Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Jeder ist besonders!
Eine Oma für alle Fälle von Christian Wichmann
Edgar hat Ferien, ist aber fast den ganzen Tag allein zu Hause, weil die Eltern beruflich gerade ein wichtiges Projekt haben. Für Edgar ist das kein Problem, dennoch ist es spannend, als eine neue Bewohnerin ins Mietshaus einzieht. Sie ist ganz eindeutig das ganze Gegenteil von Edgar. Er liebt Ordnung und gesunde Ernährung, sie liebt das Chaos und Süßigkeiten.
Doch die beiden werden blitzschnell zu besten Freunden.
Ich finde das Buch einfach entzückend, bezaubernd, liebenswert! Jede Figur ist hier auffallend auf eigene Weise. So hat Edgar für jeden Wochentag eine Farbe, die er in der Kleidung ausdrückt. Außerdem trägt er immer Krawatte! Frau Koschitz hängt alle Bilder verkehrtherum auf. Es macht Freude und Spaß und Mut und zeigt, dass jeder auf seine eigene Art besonders ist und das gut und richtig ist. Frau Manteufel, die ebenfalls im Haus wohnt, ist eine Paragrafenreiterin und immer schlecht gelaunt. Bisher hat Edgar sich davon einschüchtern lassen, doch Frau Koschitz zeigt ihm, dass er das gar nicht muss. Die beiden erleben herrliche Abenteuer, haben Spaß und zeigen Groß und Klein, wie wichtig es ist, Freude zu haben und Freude zu geben, jeden zu akzeptieren, denn Edgar macht am Ende etwas sehr Liebes.
Man könnte sich jetzt daran aufhängen, dass man 8jährige Kinder nicht alleine zu Hause lässt und es ganz schrecklich ist, wenn sie zu Fremden in die Wohnung gehen. Ich denke aber, dass die Realität manchmal eben nicht perfekt ist und man auch 8jährigen ein gewisses Maß an Urteilsvermögen zutrauen darf. Edgar hat das meiner Meinung nach großartig gelöst. Und die Eltern können beim Vorlesen ja auch darauf hinweisen, das Kind fragen, wie klug es ist, ohne Bescheid zu geben, zu jemandem zu gehen. Für mich ist dies also kein schwerwiegender Kritikpunkt.
Die Illustrationen von Julia Christians sind perfekt! Sie hat es geschafft, die Figuren perfekt zu treffen, lebendig zu machen und die Texte damit noch lebendiger zu machen. Ich hätte sogar gern noch mehr davon im Buch gefunden. Die Länge der einzelnen Kapitel ist gut gelungen. Es gibt Kapitel mit viel Witz und welche mit Spannung. Eine sehr schöne Mischung. Die Altersangabe ab 6 Jahren finde ich stimmig.
Für mich ein tolles Kinderbuch zum Vorlesen und später selbst lesen. Fünf Sterne!
Fünf tote Geier fressen 24 Katzen im Mondschein
Das Signal von Ursula Poznanski
Viola Decker hat keine Ahnung, warum sie eigentlich in den alten Weinkeller wollte, der dann eingebrochen ist, wodurch sie ein Bein verloren hat. Ihr Mann Adam kümmert sich sehr um sie. Den Umbau des alten Hauses lässt er aber schleifen. Ottilia, die Pflegerin, die Adam eingestellt hat, ist schon eher eine Wächterin und Vio fühlt sich entmündigt, eingesperrt, eher gebremst als gefördert.
Besuch wird möglichst nur nach Voranmeldung hereingelassen, die Krücken werden außer Vios Reichweite gelegt. Da kommt Vio auf die Idee, mit winzigen GPS-Trackern Gegenstände zu überwachen. Und bald auch Adam. Dass so einiges nicht stimmt, wird dadurch bald bestätigt.
Tessa Mittelstedt vermittelt mit ihrer Art, die Story einzulesen, die perfekte Atmosphäre. Nicht nur das, was in Vio aufgrund des Unfalls und des Verlustes des Beines vor sich geht, auch wie das, wie sich Adam und Ottilia verhalten, empfindet man quasi selbst nach. Man kommt, wie Vio, kaum weiter, obwohl es immer mehr seltsame Puzzleteilchen gibt. Die Erkenntnis ist immer gerade so eben außer Reichweite.
Benno ist für mich eine wunderbare Figur. Ich kann mich tatsächlich nicht daran erinnern, dass jemand mit dem Down-Syndrom in einem Krimi, Thriller oder Roman dabei war. Hier wurde das sehr einfühlsam und unverklärt eingebaut.
Die Story scheint harmlos und ein wenig langweilig daherzukommen, doch gibt es von Anfang an Hinweise darauf, dass das dicke Ende nachkommen wird. Vios Ahnungen stimmen nicht immer genau so, wie sie sie empfindet, doch was zutrifft, übertrifft dann ihre Vermutungen immer um Längen. So wird auch der Leser bzw. Hörer immer wieder auf falsche Spuren geführt, auch wenn dazwischen auch richtige auftauchen.
Die Auflösung hält eine Überraschung bereit, die so einigen nicht gefallen wird, meinen Gerechtigkeitswunsch aber sehr zufriedenstellt. Dies ist mein erstes Buch der Autorin gewesen, aber ich werde mir den Namen definitiv merken. Ich wurde richtig gut unterhalten. Fünf Sterne!
Die Problemlöserin
Tödliches Angebot von Marisa Kashino
Margo will ein ganz bestimmtes Haus um jeden Preis. Nach langer erfolgloser Suche hat sie nun Pläne, wie sie bekommt, was sie will. Und das ist ganz wichtig, denn ohne Haus kein Kind und ein Kind will sie nun mal unbedingt. Also drängt sie sich immer mehr in das Leben des schwulen Paares mit Adoptivtochter, um das erste Angebot abgeben zu können, denn ausschließlich das gewinnt doch! Sie tut, was sie ans Ziel führt und das ist alles, aber nicht nett.
Die Buchbeschreibung verspricht, dass man Margo lieben wird, trotz ihrer üblen Taten. Nun, das kann ich so leider dann doch nicht bestätigen. Sie wirkt auf mich von Anfang an überspannt und geistig nicht so ganz auf der Höhe. Die Besessenheit ist nicht nur unsympathisch, sondern auch wirklich krankhaft. Etwas amüsant sind ihre Ideen auf alle Fälle. Sehr unterhaltsam ist auch, dass sie die Fehler anderer Menschen exakt erkennt, ihre eigenen jedoch nicht.
Irgendwie scheint es jetzt kaum noch ein Buch zu geben, in dem nicht ordinär und überdeutlich über Sex gesprochen werden muss. Das nervt inzwischen ein wenig. Ist nämlich für die Story weder wichtig, noch macht es die Frauen stärker. Auch hier finde ich das völlig fehl am Platz. Nicht jedes Buch muss einen erotischen Touch bekommen.
Der Verlauf der Story ist relativ absehbar, doch durch den einen oder anderen Twist auf gewisse Art spannend. Es vergeht keine Minute, in der man nicht darüber staunt, wie gerissen und bösartig Margo ist. Insofern wünscht man ihr nicht wirklich Erfolg. Bleibt also die Frage, wie ich dieses Hörbuch insgesamt finde. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Rebecca Veil hat als Sprecherin einen großartigen Job gemacht und Margo sehr treffend dargestellt. Auch wenn ich Menschen, die wie Margo rücksichtslos ihr Ziel anpeilen und ihre Vorstellungen mit Gewalt umsetzen, nicht ausstehen kann, wurde dieses Verhalten von Marisa Kashino teuflisch gut beobachtet und in diesem Psycho-Thriller verarbeitet. Daher finde ich meinen Impuls, drei Sterne zu geben, nicht angemessen und erhöhe auf vier Sterne.
Inspiration
Woman Down von Colleen Hoover
Seit dem Shitstorm um die Verfilmung ihres letzten Bestsellers hat die Schriftstellerin Petra Rose eine Schreibblockade. Wie so oft zieht sie sich in eine abgelegene Hütte am See zum Schreiben zurück und hofft, endlich Inspiration zu finden. Ihre Kollegin Nora holt sie in ihrem Podcast in die Online-Welt zurück.
Und dann steht plötzlich Detective Nathaniel Saint vor ihrer Tür. Er könnte direkt aus ihrem neuen Plot gesprungen sein. Und genau das ist das Verhängnisvolle daran!
Von Colleen Hoovers Erstling Weil ich Leyken liebe war ich total begeistert. Erstaunlicher Weise habe ich dann keine Bücher mehr von ihr gelesen und auch erst kürzlich davon gehört, dass sie und ihre Bücher in der Kritik stehen. Die Gründe fand ich etwas seltsam und daher wollte ich mich selbst davon überzeugen und griff zu Woman Down.
Die Plot-Idee gefällt mir außerordentlich gut, die Wendungen sind überraschend und klug gemacht. Hier bin ich wirklich hin- und hergerissen. Die Grundidee ist super, aber ich persönlich brauche diese detaillierten Sex-Szenen einfach nicht. Auch ohne sie hätte man verstehen können, was Sache ist.
Petras Story, wie es zur Schreibblockade kam, empfinde ich als gute Kritik an der Unsitte, dass Lesende übergriffig und persönlich werden in ihrer Kritik am Gelesenen. Hoover stellt gut dar, was das mit Schreibenden macht. Wie sich Petra dann wandelt, finde ich fast schon amüsant und wie Saint auf gewisse Dinge reagiert, typisch männlich, gekränkte Eitelkeit, gekränkter Stolz. Saint selbst hat mich immer etwas verwirrt und unsicher gemacht. Einerseits ist sein Handeln weitestgehend zu verstehen, andererseits geht er oft eindeutig übers Ziel hinaus und lernt nicht daraus. Hoover gibt dem Verhalten aber am Ende eine erstaunliche Logik.
Man könnte die Beziehung der beiden als toxisch ansehen, allerdings bin ich der Meinung, das ist sie gar nicht. Weder ist Petra schwach und unterwürfig, noch sind die beiden Gift füreinander. Es ist einfach nur so, wie Fremdgehen nun mal funktioniert. Das ist nicht romantisch, das ist immer mit Misstrauen und einem gewissen Schmerz verbunden. Es gibt immer Verlierer dabei. Ist das Buch sexistisch? Na, wenn so viel Erotik und Sex drin vorkommt, muss es das ja in gewisser Weise sein, oder? Aber hier wird nicht nur die Frau sexualisiert, sondern auch der Mann. Hier sollte man also mal doch die Kirche im Dorf lassen.
Besonders mag ich die Vermieterin Mari. Die hätte ich trotz allem sehr gern als Nachbarin! Ihr Mann ist knuffig und ein wenig einfältig, aber super herzlich. Saint ist der typische Bad Boy. Petra spielt mit dem Feuer und das macht ihr mehr Spaß, als sie vor sich selbst zugeben will, macht sie aber auch unvorsichtig. Nora ist eine echt gute Freundin und bei gewissen anderen Figuren kann ich aufgrund von Spoilergefahr nichts sagen. Der Schreibstil ist eingängig zu lesen, auch wenn man die eingewebte und sehr gewichtige Erotik nicht mag.
Das Buch ist komplett anders, als ihr Erstling. Ich möchte fast sagen, Weil ich Leyken liebe ist ein Jugendroman und Woman Down ist erwachsen geworden und lebt sich in jeder Hinsicht aus. Schlecht ist das nicht. Es liest sich flott weg, ist nicht langweilig. Und ohne den, wie man heute sagt, Spice fände ich es sogar toll. Spannender Roman? Romantic Thriller? Egal. Von mir jedenfalls tatsächlich vier Sterne.
Wenig Neues
Pflück dich glücklich! von Sandra Jägers
Das Buch bietet jede Menge Lesestoff und damit Informationen rund um alles, was im Naschgarten wachsen kann. Sehr in die Tiefe geht es dabei leider nicht. Vieles wird für mein Verständnis zu oberflächlich behandelt, sodass man am Ende noch weitere Literatur heranziehen muss.
Der Inhalt ist unterteilt in die Kapitel Naschgarten; Planung; Gemüse; Obst & Beeren; Kräuter & essbare Blüten; Terrasse, Minibeet, Balkon; Entspannt Gärtnern; Sandras Lieblingssorten; Sandras Gartenjahr.
Diese Kapitel sind dann in Unterkapitel unterteilt und informieren über alles von Vorbereitung über Anzucht bis Ernte. Zusätzlich gibt es Step-by-step-Anleitungen und Rezeptideen.
Trotz der vielen Fotos fehlen mir an vielen Stellen noch mehr davon. Gerade bei den Erklärungen der einzelnen Obst-, Gemüse- und Kräuterpflanzen hätte ich gern jeweils mindestens ein Foto. Ebenso bei Schnitttechniken und anderen Arbeitsschritten. Dafür hätte ich auf einen Teil der Fotos der Autorin verzichten können.
Inwieweit mir dieses Buch einen Mehrwert gegenüber meiner bisherigen Erfahrungen und Garten- bzw. Hochbeet-Ratgeber bietet, sehe ich bisher noch nicht. Selbst bei den Gartentricks für entspanntes Gärtnern fehlen mit innovative Ideen. Alles in meinen Augen absolut logisch und auch für Anfänger keine Überraschung. Viele der beschriebenen Möglichkeiten fallen bei mir unter die Rubrik da ist noch Platz! So entstand mein persönlicher Naschgarten und funktioniert bisher prima. Die mir erhofften Erkenntnisse, wie man diese Philosophie etwas professioneller umsetzt und damit noch erfolgreicher ernten kann, fehlen mir leider. Ebenso Informationen zu Frühbeet und Erntezeitverlängerung.
Man merkt definitiv in jeder Zeile, dass Sandra Jägers ihren Garten liebt und diese Liebe an die Lesenden übertragen möchte. Allerdings empfinde ich den Informationswert des Inhalts des Buches als nicht ausreichend, besonders für alle, die schon einen Garten oder Hochbeete besitzen und bepflanzen. Um den bestehenden Garten umzugestalten oder einen Garten auch neu anzulegen, muss man sich beim Lesen jede Menge Notizen machen. Der chronologische Ablauf ist nicht sehr gut abzuleiten. Für mich wird zu wild durcheinander gearbeitet. Mal hier, mal da, mal dieses, mal jenes. Somit muss man hin- und herblättern. Das wiederum birgt die Gefahr, dass man zum falschen Zeitpunkt Arbeiten in Angriff nehmen möchte.
Insgesamt ist das Buch ansprechend, aber für 34 Euro erwarte ich einfach mehr. Daher ist es in meinen Augen im mittleren Bereich angesiedelt und bietet einen fundierten ersten Einblick in das Gärtnern im Naschgarten, womit es von mir entsprechend drei Sterne erhält.
Berührend!
Love and be loved von Cleo Wade
Dieses Geschenkbuch steckt voller Liebe und positiver Gedanken. Jeder einzelne Satz hüllt in eine Umarmung, die sagt, Du bist wichtig! Cleo Wade bringt Themen zur Sprache, die uns alle immer wieder beschäftigen. So ist dieses Buch auch eine Stütze, eine Hilfe, ein Trost, aber vor allem eben die Erinnerung daran, dass man geliebt wird und es so vieles gibt, das man liebt, lieben kann, lieben soll.
Und es zeigt nebenbei auch auf, wo man selbst oft vergisst, sanfter zu sich, aber auch anderen zu sein. Ganz ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, denn es sind die Worte aus dem Herzen einer Mutter.
Die Illustrationen sind sanft und zart und passen so perfekt zu den Sätzen, die, wie die Autorin am Ende anmerkt, ursprünglich ein Gedicht für ihre beiden Töchter waren. Das spürt man tatsächlich. Es spricht Kinder ebenso an, wie Erwachsene, es ist zeitlos und für jeden. Ich liebe die irischen Segenssprüche und diese Mögest-du-Wünsche erinnern mich sehr daran.
Mich berührt dieses Büchlein sehr. Ganz klare fünf Sterne!
Zucchinischwemme? Kein Problem!
Zucchini von Sarah Tischer
Es ist ja wirklich so – selbst wenn man sonst keinen grünen Daumen hat, die Zucchini wachsen und gedeihen und oft ist schon eine Pflanze so ertragreich, dass man kaum noch weiß, wo hin damit. Da ist ein Büchlein mit ganz vielen Rezepten für dieses vielseitige Gemüse eine tolle Sache.
Sarah Tischer war mir bisher kein Begriff, aber sie kommt sympathisch und nett rüber.
Außerdem ist das Buch nicht mit Fotos von ihr selbst überschwemmt. Dafür gibt es aber tatsächlich zu meiner großen Freude zu jedem Rezept ein Bild. Vorher gibt es aber erst noch Hinweise zu den Rezepten; Kleine Warenkunde; Tipps zu Anbau und Ernte; Zucchini haltbar machen, lagern und einfrieren. Dieser Theorieteil ist informativ und auch sehr interessant.
Die Rezepte sind dann in die Kapitel Vorspeisen, Beilagen & Snacks; Suppen & Eintöpfe; Hauptgerichte aus Topf & Pfanne; Hauptgerichte aus dem Ofen; Brot & Süßes Backen unterteilt, wobei es am Ende jedes Kapitels noch ein Special gibt. Diese sind immer kleine Highlights für mich.
Jedes Rezept startet mit dem Titel und einer kleinen Erklärung oder Geschichte dazu. Danach folgen klassisch die Zutatenliste, die meist für vier Portionen ausgelegt ist, und die Zubereitungsschritte daneben. Fast immer gibt es noch ein paar extra Tipps dazu oder Hinweise, wie das vegetarische Gericht veganisiert werden kann. Weder Angaben zu Zeitbedarf, Schwierigkeitsgrad noch zu Nährwerten findet man. Mich stört das nicht, ich kann mir aber denken, dass viele besonders bei den Nährwerten enttäuscht sein werden. Alle Rezepte sind vegetarisch und die meisten davon lassen sich leicht zu einer veganen Variante machen. Das grüne V kennzeichnet vegane Rezepte, das olivfarbene V zeigt an, dass diese Rezepte schnell und leicht veganisiert werden können.
Die Anweisungsschritte sind sehr leicht verständlich und die Zutaten klassisch und fast alle im Standardvorrat zu finden. Da ich Gemüseschnitzel sehr gerne esse, freue ich mich besonders über das Rezept für Zucchini Sesam Schnitzel. Eigentlich unverständlich, dass ich darauf noch nicht gekommen war! Aber auch die Spaghetti mit Zucchini-Bällchen haben es mir angetan, ebenso der Zucchini-Flammkuchen. Bis zur nächsten Zucchini-Schwemme habe ich noch etwas Zeit. Bis dahin probiere ich noch viele weitere der Rezepte schon mal aus mit Zucchini vom Markt.
Auch Nicht-Vegetarier werden hier viele Gerichte finden, die ihnen schmecken, ganz ohne dass sie das Fleisch vermissen werden. Und hin und wieder ein fleischloser Tag schadet nicht. Wir essen inzwischen erstaunlich oft fleischlos und merken, dass es nur das richtige Gericht braucht, um trotzdem den vollen Genuss zu haben.
Mir gefällt dieses Buch außerordentlich gut. Die Rezepte sind vielseitig und fast schon international. Auch Kochanfänger können sie locker hinbekommen. Ich gebe sehr gern die vollen fünf Sterne!
Für prächtige Hochbeete im eigenen Garten
Gärtnern mit dem Hochbeet von Folko Kullmann
Dieses Buch quillt geradezu über vor Ideen und Liebe zu Hochbeeten! Die Kapitel Hochbeete im Garten; Planen und Bauen; Pflanzen und Pflegen stecken voller wichtiger und hilfreicher Informationen. Aber auch die Übersicht der Krankheiten und Schädlinge mitsamt Tipps zur Abhilfe ist hoch interessant.
Zum Abschluss gibt es noch die Übersicht Mischkultur, die gute und schlechte Nachbarn zu den Pflanzenarten aufzeigt.
Die vielen prächtigen Fotos veranschaulichen deutlich, was man mit Hochbeeten erreichen kann. Nicht nur die Pflanzen darin, sondern die Materialien und Formen der verschiedenen Hochbeete sind umwerfend. Es gibt einige Fotostrecken für den Aufbau von diversen Hochbeeten aus den unterschiedlichsten Materialien. Ob bepflanzt mit Gemüse, Obst, Kräuter, Gräser oder Blumen, die gezeigten Hochbeete überzeugen, dass man selbst auch mindestens eines, besser mehrere, haben muss! Für alle Begebenheiten und Lichtverhältnisse gibt es hier Tipps und Informationen. Alle Materialien werden vorgestellt und für jeden Geldbeutel findet sich eine Möglichkeit, ein Hochbeet anzulegen.
Obwohl ich schon länger Hochbeete bepflanze, habe ich in diesem Buch massenweise neue Ideen, Anregungen und Informationen für mich gefunden. In das Hochbeet aus Gabionen mit Ziegeln habe ich mich regelrecht schockverliebt. Leider werde ich das aus Mangel an Material nicht nachbauen können. Dennoch werden es bei mir mit jedem Jahr mehr Hochbeete, so genial finde ich sie.
Die Informationen für Bepflanzungen und zu einzelnen Pflanzen sowie deren Bedürfnisse machen die Hoffnung auf noch größere Erträge, als ich bisher hatte, enorm groß. Schön strukturierte Informationen zu allen Fragen rund um das Hochbeet gepaart mit vielen Bildern ist genau die Art Hilfe, die mir in Gartendingen am liebsten ist. Die Liste für die Mischkultur mit guten und schlechten Nachbarn finde ich sehr informativ. Zudem fühlt man sich mit den Texten nicht klein und dumm, nicht belehrt. Und obwohl man den Wunsch hat, ganz viel in Hochbeeten anzubauen, entsteht kein Druck, gleich zum Selbstversorger werden zu müssen.
Kommt gut rüber, dass ich das Buch mag, oder? Wieder einmal hat ein GU-Ratgeber meine Erwartungen bestens erfüllt! Fünf Sterne.
Nicht nur beim Abnehmen lecker!
Heißluftfritteuse GOLD Lecker Abnehmen von Antje Watermann
Dass man mit der Heißluftfritteuse fettreduziert und damit kalorienarm kochen kann, ist klar. Dieses Buch geht aber einen Schritt weiter und liefert im ersten Teil vorab sehr gute Informationen zum Thema Abnehmen, gesunde Ernährung, dem LowCarb-Prinzip und der Trennkost nach Hay. Darauf basieren dann die vorgestellten Rezepte.
Sie sind modern und wirklich lecker. Unterteilt sind sie in die Kapitel Frühstück; Snacks & Vorspeisen; Suppen; Hauptspeisen mit Fleisch; Hauptspeisen mit Fisch; Vegetarische Küche; Beilagen; Süßes & Gebäck; Trennkost. So findet man schnell das passende Rezept. Ein Register ist nicht angefügt.
Der Aufbau des Buches ist wie bei den anderen Büchern der Serie Heißluftfritteuse GOLD. Jedes Kapitel startet mit einer Liste der Rezepte, die darin zu finden sind. Diese sind übersichtlich gestaltet. Nach dem Titel des Gerichts folgen die Anzahl der Portionen und die Zubereitungszeit. Danach sind die benötigten Utensilien, die Zutaten und die Nährwerte aufgelistet. Daneben finden sich die sauber gegliederten Zubereitungsschritte, die gut verständlich erklärt werden. Gelegentlich findet sich noch ein Tipp. Die Textseiten sind immer rechts, links findet sich bei wirklich jedem Rezept ein aussagekräftiges Foto. Mir ist das immer extrem wichtig, denn ohne zu wissen, wie mein Endergebnis aussehen soll, mag ich nicht loslegen zu kochen und zu backen.
Die Rezepte sind auch für Anfänger machbar. Manche benötigen etwas mehr Zeit, aber viele sind wirklich sehr schnell zubereitet. Die Zutaten sind den Gerichten angepasst, das bedeutet, dass viel mit Mandelmehl, Kokosmehl, Flohsamenschalenmehl, Johannisbrotkernmehl, Sojamehl, Xylit, Birkenzucker und ähnlichen Zutaten gearbeitet wird, die man vermutlich nicht standardmäßig im Vorrat hat. Wer seine Ernährung dauerhaft umstellen möchte, wird sie sich sicher gern besorgen.
Ich finde, auch wenn man kein Abnehmprogramm starten möchte, findet man hier ansprechende Rezepte. Das kann dann auf Dauer die Ernährung positiv verändern. Schade finde ich aber, dass Produkte wie Mayonnaise und Gemüsebrühwürfel bzw. Gemüsebrühpulver bei manchen Rezepten verwendet werden. Genau diese sollte man vermeiden, wie auch im einleitenden Teil zu lesen ist. Ich für meinen Teil mache Gemüsepaste selbst, die für Brühe und als Würze bei mir eingesetzt wird.
Insgesamt wiegen meine beiden Kritikpunkte aber nicht schwer genug, um einen Stern abzuziehen. Die Rezepte sind so angelegt, dass man sich auch mal an eine gesundere Variante der Pizza und Aufläufe, die lecker, aber doch gesund sind, wagt. Viele der Rezepte lassen gar nicht erkennen, dass sie der Gewichtsreduktion und gesunder Ernährung zugehören. Es schmeckt einfach lecker! Das ist große Klasse und wird bei mir mit den vollen fünf Sternen belohnt.
Muss Spice im Thriller sein?
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf
Cecilia, genannt Lia, stürzt nach dem Tod ihrer Mutter ins Bodenlose. Sie arbeitet ein paar Stunden die Woche als Online-Nachhilfelehrerin. Das reicht nicht zum Überleben. Als zweites Standbein hat sie das Housesitten. Auf einer privaten Ostseeinsel steht eins der Häuser der Waldners, für die Cecilia schon öfter gearbeitet hat und mit dessen Sohn Johannes sie ein Verhältnis hat.
Über das Wochenende hat sie mit dessen Zustimmung drei ihrer Freunde eingeladen. Für Johannes ist einer davon eine große Gefahr. Doch welcher? Und wer ist für Lia die größte Gefahr?
Von Anfang an weiß man, dass Cecilia ein Geheimnis haben muss. Schnell stellt sich heraus, dass sie damit nicht die Einzige ist. Bleibt also herauszufinden, wer die größte Gefahrenquelle darstellt. Mir ist bewusst, dass es ein Stilelement sein soll, das für das Bild der entsprechenden Figuren eine Rolle spielt, dennoch finde ich die Sprache an vielen Stellen unnötig vulgär. Die Spice-Szenen finde ich in einem Thriller, zumal in der Häufigkeit, nicht passend. Lasst die in ihrem eigenen Genre!
Die vielen verschiedenen Erzählstränge durch die einzelnen Figuren und die Zeitsprünge machen die Story auf weite Strecken ein wenig anstrengend und verwirrend. Es ist schon herausfordernd, sich durchzuwursteln, um zum Kern der Sache zu gelangen. Das zieht sich für meinen Geschmack einfach zu lange, es gibt zu viele halbgare Andeutungen und man wird zu schnell dazu gebracht, gewisse Figuren nicht zu mögen.
Auch bleibt man zu lange im nebulösen Zustand, bis man die Zusammenhänge erkennen kann und versteht, worauf alles hinauslaufen soll und wird. Ab da laufen die Stränge quasi von der Vergangenheit zur Gegenwart aufeinander zu. An vielen Kapitelenden sind Cliffhanger platziert, die weitere dramatische Vorfälle quasi ankündigen.
Die Figuren überzeugen anfangs wenig, im Laufe der Story aber wachsen sie über sich hinaus und man versteht schlagartig, was zuvor Fragezeichen aufgeworfen hatte. Das führt an einigen Stellen zu heftigen Gefühlsbewegungen, zumindest bei mir. Gut wird zu böse, böse wird zu gut und alles dreht sich, bis es einem ganz schwindelig wird. Es sind eher Abzweigungen denn Wendungen. Sehr gut gemacht! Das Ende ist ein echter Knaller, der vielleicht ab einem gewissen Punkt nicht überraschend, aber doch fulminant der Story das Krönchen aufsetzt.
Bis auf die anfänglichen Längen und die unnötigen vulgären Ausdrücke und die unnötig detailliert beschriebenen Sexszenen wurde ich richtig gut unterhalten. Bei den Stimmen konnte ich die beiden Herren leider nicht so gut unterscheiden. Ansonsten waren die Sprecher alle richtig gut. Ich gebe sehr gute vier Sterne.











