Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ecinev:
Wer ist wer
Die gute Schwester von Sarah Bonner
Megan findet auf dem Handy ihres Mannes ein Foto auf dem sie schlafend in Reizwäsche auf dem Bett liegt. Sie erkennt ihre Zwillingsschwester Leah und ist erschüttert. Betrügt ihr Mann sie mit ihrer Schwester? Die beiden haben nach einem Buchprojekt keinen Kontakt mehr. Während Leah die Lorbeeren für das Buch über die Kindheit der Zwillinge erntet und ein Vermögen verdient hat, lebt Megan mit ihrem Mann Chris in bescheidenen Verhältnissen.
Obwohl sie offensichtlich beruflich erfolgreich an Unternehmensberaterin arbeitet, ist sie im privaten unsicher und macht von allem Fotos um sich daran zu erinnern.
Das Zusammentreffen der Schwestern in einem Haus am See verläuft für eine von beiden tödlich. Megan versteckt die Leiche in einer Gefriertruhe und schlüpft in die Rolle ihrer Zwillingsschwester. So lernt sie deren Social-Media Leben und ihre Freunde kennen. Dabei lernt sie auch Tom, einen reichen Unternehmer kennen und lieben. Dabei übersieht sie, dass auch Chris sie im Auge hat.
Die Geschichte ist in fünf Kapiteln erzählt, jedes aus der Sicht eines anderen. Die Wendungen dieses Doppellebens sind ganz schön verzwickt und am Ende weiß man nicht mehr was man glauben soll. Der Schreibstil ist subtil spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Zeitreise einmal anders
Der Achte Tag von Dianne K. Salerni
Nachdem der 12jährige Jax seine Eltern verloren hat soll er zu einem ihm bis dahin unbekannten Vormund ziehen. Der 18jährige Riley Pendare ist eigentlich selbst nicht in der Lage für sich zu sorgen. An seinem 13 Geburtstag wacht Jax auf und außer ihm sind keine Menschen zu sehen, auch sein bester Freund ist nicht da.
Am nächsten Tag ist alles wie gewohnt als wäre nichts geschehen. In der kommenden Woche, nach dem Mittwoch eine menschenleere Welt. Als er nach Hause kommt trifft er auf Riley und erfährt, dass es Menschen gibt, die einen achten Tag in der Woche erleben und an diesem Tag in eine andere Zeitebene wechseln.
Gemeinsam mit Freunden von Riley erfährt er mehr über diese Menschen und ihre Talente und Fähigkeiten und ebenso dass es Menschen gibt, die nur diesen achten Tag erleben und die restlichen sieben Tage verschwunden sind. Eine Jugendliche lebt versteckt im Nachbarhaus bei einer alten Dame die Jax häufig unterstützt. Er freundet sich mit Evangeline an und erfährt, dass sie ein Nachkomme des Zauberers Merlin ist.
In diesem Buch wird Zeitreise einmal anders erzählt. Auch wenn mir die ganzen Geschichten über die Sippen und Lehnsherren etwas verwirrend erschien, hat das Buch doch eine eigene Sog Wirkung der man sich nicht entziehen kann. Ich bin gespannt auf die Folgebände im nächsten Jahr.
Bildgewaltiges Abenteuer
Nordlicht - Das Orakel von Malin Falch
Die Reise von Sonja und Espen geht weiter. Mit dabei die kleine Drachenfliege Fünkchen. Ihr Onkel ist aufgetaucht um sie zu suchen, wird jedoch von Wikingern gefangen genommen. Sonja und Espen ziehen durch dieses abenteuerlichen Land voll mit Wikingern und wilden Tieren.
Bei den Wikingern ist ein Orakel mit seinem kleinen Helfer aufgetaucht und bietet den Wikingern an, diese vor den Trollen zu bewahren.
Doch wieviel Kraft steckt in der jungen Schülerin des Orakels?
Dieses Buch besticht durch seine detaillierten und ansprechenden Zeichnungen. Der wenige Text spielt keine große Rolle, die Bilder sprechen für sich. Jedoch wirkt das ganze Buch sehr düster und für jüngere Kinder vermutlich beängstigend. Das Buch endet mit einem Cliffhänger der Lust auf den nächsten Teil macht.
Ein hochwertig gestaltetes Cover rundet diesen Comic ab. Preislich liegen die Bücher leider recht hoch was vermutlich etliche Leser abschrecken wird.
Magische Zeitreise
Memora Castle oder Das Rätsel der vertauschten Zeit von Marikka Pfeiffer
Holly freut sich sehr auf die Zeit bei ihrer Patentante Claire in Memora Castle. Doch das Haus ist dunkel und abweisend. Der Hausverwalter Kendrik empfängt sie ungehalten. Tante Claire ist seit einiger Zeit verschwunden. Zunächst erhält sie Hilfe von ihrer Cousine und deren Stiefbruder die für Hollys bevorstehenden Geburtstag ebenfalls eingeladen sind.
Die Kinder sind sich einig, das Verschwinden von Tante Claire hat einen Grund. In diesem Haus voller rätselhafter Erfindungen stoßen sie auf eine Kuckucksuhr und Holly entdeckt, dass der Vogel aus schwarzen Edelsteinen lebendig zu sein scheint. Im innerern der Uhr entdecken sie einen Aufzug und landen auf der 3. Etage wo sich plötzlich eine verborgene Tür geöffnet hat. In dem Raum entdecken sie viele Schubladen mit je einem Gegenstand und plötzlich finden sie sich in einer anderen Zeit wieder.
Eine schöne Geschichte voller Rätsel und Abenteuer für jung und alt. Der Text ist leicht lesbar und für Kinder ab 10 gut verständlich. Das Happy End schließt das Buch gut ab und Holly entdeckt ihre wahre Bestimmung für das alte Anwesen.
verwirrende Erinnerungen
Memoria von Zoë Beck
Frankfurt, in naher Zukunft. Harriet lebt in einem verlassenen Bankentower der von armen Leuten als Unterkunft genutzt wird. Sie arbeitet als Security für ein Luxuskaufhaus und kämpft mit dem geringen Lohn um ein gutes Auskommen und besucht regelmäßig ihren demenz kranken Vater in einem Pflegeheim.
Als sie bei einem Brand ihren Rucksack mit allen Unterlagen verliert, wird ihr bei der Beschaffung neuer Dokumente auch einen Führerschein vorgelegt obwohl sie sich sicher ist gar kein Auto fahren zu können. Immer häufiger wird sie von Träumen heimgesucht mit Erinnerungen an ihre Jugend. Sie ist sich unsicher ob sie wirklich so stattgefunden hat und macht sich auf den Weg nach München.
Sie trifft auf die Nachbarn des früheren Elternhauses und ist überrascht, dass das ehemalige Haus noch leersteht und geradezu auf sie gewartet hat. Immer mehr Erinnerungen hat sie die sie sehr verunsichern.
Der Schreibstil ist durchaus spannend trotz einiger Längen. Am Ende war ich selbst verwirrt war real und was so gar nicht stattgefunden hat. Die Auflösung erschien mir auch eher verwirrend als aufklärend. Und warum das ganze eigentlich den dystopischen Hintergrund hat habe ich auch nicht verstanden, das hätte ebenso auch in der Gegenwart spielen können.
Familie Besserwisser
Das Klugscheißerchen von Marc-Uwe Kling
Welches Kind ißt schon gerne rote Beete? Die Eltern bestehen darauf, dass die beiden Kinder Tina und Theo auch etwas gesundes essen. Geben aber am Ende auf und stellen Toast mit Erdnusbutter auf den Tisch.
Nach dem Essen zieht es die Geschwister auf den eigentlich verbotenen Dachboden ihres neu bezogenen Hauses.
Beim Spielen treffen sie dort auf ein hellblaues, eigentlich türkises Wesen, das sich als Klugscheißerchen vorstellt. Nur besonders gewiefte Leute die voll auf Zack sind, können das Wesen sehen. Sie erzählen den Eltern davon die das natürlich nicht glauben wollen. So machen sie einen Deal wenn Vater und Mutter das Wesen sehen können, bekommen sie ein Haustier andernfalls müssen sie einen Monat lang Küche und Bad putzen. Am nächsten Tag ist es dann soweit.
Ein zauberhaftes Kinderbuch von dem bekannten Autor Marc-Uwe Kling, bekannt aus den Känguru Chroniken. Eigentlich ein Buch für Jung und Alt. Auch die Hörbuchversion gelesen vom Autor selbst ist eine nette Unterhaltung.
Späte Rache
Taubenschlag von Dennis Jürgensen
In Norddeutschland werden mehrere alte Leute ermordet aufgefunden mit einer Taube auf dem Schoß. Die Kriminalpolizei um Rudi Lehmann ist ratlos. Durch ein Programm der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit hat Rudi bereits in einem anderen Fall mit Lykke Teit aus Kopenhagen zusammengearbeitet und sich mit ihr angefreundet.
Jetzt wird sie nach Deutschland geholt um zu unterstützen.
In Berlin werden in einem alten Bunker die Leichen einer ganzen Familie gefunden die offensichtlich schon mehrere Jahre dort lagen. Können die Fälle zusammengehören?
Ich wußte nicht, dass es einen ersten Teil mit den beiden Ermittlern gibt, dieser ist meiner Meinung nach auch nicht notwendig vorher gelesen zu haben da alle Personen gut eingeführt werden. Der Schreibstil war für mich ungemein fesselnd und ich werde mir jetzt auch den ersten Teil holen.
Der Hintergrund ist brisant und mal etwas anderes. Der Spannungsbogen ist recht hoch, die persönlichen Schicksale der Ermittler werden behutsam angeschnitten.
Infiziert
Ein Fluss so rot und schwarz von Anthony Ryan
Sechs Menschen erwachen auf einem selbstfahrenden Schiff ohne jegliche Erinnerung. Sie kennen noch nicht einmal ihren Namen bis auf den der auf den Unterarmen tätowiert ist. Alle haben eine lange Narbe auf dem Kopf. Ein siebter Mann ist tot, vermutlich Selbstmord.
Wohin fährt das Schiff, was hat es mit dem merkwürdigen Nebel auf sich und den Schreien vom Ufer? Die Menschen merken schnell, dass sie alle unterschiedliche Erfahrungen haben und auf den Weg nach London sind.
Doch es ist nicht das London das man kennt, etwas düsteres umgibt die Stadt. Über ein Satellitentelefon erhalten sie Anweisungen den von Trümmerteilen blockierten Fluss freizuräumen.
Das ist ein merkwürdiges Buch bei dem man als Leser ebenfalls vor einem Rätsel steht, was geht hier vor, was ist passiert. Es entwickelt geradezu eine Sogwirkung und man kann es nicht mehr aus der Hand legen bis zum grausamen Ende.
Geschichten vom Amt
Da bin ick nicht zuständig, Mausi von Conny from the block
Ich kannte Conny from the Block bislang noch nicht und hatte die Gelegenheit das Hörbuch zu genießen. Die Schilderungen des Büro Alltags sind so typisch deutsch, mit fordernden Bürgern am langen Donnerstag kann man schon fast Mitleid mit den armen Beamten haben. Dafür fällt Freitag schon Mittags der Stift und das Wochenende kann beginnen.
Die Kolleginnen von Conny werden humorvoll und leicht übertrieben beschrieben und mit unterschiedlichen Stimmen gesprochen. Dem Berliner Dialekt im Hörbuch konnte ich gut folgen, geschrieben ist es auf die Dauer für Nicht Berliner etwas anstrengend.
Die Bürogeschichten sind kurzweilig und teilweise echt lustig, auf Dauer aber etwas zu viel des Guten. Für nebenbei in kurzen Abschnitten lustig, am Ende hat es mir aber auch gereicht. Ich glaube auf weitere Schilderungen von Conny kann ich verzichten.
Eiskalt
Tief im Schatten von Viveca Sten
Zur Hochsaison im Winter wird eine entstellte Männerleiche am Wegesrand entdeckt. Es stellt sich heraus, dass es ein bekannter Skifahrer war. Dieser hatte nach seinem Karriere Aus eine Sanitätsfirma mit einem Kollegen. Die kleine Polizeistation in Are hat alle Hände voll zu tun.
Dann gibt es noch Rebecka, eine junge tiefgläubige Frau, Mitglied einer fanatischen Freikirche.
Sie wird von ihrem Mann, einem Gemeindepfarrer mishandelt.
Dieser 2. Fall mit Hanna Ahlander hat es wieder in sich. Fast meint man die Kälte des nordschwedischen Winters zu spüren. Das Drama entwickelt sich erst langsam bis es zum Ende hin wie eine Lawine über einen hereinbricht. Der Schreibstil ist lebendig, die Protagonisten mit all ihren Selbstzweifeln im Privaten und im beruflichen werden gut beschrieben.
Der Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch bis zur traurigen Auflösung. Ich bin gespannt auf weitere Bücher mit den beiden Ermittlern.











