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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Akt der Verzweiflung

Stunde um Stunde von Candice Fox

Vor 2 Jahren verschwindet die kleine Tilly Delany von einem belebten Strand. Ihre größere Schwester hätte auf sie aufpassen sollen, aber nach einem Besuch im Toilettenhaus fehlt von der kleinen Tilly jede Spur.

2 Jahre später sind die Eltern verzweifelt und werfen der Polizei vor die Angelegenheit vorschnell zu den Akten gelegt zu haben mit der Begründung Tilly sei ertrunken.

Sie dringen in ein forensisches Institut ein in dem eine Menge Proben zu wichtigen Verbrechen lagern und auf eine Analyse warten. Den anwesenden Wachmann sowie einen Mitarbeiter der auch Sonntags zum arbeiten gekommen ist, nehmen sie als Geiseln. Eine zufällig vorbeikommende Journalistin wird die dritte Geisel. Sie drohen der Polizei, findet unsere Tochter oder wir zerstören jede Stunde eine der wichtigen Proben.

Die Polizei riegelt das Gebäude ab und bringt ein Großaufgebot in Stellung ohne sich um das Finden der verschwundenen Tochter zu scheren. Ein vor kurzem aufgeflogener Undercover Agent und eine junge Polizeianwärterin die bereits an ihrem Arbeitstag wieder entlassen wurde, machen sich auf die auswegslos scheinende Suche nach dem Kind.

Keine Frage, das Buch ist hochspannend und man fliegt geradezu durch die Seiten. Der Schreibstil ist packend und sehr lebendig. Wie bereits bei den anderen Büchern von Candice Fox die ich gelesen habe, spielen schräge, kaputte Personen eine wichtige Rolle. Dennoch hat das Buch einige Längen und war für mich trotz des packenden Endes etwas überfrachtet und unrealistisch

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Trauerbewältigung

Dieses schöne Leben von Mikki Brammer

Clover wurde als 6-jährige von ihrem Großvater adoptiert nachdem ihre Eltern plötzlich ums Leben gekommen sind. Bei dem emeretierten Wissenschaftler umgeben mit vielen Büchern hatte sie eine schöne Zeit in New York. Sie kann es sich nicht verzeihen, nicht vor Ort gewesen zu sein als er starb und beschließt Sterbe-Doula zu werden.

Sie widmet sich ganz der Pflege von todkranken Patienten in ihren letzten Stunden und Tagen.

Nach jedem Einsatz kehrt sie in die Wohnung des Großvaters zurück die sie übernehmen konnte und führ ein einsames Leben. Ab und zu trifft sie sich zum spielen mit einem älteren Nachbarn oder sie geht zu einem Death-Cafe wo andere Leute über ihre Ängste und Sorgen mit dem Tot reden. Dort trifft sie auch Sebastian der sie überredet sich um seine todkranke Großmutter zu kümmern.

Ein berührendes Buch um ein trauriges Thema das jedoch keinesfalls traurig daher kommt. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, die Personen werden gut dargestellt. Man erwartet bei einem solchen Thema kein Happy-End, doch es gibt zeitweise auch komische Begegnungen. Ein Buch das noch lange nachhallt und zum Nachdenken einlädt.

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Das Haus auf der Klippe

Hope's End von Riley Sager

Um das Haus Hope's End auf der Steilküste vor Maine rankt sich ein düsteres Familiengeheimnis. Die damals 17-jährige Leonora Hope wird 1929 verdächtigt ihre Eltern und ihre Schwester ermordet zu haben. Jetzt ist Leonora nach mehreren Schlaganfällen bewegungsunfähig und kann nicht mehr sprechen.

Die junge Krankenhelferin Kit soll ihre neue Pflegerin werden nachdem sie etliche Zeit vom Dienst suspendiert war. Leonora Hope, die sich nur noch mit Hilfe von Klopfzeichen und einer Schreibmaschine kommunizieren kann, ist entschlossen Kit die ganze Geschichte zu erzählen.

Die Steilküste, die Menschen die auf Hope's End wohnen tragen zum düsteren Stimmungsbild bei. Der Schreibstil ist lebendig, die Spannung von Anfang an hoch, man kommt kaum dazu das Buch zur Seite zu legen. Doch was anfangs noch sehr abwechslungsreich und überaus spannend daherkommt endet dann für mich sehr überzogen und unglaubwürdig. Dann geht alles Schlag auf Schlag mit immer neuen Verwicklungen die das ganze sehr konstruiert wirken lassen.

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Familiengeheimnisse

Die vermisste Tochter von Soraya Lane

London in der Gegenwart. Claudia erhält bei einem Notartermin als Erbin ihrer Großmutter ein Kästchen überreicht mit einem handgemalten Wappen und einer Visitenkarte. Was hat es damit auf sich? Die Recherche beginnt in London und führt Claudia schließlich nach Kuba und Miami.

Kuba, 1950 hier lebt die junge Esmeralda als Tochter eines reichen Zuckerbarons mit ihren Schwestern.

Bei einem Besuch mit ihrem Vater in Havanna lernt sie den jungen Briten Chritsopher Dutton in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Als der Vater dahinter kommt schließt er sie in ihren Räumen ein. Das führt zu einer Flucht der inzwischen schwangeren Esmeralda nach London.

Claudia fühlt sich auf Anhieb wohl auf der Insel auf der die Zeit still zu stehen scheint und sie verliebt sich in den Koch Mateo der einen beliebten Foodtruck betreibt. Gemeinsam mit seiner Mutter findet sie Nachkommen der Familie Diaz die die Insel nach der Revolution verlassen musste.

Dies ist mein erstes Buch von Soraya Lane und allein die Tatsache, dass das Buch auf Kuba spielt hat mich dieses Buch wählen lassen. Der Schreibstil, leicht und lebendig, teilweise mit ernsten Themen hat es mir leicht gemacht in dieses Buch einzutauchen. Ich freue mich auf weitere Bände dieser Reihe.

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Für Freundschaft ist man nie zu alt

Der Schacherzähler von Judith Pinnow

Das Cover zeigt es schon, für Freundschaft ist man nie zu alt. Oldman ist einsam seit seine Frau gestorben ist. Er geht jeden Tag mit einer Thermoskanne Tee und einem Schachbrett in den Park. Wenn er nicht seinen Lieblingsplatz unter den Kastanienbäumen bekommt, wird es ein schlechter Tag.

Janne ist ein wilder 9-jähriger der in der Schule auffällt und seine Nachmittage am liebsten mit seiner Mutter und seinem Roller im Skaterpark verbringt.

Malu, die Mutter ist alleinerziehend und arbeitet in einem Cafe in der Kleinstadt.

Janne ist neugierig und nähert sich dem alten Mann der ihn auf der Rampe bewundert und schafft es das Herz des alten Mannes zu erreichen. Aus 'das lernt er ohnehin nicht, er kann ja noch nicht einmal stillsitzen' wird ein begeisterter Schachspieler der mühelos die Figuren und die Spielzüge lernt.

Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, die Personen und Orte sind liebevoll beschrieben. Gerade das Cafe Blue Hours ist so wundervoll beschrieben, dort würde ich auch gerne meine freie Zeit verbringen. Eine sehr schöne berührende Geschichte die Judith Pinnow hier geschrieben hat.

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Selbstjustiz

Monster von Nele Neuhaus

Als die 16-jährige Larissa Böhlefeld erdrosselt im tiefen Schnee bei einer Marienstatue gefunden wird bricht für die Familie die Welt zusammen. Pia und von Bodenstein beginnen mit den Ermittlungen. Ein Glücksfall, ein Fingerabdruck an der Kleidung der Toten kann einem vorbestraften afghanischen Flüchtling zugeordnet werden.

Die Öffentlichkeit sieht sofort einen Schuldigen, der Ausländerhass nimmt zu. Dabei möchte die Polizei ihn nur als Zeugen vernehmen doch er ist verschwunden.

In einem Waldstück läuft bei eisigen Wintertemperaturen ein Mann barfuss vor ein Auto und stirbt. Dabei war er vorher schon schwer verletzt. Auch er war polizeilich erfasst nachdem er eine schwangere Frau mit dem Auto angefahren hat.

Die breit angelegten Ermittlungen um den Tot von Larissa, dem verschwundenen Flüchtling und dem toten Mann sind in einer Sackgasse gelandet. Dabei bleibt es nicht nur bei diesen Toten. Im Laufe des Buches verliert die Suche nach Larissas Mörder immer mehr in den Hintergrund, es geht um ein ganzes Netzwerk von Leuten die trauernden Angehörigen die Möglichkeit zur Selbstjustiz geben. Auch aus den eigenen Reihen der Polizei und des K11 von Bodenstein und Pia.

Ein gewohnt superspanndender Roman von Nele Neuhaus mit einem brandaktuellen Thema. Allerdings wirkten manche Szenen sehr stark überzogen. Das ganz am Ende der Mörder von Larissa gefunden wird, geht unter der Fülle der Taten des Netzwerkes fast unter und wird nur kurz abgehandelt.

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Eiskalt

Im Herzen so kalt von Sandra Åslund

Im nordschwedischem Östersund wird ein bekannter Umeltaktivist im Wald von einem kleinen Mädchen aufgefunden. Um die örtliche Polizei zu unterstützen werden Maya und Pär aus Stockholm hinzugezogen. Das passt den beiden langjährigen Polizisten vor Ort gar nicht und die Stimmung wird frostig. Maya und Pär ermitteln in den lokalen Forstbetrieben wo sie den Täter vermuten.

Daneben geht es noch um Mayas Freundin Sanna die in Stockholm auf der Arbeit sexuell belästigt wird und kurzerhand ihre Koffer packt und zu ihrer Tante nach Östersund zu fahren. Gerade ihre Erlebnisse bringen die Ermittlungen auf eine neue Spur galt doch der Umweltaktivist als Frauenheld.

Während die Ermittlungen schleppend verlaufen, spitzen sich die Umstände zu und die Kinder geraten in Gefahr. Auch das Ende bietet eine eiskalte Verfolgungsjagd über die zugefrorenen Seen.

Der Schreibstil ist ruhig, der Spannungsbogen bleibt hoch. Allerdings hat das Buch auch etliche Längen. Ich bin gespannt auf weitere Abenteuer mit Maya und Pär.

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25 Jahre später

Eine halbe Ewigkeit von Ildikó von Kürthy

Cora Hübsch, die Protagonistin aus von Kürthys erstem Buch, Mondscheintarif, ist beim Ausmisten und vollbeladen auf dem Weg zum Papiercontainer. Vor dem übervollen Container angekommen, fällt ihr der Karton runter und sie findet ihr altes Tagebuch. Noch auf der Straße beginnt sie darin zu lesen und trifft auf eine alte Bekannte, Wanda die mit anderen Leuten im Ohnsorghaus wohnt.

Cora ist voller Selbstzweifel, die Kinder aus dem Haus, die Ehe eher Gewohnheit als Abenteuer fühlt sich bei dem bunten Haufen im Ohnsorghaus bestens aufgehoben und willigt ein als Fotografin bei der stattfindenden Hochzeit zu arbeiten. Dort an der Ostsee nimmt das Chaos seinen Lauf mit einem vertauschten Kleid und Höhen und Tiefen.

Wie bei allen Büchern von Kürthys sind die Personen herrlich dargestellt mit all ihren Facetten und Fehlern. Neben lustigen Abschnitten gibt es auch melancholische Passagen vom Loslassen und einem Neubeginn. Der Schreibstil ist sehr lebendig, voller Tragik und Leichtigkeit.

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Fesselnd

Kaltblütige Lügen von Karen Rose

Nachdem Kit McKittrick als Jugendliche ihre Schwester durch einen Mord verloren hat der auch nach Jahrzehnten nicht aufgeklärt werden kann, schwört sie, selbst Polizistin zu werden. Jetzt ist sie erfolgreiche Polizistin im San Diego Police Department mit ihrem Partner Baz Constantine der schon bei dem Mord ihrer Schwester mit ermittelt hat.

Eines Tages erhält das SDPD einen anonymen Anruf von einem eventuellen Leichenfundort in einem Park. Nach kurzer Zeit haben die Beamten Gewissheit, ein junges Mädchen gefesselt mit pinkfarbenen Handschellen. Mit diesem Merkmal wurden die ganzen Jahre schon öfter Leichen gefunden. Bei dem nächsten anonymen Anruf begeht der Anrufer einen Fehler und wird von der Polizei festgenommen. Es handelt sich um den Psychologen Sam Reeves der seine Unschuld beteuert. Doch ist er wirklich so unschuldig wie er vorgibt?

Dieses Buch hat mich echt gefesselt, vom emotionalen Prolog bis hin zum Happy End der Erwartungen auf einen Nachfolgeband weckt. Ich hatte längere Zeit keine Bücher von Karen Rose gelesen die am Ende eher einem Romantic-Thrill ähnelten. Von dem flüssigen, spannenden Schreibstil war ich sehr angetan. Die wenigen Längen waren allesamt nötig um wieder zum atmen zu kommen zwischen den Geschehnissen. Es ging wirklich Schlag auf Schlag mit gleichbleibenden Spannungsbogen. Ich bin gespannt auf einen Folgeband.

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Fantastisches Abenteuer

Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten - Flederratten! von Claudia Scharf

Fill Willekin ist ein ganz normaler Tagling. Er lebt mit seinem Vater der Quascheln züchtet, spielt Sonnenball und geht mit seinen Freunden in die Schule. Doch sobald die Sonne untergeht müssen alle drinnen sein denn dann kommt Nox und andere schreckliche Kreaturen. Seine Mutter ist dabei sogar ums Leben gekommen.

Doch nach der Rettung eines Pixies verspätet er sich und sieht das erste Mal den Sonnenuntergang und ist fasziniert von dem Lichtspiel.

Dann gibt es Ärger mit einer sprechenden Pfanne und seine Katze bricht aus. Fill klettert durch das Fenster und ist in Nox. Dort wird er von einem sprechenden Glühwürmchen willkommen geheißen und lernt eine Nachtling kennen mit deren Hilfe er dem Quaschelgarten seines Vaters helfen will.

Das Buch ist eine schöne fantastische Geschichte für jung und alt. Das Cover ist wunderschön gestaltet und die Trennung von Tag und Nacht wird durch die Farbe der Seiten bestimmt. Der Schreibstil ist passend für die Lesegruppe aber auch ältere Leser werden daran ihre Freude haben. Die Illustrationen lockern das Geschriebene zusätzlich auf.

Ich bin gespannt welche Abenteuer Fill und Lenia noch erleben werden

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