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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Für kleine und größere Entdecker

Mein Sachen suchen Lieblingsbuch von Susanne Gernhäuser

Die „Sachen suchen“ Reihe von Ravensburger feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und da hat sich der Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein Sonderband mit den schönsten Suchbildern aus zwanzig Jahren. Der Verlag hat sich dabei nicht auf ein bestimmtes Thema beschränkt, sondern hat wirklich quer durch die Reihe die Bilder ausgewählt.

Somit findet man in diesem Buch u.a. Bauernhoftiere, Baumaschinen, aber auch Szenen aus dem Wald.
Es ist nicht verwunderlich, dass es die Sachen suchen Bücher bereits seit 20 Jahren gibt. Die Bücher sind gut durchdacht, liebevoll gestaltet und das Wichtigste überhaupt, es wird einfach nicht langweilig. Bei jedem Mal anschauen entdeckt man hier und da ein neues Detail, welches einmal noch nie aufgefallen ist.
Die Altersempfehlung des Verlages ist mit 2 Jahren angegeben. Je nach Entwicklungsstand des Kindes können die Bücher aber auch schon früher verwendet werden. Mein 1,5-jähriger Sohn ist auf jeden Fall ganz begeistert von dem Buch und hat bereits einige neue Baumaschinen kennengelernt.
Das Buch ist großformatig, etwas größer als DIN A4 und hat recht dicke, stabile Seiten. Die ersten Wutanfälle hat es zum Glück unbeschadet überstanden.
Besonders hervorheben möchte ich, wie großartig ich es finde, dass sich dieses Buch mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Normalerweise sind solche Bücher immer auf ein Thema spezialisiert und oft wechseln die Interessen der Kleinen doch relativ häufig. Hier hat man mit einem Buch eine Fülle an Sachen, die man suchen, an Themen, über die man sprechen und Geschichten, die man erfinden kann.
Meiner Meinung steht das Lieblingsbuch im Titel nicht umsonst dort. Denn bei uns zuhause ist das Buch definitiv innerhalb kurzer Zeit zum neuen Lieblingsbuch geworden.

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Ganz nett, aber das gewisse Etwas fehlt

Remember when Love was new von Anne Goldberg

“Remember when love was new“ ist der zweite Band der “Second Chances“ Reihe von Anne Goldberg. Die Bücher der Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich bin mir nicht sicher, ob ich noch einmal zu einem Buch von ihr greifen werde.

Das Buch war nicht per se schlecht, aber es fehlte mir ein wenig das Besondere, dass dieses Buch von den vielen anderen in diesem Genre abhebt. Daher glaube ich, dass ich eher wieder zu Büchern von anderen Autorinnen und Autoren greifen würde, wenn mir der Sinn nach einem Liebesroman mit ein bisschen Tiefgang steht.
Der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, richtig in die Geschichte reinzufinden. Auch nach Abschluss des Buches weiß ich nicht so genau, was ich von den Hauptprotagonisten Hamish und Aileen halten soll. Beide sind relativ komplexe Persönlichkeiten und bis zu einem gewissen Grad nicht wirklich erwachsen geworden. Einerseits empfinde ich das als äußerst ansprechend, da es der Realität doch sehr nahekommt, andererseits waren mir beide nur bedingt sympathisch.
Auch die Beziehung der beiden ist mehr als schwierig. Die beiden waren bereits in Jugendjahren ein Paar und haben sich jetzt 13 Jahre nicht gesehen. Man erfährt so einiges über die Vergangenheit der beiden, aber für meinen Geschmack dann doch zu wenig. Viele Dinge werden immer wieder angesprochen, aber ohne dabei genau ins Detail zu gehen. Dies finde ich sehr schade, da zu viele Punkte offenbleiben, die aber für das Charakterverständnis wichtig gewesen wären.
Die Geschichte selbst, vor allem, was Hamishs Sohn Nick betrifft, ist an vielen Stellen äußerst vorhersehbar. Dies ist natürlich öfter mal der Fall, gerade bei Büchern in diesem Genre. In den meisten Fällen stört es mich nicht, da mich das ganze Drumherum fesselt. Hier passt es in das Gesamtbild, das für mich einfach nicht hundertprozentig stimmig ist.
Leider konnte mich Anne Goldberg mit ihrem Roman nicht wirklich überzeugen. Schade, denn das Setting und der Erzählstil hätte mir eigentlich gut gefallen.

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Die Illustrationen sind fantastisch

Japan von Christin Bohnke

Eines gleich mal vorweg, ich gehöre nicht zur eigentlichen Zielgruppe des Buches. Denn erstens bin ich schon länger deutlich älter als 10 Jahre und zweitens beschäftige ich mich auch schon seit vielen Jahren mit Japan, dessen Sprache und der Kultur.
Trotzdem hat mich dieses Buch wirklich begeistert, auch wenn ich nicht wirklich etwas Neues gelernt habe.

Das größte Highlight des Buches sind definitiv die Illustrationen von Josephine Pauluth und ich kann wirklich verstehen, dass sie dafür den deutschen Kinderbuchpreis bekommen hat. Mein E-Book Reader hat zwar leider nur ein schwarz-weiß Display, aber sogar da konnte ich die Magie und Aussagekraft der Illustrationen spüren. Ich habe mir nach Beendigung des Buches das Ebook noch einmal auf einem Farbdisplay angesehen und bin dadurch noch begeisterter von den Bildern. In der Printversion werden die Bilder sicher noch einmal umso ausdrucksstärker rüberkommen.
Trotz der doch eher geringen Seitenanzahl schafft es Autorin Christin Bohnke eine Fülle von Themen abzudecken. Die Themen reichen von Geschichte über Geografie, Natur, Kultur und bis hin zum Alltagsleben. Die Texte sind ansprechend formuliert und sowohl für Kinder als auch Erwachsene interessant. In Kombination mit den Illustrationen entsteht hier ein richtig stimmiges Bild.
Schon lange habe ich kein Sachbuch mehr in der Hand gehabt, dass mich so sehr begeistert und fasziniert hat.

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Turbulente Liebesgeschichte

Ring of Fire – June Carter & Johnny Cash von Sylvia Frank

June Carter und Johnny Cash sind mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt als Fan von ihnen bezeichnen würde. Trotzdem habe ich mich entschieden ein Buch über die beiden zu lesen, vornämlich aus dem Grund, dass ich die Idee eine Biografie über eine Liebesgeschichte zu schreiben, unglaublich spannend fand.

Obwohl der Hauptfokus auf der Liebesgeschichte von June und Johnny liegt, kommen die Einzelgeschichten nicht zu kurz. Um zu verstehen. wie die Liebe zwischen den beiden sich entwickelt hat und warum alles so kam, wie es gekommen ist, braucht man eben ein wenig Hintergrundwissen. Und eben dieses liefert das Buch, in dem sie auch die Kindheit und die Zeit vor June & Johnny beschreibt.
Da ich bis dato weder eine Biografie über eine der beiden Personen noch den hochgelobten und oscarprämierten Film gesehen habe, war dies für mich alles neu und unglaublich interessant und spannend. Ich vermute, wenn man sich schon intensiver mit dem Leben von June Carter und Johnny Cash auseinandergesetzt hat, wird man nur bedingt neue Informationen bekommen.
Der Schreib- bzw. Erzählstil ist eher einfach gehalten, lässt sich aber meiner Meinung nach sehr leicht lesen und hat eher etwas Romanhaftes. Im Vergleich zu anderen Sachbüchern oder Biografien kommt der Text nicht schwer und trocken rüber. Dies liegt aber sicher auch Schwerpunkt des Buches.
Idee und Umsetzung finde ich wirklich sehr gut gemacht und ich kann mir durchaus vorstellen noch weitere Biografien von Liebesgeschichten zu lesen. Denn „Ring of Fire“ ist bereits der neunte Band aus der Serie „Berühmte Paare – große Geschichten“ von Sylvia Frank.

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In der Weihnachtsbäckerei

Weihnachten mit Christina von Christina Bauer

Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren Rezepten.
Es war also nur eine Frage der Zeit bis auch sie ein Weihnachtsbackbuch herausbringt.

Die berechtigte Frage von manchen Kritikern ist natürlich: Braucht es wirklich noch ein weiteres Backbuch zum Thema Weihnachten? Wahrscheinlich nicht, aber sind wir uns ehrlich, Bücher kann man doch nie genug haben.
Christinas Buch bittet eine schöne Mischung aus Klassikern der Weihnachtszeit, die auf keinem Keksteller fehlen dürfen, wie z.B. Vanillekipferl, Kokosbusserl, Rumkugeln oder Lebkuchen. Aber auch die eine oder andere Neuinterpretation ist zu finden. Wobei man sich nicht erwarten darf, dass Christina das Rad neu erfindet. Die Neuinterpretationen sind kleine Variationen von klassischen Rezepten, bei denen zum Beispiel Gewürze oder Füllungen ergänzt oder ersetzt werden.
Das Buch ist schön und liebevoll gestaltet. Christina Bauer gibt der Leserschaft einen kleinen Einblick wie sie und ihre Familie die (Vor-)Weihnachtszeit zelebrieren. Dies geschieht einerseits mit kleinen Geschichten und Anekdoten und andererseits mit herrlich kitschig inszenierten Fotos.
Wer bereits seit Jahren bäckt und ein Repertoire an Rezepten besitzt wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein von dem Buch. Denn so unglaublich viel Neues findet sich nicht darin. Mir hat das Buch und noch viel wichtiger die Rezepte sehr gut gefallen und das Nachbacken hat viel Freude bereitet.

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Es geht chaotisch weiter

Weihnachten mit Christina von Christina Bauer

"Die Götter allein zu Haus" schließt relativ nahtlos an seinen Vorgänger "Die Götter sind los" an. Die Bücher bauen aufeinander auf und ohne die Kenntnisse aus dem ersten Teil macht der zweite Teil keinen Spaß. Abgesehen davon, dass das Lesen des ersten Teils schon ein kleines Vergnügen für sich ist.

Daher würde ich dringend empfehlen die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Maz Evans erzählt wieder mit viel Witz und Komik die Geschichte rund um Elliott, Virgo, Hermes, Zeus und den anderen Göttern. Allerdings hat das Ganze ein wenig an Witzigkeit eingebüßt im Vergleich zum ersten Teil. Vielleicht liegt es daran, dass man bereits ein wenig abgestumpft ist als Leser oder dass man viele Witze schon kennt. War der erste Teil noch ein Silvesterfeuerwerk an Lustigkeit, ist es jetzt nur mehr ein Tischfeuerwerk. Immer noch schön, immer noch gut, aber halt nicht mehr so bombastisch wie erwartet.
Möglicherweise ist dies aber auch nur meine etwas voreingenommene Meinung, denn dieser Teil enthält einiges an Pupswitzen. Die sind bei der eigentlichen Zielgruppe, 10jährige Frühpubertierende, sicher der absolute Renner, mit Lachtränengarantie. Ich konnte dieser Art von Humor noch nie viel abgewinnen, weder als 10jährige noch heute als Erwachsene.
In diesem Teil dürfen wir uns auf ein Wiedersehen mit unseren geliebten Charakteren freuen. Aber auch ein paar ungeliebte Protagonisten bleiben uns in diesem Teil nicht erspart. Dazu gesellen sich noch ein paar neue Gesichter und zu meiner großen Freude, hatte auch die Queen wieder einen kleinen Gastauftritt.
Die Götter allein zu Haus ist eine solide Fortsetzung der Reihe. Wie so oft hinkt Band zwei ein wenig hinter dem Ersten nach. Trotzdem finde ich auch hier wieder den Erzählstil sehr gut, der Spannungsbogen ist gut gespannt und die eine oder andere Überraschung hat Autorin Maz Evans für uns parat.

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Der Igel als Zeichen der Hoffnung

Das Igel-Tagebuch von Sarah Sands

Es gibt Bücher, die lassen einen so nachdenklich zurück, dass man nicht einmal genau sagen kann, was man denn von dem Buch hält, ob es einem gefallen hat oder nicht. Das Igel-Tagebuch ist für mich eines dieser Bücher. Meine Gedanken reichen von Faszination und Begeisterung bis hin zu Enttäuschung.

Enttäuscht bin ich ein klein wenig, denn auf Basis des Klappentextes hatte ich mir das Buch anders vorgestellt. Es kommen zwar alle Elemente vor, welche erwähnt werden, aber der Text ist viel nüchterner und sachlicher. Dies gilt auch für die Passagen über Sarahs kranken Vater. Dies hat mich zu Beginn ein wenig irritiert, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fand es eigentlich auch äußerst spannend. Denn trotz der nüchternen Erzählweise schafft es Autorin Sarah Sands eine Fülle von Emotionen zu transportieren. Und obwohl das Buch verhältnismäßig dünn ist, habe ich doch länger zum Lesen gebraucht. Die einzelnen Kapitel haben mir so viel Stoff zu Nachdenken gegeben, dass ich manchmal auf für ein paar Tage das Buch aus der Hand legen musste.
Die Erzählung ist gespickt mit wissenschaftlichen Fakten über Igel. Sarah Sands hat sich einerseits zu dem Thema belesen, aber andererseits auch viele Interviews mit Igel-Experten und Fans geführt. Ich traue mich zu behaupten, dass hier die meisten noch einiges lernen können. Der Igel wird in dieser Erzählung aber nicht nur wissenschaftlich betrachtet, sondern natürlich kommt auch die literarische Figur nicht zu kurz. Komplett neu für mich war, in wie vielen Liedern oder politischen Reden Igel eine Rolle spielen.
Der Titel des Buches bringt seinen Inhalt perfekt auf den Punkt; Igel Tagebuch. Denn einerseits ist diese Erzählung eine wissenschaftliche Abhandlung und andererseits Sarahs Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken und Ängste aufschreibt. Eine unglaublich faszinierende Mischung, die sowohl den Kopf als auch das Herz beschäftigt.

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Ein Missverständnis kommt selten allein

Jingle Bells Kiss von Lilac Mills

Der Klappentext versprach einen leichten Roman mit großen Gefühlen und einigem Chaos. Und er hat nicht zu viel versprochen.
Daisy, die Protagonistin des Buches scheint vom Pech verfolgt zu sein. Denn was in ihrem Leben auch nur schief gehen kann, geht auch schief. Klingt schon nach einer Menge Probleme, die durch Daisys leicht naive Art und ihre eher pessimistische Einstellung noch verschlimmert werden.

Das Buch ähnelt im Aufbau den vielen romantischen Komödien, die in der Weihnachtszeit sehr beliebt sind. Von Anfang an ist klar, dass die beiden Hauptpersonen füreinander bestimmt sind und perfekt zueinander passen. Das Leben wird ihnen aber durch einen Haufen Missverständnisse erschwert und so dauert es doch länger als geplant, bis das erhoffte Happy End eintritt. So weit, so bekannt. Wer sich öfter so eine Komödie anschaut oder ein entsprechendes Buch liest, weiß einfach worauf er sich einlässt, und erwartet keine hohe Literatur.
Jingle Bells Kiss ist ebenso ein leichter, romantischer Weihnachtsroman und dies meine ich in keinem Fall abwertend. Autorin Lilac Mills hat vielleicht ein wenig zu oft in die Klischeekiste gegriffen, aber dafür hat sie auch herrlich skurrile Charaktere erschaffen. Gerade Daisys Familie und vor allem die Familiendynamik habe ich sehr amüsant gefunden, wenn auch natürlich alle Personen ein wenig überspitzt dargestellt wurden.
Die Chemie zwischen den beiden Hauptpersonen Noah und Daisy war für mich auch spürbar. Manche Missverständnisse und Probleme, mit denen die beiden kämpfen mussten, empfand ich als sehr amüsant. In anderen Stellen waren die Missverständnisse aber dann schon ein wenig zu viel, zu erzwungen und zu übertrieben.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen und ich konnte schnell in die Geschichte hineinfinden. Auch die Kapitellänge war meiner Meinung nach gut gewählt.
Wer auf der Suche ist nach einer romantisch-kitschigen Lektüre für die Vorweihnachtszeit wird hier definitiv fündig.

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Der Funke sprang nicht so richtig über

Burning Crown Die Dragonbound-Trilogie von Marie Niehoff

Ich bin mir noch immer nicht sicher, was ich so genau von Burning Crown halten soll. Die Geschichte an sich klang interessant und die Mischung aus verbotener Liebe und Drachen versprach so einiges an Spannung. Leider sprang der Funke bei mir aber nicht so richtig über. Woran das genau lag, kann ich aber nur schwer in Worte fassen.

Bereits der Einstieg in das Buch fiel mir nicht besonders leicht und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich zu recht gefunden habe. Die Charaktere waren zwar gut beschrieben, aber mir fehlte ein wenig die Tiefe, um mich wirklich in sie hineinversetzen zu können. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist für mich noch immer ein Rätsel. Zwar gibt Autorin Marie Niehoff einige Anhaltspunkte auch, was die Politik betrifft, aber für meinen Geschmack fehlen die Details. Gerade weil es sich nicht um einen Einzelband, sondern um den Auftakt einer Trilogie handelt, hätte ich mir hier mehr erwartet.
Ein zentrales Element und auch der Hauptpunkt, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe, waren die Drachen bzw. die Drachenwandler. Leider haben die Drachen für meinen Geschmack nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Natürlich ist Cassim einer der beiden Hauptpersonen, aber den Großteil der Zeit nimmt er diese Rolle in seiner menschlichen Gestalt ein und man vergisst dadurch öfters mal, dass er eigentlich auch ein Drache ist. Auch in seiner Drachengestalt war Cassim für meinen Geschmack zu menschlich.
Das Beziehungen zwischen Drachen und Menschen verboten ist, wird bereits am Anfang des Buches deutlich. Warum dies allerdings der Fall ist, ist mir bis jetzt noch nicht klar. Auch hier fehlen mir wieder einige Details, die die Geschichte für mich lebendiger und auch verständlicher gemacht hätten.
Ich persönlich lese gerne romantische Szenen, aber bin kein großer Fan von allzu expliziten Beschreibungen oder Spice/Smut wie man das neumodern sagt. Leider bestand gerade der letzte Teil des Buches gefühlt nur mehr aus spicy Szenen. Wer es mag, wird seine Freude haben, für mich zog sich das ganze leider ein wenig und ich war froh, als es denn endlich vorbei war.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Yessa und Cassim erzählt. Daher befürworte ich die Entscheidung des Verlages, auch das Hörbuch abwechseln von einer weiblichen und einer männlichen Stimme lesen zu lassen. An sich gefallen mir die Stimmen von Leonie Landa und Sven Macht sehr gut. Die Stimmmelodien sind schön und Betonung und Geschwindigkeit haben auch gepasst. Allerdings fehlte mir auch hier die Emotion.
Burning Crown ist keine komplette Enttäuschung, aber auch absolut kein Highlight für mich. Ich denke nicht, dass ich die weiteren Bände der Trilogie lesen werde.

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Cosy Crime am Campingplatz

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

Obwohl Autor Andreas Winkelmann zu den bekanntesten deutschen Thriller Autoren gehört, muss ich ehrlich gestehen, dass er mir völlig unbekannt war. Trotz vieler schlechter Erfahrungen mit gehypten Büchern konnte ich hier nicht widerstehen und musste das Buch lesen.
Das Setting des Buches finde ich äußerst interessant, einen Campingplatz in der Nähe von Potsdam.

Durch das Nachwort habe ich dann auch erfahren, dass der Campingplatz Himmelreich, der hauptschauplatz des Buches, keine Erfindung des Autors, sondern ein real existierender Platz ist. Dies gibt der Geschichte noch eine besondere Würze
Den Schreib- und Erzählstil des Autors habe ich als sehr angenehm empfunden und das Buch lies sich leicht lesen. Die Beschreibungen der Personen und Orte sind ausreichend detailliert, um sich alles gut vorstellen zu können, aber ohne langatmig zu werden. Schon nach wenigen Seiten hat man einen guten Überblick über die handelnden Personen und den Schauplatz.
Mit dem ehemaligem Schauspieler Björn Kupernikus und der Künstlerin/Lehrerin Annabelle Schäfer hat Andreas Winkelmann ein herzallerliebstes Ermittler-Duo geschaffen. In Anlehnung an einen Ausspruch von Kupernikus möchte ich die beiden mit wenigen Worten beschreiben: Skurril. Äußerst skurril. Die beiden ergänzen sich perfekt und ich freue mich schon darauf, weitere Krimifälle mit ihnen zu lösen.
Wie es sich meiner Meinung nach für einen cosy Krimi gehört, ist das Buch recht unblutig und der Kriminalfall eher einfach gehalten. Das Buch lebt von den Charakteren und ihren Gesprächen. Trotzdem machte das Miträtseln, wer denn der Mörder sei Spaß, aber noch mehr gefallen hat mir, zu sehen mit welchen Methoden sich Kupernikus an das Lösen des Falles macht. Wie so oft bei Hobbyermittlern kommt die Polizei nicht gut weg, dies ist auch hier keine Ausnahme. Wobei ich auch Kommissar Fass interessant fand und man vielleicht ein wenig mehr aus seinem Charakter machen hätte können. Der Wortwitz mit dem Namen war ein wenig plump, aber hat sich gut in das große Ganze eingefügt.
Alles in allem ist Mord im Himmelreich für mich ein solider, aber einfacher Krimi, der vor allem durch seine Protagonisten besticht, als durch eine komplexe Handlung. Für mich das ideale Buch für einen faulen Tag auf der Couch, wenn man zwar etwas Lesen, aber sich nicht wirklich anstrengen möchte.

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