirklich kleines Geld. Die A-Z Reihe ist absolut sammelwürdig. Ich gebe vier Sterne für die überarbeitete Neuauflage, die schon lange ein Backbuchhighlight ist.
Tolle Backideen aus dem Airfryer
Airfryer-Blitzrezepte Backen von Christian Henze
Christian Henzes Küche mag ich gern, auch wenn ich sie oft zu aufwändig und etwas drüber finde zum Selbstkochen. Sein Airfryer Backbuch hat mich dennoch enorm angezogen, nicht zuletzt, weil Henze hier tatsächlich mit meiner heißgeliebten Cosori arbeitet!
Der kleine Theorieteil ist informativ und lehrreich.
Dann geht es auch schon los mit den Kapiteln Schnelle Snacks für jeden Tag; Brote und Brötchen; Kuchen und Torten; Süße Kleinigkeiten; Knusprige Extras. Selbstredend geht es hier um kleinere Gebäckstücke für die kleine Runde, nicht für eine ganze Kaffeetafel. Wer wie mein Mann und ich die Abwechslung liebt, wird bald am liebsten mit dem Airfryer backen. Kleine Mengen sind schneller weg, umso schneller gibt es wieder frische Leckereien.
Schade finde ich, dass die Arbeitsschritte im Fließtext gehalten sind, nur durch farbige Punkte getrennt. Mein Auge orientiert sich lieber an Abschnitten, gern auch nummeriert. Dagegen ist sehr angenehm, dass die Zutaten bei den Anweisungen fett gedruckt sind. Nährwerte findet man keine, dafür schön ordentlich untereinander Zubereitungszeit, Temperatur, Backzeit und benötigtes Zubehör. Etwas schwierig und ungünstig finde ich, etwas noch warm zu servieren, wenn ich es auf zwei Chargen backen muss und die Backzeit 30 Minuten beträgt.
Die Rezepte sind atemberaubend! Wirklich an alles ist gedacht. Die Snacks sind fast schon Standard, doch Henze gibt ihnen das gewisse Extra. Bei Brot und Brötchen gerate ich geradezu ins Schwärmen. Und wer hätte denn geglaubt, dass man eine ganz neue Art Schwarzwälder Kirsch oder Donauwelle im Airfryer machen kann? Bei den süßen Kleinigkeiten habe ich mich in den Bienenstich verliebt, der ganz ohne Pudding auskommt und eine gemeingefährlich leckere Creme mit Mascarpone enthält. Die knusprigen Kleinigkeiten sind teilweise deftig statt süß und insgesamt nicht ganz meins, aber für ein Buffet oder den Spieleabend oft ideal. Die Anweisungen sind gut verständlich und die Zutaten weitestgehend bodenständig und gut im örtlichen Supermarkt zu bekommen. Der Arbeitsaufwand ist teilweise nicht wirklich minimal, doch lohnt er sich immer.
Insgesamt ein tolles Buch, das sich auch prima zum Verschenken eignet, wenn der Beschenkte ein wenig Backerfahrung hat. Ich gebe abzüglich meiner Kritikpunkte vier Sterne.











