Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Zauberhaft und herzerwärmend
Spellshop von Sarah Beth Durst
Als ich gelesen habe, dass die Hauptperson des Buches eine menschenscheue Bibliothekarin ist, welche einen Marmeladenladen eröffnet, war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Selten konnte ich mich mit einem Charakter so gut identifizieren wie mit Kiela.
Der Einstieg in das Buch ist mir verhältnismäßig leichtgefallen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass im Vergleich zu anderen Fantasybüchern die Welt nicht übermäßig kompliziert ist.
Der Schwerpunkt des Buches liegt definitiv auf den Charakteren und deren Entwicklung und weniger auf einem komplexen Welten- und Magiesystem. Für mich etwas Neues und eher ungewöhnlich, bin ich doch eher an komplexe Fantasywerke gewöhnt.
Ungewöhnlich auch, dass der Spannungsbogen bereits am Anfang des Buches seinen Höhepunkt hat und dann langsam und gemächlich abflacht. Dies bedeutet aber nicht, dass im Buch nichts passiert oder es langweilig wird. Der Fokus des Buches liegt nicht auf einer spannenden, fesselnden Actionstory.
Die Charaktere allen voran Caz und Miep, meiner Meinung nach die heimlichen Stars des Buches, sind einzigartig und äußerst liebevoll beschrieben. Während dem Lesen bzw. in meinem Fall dem Hören sieht man alles bildlich vor sich und kann wunderbar in die Geschichte eintauchen.
Gesprochen wird das Hörbuch von Mélanie Fouché, welche die absolut perfekte Besetzung für diese Rolle ist. Ihre Stimme passt wunderbar zu der Geschichte und zu der Stimmung, die das Buch verbreitet. Das Erzähltempo ist genau richtig und Aussprache und Betonung sind sehr gut auf das Buch abgestimmt.
Spellshop ist für mich der Inbegriff von Cosy Fantasy und das perfekte Buch, um sich auf die Couch zu kuscheln und dem Alltag zu entfliehen und das auf keinen Fall nur für hardcore Fantasyfans.
Familienroman mit Liebeswirrungen
Eine sanfte Brise Glück von Katie Jay Adams
Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ‚Eine sanfte Brise Glück‘ für mich ein Familienroman mit Liebesgeschichte oder ein Liebesroman mit Familiengeschichte ist. Wobei spielt das überhaupt eine Rolle?
Die Geschichte rundum die Schwestern Lina und Nele, welche aus der Sicht von Lina erzählt wird, ist auf jeden Fall angenehm zu lesen und hinterlässt nach dem Lesen ein angenehmes Gefühl.
Das Buch kommt ohne überzogenes Drama aus und trotzdem wird einem beim Lesen nicht langweilig.
Die Geschichte ist gut konstruiert, die Charaktere glaubhaft und die Landschaft einfach wunderschön. Von Anfang an konnte ich mir alles gut bildlich vorstellen und mich auch in die Charaktere hineinversetzen.
Der Erzählstil von Autorin Katie Jay Adams ist angenehm flüssig, die Kapitel haben genau die richtige Länge und es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen. Perfekt für alle, die sich eine kleine Auszeit an der Ostsee wünschen.
Immer wieder Independence
Rocky Mountain Cats von Virginia Fox
Obwohl die Rocky Mountain Serie von Virgina Fox so konzipiert ist, dass alle Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können, würde ich empfehlen zumindest die Bücher über die Leoni Schwestern in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Bei ‚Rocky Mountain Cats‘ handelt es sich um den vierten Band über die Leoni Schwestern und um Band 27 der Reihe.
Wie gewohnt besteht die Handlung zum Teil aus einer Liebesgeschichte und einem Handlungsstrang, welcher sich mit einem ernsteren Thema beschäftigt. Die Liebesgeschichte kommt in keinem der Bücher überraschend, immerhin kündigt schon das Cover das (zukünftige) Pärchen an. Trotzdem ist immer wieder schön zu lesen, wie die beiden sich finden. Dieses Mal muss ich aber leider sagen, dass sich die Liebesgeschichte unnötig in die Länge zieht.
Dafür habe ich mich wie immer über das Wiedersehen mit alten Bekannten aus Independence gefreut und es war auch wieder schön zu sehen, wie gut der Zusammenhalt im Ort ist. Tief in mir lebt die Hoffnung weiter, dass es solche Orte nicht nur in Büchern gibt.
Nicht unbedingt der beste Roman aus der Serie, aber durchaus lesenswert.
Weniger ist oft mehr
Rocky Mountain Cats von Virginia Fox
Als ich folgende Beschreibung des Buches las: ‚Pretty Little Liars trifft Gossip Girl’, war für mich sofort klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Die Handlung klang vielversprechend, die Geschichte spannend. Ist beides auch, aber…
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von drei weiblichen Hauptpersonen, Julie, Noa und Pilar.
Obwohl Tiziana Olbrich die Charaktere eigentlich gut beschreibt, hatte ich zwischendurch Schwierigkeiten mit dem Erkennen bzw. Erinnern aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wurde. Hier musste ich öfter zum Kapitelanfang zurückblättern, um zu überprüfen, wessen Sicht ich jetzt gerade lese. An manchen Stellen des Buches (eine davon war extrem auffällig), ist die Autorin selbst anscheinend auch durcheinandergekommen.
Obwohl die Charaktere verschiedenste Nationalitäten aufweisen und aus allen Herren Ländern kommen, sind sie für mich trotzdem bis zum Schluss austauschbar geblieben. Eine Beziehung konnte ich zu keinem der Charaktere wirklich herstellen. Die Handlungen der jeweiligen Personen sind für mich auch nur zum Teil nachvollziehbar und in den meisten Fällen eher ein wenig übertrieben. Die Sympathie, die ich zu Beginn noch mit den Charakteren hatte, war am Ende des Buches auch weg.
Die Geschichte an sich ist interessant und der Spannungsbogen spannt sich gut über das komplette Buch. Auch wenn es natürlich die eine oder andere etwas langatmige Passage gibt. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse dann. Wenig überraschend hinterlässt das Buch viele offene Fragen, handelt es sich doch um den ersten Teil einer Diologie.
Nach Abschluss des Buches bleibt bei mir das Gefühl zurück, dass Autorin Tiziana Olbrich ein wenig zu viel wollte. Zu viel Diversität, zu viel Spannung, zu viele Geheimnisse, zu viele Rätsel. Dadurch wirkt das Buch auf mich zu konstruiert und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.
Trotz allem ist die Neugier vorhanden, wie die Geschichte rund um Julie, Noa und Pilar endet. Ich denke, dass ich den zweiten lesen werde, falls ich in mir ausborgen kann.
Übertraf meine Erwartungen
Immortal Longings von Chloe Gong
Ich gebe es ehrlich zu, ich war doch sehr skeptisch bezüglich des Buches. Einerseits die Tatsache, dass die Autorin als Tik Tok Sensation beworben wird, andererseits habe ich beim Lesen des Klappentextes sofort an eine ‚Tribute von Panem‘ Kopie denken müssen. Da die Geschichte aber trotz all dieser Vorbehalte durchaus interessant klang, habe ich mich zum Lesen entschieden.
Das Buch startet gleich mal mit einem Interview mit Autorin Chloe Gong. Dieses hat dann aber durchaus meine Neugier geschürt und meine Erwartungen ein wenig nach oben geschraubt. Die Stadt Kowloon sagte mir zwar nichts, doch eine kurze Recherche hat mir auf die Sprünge geholfen und dem Buch eine neue Tiefe gegeben.
Der Einstieg ins Buch war für mich ein wenig schwierig und ich brauchte ein wenig um mich mit den Personen und der Umgebung vertraut zu machen. Eine Besonderheit des Buches ist ja, dass einige Personen zwischen Körpern hin- und herspringen können. Manche tun dies auch regelmäßig und verändern somit immer wieder ihr Aussehen. Chloe Gong beschreibt die Personen zwar gut, trotzdem muss man ständig seine Vorstellung der Charaktere anpassen. Für mich war das anfangs sehr ungewöhnlich und auch ein wenig anstrengend. Mit der Zeit legte sich dieses Gefühl aber und die Körperwechsel, auch wenn das ganze System meiner Meinung nicht immer Sinn machte, wurden zum Alltag.
Der Schreibstil der Autorin empfand ich als angenehm flüssig. An manchen Stellen hätte ich mir tiefergehende und detailliertere Beschreibungen und Ausführungen gewünscht. An anderen Stellen kam die Geschichte dafür ein wenig langatmig daher. Nach den wie bereits erwähnten Anfangsschwierigkeiten bin ich gut in die Geschichte gekommen. Einige Fragezeichen, die während dem Lesen entstanden sind, wurden im Laufe des Buches aufgeklärt. Manche sind leider noch immer vorhanden. Ich vermute, diese werden auch nicht im zweiten Teil aufgeklärt werden.
Das Konzept mit dem Körperspringen und Qi ist eine sehr gute Idee, die Umsetzung leider an manchen Stellen ein wenig mangelhaft bzw. nicht zu Ende gedacht. Das finde ich schade, denn meiner Meinung nach wäre da noch Potenzial gewesen.
Der ‚Tribute von Panem‘ Vergleich, der sich beim Lesen des Klappentextes noch aufgedrängt hat, rückte beim Lesen des Buches in den Hintergrund. Auf die eine oder andere Art gibt es Parallelen, aber wenn man jedes Buch bis ins kleinste Detail analysiert, findet man immer irgendwelche Ähnlichkeiten.
‚Immortal Longings‘ weist einige Schwächen auf, aber im Großen und Ganzen handelt es sich meiner Meinung nach um eine sehr solide Geschichte. Schade, dass das Potential der Geschichte nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Teil zwei.
Erwartungen leider nicht erfüllt
Jesus von Nazaret von Alois Prinz
Die Frage was für ein Mensch Jesus war und wie er denn ausgesehen hat beschäftigt die Menschheit schon seit langem. Je nachdem in welchem Kulturkreis man aufgewachsen ist und welchem Glauben man angehört oder auch nicht angehört gehen die Vorstellungen hier stark auseinander.
Die Bibel ist für eine neutrale Beantwortung der Fragen meiner Meinung nach nicht die richtige Quelle.
Daher habe ich mit großem Interesse das Buch von Alois Prinz zu lesen bekommen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Das auch Prinz an der Bibel nicht vorbeikommt, war mir von Anfang an bewusst. Und die Bibelzitate und -verweise störten mich auch überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, für ein vollständiges Bild sind diese sogar notwendig.
Leider kamen die historischen Fakten ein wenig zu kurz. Zwar erklärt Alois Prinz immer wieder ein wenig, wie die Umgebung damals ausgesehen hat und gibt auch einige Details zu den politischen Umständen. Allerdings gehen diese Dinge ein wenig unter. Gerade diese Aspekte hätten mich aber besonders interessiert. An manchen Stellen verschwamm für mich auch die Grenze zwischen Wissen und Glauben zu stark. Da war für mich nicht mehr erkennbar, was jetzt wirklich historisch belegbare Fakten und was Glauben ist.
Das Bild das Alois Prinz von Jesus zeichnet hat sich in vielen Dingen doch von meinem eigenen unterschieden. Diese Punkte empfand ich als äußerst spannend. Auch sein Blickwinkel auf viele Taten und Handlungen Jesu waren für mich neu und auf jeden Fall lesenswert.
Den Schreib- bzw. Erzählstil von Prinz empfand ich als sehr angenehm und ich könnte mir durchaus vorstellen noch weitere Biografien von ihm zu lesen.
Liebevoll gestaltet, aber leider kleine Schwächen
Plinkermaus und Zwirbelschnecke von Mathias Jeschke
Laut Verlag ist das Buch zur Sprachförderung bei Kindern ab 4 Jahren geeignet. Dieser Empfehlung kann ich leider nur bedingt zustimmen. Einige der Reime würde ich bereits kleineren Kindern vorlesen, andere sind meiner Meinung nach eher für Erwachsene geeignet. Dies kann man jetzt als Kritikpunkt ansehen oder auch als Pluspunkt, da das Buch für mehrere Altersgruppen geeignet ist.
Jedem Tier ist eine Seite gewidmet, auf der sowohl ein Vierzeiler als auch eine Zeichnung passend zum Reim vorhanden ist.
Auch wenn die vierzig vierzeiligen Viechereinen, also die vierzig Reime, der Star des Buches sein sollten, muss ich gestehen, dass mich die Zeichnungen fast noch mehr begeistert haben. Diese sind außerordentlich liebevoll gestaltet, ansprechend und teilweise sehr detailreich.
Manche der Reime haben mich von Anfang an begeistert, manche musste ich zwei Mal lesen und mit anderen konnte ich auch nach mehrmaligem Lesen nichts anfangen. Leider holpern einige Reime doch sehr stark, das finde ich sehr schade, da es den Gesamteindruck ein wenig trübt. Die behandelten Themen der Reime sind manchmal nur bedingt für kleine Kinder geeignet, bzw. ergibt sich da doch einiges an Erklärungsbedarf. Wobei auch dies wieder als Pluspunkt betrachtet werden kann, da die Kinder doch einige neue Sachen dazulernen.
Manche Reime wirken auf den ersten Blick ein wenig altbacken. In gewisser Weise erinnert es mich an meine eigenen Kinderbücher der 1980iger Jahre. Da kommt ein wenig Nostalgiefeeling auf.
Im Großen und Ganzen ein wirklich schönes und liebevoll gestaltetes Buch mit kleineren Schwächen.
Nachkriegs-Cluedo-Geschichte
Mord in der Charing Cross Road von Henrietta Hamilton
Endlich wieder mal ein klassischer, englischer Krimi. Kein Wunder immerhin wurde die Autorin bereits 1920 geboren. Bei dem Buch handelt es sich um keine Neuerscheinung, sondern um eine Neuentdeckung. Dies alles sollte einem bereits vor dem Lesen bewusst sein und man sollte auch die damalige Moralvorstellung beachten, wenn man dieses Buch bewerten möchte.
Manche im Buch angesprochenen Themen wirken für die heutige Zeit altbacken oder gar irritierend, waren aber zu der Zeit als Henrietta Hamilton das Buch schrieb normal.
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in den Bann gezogen und wollte das Buch am liebsten nicht mehr weglegen. Bereits im ersten Kapitel lernt man mehr oder weniger alle handelnden Personen kennen und auch der Handlungsort wird genau beschrieben. Von der Flut an Personen war ich im ersten Augenblick ein wenig überwältigt, doch dieses Gefühl legte sich recht schnell wieder.
Der bereits im Titel erwähnte Mord ereignet sich recht früh in der Geschichte und wie es bei einem klassischen Krimi nun mal der Fall ist, geht es darum herauszufinden, wer der Mörder ist. Zusätzlich gibt es dann auch noch eine Geistergeschichte und Bücherdiebstählt zu klären. Klingt auf den ersten Blick alles ein wenig viel, Henrietta Hamilton schafft es aber daraus eine durchaus runde Geschichte zu machen.
Der Spannungsbogen ist eher mäßig gespannt, dafür bekommt man einen guten Einblick in das London der 50iger Jahre. An vielen Stellen erinnerte mich das Buch an das Brettspiel Cluedo. Wobei der Tatort und die Mordwaffe bereits klar waren und nur die Frage offen war, wer war es und warum. Auch die im Klappentext erwähnte Liebesgeschichte kommt eher auf leisen Sohlen daher. Auch dies ist für mich stimmig für die damalige Zeit.
Mich freut es besonders, dass es sich bei Mord in der Charing Cross Road nicht um einen Einzelroman handelt, sondern um den Auftakt einer Serie. Die beiden Hauptpersonen Sally und Johnny waren mir von Anfang an sehr sympathisch und ich freue mich schon darauf, mehr über die beiden zu erfahren.
Im Vergleich zu modernen Krimis kommt das Buch sehr langsam und getragen daher und wirkt auf den ersten Blick langweilig und spannungsarm. Dafür versprüht das Buch einen Vintage Charme und einen herrlichen Hauch von Nostalgie. An die großen englischen Krimis kommt das Buch leider nicht ganz ran. Ich fühlte mich aber durchgehend gut unterhalten.
Leicht und locker statt düster und mystisch
Mirror: Weiß wie Schnee von Lucia Herbst
Ich finde es immer wieder spannend, wenn bereits bekannte Geschichten oder Märchen adaptiert und neu erzählt werden. In den letzten Jahren habe ich schon einige solcher Werke gelesen und ein paar davon waren fast sogar besser als das Original. Daher war für mich gleich klar, dass ich Mirror: Weiß wie Schnee unbedingt lesen muss.
Die Idee, dass die böse Stiefmutter aus dem Märchen Schneewittchen den Platz mit einer Ärztin tauscht, finde ich wirklich grandios und daher bin ich auch mit großen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Nach den ersten Kapiteln war ich dann allerdings etwas ernüchtert. Erwartet hatte ich mir eine eher düstere Geschichte, was unter andrem sicher daran liegt, dass die meisten Adaptionen, die ich bisher gelesen habe, eher düster waren. Die Geschichte, die vor mir lag, war von düster und unheimlich ganz weit entfernt.
Dies soll aber nicht als Kritik an der Autorin oder dem Buch verstanden werden, sondern wirklich nur als Hinweis. Ich hätte das Buch mit dem Wissen wahrscheinlich eher nicht gelesen.
Sowohl die Geschichte wie auch der Erzählstil ist eher leicht und locker gehalten. Langatmige Beschreibungen der Umgebung oder der Personen gibt es kaum. Einerseits ein Vorteil, da keine Langeweile beim Lesen aufkommt, andererseits hat mir dadurch ein wenig die Tiefe gefehlt. Lenas Gedanken und Gefühle werden zwar immer wieder erörtert, trotzdem kratzte die Autorin immer nur an der Oberfläche. Bei den Nebencharakteren handelt es sich Großteils natürlich um bereits bekannte Märchenfiguren und -gestalten. Aber auch hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe erwartet.
Meiner Meinung nach plätschert das Buch über lange Zeit einfach so dahin. Auftretende Probleme werden in Rekordzeit gelöst und alles geht irgendwie so einfach. Der Spannungsbogen spannt sich erst gegen Ende des Buches. Hier überschlagen sich die Ereignisse dann fast sogar ein wenig. Da es sich bei Mirror: Weiß wie Schnee um den ersten Band der Spieglein, Spieglein Reihe handelt, werden nicht alle Handlungsstränge zu 100% abgeschlossen.
Wie es sich für ein gutes Märchen gehört, gibt es eine Moral von der Geschichte. Diesen Grundsatz greift die Autorin sehr gut auf und bietet einige gute Denkansätze.
Mirror: Weiß wie Schnee hat mir ein paar entspannt, vergnügliche Lesestunden beschert. Wirklich fesseln und mitreißen konnte mich die Geschichte aber nicht, dafür fehlte einfach die Tiefe.
Collegeliebe mit Tiefgang
The Ivy Years - Was wir verbergen von Sarina Bowen
‚Was wir verbergen‘ ist der zweite Teil der Ivy Years Reihe von Sarina Bowen. Der Schauplatz, das Harkness College, ist bei allen Büchern der gleiche, trotzdem sind die Romane in sich abgeschlossen und keine Fortsetzungsromane. Wobei die Hauptpersonen des ersten Buches in diesem hier auch vorkommen und vice versa.
Der erste Band der Reihe hat mir bereits sehr gut gefallen, genauso wie die True North Reihe der Autorin, daher war ich sehr gespannt auf ‚Was wir verbergen‘.
Meiner Meinung nach kann das Buch definitiv mit dem ersten Band mithalten, unterscheidet sich aber doch sehr von ihm. Zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Natürlich geht es wieder um ein Paar, dass sich kennen- und lieben lernt und auf ihrem Weg zur Liebe, die eine oder andere Schwierigkeit überwinden muss. Neben der Liebesgeschichte gibt es aber auch noch die ernsteren Töne, der Grund warum Scarlets Vater verhaftet wurde und Bridgers kleine Schwester die heimlich bei ihm wohnt.
Bei den erotischen Szenen habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin in diesem Buch etwas zurückgehalten hat. Natürlich kommen sie vor und werden auch detailliert beschrieben, sind aber eher selten vorzufinden. Meiner Meinung nach einerseits eine Konsequenz aus der Handlung, aber auch ein großer Pluspunkt des Buches.
Die Charaktere sind gut beschrieben und man bekommt sehr schnell eine Vorstellung, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr angenehm und flüssig und man taucht schnell in die Geschichte ein. Manche Teile der Handlung sind vorhersehbar, an anderer Stelle wartet aber die eine oder andere Überraschung.
An vielen Stellen hat das Buch mich zu Tränen gerührt, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass ich selbst Mutter bin und daher die Sorgen und Probleme von Bridger ganz besonders gut nachvollziehen kann.
Für mich eine gelungene Fortsetzung der Ivy Years Reihe und ich freue mich schon sehr darauf die weiteren Bücher zu lesen










