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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Chronik angekündigter Tode

Stille blutet von Ursula Poznanski

Nadine Just, egoistische und selbstverliebte Journalistin liest in den Abendnachrichten ihren eigenen Tod vom Teleprompter ab und begreift erst hinterher was sie gerade live im Fernsehen vorgelesen hat. Tatsächlich wird sie kurz nach der Sendung tot aufgefunden.

Die Nachricht hört auch ihr Ex Freund Tibor Glaser der in den Sender eilt, Nadine tot auffindet und selbst in das Fadenkreuz der Verdächtigen gerät.

Das findet jedenfalls die Kriminalpolizei in Gestalt von Fina Plank, einer eher schüchternen an sich zweifelnden Polizistin mit Gewichtsproblemen und ihrem Partner Oliver der keinen Hehl daraus macht was er von der einzigen Frau im Revier hält.

Nach der Trennung hat Nadine keine Mühen gescheut Tibors Freundinnen gegen ihn aufzubringen was ihn zu einem idealen Verdächtigen macht. Als wenig später im Netz eine ähnliche Todesnachricht von einem Star Reporter auftaucht will Tibor sich vergewissern, dass dies ein Scherz ist und wird schnell zum Hauptverdächtigen nachdem der Reporter tot aufgefunden wird und die Verbindung zu Tibor klar wird.

Der Schreibstil ist lebendig und abwechslungsreich durch die Darstellung aus Sicht einzelner Personen und einer Stimme aus dem Off. Die Personen werden gut und detailliert dargestellt. Die Charaktere kommen gut zur Geltung. Durch die etwas zu genau beschriebenen Ermittlungen, das sehr frauenfeindliche Bild von Oliver Homburg und den sehr dilettantischen Auftritt von Tibor Glaser gerät die Spannung etwas aus dem Blickfeld. Als Thriller würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen eher einem mittelmäßigen Kriminalroman.

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brutal spannend

Blutige Stufen von Chris Carter

Wenn Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia zu einem Leichenfundort gerufen werden, liegt ein äußerst brutaler Mord vor. So auch in diesem Fall als eine junge Frau wie ein Fisch an der Angel aufgefunden wird. Wer lässt eine Frau so leiden. Die beiden ermitteln fieberhaft und werden doch bald von einem zweiten brutalen Mord überrascht.

Offensichtlich ist ein Serienmörder unterwegs.

Bis endlich ein Zusammenhang gefunden wird, gibt es noch ein Opfer und ein weiteres potentielles Opfer ist ausgemacht. Der 'Mentor' verfolgt ein gnadenloses Spiel mit den Menschen. Dieser inzwischen 12. Band der Reihe ist wie alle anderen brutal spannend. Der Schreibstil ist lebendig, die Beschreibungen sehr realistisch, mehr als man es sich als Leser wünscht. Trotzdem bleibt man am Lesen da der Spannungsaufbau kontinuierlich hoch gehalten wird.

Das Cover ist fast schon gewohnt eher etwas nichtssagend, der Name Chris Carter steht da einfach für sich.

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sehr berührend

Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

Deutschland, 1938 die Vorboten des dritten Reiches tauchen auf. Mitten drin die Pfarrerstochter Elly aus dem Rheinland die ihren Traum verfolgt hat und Köchin im fernen Berlin geworden ist. Dort arbeitet sie mit Hingabe bei der jüdischen Familie Stern und ist Sara zur Freundin geworden. Doch die Familie wurde verraten und die Familie wird verschleppt.

Elly nimmt sich des kleinen Leon an und verkauft ihn als ihren Sohn.

Mit ihm flieht sie zu ihrer Familie nach Köln wo sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Sie flieht erneut und lernt auf der Zugfahrt einen Bauern kennen der mit seinen Kindern nach dem Tod seiner Frau alleine ist. Kurzerhand steigt sie mit ihm aus dem Zug und läßt sich auf eine Heirat ein.

Ein sehr berührender Roman in dieser schwierigen Zeit der Nazi Herrschaft der hier erzählt wird. Der Schreibstil ist ruhig und doch sehr lebendig. Die Personen werden gut erzählt und gibt trotz der Schwierigkeiten dieser Zeit ein autentisches Bild ab.

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traumhaft schön

Agnes und der Traumschlüssel von Tuutikki Tolonen

Agnes zieht nach der Trennung der Eltern mit ihrer Mutter in ein verschlafenes Nest wo die Mutter eine Stelle bei der Zeitung erhalten hat. Agnes verbringt ihre Ferien mit dem Hund eines alten Nachbarn. Auf dem kleinen Friedhof stößt sie auf ein Kindergrab mit ihrem Namen. Wer war dieses Mädchen das nur einen Tag gelebt hat? Dann hat sie einen sehr realistischen Traum und sie möchte unbedingt mehr erfahren.

Gemeinsam mit Muffin, dem Sohn des Chefredakteurs findet sie im Stadtarchiv näheres und findet eine verlassene Villa auf die der Hund so eilig zusteuert als ob er sie kennen würde. Die beiden recherchieren weiter und stoßen auf das Geheimnis.

Es ist ein traumhaft schönes Buch das hier aus dem finnischen übersetzt wurde. Vielleicht werden noch weitere Bücher dieser Autorin übersetzt.
Der Schreibstil ist kindgerecht, spaßig und doch mit Stellen zum Nachdenken und ernstem Hintergrund.

Das Cover ist wunderschön gestaltet mit den bunten Blühtenkranz. Außerdem gibt es viele schwarz-weiß Illustrationen in dem Buch die zu dem Gelesenen passen.

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Alles nur ein Traum

Die Schule der verrückten Träume 1: Die Schule der verrückten Träume von Florian Beckerhoff

Johanna ist in der Schule oft unausgeschlafen und schläft während des Unterrichts sogar manchmal ein. In ihren Träumen verwandelt sie sich in Galakto-Jo, einer Superheldin die zur Stelle ist wenn sie gebraucht wird.

In den Ferien soll sie also statt mit ihrem nervenden kleinen Bruder den Urlaub am Strand verbringen eine Schule besuchen in der sie lernen soll ihre Träume besser zu beherrschen.

Schon die Anreise wird dabei zum Erlebnis.

Zusammen mit anderen Anträumern, Fortgeträumten und Ausgeträumten erlebt sie tolle Abenteuer und rettet am Ende sogar die Schule vor bösen Angreifern.

Das Buch ist kindgerecht, angenehme Schriftgröße, einfacher und lebendiger Schreibstil. Die Illustrationen in Schwarz-Weiß zeigen Szenen aus dem Buch und lockern das Buch mit seinen 208 Seiten gut auf. Das Cover zeigt Johanna am Dachfenster mit ihrer Traumfigur am Himmel.

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Ist das die Zukunft

Auf See von Theresia Enzensberger

Yadas Vater hat vorausschauend vor etlichen Jahren eine schwimmende Stadt gegründet die möglichst autark in der Ostsee schwimmt. Doch mit den Jahren ist der Glanz dieser Vision verblasst. Yada hat immer stärker den Drang den ewigen Kontrollen und Routinen zu entkommen. Eines Tages stößt sie auf brisante Unterlagen über die Hintergründe dieser schwimmenden Stadt.

Auf dem Festland dagegen kämpft Helena mit ihrer plötzlichen Berühmtheit als neu entdeckte Künstlerin und Gründerin einer Sekte. Sie tingelt von Wohnung zu Wohnung und hat kein festes Ziel.

Auf den ersten Blick erschließt sich nicht wie die beiden Protagonisten zusammengehören. Das wird erst nach und nach offenbar.

Der Schreibstil abwechselnd aus Sicht von Yada und Helena ist gewöhnungsbedürftig. Zum einen blieben mir die Hintergründe von Yadas und Helenas Leben eher wage und die Personen arg konstruiert. Trotzdem bleibt ein gewisser Spannungsbogen bis zur Auflösung erhalten.

Das Cover fällt auf alle Fälle aus dem Raster und wirkt etwas aus der Zeit gefallen. Auf alle Fälle ein etwas anderes Buch zu einem ernsten Thema.

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Häkel Henri

Mörderische Masche von Karla Letterman

Henris Frau Maike kommt bei einem Unglücksfall mit einem wild gewordenen Bullen ums Leben. Er ist am Boden zerstört und kann sich kaum noch aufraffen. Doch da ist noch der Handarbeitsladen seiner Frau nebst einer Angestellten, das Frollein und einem Strick- und Häkelkreis. Am liebsten möchte er den Laden so schnell wie möglich loswerden doch ungeahnt weiß das Frollein dies zu verhindern.

So rafft er sich eines Tages auf den Häkelkreis zu besuchen und findet überraschenderweise Gefallen an der Handarbeit. Darüber hinaus freundet er sich mit den Damen an die noch dazu finsteren Machenschaften auf der Spur sind. Er beginnt wieder einmal an dem Unglück zu zweifeln denn seine Frau wäre nie über eine Wiese gelaufen auf der ein Bulle steht. War da doch noch mehr im Spiel?

Der Schreibstil ist locker, trotz des eher traurigen Themas mit humorvollen Details und lässt sich schnell lesen. Als Krimi würde ich das Buch allerdings nicht beschreiben eher als ein Roman zum Thema Trauerbewältigung. Die Personen werden gut beschrieben, ein wenig Spannung ist vorhanden. Für einen leichten Sommer Roman gut zu lesen jedoch ohne Tiefgang.

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Der Eichhörnchenblick

Bleibt Oma jetzt für immer? von Friedbert Stohner

Als die Oma von Klara und Anton nach einem Unfall kurzfristig in das Gästezimmer der Familie zieht geht jeder von einem vorübergehenden Aufenthalt aus bis der Fuß wieder heil ist. Doch bald wird klar, Oma hat sich verändert und erkennt selbst, dass sie wohl ein Sieb im Kopf hat. Der Alltag mit einer an Demenz erkrankten alten Frau ist nicht einfach und bringt den Alltag durcheinander mir kleinen und großen Katastrophen.

Der Einblick in ein Leben mit einer Demenz kranken Frau ist hier aus Sicht der Kinder recht einfach und teilweise lustig beschrieben. Die Entscheidung der Eltern die Kinder in die Entscheidungen mit einzubeziehen ist gut da besonders Anton die Situationen gut erfasst und einen besonderen Draht zur Oma hat.

Das die Oma am Ende stirbt zeigt, dass auch dieses schwierige Thema in einem Kinderbuch einfühlsam erzählt werden kann.

Ein sehr bewegendes Buch mit einfachen kindgerechten Worten über ein ernstes Thema.

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Die Wut der Jugend

Der Geruch von Wut von Gabriele Clima

Alex hat sich nach einem Autounfall und Koma zurück ins Leben gekämpft. Seine Mutter, selbst schwer verletzt an seiner Seite. Der Vater der den Wagen in den Fluß gesteuert hat ist tot. Bei Recherchen über den Unfall stößt Alex auf den Namen eines Mannes der den am Unfall beteiligten Lieferwagen gefahen hat.

Da sein bisheriges Leben in Trümmern liegt sinnt Alex nach Rache und möchte den Mann finden. Sein Freund macht ihn mit einer Gang bekannt, den Black Boys die gegen Ausländer protestieren. Sie versprechen Alex bei der Suche nah dem Mann zu helfen, verlangen im Gegenzug jedoch seine Unterstützung für ihre Aktionen.

Alex, ein eher schüchterner unsicherer Teenager erkennt wohl, dass die Aktionen der Black Boys falsch sind, ist jedoch so in seiner Trauer um den Verlust des Vaters und der Wut auf den beteiligten Mann gefangen, dass er dabei mitmacht.

In kurzen knappen Kapiteln wird die Geschichte erzählt. Der Schreibstil ist einfach, die Charaktere bleiben allerdings auch recht flach.

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Fakt oder Fake

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben? von Arno Strobel

Patrick Dostert freut sich auf einen freien Tag mit seiner Frau Julia. Doch schon beim gemeinsamen Frühstück steht die Polizei vor der Tür. Patrick wird verdächtigt vor drei Tagen eine Frau mishandelt und entführt zu haben. Die Polizei schießt sich auf Patrick als Täter ein vor allem als ein Video auftaucht das ihn eindeutig am Ort der Tat zeigt.

Allen Unschuldsbeteuerungen zum Trotz kommt Patrick ins Gefängnis und schreibt dort über die Ereignisse.

Was für ein rasanter Psychothriller den Arno Strobel da geschrieben hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Schreibstil ist eine interessante Mischung aus Erzählstil und Erlebnissen in Ich-Form. Das Buch lädt geschickt zum miträtseln ein, trotzdem wird man mehr als einmal in die Irre geführt.

Das Ende, bei dem alle Fragen beantwortet werden, hat mich dennoch überrascht.

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