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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Sehnsucht oder Heimat

Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehn von Susanne Matthiessen

Susanne Matthiessen blickt im ersten Corona Lockdown auf eine ausgestorbene Insel. Touristen waren nicht erlaubt, die Insulaner unter sich und alleine mit der Natur. Sie blickt auf die Vergangenheit zurück, die 80er Jahre als sie selbst am Ende ihrer Schulzeit die Zukunft nur außerhalb der Insel sah.

Wie viele andere Schulkameraden schafft sie den Absprung und kehrt doch immer wieder auf ihre Heimatinsel zurück.

Sie erzählt von schweren Sturmfluten und Aberglauben. Dem Zusammenhalt der Insulaner mit den Touristenströmen. Von der Punkszene in Westerland und Jugendfreundschaften. Aber auch Kritik wird geübt an dem Ausverkauf der Insel an Investoren und die Folgen für manche Bewohner für die das Leben auf der Insel fast unbezahlbar wird.

Der Schreibstil ist locker und sehr lebendig. Für Sylt Liebhaber ein Genuss. Das Buch weckt die Reiselust um mit eigenen Augen die Insel zu erleben.
Ich habe bereits den ersten Teil gelesen und wäre auch gern bei weiteren Teilen dabei.

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Anders als normal

Aurora und die Sache mit dem Glück von Sarah Weeks

Aurora ist anders als andere Mädchen in ihrem Alter. Die Mutter geht mit ihr von Arzt zu Arzt aber der hat keine Diagnose. In der Schule wird sie gemobbt. Doch zum Glück hat sie ihren Hund Duck der ihr ein treuer Begleiter ist. Nach einem Brand in ihrem Haus verschwindet er jedoch spurlos. Aurora ist todunglücklich.

Auch Heidi, eine alte Familienfreundin die zu Besuch kommt und angeblich das Glück gepachtet hat kann hier nicht helfen und hat selbst ganz andere Sorgen. Als Aurora schon denkt alles verloren zu haben findet sie eine neue Freundin.

Dies ist ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Familie und die Frage was noch normal ist. Für die Zielgruppe ein schönes Buch. Der Schreibstil ist kindgerecht in Ich Form aus Sicht von Aurora und gut lesbar. Die Personen werden gut geschildert. Auch für die ganze Familie ein gutes Buch.

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Was ist Erinnerung

Der Erinnerungsfälscher von Abbas Khider

Said Al-Wahid hat es nach einer langen Flucht geschafft und ist deutscher Staatsbürger. Seinen Reisepass trägt er immer bei sich. So ist er vorbereitet als sein Bruder ihn aus dem Irak anruft und ihm mitteilt, dass die Mutter im Sterben liegt. Er findet einen Flug und macht sich nach langen Jahren wieder auf den Weg in die alte Heimat.

Das Buch ist voll mit Erinnerungen, der bürokratische Weg über den Aufenthaltsstatus eines Geflüchteten, sein Leben im Irak, die Flucht und seine Frau und der kleine Sohn.

Dies ist das erste Buch von Abbas Khider das ich gelesen habe. Der Schreibstil hat mich spontan an Rafik Schami erinnert. Die Sprache dieser Schriftsteller ist märchenhaft, blumig und manchmal etwas langatmig.

Hier fragt man sich welche Erinnerungen wahr sind, welche erfunden denn der Protagonist in diesem Buch leidet an Erinnerungslücken.

Ein nettes dünnes Buch das man schnell gelesen hat und gerne in eine andere Welt eintaucht.

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Ignis muss sterben

Ancora von Colin Hadler

Romy fährt mit 2 Freunden in das von der Außenwelt abgeschnittene Dorf Ancora um den Sommer zu verbringen. Doch kaum angekommen geschehen merkwürdige Dinge. Romy sieht einen Jungen den sonst keiner wahrzunehmen scheint. Im Wald trifft sie auf die gleichaltrige Kira die in Ancora aufgewachsen ist. Die beiden freunden sich schnell an.

Für die Jugendlichen gilt es drei Feuerprüfungen zu bestehen um den weiteren Lebensweg zu finden. Überraschenderweise landet Romy ebenfalls auf dieser Liste und begibt sich mit Sam und Kira auf den Weg in ein anderes Ancora.

Zwischen dem Abenteuer das die Jugendlichen während ihrer Prüfungen voll mit mysteriösen Vorkommnissen geht es immer wieder um Gedichte die Romys Mutter vor langer Zeit geschrieben hat und die wahr zu werden scheinen.
Am Ende kommt es zu einem spannenden und mystischen Showdown bei dem die Grenzen von Raum und Zeit fließend sind.

Der Schreibstil ist durchaus spannend und mystisch. Die Personen und Erlebnisse werden sehr lebendig beschrieben. Das Cover mit dem Auge in einem Loch wirkt dreidimensional und ist ein absoluter Hingucker und wird bestimmt auffallen.

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Dreier WG

Das Loft von Linus Geschke

Sarah lebt mit ihrem Freund Marc in einem schicken Hamburger Loft. Dazu gesellt sich Henning Jährisch als Dritter im Bunde. Doch dieser ist verschwunden und in der Wohnung ist jede Menge Blut, mehr als ein Mensch überleben kann. Eine Leiche fehlt jedoch.

In einzelnen Kapiteln aus Sicht von Sarah und Marc wird die Geschichte aufgerollt.

Nach jedem Kapitel fragt man sich wer von den beiden wohl die Wahrheit sagt. Wie kann der Alltag in dieser Dreier WG gelingen und was ist mit Henning geschehen? Zusammen mit der Polizei begibt sich der Leser auf die Suche zwischen Lügen und Wahrheit.

Leider blieben mir die Personen etwas zu oberflächlich und wirkte auf mich wie ein Theaterstück mit nur wenig Beteiligten. Auch hat das Buch einige Längen so blieb für mich die Spannung irgendwo auf der Strecke. Das Ende hat mich dann etwas überrascht aber es fehlte der Wow Effekt

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kostbare Zeitreise in die Jugend

Das Loft von Linus Geschke

In der fiktiven hessischen Kleinstadt Mainheim in den 1970er Jahren. Caro Stern, Tochter des Direktors der örtlichen Schokoladenfabrik und Minka, Tochter des Bürgermeisters verbringen fast jede freie Minute zusammen und lieben den Sommer im Schwimmbad. Bis dort ein Unfall passiert und ihr vietnamesischer Mitschüler beim Sprung von einem neuen Sprungbrett verunglückt.

In dem Kinderheim der Stadt treffen Waisenkinder der Boat People aus Vietnam ein. Besonders intelligent ist Claire die sich mit der Ärztin des Heimes auf französisch unterhalten kann. Sie wird von der Familie Stern adoptiert und lernt das Leben in einer deutschen Familie kennen.

Das Buch entführt in eine Zeit die ich selbst in Hessen erlebt habe. So habe ich manches wiedererkannt und konnte mich gut in die Zeit einfinden. Außerdem erlebt man viel von der Stammtischpolitik des Ortes wo manche Gefälligkeiten beim Skat ausgemacht werden.

Durch die lebendige Schilderung von Orten und Marken - Ähnlichkeiten mit real existierenden Firmen sind offensichtlich – hat mir das Buch gut gefallen. Allerdings ist diese lebendige Geschichtsstunde etwas überfrachtet und das Buch hat doch einige Längen.

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Falsche Fuffziger

The Maid von Nita Prose

Molly ist Zimmermädch im noblen Regency Grand Hotel. Sie liebt es die Zimmer der Gäste in einen Zustand der Perfektion zu versetzen. Seit dem Tod ihrer Gran lebt sie alleine in der Wohnung und kämpft mit Finanzproblemen nachdem ein Freund ihr alle Ersparnisse vom Konto geklaut hat.

Sie wirkt sehr unbeholfen und äußerst naiv und ist froh im Hotel Freunde gefunden zu haben.

Der Schock ist groß als sie eines Tages einen Stammgast tot in der Suite findet. Für die Polizei gerät sie schnell in den Kreis der Verdächtigen und findet sich in einer Gefängniszelle wieder. Ein Glück, dass die Tochter des Pförtners Anwältin ist und sie gegen Kaution rausholt.

Gemeinsam hecken sie einen Plan aus und schaffen es schließlich den falschen Fuffziger in diesem Fall zu entlarven.

Das Cover ist nett gestaltet und passt zum Buch über ein Zimmermädchen. Der Klappentext täuscht etwas, denn Molly ermittelt nicht auf eigene Faust.

Insgesamt lernt man viel über das Saubermachen und erfreut sich an manch lustiger Szene mit Molly der Maid. Ein Cosy Krimi den man dank des lebendigen Schreibstils recht schnell lesen kann. Für ein faules Wochenende auf der Couch genau das richtige.

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Verwirrend und rasant

Im Auge des Zebras von Vincent Kliesch

Der Auftakt ist rasant und bombastisch, auf einem Ausflugsdampfer wird mit großem SEK Einsatz ein russischer Drogendealers verhaftet.
Daran beteiligt auch Olivia Holzmann vom LKA Berlin die in einem rätselhaften Fall ermittelt. An verschiedenen Orten werden gleichzeitig Jugendliche von einem und demselben Mann entführt.

Später werden die Eltern grausam ermordet. Wie kann das sein wo der Täter doch ein wasserdichtes Alibi hat.

Olivia und ihr Team tappen im Dunkeln. Sie besinnt sich auf ihren alten Mentor Severin Boesherz der sich zunächst weigert ihr zu helfen. Die Ermittlungen führen schließlich zu einem 20 Jahre zurückliegenden Entführungsfall von Zwillingen an dem eine pensionierte LKA Leiterin beteiligt war.

Zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird der Fall aufgelöst. Durch den häufigen Wechsel der Personen war der Start für mich sehr verwirrend und ich war schon kurz vorm aufgeben. Doch dann hat es mich gepackt und es fast in einem Rutsch gelesen.

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Massenausbruch in der Wüste

606 von Candice Fox

Auf dem Weg zu einem Hochsicherheitsgefängnis in der Wüste von Nevada wird ein ganzer Bus der Angehörige des Wachpersonals zu einem Event ins Gefängnis fährt, entführt. Die Entführer fordern die Freilassung aller Gefangener. Die Gefängnisleitung gibt nach und öffnet die Tore. Schnell entkommen alle 606 Gefangenen.

Darunter der im Todestrakt einsitzende John Cradle der beschuldigt wird seine ganze Familie ermordet zu haben.

Die Leiterin des Todestraktes, Celine Osborne, hat eine Rechnung mit ihm offen und ist darauf aus ihn auf alle Fälle zu jagen und wieder einzusperren. Doch Cradle der unschuldig lange genug im Gefängnis saß, will die Gelegenheit nutzen seine Unschuld zu beweisen.

Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Celine und anderen Wärtern sowie John Cradle und einem Mitgefangenen geschrieben. Leider konnte ich mich mit diesem häufigen Perspektivwechsel nicht richtig anfreunden. Auch die Personenbeschreibungen konnten mich nicht richtig überzeugen. Keine Frage, der Schreibstil ist durchaus spannend aber auch teilweise sehr derb.

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Ich sag Sie was ...

Wo kommen wir denn da hin von Günter Habicht

Günter Habicht kann es gar nicht fassen nach Jahren als Busfahrer in den Vorruhestand geschickt zu werden. Auch seine Frau ist misstrauisch wie das Zusammenleben in Zukunft funktioniert. Schließlich haben sich die beiden während der Berufstätigkeit nur selten gesehen. Der Eheratgeber für den Ruhestand ist da auch keine große Hilfe mit seinen recht eigenwilligen Ideen.

So inspiziert Günter lieber seinen Kiez und keiner ist vor seinem strengen Auge sicher. Wo käme man da hin wenn das jeder machen würde. So kommt es, dass er nach dem Ausräumen des Hauses seiner Mutter in Mecklenburg nicht nur einen Job in der Altersresidenz seiner Mutter gefunden hat sondern auch noch als Aufseher auf einen Campingplatz auf dem einst Oma Bergmann mit Freunden campte.

Die Ähnlichkeit mit den Büchern von Oma Bergmann ist allgegenwärtig. Statt Online Oma nun allerdings Offline Opa wobei mir erstere Bücher etwas besser gefallen haben. Vieles in diesem Buch schien mir zu erzwungen witzig sein.

Der Schreibstil ist lebendig mit teilweise sehr witzigen Begebenheiten, ein nettes Buch für zwischendurch. Ob ich weitere Bücher von Opa Günter lesen möchte weiß ich noch nicht.

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