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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Brutale Rache

Das Sanatorium von Sarah Pearse

Detective Elin Warner und ihr Mann Will reisen zur Verlobungsfeier ihres Bruders Isaac in ein Schweizer Nobelhotel das in dem Gebäude eines ehemaligen Sanatoriums eröffnet wurde. Doch noch vor der Verlobung verschwindet Isaacs Freundin Laure. Außerdem muss nach einem Lawinenabgang das Hotel geräumt werden.

Doch nicht alle Gäste und Mitarbeiter schaffen es heraus bevor eine neue Lawine eine weitere Evakuierung unmöglich macht.

Dann verschwinden weitere Mitarbeiter des Hotels und werden später grausam entstellt tot aufgefunden. Eigentlich ist Elin zu Hause wegen psychischer Probleme im Dienst freigestellt und leidet an Panikattacken doch jetzt ist ihre Stunde gekommen denn die örtliche Polizei kann nicht kommen.

Der Roman hat ein insteressantes Setting, einsames Hotel in den Bergen von der Außenwelt abgeschnitten, eine Handvoll Menschen und ein Mörder. Während die anderen Gäste im wesentlichen unerwähnt bleiben, spielt sich alles zwischen ein paar Mitarbeitern sowie Elin und ihrem Bruder ab. Es beginnt ein spannendes Rätselraten denn immer mehr Details werden bekannt um am Ende doch einen ganz anderen Täter und Hintergründe zu offenbaren.

Der Schreibstil ist recht einfach, in weiten Teilen ein Unterhaltungsroman mit einem Touch zum Psychothriller. Leider hat das Buch viele Längen und verirrt sich auf Nebenschauplätzen die mit dem aktuellen Geschehen nichts zu tun haben. Dabei bleibt die Spannung größtenteils auf der Strecke bis es am Ende zu einem packenden Showdown kommt.

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Zwigespalten

Die Guten und die Toten - Thriller (Berliner Schattenwelt 1) von Kim Koplin

Nihal, eine aserbaidschanische Kriminialkommissaranwärterin greift beherzt ein als Saad der mit seiner kleinen Tochter Leila in den frühen Morgenstunden in Berlin unterwegs ist. Später wird Nihal zu einem Einsatz gerufen, ein Staatssekretär ist vollgekokst in ein Polizeiwagen gekracht dabei wurde eine Leiche in seinem Kofferraum entdeckt.

Bei der Vernehmung kann Nihal ihre Emotionen gegen den aggresiven Staatssekretär Brasch nicht zurückhalten und schlägt ihn.

Bei der Spurensuche stoßen sie auf ein heruntergekommenes Parkhaus in dem Saad Nachtschicht macht. Es gibt Spuren von einem Kampf aber die auf dem Dach befindliche Haschplantage bleibt unentdeckt.

Der Schreibstil ist sehr modern und gewöhnungsbedürftig ohne Abgrenzung der wörtlichen Rede hemmt es oft den Lesefluß. Die kurzen Sätze und die teils derbe Sprache passen zu dem Schauplatz des Buches, Berlin. Am Ende habe ich mich allerdings gefragt, was das alles sollte.
Ein Krimi wegen Waffenschmuggels mit Saudi Arabien oder eine halbherzige Liebesgeschichte weil Nihal am Ende mit Saad anbandelt.

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Coole Fortsetzung

Witches of Brooklyn - Eine Stadt voller Hexen von Sophie Escabasse

Im zweiten Teil der Hexen von Brooklyn hat Effie sich an das neue Leben bei ihren Tanten gewöhnt und an die Tatsache selbst eine Hexe zu sein. So wird sie auch im Kreis der Hexen der Nachbarschaft eingeführt. Nach den Weihnachtsferien ist sie allerdings enttäuscht währen der gesamten Zeit nichts von ihrer Freundin Berrit gehört zu haben.

Am ersten Schultag wird der Grund deutlich in das Haus ist Garance gezogen und Berrit und sie sind schon allerbeste Freunde und betrachten Effie und Oliver als seien sie Luft.
Die Tanten reden Effie gut zu, Geduld und Verständnis zu zeigen, doch das fällt Effie schwer. Ein Glück muss sie ihren Tanten helfen rätselhaften Vorgängen an einer Straßenecke auf den Grund zu gehen.

Die Zeichnungen sind sehr schön gestaltet mit der richtigen Mischung aus Bild und Text und jeder Menge Magie. Besonders die vielen Details kann man lange anschauen.

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Mord im Banker Milieu

Die Zentrale von Veit Etzold

Ein Mann bekommt aus unbekannten Kreisen in der Untersuchungshaft eine Pistole und begeht damit Selbstmord. Der Prolog geht schon mal interessant los.

Laura Jacobs, Bankerin in Berlin wird von ihrem Arbeitgeber für ein Spezialprojekt nach Frankfurt in die Zentrale beordert. Zuvor wird sie vom Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde bei einem Fest gefeiert und erfährt interessantes zu den Immobilienkäufen der Gemeinde.

In der Frankfurter Firmenzentrale will sie dem auf den Grund gehen und bekommt auch schnell den nötigen Background.

Den ersten Teil habe ich leider noch nicht gelesen, daher fehlt mir ein wenig Wissen zu den Geschehnissen mit dem Banküberfall. Da ich selbst bei einer Bank beschäftigt bin, konnte ich mich gut mit den Abläufen einfinden das hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und der Spannungsbogen wird die ganze Zeit hoch gehalten. Die Bank Begriffe werden gut erklärt und das Thema ist wieder einmal sehr aktuell und packend. Ich bin gespannt ob es noch einen weiteren Teil gibt, da es noch einige lose Enden gibt.

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Mordermittlung auch im Urlaub

Südlich von Porto lauert der Tod von Mariana da Silva

Ria Almeida, Polizistin in Deutschland ist zur Beerdigung ihres Großvaters in Portugal. Anders als ihre Eltern möchte sie in der Heimat ihres Vaters dort noch eine berufliche Auszeit nehmen. Nach beruflichen Differenzen braucht sie Zeit sich neu zu orientieren. Ausgerechnet in dieser Urlaubsidylle des portugiesischen Ortes Torreira gibt es einen verdächtigen Todesfall.

Der Dorfpolizist Joao, und Mann von Rias Kusine ist eher mit Falschparkern vertraut als mit Todesermittlungen. Dann verschwindet die Leiche auch noch aus den Räumen des örtlichen Beerdigungsunternehmens. Damit ist es vorbei mit der Auszeit von Ria und sie gerät mitten in eine mysteriöse Mordermittlung.

Das ganze Buch vom schönen Cover mit typisch portugiesischen Kacheln und einem idyllischen Foto bis hin zu den mit allerlei wissenswerten geschmückten Kapitel Überschriften ist ein richtig schöner Wohlfühlkrimi unter der Sonne Portugals. Der Schreibstil ist sehr lebendig, neben einem spannenden Todesfall erfährt man viel über Land und Leute und Gebräuche. Die Personen werden gut beschrieben, die Spannung bis zum überraschenden Ende bleibt erhalten. Auch Humor kommt nicht zu kurz und so freue ich mich auf weitere Fälle der sympatischen Polizistin Ria.

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erfrischend anders

30 Tage Dunkelheit von Jenny Lund Madsen

Die bekannte aber leider erfolglose Autorin Hannah hält sich selbst für einen großen Star in literarischen Kreisen dem das Kommerzielle recht egal ist. Doch jetzt hat sie eine Schreib Blockade. Um sich abzulenken beschließt sie auf eine Buchmesse zu gehen. Dort trifft sie auf ihren erklärten Feind, einen bekannten Krimi Autor der sich von seinem Publikum bewundern lässt.

Ohne weiter nachzudenken, sagt sie, jeder Idiot kann in 30 Tagen einen Krimi schreiben.

Damit hat sie jetzt eine Wette laufen und ihr Agent schickt sie nach Island wo sie den versprochenen Krimi in 30 Tagen schreiben soll. Angekommen auf der rauhen nordischen Insel will sie eigentlich gleich wieder nach Hause. Doch dann geschieht wirklich ein Mord, der Neffe der Gastgeberin wird ertrunken aufgefunden. Jetzt ist Hannah gefordert, bekommt sie doch Stoff für ihren Krimi frei Haus serviert. Sie mischt sich also in das Dorfleben und in das Leben der Bewohner ein und gerät bald selbst in Gefahr.

Ein erfrischend anderer nordischer Krimi der in einer außergewöhnlichen Umgebung spielt. Gestört haben mich die sperrigen isländischen Namen und Sätze aber sonst ein netter Roman mit Spannung und einer Prise Humor. Das Cover ist sehr schön gestaltet mit den Farben des Nordlichts.

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eigentlich kein Krimi

Tod in Siebenbürgen von Lioba Werrelmann

Paul Schwartzmüller bekommt gerade ein Jobangebot als der Briefträger Sturm läutet und er ein Schreiben erhält das alles auf den Kopf stellt. Seine Tante Zinzi in Siebenbürgen ist gesorben und hat ihm ihren Hof vermacht. Hals über Kopf setzt er sich in den Flieger um den Hof schnellstmöglich loszuwerden.

In seiner alten Heimat angekommen begrüßt ihn nur sein alter Kinderfreund Sorin herzlich. Kurz darauf wird dieser verhaftet weil ein Gast seiner Schloßführung ums Leben gekommen ist.

Eigentlich ist Paul ein erfolgreicher Journalist und gut im Recherchieren doch in seiner alten Heimat ist alles anders. Er schlafwandelt, und kommt auch sonst wie ein Tollpatsch daher. So ist auch nicht er derjenige der auf die entscheidende Lösung kommt sondern ein unscheinbares Mädchen das beachtliche Fähigkeiten im Hacken hat und mit aller Macht Paul die richtige Richtung weist.

Das Buch besticht durch sehr atmosphärische Schilderungen der Landschaft und dem Dorfleben in Siebenbürgen sowie den detailliert geschilderten Gerichte. Der Kriminalfall gerät fast in Vergessenheit. Die Beschreibung der Menschen ist gut, Paul kommt wirklich wie ein verpeilter Großstadtmensch daher.

Das Cover ist nett, erinnert aber ebenfalls eher an einen Reiseführer über Rumänien als an einen Krimi. Interessant ist die Idee einen Krimi in diesen weißen Fleck auf der Krimi Landkarte anzusiedeln, die Spannung bleibt aber leider auf der Strecke.

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wichtiges Thema

Stigma von Lea Adam

In einem Park wird eine grausam zugerichtete Männerleiche gefunden, die Augen ausgestochen, der Kopf mit einer Plastiktüte bedeckt. Wenig später stellt sich heraus, dass der Mann Frauen sexuell bedrängt hat. Auch tauchen innerhalb kurzer Zeit weitere grausam ermordete Männer auf. Steckt etwa eine Selbsthilfegruppe für Gewaltopfer dahinter? Haben diese Frauen Selbstjustiz geübt?

Diesen Fragen gehen die Hamburger Mordermittler Jagoda „Milo“ Milosevic und Vincent Frey nach und kommen nur langsam weiter.

Das Ermittler Duo wird sehr gut beschrieben ebenso die langwierige Polizeiarbeit. Die häufigen Kappeleien der beiden lockern die Erzählung auf. Denn neben der Ermittlungsarbeit werden auch Erzählungen von misbrauchten Frauen geschildert bei denen es einem kalt den Rücken herunterläuft.

Leider dümpelt die Erzählung lange vor sich hin, richtige Spannung kommt nicht auf. Eher verstören einem die sehr detailliert beschriebenen Begebenheiten. Kein Buch für schwache Nerven. Die Aufklärung am Ende ist in meinen Augen auch sehr einfach.

Den Erwartungen nach dem großmundigen Satz zu Beginn: Für alle, die es leid sind, immer wieder dieselbe Geschichte über ermordete Frauen zu lesen: Dieses Buch ist für Euch wird das Buch für mich nicht gerecht.

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Sieht so die Zukunft aus?

Equilon von Sarah Raich

Nach dem Zusammenbruch der bisherigen Zivilisation und einem Klimakollaps kämpfen die Überlebenden um die 1 Milliarde. Diesen Score müssen sie erreichen wenn sie in eine neue Zukunft mit anderen Privilegierten starten wollen.

Jenna Mills aus Old B hat es geschafft, sie ist auf dem Weg ins New Valley wo sie bei VERO anfangen wird, der Firma in der der Algorhithmus entwickelt wurde der EQUILON am laufen hält und wieder eine lebenswerte Zukunft aufbauen wird.

Dorian aus Old LA ist weit davon entfernt. Er bekommt nichts auf die Reihe und möchte seinem Leben ein Ende setzen. Doch am Rande des Andreasgrabens trifft er auf Maggie die mit ihrer Mutter ein Leben am alleruntersten Ende der Bevölkerung fristet. Sie nimmt ihn mit nach Hause zu der totkranken Frau die sich um Maggie kümmert. Für das Versprechen Maggie zu ihrem Vater zu bringen hinterlässt sie ihm einen Schlüssel, den Schlüssel für die 1 Milliarde.

Während Jenna freundlich empfangen wird und mit allen möglichen Luxus konfrontiert wird, begibt sich Dorian und Maggie auf eine äußerst gefährliche Reise am Rande der Gesellschaft.

Als Jenna bei einer Veranstaltung von einem merkwürdigen Mann einen kleinen Gegenstand zugesteckt bekommt hat sie Gewissensbisse zwischen Abgeben oder Behalten. Schnell merkt sie dass es jenseits der Hochglanzwelt noch ein weiteres New Valley existiert und die ganzen Roboter die das Leben so angenehm machen in Wirklichkeit Menschen sind.

Man kann gut eintauchen in diese neue Welt die von Anfang bis Ende detaillreich erzählt wird und bei der man nur hoffen kann, dass das nicht Wirklichkeit wird. Auch die Personen sind gut dargestellt, während man sich zunächst mit Jenna freut das Ziel erreicht zu haben während Dorian vor Verzweiflung seinem Leben ein Ende setzen will, taucht bald jedoch ein anderes Bild von Jenna auf und Dorian wächst zusammen mit der kleinen Maggie über sich hinaus.

Der Schreibstil ist sehr lebendig in Ich Form in kurzen Kapiteln aus Sicht von Jenna und von Dorian. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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Ein Dorf voller Lügen

Wolfskinder von Vera Buck

Ein abgelegenes Bergdorf in den Wäldern, eine Siedlung von Einzelgängern die sich in Schweigen hüllen.

Vor 10 Jahren übernachten die beiden Freundinnen Juli und Smilla auf einem Felsplateau. Am nächsten Morgen ist Juli spurlos verschwunden. Smilla bleibt alleine und traumatisiert zurück. Jetzt kehrt sie dort hin zurück weil wieder junge Frauen verschwunden sind.

In dem abgelegenen Bergdorf Jakobsleiter das sich als letztes Dorf der Täuferbewegung darstellt gibt es keinen Strom und nur niedrige dunkle Häuser. Ein Priester wettert gegen den Fortschritt und will die kürzlich errichtete Antenne wieder abreissen. Die Kinder müssen jeden Tag den Berg herunter um die Dorfschule zu gelangen.

Eindrucksvoll, in kurzen Kapiteln aus Sicht von einzelnen Personen wird die Geschichte erzählt bei der am Ende nichts mehr so ist wie es einmal war. Der Schreibstil ist sehr lebendig, die Personen werden gut dargestellt. Beeindruckt war ich von Edith einem Mädchen von 8 bis 9 Jahren das nicht spricht und sehr schlau und gewieft seine Sicht auf die Dinge schildert.

Hoffentlich gibt es von dieser Schriftstellerin noch weitere Bücher dieser Art.

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